13.04.2026 21:10 Uhr
Zweite Verhandlungsrunde zwischen Iran und den USA am Donnerstag?
Eine zweite Runde direkter Verhandlungen zwischen Vertretern Irans und der USA könnte laut unbestätigten Medienberichten am Donnerstag in Pakistans Hauptstadt Islamabad stattfinden.
Nach den vorerst gescheiterten diplomatischen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von US-Präsident
Zuvor am Montagmittag hatte Donald Trump behauptet, Iran hätte sich bei den USA gemeldet. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden." Laut dem US-Präsidenten wolle Teheran "unbedingt einen Deal machen". Entsprechende Äußerungen aus Iran sind jedoch nicht bekannt.
Allerdings zeigte sich Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif hoffnungsfroh, dass es bald zu einer Fortsetzung der Gespräche kommt. Man sei zufrieden, dass es nach der ersten Verhandlungsrunde keine negativen Entwicklungen gegeben habe, so Asif am Montag gegenüber Medien.
"Es wurden ausschließlich positive Fortschritte beobachtet", sagte er und deutete damit an, dass die laufenden diplomatischen Bemühungen in eine konstruktive Richtung gingen. Die nächste Verhandlungsrunde zwischen Iran und den USA werde in Kürze erwartet, fügte der Minister hinzu, dessen Land zwischen den USA und Iran vermittelt.
Iran nimmt Bahnverkehr auf kriegsbeschädigten Strecken wieder auf
Iran hat den Bahnverkehr auf wichtigen Strecken wieder aufgenommen, nachdem im Krieg beschädigte Gleisabschnitte repariert wurden.
Wie staatliche Medien berichteten, haben die Behörden in den letzten Tagen mit Wiederaufbauarbeiten an Brücken, Bahnstrecken und anderer Infrastruktur begonnen, die während der fast 40-tägigen Kämpfe beschädigt worden waren.
In der nordwestiranischen Region Aserbaidschan erklärte der Generaldirektor der Eisenbahn, dass der Zugverkehr von der Stadt Täbris in Richtung der Hauptstadt Teheran und nach Maschhad im Nordosten wieder aufgenommen worden sei.
Eine Eisenbahnbrücke in der Nähe der Stadt Qom südlich von Teheran wurde am Samstag nach Wiederaufbauarbeiten wiedereröffnet, die "weniger als 40 Stunden" dauerten, sagte Khosrow Samari, stellvertretender Gouverneur der Provinz Qom.
Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani sagte bereits am Sonntag, der Wiederaufbau der beschädigten Gebäude werde zwischen drei Monaten und zwei Jahren dauern.
China ruft alle Seiten zur Besonnenheit auf
Das chinesische Außenministerium ruft zur Besonnenheit auf. Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, eine Seeblockade in der Straße von Hormus zu verhängen, wird in Peking kritisch gesehen.
Die Gewährleistung der Sicherheit, Stabilität und ungehinderten Durchfahrt dieser wichtigen Wasserstraße liege im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft, erklärte der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun, und fügte hinzu, dass China bereit sei, mit allen Seiten zusammenzuarbeiten, um die Energiesicherheit und -versorgung zu gewährleisten.
Iranische Streitkräfte bezeichnen US-Blockade als "illegale" Handlung
Das vereinigte Kommando der iranischen Streitkräfte erklärte, Häfen am Arabischen Golf und am Omanischen Meer seien "entweder für alle da oder für niemanden", wie der staatliche Sender IRIB berichtete.
"Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran betrachten die Verteidigung der gesetzlichen Rechte unseres Landes als eine natürliche und rechtliche Pflicht, und dementsprechend ist die Ausübung der Souveränität der Islamischen Republik Iran in den Hoheitsgewässern unseres Landes das natürliche Recht der iranischen Nation", zitierte IRIB die iranischen Streitkräfte.
"Dem Feind nahestehende Schiffe" hätten kein Recht, die Straße von Hormus zu passieren, während anderen Schiffen die Durchfahrt vorbehalten sei, vorbehaltlich der Vorschriften Teherans, hieß es in der Erklärung.
"Die kriminelle Auferlegung von Beschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern durch die USA ist eine illegale Handlung und kommt Piraterie gleich."
Sollte die Sicherheit der Häfen bedroht sein, werde kein Hafen in der Region "sicher sein", hieß es in der Erklärung.
US-Blockade tritt um 16 Uhr in Kraft
Ab 16 Uhr MEZ beginnt laut Trump die US-Blockade der Straße von Hormus. Trump kündigt an, dass ab dem Zeitpunkt der Verkehr für Schiffe blockiert werde, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Die Blockade gelte für Schiffe aller Nationen. Zudem erwägt Trump erneute "begrenzte" Militärschläge gegen Iran. Die USA würden damit die Waffenruhe verletzen.
Schahram Irani, Oberbefehlshaber der iranischen Marine, sagte nach Angaben des Staatsfernsehens:
"Die Drohungen des US-Präsidenten, Iran auf See zu blockieren, sind lächerlich und absurd."
Nach Ankündigung Trumps: Ölpreis steigt auf über 100 US-Dollar
Nach dem Scheitern der Verhandlungen in Islamabad und der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump sind die Ölpreise wieder deutlich gestiegen.
Ein Barrel der Ölsorte Brent stieg auf 102,50 US-Dollar und überschritt damit die 100-Dollarmarke. Auch die Sorte WTI legte deutlich zu. Ebenfalls zulegen konnte die russische Ölsorte Urals. Ihr Preis liegt ebenfalls oberhalb der 100-Dollarmarke und damit weit über dem von der EU verhängten Ölpreisdeckel in Höhe von 44,10 US-Dollar.
12.04.2026 21:49 Uhr
Libanon: Mindestens elf Tote
Die israelischen Angriffe im Verlauf des Tages haben mindestens elf Todesopfer gefordert, in der Mehrzahl Frauen und Kinder. Es kam auch zu einigen Feuergefechten zwischen Hisbollah und israelischen Truppen.
Ein libanesischer Sanitäter wurde bei einem israelischen Drohnenangriff auf den Krankenwagen getötet, ein weiterer verletzt. Das libanesische Rote Kreuz verurteilte den Angriff.
Die Friedenstruppen der Vereinten Nationen im Libanon meldeten, zwei ihrer Fahrzeuge seien von israelischen Panzern gerammt worden; in einem der beiden Fälle sei es zu schwereren Schäden gekommen. In den letzten Tagen kam es immer wieder zu Übergriffen der israelischen Armee gegen die UN-Truppen, die die libanesisch-israelische Grenze sichern sollen. Sie werden an der Fortbewegung gehindert und unter der Woche wurden mehrmals "Warnschüsse" auf sie abgegeben.
Neue Flottille nach Gaza unterwegs
Wegen schlechten Wetters sind sie bisher nur in einen weiteren Hafen aufgebrochen und sollen erst einen weiteren Hafen ansteuern, ehe sie aufs offene Meer fahren: 39 Schiffe, die sich in Barcelona gesammelt haben, um ein weiteres Mal zu versuchen, mit humanitären Gütern die Blockade von Gaza zu durchbrechen.
Im vergangenen Oktober war bereits ein derartiger Versuch vom israelischen Militär aufgehalten worden, bevor die Flottille die Küste erreichte. Damals wurde eine Reihe von Aktivisten von der israelischen Marine aufgegriffen und anschließend deportiert, darunter unter anderem Greta Thunberg.
Israel begrenzt nach wie vor die Möglichkeit humanitärer Versorgung von Gaza, obwohl es das Gegenteil behauptet. Internationale Hilfsorganisationen bestätigen, dass es nach wie vor an Versorgung mangelt.
Am Samstag war eine Reihe von Segelbooten aus Marseille aufgebrochen, um sich der Flottille anzuschließen. Insgesamt wird mit etwa hundert Booten und Schiffen gerechnet. Am 20. April wird die Flottille endgültig Richtung Gaza aufbrechen; zuvor ist in Süditalien noch ein einwöchiger Zwischenstopp für ein Training in Gewaltfreiheit eingeplant.
Trump droht China mit 50 Prozent Zoll
US-Präsident Donald Trump drohte China mit Zöllen von 50 Prozent, sollte es Waffen an Iran liefern. "Ich höre Nachrichten darüber, dass China Schulterraketen gibt, das, was man Schulterraketen nennt, Antiflugzeugraketen", sagte er.
Auslöser war vermutlich ein Bericht auf CNN, Peking wolle MANPADS an den Iran liefern. "Ich zweifle, dass sie das tun würden, weil ich eine Beziehung habe, und ich denke, sie würden das nicht tun", sagte Trump in einem Interview auf Fox News.
"Aber wenn wir sie dabei erwischen, bekommen sie einen Zoll von 50 Prozent, das ist eine atemberaubende Summe."
Zuvor hatte die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, auf CNN gefordert, Trump müsse aggressiver gegen China vorgehen, weil es den Iran unterstütze. Auch Trumps Ankündigung einer zusätzlichen US-Blockade der Straße von Hormus richtet sich gegen die Nationen, deren Schiffe bisher bereits passieren durften – China ist eine davon; schließlich ist Iran einer der größeren Öllieferanten des Landes.
Allerdings dürfte ein solcher Zoll nicht nur Gegenmaßnahmen Chinas auslösen, wie das bei den seltenen Erden bereits bewiesen wurde; er dürfte auch den Inflationsschub in den USA noch einmal deutlich verstärken. Im März ist die Inflation dort bereits im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent gestiegen.
Großbritannien: Werden uns nicht an US-Blockade beteiligen
Nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, dass weitere Staaten an der geplanten Blockade beteiligt seien, erfolgte nun aus Großbritannien ein Dementi. Trump hatte erklärt, die NATO habe ihre Hilfe angeboten: "Jetzt wollen sie kommen und mit der Straße helfen … Ich verstehe, dass Großbritannien und eine Reihe anderer Länder Minenräumer schicken", erklärte er gegenüber Fox News.
Ein Sprecher für die britische Regierung sagte, die Straße solle "kein Gegenstand eines Zolls sein". Westminster arbeite an einer Koalition, um "die Freiheit der Seefahrt zu schützen". "Wir arbeiten dringend daran, mit Frankreich und anderen Partnern, eine breite Koalition für den Schutz der Freiheit der Seefahrt zu sammeln", sagte er. Die BBC deutete das als klare Absage für eine Beteiligung an Trumps Blockade.
US-Amerikaner wegen Iran-Krieg besorgt
Eine neue YouGov-Umfrage für den US-Sender CBS wollte von den US-Amerikanern wissen, welche Gefühle sie in Bezug auf den Krieg gegen Iran hegen. 68 Prozent erwiderten, sie seien "besorgt", 57 Prozent "gestresst", 54 Prozent "wütend"; nur jeweils 32 Prozent antworteten mit "sicher" oder "zuversichtlich", nur 29 Prozent mit "stolz".
Allerdings fielen die Antworten dazu, ob eine Beendigung des Konflikts mit der jetzigen Führung an der Macht "akzeptabel" sei, nur bei 45 Prozent der Befragten positiv aus. 55 Prozent erklärten, diese sei derzeit "inakzeptabel". Und das, obwohl eine klare Mehrheit der Meinung ist, der Konflikt laufe schlecht für die Vereinigten Staaten: Bei einer früheren Umfrage waren noch 43 Prozent überzeugt, es liefe gut für die USA, jetzt sind es nur noch 41; dafür sind inzwischen 59 Prozent der Meinung, es laufe schlecht für die USA, zwei Prozent mehr als im März.
Lediglich 38 Prozent der Amerikaner glauben, Präsident Donald Trump habe einen klaren Plan für diesen Konflikt. 62 Prozent glauben das nicht. Dabei unterscheiden sich die Anhänger der Parteien jedoch deutlich – bei den Wählern der Demokraten denken 91 Prozent, Trump habe keinen Plan, bei den Unabhängigen noch 72 Prozent, bei den Wählern der Republikaner jedoch nur 19 Prozent. Die Anhänger von Trumps eigener Partei sind zu 81 Prozent überzeugt, Trump habe einen Plan.
Teil der Erhebung war auch die Frage, was die Teilnehmer von Donald Trumps Post aus der vergangenen Woche hielten, wonach eine ganze Zivilisation sterben werde. Dies gefiel zehn Prozent sehr, neun Prozent etwas, 21 Prozent waren dazu neutral, zwölf Prozent missfiel die Androhung etwas – aber 47 Prozent missfiel sie sehr.
Erneute israelische Luftangriffe auf den Libanon
Israel hat erneut Luftangriffe auf den Libanon geflogen. Dabei war nicht nur das Gebiet südlich des Litani betroffen – auch die Orte Tyros und Qana wurden bombardiert. Um den Ort Bint Jbeil im Südlibanon, bei dem die israelische Armee im Jahr 2006 eine Niederlage gegen die Hisbollah erlitten hatte, entwickelt sich ein größeres Gefecht. Alle Eingänge in die Stadt werden von der israelischen Armee blockiert.
Angaben über Tote und Verletzte liegen noch nicht vor.
Das Video zeigt die Folgen eines israelischen Luftangriffs auf die Stadt Maschgara im Bekaa-Tal.
Bilder eines beschädigten US-Tankflugzeugs
Aufnahmen aus Großbritannien, die ein US-Tankflugzeug bei der Landung zeigen, erwecken den Eindruck, dass dieses Flugzeug von Schrapnellen getroffen wurde. Der Stratotanker, der zuvor auf der Prince Sultan Air Base stationiert war, wurde für Reparaturen nach England geflogen.
Am 27. März war auf diesem US-Stützpunkt in Saudi-Arabien ein Boeing E-3 Sentry AWACS-Flugzeug völlig zerstört worden, und mehrere Stratotanker wurden beschädigt; eines davon vermutlich so schwer, dass es irreparabel ist. Es dürfte sich hier um eines der weniger stark beschädigten Tankflugzeuge handeln.
Französischer Ex-Botschafter: Verhandlungen mit Iranern kompliziert
Der ehemalige französische Botschafter in den USA, Gérard Araud, machte implizit die US-Delegation und ihre Zusammensetzung für das Scheitern verantwortlich. Araud war von 2006 bis 2009 an den ersten Verhandlungen mit Iran beteiligt, die später zum JCPOA führten.
"Verhandlungen mit den Iranern", erklärte er in einem Post auf X, "sind das diplomatische Gegenstück eines Grabenkriegs. Zeile für Zeile, Wort für Wort". Damals habe man hunderte Stunden Verhandlungen benötigt.
Aus iranischer Sicht, fügte er später hinzu, begännen die Verhandlungen eben nicht bei null, sondern bei einer Übereinkunft, die damals der UN-Sicherheitsrat abgesegnet hatte, dem JCPOA. "Alle neuen Verhandlungen müssen diese Vorgeschichte mit berücksichtigen ‒ Worte haben bereits eine Bedeutung und Vorschläge eine Geschichte."
Trump wirft Iran Bruch von Zusagen zur Straße von Hormus vor
Trump schrieb in einem weiteren Beitrag:
Iran habe zugesagt, die Straße von Hormus zu öffnen, diese Zusage jedoch bewusst nicht eingehalten. Dadurch seien weltweit Unsicherheit, Störungen und Leid verursacht worden.
Iran behaupte, Minen im Wasser ausgelegt zu haben, obwohl seine Marine und die meisten seiner angeblichen "Minenleger" vollständig zerstört worden seien.
Dies schade dem Ruf Irans und seiner Führung nachhaltig, doch die USA lassen es dabei nicht bewenden. Iran solle nun unverzüglich damit beginnen, diese internationale Wasserstraße zu öffnen. Nach US-Angaben würden dabei mehrere internationale Gesetze verletzt.
Zudem erklärte Trump, Iran sei nicht bereit, seine nuklearen Ambitionen aufzugeben.
Abschließend betonte er: Iran werde niemals über eine Atomwaffe verfügen.
Trump kündigt Seeblockade in der Straße von Hormus an
Nach den gescheiterten Gesprächen in Islamabad schrieb Trump auf Truth Social, das Treffen sei gut verlaufen, die meisten Punkte seien vereinbart worden, der einzige entscheidende Punkt – das Nuklearprogramm – sei jedoch ungelöst geblieben.
Mit sofortiger Wirkung beginne die US-Marine, die er als die beste der Welt bezeichnete, damit, alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, die Straße von Hormus zu durchqueren oder zu verlassen.
Später werde es eine Regelung geben, in der "alle hinein- und alle hinausdürfen". Iran habe dies jedoch verhindert, indem es lediglich erklärt habe, es könne irgendwo eine Mine geben, von der nur Iran selbst wisse.
Zudem habe er die US-Marine angewiesen, in internationalen Gewässern Schiffe zu stoppen und zu kontrollieren, die angeblich Abgaben an Iran gezahlt hätten. Niemand, der solche "illegalen Abgaben" leiste, werde freie Durchfahrt auf hoher See erhalten. Außerdem werde man beginnen, angebliche Minen in der Meerenge zu beseitigen.
Iran zeigt Video vom Rückzug des US-Zerstörers nach IRGC-Warnung in Hormus
Zwei US-Zerstörer sind gestern bei einem Transitversuch durch die Straße von Hormus in eine gefährliche Konfrontation mit iranischen Streitkräften geraten. Laut iranischer Darstellung sollen iranische Kräfte die Schiffe gewarnt haben, dass sie im Falle einer Fortsetzung der Fahrt innerhalb kurzer Zeit angegriffen würden. Daraufhin sollen die US-Schiffe umgedreht haben.
Nun hat Iran ein Video der Kommunikation zwischen der IRGC-Marine und dem US-Zerstörer veröffentlicht, in dem Iran die US-Streitkräfte vor einem Angriff warnt, sollten sie die Meerenge nicht verlassen.
Press TV bezeichnete den Vorfall als gescheiterte "Machtdemonstration" der USA, die zeitlich mit der Eskalation des Iran-Konflikts sowie den laufenden Gesprächen in Islamabad abgestimmt gewesen sei.
Gleichzeitig wird in Press-TV-Berichten betont, dass Iran mit dem Manöver seine militärische Präsenz und Abschreckungsfähigkeit in der strategisch wichtigen Straße von Hormus unterstreichen konnte.
Putin bietet Iran Unterstützung bei Friedensbemühungen an
Putin erklärte nach einem Telefonat mit dem Präsidenten Irans die Bereitschaft zur Unterstützung von Friedensbemühungen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach den gescheiterten Gesprächen zwischen den USA und Iran in Islamabad mit Irans Präsident Massud Peseschkian gesprochen.
Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte Putin mit den Worten, Russland sei bereit, weiterhin eine friedliche Lösung im Nahen Osten zu unterstützen.
"Wladimir Putin betonte seine Bereitschaft, die Suche nach einer politischen und diplomatischen Lösung des Konflikts weiter zu fördern und Vermittlungsbemühungen für einen gerechten und dauerhaften Frieden im Nahen Osten zu unterstützen", teilte der Kreml in seiner Gesprächszusammenfassung mit.
US-Geheimdienste: Hinweise auf mögliche chinesische Waffenhilfe für Iran
US-Beamten zufolge haben amerikanische Geheimdienste Informationen erhalten, denen zufolge China in den letzten Wochen möglicherweise schultergestützte Raketen an Iran geliefert hat, um das Land im Krieg mit den Vereinigten Staaten und Israel zu unterstützen.
Die Beamten erklärten jedoch, dass die Erkenntnisse der Geheimdienste nicht eindeutig belegen, dass die Lieferung tatsächlich versandt wurde, und dass es keine Beweise dafür gibt, dass die chinesischen Raketen während des Konflikts bereits gegen amerikanische oder israelische Streitkräfte eingesetzt wurden.
Doch selbst die Debatte in Peking über Raketenlieferungen an Iran verdeutlicht, welch großes Interesse China an dem Konflikt hat, hieß es in der New York Times. Geheimdienste gehen davon aus, dass China aktiv in den Krieg eingreifen und einigen Unternehmen erlauben würde, Iran Chemikalien, Treibstoff und Komponenten für die Rüstungsproduktion zu liefern.
Schultergestützte Flugkörper, sogenannte MANPADS, sind in der Lage, tieffliegende Flugzeuge abzuschießen. China zögert seit Langem, fertige Militärausrüstung an Iran zu liefern. Einige Regierungsbeamte wollen jedoch, dass Peking seinen Unternehmen erlaubt, die iranischen Sicherheitskräfte während des Krieges mit den Vereinigten Staaten direkt zu beliefern.
Sollte die chinesische Regierung die Lieferung von Raketen zulassen, wäre dies eine bedeutende Eskalation. Zudem wäre es ein Indiz dafür, dass zumindest einige der führenden Köpfe Chinas aktiv auf eine militärische Niederlage der USA in einem den Nahen Osten erfassenden Krieg hinarbeiten.
Diese Erkenntnisse über eine mögliche chinesische Unterstützung für Iran erfolgten zu einem Zeitpunkt, an dem amerikanische Geheimdienste angeblich Beweise dafür gefunden haben, dass Russland dem iranischen Militär gezielte Satellitenaufklärung geliefert hätte, um den iranischen Revolutionsgarden dabei zu helfen, amerikanische Schiffe sowie militärische und diplomatische Einrichtungen im gesamten Nahen Osten ins Visier zu nehmen.
Russischer Diplomat: USA müssen sich auf lange Iran-Verhandlungen einstellen
Der hochrangige russische Diplomat Michail Uljanow, seit 2018 Ständiger Vertreter Russlands bei internationalen Organisationen in Wien (unter anderem bei der IAEO), äußerte sich zu den gescheiterten Gesprächen zwischen Iran und den USA in Islamabad:
"Hat der US-Vizepräsident wirklich erwartet, innerhalb weniger Stunden eine Einigung bei einem so komplexen und vielschichtigen Thema zu erzielen? Das wäre nur möglich, wenn eine Seite zur Kapitulation bereit wäre – was hier nicht der Fall ist.
Wenn die US-Seite eine Einigung anstrebt, muss sie sich auf mehrere Verhandlungsrunden einstellen, begleitet von zahlreichen Expertengesprächen. Das ist das ABC der Diplomatie."
Iran meldet mehr als 3.300 Kriegstote
Der Leiter der iranischen Gerichtsmedizin, Abbas Masdschedi Arani, erklärte, die Behörden hätten die Leichen von 3.375 Menschen identifiziert, die während des Krieges ums Leben gekommen seien.
In einer Stellungnahme gegenüber iranischen Medien sagte Arani, unter den Toten seien 2.875 Männer und fast 500 Frauen.
Iranischer Abgeordneter droht mit Schiffsbeschlagnahmen
Ein iranischer Abgeordneter hat im staatlichen Fernsehen erklärt, dass Iran im Falle ausbleibender "Kriegsreparationen" durch die USA feindliche Schiffe im Persischen Golf beschlagnahmen und anschließend verkaufen werde.
Iranischer Experte kritisiert US-Ansatz im Streit um Irans Atomprogramm
Die USA müssten sich "der Realität stellen", was Irans nukleare Fähigkeiten betrifft, sagt ein Analyst gegenüber Al Jazeera.
"Sie müssen sich der Realität stellen", sagte Foad Izadi, Professor an der Universität Teheran. "Es gibt keinen Nuklearexperten irgendwo auf der Welt, der Ihnen sagen würde, dass man mit auf 3,65 Prozent angereichertem Uran eine Atomwaffe herstellen kann."
Im Rahmen des Atomabkommens von 2015, offiziell bekannt als Gemeinsamer umfassender Aktionsplan (JCPOA), habe Iran "umfangreichen" Inspektionen zugestimmt, fügte Izadi hinzu.
Trump zog sich 2018 aus dem JCPOA zurück. Der beste Weg sicherzustellen, dass Iran keine Atomwaffen bekomme, sei jedoch, zu etwas Ähnlichem zurückzukehren, argumentierte der Professor.
Die Zurückhaltung der US-Regierung, über ein neues JCPOA-ähnliches Abkommen zu sprechen, zeige, dass das Atomprogramm ein Vorwand sei, um andere Ziele zu erreichen, so Izadi. Dazu zählten demnach die Kontrolle über iranisches Öl, Grenzverschiebungen und die Förderung eines Regimewechsels.
"Das sind die wichtigeren Themen, an denen sie interessiert sind – nicht das Atomprogramm", schloss Izadi.
Starmer und Sultan von Oman fordern Deeskalation zwischen USA und Iran
Der britische Premierminister Keir Starmer und Haitham bin Tariq, Sultan von Oman, haben über die gescheiterten Friedensgespräche zwischen den USA und Iran gesprochen und dabei betont, dass eine weitere Eskalation vermieden werden müsse, wie ein britischer Regierungssprecher mitteilte.
"Sie diskutierten die am Wochenende in Pakistan geführten Gespräche und drängten beide Seiten, einen Ausweg zu finden", sagte Sophie Clare in einer Zusammenfassung des Gesprächs aus London.
"Es sei entscheidend, dass die Waffenruhe fortgesetzt werde und alle Seiten eine weitere Eskalation vermeiden", hätten die beiden Staatschefs demnach vereinbart.
Starmer, der kürzlich die Golfregion besucht und dort Verbündete wie Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate getroffen hatte, sagte, internationale Partner arbeiteten weiterhin daran, die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus wiederherzustellen.
Teheran: Iran setzt bei Verhandlungen mit USA auf "Machtdiplomatie"
Irans Parlamentspräsident und Leiter des Verhandlungsteams, Mohammad Bagher Ghalibaf, äußerte sich in Islamabad zu den gescheiterten Gesprächen mit den USA:
"Wir verfügen über den notwendigen guten Willen und die Entschlossenheit, aber aufgrund der Erfahrungen aus zwei früheren Kriegen vertrauen wir der Gegenseite nicht."
Die Gegenseite sei in dieser Verhandlungsrunde letztlich nicht in der Lage gewesen, das Vertrauen der iranischen Delegation zu gewinnen.
"Amerika hat unsere Logik und unsere Prinzipien verstanden. Nun ist es an ihm zu entscheiden, ob es unser Vertrauen gewinnen kann oder nicht."
Zudem erklärte Ghalibaf, man betrachte "Machtdiplomatie" als eine Methode neben dem militärischen Kampf, um die Rechte der iranischen Nation zu sichern.
Netanjahu wirft Spanien "diplomatischen Krieg" gegen Israel vor
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Spanien einen "diplomatischen Krieg" gegen Israel vorgeworfen. Er ordnete an, die spanischen Vertreter aus dem CMCC-Koordinierungszentrum zu entfernen, das zur Überwachung des Waffenstillstands im Gazastreifen im Rahmen von Donald Trumps Friedensplan eingerichtet wurde.
"Diejenigen, die Israel angreifen, anstatt sich terroristischen Regimen entgegenzustellen, werden keine Partner für uns sein", sagte Netanjahu. Spanien habe "unsere Helden, die Soldaten der moralischsten Armee der Welt", verleumdet.
Zudem warf er dem spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez eine "antiisraelische Obsession" vor.
Nachdem am Wochenende bei einem Volksfest in der Nähe von Málaga eine Puppe verbrannt worden war, die Netanjahu darstellen sollte, wurde der spanische Geschäftsträger ins israelische Außenministerium einbestellt.
Sánchez warf Netanjahu vor, Menschenrechte zu verletzen und "das Leben zu verachten", da er die Angriffe im Libanon trotz der jüngsten Waffenruhe im Iran-Krieg fortsetzen lasse.
"Schlechte Nachrichten" – Keine Einigung zwischen Iran und USA
Ben Gvir sorgt mit Gebet auf Tempelberg für neue Spannungen
Der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, hat am Morgen auf dem Tempelberg gebetet ‒ einem regelmäßig umkämpften Brennpunkt zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern ‒, wie von arabischen Medien veröffentlichtes Bildmaterial zeigt. Der Minister äußerte sich zunächst nicht dazu.
Der Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem ist sowohl die drittheiligste Stätte des Islam mit der Al-Aqsa-Moschee als auch der Ort, an dem sich in der Antike die beiden jüdischen Tempel befanden.
Israel eroberte die Altstadt, einschließlich des Tempelbergs, im Sechstagekrieg im Juni 1967.
Nach einem langjährigen Status quo dürfen Juden den Komplex besuchen, dort jedoch nicht beten. Die Verwaltung liegt bei der jordanischen Waqf, der islamischen Religions- und Stiftungsbehörde.
Ben Gvir fordert seit Langem Gebetsrechte für Juden an dem Ort. Seine früheren Besuche lösten im arabischen Raum scharfe Verurteilungen aus, doch Premierminister Benjamin Netanjahu betonte, dass der Status quo mit der jordanischen Waqf unverändert bleibe.
Iran will Raffineriekapazität binnen zwei Monaten weitgehend wiederherstellen
Iran strebt an, einen Großteil seiner Raffineriekapazitäten innerhalb von zwei Monaten wiederherzustellen. Nach Angaben von Öl-Staatssekretär Mohammad Sadegh Azimifar sollen die beschädigten Raffinerie- und Verteilungsanlagen auf rund 70 bis 80 Prozent der früheren Kapazität zurückgeführt werden.
Gegenüber der Nachrichtenagentur SNN erklärte Azimifar, dass Raffinerien, Pipelines, Öllager und Flugzeugbetankungsanlagen im ganzen Land "wiederholt angegriffen" worden seien.
Laut dem Ministerium sind derzeit Teams im Einsatz, um Trümmer zu beseitigen und beschädigte Anlagen zu reparieren, darunter auch eine Raffinerie auf der Insel Lavan. Ein Teilbetrieb dieser Anlage soll innerhalb der nächsten zehn Tage wieder aufgenommen werden.
Ex-Außenminister Sarif warnt: USA können Iran keine Bedingungen diktieren
In einem Beitrag auf X fragte der ehemalige iranische Außenminister Mohammad Dschawad Sarif: "Wollen Sie wissen, warum die Verhandlungen nicht erfolgreich waren?"
Anschließend zitierte er den US-Vizepräsidenten J.D. Vance mit den Worten: "Sie haben sich entschieden, unsere Bedingungen nicht zu akzeptieren."
"Bingo", schrieb Sarif. "Keine Verhandlungen – zumindest nicht mit Iran – werden auf der Grundlage von 'unseren/euren Bedingungen' erfolgreich sein."
Weiter erklärte er: "Die USA müssen lernen: Man kann Iran keine Bedingungen diktieren. Es ist noch nicht zu spät, das zu lernen. Noch nicht."
Kronprinz von Abu Dhabi reist nach China – VAE justieren Außenpolitik im Zuge regionaler Spannungen
Muhammad bin Zayed, Kronprinz von Abu Dhabi, beginnt am Sonntag eine offizielle Reise nach China, um die "Zusammenarbeit auszubauen und die langjährigen Beziehungen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und China zu stärken". Die Reise baut auf der umfassenden strategischen Partnerschaft beider Länder in zentralen Prioritätsbereichen auf.
Seit der Eskalation des Iran-Kriegs haben die Vereinigten Arabischen Emirate angekündigt, ihre Außenpolitik neu auszurichten. Die zunehmenden Spannungen im Zuge des Krieges zwischen Iran sowie den USA und Israel haben zuletzt die Emirate stärker in die regionale Sicherheitslage hineingezogen und ihre strategische Position im Nahen Osten weiter belastet. Das Land wurde zuletzt iranischen Angriffe ausgeliefert.
Was sagt Trump zum Scheitern der Gespräche in Islamabad?
Auf dieser Ebene haben Iran und die Vereinigten Staaten seit der Islamischen Revolution nicht mehr miteinander gesprochen. Nach dem Scheitern der Gespräche in Pakistan und der Abreise von Vizepräsident JD Vance stellt sich die Frage, wie es weitergeht.
US-Präsident Donald Trump hat sich dazu noch nicht direkt geäußert. Auf seinem Netzwerk Truth Social verbreitete der Trump-Account jedoch einen Text mit dem Titel: "Die Trumpfkarte in Trumps Hand, wenn Iran nicht nachgibt: Eine Seeblockade."
Saudi-Arabien meldet Wiederaufnahme des Betriebs in beschädigtem Ölfeld und Ost-West-Pipeline
Das saudische Energieministerium teilte mit, dass der Betrieb an zwei Energieanlagen nach Angriffen auf den Öl- und Gassektor wieder aufgenommen worden sei.
In einem Beitrag auf X erklärte das Ministerium, die volle Pumpkapazität durch die Ost-West-Pipeline sei wiederhergestellt und betrage sieben Millionen Barrel pro Tag. Zudem sei die Produktion im Ölfeld Manifa wieder auf rund 300.000 Barrel pro Tag gebracht worden.
Die Arbeiten zur vollständigen Wiederherstellung des Betriebs am Standort Churais dauerten an, teilte das Ministerium weiter mit. Dort könnten zusätzlich weitere 300.000 Barrel pro Tag gefördert werden.
Am Donnerstag hatte Saudi-Arabien angekündigt, den Betrieb in mehreren Energieanlagen nach Angriffen auf Öl-, Gas- und Stromanlagen in Riad, der Ostprovinz und der Industriestadt Yanbu vorübergehend einzustellen.
Israelischer Angriff im Südlibanon tötet fünf Menschen
Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtet, dass ein israelischer Angriff auf die südlibanesische Stadt Kana fünf Menschen getötet und weitere verletzt hat.
Zivilschutzteams seien im Einsatz, um die Verletzten zu bergen und in Krankenhäuser in die nahe gelegenen Stadt Tyros zu bringen, so die NNA.
Israel habe zudem weitere Angriffe auf andere Orte im Bezirk Tyros geflogen. Dabei seien in Maarakah mindestens drei Menschen verletzt worden, hieß es weiter.
Die Stadt Kana war bereits zuvor Ziel israelischer Massaker, unter anderem in den Jahren 1996 und 2006.
Das libanesische Gesundheitsministerium teilte unter anderem mit, dass seit dem 2. März mindestens 2.020 Menschen bei israelischen Angriffen getötet und 6.436 weitere verletzt worden seien.
Unter den Toten seien 165 Kinder, 248 Frauen und 85 medizinische Einsatzkräfte.
Allein am Samstag hätten israelische Streitkräfte 97 Menschen getötet und 133 weitere verletzt, hieß es weiter.
Iran sieht keinen Zeitdruck für Deal – keine Änderungen in Hormus
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim zitierte eine informierte Quelle in Teheran mit den Worten, "der Ball liegt im Feld der USA" und "Iran hat es nicht eilig", zu verhandeln.
"Iran hat in den Verhandlungen vernünftige Initiativen und Vorschläge vorgelegt. Nun liegt es an den USA, die Fragen realistisch zu betrachten", sagte die Quelle.
Die Quelle warf den USA zudem Fehleinschätzungen in den Verhandlungen vor, ähnlich wie bereits im Krieg, und warnte, dass sich in der Straße von Hormus "nichts ändern wird, solange die Vereinigten Staaten keiner vernünftigen Basis für einen Deal zustimmen".
Teheran: Einigung mit den USA in einigen Punkten – zwei wichtige Fragen offen
Dem iranischen Außenministerium zufolge haben sich Iran und die USA bei ihren Verhandlungen in Islamabad in einigen Punkten verständigt. In zwei wichtigen Fragen habe es jedoch unterschiedliche Ansichten gegeben, weshalb es nicht zu einer Einigung gekommen sei, sagte ein Sprecher des Ministeriums iranischen Medien zufolge.
Die Gespräche hätten in einer Atmosphäre des Misstrauens stattgefunden. Es sei daher nicht zu erwarten gewesen, dass beide Seiten in nur einer Gesprächsrunde zu einer Einigung hätten kommen können.
Die Nachrichtenagentur Mehr berichtete, dass die Delegation, zu der auch Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi gehörten, Pakistan ebenfalls verlassen hat.
Der Bericht folgt auf die Abreise von US-Vizepräsident JD Vance aus Islamabad, nachdem dieser erklärt hatte, dass keine Einigung erzielt worden sei und die Iraner die Forderungen Washingtons abgelehnt hätten.
Pakistan hat zugleich die USA und Iran aufgerufen, die vereinbarte Waffenruhe einzuhalten. Dies sei unbedingt notwendig, erklärt Außenminister Ishaq Dar, nachdem die Verhandlungen in Islamabad ohne Einigung beendet wurden.
Vance: Keine Einigung mit Teheran erzielt
Bei den von Pakistan vermittelten Verhandlungen zwischen den USA und Iran ist nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance keine Einigung erzielt worden. Nach stundenlangen direkten Gesprächen in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad kehre die US-Delegation nun in die Vereinigten Staaten zurück, sagte Vance.
Nach 21 Stunden hätte sich die iranische Seite dazu entschieden, die "Bedingungen der USA" nicht zu akzeptieren, erklärte Vance. Die USA hätten klargemacht, wo die roten Linien liegen und in welchen Punkten man bereit sei, Iran entgegenzukommen.
Vance sagte nicht im Detail, was genau die Knackpunkte waren. Er sagte lediglich, man habe bislang nicht gesehen, dass sich Teheran grundlegend dazu verpflichte, langfristig keine Atomwaffen zu entwickeln.
Man verlasse den Ort der Verhandlungen und lasse einen Vorschlag für Iran zurück, der ein endgültiges Angebot darstelle, sagte Vance. Während der Verhandlungen sei er in ständigem Kontakt mit US-Präsident Donald Trump gewesen.
Nach Angaben des Sprechers des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, standen bei den Verhandlungen zentrale Themen wie die Straße von Hormus, die Atomfrage, mögliche Kriegsreparationen, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein Ende des Krieges in der Region im Fokus.
Der Erfolg des diplomatischen Prozesses hänge jedoch "von der Ernsthaftigkeit und dem guten Willen der Gegenseite ab, von überzogenen und unzulässigen Forderungen abzusehen und die legitimen Rechte und Interessen Irans anzuerkennen", schrieb Baghai weiter.
11.04.2026 22:00 Uhr
Medien: Iran wird vom neuen Transitprotokoll zu Straße von Hormus nicht zurückweichen
Ein Korrespondent der iranischen Nachtichtenagentur Tasnim berichtet aus dem Umfeld der Verhandlungen. Ihm zufolge sei die Straße von Hormus einer der zentralen Streitpunkte, der die Verhandlungen vorerst blockiert habe – oder zumindest dazu geführt habe, dass bisher keine Fortschritte erzielt wurden.
Es heißt weiter, in diesem Bereich seien zwar Fortschritte erzielt worden, doch die überzogenen Forderungen der USA in den Verhandlungen hätten die Angelegenheit vorerst zum Stillstand gebracht.
"Die USA scheinen zu beabsichtigen, am Verhandlungstisch in nur 40 Tagen das zu erreichen, was ihnen im Krieg nicht gelungen ist. Die iranische Delegation betonte jedoch, dass sie die militärischen Errungenschaften und die Rechte der iranischen Nation schützen werde. Aus diesem Grund wurde auch hervorgehoben, dass die Straße von Hormus nicht in ihren Vorkriegszustand zurückkehren werde und ein neues Transitprotokoll vorgelegt werden müsse".
Abgesehen von der Frage der Straße von Hormus gebe es natürlich noch weitere Streitpunkte, was verständlich sei. Es wird vermutet, dass die Verhandlungen verlängert werden, sodass die Delegationen den Dialog morgen fortführen werden.
Netanjahu verspricht weitere Schläge gegen Iran
"Wir haben im Iran noch mehr zu tun", sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einer Videoansprache.
Netanjahu versprach, dass Israels Militäroperation gegen Iran "noch nicht vorbei" sei, obwohl Israel bereits erreicht habe, was er als "historische Erfolge" bezeichnete.
"Wir haben ihnen einen Schlag versetzt, aber wir haben noch mehr zu tun", sagte er.
Iran weist Behauptung der USA über Durchquerung der Straße von Hormus "nachdrücklich" zurück
Iran widerspricht der Darstellung der US-Seite, wonach zwei US-Zerstörer heute ungehindert die Straße von Hormus durchquert haben. Dies berichten iranische Medien. Iran sei weiterhin fest entschlossen, die Durchfahrt jeglicher Schiffe ohne Genehmigung zu unterbinden, sagte ein Beamter der Nachrichtenagentur Tasnim. Derzeit finde keinerlei Schiffsverkehr durch die Meeresenge statt. Selbst einem US-Zerstörer, der beabsichtigte, den Kanal zu durchfahren, wurde keine Genehmigung erteilt.
Al Jazeera zitiert aus der kurzen Stellungnahme des Sprechers des Hauptquartiers Chatam al-Anbija des iranischen Militärs. "Die Behauptung des CENTCOM-Kommandanten bezüglich der Annäherung und Einfahrt amerikanischer Schiffe in die Straße von Hormus wird nachdrücklich zurückgewiesen", sagte der Sprecher.
"Die Initiative für die Durchfahrt und Bewegung jeglicher Schiffe liegt in den Händen der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran."
Wie zuvor berichtet, erklärte das US-Zentralkommando (CENTCOM), zwei US-Schiffe hätten "die Straße von Hormus durchquert" und seien im Arabischen Golf im Rahmen einer umfassenderen Mission im Einsatz gewesen, um sicherzustellen, dass "die Voraussetzungen für die Minenräumung in der Straße von Hormus" geschaffen werden und die Meerenge vollständig von zuvor von durch die Iranischen Revolutionsgarden gelegten Seeminen befreit ist".
US-Militär meldet Durchfahrt der Straße von Hormus
Das US-Militär hat bekannt gegeben, dass zwei seiner Kriegsschiffe die Straße von Hormus durchfahren haben. Dies sei Teil eines Plans zur Minenräumung in dieser für den globalen Ölhandel wichtigen Wasserstraße. Die Durchfahrt der Schiffe durch die Meerenge diente laut einer Mitteilung des US-Zentralkommandos dazu, "die Voraussetzungen für die Minenräumung in der Straße von Hormus zu schaffen". US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, sein Land habe mit dem "Prozess zur Freigabe der Straße von Hormus" begonnen.
Iran hatte die USA vor einer Durchfahrt der Meerenge gewarnt. Nach iranischer Darstellung hatte ein US-Zerstörer nach einer militärischen Drohung die Durchfahrt beendet und sei umgekehrt.
"Pattsituation" hinsichtlich Kontrolle über Straße von Hormus
Die Verhandlungsführer beider Seiten, US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, trafen sich vor Beginn der Gespräche getrennt voneinander mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif. Wie die Financial Times berichtet, herrscht ihnen zufolge eine "Pattsituation" in den Verhandlungen hinsichtlich der Kontrolle über die Straße von Hormus.
Iran besteht darauf, die Kontrolle zu behalten und Mautgebühren zu erheben, und lehnt Vorschläge für eine gemeinsame Kontrolle ab. Die Gespräche werden fortgesetzt, ein Arbeitsessen und weitere Gespräche sind geplant.
Vance hatte zuvor erklärt, er erwarte "positive" Gespräche, warnte die Iraner jedoch davor, "mit uns zu spielen". Iran erklärte, es sei bereit, eine Einigung zu erzielen, habe aber kein "Vertrauen" in die USA. Teheran erklärte außerdem, die Gespräche zwischen dem Libanon und Israel müssten die Hisbollah einbeziehen, und das könnte ein weiterer unlösbarer Knackpunkt der Verhandlungen sein.
Es handelt sich um die ersten direkten Gespräche zwischen den beiden Staaten seit mehr als vier Jahrzehnten.
Libanon meldet 2020 Tote durch Israels Angriffe
Das libanesische Gesundheitsministerium erklärt, seit dem 2. März habe es mindestens 2020 Tote durch israelische Angriffe gegeben. Zudem seien mindestens 6536 Menschen verletzt worden.
Iranische Verhandlungsdelegation tritt unter dem Namen "Minab 168" auf
Wie die Korrespondentin der iranischen Nachrichtenagentur Mehr News aus Islamabad berichtet, tritt die iranische hochrangige Delegation bei den Verhandlungen mit den USA unter dem Namen "Minab 168" auf. Diese Zahl entspricht der Zahl der am 28. Februar beim US-Raketenangriff getöteten Schülern in der Stadt Minab. Im Regierungsflugzeug wurde eine Sitzreihe für einige dieser Kinder "reserviert", wie ein Video mit dem Chef der Verhandlungsgruppe zeigt, dem Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf.
Die Frage der neuen Verwaltung der Straße von Hormus, die Zahlung von Entschädigungen und die Kriegsschäden sowie eine robuste Feuerpause im Südlibanon sind wichtige Teile dieses iranischen Zehn-Punkte-Plans, so die Korrespondentin. "Wir müssen sehen, ob die Verhandlungsdelegation, die unter dem Namen 'Minab-Schülerinnen' nach Islamabad gereist ist und deren Name als 'Minab 168' registriert wurde, tatsächlich die Interessen des iranischen Volkes in den Verhandlungsräumen verteidigt", sagte sie im Bericht.
Diese Symbolik verpflichtet die Delegation, sich als Teil des iranischen Volkes zu präsentieren, erläuterten Delegationsmitglieder im Gespräch mit Mehr News. "Wenn die Interessen des iranischen Volkes, der Islamischen Republik Iran und der Freunde der Islamischen Republik Iran auf dem Spiel stehen, nicht gewährleistet sind, wird der Verhandlungstisch verlassen, und diese Verhandlungen – und das, was vielleicht in den Medien als Ergebnis beschrieben wird – werden abgebrochen, wenn kein Ergebnis erzielt wird", sagte sie.
Unruhe im Libanon – Protest gegen Gespräche mit Israel
Hunderte Anhänger der proiranischen Hisbollah haben in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen. Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete von starken Sicherheitsvorkehrungen. Protestierende riefen "Nieder mit Nawaf" mit Bezug auf den aktuellen Ministerpräsidenten Nawaf Salam. Andere riefen "Gott segne Nasrallah" und meinten damit den von Israel getöteten Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah. Viele schwenkten die iranische Fahne oder Hisbollah-Flaggen. Ein Mann rief: "Sie werden uns nicht dazu bringen, uns zu ergeben."
Die libanesische Regierung und Israel werden kommende Woche zum ersten Mal seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Libanons Präsident Joseph Aoun hatte in der Vergangenheit und seit Ausbruch des jüngsten Krieges zwischen Israel und der Hisbollah mehrfach ein Interesse daran bekundet. Die Hisbollah hat sich bisher entschieden dagegengestellt.
Israelische Luftangriffe im Gazastreifen – Mindestens sieben Tote
Bei zwei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen wurden nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums mindestens sieben Menschen getötet und mehrere verletzt. Wie Behördenvertreter mitteilten, traf ein Angriff einen Polizeikontrollpunkt im Flüchtlingslager Bureidsch. Dabei kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. Bei einem weiteren Angriff in Beit Lahia wurde mindestens eine Person getötet. Das israelische Militär teilt mit, der Angriff in Bureidsch sei erfolgt, nachdem sich Hamas-Mitglieder der sogenannten gelben Linie genähert hätten. Diese markiert die Grenze zu der von Israel besetzten Hälfte des Küstengebiets. Zu dem Vorfall in Beit Lahia äußert sich die Armee zunächst nicht.
Weißes Haus: USA und Iran verhandeln direkt miteinander
Die Vereinigten Staaten und Iran haben in Pakistan direkte Verhandlungen aufgenommen. Das bestätigte das Weiße Haus am Samstag. Zuvor hatte die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA den Beginn von Dreiergesprächen unter Einschluss Pakistans gemeldet, nachdem die iranischen Vorbedingungen erfüllt worden seien, darunter eine Reduzierung der israelischen Angriffe auf den Südlibanon. Außerdem meldete die IRNA, US-amerikanische und iranische Vertreter hätten sich getrennt mit dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif getroffen.
Bericht: Israel hat 18.000 Bomben über Iran abgeworfen
Die israelische Luftwaffe hat nach Militärangaben binnen gut fünf Wochen des Kriegs rund 18.000 Bomben über Iran abgeworfen. Ein israelischer Armeesprecher bestätigte Zahlen der Times of Israel zum Kriegsverlauf. Genauere Informationen zu Art und Größe der Bomben gab es zunächst nicht. Demnach gab es mehr als 1.000 Angriffswellen Israels.
Iran feuerte den Angaben zufolge rund 650 ballistische Raketen auf Israel ab. Nach Angaben des Militärs trug mehr als die Hälfte dieser Raketen Streubombensprengköpfe, die zahlreiche kleinere Sprengkörper ungezielt über große Gebiete verteilen.
Infolge der US- und israelischen Angriffe starben in Iran ca. 2.400 Personen, Tausende Objekte der militärischen und zivilen Infrastruktur sowie Wohngebäude wurden zerstört oder beschädigt. Die Zahl der israelischen zivilen Opfer beläuft sich auf 24 Personen.
Erste Supertanker passieren Straße von Hormus seit Feuerpause
Erstmals seit der Feuerpause zwischen den USA und dem Iran passieren Schifffahrtsdaten zufolge wieder drei Supertanker die Straße von Hormus. LSEG-Daten zufolge umfahren die unter liberianischer Flagge fahrende Serifos sowie die chinesischen Schiffe Cospearl Lake und He Rong Hai dabei die iranische Insel Larak.
Die Durchfahrt erfolgt parallel zu den beginnenden Friedensgesprächen in Pakistan. Die Blockade der Meerenge durch die Regierung in Teheran seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar stört die weltweite Energieversorgung und treibt die Ölpreise in die Höhe.
IRNA: Einige Vorbedingungen Irans schon erfüllt
In Pakistan haben Friedensgespräche zwischen Iran und den USA begonnen. Es handele sich um Dreiergespräche mit Pakistan, meldete die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA am Samstag. Zuvor seien Fortschritte erzielt worden. Die israelischen Angriffe auf den Südlibanon seien zurückgegangen und weitere Vorbedingungen erfüllt worden.
Baghaei bezeichnet Diplomatie als Fortsetzung des Krieges
Iranischer Außenministeriumssprecher Baghaei bezeichnete die Gespräche in Pakistan als "besonderen Moment" für Iran. Die Diplomatie sei "Fortsetzung der Verteidigung und Fortsetzung des Krieges", sagte er. "An der diplomatischen Front ist ein intensiver Kampf im Gange."
Feuerpause in Libanon ist der Schlüsselpunkt
Iran will eine Feuerpause im Libanon zu einem Schlüsselpunkt bei den Friedensgesprächen mit den USA in Pakistan machen. Eine Waffenruhe zwischen Israel und der von Teheran unterstützten Schiitenmiliz Hisbollah sei eine "grundlegende Forderung", sagte Außenministeriumssprecher Esmail Baghaei am Samstag dem iranischen Staatsfernsehen.
Nachdem eine Waffenruhe zwischen den USA und Iran verkündet worden war, hat Israel seine Angriffe auf die Hisbollah im Libanon sogar noch verschärft. Dabei gab es am Mittwoch nach libanesischen Angaben mehr als 300 Tote. Die Regierung in Jerusalem erklärt, die Waffenruhe im Iran-Krieg erstrecke sich nicht auf den Libanon. Der Vermittler Pakistan behauptet das Gegenteil.
Iran weist Bericht über Durchquerung der Straße von Hormus zurück
Ein Vertreter des iranischen Militärs weist einen Bericht zurück, nach dem US-Schiffe die Straße von Hormus passiert haben sollen. Zuvor hatte ein Reporter des Medienportals Axios auf X berichtet, mehrere Schiffe der US-Marine hätten die Meerenge durchquert.
US-Zerstörer versuchte, Straße von Hormus zu durchbrechen
US-Präsident Donald Trump versprach, vor Beginn der Verhandlungen mit der "Räumung der Straße von Hormus" von den von Iran verlegten Minen zu beginnen. Gleichzeitig bewegte sich nach iranischen Angaben ein US-Zerstörer vom Hafen Fujairah an der VAE-Ostküste in Richtung Straße von Hormus, was laut iranischen Medien die Küstenwache Irans auf den Plan rief. Diesen Berichten zufolge hätten die iranischen Streitkräfte die iranische Verhandlungsdelegation darüber informiert.
Der Iran habe pakistanischen Vermittlern mitgeteilt, dass der US-Zerstörer innerhalb von 30 Minuten angegriffen werde, sollte er seine Fahrt fortsetzen. Nach iranischen Angaben hat das US-Kriegsschiff dieser Warnung Folge geleistet. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismael Baghai, teilte mit:
"Der US-Zerstörer, der versucht hatte, die Straße von Hormus ohne Erlaubnis zu durchqueren, hat nach einer entschiedenen Warnung durch die iranischen Streitkräfte begonnen, sich in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen." Iranische Medien bestätigten die Umkehr des US-Schiffes.
Nach US-Darstellung des Vorfalls konnte der US-Zerstörer die Straße von Hormus erreichen. Darüber berichtete Axios unter Verweis auf offizielle Quellen. Die anonym gebliebene Beamtin bezeichnete dies als "Operation zur Wahrung der Freiheit der Schifffahrt in internationalen Gewässern".
Iranische Medien: Gespräche in Islamabad gestartet
In der Stadt halten sich hochrangige Vertreter aus Teheran auf. Nach iranischen Angaben gehören dazu Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sowie Außenminister Abbas Araghtschi. Die Gespräche gelten als die bedeutendsten indirekten Kontakte zwischen Washington und Teheran seit der Islamischen Revolution in Iran.
Die Treffen erfolgen vor dem Hintergrund eines international koordinierten diplomatischen Drucks auf eine Deeskalation im Nahen Osten. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erklärte nach einem Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan, man habe zur Einhaltung einer Waffenruhe sowie zur Sicherung der internationalen Schifffahrtsrouten in der Straße von Hormus aufgerufen.
Auch aus Washington kamen wirtschaftspolitische Signale. US-Präsident Donald Trump sprach von einer erhöhten Zahl leerer Öltanker auf dem Weg in die Vereinigten Staaten, die dort mit Rohöl und Gas beladen werden sollen.
In Iran wird die Entwicklung mit Zurückhaltung aufgenommen. Während einzelne Stimmen auf eine mögliche diplomatische Öffnung hoffen, überwiegt in der Bevölkerung Skepsis hinsichtlich der Stabilität einer möglichen Waffenruhe. Im Vordergrund stehen dabei weniger geopolitische Erwartungen als die wirtschaftlichen Perspektiven und die Frage möglicher Sanktionslockerungen.
Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in Islamabad: Gespräche zwischen Iran und USA
US-Vizepräsident J. D. Vance ist am frühen Samstagmorgen gemeinsam mit einer Delegation in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eingetroffen. Im Laufe des Tages sind Gespräche mit iranischen Vertretern vorgesehen. Die iranische Delegation war bereits Freitagabend eingetroffen.
Islamabad hat im Vorfeld die Sicherheitsvorkehrungen entsprechend deutlich verschärft. In den vergangenen Tagen wurden Straßen gesperrt und zusätzliche Kontrollpunkte eingerichtet.
Die iranische Seite erklärte, dass eine Waffenruhe auch im Libanon und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte noch umgesetzt werden müssten, "bevor Verhandlungen beginnen", so Parlamentspräsident Mohammad-Bagher Ghalibaf.
US-Vizepräsident J.D. Vance trifft Premierminister Sharif in Islamabad
In Islamabad hat US-Vizepräsident J.D. Vance Gespräche mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif geführt.
An seiner Seite waren der Sondergesandte Steve Witkoff sowie Jared Kushner.
Das Büro des Premierministers teilte mit, Sharif habe die Treffen als möglichen Schritt hin zu einem stabileren Frieden in der Region gewertet. Zuvor war bereits die iranische Delegation zu Gesprächen mit Sharif zusammengekommen.
Kursbestimmung in Islamabad: Iran sucht Geschlossenheit vor dem Treffen
Die iranische Delegation ist in Islamabad eingetroffen und bereitet derzeit die abschließenden Gespräche mit den US-Vertretern vor. Im Mittelpunkt stehen die letzten offenen Punkte der Verhandlungen, die im Laufe der kommenden Stunden behandelt werden sollen.
Das Treffen zwischen den beiden Seiten wird in wenigen Stunden erwartet. Im Anschluss ist eine gemeinsame Pressekonferenz geplant, bei der erste Ergebnisse und mögliche Vereinbarungen vorgestellt werden könnten.
US-Bericht: Iran kann eigene Minen in Hormus-Straße nicht vollständig lokalisieren
Laut US-Behörden ist Iran derzeit nicht in der Lage, alle in der Straße von Hormus verlegten Seeminen zu finden oder rasch zu entfernen, wie die New York Times berichtet. Dies erschwert eine schnelle Umsetzung von Forderungen aus Washington unter Donald Trump, die Schifffahrt wieder umfassend zu öffnen.
Nach US-Einschätzung wurden die Minen nach Beginn der Eskalation mit Israel und den USA von kleinen Booten aus unsystematisch gelegt und teils nicht dokumentiert. Einige könnten zudem abgedriftet sein.
Die Folge ist eine weiterhin eingeschränkte Schifffahrt durch die strategisch zentrale Meerenge, was den Ölhandel belastet und Preisschwankungen verstärkt hat.
Auch die Minenräumung gilt als technisch schwierig. Weder die USA noch Iran verfügen laut US-Angaben über schnelle Kapazitäten zur vollständigen Entfernung.
Teheran spricht von "tiefem Misstrauen" gegenüber Washington
Iran geht mit "vollständigem Misstrauen" in die Gespräche mit den USA, so der iranische Außenminister Araghtschi.
Araghtschi erklärte in einem Telefonat mit seinem deutschen Amtskollegen, dass Teheran den bevorstehenden Gesprächen mit Washington mit tiefem Misstrauen begegne. Grund dafür seien "wiederholte Vertrauensbrüche und Verrat durch die USA".
Er verwies auf eine Reihe aus iranischer Sicht gebrochener Zusagen und politischer Rückschläge, die jede verlässliche Verhandlungsbasis erheblich belastet hätten.
Modschtaba Chamenei soll nach Luftangriff weiterhin unter schweren Verletzungen leiden
Der iranische Oberste Führer Modschtaba Chamenei erholt sich laut Angaben aus seinem Umfeld weiterhin von schweren Verletzungen, die er bei einem Luftangriff erlitten haben soll, bei dem sein Vater getötet wurde.
Nach Berichten aus dem inneren Kreis soll Chamenei erhebliche Gesichts- und Beinverletzungen davongetragen haben, die ihn weiterhin in seiner Bewegungsfähigkeit einschränken.
Trotz der Verletzungen sei er nach Angaben der Quellen geistig stabil und weiterhin in Entscheidungsprozesse eingebunden, unter anderem über Audioverbindungen mit hochrangigen Funktionsträgern.
Eine unabhängige Bestätigung der Angaben liegt nicht vor. Offizielle iranische Stellen äußern sich nicht zu seinem Gesundheitszustand.
Mearsheimer: Kritik an Israels Rolle im Konflikt
Der Politikwissenschaftler John Mearsheimer sieht Israel als zentralen Faktor im aktuellen Konflikt und warnt vor wachsenden Spannungen mit den USA.
Er erklärte, Israel habe die Vereinigten Staaten in einen "desaströsen Krieg" hineingezogen und verhindere eine Waffenruhe.
Die öffentliche Meinung in den USA befinde sich seiner Einschätzung nach im Wandel, der sich weiter verstärken werde. Nach einer Niederlage stehe stets die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte.
Die US-israelischen Beziehungen dürften dadurch erheblich belastet werden.
Bolton kritisiert Trump und Vance-Einsatz in Iran-Gesprächen
Der frühere US-Sicherheitsberater John Bolton hat die aktuelle Iran-Diplomatie der USA scharf kritisiert und dabei insbesondere Präsident Donald Trump ins Visier genommen.
Bolton sagte, Trump habe "keinen Ausweg gefunden" und wirke in seinen öffentlichen Äußerungen zunehmend unter Druck. Diese zeigten seiner Ansicht nach eine gewisse Verzweiflung. Teheran glaube daher, aktuell psychologisch im Vorteil zu sein.
Zudem erklärte Bolton, es sei wahrscheinlich, dass sich die aktuelle Phase der Verhandlungen dem Ende zuneige. Trump wolle vor allem einen Weg finden, "einen Sieg zu erklären und weiterzumachen". Nur ein gravierender Fehler Irans könne die Dynamik noch verändern.
Kritisch äußerte sich Bolton auch zur Rolle von US-Vizepräsident J.D. Vance in den Gesprächen.
Es sei ein Fehler, den Vizepräsidenten zu entsenden, da man dem Gegner damit Einfluss auf das Verhandlungsteam gebe. Trump suche einen Ausweg aus der Situation, während Vance diesen operativ ausloten solle, so Bolton.
US-Iran-Gespräche finden auf Luftwaffenstützpunkt Nur Khan bei Islamabad statt
Vertreter der USA und Irans sind in Islamabad eingetroffen, wo Friedensgespräche im Laufe des Tages erwartet werden. US-Vizepräsident J.D. Vance landete mit seiner Delegation kurz nach den iranischen Unterhändlern.
Für Dienstag sind zudem Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Washington geplant. Nach israelischen Angaben wird die Hisbollah nicht Teil der Verhandlungen sein.
Im Zentrum steht eine vorläufige, auf zwei Wochen befristete Waffenruhe zwischen den USA und Iran. US-Präsident Donald Trump hatte die Einigung zunächst verkündet, Teheran bestätigte sie später. Bedingungen sind unter anderem die Wiederöffnung der Straße von Hormus und ein Stopp von Angriffen auf iranisches Territorium. Details bleiben offen.
US-Vizepräsident Vance in Islamabad eingetroffen
US-Vizepräsident J.D. Vance ist am frühen Morgen gemeinsam mit einer amerikanischen Delegation in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eingetroffen.
Noch im Laufe des Tages sind Gespräche mit iranischen Vertretern vorgesehen. An den Verhandlungen nehmen neben Vance auch der Sondergesandte Steve Witkoff sowie Jared Kushner teil.
Die Delegation war erst am Vortag aus den USA aufgebrochen. Kurz vor seiner Abreise zeigte sich Vance gegenüber Reportern grundsätzlich optimistisch, machte jedoch deutlich, dass Washington kein Entgegenkommen zeigen werde, sollte Teheran versuchen, die Gespräche zu taktischen Zwecken zu nutzen.
Islamabad hat die Sicherheitsvorkehrungen entsprechend deutlich verschärft. In den vergangenen Tagen wurden Straßen gesperrt und zusätzliche Kontrollpunkte eingerichtet. Die iranische Delegation ist bereits eingetroffen.
US-Präsident Donald Trump hatte Vance im Vorfeld öffentlich unter Druck gesetzt. Bei einem Auftritt im Weißen Haus erklärte Trump scherzhaft, er werde Vance verantwortlich machen, falls die Gespräche scheitern, während er sich im Erfolgsfall selbst den Verdienst zuschreibe.
10.04.2026 21:45 Uhr
Iranische Delegation zu Verhandlungen in Pakistans Hauptstadt eingetroffen
Die iranische Delegation ist in Pakistans Hauptstadt Islamabad eingetroffen, um an den Waffenstillstandsverhandlungen mit den Vereinigten Staaten teilzunehmen. Das berichten Muslimnetwork.tv und andere Medien.
Die Delegation unter der Leitung des Parlamentspräsidenten Mohammad-Bagher Ghalibaf traf den Berichten zufolge im Vorfeld der Gespräche ein, die am Wochenende in Islamabad beginnen sollen.
Als Mitglieder der iranischen Delegation nehmen neben Ghalibaf der Außenminister Seyyed Abbas Araghtschi, der Sekretär des Verteidigungsrates, Ali Akbar Ahmadian, der Gouverneur der iranischen Zentralbank, Abdolnaser Hemmati, Attachés aus den Bereichen Sicherheit, Politik, Militär, Wirtschaft und Recht sowie mehrere Parlamentsabgeordnete an den Gesprächen teil.
Ghalibaf hatte zuvor Bedingungen für die Gespräche genannt. In einem Social-Media-Beitrag erklärte er, zwei Punkte, auf die sich beide Seiten verständigt hätten, müssten noch umgesetzt werden: eine Waffenruhe auch im Libanon und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte. "Diese Angelegenheiten müssen erfüllt sein, bevor Verhandlungen beginnen", schrieb er.
Die US-amerikanische Seite wird durch den Vizepräsidenten J. D. Vance sowie Unterhändler und die Trump-Vertrauten Steve Witkoff und Jared Kushner vertreten. Auch der Kommandeur des US-CENTCOM, Brad Cooper, wird an den Gesprächen teilnehmen.
Pakistan hat sich als wichtiger Vermittler in der Krise positioniert und richtet die Gespräche in Islamabad unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen und unter internationaler Aufmerksamkeit aus. Von der pakistanischen Seite werden die Gespräche durch den Premierminister des Landes, Shehbaz Sharif, geleitet.
Libanon: Zahl der Todesopfer nach israelischen Angriffen vom Mittwoch bei 357
Das libanesische Gesundheitsministerium hat eine aktualisierte Zahl der Todesopfer nach den israelischen Angriffen vom Mittwoch veröffentlicht, die die heftigsten seit Jahren waren. Demnach liegt die Zahl der Opfer nun bei 357.
"Diese Zahl ist noch nicht endgültig, da die Aufräumarbeiten noch andauern und eine sehr große Anzahl von Leichen vorliegt, deren Identifizierung durch DNA-Tests Zeit benötigt", berichtete die libanesische Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.
Mit den Opfern dieser Angriffe steigt die Gesamtzahl der Todesopfer seit der Verschärfung der israelischen Angriffe auf den Libanon am 2. März auf 1.953. Zudem wurden 6.303 Menschen verletzt, wie das Ministerium mitteilt.
Netanjahu: "IDF ist moralischste Armee der Welt"
Der israelische Premierminister Netanjahu hat Spanien für seine Position im Iran-Krieg scharf kritisiert (RT DE berichtete). Besonders empörte er sich über die Kritik der spanischen Regierung an der rücksichtslosen israelischen Kriegsführung in den Nachbarländern und in Iran. Gleichzeitig bezeichnete er die IDF als die moralischste Armee der Welt. Er sagte:
"Spanien hat unsere Helden, die Soldaten der israelischen Streitkräfte – die Soldaten der moralischsten Armee der Welt – diffamiert."
Netanjahu äußerte sich dazu vor dem Hintergrund verheerender Angriffe durch diese "moralischste Armee" gegen dicht besiedelte Gebiete in der libanesischen Hauptstadt seit Beginn des aktuellen Konflikts.
Am Mittwoch kamen bei den Angriffen binnen eines einzigen Tages über 300 Menschen ums Leben, darunter mehr als einhundert Frauen und Kinder. Zu den Opfern gehörten unter anderem zwei Journalistinnen – eine lokale Radiomoderatorin und eine Mitarbeiterin des Senders Al-Manar. Auch ein Al-Jazeera-Korrespondent starb im Gazastreifen in seinem Auto.
Keine Anzeichen für Ende der israelischen Angriffe im Südlibanon
Israel hat Angriffe auf den gesamten südlichen Teil des Libanons, vom westlichen Bekaa-Tal bis nach Nabatäa, durchgeführt, wo bei einem Angriff mehr als ein Dutzend Angehörige der libanesischen Staatssicherheit getötet wurden. Das berichtet Al Jazeera unter Verweis auf einen Reporter vor Ort. Dessen Informationen zufolge suchen Mitarbeiter des libanesischen Zivilschutzes weiterhin nach Überlebenden und graben sich durch die Trümmer. Auch an der südwestlichen Front gab es Luftangriffe und kontrollierte Sprengungen durch israelische Streitkräfte. Auch die Hisbollah feuerte eine Salve Raketen auf Israel ab. Fotos der Zerstörungen in Nabatäa wurden veröffentlicht. Unter den Angriffszielen war auch ein Zentrum für Sicherheitskräfte.
"Wir werden unsere Waffen wirkungsvoll einsetzen": Trump baut Drohkulisse für Verhandlungen auf
Kurz vor den geplanten Friedensgesprächen zum Iran-Krieg in Pakistan hat US-Präsident Donald Trump vor einem Scheitern gewarnt und mit neuen Angriffen auf die Islamische Republik gedroht. Die US-Kriegsschiffe würden derzeit mit "der besten Munition" bestückt, erklärte US-Präsident Donald Trump in einem Telefoninterview mit The New York Post.
"Wir werden es in etwa 24 Stunden erfahren. Wir werden es bald wissen", sagte Trump, als er gefragt wurde, ob er glaube, dass die Gespräche erfolgreich sein werden.
"Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden – sogar besser als das, was wir zuvor verschossen haben, und wir werden sie (die Iraner) in Stücke reißen", so der US-Präsident. "Wenn wir keinen Deal erreichen, werden wir sie einsetzen", sagte Trump mit Blick auf die von ihm erwähnten Waffen weiter.
"Und wir werden sie in sehr wirkungsvoller Weise einsetzen."
Es wird erwartet, dass Iran in der pakistanischen Hauptstadt durch Außenminister Abbas Araghtschi sowie durch den Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, vertreten sein wird.
Trump hat deutlich gemacht, dass die Wiederöffnung der Straße von Hormus durch Iran für den freien Schiffsverkehr ein entscheidender Bestandteil jedes Waffenstillstandsabkommens sein sollte. Ein weiterer wichtiger Punkt der USA ist die Beendigung der iranischen Unterstützung für regionale Proxy-Milizen wie Huthi oder Hisbollah. Iran pocht auf sein unveräußerliches Recht auf Urananreicherung und die Aufhebung der US-Sanktionen.
"Unmenschlich und unchristlich": Papst Leo XIV. verurteilt Gewalt im Nahen Osten
Papst Leo XIV. äußerte sich heute in einer Reihe von Beiträgen auf X zum Konflikt im Nahen Osten.
"Absurde und unmenschliche Gewalt breitet sich mit voller Wucht über die heiligen Stätten des christlichen Ostens aus", sagte er. Kein Grund könne das Vergießen unschuldigen Blutes rechtfertigen.
"Wer ein Jünger Christi, des Friedensfürsten, ist, steht niemals auf der Seite derer, die einst das Schwert schwangen und heute Bomben abwerfen." Militärische Aktionen würden keinen "Raum für Freiheit oder Zeiten des Friedens schaffen", fügte er hinzu und rief zu Dialog und Koexistenz auf.
Iranischer Parlamentspräsident pocht auf Voraussetzungen für Verhandlungen
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf macht eine Waffenruhe im Libanon und die Freigabe blockierter iranischer Vermögenswerte zur Bedingung für den Beginn von Verhandlungen mit den USA. Diese beiden zuvor vereinbarten Maßnahmen müssten zunächst umgesetzt werden, teilt Ghalibaf auf X mit. Sie seien Teil der Zusagen zwischen den Parteien. Die Gespräche dürften erst beginnen, wenn diese erfüllt seien.
Press TV: Israel setzt Angriffe auf Beirut "unter dem Druck Irans" aus
Die Angriffe Israels auf die libanesische Hauptstadt seien unter "anhaltendem iranischem Druck" eingestellt worden. Die USA hätten Tel Aviv dazu veranlasst. Dies meldet der iranische Sender Press TV unter Verweis auf Regierungsquellen in Teheran. Iran machte die Einstellung der Angriffe zur Vorbedingung für die Teilnahme an Gesprächen über einen vorübergehenden Waffenstillstand. Weitere Verhandlungen sind an die Bedingung geknüpft, dass Israel Beirut und den Stadtteil Dahiyeh nicht angreift. Die Reise der iranischen Delegation nach Islamabad wurde aus diesem Grund mehrmals verschoben. Jeder erneute Angriff würde die Gespräche vollständig aussetzen, so Press TV.
"Schreckliches Massaker": Mitarbeiter der libanesischen Sicherheitskräfte bei Luftangriffen getötet
Die libanesische Nachrichtenagentur National News Agency (NNA) berichtete über schwere Luftangriffe auf die Stadt Nabatieh im Südlibanon. Auch ein Büro des Staatssicherheitsdienstes wurde dabei getroffen.
Nach Abgaben der NNA wurden bei den Attacken mehrere Gebäude zerstört und mindestens acht Angehörige des Staatssicherheitsdienstes getötet. Die Agentur bezeichnete den Vorfall als ein "schreckliches Massaker".
Wie es heißt, sind Krankenwagen im Einsatz, die verletzte Menschen in Krankenhäuser liefern.
Netanjahu schließt Spanien aus Koordinierungszentrum für Gaza-Waffenstillstand aus
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Freitag, dass er Spanien aus dem zivil-militärischen Koordinierungszentrum ausgeschlossen hat.
Netanjahus Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund scharfer Kritik Spaniens am Krieg Israels gegen Iran, an der israelischen Politik im Gazastreifen und im besetzten Westjordanland sowie an den Bombenangriffen auf Libanon. In seiner auf X veröffentlichten Videobotschaft sagte Netanjahu:
"Israel wird gegenüber denen, die uns angreifen, nicht schweigen. Spanien hat unsere Helden, die Soldaten der israelischen Armee, die Soldaten der moralischsten Armee der Welt, diffamiert. Deshalb habe ich heute angeordnet, die spanischen Vertreter aus dem Koordinationszentrum in Kiryat Gat auszuschließen, nachdem Spanien sich wiederholt gegen Israel gestellt hat. Ich bin nicht bereit, diese Heuchelei und Feindseligkeit zu tolerieren. Ich habe nicht die Absicht, einem Land zu gestatten, einen diplomatischen Krieg gegen uns zu führen, ohne dafür sofort einen Preis zu zahlen."
Spaniens Außenminister José Manuel Alvarez gab am Donnerstag die Wiedereröffnung der spanischen Botschaft in Iran bekannt, die am 7. März nach der Evakuierung des diplomatischen Personals wegen der Operation der USA und Israels gegen Iran geschlossen worden war.
Hisbollah-Anführer warnt Beirut vor Zugeständnissen und betont Widerstandsbereitschaft
Hisbollah-Chef Naim Kassim hat erneut die Kampfbereitschaft der Organisation betont. "Der Widerstand wird bis zum letzten Atemzug weitermachen", hieß es in einer im Fernsehen verlesenen Rede Kassims. Israel sei es in 40 Jahren nicht gelungen, die Hisbollah davon abzuhalten, Raketen, Drohnen und andere Geschosse auf sein Gebiet abzufeuern. Die israelischen Waffen und Bedrohungen schüchterten sie nicht ein.
"Wir sind die rechtmäßigen Besitzer dieses Landes", sagte Kassim mit Blick auf das Vorrücken der israelischen Truppen im Südlibanon. "Wir werden unsere Souveränität wiederherstellen und den Besatzer vertreiben." Kassim forderte die libanesische Regierung dazu auf, "keine kostenlosen Zugeständnisse" zu machen. Israel und der Libanon verhandeln in der kommenden Woche in Washington direkt miteinander. Es soll auch um die Entwaffnung der Hisbollah gehen.
USA: Treibstoff für die Verbraucher steigt um 21 %
Im Iran-Krieg ist die Inflation in den USA sprunghaft gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im März um 3,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Das waren 0,9 Prozentpunkte mehr als im Februar. Hauptgrund sind die durch den Krieg massiv erhöhten Öl- und Gaspreise. Treibstoff verteuerte sich demnach zwischen Februar und März für die US-Verbraucher um 21,2 %, die Energiepreise stiegen um 10,9 %. Lebensmittel verteuerten sich dagegen nur leicht um 0,2 %. Die zugrunde liegende Kerninflation ohne die schwankenden Preise für Lebensmittel und Energie lag im März bei 2,6 %.
Vorschlag: Transitgebühren für die Passage durch die Straße von Hormus sollen in iranischer Währung gezahlt werden
Der Leiter der Nationalen Sicherheitskommission des iranischen Parlaments erklärte, dass im Rahmen eines parlamentarischen Vorschlags die Transitgebühren durch die Straße von Hormus in der iranischen Landeswährung, dem Rial, gezahlt werden sollten, wie aus einem X-Beitrag des iranischen Generalkonsulats in Mumbai am Freitag hervorgeht.
US-Inflation steigt auf 3,3 % – Energiepreise treiben Teuerung im Zuge des Iran-Krieges deutlich nach oben
Die Inflation in den USA dürfte laut aktuellen Erwartungen im März deutlich gestiegen sein, vor allem wegen hoher Energiepreise infolge des Iran-Krieges und der Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus, was auch die Märkte und die Geldpolitik der US-Notenbank belastet. Das berichtete die New York Times am Freitag.
Die jährliche Inflationsrate in den USA ist auf 3,3 % gestiegen, getrieben vor allem durch einen Anstieg der Benzinpreise um 21,2 % – dem größten monatlichen Sprung an der Zapfsäule seit 1967. Zwischen März und April legte die Gesamtinflation um 0,9 % zu, berichte NBC.
Die Benzinpreise erreichten zuletzt das höchste Niveau seit der Covid-19-Pandemie, während Diesel- und Kerosinpreise Rekordwerte verzeichneten. Unternehmen – von Amazon bis zu Airlines – haben bereits zusätzliche Gebühren eingeführt, um die höheren Treibstoffkosten auszugleichen, die voraussichtlich nicht wieder verschwinden werden.
Auch abseits der Energiepreise bleibt die Inflation erhöht, etwa bei Gebrauchtwagen und im Dienstleistungssektor. Lebensmittelpreise bleiben ebenfalls problematisch, insbesondere Rindfleisch, das auf Rekordniveau verharrt.
Vance reist zu Iran-Gesprächen nach Pakistan – warnt vor fehlender Verhandlungsbereitschaft
US-Vizepräsident JD Vance ist zu Friedensgesprächen mit Iran nach Pakistan aufgebrochen:
"Wir freuen uns auf die Verhandlungen. Ich denke, sie werden positiv verlaufen.
Wenn die Iraner bereit sind, in gutem Glauben zu verhandeln und die Hand auszustrecken, ist das eine Sache.
Wenn sie versuchen, uns hinters Licht zu führen, werden sie feststellen, dass das Verhandlungsteam dafür nicht sehr empfänglich ist.
Der Präsident hat uns ziemlich klare Richtlinien gegeben, und wir werden sehen, wie es läuft."
Iranische Schiffe dominieren Verkehr durch Straße von Hormus - während Waffenruhe
Schiffe mit Bezug zu Iran dominieren den Verkehr durch die Straße von Hormus, wie Tracking-Daten zeigen: Die meisten Schiffe, die in den vergangenen 24 Stunden die Meerenge passiert haben, stehen laut Schiffsverfolgungsdaten und weiteren Schifffahrtsquellen in Verbindung mit Iran. Andere Schiffe haben ihre Reisen verschoben.
Ein Rohöl-Supertanker mit einer Kapazität von bis zu zwei Millionen Barrel, ein kleinerer Öltanker sowie ein Schiff für Schiffstreibstoff haben in den letzten 24 Stunden iranische Gewässer verlassen, wie aus Analysen der Plattformen Kpler und Lloyd's List Intelligence hervorgeht.
Auch vier Massengutfrachter, darunter ein Eisenerzfrachter aus Iran mit Ziel China, seien laut Daten ausgelaufen.
Hisbollah setzt ihre Angriffe auf Nordisrael mit Drohnen und Raketen fort
Die Hisbollah erklärte, ihre Kämpfer hätten am Freitag die Siedlung Kiryat Shmona mit einer Staffel Angriffsdrohnen ins Visier genommen.
Zudem seien weiterhin Raketen auf die Siedlungen Metula, Margaliot und Misgav Am abgefeuert worden.
Ein Merkava-Panzer wurde auf der Straße nach Ain Ebel im Süden des Libanon auch von Hisbollah-Geschossen getroffen und steht derzeit in Flammen.
Wadephul fordert Teheran zur Einhaltung der Waffenruhe auf
Die Bundesregierung hat die Führung in Teheran aufgefordert, die ab Freitag im pakistanischen Islamabad geplanten Verhandlungen Irans mit den USA konstruktiv anzugehen. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) erklärte im Onlinedienst X, er habe mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi gesprochen und ihn aufgefordert, die mit den USA vereinbarte Waffenruhe einzuhalten.
Ferner habe er in dem Gespräch von Teheran verlangt, sich "auf konstruktive Verhandlungen einzulassen sowie freie und sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen".
Israel greift Rettungsfahrzeuge im Libanon an
Ein israelischer Luftangriff hat Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge im Süden des Libanon ins Visier genommen.
Die libanesische Nachrichtenagentur National News Agency (NNA) berichtete, dass mehrere Rettungsfahrzeuge bei einem Angriff auf die Stadt Deir Qanoun Ras al-Ain getroffen wurden.
Zuvor hatte das israelische Militär damit gedroht, Krankenwagen im Libanon anzugreifen, und der Hisbollah vorgeworfen, diese "umfangreich militärisch zu nutzen", ohne dafür Belege vorzulegen.
Erster Zug überquert wiederaufgebautes Eisenbahnviadukt in Iran nach Angriffen
Der erste Zug hat das wiederaufgebaute Eisenbahnviadukt in Yahyaabad bei Kaschan in Zentraliran überquert, nachdem dieses am 7. April bei einem US-israelischen Angriff beschädigt worden war.
In den letzten Tagen des Iran-Kriegs hatten die USA und Israel verstärkt damit begonnen, gezielt iranische Infrastruktur ins Visier zu nehmen, darunter auch Brücken und Bahnverbindungen.
UNICEF warnt vor katastrophalen Folgen der israelischen Angriffe für Kinder im Libanon
Die UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF warnt, dass die verstärkten israelischen Luftangriffe im Libanon verheerende Auswirkungen auf Kinder haben. Angaben zufolge sollen allein bei Bombardierungen am Dienstag 33 Kinder getötet und 153 innerhalb weniger Minuten verletzt worden sein.
UNICEF erklärte, die jüngste Gewalt komme zu einer "erschütternden" Gesamtzahl von etwa 600 getöteten oder verletzten Kindern im Libanon seit dem 2. März hinzu.
Mehr als eine Million Menschen seien landesweit vertrieben worden, darunter schätzungsweise 390.000 Kinder, viele davon mehrfach.
Die Organisation berichtet zudem, dass Kinder teils lebend aus den Trümmern geborgen wurden, andere vermisst oder von ihren Familien getrennt seien und schwere Traumata erlitten hätten, nachdem sie Angehörige und ihre Häuser verloren haben.
"Das humanitäre Völkerrecht ist eindeutig: Zivilisten, einschließlich Kinder, müssen jederzeit geschützt werden", fügte die Organisation hinzu.
Treibstoffkrise an europäischen Flughäfen bei anhaltender Hormus-Blockade
Laut einem Bericht der Financial Times könnten europäische Flughäfen innerhalb von etwa drei Wochen vor einer "systematischen" Treibstoffknappheit stehen, falls die Straße von Hormus nicht vollständig wieder geöffnet wird.
Grund dafür sind mögliche anhaltende Einschränkungen bei Öl- und Treibstofflieferungen durch diese wichtige Schifffahrtsroute, über die ein großer Teil der globalen Energieversorgung transportiert wird.
Laut dem Bericht könnte eine längere Störung dieser Route erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungsketten im europäischen Luftverkehr haben.
US-Botschafter berichtet über Aufenthalt im Kommandozentrum während Iran-Krieg
Der US-Botschafter in Israel hat einen Einblick in sein Leben während des US-israelischen Krieges gegen Iran gegeben und erklärt, dass er mehrere Wochen in einem Kommandozentrum verbracht habe.
Mike Huckabee schrieb:
"Nach sechs Wochen Leben im Kommandozentrum, in einem Raum mit zwei Hunden, Schlafen auf Feldbetten, Essen aus der Mikrowelle und mit einer Kochplatte sowie sehr eingeschränkter Bewegungsfreiheit sind wir nun während der Waffenruhe zurück in der Residenz.
Ein richtiges Bett! Botschafter zu sein ist voller Luxus und Abenteuer!"
Huckabee ist ein entschiedener Unterstützer Israels. Der bekennende christliche Zionist hatte im Februar für Empörung gesorgt, als er in einem Interview sagte, er hätte kein Problem damit, wenn Israel den größten Teil des Nahen Ostens einnimmt – entsprechend seiner Bibelauslegung.
VAE überprüfen Sicherheitsstrategie und internationale Partnerschaften wegen Iran-Krieg
Angesichts des Iran-Krieges kündigten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) eine Aktualisierung ihres Sicherheitskonzepts und ihrer strategischen Ausrichtung an.
Der Berater des Präsidenten der VAE erklärte: "Wir werden die Landkarte unserer regionalen und internationalen Beziehungen sorgfältig prüfen und feststellen, wer sich als verlässlich erweist. Dazu gehört auch die Gestaltung einer Wirtschafts- und Finanzstruktur, die die Widerstandsfähigkeit unseres Modells stärkt."
Trump greift Ex-Unterstützer Tucker Carlson scharf an
US-Präsident Donald Trump hat sich von früheren Unterstützern wie dem US-Moderator Tucker Carlson und weiteren konservativen Kommentatoren distanziert und sie scharf kritisiert.
Auslöser sind öffentliche Differenzen über Trumps Außenpolitik, insbesondere im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg.
Trump warf den Kritikern vor, seine Politik falsch darzustellen und aus Eigeninteresse zu handeln. Der Streit zeigt wachsende Spannungen innerhalb des konservativen Lagers in den USA.
"Ich weiß, warum Tucker Carlson, Megyn Kelly, Candace Owens und Alex Jones mich seit Jahren angreifen – vor allem, weil sie es gut finden, dass Iran, der führende staatliche Unterstützer des Terrorismus, Atomwaffen besitzt. Sie haben eines gemeinsam: einen niedrigen IQ. Sie sind dumm, sie wissen es, ihre Familien wissen es – und alle anderen wissen es auch", schrieb Trump auf Truth Social.
Der Vorwurf, Trump habe sein Versprechen von "America First" – insbesondere eine zurückhaltendere, weniger interventionistische Außenpolitik – nach den Militärschlägen in Venezuela und zuletzt in Iran gebrochen, wird von Tucker Carlson und anderen immer lauter vorgebracht.
UN warnt vor Ernährungskrise im Libanon durch Iran-Krieg
Die Vereinten Nationen warnen, dass der Libanon aufgrund des Iran-Krieges eine Ernährungskrise erlebt. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (World Food Programme, WFP) erklärt, dass die Versorgung mit Waren im Land durch den Konflikt gestört wird.
"Was wir hier sehen, ist nicht nur eine Vertreibungskrise, sie entwickelt sich schnell zu einer Ernährungskrise", sagte die Länderchefin des WFP, Allison Oman, per Video aus Beirut.
Sie warnt, dass Lebensmittel wegen steigender Preise und wachsender Nachfrage durch vertriebene Familien immer weniger erschwinglich werden.
Iran dementiert Berichte über Ankunft von Verhandlungsteam in Islamabad
Die Berichte einiger Medien, wonach das iranische Verhandlungsteam in Islamabad, Pakistan, eingetroffen sei, um mit den Amerikanern zu verhandeln, seien völlig falsch, erklärte eine informierte Quelle gegenüber der Agentur Tasnim, die der IRGC nahesteht.
Die Quelle betonte zugleich, dass die Gespräche ausgesetzt bleiben, solange die USA ihre Verpflichtungen aus dem Waffenstillstand im Libanon nicht erfüllen und das "zionistische Regime" seine Angriffe fortsetzt.
Indien und Japan verstärken Zusammenarbeit wegen Krise in der Straße von Hormus
Der japanische Außenminister Toshimitsu Motegi und der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar haben ihre "Verpflichtung bekräftigt, eng zusammenzuarbeiten, um die Lage zu beruhigen und eine stabile Energieversorgung sicherzustellen", so das japanische Außenministerium.
"Wir haben die Entwicklungen in Westasien besprochen, einschließlich des internationalen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Ich danke ihm für sein Beileid zu den indischen Todesopfern im Konflikt", schrieb Jaishankar nach ihrem Telefonat auf X.
Gegenseitige Angriffe zwischen Hisbollah und Israel
Trotz geplanter direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon dauern die gegenseitigen Angriffe der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz an. Die Hisbollah feuerte am Morgen erneut Geschosse auf den Norden Israels ab. Dabei wurde ein Haus von einer Rakete der schiitischen Miliz getroffen und beschädigt, wie israelische Medien berichten. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die Hisbollah reklamierte den Raketenangriff für sich.
Auch im Libanon wurden abermals Angriffe gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete vor allem von Angriffen im Südlibanon. Dabei sei mindestens ein Mensch getötet worden.
Die NNA berichtete, dass die israelische Armee Wohnviertel in der Stadt Aita al-Shaab gesprengt habe. Zudem wurden drei Gebiete im Bezirk Tyros von israelischer Artillerie beschossen.
Pakistanischer Minister löscht Israel-kritischen Post nach heftiger Reaktion
Der pakistanische Verteidigungsminister scheint einen kritischen Social-Media-Beitrag über Israel gelöscht zu haben. Ein Beitrag in den sozialen Medien des pakistanischen Verteidigungsministers Khawaja Asif, in dem er Israel Berichten zufolge als "Fluch für die Menschheit" bezeichnete, wurde anscheinend gelöscht.
Der Beitrag wurde offenbar nach starker Kritik aus Israel entfernt. Das Büro des israelischen Premierministers nannte die Äußerung des pakistanischen Ministers "empörend".
"Dies ist keine Aussage, die von einer Regierung toleriert werden kann, insbesondere nicht von einer, die vorgibt, ein neutraler Vermittler für den Frieden zu sein", erklärte das Büro des israelischen Regierungschefs ebenfalls in einem Social-Media-Post.
Asifs Beitrag auf der Plattform X warf Israel Berichten zufolge vor, unschuldige Menschen im gesamten Nahen Osten zu töten.
"Zuerst Gaza, dann Iran und jetzt Libanon – das Blutvergießen geht unvermindert weiter", sagte Asif.
Irans früherer Außenminister bei Luftangriff getötet
Der frühere iranische Außenminister Kamal Charasi ist nach einem Luftangriff seinen Verletzungen erlegen. Der Leiter des Strategischen Rats für Auswärtige Beziehungen war vor einigen Tagen bei einem israelisch-amerikanischen Luftangriff verwundet worden und erlag nun seinen Verletzungen, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet.
Charasi war von 1997 bis 2005 Außenminister der Islamischen Republik Iran. Zuletzt soll er den obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei beraten haben, der zu Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran ermordet wurde.
Während Ölpreise weiter anziehen, steigen asiatische Aktienmärkte
Die asiatischen Märkte legen zu, während Investoren die Waffenruhe zwischen den USA und Iran beobachten.
Die Leitindizes in Japan, Südkorea, China und Hongkong liegen alle im Plus, während der australische ASX 200 um mehr als ein halbes Prozent fällt.
Die Ölpreise steigen weiter, da die Sorgen über anhaltende Einschränkungen in der Straße von Hormus sowie die fragile Lage der Waffenruhe zunehmen.
Pakistan stellt Visa bei Ankunft für US-Iran-Verhandler und Journalisten aus
Pakistans Außenminister Ishaq Dar erklärte, dass alle Delegierten – einschließlich Journalisten aus "teilnehmenden Ländern" –, die für Gespräche über die Waffenruhe zwischen Iran und den USA an diesem Wochenende nach Islamabad reisen, bei der Einreise ein Visum erhalten.
"Pakistan begrüßt alle Delegierten, einschließlich Journalisten aus teilnehmenden Nationen, die im Zusammenhang mit den Islamabad-Gesprächen 2026 reisen", schrieb Dar in einem Beitrag auf der Plattform X.
"Zu diesem Zweck werden alle Fluggesellschaften gebeten, diesen Personen auch ohne Visum das Boarding zu erlauben. Die Einwanderungsbehörden in Pakistan werden ihnen bei Ankunft ein Visum ausstellen."
Nach Angriffen sinkt Ölproduktion in Saudi-Arabien um 600.000 Barrel
Nach den jüngsten Angriffen Irans auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines ist Saudi-Arabiens Produktionskapazität für Erdöl um rund 600.000 Barrel (à 159 Liter) pro Tag gesunken. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur SPA ist zudem die Kapazität der wichtigen Ost-West-Pipeline, die Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringt, ohne die Straße von Hormus zu passieren, um 700.000 Barrel pro Tag zurückgegangen.
Der Grund sei ein Angriff auf eine Pumpstation der Pipeline, hieß es aus Riad. Durch die rund 1.200 Kilometer lange Röhre können im Normalfall Medienberichten zufolge etwa 5 bis 7 Millionen Barrel pro Tag fließen.
Trump warnt Iran davor, Gebühren für Straße von Hormus zu erheben
US-Präsident Trump warnte Teheran davor, von Tankern Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu verlangen. "Das sollten sie besser lassen, und falls sie es tun, sollten sie sofort damit aufhören", schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social.
Zudem kündigte Trump an, dass sehr schnell wieder Öl fließen werde. Dies werde "mit oder ohne die Hilfe Irans" geschehen, warnte er, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Iran mache einen "sehr schlechten Job – manche würden sagen einen unehrenhaften", wenn es darum gehe, Öl passieren zu lassen, schrieb Trump später erneut auf Truth Social. "Das ist nicht die Vereinbarung, die wir haben!", fügte er hinzu.
9.04.2026 21:56 Uhr
Netanjahu: Es gibt keinen Waffenstillstand im Libanon
In einer an die Bewohner Nordisraels gerichteten Botschaft sagte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, dass es "keinen Waffenstillstand im Libanon" gebe. Er merkte an, dass Israel "die Hisbollah weiterhin mit großer Wucht angreift" und "nicht aufhören wird, bis wir Ihre Sicherheit wiederhergestellt haben".
"Unsere bedeutenden Erfolge sowohl in Iran als auch gegen die Achse des Bösen haben Israels Stellung in der Region historisch verändert", fuhr er fort. "Sie haben auch zu Veränderungen in unseren Beziehungen zu Ländern geführt, mit denen wir zuvor keine Beziehungen unterhielten."
Irans neuer Revolutionsführer Modschtaba Chamenei erklärt Iran zum Sieger im Konflikt
Der Oberste Führer Irans, Modschtaba Chamenei, hat in einer ihm zugeschriebenen Erklärung sein Land als Sieger im Konflikt mit den USA und Israel bezeichnet. Die Botschaft wurde im Staatsfernsehen verlesen, ohne dass Bild- oder Tonaufnahmen veröffentlicht wurden.
In der Erklärung heißt es, die "große Nation Iran" habe in den vergangenen 40 Tagen ein "Epos" geschaffen und die Welt überrascht. Zugleich kündigte Chamenei an, Iran wolle die Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus in eine neue Phase überführen. Das Land strebe keinen Krieg an, werde aber nicht auf seine Rechte verzichten.
"Wir werden mit Sicherheit Entschädigungen für jeden zugefügten Schaden sowie den Blutpreis für die Märtyrer und die Entschädigung für die Verwundeten dieses Krieges fordern", erklärte er.
Der 56-Jährige ist seit seiner Ernennung am 8. März nicht öffentlich in Erscheinung getreten. Das iranische Staatsfernsehen bezeichnete ihn als "Kriegsversehrten", nannte jedoch keine Details. Sein Vater, der langjährige Oberste Führer Ali Chamenei, war am 28. Februar bei einem Luftangriff getötet worden. Dabei verlor Modschtaba Chamenei auch seine Ehefrau, seine Mutter und einen Schwager.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus blieb trotz der Ankündigung eines Waffenstillstands zwischen den USA und Iran stark eingeschränkt.
Israelische Luftangriffe auf Libanon belasten Waffenruhe mit Iran
Israel hat in der Nacht trotz der angekündigten Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran massive Luftangriffe auf den Libanon geflogen. Nach libanesischen Angaben wurden dabei mehr als 250 Menschen getötet und über 1.000 weitere verletzt. Es handelt sich demnach um einen der schwersten Angriffe seit Beginn der Kämpfe.
Die US-Regierung erklärte, der Libanon sei nicht Teil der Waffenruhe gewesen. Vizepräsident J.D. Vance sprach von einem "Missverständnis" und betonte, eine Einbeziehung des Libanon sei nie zugesagt worden. Aus Teheran hingegen kommt scharfe Kritik: Der Iran macht Washington für die Einhaltung der Vereinbarung verantwortlich und wirft den USA sowie Israel vor, die Waffenruhe gebrochen zu haben.
Saad Nimr, Professor für Politikwissenschaft an der palästinensischen Universität Bir Zait erklärte im Interview mit RT, dass Netanjahu mit dem Waffenstillstand unzufrieden sei und alles tue, um den Konflikt in die Länge zu ziehen.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 9. April 2026]
Tausende Teheraner nahmen an Trauerveranstaltungen zum 40. Todestag von Ali Chamenei teil
In Teheran und anderen Städten fanden Märsche anlässlich des 40. Todestages des langjährigen Obersten Führers Ali Chamenei statt. Am 28. Februar wurde er gemeinsam mit mehreren Mitgliedern seiner Familie bei einem israelischen Angriff auf seine Residenz getötet. Nach der schiitischen Glaubenslehre gilt er als Märtyrer.
Iranische Medien betonten in ihren Berichten die Standhaftigkeit des Volkes und dessen Bereitschaft, der Aggression zu trotzen und den Weg des Märtyrerführers Chamenei fortzusetzen.
Trump: Israel wird Angriffe im Libanon zurückfahren
Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Angriffe im Libanon zurückfahren. Er habe mit Premierminister Benjamin Netanjahu gesprochen, der eine Reduzierung der Angriffe zugesagt habe, sagte Trump dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview.
Trump sagte NBC zudem, er sei "sehr optimistisch" in Bezug auf eine mögliche Friedensvereinbarung mit Iran. Die aktuelle iranische Führung verhalte sich hinter verschlossenen Türen "viel vernünftiger" als in der Öffentlichkeit. "Sie stimmen all den Dingen zu, denen sie zustimmen müssen." Wenn Teheran keinen Deal mit den USA eingehe, "wird es sehr schmerzhaft", drohte Trump. Iran hatte öffentlich auf Forderungen wie dem Ende der Sanktionen gegen das Land beharrt.
IDF: Hisbollah feuert rund 50 Raketen auf Nordisrael
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat am Abend erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Seit dem Morgen waren es nach Angaben der israelischen Armee rund 50 Raketen. In der Stadt Naharija heulten Berichten zufolge innerhalb einer Stunde viermal die Warnsirenen.
Israels Militär warnte am Abend vor weiteren Angriffen aus dem Libanon in den kommenden Stunden. Israel kündigte zudem Gespräche mit dem Nachbarland Libanon an. Dabei soll es auch um die Entwaffnung der Hisbollah gehen. Die proiranische Miliz lehnte direkte Verhandlungen mit Israel ab.
UN-Schifffahrtsagentur: Hormus-Maut "gefährlicher Präzedenzfall"
Die Schifffahrtsagentur der Vereinten Nationen hat gewarnt, dass die Einführung einer Maut für die Straße von Hormus, durch die rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls und Flüssigerdgases (LNG) transportiert werden, einen "gefährlichen Präzedenzfall" schaffen würde. "Es gibt kein internationales Abkommen, das Mautgebühren für die Durchfahrt durch internationale Meerengen vorsieht", sagte ein Sprecher der International Maritime Organization (IMO).
Gemäß dem von den IMO-Mitgliedstaaten verabschiedeten Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS) haben Schiffe das Recht auf Durchfahrt durch internationale Meerengen. "An Meerengen angrenzende Staaten dürfen dieses Recht nicht behindern oder die Durchfahrt aussetzen", fügte der Sprecher hinzu.
Die Warnung folgt auf Berichte iranischer Medien, wonach Iran erwägt, für die Durchfahrt durch die Meerenge bis zu 2 Millionen US-Dollar pro Schiff zu verlangen. Die Einnahmen sollen demnach mit Oman auf der gegenüberliegenden Seite geteilt werden. Andere Berichte deuten darauf hin, dass Iran stattdessen 1 US-Dollar pro Barrel transportierten Öls erheben könnte.
Krankenhäuser im Libanon nach Israels tödlichen Angriffen überlastet
Sana Basim, Programmleiter bei Islamic Relief Lebanon, bezeichnete Israels brutalen Angriff auf den Libanon als die schlimmste Stunde für das Land, berichtet Al Jazeera.
Die Krankenhäuser seien völlig überlastet, das Personal arbeite unter enormem Druck, sagte sie dem Sender und warnte, die Auswirkungen reichten weit über die physische Zerstörung hinaus. "Es geht nicht nur um die physischen Schäden, sondern auch um die psychischen Folgen", so Basim.
Viele der Vertriebenen waren erst vor einem Monat nach Beirut gekommen und sehen sich nun erneut einer traumatisierenden Situation gegenüber. Die Regierung hat zwar Notunterkünfte eingerichtet, diese sind jedoch überfüllt und können nur 12 bis 15 Prozent der Vertriebenen aufnehmen. Die übrigen sind auf sich allein gestellt und schlafen in Moscheen oder am Meer.
Verheerende Bilanz: 303 Tote im Libanon an einem Tag
Die Zahl der Todesopfer im Libanon durch die israelischen Angriffe am Mittwoch ist laut libanesischem Gesundheitsministerium auf 303 gestiegen. Die Bilanz sei noch nicht endgültig und dürfte weiter steigen, da Rettungsteams noch immer Leichen aus den Trümmern bergen, teilt die Behörde mit.
Netanjahu kündigt direkte Verhandlungen mit Libanon an
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben direkte Friedensgespräche mit dem Libanon angeordnet. Angesichts wiederholter Bitten des Nachbarlandes um direkte Gespräche habe er das Kabinett angewiesen, diese so schnell wie möglich aufzunehmen, teilte Netanjahu mit. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stünden die Entwaffnung der Hisbollah und der Aufbau friedlicher Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon.
Das erste Treffen solle im US-Außenministerium in Washington stattfinden, schrieb ein Reporter des Nachrichtenportals Axios auf dem Kurznachrichtendienst X. Auch die israelische Zeitung Maariv meldete, dass die Gespräche in der kommenden Woche beginnen sollen. Der israelische Sender N12 berichtete von Verhandlungen "voraussichtlich Anfang nächster Woche".
"Teil seiner Strategie" – Merz nimmt Trump für Drohungen gegen Iran in Schutz
Bundeskanzler Friedrich Merz hat US-Präsident Donald Trump wegen dessen Äußerung über eine mögliche Auslöschung Irans in Schutz genommen. "Ich habe das als rhetorischen Teil seiner Strategie gegenüber dem Iran empfunden", antwortete Merz am Donnerstag auf die Frage, ob eine solche Äußerung Auswirkungen auf das transatlantische Verhältnis habe.
"Ich glaube, er ist selbst nicht davon ausgegangen, dass man ein Land wie den Iran vollständig auslöschen kann. Dazu wäre es nach meiner festen Überzeugung nicht gekommen", fügte der Kanzler hinzu. Dies habe zu einem zumindest vorläufigen Ende der Kämpfe geführt.
Trotz Waffenruhe bleiben Energiemärkte unter Druck – Ölpreise steigen erneut
Die Ölpreise steigen trotz der vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und Iran wieder an. Am Morgen lag der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) bei rund 100 Dollar, auch die Nordsee-Ölsorte Brent verteuerte sich deutlich. Experten sehen darin ein Zeichen für die weiterhin angespannte Lage auf den Energiemärkten.
Der Ökonom Dr. Eike Hamer warnt im Interview mit Rt DE, dass selbst eine Öffnung der Straße von Hormus die Situation nicht schnell entspannen dürfte. Schäden an Infrastruktur und gestörte Lieferketten könnten die Preise länger hoch halten. Eine nachhaltige Entlastung sei erst zu erwarten, wenn Fördermengen und Transportkapazitäten vollständig wiederhergestellt sind.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 9. April 2026]
"Übermäßige Härte" – Merz kritisiert Israels Angriffe auf Libanon
Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert die israelische Kriegsführung im Libanon. Man sehe die Lage in der gesamten Region mit großer Besorgnis, sagte der CDU-Politiker – insbesondere im Süden des Libanon.
"Die Härte, mit der Israel dort Krieg führt, könnte den Friedensprozess als Ganzes zum Scheitern bringen. Und das darf nicht geschehen", betonte Merz. "Deswegen habe ich gestern auch mit weiteren Staats- und Regierungschefs die israelische Regierung gebeten, ihre nochmals verschärften Angriffe zu beenden."
Mehr als 4 Millionen Vertriebene und 4.000 Tote im Nahost-Krieg
Im Nahen und Mittleren Osten sind durch den aktuellen Krieg nach UN-Angaben rund 4,25 Millionen Menschen geflohen und etwa 4.100 ums Leben gekommen. Laut dem jüngsten Lagebericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf wurden seit Kriegsbeginn Ende Februar fast 45.700 Menschen in der Region verletzt.
Die UN-Gesundheitsorganisation berichtet von 3,2 Millionen Vertriebenen in Iran und mehr als 1 Million Menschen im Libanon, die infolge des Konflikts ihr Zuhause verlassen mussten. Iran und der Libanon haben demnach auch die meisten Todesopfer zu beklagen. Nach Angaben der WHO sind in den beiden Ländern rund 2.400 beziehungsweise 1.700 Menschen ums Leben gekommen. Im Irak waren es 109, in Israel 24.
Russischer Außenminister: Waffenruhe gilt auch für Libanon
Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi telefoniert. Das Außenministerium in Moskau teilte mit, Lawrow habe die Waffenruhe zwischen Iran und den USA begrüßt und erklärt, Moskau sei überzeugt, dass sich die Vereinbarung auch auf den Libanon erstrecke.
Laut der Mitteilung äußerte der Minister zudem die Hoffnung auf erfolgreiche Friedensgespräche und bekräftigte die Bereitschaft Moskaus, an einer Lösung mitzuwirken. Araghtschi dankte der Russischen Föderation für ihre Haltung im UN-Sicherheitsrat während der Diskussion über die Lage im Persischen Golf, wie mitgeteilt wurde.
Parlamentssprecher Ghalibaf: "Achse des Widerstands" auch Bestandteil des Abkommens
Laut dem Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, sind außer dem Libanon auch mit Iran verbündete Gruppen aus der "Achse des Widerstands" ein integraler Bestandteil des Waffenstillstandsabkommens. Sie seien offiziell in den Waffenstillstand einbezogen, sagte er mit Verweis auf den pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif, der öffentlich bestätigt habe, dass diese Haltung festgelegt und nicht verhandelbar sei.
"Verstöße gegen den Waffenstillstand ziehen eindeutige Konsequenzen und harte Gegenmaßnahmen nach sich", warnte Ghalibaf und forderte von Israel die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten gegen den Libanon.
Iran: Libanon muss Teil des Waffenstillstandsabkommens sein
Die iranischen Behörden bestehen weiterhin darauf, dass der Libanon Teil des Waffenstillstandsabkommens ist. Darüber sprachen mehrere iranische Politiker übereinstimmend. Präsident Massud Peseschkian kritisierte Israel scharf für die Angriffe.
"Die wiederholten Einfälle des zionistischen Regimes in den Libanon stellen einen klaren Verstoß gegen das ursprüngliche Waffenstillstandsabkommen dar. Dies ist ein gefährliches Zeichen für Täuschung und die Nichteinhaltung möglicher Vereinbarungen",
teilte er auf X mit. Die Fortsetzung dieser Aktionen werde Verhandlungen sinnlos machen.
Außenamtssprecher Ismail Baghai wies darauf hin, dass ein Waffenstillstand im Libanon ein wesentlicher Bestandteil der vom Vermittlerland Pakistan vorgeschlagenen Vereinbarung sei. Ihm zufolge hatte der pakistanische Premierminister ausdrücklich erklärt, dass die USA sich verpflichtet hätten, den Krieg an allen Fronten, einschließlich im Libanon, zu beenden. Jede Handlung oder Haltung, die dieser Verpflichtung zuwiderläuft, würde einen Verstoß gegen ihr Versprechen darstellen.
"Die Aufnahme von Waffenstillstandsgesprächen hängt davon ab, dass die USA ihre Verpflichtungen zu einem Waffenstillstand an allen Fronten, insbesondere im Libanon, einhalten",
betonte Bagai. Die Solidarität und das Mitgefühl zwischen den Völkern Irans und des Libanon seien heute größer als jemals zuvor in der Geschichte, fügte er hinzu.
Türkischer Außenminister: Israel hat den Völkermord im Gazastreifen auf den Libanon übertragen
Der türkische Außenminister Hakan Fidan ging in einer Erklärung mit Israel hart ins Gericht. "Solange Israels Expansionismus anhält, wird es nicht möglich sein, dauerhaften Frieden, Stabilität und Sicherheit im Nahen Osten zu schaffen", sagte er im Hinblick auf die "Realität", die die internationale Gemeinschaft klar erkennen müsse. Israel müsse daran gehindert werden, der Region durch externe Interventionen seine geopolitischen Ambitionen aufzuzwingen.
Die Regierung Netanjahu verurteile die Bevölkerung von Gaza unter dem Vorwand des Krieges weiterhin zur Hungersnot, schränke die Religionsfreiheit in Ostjerusalem systematisch ein und führe täglich neue rechtswidrige Maßnahmen ein, die darauf abzielten, die Zwei-Staaten-Lösung im Westjordanland zu untergraben, so Fidan.
"Israel weitet nun das, was es in Gaza getan hat, auf den Libanon aus",
fügte er hinzu.
Auch kritisierte er israelische Angriffe während der Verhandlungen zu einem möglichen Waffenstillstand. "Noch bevor ein Rahmen für einen Waffenstillstand überhaupt ordnungsgemäß festgelegt werden kann, verursachen die anhaltenden israelischen Angriffe im Libanon – die ohne Rücksicht auf Kinder oder Zivilisten durchgeführt werden – Hunderte Opfer und stürzen die Region in eine noch tiefere humanitäre Krise", erklärte der türkische Außenminister.
VAE-Ölkonzern: Iran blockiert Weiterfahrt von 230 Schiffen
Der Chef des größten Ölkonzerns der Vereinigten Arabischen Emirate hat Iran aufgerufen, die Straße von Hormus freizugeben. Er berief sich dabei auf die Waffenruhevereinbarung mit den USA, die das vorsieht. Rund 230 Schiffe "beladen mit Öl und bereit zur Abfahrt" lägen in der Straße von Hormus und könnten nicht weiterfahren, teilte Sultan al-Dschaber, Vorstandsvorsitzender des staatlichen Konzerns Abu Dhabi National Oil, mit. Kein Land habe das Recht zu bestimmen, wer unter welchen Bedingungen passieren dürfe. Iran habe "sowohl durch seine Erklärungen als auch durch seine Handlungen deutlich gemacht, dass die Durchfahrt von Genehmigungen, Bedingungen und politischem Druck abhängig ist. Das ist keine Freiheit der Schifffahrt. Das ist Nötigung."
Israelisches Militär will offenbar weitere Ziele in Beirut bombardieren
Das israelische Militär hat weitere Teile der libanesischen Hauptstadt Beirut als mögliche Angriffsfläche markiert. Üblicherweise gehen solche Warnungen Angriffen von Israel voraus. Bewohner der südlichen Vororte sowie zum ersten Mal auch des gesamten Stadtteils Dschnah wurden zur sofortigen Flucht aufgerufen, wie es in einem Post eines israelischen Armeesprechers in arabischer Sprache hieß.
In Dschnah sind viele Vertriebene aus den Vororten untergekommen. Am Rande von Dschnah liegt auch das größte Stadion des Landes. Dort haben die Behörden mit der Hilfe von Hilfsorganisationen im Zuge des Krieges eine Notunterkunft für Geflüchtete eingerichtet. Auf einem in sozialen Netzwerken geteilten Video ist zu sehen, wie Libanesen in einer kilometerlangen Autokolonne den Stadtteil Dschnah entlang einer Uferstraße verlassen.
Israels Armee kündigte an, in den betroffenen Gebieten gegen militärische Infrastrukturen der Hisbollah vorgehen zu wollen, die mit Iran verbündet ist. Auch die Hisbollah reklamierte erneut mehrere Angriffe auf Israel und auf israelische Stellungen im Südlibanon für sich.
Irans stellvertretender Außenminister: "Die kommenden Stunden sind sehr kritisch"
Saeed Khatibzadeh hat laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars bestätigt, dass die iranische Delegation zu Gesprächen mit den USA nach Islamabad reisen wird.
Er nannte jedoch auch einige Bedingungen, die erfüllt sein müssten, bevor eine Einigung erzielt werden kann, und sagte, die USA müssten Israel davon abhalten, den Libanon anzugreifen.
Er erklärte außerdem, dass jeder Frieden in der Region den Libanon einschließen müsse, und fügte hinzu:
"Die kommenden Stunden sind sehr kritisch."
Berlin will Beitrag zu Friedensverhandlungen leisten
Nach der vereinbarten Waffenruhe im Nahen Osten nimmt die Bundesregierung ihre Gespräche mit der Regierung in Iran wieder auf. Ziel sei es, einen Beitrag zum Erfolg der anstehenden Verhandlungen zwischen den USA und Iran über ein Ende des Krieges in der Region zu leisten, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz am Donnerstag in Berlin. Er betonte, dass sich jetzt "ein Zeitfenster für eine Verhandlungslösung" öffne, die Lage aber noch fragil sei.
Voraussichtliche Teilnehmer der US-Iran-Gespräche in Islamabad
Pakistanische Regierungsvertreter haben die Namen von Personen genannt, die voraussichtlich an den Verhandlungen zur Beendigung des Krieges zwischen Iran und den USA beteiligt sein werden.
Die Beamten erklärten, die Details der Gespräche, die am Samstag in der Hauptstadt Islamabad erwartet werden, würden noch finalisiert, und die Teilnehmerliste könne sich noch ändern.
Pakistan (Gastgeber):
- Premierminister Muhammad Shehbaz Sharif
- Feldmarschall Syed Asim Munir, Chef des Generalstabs der Armee
- Ishaq Dar, stellvertretender Premierminister und Außenminister
- Generalleutnant Asim Malik, Nationaler Sicherheitsberater und Leiter des wichtigsten Nachrichtendienstes des Landes, Inter-Services Intelligence (ISI)
US-Delegation:
- JD Vance, Vizepräsident
- Steve Witkoff, Sondergesandter des Weißen Hauses
- Jared Kushner, ehemaliger leitender Berater des Präsidenten
- Admiral Brad Cooper, CENTCOM-Kommandeur (voraussichtlich dabei)
Iranische Delegation:
- Mohammed Bagher Ghalibaf, Parlamentspräsident
- Abbas Araghtschi, Außenminister
- Majid Takht-Ravanchi, stellvertretender Außenminister
Libanons Premierminister bittet Pakistan um Bestätigung der Einbeziehung des Landes in Waffenruhe-Gespräche
Der libanesische Premierminister Nawaf Salam hat seinen pakistanischen Amtskollegen gebeten, die Einbeziehung des Libanon in die Waffenruhe im Iran-Krieg zu bestätigen – einen Tag, nachdem durch israelische Angriffe im Land mehr als 200 Menschen getötet worden waren.
In einer Erklärung teilte das Büro von Salam mit, er habe mit Shehbaz Sharif telefoniert, die Bemühungen Islamabads zur Sicherung der Waffenruhe gelobt und ihn gebeten, "zu bestätigen, dass die Waffenruhe den Libanon einschließt, um eine Wiederholung der gestrigen israelischen Angriffe zu verhindern".
Israel und die USA haben erklärt, dass der Libanon nicht Teil der Waffenruhe sei, und Israel kündigte an, seine Angriffe fortzusetzen.
Der iranische Parlamentspräsident hatte zuvor am Tag gewarnt, Teheran sehe den Libanon als "untrennbaren Teil der Waffenruhe" und drohte mit "starken Reaktionen". Dies fiel mit wachsenden internationalen Forderungen zusammen, den Libanon in die Waffenruhe einzubeziehen.
Eine pakistanische Quelle sagte heute gegenüber Reuters, dass Pakistan an möglichen Waffenruhen für den Libanon und den Jemen arbeite.
USA und Iran sollten in Islamabad Grundverständnis erzielen
Die ehemalige pakistanische UN-Botschafterin Maleeha Lodhi sagt, die USA und Iran sollten bei den bevorstehenden Gesprächen in Islamabad darauf hinarbeiten, ein "grundlegendes Einvernehmen" über ein mögliches Abkommen zu erzielen – Details könnten später ausgearbeitet werden.
"Niemand erwartet, dass sie innerhalb weniger Tage zu einer Einigung kommen", sagte Lodhi gegenüber Al Jazeera. "Aber ich denke, man kann erwarten, dass beide Seiten versuchen, ein gewisses Vertrauen aufzubauen – so schwierig das auch sein mag – und außerdem eine Art grundlegendes Verständnis darüber erreichen, was ein endgültiges Abkommen beinhalten sollte."
Sie fügte hinzu: "Derzeit haben wir die USA mit ihren 15 Punkten und Iran mit seinen 10 Punkten. Das sind gegensätzliche, konkurrierende Positionen. Sie können dann in ihre Hauptstädte zurückkehren, sich die Zustimmung einholen und die Details später ausarbeiten."
Iran begrenzt Schiffsverkehr durch Straße von Hormus auf 15 pro Tag
Iran wird im Rahmen des Waffenstillstands nicht mehr als 15 Schiffe pro Tag durch die Straße von Hormus passieren lassen, berichtete die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf eine hochrangige iranische Quelle.
Trump setzt Europa ein neues Ultimatum für die Unterstützung in der Straße von Hormus
Die USA erhöhen den Druck auf ihre europäischen Partner, sich militärisch in der Straße von Hormus zu engagieren. Wie der Spiegel berichtet, hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte die europäischen Hauptstädte darüber informiert, dass US-Präsident Donald Trump innerhalb der nächsten Tage konkrete Zusagen für die Entsendung von Kriegsschiffen oder anderen militärischen Fähigkeiten aus Europa erwartet.
Politische Zusagen wie in den Tagen seit Kriegsbeginn seien nicht mehr ausreichend.
Die Forderung Trumps komme einem Ultimatum gleich, hieß es von mehreren europäischen Diplomaten, die nach dem Treffen des NATO-Generalsekretärs mit Trump unterrichtet worden waren. Auch Berlin hatte in den vergangenen Tagen die grundsätzliche Bereitschaft für eine gemeinsame Mission in der Meerenge signalisiert.
Aus Sicht der Bundesregierung müssen dazu allerdings einige Kriterien erfüllt sein, zum Beispiel ein robustes UN-Mandat und eine dauerhafte Waffenruhe oder gar ein verhandelter Waffenstillstand.
Iran: Libanon und verbündete Gruppen Teil der Waffenruhe
Irans Parlamentspräsident Ghalibaf hat auf X darauf erneut hingewiesen, dass Libanon und verbündete Gruppen Teil der Waffenruhe seien.
Der Libanon und Iran verbündete Gruppen seien formell in den Rahmen der Waffenruhe einbezogen.
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif habe diese Position öffentlich bekräftigt und sie als verbindlich und nicht verhandelbar bezeichnet.
Verstöße gegen die Waffenruhe haben ausdrücklich Konsequenzen und werden mit einer starken Reaktion beantwortet.
"Löscht das Feuer sofort."
Schiffsverkehr in Hormus trotz Waffenruhe faktisch zum Stillstand gekommen
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass nur ein Öltanker und fünf weitere Massengutfrachter in den vergangenen 24 Stunden die Straße von Hormus passiert haben, obwohl Iran und die USA eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart haben. Das geht aus einer Analyse von Daten von Schiffs-Trackern hervor.
Der Verkehr durch die strategisch wichtige Meerenge ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen Iran am 28. Februar gibt es nur noch wenig Bewegung, und die Zahl der Durchfahrten liegt im Durchschnitt bei nur wenigen Schiffen pro Tag. Dies zeigen Daten von Kpler, Lloyd’s List Intelligence und Signal Ocean.
Zum Vergleich: Vor dem 28. Februar passierten laut Marktschätzungen im Schnitt etwa 140 Schiffe täglich die Straße von Hormus.
Iran meldet mehr als 3.000 Tote, sagt Leiter der Gerichtsmedizin
Der Leiter der iranischen Organisation für Gerichtsmedizin, Abbas Masjedi Arani, sagt, dass US-israelische Angriffe während des Krieges mehr als 3.000 Menschen im Iran getötet haben.
Im Gespräch mit dem iranischen Nachrichtenportal Mizan Online erklärte Masjedi Arani, dass etwa 40 Prozent der Leichen zunächst nicht identifiziert werden konnten. Er fügte hinzu, dass forensische Teams gemeinsam mit der Justiz weiterhin daran arbeiten, die Opfer zu erfassen und zu identifizieren.
VAE fordern bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus durch Iran
Der Vorstandsvorsitzende der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) hat Iran aufgefordert, die Straße von Hormus "bedingungslos" und ohne "jegliche Vorbedingungen" zu öffnen.
"Iran hat durch seine Aussagen und Handlungen deutlich gemacht, dass die Durchfahrt von Genehmigungen, Bedingungen und politischem Druck abhängig ist. Das ist keine Freiheit der Schifffahrt, das ist Zwang",
schrieb Sultan Al Jaber in einem Beitrag auf LinkedIn.
Die Straße sei von keinem Staat gebaut, entwickelt, finanziert oder errichtet worden, fügte der Chef des staatlichen Unternehmens hinzu. Er betonte:
"Es handelt sich um eine natürliche Passage, die durch das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen geregelt wird, welches die Durchfahrt als Recht garantiert – nicht als Privileg, das gewährt, verweigert oder als Waffe eingesetzt werden darf.
Die Straße von Hormus muss offen sein – vollständig, bedingungslos und ohne Einschränkungen. Die Energiesicherheit und die globale wirtschaftliche Stabilität hängen davon ab. Die Instrumentalisierung dieser lebenswichtigen Wasserstraße in jeglicher Form ist nicht hinnehmbar."
Die Abu Dhabi National Oil Company gab unter anderem bekannt, dass rund 230 Schiffe mit Öl beladen und bereit zur Abfahrt sind, fügte jedoch hinzu: "Die Straße von Hormus ist nicht offen."
Die Hisbollah hat Aufnahmen veröffentlicht, die einen Angriff mit einem maritimen Marschflugkörper auf ein israelisches Militärschiff vor der libanesischen Küste am vergangenen Sonntag zeigen sollen.
Iran-Krieg verdoppelt Russlands Öleinnahmen
Russland wird laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters durch die Öl- und Gaskrise, ausgelöst durch US- und israelische Angriffe auf Iran, deutlich höhere Einnahmen aus seiner größten einzelnen Öltaxe erzielen – etwa eine Verdopplung.
Iran hat im Zuge des Krieges die Straße von Hormus faktisch blockiert – eine Route, über die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und LNG-Handels abgewickelt wird –, nachdem es Ende Februar zu US- und israelischen Luftangriffen auf Iran gekommen war. Dadurch stieg der Brent-Preis zeitweise deutlich über 100 US-Dollar pro Barrel.
Laut Berechnungen von Reuters, die auf vorläufigen Produktionsdaten und Ölpreisen basieren, wird die russische Fördersteuer auf Rohöl im April auf etwa 700 Milliarden Rubel (rund 9 Milliarden US-Dollar) steigen, nachdem sie im März bei 327 Milliarden Rubel lag.
Diese Berechnung gilt als einer der ersten konkreten Hinweise auf einen erheblichen Einnahmeschub für Russland, den weltweit zweitgrößten Ölexporteur, infolge des Iran-Krieges, der laut Ölhändlern die schwerste Energiekrise der jüngeren Vergangenheit ausgelöst habe.
Es wird erwartet, dass die Trump-Regierung die Sanktionen gegen russisches Öl weiter lockert und wahrscheinlich bald auch gegen iranisches Öl, um die weltweite Versorgung zu stabilisieren und einen weiteren Anstieg der Kraftstoffpreise zu verhindern.
Israelische Politiker attackieren Netanjahu wegen "desaströser" Waffenruhe
Israels anhaltende Bombardierungen im Libanon parallel zu einer Waffenruhe zwischen den USA und Iran haben tiefe interne Spannungen offengelegt. Hochrangige Politiker stellen sowohl die Waffenruhe als auch die Strategie von Premierminister Benjamin Netanjahu offen infrage.
Führende Vertreter des israelischen politischen Systems kritisierten die Waffenruhe und die Rolle der Regierung dabei scharf. Der Minister für Diaspora-Angelegenheiten, Amichai Chikli, sagte: "Ich denke, es war ein Fehler, sich zu diesem Zeitpunkt auf eine Waffenruhe einzulassen", und fügte hinzu, dass solche Konflikte erfordern, dass Gegner "in die Knie gezwungen" werden.
Er schätzte die Wahrscheinlichkeit, dass die Waffenruhe hält, nur auf "50 Prozent", behauptete jedoch gleichzeitig, dass "Iran seinen Status als Regionalmacht verloren hat".
Der Oppositionsführer Jair Lapid bezeichnete das Ergebnis als beispiellos und schrieb: "Es hat in unserer gesamten Geschichte noch nie eine politische Katastrophe wie diese gegeben." Außerdem erklärte er, Netanjahu habe "politisch versagt, strategisch versagt".
Die Kritik konzentriert sich auf Israels Ausschluss aus dem US-Iran-Abkommen. Lapid sagte, Israel sei "nicht einmal in der Nähe des Verhandlungstisches" gewesen, und warnte, das Land sei zu einem "Protektoratsstaat geworden, der Anweisungen per Telefon erhält".
Der ehemalige stellvertretende Generalstabschef Jair Golan bezeichnete die Waffenruhe als "strategisches Versagen", während der frühere Finanzminister Avigdor Lieberman argumentierte, sie gebe Iran "die Möglichkeit, sich neu zu formieren", und warnte vor einem zukünftigen Konflikt "unter schwierigeren Bedingungen".
Von den US-Iran-Friedensgesprächen ausgeschlossen, greift Israel den Libanon weiterhin massiv an. Mindestens 254 Menschen wurden getötet und mehr als 1.000 verletzt; einige Schätzungen gehen von fast 300 Todesopfern innerhalb eines einzigen Tages aus.
Israel will Karish-Offshore-Gasplattform nach Waffenruhe wieder öffnen
Das israelische Energieministerium teilt mit, dass es das Öl- und Gasunternehmen Energean angewiesen hat, den Betrieb an der Karish-Erdgasplattform vor der israelischen Mittelmeerküste wieder aufzunehmen – nach der Waffenruhe zwischen den USA und Iran.
Die Plattform war seit dem 28. Februar geschlossen, als der US-israelische Krieg gegen Iran begann, und wurde aus Sicherheitsgründen stillgelegt.
Energean bestätigte, eine Mitteilung des Energieministeriums erhalten zu haben, die die sichere Wiederaufnahme der Produktion und des Betriebs am Karish-Standort erlaubt.
"Energean arbeitet daran, die Produktion sicher wieder hochzufahren und den normalen Betrieb gemäß seinen Betriebsverfahren wieder aufzunehmen", teilte das Unternehmen mit.
Israel meldet Tötung weiterer Hisbollah-Funktionäre
Bei einem israelischen Luftangriff in der libanesischen Hauptstadt Beirut wurde auch der Neffe des Hisbollah-Chefs Naim Kassim getötet. Dies teilte die israelische Armee mit, nachdem libanesische Sicherheitskreise am Mittwochabend einen Angriff auf eine Wohnung in einem zehnstöckigen Gebäude bestätigt hatten, in der sich der Verwandte offenbar aufgehalten habe.
Die israelische Armee benannte den Neffen als Ali Jussuf Harschi und erklärte, dieser habe auch als persönlicher Sekretär Kassims gedient. Dafür gab es von libanesischer Seite jedoch keine Bestätigung. In der Mitteilung der Armee hieß es, er habe als Sekretär "eine zentrale Rolle bei der Verwaltung und Sicherung seines Büros" gespielt.
Saudi-arabischer und iranischer Außenminister sprechen miteinander
Das Außenministerium Saudi-Arabiens teilt mit, dass Außenminister Prinz Faisal bin Farhan telefonisch mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi gesprochen hat. Dies ist der erste offizielle Kontakt zwischen beiden Ländern, seit Iran während des Krieges Angriffe auf benachbarte Golfstaaten begonnen hat.
"Das Gespräch konzentrierte sich auf die Bewertung der Entwicklungen sowie auf Wege, das Tempo der Spannungen zu verlangsamen, um zur Wiederherstellung von Sicherheit und Stabilität in der Region beizutragen", erklärte das saudische Außenministerium in einer Mitteilung.
Iran legt neue Routen und Kontrollregeln für die Straße von Hormus fest
Iran hat eine offizielle Karte der vorgeschriebenen Schifffahrtsrouten in der Straße von Hormus veröffentlicht. Sie zeigt, dass Schiffe näher an der iranischen Küste fahren müssen, und bestätigt erstmals, dass die üblichen Routen nun aufgrund der Gefahr von Seeminen als unsicher gelten.
Es gibt mehrere bestätigte oder glaubhafte Berichte über Minenbedrohungen und Vorbereitungen zur Verlegung von Seeminen in der Straße von Hormus.
Iran soll sie während der Kampagne von Februar bis April als Abwehrmaßnahme gegen die 5. Flotte der USA ausgelegt haben. Die Alternativrouten umgehen die Minenfelder, leiten aber jedes Schiff durch einen engen Kanal innerhalb iranischer Hoheitsgewässer, vorbei an der Insel Larak, wo der "IRGC-Mautposten" bereits operiert:
Einfahrende Schiffe müssen nördlich von Larak fahren, ausfahrende südlich an der Insel vorbeipassieren. Alle Schiffe müssen vor der Einfahrt mit der Marine der IRGC koordiniert werden.
Berichten zufolge warten 400 Schiffe außerhalb der Straße. Die Golfstaaten sollen die Maut für illegal erklärt haben und weigern sich zu zahlen. Die japanische Premierministerin nannte die Straße ein internationales Gemeingut. Der omanische Verkehrsminister sagte, internationale Abkommen verböten Gebühren. Keines dieser Argumente hat die IRGC davon abgehalten, den Korridor zu betreiben, Einnahmen einzuziehen und Tanker abzudrängen. Donald Trump behauptete eine vollständige Öffnung der Straße. Die Straße ist jedoch nicht komplett offen, sondern wird vollständig von Iran kontrolliert.
Europäer fordern "Freiheit der Meere" – Sorge vor Irans und Trumps Hormus-Plänen
Großbritannien und Frankreich fordern eine gebührenfreie Schifffahrt durch die Straße von Hormus. "Die grundlegenden Freiheiten der Meere dürfen nicht einseitig entzogen oder an einzelne Akteure verkauft werden", sagte unter anderem die britische Außenministerin Yvette Cooper. Damit stellt sie sich den Bestrebungen Irans entgegen, die Meerenge zu kontrollieren und künftig Gebühren für die Durchfahrt zu erheben.
Auch in Paris wird mit Sorge beobachtet, dass sich der US-amerikanische Präsident Donald Trump offenbar vorübergehend mit einer Gebührenzahlung für jeden Tanker einverstanden erklärt hat, der die Straße von Hormus passiert. Über die genaue Höhe herrscht jedoch Unklarheit. Im Raum stehen rund zwei Millionen Dollar pro Durchfahrt, die sich Iran und Oman teilen könnten.
Vor dem Krieg der USA und Israels gegen Iran galt die Meerenge formal als internationales Gewässer. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransports wird über diese Wasserstraße abgewickelt.
Waffenruhe bringt keine Entspannung in der Straße von Hormus
Hunderte Tanker warten darauf, in die Straße von Hormus zurückzukehren, damit sie wieder als Transportweg für ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gaslieferungen genutzt werden kann.
Doch der wackelige Waffenstillstand zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hat die Tanker bislang nicht zurückgelockt. Selbst wenn er hält, müssen noch weitere Hindernisse überwunden werden, damit sich der Schiffsverkehr wieder normalisiert.
Selbst dort, wo eine Durchfahrt theoretisch möglich wäre, bleiben die meisten Reedereien vorsichtig und meiden die Route, wie die New York Times am Donnerstag berichtete.
Iran erklärte bereits, dass der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus gestoppt worden sei, nachdem Israel mit Angriffen auf den Libanon gegen die Waffenruhe verstoßen habe.
Die Revolutionsgarde (IRGC) teilte mit, dass der Schiffsverkehr wenige Minuten nach den Angriffen zum Erliegen gekommen sei, während das Weiße Haus darauf beharrt, dass der Libanon nicht Teil der Waffenruhe zwischen den USA und Iran sei.
Französischer Außenminister: Waffenruhe sollte auch für Libanon gelten
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot ist der jüngste europäische Politiker, der fordert, dass die Waffenruhe zwischen den USA und Iran auch den Libanon einschließen sollte.
Barrot erklärte laut der Nachrichtenagentur Reuters, Frankreich verurteile die jüngsten massiven Angriffe Israels auf den Libanon, die seiner Ansicht nach unter das Waffenstillstandsabkommen fallen sollten.
Wie berichtet, führte Israel gestern großangelegte Angriffe im Libanon durch, bei denen mindestens 254 Menschen getötet wurden.
US-Vizepräsident J. D. Vance sagte, die USA hätten sich nicht dazu verpflichtet, dass Israel seine Angriffe auf den Libanon einstellt – obwohl der Vermittler Pakistan ausdrücklich erklärt hatte, dass der Libanon in die Waffenruhe einbezogen sei.
Iranischer Botschafter hat offenbar Social-Media-Beitrag über Delegationsbesuch in Pakistan gelöscht
Irans Botschafter in Pakistan, Reza Amiri Moghadam, hat anscheinend einen früheren Social-Media-Beitrag gelöscht, in dem ein bevorstehender Besuch einer iranischen Delegation in Pakistan zu Gesprächen über einen Waffenstillstand mit US-Unterhändlern angekündigt wurde.
Der Beitrag, der heute Morgen auf Moghadams X-Account veröffentlicht worden war, ist auf der Plattform nicht mehr sichtbar.
Eine sofortige Erklärung für das Löschen des Beitrags gab es nicht. Darin hieß es, die iranische Delegation werde heute Abend in Islamabad eintreffen.
Libanesische Staatsführung hat nationalen Trauertag ausgerufen
Unbeeindruckt von den internationalen diplomatischen Bemühungen um eine Unterbrechung der Kriegseskalation hat die Netanjahu-Administration am 8. März eine größere Welle von Luftangriffen auf den Südlibanon und die Hauptstadt Beirut geflogen.
Nach bisherigen Angaben libanesischer Behörden wurden dabei "an einem einzigen Tag mindestens 254 Menschen getötet und mehr als 1.165 verletzt", wie Al Jazeera berichtet.
Premierminister Nawaf Salam hat daher für heute einen nationalen Trauertag ausgerufen. In einer Erklärung teilte das Büro des Premierministers mit, der Donnerstag werde "ein nationaler Trauertag für die Märtyrer und Verwundeten der israelischen Angriffe, die sich gegen Hunderte unschuldiger, wehrloser Zivilisten richteten".
Die Staatsführung in Beirut ordnete zudem die Schließung öffentlicher Verwaltungen sowie das Hissen der Flaggen auf Halbmast an.
Salam teilte weiter mit, er sei in diplomatische Bemühungen involviert, "um alle politischen und diplomatischen Ressourcen des Libanon zu mobilisieren, um die israelische Tötungsmaschine zu stoppen", wie Medien berichten.
Teheran: Schiffsdurchfahrt in der Straße von Hormus nur nach Rücksprache mit Islamischer Revolutionsgarde
Die iranische Hafen- und Seeverkehrsbehörde, Ports and Maritime Organization (PMO), lässt über den staatlichen Sender IRIB mitteilen, wie die derzeitige Regelung für Schiffe in der Straße von Hormus seitens Teherans vorgesehen ist.
So heißt es wörtlich in einem Beitrag auf X:
"Aufgrund der Kriegslage im Persischen Golf und möglicher Seeminen im Hauptschifffahrtsgebiet der Straße von Hormus müssen sich Schiffe mit der Marine der IRGC abstimmen und die ausgewiesenen Routen nutzen."
Iranische Delegation trifft am Donnerstag in Islamabad ein
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf den iranischen Botschafter in Pakistan, dass am heutigen Abend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad eine iranische Delegation eintreffen werde, um erste direkte Gespräche mit US-Vertretern zu führen.
Der Diplomat erklärt dazu laut Reuters auf X:
"Trotz der Skepsis der iranischen Öffentlichkeit aufgrund wiederholter Verstöße gegen den Waffenstillstand durch das israelische Regime […] trifft die iranische Delegation heute Abend in Islamabad ein, um ernsthafte Gespräche auf der Grundlage der von Iran vorgeschlagenen zehn Punkte zu führen."
Wer stellvertretend für die politische Führung in Teheran an den Gesprächen teilnehmen wird, ist bislang nicht bekannt.
Laut Karoline Leavitt, der Pressesprecherin des Weißen Hauses, wird demnach US-Vizepräsident JD Vance eine US-Delegation bei Gesprächen mit dem Iran in Pakistan leiten, so Informationen aus Washington.
Trump: Gesamtes Waffenarsenal samt US-Truppen bleiben in der Region bis endgültiges Abkommen
Das Presseteam von US-Präsident Donald Trump informierte am Donnerstagmorgen über das weitere Vorgehen seiner Administration in Absprache mit dem Pentagon.
So heißt es dazu in einer Mitteilung auf Truth Social:
"Alle US-Schiffe, Flugzeuge und Militärangehörigen sowie zusätzliche Munition, Waffen und alles andere, was für die tödliche Bekämpfung und Vernichtung eines bereits erheblich geschwächten Feindes angemessen und notwendig ist, werden in Iran und in dessen Umgebung verbleiben, bis das erzielte WIRKLICHE ABKOMMEN vollständig eingehalten wird."
Sollte die Führung in Teheran dabei zeitnah nicht nach den Vorstellungen Washingtons agieren – in den Fragen der "Straße von Hormus" und der "Atomwaffen" –, werde erneut militärisch seitens der USA reagiert werden, kündigt der Beitrag an:
"Sollte dies aus irgendeinem Grund nicht der Fall sein – was höchst unwahrscheinlich ist –, dann beginnen die 'Shootin’ Starts': größer, besser und stärker als alles, was man bisher gesehen hat."
8.04.2026 21:50 Uhr
Spanischer Ministerpräsident: Netanjahus Verachtung für das Völkerrecht unerträglich
Der heutige massive Angriff auf den Libanon brachte auch den spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez dazu, auf X dazu Stellung zu nehmen.
"Genau heute startet Netanyahu seinen härtesten Angriff auf den Libanon seit Beginn der Offensive. Seine Verachtung für das Leben und das Völkerrecht ist unerträglich. Es ist Zeit, klar zu sprechen:
- Der Libanon muss Teil des Waffenstillstands sein.
- Die internationale Gemeinschaft muss diese neue Verletzung des Völkerrechts verurteilen.
- Die Europäische Union muss ihr Assoziierungsabkommen mit Israel aussetzen.
- Und es darf keine Straffreiheit für diese kriminellen Handlungen geben."
Trotz Waffenruhe mit Iran: Israel greift Libanon weiter an
Trotz der vereinbarten Waffenruhe zwischen Iran, den USA und Israel dauern die israelischen Angriffe auf den Libanon an. Nach Militärangaben wurden in kurzer Zeit mehr als 100 Ziele in Beirut und im Südlibanon getroffen.
Die Angriffe verschärfen die humanitäre Lage vor Ort weiter. Viele Menschen können nicht in ihre Häuser zurückkehren und berichten von anhaltender Unsicherheit. Gleichzeitig wurden wichtige Infrastrukturen beschädigt, darunter eine zentrale Brücke im Süden des Landes.
Parlamentssprecher Ghalibaf: Verhandlungsgrundlage klar verletzt
Mohammad Bagher Ghalibaf, der Sprecher des iranischen Parlaments und der von iranischer Seite vorgesehene Verhandlungsführer, veröffentlichte auf X eine Erklärung zu den jüngsten US-Aussagen.
Parlamentssprecher Ghalibaf: Verhandlungsgrundlage klar verletzt Mohammad Baqer Qalibaf, der Sprecher des iranischen Parlaments und der von iranischer Seite vorgesehene Verhandlungsführer, veröffentlichte auf X eine Erklärung zu den jüngsten US-Aussagen.
"Das tiefe historische Misstrauen, das wir gegenüber den Vereinigten Staaten empfinden, entspringt den wiederholten Verletzungen aller Arten von Zusagen ‒ ein Muster, das sich bedauerlicherweise erneut wiederholt hat."
Trump habe unmissverständlich erklärt, die zehn Punkte Irans seien der Rahmen für die Gespräche. Dieser Rahmen sei jedoch bereits an drei Stellen verletzt worden. Der erste Punkt sei eine Waffenruhe im Libanon gewesen, die Teil der vorgelegten zehn Punkte war. Der zweite Punkt sei das Eindringen einer Drohne in den iranischen Luftraum gewesen, und der dritte die Ablehnung des iranischen Rechts auf Urananreicherung, das den sechsten Punkt des iranischen Vorschlags darstellte.
"Jetzt wurde die sehr 'funktionsfähige Basis, auf der weiter verhandelt werden kann', offen und klar verletzt, noch ehe die Verhandlungen beginnen.
In einer solchen Lage sind eine gegenseitige Waffenruhe oder Verhandlungen nicht sinnvoll."
Waffenruhe im Iran-Krieg: Erste Gespräche sollen in Islamabad beginnen
Die USA, Israel und Iran haben sich auf eine zweiwöchige Waffenruhe verständigt. Eine erste Verhandlungsrunde soll am 10. April in Islamabad stattfinden. US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Vereinbarung als wichtigen Schritt für den Weltfrieden, während aus Teheran von einem weitreichenden Zehn-Punkte-Plan die Rede ist.
Israels Regierung erklärte ihre Bereitschaft, Angriffe auf Iran für zwei Wochen auszusetzen, sofern Teheran die Straße von Hormus freigibt und weitere Angriffe einstellt. Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßte die Waffenruhe, dankte Pakistan für seine Vermittlung und stellte deutsche Unterstützung für die freie Schifffahrt in der Hormusstraße in Aussicht. Auch Moskau begrüßte die angekündigte Deeskalation und sprach sich für eine Fortsetzung diplomatischer Gespräche aus.
Karoline Leavitt: Libanon ist nicht Teil der Waffenruhe
In der Pressekonferenz im Weißen Haus relativiert Pressesprecherin Karoline Leavitt Schritt für Schritt jeden Punkt, der gestern wie eine Einigung wirkte.
"Iran hat einen Zehn-Punkte-Vorschlag übergeben, den der Präsident ignoriert hat", erklärte sie. Und "der Libanon ist nicht Teil der Waffenruhe".
Angeblich habe es einen zweiten iranischen Vorschlag gegeben, den Trump dann als "funktionsfähige Basis für Verhandlungen" bezeichnet habe, der mit dem 15-Punkte-Plan in Übereinstimmung gebracht werden könne, den die Trump-Regierung vorgelegt hatte. Dieser 15-Punkte-Plan umfasste nicht nur den Verzicht auf jede Anreicherung von Uran, sondern auch auf das Raketenprogramm.
Auch in Bezug auf die Straße von Hormus erklärte Leavitt, Iran habe dem Weißen Haus zugesichert, den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zuzulassen. "Das ist ein Fall, in dem sie öffentlich etwas anderes sagen", erklärte sie. Die Verhandlungsbereitschaft Trumps sei davon abhängig, dass die Straße von Hormus "ohne Begrenzungen oder Verzögerungen" geöffnet bleibe.
Gleichzeitig dementierte sie die Aussage, die Trump zuvor bezüglich Vizepräsident J.D. Vance gemacht hatte. "Ich kann bestätigen, dass der Präsident sein Verhandlungsteam unter der Führung des Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten, J.D. Vance, sowie Sondergesandten Witkoff und Jared Kushner dieses Wochenende für Gespräche nach Islamabad schickt", sagte sie. Die Gespräche würden am Samstagmorgen Ortszeit beginnen.
Araghtschi: Der Ball liegt bei den USA
Der iranische Außenminister Seyyed Abbas Araghtschi hat sich zu den Angriffen auf den Libanon geäußert. Er schrieb auf X:
"Die Bedingungen der Waffenruhe zwischen Iran und den USA sind klar und explizit: Die USA müssen wählen ‒ Waffenruhe oder fortgesetzter Krieg via Israel. Sie können nicht beides haben.
Die Welt sieht das Massaker im Libanon. Der Ball liegt bei den USA, und die Welt beobachtet, ob sie sich an ihre Zusagen halten."
"Drei Tage lang hatte ich kein LPG" – Autorikscha-Verkehr in Indien um 60 Prozent eingebrochen
In Bengaluru, einem der wichtigsten IT-Zentren Indiens und der viertgrößten Stadt des Landes, mangelt es infolge des Iran-Krieges an LPG. Die für das Funktionieren der Stadt unerlässlichen Fahrer der Autorikschas stehen manchmal tagelang in kilometerlangen Schlangen vor den Tankstellen.
Laut der Gewerkschaft der Autorikscha-Fahrer ARDU ist das Transportvolumen insgesamt um etwa 60 Prozent eingebrochen. Die wendigen Fahrzeuge auf drei Rädern sind in Indien weit verbreitet und von zentraler Bedeutung für die Waren- und Personenbeförderung. Nur etwa vier Prozent aller motorisierten Fahrzeuge in Indien sind Autorikschas, aber sie leisten über 20 Prozent des nationalen Transportvolumens.
Luftangriffe auf Beirut gehen weiter
Die nächste Welle israelischer Luftangriffe hat die libanesische Hauptstadt Beirut getroffen. Offiziellen Angaben zufolge ist die Zahl der Todesopfer der heutigen Angriffe auf 112 gestiegen. 837 Personen wurden verletzt.
Die Gesundheitsbehörden des Libanon haben mittlerweile internationale Hilfe angefordert. Sie sehen sich außerstande, mit den Folgen der Angriffe umzugehen.
Die israelische Rechtfertigung für die Angriffe lautet nach wie vor, es gehe dabei um die Hisbollah. Allerdings sind heute vor allem sunnitische und christliche Viertel Ziel der Angriffe gewesen. Im Südlibanon haben die israelische Streitkräfte von der libanesischen Armee verlangt, die Qasmiya-Brücke nahe Tyros zu evakuieren. Dies ist die letzte Brücke, die den Norden Libanons mit dem Gebiet südlich des Litani verbindet. Es wird damit gerechnet, dass die israelische Armee auch diese Brücke zerstören wird.
Die iranischen Revolutionsgarden haben gegenüber dem staatlichen Sender IRIB erklärt, sie würden nach dem "brutalen Massaker" Israels in Beirut "der Pflicht folgen", sollte Israel die Angriffe auf den Libanon nicht einstellen, und dem "bösen Aggressor in der Region" eine "Bedauern auslösende Antwort" erteilen.
In Beirut brechen währenddessen ganze Häuserblocks zusammen.
Al-Jazeera-Journalist in Gaza getötet
Mohammed Wishah, Korrespondent von Al Jazeera, wurde bei einem israelischen Angriff in Gaza getötet. Nach Angaben des Senders war er auf der Hauptstraße von Gaza-Stadt im Auto unterwegs. Er hatte vom ersten Tag an aus Gaza berichtet. Er ist der 262. Journalist, der seit Beginn des Gaza-Kriegs durch Israel getötet wurde.
Sein Fahrzeug wurde von einer israelischen Drohne angegriffen.
Farbattacke auf das Kanzleramt: 76-jähriger Aktivist protestiert gegen US-Basis Ramstein
Ein 76-jähriger Umwelt- und Friedensaktivist hat am Dienstag das Berliner Kanzleramt mit roter Farbe übergossen. Unmittelbar nach der Tat präsentierte er ein gegen Bundeskanzler Friedrich Merz gerichtetes Transparent, bevor er mit seinen Händen zahlreiche Abdrücke auf der Betonfassade hinterließ. Die Bundespolizei nahm den Mann sowie eine weitere Person, die die Aktion filmte, noch am Tatort fest.
Der Aktivist bezichtigt Merz, durch die Duldung der US-Basis Ramstein Völkerrechtsbrüche sowie Angriffe auf Iran zu unterstützen. In einem Video machte er den Kanzler für diese Einsätze mitverantwortlich und berief sich dabei unter anderem auf kritische Einschätzungen von Bundespräsident Steinmeier sowie des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages.
Israel hätte fast belgischen Außenminister bombardiert
Der belgische Außenminister und stellvertretende Premierminister Maxime Prévot befindet sich heute zu einem Besuch im Libanon. Dabei wurde er fast zum Opfer der israelischen Angriffe, wie er auf seinem Konto auf der Plattform X meldete:
"Ich kam nach Beirut, um unsere volle Unterstützung für die libanesischen Behörden zu zeigen und unsere tiefe Solidarität mit den Familien auszudrücken, die von dem gewaltsamen Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah betroffen sind. Als ich gerade Präsident Aoun dafür loben wollte, die Aufnahme offizieller Verhandlungen mit Israel über eine Waffenruhe anzubieten, begann Israel ohne Vorwarnung mit einem der massivsten Luftangriffe seit Beginn der Feindseligkeiten, was vermutlich hunderte zivile Opfer forderte.
Wir sind mit meiner Delegation in der Botschaft, nur wenige hundert Meter von den Einschlägen der Bomben entfernt. Das muss aufhören. Die Waffenruhe zwischen den USA, Israel und Iran muss den Libanon mit einschließen!"
Keine Waffenruhe: Israelischer Großangriff auf Libanon fordert zahlreiche Todesopfer
Nur wenige Stunden nach der zwischen den USA und Iran geschlossenen Waffenruhe hat Israel den Libanon erneut angegriffen. Laut Medienberichten soll es sich um einen der größten militärischen Angriffe Israels in der Geschichte des Konflikts gehandelt haben.
Im ganzen Land wurden Wohnhäuser, Moscheen, Fahrzeuge und Friedhöfe beschossen. Die israelischen Streitkräfte geben jedoch an, 100 Kommandozentralen und Militärstützpunkte der Hisbollah ins Visier genommen zu haben.
Für den aus dem Libanon berichtenden RT-Korrespondenten Steve Sweeney steht fest: "Israel hat die sehr deutliche Botschaft gesendet, dass es keine Waffenruhe im Libanon gibt."
Straße von Hormus wieder geschlossen ‒ Verhandlungen in Islamabad gefährdet
Die iranische Marine hat mitgeteilt, dass die Straße von Hormus wieder geschlossen wurde und nur noch iranische Schiffe sowie Schiffe, die aus Iran kommen, passieren dürfen. Im Verlauf des Vormittags konnten nur zwei Tanker passieren, ehe Israel die Waffenruhe verletzte.
Währenddessen scheinen nicht nur die israelischen Angriffe die geplanten Verhandlungen am Freitag zu erschweren. In einem Interview mit SkyNews erklärte US-Präsident Donald Trump mit Blick auf die zehn Punkte, die er als Grundlage für Verhandlungen akzeptiert habe:
"Das sind sehr gute Punkte ‒ und die meisten davon sind voll ausgehandelt. Es sind nicht die maximalistischen Forderungen, die Iran behauptet."
Auch ein weiterer Punkt könnte die Verhandlungen bedrohen: Donald Trump erklärte heute, es sei unsicher, ob Vizepräsident J.D. Vance an den Verhandlungen teilnehmen werde.
"Wir werden Steve Witkoff haben, Jared Kushner, J.D. ‒ vielleicht J.D., ich weiß nicht. Das ist eine Frage der Sicherheit", wird er von CNN zitiert. Der Sender berichtet weiter, dass eine Quelle im Weißen Haus erklärt habe, es würden keine weiteren Vorbereitungen für eine Reise des Vizepräsidenten nach Islamabad getroffen. Witkoff und Kushner sind jedoch aufgrund ihrer Israel-Nähe für Iran kaum akzeptable Verhandlungspartner.
Krankenhäuser im Libanon bitten um Blutspenden
Mindestens 80 Tote und 200 Verletzte meldet das libanesische Rote Kreuz allein für Beirut. Die Gesamtzahl der Opfer im ganzen Libanon liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher bei mindestens 89 Toten und über 800 Verwundeten.
Ein Reporter von Al Jazeera in Beirut schrieb: "Während viele der früheren Angriffe Israels auf Viertel zielten, die als Hochburgen der Hisbollah bekannt waren, trafen viele der heutigen Angriffe Gebiete, die nicht weithin als solche angesehen werden. Sie kamen ohne Warnung und trafen die Menschen völlig überraschend. Das hatte eine verheerende Wirkung.
Die Krankenhäuser in Beirut sind überschwemmt mit hunderten Verletzten. Es gab zahlreiche Aufrufe in den sozialen Medien zu dringenden Blutspenden."
Der Sprecher des libanesischen Parlaments, Nabih Berri, nannte den israelischen Angriff ein "ausgewachsenes Kriegsverbrechen". Außer Beirut wurden große Teile des Bekaa-Tals, der Berg Libanon, Sidon und mehrere Dörfer im Südlibanon sowie die Hafenstadt Tyros getroffen.
"Das heutige Verbrechen", so Nabih Berri, "ist ein ernster Test für die internationale Gemeinschaft und eine dreiste Herausforderung aller internationalen Gesetze, Normen und Konventionen, die Israel durch seine fortgesetzten Angriffe auf Zivilisten verletzt." Er sprach von einem "Vernichtungskrieg gegen den Libanon".
Noch immer werden weitere Verletzte in die Krankenhäuser von Beirut gebracht.
"Iran hat um den Waffenstillstand gefleht" – Hegseths triumphale Bilanz in Washington
Anlässlich der vereinbarten Waffenruhe mit Iran sprach US-Kriegsminister Pete Hegseth am Mittwoch in Washington von einem "Erfolg" auf ganzer Linie. Demnach sei alles "exakt nach Plan" verlaufen: Iran habe "um den Waffenstillstand gefleht" und "genug" gehabt, während das US-Militär Teheran mit minimalem Aufwand in die Knie gezwungen habe.
Hegseth krönte die Erzählung dabei mit einer religiösen Note: Zwar gebühre den US-Truppen Dank, die Ehre für den "Sieg" liege jedoch bei Gott.
Sprengen Israels Angriffe den Waffenstillstand?
Nach den schweren Luftangriffen auf den Libanon und zusätzlich einigen Angriffen auf Ziele in Iran durch Israel haben inzwischen mehrere iranische Vertreter geäußert, Iran werde auf jeden Fall auf diese Verletzungen der Waffenruhe reagieren.
Gegenüber der Nachrichtenagentur Tasnim erklärte ein Vertreter der Streitkräfte: "Wenn die USA ihren Kettenhund in der Region nicht kontrollieren können, wird Iran ihnen dabei außergewöhnlich helfen! Und das mit Macht."
Auch PressTV zitiert einen Vertreter, der vor einer "umfassenden Verteidigung" warnt, wenn Israel weiter den Waffenstillstand bricht. Das zionistische Regime sei verantwortlich, und man werde den Aggressor strafen. Die Ruhe, die aus der gelenkten Wiederöffnung der Straße von Hormus resultierte, könnte bald an ein Ende kommen.
Es wäre an der Zeit, so der Interviewte weiter, dass das Vermittlerland eingreift und dieses aggressive Regime an seinen Platz verweist.
US-Präsident Trump hat mittlerweile in einem Telefoninterview mit PBS News erklärt, Israel sei nicht Teil der Waffenruhe gewesen. Zuvor hatte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses CNN gegenüber erklärt, Israel habe zugestimmt, seine Bombenangriffe während der Verhandlungen einzustellen. Auch Pakistan und Iran hatten erklärt, Israel sei Teil der Waffenruhe.
Das Wall Street Journal meldet, Iran habe mitgeteilt, er werde an den für Freitag in Islamabad angesetzten Gesprächen nur teilnehmen, wenn auch im Libanon eine Waffenruhe erreicht werde.
Israelische Luftangriffe trafen Zentrum von Beirut
Nachdem über lange Zeit hinweg überwiegend von der schiitischen Bevölkerung bewohnte Viertel das Ziel israelischer Luftangriffe waren, traf der heutige Großangriff vor allem sunnitische und christliche Viertel der libanesischen Hauptstadt. Beirut galt einst als das "Paris des Nahen Ostens". Insgesamt wurden neun Stadtviertel in Mitleidenschaft gezogen. Nach Angaben von CNN wurde auch die Gegend in der Nähe der Strandpromenade getroffen.
Diese Angriffe erfolgten ohne Vorwarnung. Das UN-Flüchtlingshilfswerk im Libanon schrieb: "Die Zahl der Todesopfer steigt. Die Zerstörung ist massiv. Zivilisten zahlen den Preis. Wieder."
Über hundert Angriffe in weniger als zehn Minuten. Dabei waren auch Stadtviertel betroffen, die zuvor Vertriebene aus dem Südlibanon aufgenommen hatten.
Der Büroleiter von Al Jazeera im Libanon meinte, die Angriffe hätten ihn an die israelische Invasion von Beirut im Jahr 1982 erinnert. Damals war Beirut von israelischen Truppen besetzt worden, die christliche Milizen Massaker in den beiden palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila begehen ließen.
Iran plant Mautgebühr für Öltanker in der Straße von Hormus – Zahlung auch in Kryptowährung
Wie die Financial Times berichtet, wird Iran von Schifffahrtsunternehmen verlangen, Mautgebühren für Öltanker, die die Straße von Hormus passieren, in Kryptowährung zu zahlen. Hamid Hosseini, Sprecher der iranischen Union der Exporteure von Öl-, Gas- und Petrochemieprodukten, sagte, die Gebühr betrage einen US-Dollar pro Barrel Öl.
Trump will selbst Maut in der Straße von Hormus kassieren
Wenn das, was ABC News-Journalist Jonathan Karl, auf der Plattform X veröffentlicht hat, stimmt, dann will Präsident Donald Trump künftig selbst Mautgebühren in der Straße von Hormus kassieren.
Karl schrieb, er habe Trump am Morgen auf iranische Pläne angesprochen, Schiffe nur gegen Zahlung siebenstelliger Summen die Meerenge passieren zu lassen. Ob das im Sinne des Präsidenten sei, obwohl Frachter die Straße von Hormus vor den amerikanisch-israelischen Angriffen kostenlos passieren konnten?
Trump antwortete demnach: "Wir denken darüber nach, das als Gemeinschaftsunternehmen zu tun. Es wäre ein Weg, um sie zu schützen – auch vor vielen anderen Leuten."
Beirut: Israel tötet "wehrlose Zivilisten" im Libanon
Der libanesische Premierminister Nawaf Salam erklärte, Israel greife dicht besiedelte Wohngebiete im Libanon an und töte dabei "wehrlose Zivilisten".
Israel zeige sich "völlig unbeeindruckt von allen regionalen und internationalen Bemühungen, den Krieg zu beenden – ganz zu schweigen von seiner völligen Missachtung der Prinzipien des Völkerrechts und des humanitären Völkerrechts, die es nie respektiert hat", sagte der libanesische Premierminister.
"Alle Freunde des Libanon sind aufgerufen, uns dabei zu helfen, diese Aggressionen mit allen verfügbaren Mitteln zu beenden", fügte er hinzu.
Libanesisches Rotes Kreuz im Großeinsatz: 100 Krankenwagen versorgen Verletzte
Das libanesische Rote Kreuz erklärte, dass seine 100 Krankenwagen derzeit in den betroffenen Gebieten im Einsatz sind und Verletzte transportieren. Israel hat in den letzten Stunden seine Angriffe auf Beirut intensiviert und zahlreiche zivile Strukturen bombardiert.
Hegseth erklärt Iran für besiegt
Der amerikanische Kriegsminister Pete Hegseth hat Iran als militärisch "besiegt" erklärt. Durch die "Operation Epic Fury" sei ein "historischer und überwältigender Sieg auf dem Schlachtfeld" erzielt worden. "Iran war seit 47 Jahren eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten und die freie Welt. Damit ist jetzt Schluss", sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz im Pentagon. Während andere Präsidenten das Problem vor sich hergeschoben hätten, habe Präsident Trump "Geschichte geschrieben".
Hegseth behauptete, die USA hätten gemeinsam mit Israel innerhalb von weniger als 40 Tagen "eines der größten Militärs der Welt" zerschlagen – und dabei nur etwa zehn Prozent ihrer Kampfkraft eingesetzt.
Hegseth äußerte sich bei einer Pressekonferenz im Pentagon gemeinsam mit General Dan Caine.
Iran könnte Straße von Hormus bald wieder öffnen
Ein hochrangiger iranischer Vertreter hat laut Reuters erklärt, dass Teheran die Straße von Hormus bereits am Donnerstag oder Freitag wieder öffnen könnte – im Vorfeld geplanter Gespräche mit den USA in Pakistan, sofern ein Waffenstillstandsrahmen zustande kommt.
Während des Kriegs hatte die Sperrung der strategisch wichtigen Meerenge die globalen Öl- und Gasmärkte erheblich belastet. Im Rahmen einer möglichen Einigung mit den USA habe Iran zugesagt, den sicheren Schiffsverkehr wieder zu gewährleisten.
Die Wiedereröffnung soll demnach in Abstimmung mit dem iranischen Militär erfolgen.
Israel meldet größten Luftschlag im Libanon
Die israelischen Streitkräfte (IDF) geben an, ihren bislang größten Angriff im Libanon durchgeführt zu haben. Innerhalb von zehn Minuten seien rund 100 Ziele in Beirut, im Bekaa-Tal und im Süden des Landes getroffen worden.
Trump droht mit 50 Prozent Zoll auf Länder, die Iran mit Waffen beliefern
Trump schreibt ergänzend auf Truth Social:
"Ein Land, das Iran mit militärischen Waffen beliefert, wird umgehend mit einem 50-prozentigen Zoll auf alle in die Vereinigten Staaten exportierten Waren belegt – mit sofortiger Wirkung. Es wird keine Ausnahmen oder Befreiungen geben."
Trump betont: "Keine Urananreicherung mehr" in Iran
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass Iran künftig keine Urananreicherung mehr erlaubt sein werde. Damit skizzierte er die Position seiner Regierung zum iranischen Atomprogramm im Vorfeld geplanter Gespräche in Islamabad am Freitag.
"Die Vereinigten Staaten werden eng mit Iran zusammenarbeiten, das wir als durch einen sehr produktiven Regimewechsel gegangen betrachten", schrieb Trump auf Truth Social. "Es wird keine Anreicherung von Uran geben, und die Vereinigten Staaten werden in Zusammenarbeit mit Iran das tief vergrabene nukleare ‚Material‘ aufspüren und entfernen."
Der US-Präsident behauptete außerdem, dass US-Satellitenaufklärung seit dem Angriff auf iranische Atomanlagen im vergangenen Juni die Bestände an angereichertem Uran in Iran überwache.
"Wir befinden uns derzeit in Gesprächen über Zoll- und Sanktionserleichterungen mit dem Iran und werden diese auch weiterhin führen. Viele der 15 Punkte wurden bereits vereinbart."
Vance: Waffenstillstand im Nahen Osten bleibt fragil
JD Vance hat den Waffenstillstand zwischen den USA und Iran als "fragilen Waffenstillstand" bezeichnet und Teheran vor den für diese Woche in Islamabad geplanten Verhandlungen gewarnt.
Vor Studierenden in Ungarn sagte Vance, wenn Iran "in gutem Glauben" verhandle, sei eine Einigung möglich. Sollten die Iraner jedoch "lügen oder betrügen", werde das Konsequenzen haben.
Er erklärte, Präsident Donald Trump habe das gesamte Verhandlungsteam – darunter Außenminister Marco Rubio und den Sondergesandten Steve Witkoff – angewiesen, fair zu verhandeln. Gleichzeitig betonte er, die USA verfügten weiterhin über "militärische, diplomatische und außergewöhnliche wirtschaftliche Hebel", falls Iran nicht kooperiere.
Vance sagte zudem, Trump habe ihn darauf hingewiesen, dass "die Iraner bessere Verhandler als Kämpfer seien". Innerhalb Irans gebe es zudem Uneinigkeit über den Deal: Während einige Verantwortliche "das Richtige sagten", würden andere in sozialen Medien "über die Waffenruhe lügen".
Iran droht angesichts anhaltender israelischer Angriffe im Libanon mit einer Wiederaufnahme des Kriegs gegen Israel
Im klaren Verstoß gegen den 10-Punkte-Plan bombardiert Israel weiter den Libanon. Der iranische Nationale Sicherheitsrat soll nun gewarnt haben, den Krieg wieder aufzunehmen:
"Wenn die Kämpfe im Süden des Libanon nicht innerhalb weniger Stunden aufhören, könnten unsere Luft- und Raketenstreitkräfte Tel Aviv ins Visier nehmen."
Iranische Drohnen greifen kuwaitische Energieanlagen trotz Waffenstillstand an
Die kuwaitische Luftverteidigung hat seit 5:00 Uhr GMT (6:00 Uhr MEZ) 28 iranische Drohnen abgefangen, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums, Oberst Saud Abdulaziz al-Otaibi.
Al-Otaibi sprach von einer "intensiven Welle feindlicher iranischer krimineller Angriffe" und erklärte, dass "eine große Anzahl feindlicher Drohnen" abgeschossen worden sei.
Ein Teil der Drohnen habe "wichtige Öl-Anlagen und Kraftwerke im Süden des Landes" ins Visier genommen. Dabei sei es zu erheblichen Sachschäden an Ölinfrastruktur, Kraftwerken sowie Wasserentsalzungsanlagen gekommen.
Zuvor sei auf der iranischen Insel Lavan eine Explosion in der örtlichen Ölraffinerie gemeldet worden.
Libanon ruft Pakistan auf, Israel wegen Waffenstillstandsverstößen unter Druck zu setzen
Die libanesische Nachrichtenagentur Lebanese National News Agency berichtet, dass der Präsident des libanesischen Parlaments, Nabih Berri, den pakistanischen Botschafter im Libanon, Salman Athar, kontaktiert hat. Dabei forderte er ihn auf, Bedenken über wiederholte Verstöße Israels gegen das Waffenstillstandsabkommen sowie über anhaltende Angriffe im Süden des Libanon weiterzugeben.
Während des Gesprächs lobte Berri die Rolle Pakistans bei der Förderung regionaler Stabilität und drängte zugleich darauf, die Lage vor Ort offiziell an die pakistanische Regierung zu übermitteln. Im Zehn-Punkte-Plan wird gefordert, dass die Kampfhandlungen an allen Fronten eingestellt werden müssen.
Russland begrüßt Waffenstillstand
Der Kreml hat den US-Iran-Waffenstillstand begrüßt und erklärt, dass Russland hoffe, die USA hätten nun Zeit und Spielraum, um dreiseitige Friedensgespräche zum Ukraine-Krieg wieder aufzunehmen.
In einem Gespräch mit Journalisten sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, Russland hoffe zudem, dass es in den kommenden Tagen direkte Kontakte zwischen den USA und Iran geben werde, um die Friedensgespräche fortzusetzen.
Katar begrüßt "erste Schritte" zur Deeskalation des Krieges gegen Iran
Katar begrüßt die Ankündigung des Waffenstillstands zwischen den USA und Iran und betrachtet sie laut einer Erklärung des Außenministeriums als "einen ersten Schritt zur Deeskalation, der dringend weiter ausgebaut werden müsse, um eine Ausweitung der Spannungen in der Region zu verhindern".
Das Ministerium betonte "die Bedeutung der vollständigen Einhaltung der Waffenstillstandsankündigung, um die Konsolidierung der Ruhe zu gewährleisten und die Voraussetzungen für einen Dialog zu schaffen".
Zudem unterstrich es die Notwendigkeit, dass Iran "die Initiative ergreift, um sofort alle feindlichen Handlungen und Praktiken zu beenden, die die regionale Stabilität untergraben, und die Souveränität der Staaten zu respektieren, wodurch die Nichtwiederholung solcher Verstöße gewährleistet werde".
Außerdem hob das Ministerium "die Bedeutung der Sicherheit der Seewege sowie der Freiheit der internationalen Schifffahrt und des Handels gemäß dem Völkerrecht hervor, was zur Wahrung regionaler Stabilität und globaler Lieferketten beitrage".
Explosion in der iranischen Raffinerie
Eine Explosion wurde in der iranischen Lavan-Raffinerie gemeldet. Die Ursache des Vorfalls sei unbekannt, so die iranische Nachrichtenagentur Mehr.
Maersk bleibt trotz Waffenruhe vorsichtig bei Passage durch Straße von Hormus
Maersk bleibt trotz der zwischen den USA und Iran vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe vorsichtig in Bezug auf den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus.
Das Unternehmen sieht zwar mögliche neue Chancen für die Schifffahrt durch die Region, betont aber, dass die Sicherheitslage weiterhin nicht stabil genug sei, um den normalen Betrieb wieder aufzunehmen.
Maersk erklärte, man verfolge weiterhin einen vorsichtigen Ansatz und nehme derzeit keine Änderungen an einzelnen Routen oder Diensten vor. Jede Entscheidung zur Durchfahrt der Straße von Hormus basiere auf laufenden Risikobewertungen, der Beobachtung der Sicherheitslage sowie auf Empfehlungen von Behörden und Partnern.
Bereits im Vormonat hatte Maersk viele Buchungen zu Häfen im Golfraum ausgesetzt und weltweit Sicherheitszuschläge auf Treibstoff eingeführt, um gestiegene Kosten abzudecken.
Bericht: Modschtaba Chamenei nahm aktiv an Verhandlungen zur Waffenruhe teil
Axios berichtete heute über den Verlauf der Verhandlungen, an denen auch das neue iranische Staatsoberhaupt beteiligt gewesen sein soll: US- und israelische Offizielle erfuhren am Montag von einer bemerkenswerten Entwicklung, während Präsident Trumps Ultimatum näher rückte: Der Oberste Führer Modschtaba Chamenei habe seine Verhandlungsführer erstmals seit Beginn des Krieges angewiesen, auf eine Einigung hinzuarbeiten.
Während Trump öffentlich mit vollständiger Vernichtung drohte, gab es hinter den Kulissen Anzeichen diplomatischer Bewegung – auch wenn selbst Trump-nahe Quellen bis zur Ankündigung eines Waffenstillstands nicht wussten, welches Ergebnis zu erwarten war.
Am Montagmorgen, während Trump bei einer Osterveranstaltung im Weißen Haus mit den Besuchern sprach, führte der "sehr wütende" Steve Witkoff Telefongespräche, hieß es bei Axios.
Der US-Sondergesandte teilte den Vermittlern mit, dass der gerade eingegangene 10-Punkte-Gegenvorschlag Irans "eine Katastrophe" sei.
Daraufhin begann ein "chaotischer" Tag voller Änderungen, bei dem pakistanische Vermittler neue Entwürfe zwischen Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi hin- und herreichten, während die Außenminister Ägyptens und der Türkei versuchten, die Differenzen zu überbrücken.
Bis Montagabend hatten die Vermittler die Zustimmung der USA zu einem überarbeiteten Vorschlag für einen zweiwöchigen Waffenstillstand erhalten. Die Entscheidung lag dann bei Chamenei, "der aktiv in den Prozess eingebunden war".
Die Einbindung des neuen Obersten Führers sei zwangsläufig geheim und aufwendig gewesen. Angesichts einer aktiven Bedrohung durch ein israelisches Attentat kommunizierte Chamenei vor allem über Boten, die schriftliche Nachrichten überbrachten.
Chameneis Zustimmung zu einem Abkommen sei als "Durchbruch" gewertet worden. Letztlich liefen jedoch alle wichtigen Entscheidungen am Montag und Dienstag über Chamenei. "Ohne sein grünes Licht hätte es kein Abkommen gegeben".
Gleichzeitig stand der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am Dienstag den ganzen Tag über in engem Kontakt mit Trump und seinem Team – während die israelische Seite zunehmend besorgt gewesen sein soll, die Kontrolle über den Prozess verloren zu haben.
VAE sprechen von "Sieg" im Iran-Krieg und verweisen auf starke nationale Verteidigung
Der hochrangige diplomatische Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Anwar bin Mohammed Gargasch, äußerte sich zu der Waffenruhe zwischen den USA und Iran:
"Die Vereinigten Arabischen Emirate haben einen Krieg für sich entschieden, den wir nachdrücklich zu vermeiden suchten. Dieser Erfolg gründet sich auf eine entschlossene nationale Verteidigung, die Souveränität und Würde gewahrt und die Errungenschaften des Landes vor einem hinterhältigen Angriff geschützt hat. Heute richten wir unseren Blick auf eine komplexe regionale Lage, ausgestattet mit größerem Vertrauen, tieferem Wissen und einer gestärkten Fähigkeit, Einfluss zu nehmen und die Zukunft aktiv zu gestalten.
Unsere Stärke, Standhaftigkeit und Beständigkeit haben das emiratische Aufstiegsmodell weiter gefestigt."
EU: Waffenruhe ist "Schritt zurück vom Abgrund"
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnet die Waffenruhe zwischen den USA und Iran als einen "Schritt zurück vom Abgrund nach Wochen der Eskalation". Dies schaffe die dringend benötigte Gelegenheit, Drohungen zu reduzieren, den Raketenbeschuss zu beenden, die Schifffahrt wieder aufzunehmen und Raum für Diplomatie auf dem Weg zu einer dauerhaften Einigung zu schaffen, schrieb sie auf X.
Kallas teilte zudem mit, sie habe mit dem pakistanischen Außenminister Muhammad Ishaq Dar gesprochen. Die Tür für Vermittlung müsse offen bleiben, da die eigentlichen Ursachen des Konflikts weiterhin ungelöst seien. Dieses Thema wolle sie auch bei ihrer Reise nach Saudi-Arabien am Mittwoch erörtern.
US-Professor: Iran als vierte Weltmacht nach Waffenruhe
Professor Robert A. Pape vertrat bereits gestern in der New York Times die These, dass sich Iran neben den USA, China und Russland zu einem vierten globalen Machtzentrum entwickelt, das durch die Kontrolle über die Straße von Hormus an geopolitischem Einfluss gewinnt.
Heute hat er sich nach der Waffenruhe wieder über X gemeldet:
"Hier ist der von Trump als akzeptabel befundene Zehn-Punkte-Friedensplan, der nun kursiert. Eine gewaltige strategische Niederlage für die USA, der größte Verlust seit Vietnam. Er verdeutlicht den Aufstieg Irans zur vierten Weltmacht."
Iran setzt im Waffenruhe-Deal eigene Bedingungen durch – USA ziehen mit
Wie erwartet beeilten sich beide Seiten, den Sieg nach dem Beschluss einer zweiwöchigen Waffenruhe zu verkünden. Laut US-amerikanischer Darstellung zahlte sich Trumps rücksichtsloser außenpolitischer Ansatz aus: Er zwang Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus, ohne zuvor einen umfassenden Waffenstillstand zu sichern. In Iran gilt hingegen, dass Trump kapituliert hat. Tatsache bleibt, dass der Zehn-Punkte-Plan Irans als Basis der Verhandlungen von den USA angenommen wurde.
Was steht im Zehn-Punkte-Plan? Dieser sieht demnach Reparationszahlungen und die Aufhebung aller Primär- und Sekundärsanktionen gegen Iran vor. Außerdem soll Teheran künftig Uran für sein Atomprogramm anreichern dürfen. Straße von Hormus wird wieder geöffnet. Aus Teheran hieß es allerdings, das Friedensabkommen sehe eine Koordination der Schifffahrt durch die Straße von Hormus durch das iranische Militär vor – was dem Land eine "einzigartige wirtschaftliche und geopolitische Stellung" verschaffen würde.
Hinzu kommt die Forderung nach einem Abzug der US-Truppen aus ihren Stützpunkten in der Region. Die Reichweite der iranischen Raketen war kein Teil des Zehn-Punkte-Plans.
Israels Oppositionsführer wirft Benjamin Netanjahu politisches Versagen vor
Jair Lapid hat die Waffenruhe scharf kritisiert und Ministerpräsident Netanjahu "politisches Versagen" vorgeworfen.
"Eine solche politische Katastrophe hat es in unserer gesamten Geschichte noch nicht gegeben. Israel saß nicht einmal mit am Tisch, als über Fragen entschieden wurde, die den Kern unserer nationalen Sicherheit betreffen", schrieb Lapid auf X.
"Das Militär hat alles umgesetzt, was von ihm verlangt wurde, und die Bevölkerung hat eine bemerkenswerte Widerstandskraft gezeigt. Doch Netanjahu hat politisch und strategisch versagt und keines der Ziele erreicht, die er selbst gesetzt hat", so Lapid weiter.
"Es wird Jahre dauern, den politischen und strategischen Schaden zu beheben, den Netanjahu durch Arroganz, Fahrlässigkeit und mangelnde strategische Planung verursacht hat", fügte er hinzu.
Trump deklariert Waffenstillstandsabkommen als Sieg für Washington
Bedingt überraschend wertet die Trump-Administration das seitens Pakistans vermittelte Waffenstillstandsabkommen als unmissverständlichen Sieg für Washington.
US-Präsident Trump ließ daher am frühen Morgen auf Truth Social folgenden Beitrag veröffentlichen:
"Ein großer Tag für den Weltfrieden! Iran will, dass es endlich geschieht – sie haben genug davon! Und alle anderen auch! Die Vereinigten Staaten von Amerika werden bei der Bewältigung des zunehmenden Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus helfen. Es wird viele positive Maßnahmen geben! Es wird viel Geld verdient werden."
Wörtlich heißt es weiter, Iran könne nun "mit dem Wiederaufbau beginnen", da "dies das goldene Zeitalter des Nahen Ostens werden" könnte, "genau wie wir es derzeit in den USA erleben". Trump betonte jedoch anmahnend:
"Wir werden Vorräte aller Art bereitstellen und einfach 'dabeistehen', um sicherzustellen, dass alles reibungslos verläuft. Ich bin zuversichtlich, dass dies der Fall sein wird."
Netanjahu: Waffenstillstand zwischen USA und Iran gilt nicht für den Libanon
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte laut Medienberichten, dass der am Dienstagabend vereinbarte zweiwöchige Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran den Libanon nicht einbeziehe.
Die andauernden Luftangriffe der IDF-Kräfte auf Ziele im Süden des Nachbarlandes würden unvermindert fortgesetzt, so Informationen des Büros des Ministerpräsidenten.
Die israelische Zeitung Haaretz meldete unter Berufung auf eine ungenannte Quelle, dass die Netanjahu-Administration sich Sorgen über den ausgehandelten Deal mache, dies auch aufgrund der Tatsache, nicht in die Gespräche involviert gewesen zu sein.
Am Morgen erfolgte erneut eine Warnung der IDF über einen X-Beitrag, der die Bewohner "von Tyros, insbesondere in Shabriha (Al-Abbasiya)" vor Angriffen zum Verlassen der Region aufforderte.
Teheran akzeptiert Waffenruhe – Trump zitiert Erklärung auf Truth Social
Teheran reagierte im Verlauf der Nacht auf die jeweiligen Erklärungen aus den USA und Pakistan zum Thema eines Waffenstillstandsabkommens.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi informierte in einem X-Beitrag über die Entscheidungen seitens der iranischen Regierung. So heißt es in der offiziellen Mitteilung:
"Wenn die Angriffe gegen Iran eingestellt werden, werden unsere mächtigen Streitkräfte ihre defensiven Operationen einstellen.
Für einen Zeitraum von zwei Wochen wird eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus möglich sein, in Abstimmung mit den Streitkräften Irans und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen."
Einleitend hatte Araghtschi dem pakistanischen Premierminister Sharif für seine Bemühungen als Vermittler in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran gedankt.
Trump zitiert Erklärung Teherans auf Truth Social
Das Presseteam von US-Präsident Donald Trump zitierte kurze Zeit nach Veröffentlichung den X-Beitrag des iranischen Außenministers Araghtschi zum Thema eines Waffenstillstands zwischen den USA und Iran.
In dem Beitrag heißt es lediglich:
"Offizielle Erklärung Irans"
Nahostkrieg verschärft Energiekrise in Deutschland – Spritpreise steigen weiter
Der Krieg im Nahen Osten treibt die Kraftstoffpreise in Deutschland auf neue Rekordwerte. Diesel und Super E10 erreichten in den Tagen nach Einführung der neuen Spritpreisregelung jeweils neue Höchststände. Zu Ostern lag der Durchschnittspreis für Diesel bei fast 2,50 Euro pro Liter, Super E10 kostete 2,19 Euro.
Über die Folgen des Krieges in Nahost für den Ölmarkt sowie über die politischen Reaktionen auf die Energiekrise sprach die Leiterin des Gorki-Zentrums in Sankt Petersburg, Dr. Karin Kneissl mit RT DE.
Axios: Erste Verhandlungsrunde zwischen den Kriegsparteien für 10. April in Islamabad angesetzt
Laut Axios wird die erste Runde der Verhandlungen zwischen den USA und Israel einerseits und Iran andererseits am 10. April im pakistanischen Islamabad stattfinden. Das staatliche Fernsehen Irans hat inzwischen bestätigt, dass direkte Verhandlungen stattfinden werden und gibt "innerhalb von 15 Tagen" als Zeitrahmen an.
New York Times: US-Angriff ist gestoppt
Die New York Times meldet, dass das US-Militär den bereits angelaufenen Angriff auf Iran nach Verkündung des Waffenstillstands durch Donald Trump gestoppt habe.
Tasnim bestätigt vereinbarte Waffenruhe
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim bestätigt, dass zwischen den USA und Israel einerseits und Iran andererseits ein zweiwöchiger Waffenstillstand vereinbart wurde. Zuvor hatte CNN unter Berufung auf einen Beamten im Weißen Haus berichtet, dass Israel der Waffenruhe zugestimmt habe.
Donald Trump kündigt Aussetzung des Angriffs auf Iran und zweiwöchigen "beidseitigen Waffenstillstand" an
US-Präsident Donald Trump hat kurz vor dem Ablauf der Frist seines Ultimatums in einem Post auf Truth Social erklärt, dass er den Bitten Pakistans auf eine zweiwöchige Verlängerung der Frist nachkommt.
Wörtlich heißt es in der Nachricht Trumps:
"Nach Gesprächen mit Premierminister Shehbaz Sharif und Feldmarschall Asim Munir aus Pakistan, in denen sie mich baten, die heute Abend geplante Zerstörungskraft gegen den Iran zurückzuhalten, und unter der Voraussetzung, dass die Islamische Republik Iran der VOLLSTÄNDIGEN, SOFORTIGEN und SICHEREN ÖFFNUNG der Straße von Hormus zustimmt, stimme ich zu, die Bombardierungen und Angriffe auf den Iran für zwei Wochen auszusetzen. Dies wird ein beidseitiger Waffenstillstand sein!"
Ob Teheran dem "beidseitigen Waffenstillstand" und der Öffnung der Straße von Hormus zugestimmt hat, ist zur Stunde allerdings nicht klar.
Seine Entscheidung begründete der US-Präsident mit den folgenden Worten:
"Der Grund dafür ist, dass wir alle militärischen Ziele bereits erreicht und übertroffen haben und bei den Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen zum langfristigen Frieden mit dem Iran und zum Frieden im Nahen Osten weit fortgeschritten sind."
Grundlage der Verhandlungen soll laut Trump der neueste 10-Punkte-Vorschlag werden, den Iran vorgelegt hat:
"Wir haben einen Zehn-Punkte-Vorschlag vom Iran erhalten und sind überzeugt, dass er eine tragfähige Verhandlungsgrundlage bietet. Fast alle Streitpunkte der Vergangenheit wurden zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran beigelegt, doch die zweiwöchige Frist ermöglicht die Finalisierung und Umsetzung des Abkommens. Im Namen der Vereinigten Staaten von Amerika, als Präsident und zugleich als Vertreter der Länder des Nahen Ostens, ist es mir eine Ehre, dass dieses langjährige Problem kurz vor einer Lösung steht."
7.04.2026 22:00 Uhr
Golfstaaten bereiten sich auf die Nacht vor
Der Hafen Khalifa bin Salman in Bahrain wird seine Tätigkeit in der Nacht einstellen, wenn Trump seine Angriffe gegen den Iran angekündigt hat.
"Operationen im Hafen Khalifa bin Salman werden früh am 8. April vorübergehend eingestellt. Wir werden unsere Tätigkeit kontinuierlich an die Umstände anpassen und haben schon in den vergangenen Wochen unsere Arbeit eingestellt, wenn das nötig war", erklärte APM Terminals Bahrain.
Kuwait hat seine Bürger aufgefordert, von Mitternacht Ortszeit bis 3 Uhr morgens am Mittwoch zu Hause zu bleiben, als "Vorsichtsmaßnahme".
Pakistans Premier bittet Trump, das Ultimatum um zwei Wochen zu verlängern
In einer Nachricht auf X wandte sich der pakistanische Premier Shehbaz Sharif an Donald Trump und bat um Verlängerung des Ultimatums. Pakistan agiert derzeit als Vermittler zwischen Iran und den Vereinigten Staaten.
"Diplomatische Bemühungen um eine friedliche Beilegung des laufenden Kriegs im Nahen Osten schreiten stetig, stark und mächtig voran, mit dem Potenzial, in naher Zukunft bedeutende Ergebnisse herbeizuführen. Um der Diplomatie zu erlauben, ihren Lauf zu nehmen, bitte ich Präsident Trump ernsthaft, das Ultimatum um zwei Wochen zu verlängern. Pakistan bittet die iranischen Brüder ebenso ernsthaft, als Geste des guten Willens für die entsprechende Zeit von zwei Wochen die Straße von Hormus zu öffnen. Wir drängen auch alle kriegführenden Parteien, überall für zwei Wochen eine Waffenruhe einzuhalten, um der Diplomatie zu erlauben, eine abschließende Beendigung des Krieges zu erreichen, im Interesse eines langfristigen Friedens und der Stabilität in der Region."
Iran hat bisher eine Waffenruhe abgelehnt und zielt auf eine endgültige Regelung des Konflikts ab.
Trump attackiert Merz wegen deutscher Haltung zum Iran-Krieg
Donald Trump hat die Haltung Deutschlands im Krieg gegen Iran scharf kritisiert. Bei einer Pressekonferenz stellte er das Verhältnis zu Bundeskanzler Friedrich Merz infrage, nachdem dieser erklärt hatte, Deutschland sei nicht Teil dieses Krieges. Zuvor hatte Trump die NATO-Staaten aufgefordert, die USA im Konflikt mit Iran und bei der Freigabe der Straße von Hormus zu unterstützen.
In Deutschland stößt der Kurs Washingtons jedoch auf Kritik. Der Berliner AfD-Abgeordnete Gunnar Lindemann sagte im Interview mit RT DE, Europa und die USA verträten in der Iran-Frage keine gemeinsame Linie mehr. Er forderte den Abzug der US-Truppen aus Deutschland, um das Land nicht weiter in den Nahostkonflikt hineinzuziehen, und sprach sich für eine diplomatische Lösung sowohl im Iran- als auch im Ukraine-Krieg aus.
Libanon: Fischer dürfen nicht mehr fischen
Die israelische Besatzungsmacht hat für die gesamte libanesische Küste von der israelischen Grenze liegt bis hinauf nach Tyros eine No-go-Zone für Schiffe verhängt, auf einer Tiefe von 20 Seemeilen.
Das bedeutet: Alle Fischer der Küstenregion können ihrem Lebensunterhalt nicht mehr nachgehen. Es ist zu erwarten, dass Fischerboote von den Israelis gnadenlos beschossen werden, so wie sie es all die Jahre über auch im Gazastreifen gehalten haben. Dort kamen zahlreiche Fischer durch diesen Beschuss ums Leben.
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums hat der israelische Einmarsch, der vor über einem Monat begonnen hatte, inzwischen 1.530 Todesopfer gefordert.
Menschenkette auch auf einer der weltweit ältesten Brücken
Die alte Brücke von Dezful ist die große Sehenswürdigkeit dieser Stadt in der iranischen Provinz Chusestan. Sie wurde etwa im Jahr 260 von den Sassaniden erbaut, nach dem Sieg von Schapur I. über den römischen Kaiser Valerian. 70.000 römische Kriegsgefangene sollen den Bau errichtet haben.
Dennoch ist die Brücke kein Produkt römischer, sondern iranischer Architektur; sie ist bis heute in Gebrauch und überspannt den Fluss Dez auf 370 Metern Länge.
Auch auf dieser Brücke steht heute Nacht eine Menschenkette, um sie vor Angriffen zu schützen. Leider zeigt die Erfahrung aus dem Jugoslawienkrieg, dass sich die USA von solchen Maßnahmen selten abhalten lassen.
Trotz einer Warnung der Regierung, es könnte lebensgefährlich sein, sammeln sich auch rund um Kraftwerke Hunderte von Menschen.
Ökonomische Folgen des Iran-Kriegs: Jack Rasmus warnt vor "finanziellem Desaster" für USA
Wirtschaftsprofessor Jack Rasmus warnt im Gespräch mit RT vor einem finanziellen Desaster für die USA: Nach Einschätzung des Experten treiben die astronomischen Verteidigungsausgaben das Haushaltsdefizit weit über die Zwei-Billionen-Marke.
Parallel dazu drohte US-Präsident Donald Trump Teheran nach Ablauf seines Ultimatums mit dem "Untergang einer ganzen Zivilisation" und kündigte für die Nacht massive Angriffe an, wenn bis zum Fristende um 20 Uhr Washingtoner Zeit (02.00 Uhr MESZ) die Straße von Hormus nicht geöffnet wird. Während Trump das Ende von "47 Jahren Erpressung" heraufbeschwört, meldet Iran den Abschuss mehrerer US-Drohnen und Marschflugkörper über eigenem Staatsgebiet.
UN-Menschenrechtskommissar: Trumps Drohungen "übelkeiterregend"
Der UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk erklärte, Drohungen, eine ganze Zivilisation auszulöschen, seien "übelkeiterregend", und rief andere Länder auf, bei der Deeskalation des Konflikts zu helfen.
"Derartige Drohungen auszuführen ist das ernsteste Völkerrechtsverbrechen", sagte er. "Bedrohungen, die unter der Zivilbevölkerung Furcht und Schrecken verbreiten, sind inakzeptabel und müssen sofort enden."
Weißes Haus: "Nur Trump weiß, wie die Lage mit Iran aussieht"
Das Weiße Haus hat Donald Trumps Forderung bekräftigt, dass Iran innerhalb der nächsten sieben Stunden eine Einigung erzielen müsse, und erklärt, nur der US-Präsident wisse, wie er reagieren werde, falls Teheran dieser Forderung nicht nachkomme.
"Das iranische Regime hat bis 20 Uhr Eastern Time [2 Uhr deutscher Zeitrechnung] Zeit, sich der Situation zu stellen und eine Einigung mit den Vereinigten Staaten zu erzielen", sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses Karoline Leavitt Al Jazeera.
"Nur der Präsident weiß, wie die Lage ist und was er tun wird", fügte sie hinzu.
Schutz gegen US-Bomben: Iraner bilden Menschenketten um Kraftwerke und Brücken
Am Dienstag haben Tausende iranische Bürger Menschenketten um Kraftwerke und Brücken gebildet. Die Aktion erfolgt unmittelbar vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump, der gedroht hat, Iran "zurück in die Steinzeit" zu bomben, sollte die Blockade der Straße von Hormus nicht bis zum Abend beendet werden.
Trump hatte den Tag im Vorfeld als "Kraftwerks- und Brückentag" bezeichnet und damit gedroht, in der Nacht gezielt die Energieversorgung sowie die Verkehrsinfrastruktur – insbesondere die Brücken – des Landes zu zerstören. Des Weiteren schrieb der US-Präsident auf Truth Social, dass er sich über die Konsequenzen keine Sorgen mache. Sollte Iran sich diesem Ultimatum nicht beugen, werde noch in dieser Nacht eine "ganze Zivilisation sterben" und nie mehr zurückkehren, drohte er weiter.
"Sagen Sie nein!" – Tucker Carlson ruft zu Befehlsverweigerung auf angesichts nuklearer Drohung
Angesichts des verbissenen Widerstands der Iraner scheint das Weiße Haus immer verzweifelter zu werden und droht nun schon kaum verschleiert mit dem Einsatz der Atomwaffe.
Nur einen Tag vor der Nachricht von US-Präsident Donald Trump, dass nach Ablauf des Ultimatums "eine ganze Zivilisation sterben" werde, "um nie mehr wiederzukehren", warnte US-Journalist Tucker Carlson in seiner jüngsten Sendung vor einer solchen Entwicklung, da die Eskalationsdynamik klar zeige, dass Iran konventionell nicht besiegt werden kann.
Die gesamte Sendung von Tucker Carlson können Sie hier auf YouTube sehen.
Bericht: Iran hat laut Vermittlern noch über 15.000 Raketen
Schon bevor Iran die direkten diplomatischen Beziehungen zu den USA nach den wüsten Drohungen Donald Trumps abbrach, hatte Teheran in den von Pakistan vermittelten Verhandlungen auf einer harten Linie beharrt und keinerlei Anzeichen von Nachgeben gezeigt. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen aus Vermittlerkreisen.
"Teheran teilte Pakistan, das die Gespräche vermittelt, mit, dass es sich im Vorteil sehe und weiterhin über 15.000 Raketen und 45.000 Drohnen verfüge, so Vermittler und eine mit der Angelegenheit vertraute Person", schreibt die US-Zeitung.
Vermittler erklärten dem Blatt, die Zahlen seien wahrscheinlich übertrieben, spiegelten aber die unnachgiebige Verhiandlungsposition Irans wider. Iran drohte laut Vermittlern und den iranischen Revolutionsgarden mit groß angelegten Vergeltungsschlägen gegen Golfstaaten sowie gegen die israelische Energieinfrastruktur, sollte Trump seine Drohungen umsetzen und wie angekündigt Irans Kraftwerke und Brückern in der Nacht massiv bombardieren.
"Bevor Trump uns in den Dritten Weltkrieg stürzt" – Demokraten appellieren an Republikaner
Chuck Schumer, der ranghöchste Demokrat im Senat, bezeichnete Donald Trump als "extrem kranken Menschen". Anlass war Trumps jüngster Beitrag auf Truth Social, in dem er erklärte, "eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen", falls Iran die Frist zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus nicht einhalte, die am Mittwoch um 00.00 Uhr GMT abläuft.
"Jeder Republikaner, der sich weigert, mit uns gegen diesen sinnlosen Krieg zu stimmen, trägt die volle Verantwortung für die Folgen dessen, was auch immer das hier sein soll", fügte Schumer hinzu.
Auch andere Demokraten kritisierten Trumps jüngste Äußerungen scharf. "Die Auslöschung einer Zivilisation zu fordern, ist ein Kriegsverbrechen", erklärte der Abgeordnete des Repräsentantenhauses Jason Crow: "Wie ich bereits mehrfach gesagt habe, darf unser Militär nur rechtmäßigen Befehlen folgen. Jeder US-Amerikaner mit Gewissen muss dies verurteilen", fügte er hinzu.
Als "pure Bosheit" bezeichnete der Abgeordnete Jim McGovern die Drohungen des US-Präsidenten. "Die völkermörderische Drohung des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Kriegsverbrechen zu begehen, ist nach Bundes- und Völkerrecht illegal", gab McGovern zu bedenken.
Die Demokraten wollen im Kongress offenbar erneut versuchen, Trumps Irankrieg per Beschluss zu beenden. Hakeem Jeffries, Fraktionschef der Demokraten im Repräsentantenhaus, erklärte am Dienstagmorgen, dass seine Partei eine weitere Abstimmung über einen Beschluss zur Eindämmung des Einsatzes militärischer Gewalt in Iran erzwingen werde.
"Wir brauchen nur noch ein oder zwei Republikaner, und ich glaube, wir sind auf dem besten Weg, das zu erreichen", sagte Jeffries. "Der Kongress muss diesen rücksichtslosen Krieg in Iran sofort beenden, bevor Donald Trump uns in den Dritten Weltkrieg stürzt. Es ist an der Zeit, dass jeder einzelne Republikaner seine patriotische Pflicht über die Partei stellt und diesem Wahnsinn ein Ende setzt", forderte Jeffries.
Sollte der Beschluss wie von den Demokraten erhofft durchgehen, bliebe er wahrscheinlich trotzdem ein symbolischer Akt. Denn als Nächstes müsste der Senat zustimmen, und selbst dann könnte Präsident Trump noch ein Veto dagegen einlegen. Um das zu überwinden, bräuchten die Demokraten eine Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern. Das gilt aktuell mehr als unwahrscheinlich.
Vizepräsident Mohammad Reza Aref: Iran fürchtet Trumps Drohungen nicht
Mohammad Reza Aref, Irans Erster Vizepräsident, erklärte, die iranische Zivilisation habe die "Illusionen" ihrer Feinde seit Jahrtausenden überwunden, nachdem US-Präsident Trump in den sozialen Medien gedroht hatte, die iranische Zivilisation nach Ablauf eines Ultimatums heute Nacht auszulöschen.
"Iran lässt sich von Trumps Drohungen nicht einschüchtern", sagte Aref. "Unsere Antwort auf die Brutalität des Feindes sind Standhaftigkeit und das Vertrauen in die innere Stärke der iranischen Nation."
JD Vance droht indirekt mit Einsatz von Atombombe und Donald Trump legt nach
US-Vizepräsident JD Vance warnte am Dienstag, dass die USA im Krieg gegen Iran über Instrumente verfügten, die bisher noch nicht zum Einsatz gekommen seien. Zugleich zeigte er sich "zuversichtlich", dass Verhandlungen einen Einsatz dieser Instrumente verhindern würden.
"Sie müssen wissen, dass wir Mittel in unserem Arsenal haben, über deren Einsatz wir bisher noch nicht entschieden haben. Der Präsident der Vereinigten Staaten kann beschließen, sie einzusetzen, und er wird beschließen, sie einzusetzen, wenn die Iraner ihr Verhalten nicht ändern", fügte er hinzu.
Trump hatte Teheran ein Ultimatum zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gesetzt, das am Mittwoch um 00.00 Uhr GMT abläuft. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben, um nie mehr wiederzukehren", kündigte Trump an, sollte sich Iran nicht dem Ultimatum beugen.
Tucker Carlson: Nehmt Trump die Codes für Atomwaffen weg!
Der konservative US-Journalist und Kommentator Tucker Carlson hält die Zeit für gekommen, "Nein zu sagen, ein klares Nein, und es dem Präsidenten direkt ins Gesicht zu sagen". Wie das Wall Street Journal berichtet, rief Carlson alle US-Beamten dazu auf, sich jedem möglichen Versuch Donald Trumps zu widersetzen, Massenangriffe zu starten, bei denen iranische Zivilisten getötet würden.
"Diejenigen, die in direktem Kontakt mit dem Präsidenten stehen, müssen sagen: Nein, ich werde zurücktreten. Ich werde alles tun, was mir rechtlich möglich ist, um das zu verhindern, denn das ist Wahnsinn. Und sollte ich den Befehl erhalten, werde ich ihn nicht ausführen. Findet die Codes auf dem Football selbst heraus, denn im Moment steht alles auf dem Spiel", zitiert die US-Zeitung den 56-Jährigen.
Als "Football" wird der US-Atomkoffer bezeichnet, den ein Militärangehöriger stets in der Nähe des Präsidenten mit sich führt. Der Aktenkoffer enthält die Codes für einen Einsatz von Atomwaffen. "Das ist keine Hysterie. Das ist zu 100 Prozent real", bekräftigte Carlson seinen Aufruf.
Das Weiße Haus hatte am Dienstag diejenigen als "Vollidioten" bezeichnet, die behaupten, Vizepräsident JD Vance habe mit einer Aussage den Einsatz von Atombomben impliziert, sollte Teheran das von Trump gesetzte Ultimatum verstreichen lassen, das heute Nacht ausläuft. Konkret hatte Vance Reportern gesagt: "Sie müssen wissen, dass wir Mittel in unserem Arsenal haben, über deren Einsatz wir bisher noch nicht entschieden haben. Der Präsident der Vereinigten Staaten kann beschließen, sie einzusetzen, und er wird beschließen, sie einzusetzen, wenn die Iraner ihr Verhalten nicht ändern."
Weißes Haus weist Spekulation um Atombombeneinsatz zurück
Das Weiße Haus dementiert, dass Äußerungen von Vizepräsident JD Vance zu Militäroperationen im Iran irgendeine Andeutung auf einen US-Atomangriff gegen die Islamische Republik enthielten.
Nachdem Vance erklärt hatte, die US-Streitkräfte verfügten über Mittel, die bislang noch nicht zum Einsatz kamen und deren Einsatz Trump beschließen könnte, um sein drastisches Ultimatum durchzusetzen, schrieb das Weiße Haus auf X: "Nichts, was der Vizepräsident hier gesagt hat, impliziert so etwas, ihr Vollidioten."
Der Beitrag war eine Antwort auf einen Beitrag eines Accounts, der mit der ehemaligen Vizepräsidentin Kamala Harris in Verbindung steht und in dem behauptet wurde, Vance habe angedeutet, Trump "könnte Atomwaffen einsetzen".
Harris steht mit ihrer Befürchtung offenbar nicht allein. Wie der Guardian berichtete, habe die "Schärfe von Trumps Drohungen, gepaart mit seiner wachsenden Verzweiflung, einen Ausweg aus dem Konflikt zu finden", die Befürchtung verstärkt, dass ein "unberechenbarer Präsident versuchen könnte, eine Atomwaffe einzusetzen".
Zuvor hatte Trump am Montag seine Drohung gegen Iran bekräftigt: "Das ganze Land kann in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte schon morgen sein."
Nach dem US-amerikanischen System hat der US-Präsident die alleinige Befugnis, einen Atomangriff anzuordnen. Dazu würde er eine Sicherheitskonferenz des Nationalen Militärkommandos einberufen, an der in der Regel hochrangige Beamte wie der Verteidigungsminister und der Oberbefehlshaber der Streitkräfte teilnehmen würden.
Ein dem Präsidenten stets nahestehender Militärberater würde den "Atomkoffer" öffnen, einen Aktenkoffer, der die Optionen für einen Atomangriff sowie die Codes zur Bestätigung der präsidialen Befugnis enthält. Der Befehl könnte nur dann gestoppt werden, wenn die Befehlshaber ihn für illegal erklären.
Die Zeitung zitiert den US-Nuklearwaffenexperten Jeffrey Lewis, der sagte, dass Trump zuvor Respekt vor den verheerenden Folgen eines Atomwaffeneinsatzes gezeigt habe. Lewis fügte aber hinzu: "Ich weiß nicht, wie stark dieser Respekt noch ist, wenn er gleichzeitig den Krieg und den Verstand verliert."
US-israelische Angriffe zerstören Synagoge in Teheran
US-israelische Angriffe haben in der Nacht zu Dienstag eine Synagoge in Teheran zerstört – während des jüdischen Pessach-Festes. Das Gebäude und die darin befindlichen heiligen Objekte wurden dabei fast vollständig zerstört.
Homayoun Sameh Yah Najafabadi, der Abgeordnete der jüdischen Gemeinde im iranischen Parlament, hat in einem Kommentar erklärt, dass die antizionistische Haltung der Juden in Iran Grund für diesen Angriff sei. Er ergänzte: "Die iranisch-jüdische Gemeinde verurteilt die unmenschlichen Taten des zionistischen Regimes erneut und unmissverständlich."
Iran ist Heimat der zweitgrößten jüdischen Gemeinde im Nahen Osten.
Ihre Geschichte reicht bis zur Eroberung Babylons durch den persischen König Kyros II. im Jahr 539 v. Chr. zurück.
Resolution Bahrains zur gewaltsamen Öffnung der Straße von Hormus scheitert im UN-Sicherheitsrat
Der UN-Sicherheitsrat lehnte die Resolution Bahrains ab, die die Staaten zur Koordinierung der Öffnung der Straße von Hormus aufrief. Russland und China, beide ständige Mitglieder, legten ihr Veto gegen die Resolution ein. Elf Mitglieder stimmten dafür, zwei dagegen. Pakistan, das zwischen Iran und den USA vermittelt, enthielt sich als eines von zwei Ländern der Stimme.
Irans Präsident: 14 Millionen Menschen bereit, ihr Leben zu opfern
Als Reaktion auf US-Präsident Trumps Drohungen, die Infrastruktur zu zerstören, bilden Menschen in ganz Iran Menschenketten entlang von Brücken und um Kraftwerke. Dies zeigen Videos und Fotos, die von staatlichen und anderen lokalen Medien veröffentlicht wurden.
Viele Demonstranten schwenkten Flaggen der Islamischen Republik oder hielten Plakate von Ajatollah Ali Chamenei, dem Obersten Führer, der bei einem US-israelischen Luftangriff am ersten Tag des Überfalls auf Iran getötet wurde.
Iranische Offizielle hatten zuvor dazu aufgerufen, Menschenketten um Kraftwerke und Brücken zu bilden, um diese zu schützen.
Irans Präsident Massud Peseschkian gab auf X bekannt, dass 14 Millionen Iraner auf Kampagnen staatlicher Medien und SMS reagiert hätten, die zur freiwilligen Teilnahme an diesem Kampf aufriefen – und er erklärte, er werde sich ihnen anschließen.
"Mehr als 14 Millionen stolze Iraner haben sich bisher registriert, um ihr Leben für die Verteidigung Irans zu opfern. Auch ich war, bin und werde weiterhin bereit sein, mein Leben für Iran zu geben", schreibt Peseschkian.
Teheran: Gesamte Region wird in völliger Dunkelheit versinken
"Die USA wollen die Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Iran wird sie nicht für leere Versprechungen öffnen", sagte eine hochrangige iranische Quelle gegenüber Reuters vor dem Hintergrund des US-Ultimatums, das heute Nacht ausläuft.
"Sollte die Situation außer Kontrolle geraten, werden Irans Verbündete auch die Meerenge Bab al-Mandab schließen", fügte er hinzu. Weiterhin erklärte er, dass die gesamte Region und Saudi-Arabien in völliger Dunkelheit versinken würden, sollten die USA iranische Kraftwerke angreifen.
Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) warnten zudem am Dienstag die Nachbarländer und erklärten, die Reaktion werde "über die Region hinausgehen", sollten die USA rote Linien überschreiten. Iran werde die USA und ihre Verbündeten "jahrelang von den Öl- und Gasvorkommen der Region abschneiden" und seine Angriffe auf die gesamte Golfregion ausweiten, sollte Trump seine Drohung wahr machen, so die Revolutionsgarden.
Nach Trump-Drohung: Iran kappt alle Kommunikationskanäle zu den USA
Nach der jünngsten Drohung des US-Präsidenten, die iranische Zivilisation auszulöschen, hat Teheran nach Angaben von Reuters alle diplomatischen und indirekten Kommunikationskanäle zu den USA abgebrochen und die Aussetzung jeglichen Nachrichtenaustauschs angekündigt.
Laut der New York Times hat Teheran Pakistan mitgeteilt, dass es nicht mehr an den Gesprächen teilnehmen werde, die von Islamabad zwischen den verfeindeten Parteien vermittelt worden waren.
Marjorie Taylor Greene fordert Amtsenthebung von Trump nach dessen "wahnsinniger" Drohung
Die ehemalige US-Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene, die einst zu den entschiedensten Verteidigerinnen vom Trump im Repräsentantenhaus gehört hatte, verurteilte vehement die jüngste Drohung des US-Präsidenten, die iranische Zivilisation auszulöschen.
"Auf Amerika ist noch nie eine Bombe gefallen. Wir können nicht eine ganze Zivilisation auslöschen. Das ist böse und Wahnsinn", schrieb Taylor Greene auf X. Sie forderte außerdem, den 25. Zusatzartikel zur US-Verfassung anzuwenden, um Trump des Amtes zu entheben.
Auch Abgeordnete der Demokratischen Partei forderten in den letzten Tagen die Anwendung des 25. Zusatzartikels und verurteilten Trumps Drohungen, iranische Brücken, Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur zu zerstören, was Kriegsverbrechen gleichkäme.
Droht US-Vize Vance Iran mit einer Atombombe?
US-Vizepräsident JD Vance warnte am Dienstag, dass die USA im Krieg gegen Iran über Instrumente verfügten, die bisher noch nicht zum Einsatz gekommen seien. Zugleich zeigte er sich "zuversichtlich", dass Verhandlungen einen Einsatz dieser Instrumente verhindern würden.
"Sie müssen wissen, dass wir Mittel in unserem Arsenal haben, über deren Einsatz wir bisher noch nicht entschieden haben. Der Präsident der Vereinigten Staaten kann beschließen, sie einzusetzen, und er wird beschließen, sie einzusetzen, wenn die Iraner ihr Verhalten nicht ändern", fügte er hinzu.
"Die Vereinigten Staaten sind zuversichtlich, dass sie bis zur Frist am Dienstag eine Antwort von Iran erhalten werden", sagte Vance gegenüber Reportern während eines Besuchs in Ungarn.
Trump hatte Teheran ein Ultimatum zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gesetzt, das am Mittwoch um 00:00 Uhr GMT abläuft. "Eine ganze Zivilisation wird heute Abend sterben, um nie mehr wiederzukehren", kündigte Trump an, sollte sich Iran nicht dem Ultimatum beugen.
Handelskammer sieht Russland als großen Gewinner des Iran-Kriegs
Laut Berechnungen der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer erzielt Russland durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus zuzätzliche Milliardeneinnahmen. Die Gewinne Russlands beim Export von Öl, Gas und Dünger beliefen sich auf monatlich mehr als zehn Milliarden Euro, teilte die Kammer mit. "Russland ist damit der große Gewinner des neuen Krieges im Nahen Osten", sagt der Vorstandsvorsitzende der Kammer, Matthias Schepp, der Deutschen Presse-Agentur.
Die USA hatten kürzlich die Aussetzung der Sanktionen gegen den russischen Ölsektor verlängert, um weiteren Preissteigerungen bei Treibstoffen infolge befürchteter künftiger Engpässe entgegenzuwirken.
Vor diesem Hintergrund erklärte Russlands Ministerpräsident Michail Mischustin, der Konflikt im Nahen Osten habe Moskau neue Möglichkeiten eröffnet. "Für unser Land bietet die aktuelle Situation – rein wirtschaftlich betrachtet – neue Chancen, die Finanzlage exportorientierter Branchen zu verbessern und zusätzliche Staatseinnahmen zu generieren", erklärte Mischustin auf einer Regierungssitzung.
"Unser Land ist in der Lage, die Exporte von Rohstoffen zu steigern, die aufgrund der Nahostkrise derzeit knapp sind oder in naher Zukunft knapp werden könnten, darunter auch Nahrungsmittel", so Mischustin weiter.
Russland müsse seine heimischen Verbraucher vor externen Preisschocks schützen, sagte er und nannte die jüngsten Exportverbote für Benzin und Stickstoffdünger als Beispiele für Schutzmaßnahmen. "Der Schutz des Inlandsmarktes hat für uns weiterhin oberste Priorität", betonte Mischustin.
Vance: Angriffe auf iranische Insel Charg stellen keinen Strategiewechsel dar
Die jüngsten US-Angriffe auf die iranische Insel Charg stellten keine Änderung der amerikanischen Strategie dar, sagte US-Vizepräsident JD Vance am Dienstag laut Reuters.
"Wir wollten einige militärische Ziele auf der Insel Charg angreifen, und ich glaube, das haben wir getan", sagte Vance. "Wir werden keine Energie- und Infrastrukturziele angreifen, bis die Iraner entweder einen Vorschlag unterbreiten, den wir unterstützen können, oder gar keinen", fügte er hinzu.
"Ich glaube nicht, dass die Nachrichten von der Insel Charg … eine Strategieänderung oder irgendeine Änderung seitens des Präsidenten der Vereinigten Staaten darstellen", so der US-Vize.
Ein US-Beamter teilte Reuters separat mit, dass die Angriffe auf Charg nur militärischen Zielen gegolten hätten und daher keine Auswirkungen auf die Ölinfrastruktur gehabt hätten.
Mehrere Nachrichtenagenturen hatten am Dienstagvormittag über Explosionen auf der iranischen Insel Charg berichtet. Über die Insel wickelt Iran den Großteil seiner Energieexporte ab.
Laut Vance sei die US-Regierung zuversichtlich, bis 2 Uhr nachts (nach deutscher Zeitrechnung) eine Antwort aus Iran zu erhalten. Donald Trump fordert von Iran, bis dahin die Straße von Hormus wieder freizugeben. Andernfalls drohe dem Land die Auslöschung.
Schüsse vor israelischem Konsulat in Istanbul: Alle drei Angreifer neutralisiert
Am Dienstag hatten drei bewaffnete Männer im Istanbuler Finanzviertel Levent das Feuer eröffnet. Türkischen Medienberichten zufolge fielen die Schüsse in unmittelbarer Nähe des Gebäudes, in dem sich das israelische Konsulat befindet. Bei einem Schusswechsel mit der Polizei wurden die Angreifer neutralisiert. Zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen.
Nach Angaben von Innenminister Mustafa Çiftçi reisten die Täter mit einem Mietwagen aus İzmit an. Unter den drei Beteiligten sollen sich zwei Brüder befunden haben. Einer von ihnen habe Verbindungen zu einer religiös-extremistischen Organisation, während der andere wegen Drogendelikten polizeibekannt sei, so der Minister auf X.
Das israelische Konsulat im Bürokomplex "Yapı Kredi Plaza" ist laut Medienberichten bereits seit längerer Zeit unbesetzt. Die Ermittlungen zum Motiv der Tat dauern an.
Katar warnt: Region steht kurz vor unkontrollierbarer Eskalation
Katar warnte am Dienstag, der Krieg in Westasien stehe kurz vor einer Eskalation, die außer Kontrolle geraten könnte, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran eine Frist zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gesetzt hatte.
"Wir warnen seit 2023 davor, dass eine ungebremste Eskalation uns in eine Situation bringen wird, die nicht mehr zu kontrollieren ist. Wir sind diesem Punkt sehr nahe, und deshalb drängen wir alle Parteien, eine Lösung zu finden, um diesen Krieg zu beenden, bevor es zu spät ist", sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majed al-Ansari.
Trump: "Eine ganze Zivilisation wird heute sterben"
Der US-Präsident will offenbar den Druck auf Iran erhöhen. In einem Beitrag auf Truth Social gibt Donald Trump bekannt:
"Eine ganze Zivilisation wird heute Abend sterben, um nie mehr wiederzukehren."
Nach eigenen Angaben wünsche Trump dies nicht, aber es werde wohl so kommen.
Mit Blick auf den "kompletten und totalen Regimewechsel", indem "andere, klügere und weniger radikalisierte Köpfe die Oberhand gewinnen", könnte sich noch "etwas revolutionär Wundervolles" ereignen, erklärt Trump. Des Weiteren betont der Präsident:
"Heute Abend werden wir es erfahren – einer der wichtigsten Momente in der langen und komplizierten Geschichte der Welt. 47 Jahre Erpressung, Korruption und Tod werden ein Ende finden. Gott schütze das große Volk Irans!"
Teheran meldet forcierte Angriffe auf iranische Verkehrsinfrastruktur
Iranische Nachrichtenagenturen, wie auch zuständige Behörden, berichten über landesweite Attacken durch US-israelische Luftangriffe auf Brücken und Straßen.
Die Angriffe erstrecken sich demnach von der Hauptstadt bis in wichtige Regionen im Süden und Westen des Landes. So heißt es in einer Meldung zu Schlägen auf die Hauptstadt:
"So wurden rund um Teheran mehrere Explosionen in einem weitläufigen Gebiet gemeldet, von zentralen Stadtteilen wie Yusefabad und in der Nähe des Flughafens Mehrabad bis hin zu östlichen Stadtvierteln wie Tehranpars und Gebieten rund um den Sepah-Platz."
Das israelische Militär kommentierte dazu auf X:
"Die Luftwaffe hat vor kurzem eine Reihe umfangreicher Luftangriffe durchgeführt, die auf Dutzende von Infrastruktureinrichtungen des iranischen Terrorregimes im gesamten Iran abzielten.
In weiteren Agenturmeldungen wird berichtet, dass im Landesinneren die Infrastruktur ins Visier genommen wurde. Dazu heißt es:
"Eine Eisenbahnbrücke in der Nähe von Kaschan, nördlich der Provinz Isfahan, wurde getroffen, während eine weitere Brücke außerhalb der Stadt Ghom, südlich von Teheran, ebenfalls getroffen wurde. In Yazd, einer Wüstenstadt im Zentrum des Landes, wurden früher am Tag zwei Orte außerhalb der Stadt angegriffen."
Iranische Medien berichten über Luftangriffe auf Straßen nahe Karadsch, einer Großstadt mit ungefähr zwei Millionen Einwohnern.
Iranische Raketen lassen Tel Aviv in Abwasser versinken
Nach einem mutmaßlichen iranischen Raketenangriff auf das Zentrum Israels standen am Montag Teile der Straßen in Tel Aviv und Umgebung unter Wasser. Laut Berichten beschädigten iranische Raketen oder Streumunition die Kanalisation sowie Wasserleitungen. Dadurch trat Abwasser aus und flutete Straßen und Wohnviertel.
Einsatzkräfte arbeiteten unter Hochdruck daran, die Lecks zu schließen und Trümmer zu beseitigen. Die massiven Überflutungen erschwerten diese Bergungs- und Reparaturarbeiten jedoch erheblich.
Medien: Explosionen auf der iranischen Insel Charg
Mehrere Nachrichtenagenturen berichten am Dienstagvormittag über Explosionen auf der iranischen Insel Charg.
In den entsprechenden Beiträgen wird eine Meldung der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr News zitiert. So heißt es:
"Mehr berichtete von 'mehreren Explosionen', nannte jedoch keine weiteren Einzelheiten."
Zudem kursieren Videoaufnahmen, deren Authentizität sich bis dato nicht verifizieren lässt.
Ein Mitarbeiter des US-Mediums Axios informiert auf X:
"Das US-Militär hat Angriffe auf militärische Ziele auf der Insel Charg durchgeführt, wie ein US-Beamter mitteilte."
Paris erklärt: Wir lehnen jeden Angriff auf zivile Infrastruktur ab
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte am Dienstag die Wahrnehmungen aus Paris zu den eskalierenden Ereignissen in Iran.
Zu dem militärischen Vorgehen Washingtons und Tel Avivs gab er gegenüber dem Sender France Info zu Protokoll:
"Wir lehnen jegliche Angriffe auf zivile Infrastruktur ab."
Entsprechende Attacken samt daraus resultierender Schäden würden eine weitere Eskalation riskieren, so Barrot weiter ausführend, um zu erklären:
"Solche Angriffe leiten eine neue Phase der Eskalation und Vergeltungsmaßnahmen ein, was eine ohnehin schon besorgniserregende Lage weiter verschärft. Die Gefahr besteht darin, dass es zu einem regionalen Flächenbrand ohne Grenzen kommt."
Frankreichs Rolle bestehe aktuell darin, die "Folgen des Konflikts zu begrenzen" und die von Ländern der Region geleiteten "Vermittlungsbemühungen zu unterstützen." Barrot gab wörtlich zu Protokoll:
"Dies ist ein Krieg, den wir uns nicht ausgesucht haben und dessen Folgen wir bewältigen müssen."
Drei Tote nach Schießerei an israelischer Botschaft in Istanbul
Türkische Medien berichten über heutige Ereignisse unweit der israelischen Botschaft in Istanbul. So berichtet die Zeitung Cumhuriyet am Vormittag, dass in der Nähe des Gebäudes, in dem sich das israelische Konsulat in der Hauptstadt befindet, Schüsse zu hören waren. Weiter heißt es:
"Vor dem Gebäude, in dem sich auch das israelische Konsulat befindet, waren in Beşiktaş Schüsse zu hören. Zahlreiche Polizeieinheiten wurden zum Tatort entsandt."
Derzeit sei noch unklar, ob das Konsulat bei dem Vorfall gezielt angegriffen wurde. Das Konsulat ist seit mindestens zwei Jahren geschlossen und wahrscheinlich unbesetzt, wie ein Anwohner laut Medienberichten mitteilte.
Berichten zufolge wurden "drei Verdächtige" durch Sicherheitskräfte erschossen, zudem wurden zwei Polizisten bei dem Ereignis verletzt, so dass türkische Innenministerium bestätigend.
Zum Zeitpunkt des Vorfalls war das Konsulat nicht besetzt, teilte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums mit. Der türkische Justizminister Akin Gurlek informierte auf X, dass Ermittlungen zu Schüssen "in der Nähe des israelischen Konsulats im Istanbuler Stadtteil Beşiktaş" aufgenommen worden seien.
Der US-Sender CNN berichtet, dass israelischen Behörden von "einem beispiellosen Anstieg der Versuche, Anschläge gegen Israelis und Juden im Ausland zu verüben berichten", dies seit Beginn des Angriffskriegs der USA und Israels am 28. Februar.
IDF-Angriff zerstört siebte Brücke im Südlibanon
Die Netanjahu-Administration erklärte in den letzten Wochen mehrmals, die Region um den Fluss Litani im Südlibanon militärisch besetzen zu wollen. Ziel sei es, den Norden des Landes vom Süden abzutrennen.
In Vorbereitung einer Gaza-ähnlichen Realität rechtfertigt die israelische Armee auf X den jüngsten Zerstörungsangriff wie folgt:
"Die IDF hat einen weiteren wichtigen Übergang über den Litani-Fluss angegriffen: Bislang wurden sieben von Hisbollah-Terroristen genutzte Übergänge ins Visier genommen. Die IDF hat gestern einen weiteren wichtigen Übergang angegriffen, den Hisbollah-Terroristen nutzen, um sich vom Norden in den Bereich südlich des Litani-Flusses zu bewegen und Waffen, Raketen sowie Abschussvorrichtungen zu transportieren, um Terroranschläge gegen IDF-Truppen vorzubereiten."
Abschließend heißt es:
"Dieser Angriff reiht sich ein in sechs weitere Angriffe auf Übergänge über den Litani-Fluss, die seit Beginn der Operation 'Roaring Lion' ins Visier genommen wurden."
Im Libanon sind durch israelische Angriffe seit Ausbruch der jüngsten Eskalation vor fünf Wochen fast 1.500 Menschen getötet worden. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete in der Vorwoche, dass seit Anfang März 1.497 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. 4.639 Personen seien verletzt worden.
Trump: "Deutschland hätte Iran-Pläne geleakt"
Bei einer Pressekonferenz am Montag hat US-Präsident Donald Trump seine Kritik an der Bundesregierung verschärft.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hätten die USA das zerstörte Land unterstützt, so Trump: "Wir haben Deutschland wieder aufgebaut." Nun stoße es ihn besonders, dass Deutschland im aktuellen Konflikt mit Iran erkläre, es handele sich "nicht um unseren Krieg".
Trump fügte hinzu, er habe die deutsche Regierung bewusst nicht vorab über seine Pläne informiert. Hätte er es getan, wäre die Information durchgestochen worden.
Roter Halbmond: US-israelische Angriffe attackierten am Dienstag 17 Regionen Irans
Die Hilfs- und Rettungsorganisation Roter Halbmond berichtet am frühen Dienstagmorgen über die andauernden US-israelischen Angriffe auf das Staatsgebiet Irans.
Nach ersten Ermittlungen seien 17 zivile Gebiete "heute Morgen Ziel von Luftangriffen des zionistischen Regimes und der USA geworden", so die Formulierung auf der Plattform X.
Aufgelistet werden unter anderem fünf Bezirke der Hauptstadt Teheran, drei Städte in der Provinz Albors sowie erneute Attacken auf Petrochemie-Anlagen in der Region Buschehr.
Bei einem Luftangriff in der Provinz Albors, nordwestlich von Teheran, wurden nach Angaben der staatlichen Medien 18 Menschen getötet.
Abschließend heißt es seitens der IRGC-Presseabteilung:
"Es gibt keine Rechtfertigung für Angriffe auf Zivilisten. Das internationale humanitäre Recht hat dies ausdrücklich festgelegt – Angriffe auf wehrlose Zivilisten sind ein Kriegsverbrechen."
"Bitte bombt weiter" – Trump behauptet, Iraner flehen um US-Angriffe
US-Präsident Donald Trump sorgte am Montag für Aufsehen mit der Behauptung, die iranische Bevölkerung wünsche sich ausdrücklich, bombardiert zu werden.
Auf die Frage einer Journalistin, warum die Iraner die Zerstörung ihrer eigenen Infrastruktur befürworten sollten, entgegnete Trump, die Bürger seien "bereit, dieses Leid für ihre Freiheit zu ertragen".
Laut Trump habe man "zahlreiche Funksprüche" abgefangen, in denen Iraner angeblich flehten: "Bitte bombt weiter."
Vorsichtsmaßnahme ‒ Wichtigste Autobahnbrücke zwischen Saudi-Arabien und Bahrain vorübergehend gesperrt
Zuständige Behörden haben den Verkehr auf dem König-Fahd-Damm, der strategisch wichtigsten Autobahnbrücke, die Saudi-Arabien und Bahrain verbindet, vorübergehend eingestellt, nachdem laut einer Erklärung am Morgen auf X "in der Ostprovinz Notfallwarnungen erfolgt" waren.
Rund zwei Stunden später wurde lediglich kurz mitgeteilt:
"Wiederaufnahme des Fahrzeugverkehrs auf der König-Fahd-Brücke."
Die 25 Kilometer lange Brücke ist die einzige Straßenverbindung zwischen Bahrain und der Arabischen Halbinsel.
US-Demokratin fordert Amtsenthebungsverfahren von US-Kriegsminister Hegseth
Die US-Kongressabgeordnete und Demokratin Yassamin Ansari fordert die Absetzung von US-Kriegsminister Pete Hegseth. Die Vorwürfe lauten auf die bewusste Missachtung des Kongresses sowie die jüngsten Befehle zu "vorsätzlichen Angriffen auf die iranische Infrastruktur", wie die Politikerin auf X im Rahmen eines Videos mitteilt.
Ansari begründet ihre Forderung mit den Worten, dass der Kriegsminister "wiederholt gegen seinen Amtseid und seine Pflicht gegenüber der Verfassung verstoßen" habe und weiter:
"Hegseths rücksichtslose Gefährdung von US-Soldaten und seine wiederholten Kriegsverbrechen […] sind Gründe für eine Amtsenthebung und die Entlassung aus dem Amt."
In der Stellungnahme erklärt sie abschließend, sie werde nächste Woche einen Antrag auf Amtsenthebung gegen Hegseth im Kongress einreichen.
Ansari, eine iranisch-amerikanische Staatsbürgerin, forderte zudem das Kabinett auf, "den 25. Verfassungszusatz anzuwenden, um Trump wegen seiner 'verwirrten Äußerungen' zum Krieg seines Amtes zu entheben", zitiert das US-Portal Axios die Abgeordnete.
Teheran: Bei israelischem Angriff auf Wohnhaus auch Synagoge zerstört
Laut der halbstaatlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr wurde in der Nacht zu Dienstag bei einem Angriff auf ein Wohnhaus im Zentrum von Teheran auch eine an das Wohnhaus angrenzende Synagoge zerstört.
Dem Bericht zufolge wurden aufgrund der Enge der Straßen "rund um das getroffene Gebäude auch die Außen- und Innenbereiche der benachbarten Gebäude schwer beschädigt", so die Mitteilung.
Angaben zu Toten oder Verletzten wurden nicht gemacht. Bei dem Gebäude soll es sich um die Rafi-Nia-Synagoge handeln.
Das Judentum ist eine der offiziellen Religionen in Iran ‒ die kleine jüdische Gemeinde mit geschätzten rund 10.000 Mitgliedern gilt als zweitgrößte in der Region, nach der Türkei (rund 15.000 Mitglieder).
Teheran appelliert an Saudi-Arabien: Verkauft nicht eure Seele
Die iranische Vertretung in Riad kommentiert auf X das aktuelle politische Agieren Saudi-Arabiens im Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran.
So lautet der aus dem Persischen übersetzte Appell:
"Verkauf nicht deine Seele, verkauf nicht dein Vaterland
Deine Heimat ist Iran, verkauf deine Heimat nicht."
Trump: Deutschland kein zuverlässiger Partner
US-Präsident Donald Trump präsentierte sich gestern Abend in Washington, D.C. vor Journalisten und Fernsehkameras mit einem gefürchteten Rundumschlag aus verbalen Drohgebärden, Ankündigungen, Forderungen sowie Behauptungen.
So äußerte er im Rahmen der Pressekonferenz auch seinen speziellen Blick auf das politische Berlin:
"Dem Sieger gebührt die Beute. Und das haben wir nicht. Das haben wir in diesem Land wahrscheinlich seit hundert Jahren nicht mehr gehabt. Man betrachte den Zweiten Weltkrieg. Beim Zweiten Weltkrieg war das nicht der Fall. Wir haben beim Wiederaufbau all dieser Länder geholfen.
Wir haben Deutschland wieder aufgebaut. Wie wäre es, wenn Deutschland uns sagen würde, dass es ja nicht sein Krieg sei. Wir hatten nichts damit zu tun."
Abschließend zu diesem Punkt lautet die Bewertung des US-Präsidenten zur strategischen Partnerschaft mit dem Regierungsviertel in Berlin:
"Sie wollten, dass ich zu ihnen komme und ihnen alles erzähle, was ich mache. 'Wir wussten nichts davon'. Nun, wenn ich es ihnen erzählt hätte, hätten sie es weitergegeben, und wir wären - vielleicht - bei weitem nicht so erfolgreich."
UN-Sicherheitsrat berät über Resolution zur Straße von Hormus
Der UN-Sicherheitsrat, mit Sitz in New York, berät laut Agenturmeldungen zum Thema der in der Vorwoche verschobenen Resolution zur Straße von Hormus.
Laut Informationen aus Diplomatenkreisen wird heute über die mit einer vom Golfkooperationsrat geforderten Freigabe eines Einsatzes von Waffengewalt zum Schutz der Straße von Hormus verbundene Resolution diskutiert und abgestimmt. Weiter heißt es:
"Der jüngste Resolutionsentwurf, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, autorisiert Gewalt in der Meerenge nicht mehr ausdrücklich. Stattdessen ruft er Staaten auf, 'ihre Bemühungen, die defensiver Natur und den Umständen angemessen sind, zu koordinieren, um zur Sicherheit der Schifffahrt beizutragen, einschließlich durch die Begleitung von Handelsschiffen'."
Eine weitere Forderung lautet, dass Teheran "seine Angriffe auf Handelsschiffe beendet und jeden Versuch, den Transitverkehr oder die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu behindern, einstellt", so die demnach vorgesehene Formulierung.
Vergangene Woche war eine Abstimmung über den von Bahrain eingebrachten Resolutionsentwurf aufgrund drohender Vetos mehrmals verschoben worden.
Israelische Armee warnt iranische Bevölkerung vor Nutzung von Zügen
Al Jazeera zitiert eine IDF-Mitteilung auf dem persischsprachigen X-Account der Armee.
In der Erklärung heißt es, dass die iranische Bevölkerung "bis 21 Uhr Ortszeit (17:30 Uhr GMT) aus 'Sicherheitsgründen'" davor gewarnt wird, Züge zu benutzen. Wörtlich heißt es in der Drohung an die Zivilbevölkerung:
"Liebe Bürger, zu Ihrer eigenen Sicherheit bitten wir Sie höflich, ab sofort bis 21:00 Uhr iranischer Zeit auf die Nutzung von Zügen und auf Zugfahrten im gesamten Iran zu verzichten. Ihr Aufenthalt in Zügen und in der Nähe von Bahnstrecken gefährdet Ihr Leben."
Die von Israel ausgesprochene Warnung erfolgt parallel zu der angekündigten Frist, die US-Präsident Donald Trump Teheran für die Wiederöffnung der Straße von Hormus gesetzt hat.
Trump hat dabei dem Iran erneut mit massiven Angriffen auf zivile Infrastruktur gedroht, sollte seine Forderungen nicht erfüllt werden.
Telefonat zwischen Teheran und Doha
Die iranische Botschaft in Katar informiert über einen direkten Kontakt zwischen den politischen Führungen. So erfolgte am Abend der massiven Drohungen aus Washington noch ein Telefonat.
Dazu heißt es auf X, dass ein Telefonat zwischen Irans Außenminister, Seyyed Abbas Araghtschi, und dem Premierminister und Außenminister des Staates Katar, Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, stattfand.
Zu den Inhalten wird lediglich mitgeteilt, dass in dem Gespräch ein Austausch über "die jüngsten regionalen und internationalen Entwicklungen sowie die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern" stattfand.
Trump droht Iran mit Angriffen auf zivile Infrastruktur
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit massiven Angriffen auf zivile Infrastruktur gedroht, falls Teheran die Straße von Hormus nicht öffnet. Trump sagte, andernfalls werde Iran "keine Brücken mehr" und "keine Kraftwerke mehr" haben. Zugleich bekräftigte er, die USA würden nicht zulassen, dass Iran in den Besitz von Atomwaffen gelange.
Die iranischen Streitkräfte warnten daraufhin vor verstärkten Vergeltungsschlägen in der gesamten Region, sollte es weitere Angriffe auf zivile Ziele geben. Nach iranischen Angaben wurden zuletzt unter anderem die Scharif-Universität für Technologie sowie weitere Hochschuleinrichtungen getroffen.
Für zusätzliche Brisanz sorgen Berichte aus US-Medien, wonach Washington iranische Demonstranten über kurdische Gruppen mit Waffen versorgt haben sollen.
6.04.2026 21:51 Uhr
Angriff auf KI-Anlage in Abu Dhabi geplant?
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldet, die "Stargate"-KI-Anlage in Abu Dhabi könnte ein Ziel für die Angriffe der iranischen Revolutionsgarde darstellen.
Diese KI-Anlage wird von OpenAI, Oracle und Nvidia gemeinsam betrieben. Sie befinde sich "innerhalb der Reichweite iranischer Raketen".
"Iran hat dies als strategisches Ziel identifiziert und erachtet sich als berechtigt, nach seinen legalen Rechten entsprechend zu reagieren", heißt es in dem Bericht.
Das Rechenzentrum der Sharif Technologischen Universität in Teheran war heute angegriffen worden. In der Universität befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs zum Glück keine Studenten, da die Universität auf Fernunterricht umgestellt hatte. Der allerdings ohne dieses Rechenzentrum nicht mehr durchführbar ist.
"Universitäten mit Bunkersprengern angreifen? Trump überschreitet jede rote Linie. Die Sharif-Universität ist kein Bunker, sie ist ein Klassenzimmer. Dieser Krieg geht viel zu weit (Kriegsverbrecher)."
Zuletzt war eine ganze Reihe iranischer Universitäten zum Ziel von Luftangriffen geworden.
Trump: Bis morgen Mitternacht können wir jede iranische Brücke zerstören
Wenn es mit Iran nicht zu einem Abkommen komme, würden bis Mitternacht alle geplanten Ziele angegeriffen.
"Ich meine die völlige Zerstörung bis Mitternacht. Und das wird in einer Zeit von vier Stunden passieren, wenn wir das wollen. Wir wollen nicht, dass das passiert."
Iran brauche jetzt bereits 20 Jahre, um auf den Stand vor dem US-Angriff zurückzukommen; aber das ginge nicht ohne "das amerikanische Genie".
Schon vor der Pressekonferenz beim Osterempfang hatte er auf die Frage, ob das nicht ein Kriegsverbrechen sei, geantwortet, die Iraner seien Tiere. Nachdem auf der Pressekonferenz dieselbe Frage erneut gestellt wurde, von der New York Times, ließ er sich erst darüber aus, dass die New York Times stetig weniger Leser habe. Die übrige Antwort lautete so:
"Wir werden nie erlauben, dass Iran Atomwaffen hat. Und wenn Sie glauben, es sei okay, dass Leute, die krank im Kopf sind, hart, schlau und krank, wirklich krank, aus politischer Sicht, wie man das auch immer sagen will, mental, das sind gestörte Leute. Wenn Sie denken, dass ich ihnen erlauben werde, und mächtig und reich, eine Atomwaffe zu haben, dann können Sie Ihren Freunden bei der New York Times sagen, das wird nicht passieren."
Glorreiche Rettungsaktion oder gescheiterter Angriff?
Die Pressekonferenz im Weißen Haus diente vor allem der Glorifizierung der Rettungsoperation in Iran. Nicht nur Präsident Donald Trump pries den Einsatz, an dem seiner Aussage nach vier Bomber, 64 Kampfflugzeuge, 48 Tankflugzeuge und 13 Rettungsflugzeuge teilgenommen haben sollen; auch CIA-Direktor John Ratcliffe und Verteidigungsminister Pete Hegseth hatten ihren eigenen Auftritt.
Trump behauptete, der Einsatz sei "historisch" gewesen. CIA-Direktor John Ratcliffe erklärte, die Suche nach dem Waffenoffizier sei wie "die Jagd nach einem einzelnen Sandkorn" gewesen.
Der iranische Sender Press TV reagierte mit einem eigenen Video.
"Nein, das war kein 'Rettungseinsatz'. Es sollte ein großer Überraschungsangriff werden – aber er lief direkt in eine iranische Falle. Genau wie Operation Adlerklaue [ein 1980 gescheiterter Versuch, US-Geiseln in der US-Botschaft in Teheran zu befreien] ist auch dies spektakulär gescheitert."
Trump: Wir haben gewonnen, wir kassieren die Gebühren
US-Präsident Donald Trump wurde auf der Pressekonferenz gefragt, ob er bereit sei, den Konflikt zu beenden, wenn Iran Gebühren für die Nutzung der Straße von Hormus erheben könne. Seine Antwort lautete:
"Was ist damit, dass wir Gebühren erheben? Das würde ich eher tun, als sie die haben zu lassen. Warum sollten wir nicht? Wir sind die Sieger. Wir haben gewonnen. Sie sind militärisch geschlagen. Das Einzige, was sie haben, ist die Psychologie – wir lassen ein paar Minen ins Wasser fallen. Wir haben ein Konzept, in dem wir Gebühren erheben."
Trump wütet, Iran trollt
Während der US-Präsident seine Drohungen gegen Iran im Verlauf des Tages gleich mehrmals bekräftigt hat, reagieren iranische Stellen nicht nur mit der Ankündigung von Vergeltungsschlägen, sondern auch durch vielfaches Trollen.
Zwischen den iranischen Botschaften in Südafrika und in Simbabwe ist ein regelrechter Trolling-Wettbewerb entbrannt. So postete die Botschaft in Zimbabwe gestern als Antwort auf die Forderung, die Straße von Hormus zu öffnen: "Wir haben die Schlüssel verloren." Darauf erwiderte die Botschaft in Südafrika: "Psst … der Schlüssel ist unter dem Blumentopf. Nur offen für Freunde."
Die Antwort auf das Ultimatum Trumps lautete nun:
"8 Uhr am Abend ist nicht so gut. Könnten Sie das auf zwischen ein und zwei Uhr am Nachmittag ändern, oder, wenn möglich, zwischen ein und zwei Uhr am Morgen?
Danke für Ihre Aufmerksamkeit für diese wichtige Angelegenheit."
Libanon: Israel bombardiert großflächig und macht ganze Dörfer dem Erdboden gleich
Bereits seit Tagen bombardiert die israelische Luftwaffe großflächig Städte, Dörfer und Siedlungen im Süden Libanons.
Das erklärte Ziel Israels ist es, mit diesen Flächenbombardierungen südlich des Flusses Litani eine dauerhafte, sogenannte "Sicherheitszone" zu errichten. Israels Finanzminister Bezalel Smotrich zufolge "muss der Litani-Fluss unsere neue Grenze zum Libanon bilden", während Verteidigungsminister Israel Katz explizit eine Rückkehr der über 600.000 geflohenen Einwohner Südlibanons ausgeschlossen hat.
Trump: Ganz Iran kann in einer Nacht ausgelöscht werden
Auf der Pressekonferenz im Weißen Haus erklärte US-Präsident Trump, der Krieg gegen Iran laufe hervorragend. Die US-Truppen könnten das ganze Land in einer einzigen Nacht "auslöschen".
"Das ganze Land kann in einer Nacht ausgelöscht werden. Und es kann sein, dass morgen Nacht diese Nacht ist."
Revolutionsgarden: Größerer Vergeltungsschlag für Mord an Nachrichtendienstchef
Die iranischen Revolutionsgarden haben angekündigt, für den Mord an ihrem Nachrichtendienstchef, Generalmajor Majid Khademi, der heute bei einem israelischen Angriff umkam, Vergeltung zu üben.
"Der bösartige und verzweifelte Feind sollte wissen, dass die Planer und Ausführenden dieses Verbrechens ein größerer Vergeltungsschlag des Nachrichtendienstes der IRGC durch die Operation 'Zerschmetternde Rache' erwartet."
Dieser Ankündigung zufolge könnte es sich sowohl um einen physischen als auch um einen Cyberangriff handeln.
Immer mehr Forderungen nach Absetzung von Trump
Die Mitteilungen Trumps über Iran haben eine ganze Welle von Forderungen ausgelöst, ihn nach dem 25. Verfassungszusatz abzulösen und durch Vizepräsident J. D. Vance zu ersetzen.
Wenig überraschend ist es, wenn demokratische Politiker wie Bernie Sanders oder der demokratische Senator Chris Murphy diese Forderung stellen:
"Wenn ich in Trumps Kabinett wäre, würde ich Ostern damit verbringen, Anwälte für Verfassungsrecht wegen des 25. Verfassungszusatzes anzurufen.
Das ist vollständig, absolut verrückt. Er hat schon Tausende getötet. Er wird noch Tausende mehr töten."
Selbst Candace Owens, die Trump im Wahlkampf sehr unterstützt hatte, erklärte jetzt:
"Das ist eine satanische Regierung. Wir alle erkennen, dass satanistische Zionisten das Weiße Haus besetzt haben, und der Kongress muss sich bewegen, um den verrückten König Trump zu entfernen. Unser aller Leben könnte davon abhängen, dass andere Länder erkennen, dass Trump in sehr schlechtem Zustand ist und von religiösen Fanatikern umgeben ist, die ihn überzeugt haben, er sei der Messias.
Wir bewegen uns in nicht kartiertem Gebiet. Die Führer weltweit müssen sich entsprechend verhalten."
Johnson und Ritter einig: US-Einsatz war keine Rettungsmission
Die vermeintliche Rettungsmission, um den Waffenoffizier einer abgeschossenen F-15 zu bergen, diente in Wirklichkeit anderen Zwecken. Dieser Überzeugung sind zumindest der Ex-CIA-Mitarbeiter Larry Johnson und der ehemalige UN-Waffeninspekteur Scott Ritter sowie eine ganze Reihe weiterer Analytiker im Netz.
Der Einsatz der beiden C-130 Herkules, die völlig zerstört wurden, sei "eine Operation zur Einnahme einer Landebahn" gewesen. "Es waren mehr als 100 Leute am Boden."
Bei den C-130 seien auch noch vier kleinere Hubschrauber MH6, sogenannte "Tiny Birds" im Einsatz gewesen, die jedoch für den Rückflug zum vermutlichen Startpunkt der ganzen Aktion in Kuwait hätten wieder aufgetankt werden müssen.
"Es gibt Gerüchte", so Johnson in einem Video vom Sonntag, "dass dieses Flugfeld zuvor von den Israelis ausgekundschaftet wurde." Allerdings bereits im Sommer vergangenen Jahres. Die mit den C-130 eingeflogenen Soldaten konnten dann, wegen eines Schadens oder wegen iranischer Angriffe, mit ihren Maschinen nicht mehr zurückfliegen. Diese Leute seien dann festgesessen und mussten von einer weiteren Spezialeinheit in mehreren umgebauten Zivilflugzeugen herausgeholt werden, da die C-130 nicht mehr flugfähig gewesen seien.
"Aber das Wichtigste ist, dass wir den Einsatz der Spezialeinheiten verbockt haben, der genutzt werden sollte, um das iranische Nuklearmaterial zu holen", sagte Scott Ritter. Er ist überzeugt davon, dass das eigentliche Ziel die Atomanlage in der Nähe von Isfahan war, nicht allzu weit entfernt von dem Ort, an dem die Wracks der C-130 liegen.
"Das war nicht nur der Auftritt des Clowns im Zirkus", so Johnson. "Das war der ganze verdammte Zirkus. Es gab die Elefanten und die Löwen und die Tiger und die Akrobaten und die Clowns. Die Geschichte, mit der wir gefüttert werden, ist also nicht die Wahrheit."
Auch der Waffenoffizier der F-15, um dessen Rettung es angeblich ging, ist auffällig. Trump selbst hatte von einem Colonel geschrieben, einem Oberst – allerdings ist das für einen reinen Waffenoffizier, der üblicherweise ungefähr den Rang des Piloten hat, ein viel zu hoher Dienstgrad.
Ritter meinte, dass die nötige Rettung dieses Waffenoffiziers die ganze Operation durcheinandergebracht hätte, habe vermutlich den Spezialeinheiten, die eingesetzt worden waren, das Leben gerettet.
Wenn diese Vermutungen stimmen – und es finden sich auch auf X beispielsweise Aussagen ehemaliger Angehöriger von Spezialeinheiten, die in dieselbe Richtung gehen –, dann war dieser Einsatz nicht nur durch den Verlust von Flugzeugen, Hubschraubern und Reaper-Drohnen sehr kostspielig, er war auch eine gigantische Niederlage. Derartige Einsätze wie einer zur Bergung des Nuklearmaterials werden monatelang geübt und lassen sich nicht im Handumdrehen reproduzieren.
Israels Verteidigungsminister: IDF hat 85 Prozent der Petrochemie Irans ausgeschaltet
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat am Montag Berichte über neue Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur am Persischen Golf bestätigt. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur "Fars" von Explosionen nahe einer Raffinerie in der Küstenstadt Asaluyeh berichtet.
Laut Katz hat die IDF einen "massiven Bombenangriff" auf die dort ansässige größte petrochemische Anlage des Landes durchgeführt. Nach der Bombardierung einer weiteren Anlage Tage zuvor seien somit zwei Standorte außer Gefecht gesetzt, die gemeinsam etwa 85 Prozent der iranischen petrochemischen Produktion abdecken, so der Minister.
Trump: Iraner "wollen Bomben hören" – iranischer Vorschlag "ist nicht genug"
Noch vor seiner für heute angesetzten Pressekonferenz hat sich US-Präsident Donald Trump erneut zum Iran-Krieg geäußert. Er erklärte, er habe sogar "schlimmere" Optionen. "Sie werden keine Brücken haben, sie werden keine Kraftwerke haben, sie werden gar nichts haben. Ich werde nicht weitergehen, denn es gibt andere Dinge, die schlimmer sind als diese beiden", erklärte er auf dem Rasen vor dem Weißen Haus beim Osterevent.
Er wiederholte nochmals seine Aussage, die USA hätten im Dezember "Gewehre" an Demonstranten in Iran geschickt.
"Wir könnten jetzt fortgehen, und sie würden 15 Jahre brauchen. um das wieder aufzubauen, was sie hatten. Wir könnten jetzt gehen, aber ich will es beenden."
Trump reagierte auch auf die an Pakistan übermittelte Antwort Irans auf den 15-Punkte-Plan für eine 45-tägige Waffenruhe.
"Sie machten einen Vorschlag, und es ist ein bedeutender Vorschlag. Ein bedeutender Schritt. Es ist nicht gut genug."
Eine besonders befremdliche Bemerkung des US-Präsidenten lautete:
"Wenn die Iraner nicht hören, dass Bomben losgehen, sind sie verärgert. Sie wollen die Bomben hören, weil sie frei sein wollen."
Jeffrey Sachs: "Indien, China und Russland müssen Trump stoppen"
In einem aktuellen Interview mit Afshin Rattansi rechnet der US-Ökonom Jeffrey Sachs scharf mit der westlichen Außenpolitik ab.
Er bezeichnet Europa als Gruppe von "Vasallenstaaten", die aus politischer Abhängigkeit und Anbiederung die Narrative Israels und der USA übernehmen, und die eigentlichen Aggressoren im Nahen Osten ausblenden.
Da er dem Westen kein Rückgrat mehr zutraut, appelliert Sachs an Indien, China und Russland. Diese "würdevollen Nationen" müssten ihre Stimme erheben, um der gefährlichen Dominanz der USA entgegenzutreten. Die "jungen" USA, die er im Vergleich der Weltzivilisationen als "Baby" bezeichnet, bräuchten die Hilfe der Weltgemeinschaft, um ihr gewaltsames Fehlverhalten endlich zu stoppen.
Iran antwortet auf US-Vorschläge zu Waffenruhe
Nach Meldung der iranischen Nachrichtenagentur IRNA hat Iran seine Antwort auf den US-Vorschlag an Pakistan weitergeleitet. Auch Axios bestätigt das unter Berufung auf einen US-Vertreter.
Die iranische Antwort soll eine Zurückweisung einer vorübergehenden Waffenruhe beinhalten und außerdem noch eine Reihe von Forderungen:
- Ende aller Kriege im Nahen Osten, auch im Libanon und in Gaza, mit Garantien;
- Abbau aller US-Stützpunkte am Persischen Golf;
- Einrichtung eines neuen Transit-Protokolls, das die iranische Kontrolle über die Straße von Hormus anerkennt und Iran erlaubt, Gebühren zu erheben;
- Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Iran;
- Anerkennung des Rechts Irans auf eine friedliche Anreicherung von Uran nach dem NPT und der Charta der Vereinten Nationen;
- Zahlung von Reparationen für die Schäden, die im Krieg erlitten wurden.
Ein US-Vertreter bezeichnete die Forderungen laut Axios in einer ersten Reaktion als "maximalistisch" und bezweifelte, ob man sich damit in Richtung einer diplomatischen Lösung bewegen könne.
Israel will den Südlibanon völlig zerstören
Bei einem israelischen Luftangriff auf die Stadt Seddiquine wurde Kahlil Ibrahim Mhanna, der Chef der libanesischen Zivilverteidigung, des staatlichen Rettungsdienstes, getötet. Die letzten Angriffe forderten noch weitere sechs Menschenleben.
Die israelische Armee geht zur großflächigen Zerstörung der libanesischen Orte über. Alle Gebäude werden unterschiedslos zerstört.
Israelische Politiker haben offen geäußert, das Ziel sei, mit dem Libanon mindestens bis zum Litani-Fluss so umzugehen wie mit dem Gazastreifen.
Malaysisches Schiff passiert Straße von Hormus
Die iranische Botschaft in Malaysia informiert über jüngste Ereignisse in der Straße von Hormus.
So heißt es im Rahmen eines zweisprachigen X-Beitrags:
"Wir hatten gesagt, dass die Islamische Republik Iran ihre Freunde nicht vergisst. Das erste malaysische Schiff passierte die Straße von Hormus."
US-israelischer Raketenangriff auf digitale Infrastruktur von Elite-Universität in Teheran
In der Nacht zu Montag haben US-israelische Luftstreitkräfte das IT- und Kommunikationszentrum der Sharif-Universität für Technologie in Teheran angegriffen. Durch die schwere Beschädigung des zentralen Rechenzentrums fielen sämtliche Webdienste aus, wodurch auch der digitale Lehrbetrieb der renommiertesten technischen Universität des Landes vollständig zum Erliegen kam.
Da erst wenige Tage zuvor die Umstellung auf Fernunterricht angekündigt worden war, hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs laut Berichten keine Studenten auf dem Campus auf. Meldungen über Opfer liegen bislang nicht vor. Einsatzkräfte begannen umgehend mit den Aufräumarbeiten.
Renommierte Hochschulen in Iran wurden in den letzten Wochen wiederholt zum Ziel von Angriffen. Bereits Ende März trafen US-amerikanische und israelische Luftschläge unter anderem die Universität Teheran sowie die Amirkabir-Universität für Technologie. Anfang April wurde zudem die Shahid-Beheshti-Universität massiv beschädigt.
Organisation Roter Halbmond berichtet über Hilfsgüterlieferungen
Die Hilfsorganisation Roter Halbmond (IRCS) berichtet auf X über die internationale Hilfe und Unterstützung für die iranische Bevölkerung seit dem Kriegsbeginn am 28. Februar.
So konnte die Organisation bereits gelieferte Hilfsgüter aus Russland, Aserbaidschan, Indien, China, Armenien, Dagestan, Turkmenistan, Tadschikistan sowie Usbekistan bestätigen. Weiter heißt es auf X:
"Wir haben keine Hilfsersuchen gestellt, und diese Hilfe ist ausschließlich auf freiwilliger Basis und über offizielle Kanäle in Abstimmung mit dem Außenministerium unseres Landes eingetroffen."
Das Video zeigt die jüngste, bereits zweite Lieferung seitens "der irakischen Bevölkerung unter Kriegsbedingungen in unserem Land", so die IRCS-Mitteilung.
Erneut Explosionen auf Irans Petrochemiekomplex Asaluyeh: keine größeren Schäden
Iranische Medienagenturen berichten über die erneute israelische Attacke auf das Gelände des wichtigen Petrochemiekomplexes Asaluyeh in der Provinz Buschehr in Iran.
Laut ersten Meldungen wurden dabei ebenfalls Gebäude von Firmen in dem mit dem South-Pars-Gasfeld verbundenen Komplex - die Unternehmen Mobin und Damavand, die die petrochemischen Anlagen mit Strom, Wasser und Sauerstoff versorgen - gezielt angegriffen.
Laut Agenturmeldungen wurde das Unternehmen South Pars Petrochemical durch die erneuten Angriffe nicht schwer beschädigt.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärt in einer Videomitteilung, dass IDF-Kräfte für den erneuten Angriff auf die Petrochemieanlage verantwortlich seien. Katz behauptet in dem Video darlegend:
"Die israelische Armee hat Irans größte petrochemische Anlage schwer getroffen. Diese wichtige Anlage macht etwa 50 Prozent der petrochemischen Produktion Irans aus. Dies folgt auf einen Angriff auf die zweitgrößte Anlage Irans in der vergangenen Woche. Infolgedessen sind jetzt beide Anlagen, die zusammen 85 Prozent der petrochemischen Produktion Irans ausmachen, außer Betrieb."
Die Nachrichtenagentur Tasnim News berichtet bestätigend, dass es innerhalb einer Stunde zu "Explosionen im Petrochemiekomplex South Pars in Asaluyeh kam", ohne Angaben zu möglichen größeren Schäden zu machen.
Das South-Pars-Gasfeld ist das größte bisher entdeckte Erdgasvorkommen. Es liegt nur zum Teil im Iran, der andere Teil befindet sich auf katarischem Gelände.
Laut Angaben lokaler Behörden richteten sich zuvor bereits die Angriffe am Samstag der Vorwoche gegen die petrochemische Sonderzone Mahshahr und weitere Industrieanlagen in der Region.
Internationale Atomenergiebehörde: Keine Schäden am Atomkraftwerk Buschehr
Die USA und Israel haben nach Angaben iranischer Staatsmedien am Samstag der Vorwoche erneut einen Luftangriff auf das Atomkraftwerk Buschehr geflogen. Welche Armee für die gezielte Attacke verantwortlich war, ist weiterhin ungeklärt.
Auf der Grundlage der "unabhängigen Analyse neuer Satellitenbilder" sowie der detaillierten Kenntnisse des Standorts meldet sich zu Wochenbeginn die "Internationale Atomenergiebehörde (IAEA)" kommentierend auf X zu Wort. So heißt es:
"Die IAEA kann bestätigen, dass es in jüngster Zeit in der Nähe des iranischen Kernkraftwerks Buschehr (BNPP) zu Einschlägen durch Militärschläge gekommen ist, darunter einer in nur 75 Metern Entfernung vom Standortgelände. Das BNPP selbst wurde nicht beschädigt, wie die Analyse der IAEA der Bilder vom 5. April zeigt."
IAEA-Generaldirektor Grossi verurteilt dabei erneut die militärischen Attacken seitens Washingtons und Tel Avivs auf nukleare Anlagen Irans. Dazu wird er mit den Worten zitiert:
"Generaldirektor Grossi bekräftigt seine Forderung an alle Parteien, die sieben unverzichtbaren Säulen zur Gewährleistung der nuklearen Sicherheit und Sicherung in Konfliktzeiten uneingeschränkt zu respektieren. Eine kerntechnische Anlage und ihre Umgebung dürften niemals angegriffen werden."
"Hände weg von Iran" – Proteste in Berlin
Mehrere Hundert Menschen versammelten sich am Sonntag in Berlin, um gegen die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten zu demonstrieren. Die Teilnehmer forderten dabei das Ende der US-israelischen Angriffe auf Iran, Libanon und den Gazastreifen.
Laut Polizeiangaben nahmen zwischen 500 und 700 Personen an der Veranstaltung teil. Die Demonstration verlief demnach weitgehend friedlich, wurde jedoch von einem starken Sicherheitsaufgebot begleitet.
Südkorea kündigt "alternative Ölversorgungswege" an
Die ungeklärte Zukunft zu den Rahmenbedingungen in der Straße von Hormus zwingt internationale politische Regierungen zum Thema Ölversorgung des Landes zu Alternativlösungen.
Ahn Do-geol, Abgeordneter der amtierenden Regierungspartei Südkoreas, wird laut Agenturmeldungen wie folgt zitiert:
"Südkorea wird fünf unter koreanischer Flagge fahrende Schiffe in den saudiarabischen Hafen Yanbu am Roten Meer entsenden, um alternative Ölversorgungswege zu erschließen und so die Unterbrechung der Lieferungen durch die Straße von Hormus zu vermeiden."
Schiffe unter südkoreanischer Flagge müssten laut dem Politiker "auf alternative Routen entsandt werden, um die Rohölversorgung über Exportrouten sicherzustellen, die die Straße von Hormus umgehen", so die Ankündigung gegenüber Reportern nach einem Treffen mit den zuständigen Behörden, darunter das Energieministerium.
Vier Tote in Haifa nach iranischem Angriff
Nach einem iranischen Raketenangriff auf die nordisraelische Stadt Haifa sind in dem betroffenen Wohnhaus laut IDF-Angaben vier Leichen entdeckt worden.
Das Ynet-Portal berichtet, dass ein älteres Ehepaar sowie dessen 40-jähriger Sohn und seine "ausländische Freundin" nach stundenlangen Bergungsarbeiten tot gefunden wurden. Dazu heißt es:
"Nach Angaben der Behörden hatten die vier offenbar versucht, im Treppenhaus des Gebäudes Schutz zu suchen, und wurden beim Einsturz des Gebäudes unter Beton begraben."
Nach offiziellen Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums wurden landesweit laut israelischen Medien ausgehend iranischer Angriffe "in den letzten 24 Stunden 163 Verletzte in Krankenhäuser gebracht".
Kuwait: Sechs Verletzte nach iranischem Luftangriff
Bei einem iranischen Luftangriff auf ein Wohngebiet in Kuwait sind nach Behördenangaben mehrere Menschen verletzt worden.
Das kuwaitische Gesundheitsministerium teilte dazu am Montagvormittag mit, dass am frühen Morgen "sechs Menschen durch herabfallende Geschosse und Trümmer in einem Wohngebiet im Norden des Landes verletzt wurden", so die Mitteilung.
Die Verletzungen wiesen laut Mitteilung "unterschiedliche Schweregrade" auf.
Neu-Delhi informiert über betroffene Schiffe in der Straße von Hormus
Ein hochrangiger, ungenannter Vertreter der indischen Regierung erklärte laut Medienagenturen, dass "sechzehn Schiffe unter indischer Flagge in der Straße von Hormus festsitzen", so die Information.
Weitere Angaben zu den Transportinhalten oder der genauen Verweildauer wurden nicht gemacht.
Netanjahu reagiert auf Ermordung von IRGC-Geheimdienstchef
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu meldete sich am Montagvormittag auf X zu Wort, um die jüngste Ermordung eines iranischen ranghohen Militärs zu kommentieren.
In dem längeren Beitrag heißt es wörtlich, das Attentat auf den Geheimdienstchef der Revolutionsgarde, Majid Khadami, rechtfertigend:
"Wer auch immer unsere Bürger ermorden will, wer auch immer Terror gegen den Staat Israel richtet, wer auch immer die iranische Achse des Bösen aufbaut – ihr Blut geht auf ihr eigenes Konto. Wir handeln mit Stärke und Entschlossenheit – wir werden jeden erreichen, der uns Schaden zufügen will. Wir werden mit voller Kraft an allen Fronten weitermachen, bis die Bedrohung beseitigt und alle Kriegsziele erreicht sind."
Die Jerusalem Post berichtete Anfang März hinsichtlich des diesbezüglichen Agierens der Netanjahu-Administration, dass laut Auswertung von IDF-Angaben zu diesem Zeitpunkt bereits "40 hochrangige iranische Kommandeure" in einer "ersten Angriffswelle" getötet worden waren.
Mit den jüngsten Anschlägen dürfte sich die Zahl auf bis zu 50 ermordete Militärs und Politiker erhöht haben.
Teheran: Vorschläge Washingtons "äußerst ehrgeizig", aber "unlogisch"
Esmail Baghaei, der Sprecher des iranischen Außenministeriums, erklärte laut arabischen Medienmeldungen, Teheran habe seine eigenen Forderungen im Zusammenhang mit "den jüngsten Vorschlägen zur Beendigung des Krieges fertiggestellt", so die iranische Nachrichtenagentur IRNA zitierend.
Baghaei ergänzte, dass Inhalte seitens der politischen Führung "erst zu gegebener Zeit bekannt gegeben" würden. Der Sprecher betonte dabei, Teheran werde sich "keinem Druck beugen", wie die Nachrichtenagentur ergänzend berichtete.
Die aktuellen Inhalte des 15-Punkte-Plans der USA bezeichnete Baghaei als "äußerst ehrgeizig", um dazu wörtlich weiter zu Protokoll zu geben:
"Vor einigen Tagen wurden über Mittelsmänner Vorschläge unterbreitet, und der 15-Punkte-Plan der USA wurde über Pakistan und einige andere befreundete Länder weitergeleitet. Solche Vorschläge sind sowohl äußerst ehrgeizig als auch ungewöhnlich und unlogisch."
Laut IRNA-Darstellung hätte der Sprecher des iranischen Außenministeriums die Vorstellung zurückgewiesen, "dass die Zusammenarbeit mit Vermittlern ein Zeichen von Schwäche sei", so die Formulierung. Weiter heißt es abschließend:
"Die Tatsache, dass die Islamische Republik Iran als Reaktion auf einen Plan ihre Standpunkte sehr schnell und entschlossen darlegt, sollte nicht als Zeichen einer Kapitulation vor dem Feind gewertet werden. Seitdem diese Diskussion aufgekommen ist, haben wir unsere Antworten formuliert. Wann immer es notwendig ist, werden wir Sie klar und deutlich informieren."
Medien: Teheran wird Straße von Hormus nicht im Gegenzug für "vorübergehenden Waffenstillstand" öffnen
Das US-Medium Axios berichtet über vermeintliche an Washington gerichtete Signale Teherans, die Inhalte über "den Rahmen eines Plans zur Beendigung der Feindseligkeiten" enthalten sollen.
Zwei wesentliche Punkte lauten demnach ein temporärer "Waffenstillstand über 45 Tage" sowie neue Regelungen zur Streitfrage der Nutzung der Straße von Hormus.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet zu den Mediengerüchten am Montagvormittag:
"Iran werde die Meerenge im Rahmen eines vorübergehenden Waffenstillstands nicht wieder öffnen, erklärte ein hochrangiger iranischer Beamter am Montag gegenüber Reuters und fügte hinzu, dass Iran bei der Prüfung des Vorschlags keine Fristen akzeptieren werde. Washington sei nicht bereit für einen dauerhaften Waffenstillstand, so der Beamte."
Nachrichtendienstleiter der Iranischen Revolutionsgarden nach Angriff getötet
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim News bestätigt die erneute Ermordung eines ranghohen Armeemitglieds durch einen gezielten IDF-Angriff. So heißt es wörtlich in der Meldung:
"Die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des IRGC gab am Montag, dem 6. April, bekannt, dass Generalmajor Majid Khadami am frühen Morgen bei einem Terroranschlag des amerikanisch-zionistischen Feindes im Rahmen des andauernden Angriffskrieges den Märtyrertod gefunden hat."
Zuvor hatte bereits die Jerusalem Post berichtet, dass der israelische Verteidigungsminister Israel Katz und die IDF-Pressestelle bestätigt hätten, dass Khadami "bei Angriffen auf das islamische Regime getötet wurde".
Laut IRGC-Mitteilung habe der ermordete Generalmajor "in fast einem halben Jahrhundert aufrichtiger und mutiger Bewahrung der Revolution, des Systems und der islamischen Heimat in den Bereichen Nachrichtendienst und Sicherheit bedeutende, nachhaltige und lehrreiche Verdienste erworben", so Tasnim News die Erklärung zitierend.
Die israelische Armee teilte am Montagmorgen laut Medienberichten mit, dass sie eine Reihe von Luftangriffen auf Ziele des iranischen Regimes in Teheran durchgeführt habe. Minister Katz wird nach der jüngsten Ermordung mit den Worten zitiert:
"Die iranischen Machthaber leben in dem Gefühl, verfolgt zu werden. Wir werden sie weiterhin einen nach dem anderen aufspüren."
IDF droht ankündigend auf X Bewohnern Beiruts mit Luftangriffen
IDF-Sprecher Avichay Adraee droht in einem Beitrag auf X, dass das israelische Militär erneut vermeintliche Infrastruktur der Hisbollah in verschiedenen Teilen des südlichen Vororts angreifen werde.
Im ersten Teil des X-Beitrags werden Bewohner von sieben Bezirken der libanesischen Hauptstadt vor direkten Angriffen gewarnt. Dazu heißt es:
"Dringende Warnung an die Bewohner der südlichen Vororte, insbesondere in den folgenden Stadtvierteln: Haret Hreik, Ghobeir, Laylaki, Haddath, Borj el-Barajneh und Tawhidat al-Ghadir."
Erneut lautet die höhnisch anmutende wörtliche Empfehlung für die betroffenen Bewohner der Bezirke:
"Die Verteidigungsarmee hat nicht die Absicht, Ihnen Schaden zuzufügen; um Ihre Sicherheit zu gewährleisten, müssen Sie daher unverzüglich das Gebiet verlassen."
Bilder von der attackierten Sharif-Universität für Technologie in Teheran
US-amerikanische und israelische Kampfflugzeuge setzen unvermindert ihre Luftangriffe auf die zivile Infrastruktur Irans fort.
So wurde aktuell auch die Sharif-Universität für Technologie in Teheran in Teilen schwer beschädigt, wie ein Video auf X belegt.
Die Bilder zeigen den Präsidenten der Universität, Massoud Tajrishi, der über die Schäden an den Gebäuden berichtet.
Aufnahmen des Portals Tehran Times sollen die Schäden nach dem nächtlichen Angriff zeigen.
Iranische Armee startete Raketenangriffe auf den Großraum Tel Aviv
Die iranische Armee reagiert auf die andauernden Bombardierungen seitens der USA und Israels mit Gegenangriffen – laut Medienberichten auch auf den Großraum Tel Avivs.
So berichtet das israelische Nachrichtenportal Ynet "von rund 20 Einschlagsorten im Umkreis von Tel Aviv", wobei es auch zu dem Einsatz von Streumunition gekommen sein soll.
Weitere Medien, wie die Times of Israel, berichten dabei über Verletzte und Sachschäden, so auch nach Angriffen auf Gebiete außerhalb Tel Avivs. Dazu heißt es weiter in dem Times of Israel-Artikel:
"Rettungskräfte reagieren auf Meldungen über Einschläge in Zentralisrael nach dem jüngsten ballistischen Raketenangriff Irans. Es liegen bislang keine Berichte über Verletzte vor. Zwei frühere Raketensalven, die in der Nacht auf Zentralisrael abgefeuert wurden, wurden laut IDF abgefangen oder schlugen in unbewohnten Gebieten ein."
Tote und Verletzte – Israel attackiert weiter Ziele im Libanon
Bei jüngsten israelischen Luftangriffen auf den Süden Beiruts und dessen Vororte kamen laut dem Portal Naharnet am Sonntag mindestens vier Menschen ums Leben.
Zuvor erfolgte laut Artikel am Wochenende zudem die Androhung Israels, "den wichtigsten Grenzübergang des Libanon zu Syrien anzugreifen, woraufhin dieser geschlossen werden musste".
Laut Al Jazeera erfolgte zudem ein Luftangriff auf die libanesische Küstenstadt Tyros. Dazu heißt es weiter:
"Durch israelische Angriffe in der Region wurden mindestens elf Menschen verletzt und das libanesisch-italienische Krankenhaus beschädigt."
Die Netanjahu-Administration behauptet dabei weiterhin, dass die Angriffe ausschließlich den Hisbollah-Strukturen und -Mitgliedern gelten würden. Demgegenüber sind jedoch Zivilisten zunehmend Hauptleidtragende.
So wurden laut libanesischen Behördenangaben "mindestens 1.461 Menschen bei dem Konflikt, der nun bereits in der sechsten Woche andauert, getötet und mehr als 4.000 verletzt", wie Agenturmeldungen offizielle Zahlen zitieren.
US-israelische Angriffe verantwortlich für Dutzende Tote und Verletzte
Die USA und Israel setzten am Sonntag und in der Nacht unvermindert ihre tödlichen Luftangriffe auf Iran fort.
So sind laut iranischen Medienberichten bei einem Luftangriff auf eine Stadt südwestlich von Teheran mindestens 13 Menschen getötet worden. Es wurde ein Wohngebäude getroffen.
Der katarische Sender Al Jazeera berichtet zudem am Montagmorgen über weitere Verletzte und Todesopfer:
"Teheran erlebte eine weitere Nacht mit heftigen Bombardements, wobei die Angriffe den östlichen, südlichen und westlichen Teil der Hauptstadt trafen. Am auffälligsten war der Angriff auf die Sharif-Universität für Technologie, bei dem die Gebäude rund um den Campus in beispiellosem Ausmaß beschädigt wurden."
Aufnahmen der Hilfsorganisation Roter Halbmond, veröffentlicht auf X:
Mitarbeiter hätten über andauernde Angriffe außerhalb der iranischen Hauptstadt berichtet, so unter anderem in den Städten Karaj, Shiraz, Isfahan und Bushehr, wobei laut dem Sender "von schweren Schäden berichtet wird".
In Bandar-e-Lengeh in der Provinz Hormozgan wurden sechs Menschen getötet, fünf weitere in Qom, "und unter den mindestens 13 Todesopfern in Baharestan, einer Kleinstadt am südlichen Stadtrand der Hauptstadt, befinden sich sechs Kinder", so Al Jazeera.
US-Medien berichten über vermeintliches Waffenstillstandsangebot Teherans
Das US-Portal Axios zitiert vermeintliche Angaben "von vier US-amerikanischen, israelischen und regionalen Quellen", die demnach über aktuelle Gespräche informiert wären, wonach Washington mit Teheran und "einer Gruppe regionaler Vermittler derzeit über die Bedingungen für einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand verhandeln", der laut Artikel "zu einer dauerhaften Beendigung des Krieges führen könnte", so die Formulierung.
In der über internationale Nachrichtenagenturen geteilten Information wird erklärt, dass die Kommunikation über Vermittler aus Pakistan, Ägypten und der Türkei erfolge "sowie über Textnachrichten zwischen dem US-Unterhändler Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi".
Wörtlich heißt es in dem Artikel:
"Ein US-Beamter erklärte, die Trump-Regierung habe Iran in den letzten Tagen mehrere Vorschläge unterbreitet, doch bislang hätten die iranischen Vertreter diese nicht angenommen."
Aus Sicht Washingtons heißt es weiter, dass demnach in einer ersten Phase einer Einigung den Quellen zufolge "eine 45-tägige Waffenruhe beschlossen werden soll". Dieser Zeitraum könne dann dafür genutzt werden, "um in der zweiten Phase über die Bedingungen für ein Ende des Krieges zu verhandeln", so Axios darlegend.
Nach Trumps Vulgärdrohung – Ölpreis steigt auf über 110 US-Dollar
Der Ölmarkt reagiert zu Wochenbeginn auf die gestrige, erneut schriftliche Provokation der Trump-Administration gegenüber Teheran.
Laut aktuellen Daten stieg der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent auf aktuell 111,60 US-Dollar. Ein Barrel der US-Referenzsorte WTI wird am Montag mit 109,90 US-Dollar angegeben, lag dabei am Sonntag bei 113,62 US-Dollar.
Laut Auswertungen der Nachrichtenagentur Reuters in der Vorwoche sind die Gesamtproduktionsausfälle der OPEC, der Organisation erdölexportierender Länder, im März "auf der Grundlage von Daten der LSEG-Börsendaten und von Analyseanbietern wie Kpler auf 7,2 Millionen Barrel pro Tag geschätzt worden".
Die größten kriegsbedingten Produktionskürzungen wurden demnach von Kuwait, dem Irak, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien vorgenommen, "sodass sich die Gesamtproduktion der OPEC im März auf 21,57 Millionen Barrel pro Tag belief".
Dies stelle die niedrigste Produktionsrate der OPEC seit Juni 2020 dar, wie Reuters in seinem Bericht weiter feststellte.
Venezuela und Nigeria waren demgegenüber die einzigen OPEC-Mitglieder, deren Ölproduktion demnach im März gestiegen war.
Trump ließ am Sonntag wörtlich auf Truth Social an Teheran gerichtet folgenden Text veröffentlichen:
"Öffnet endlich die verdammte Meerenge, ihr verrückten Mistkerle, sonst werdet ihr in der Hölle landen."
USA melden erfolgreiche Rettung von Piloten – Iran dementiert und spricht von weiteren Abschüssen
Nach dem Absturz eines F-15-Jets in der Provinz Isfahan vermelden die USA die erfolgreiche Rettung des zweiten Besatzungsmitglieds durch Spezialkräfte. Während US-Präsident Trump den Einsatz als Erfolg feiert, widerspricht die iranische Führung dieser Darstellung.
Militärsprecher der Islamischen Republik erklärte, die US-Operation sei vereitelt worden, und gab zudem an, dass iranische Streitkräfte zwei US-Transportflugzeuge vom Typ C-130 sowie zwei Black-Hawk-Hubschrauber abgeschossen hätten.
5.04.2026 22:35 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zum Iran-Krieg und werden die Berichterstattung am frühen Montagmorgen fortsetzen. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
Meloni warnt vor Folgen des Iran-Kriegs für Italien
Die Warnungen, die der Kerosinlieferant Air BP Italia erließ, wonach vom 2. bis zum 9. April an vier italienischen Flughäfen der Treibstoff begrenzt sei und Piloten darauf achten sollten, genug Treibstoff von der letzten Landung für die nächste Strecke vorzuhalten, sollen nach der italienischen Luftfahrtbehörde noch nichts mit dem Iran-Krieg zu tun haben.
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni warnte aber bei ihrem Besuch in Katar, Italien müsse sehr wohl mögliche Folgen fürchten.
"Wenn die Produktion oder der Transit abnehmen oder gar aufhören (rund um den Persischen Golf), dann steigt der Preis für jeden, und wenn es schlimmer wird, könnten wir am Ende nicht alle Energie haben, die auch in Italien gebraucht wird."
Zehn Prozent des italienischen Erdgases kämen allein aus Katar, und 15 Prozent des Erdöls aus der Golfregion.
Israelische Abgeordnete fordern noch mehr Zerstörung im Libanon
Achtzehn Abgeordnete der Knesset, des israelischen Parlaments, haben verlangt, die israelische Besatzung des Libanon über den Fluss Litani hinaus auszudehnen.
"Eine volle Besatzung und Kontrolle bis zum Litani – und darüber hinaus im östlichen Sektor – würde eine echte Möglichkeit bieten, Druck auf die libanesische Regierung auszuüben, um Iran und seine Stellvertreter zu vertreiben, und könnte zu langfristiger Ruhe führen." Die israelischen Kriegsziele sollten auch die "komplette Evakuierung der Bevölkerung aus dem Gebiet südlich des Litani beinhalten", so die Abgeordneten, unter denen sich auch Vertreter der Regierungspartei Likud befinden. Die Hisbollah, die mit "iranischem Stellvertreter" gemeint ist, und die "vertrieben" werden soll, rekrutiert sich aus libanesischen Shiiten, also einheimischer Bevölkerung.
Die offiziellen Ziele des israelischen Militärs bedeuten die Zerstörung jeglicher ziviler Infrastruktur in zwei bis drei Kilometer Entfernung zur israelischen Grenze. Der Litani verläuft etwa 30 Kilometer nördlich davon. Der rechtsradikale Verteidigungsminister Israel Katz hatte jedoch bereits angekündigt, Israel wolle "die Sicherheitskontrolle über das Litani-Gebiet behalten" und den 600.000 Libanesen, die nach Norden geflohen sind, keine Rückkehr in ihre Heimat erlauben, "bis die Sicherheit der Bewohner Nordisraels gesichert ist".
Die israelische Armee hatte schon vor Wochen angefangen, die landwirtschaftlichen Nutzflächen in diesem Gebiet durch das Versprühen von Giften unbrauchbar zu machen. In den Gebieten, in die die israelische Armee eingedrungen ist, werden Häuser und Dörfer zerstört. Katz weiter: Man wolle dort "nach dem Modell von Rafah und Chan Junis in Gaza zerstören, um die Bedrohung für israelische Gemeinden zu beseitigen".
Nach dem Kriegsvölkerrecht stellt dies ein weiteres Kriegsverbrechen Israels dar.
Was geschah rund um die Herkules C-130?
In iranischen Medien kursiert derzeit ein Foto, das angeblich die Überreste eines zurückgelassenen Besatzungsmitglieds in nicht näher spezifizierten Trümmern zeigen soll. Die Bilder sollen dem iranischen Fernsehen von den Revolutionsgarden zur Verfügung gestellt worden sein. Hier erscheinen sie im Zusammenhang mit Videoaufnahmen eines Hubschraubers; der Moderator verweist darauf, dass die Rotoren Spuren von Beschuss aufweisen.
Die iranischen Revolutionsgarden haben selbst noch eine Meldung auf X hinterhergeschoben: "Man braucht keine C-130, um einen Piloten zu retten!"
Diese Formulierung bezieht sich auf die Vermutung, es habe sich bei dem Einsatz nicht um eine Rettungsaktion für den Waffenoffizier der abgeschossenen F-15 gehandelt. Nach einem Bericht der New York Times seien dafür hunderte Mann Spezialeinheiten eingesetzt worden, darunter Angehörige des SEAL Team 6. Dabei habe es keine Toten oder Verwundeten gegeben. Der geborgene Waffenoffizier sei nach Kuwait evakuiert worden.
Hier noch weitere Aufnahmen der Trümmer:
Die Menge des eingesetzten Personals wie auch die der eingesetzten Fluggeräte (wovon die USA nach iranischen Angaben zwei Reaper-Drohnen, zwei C-130 und acht Hubschrauber verloren haben sollen) wecken jedoch bei einigen Zweifel, ob es sich tatsächlich um eine Rettungs- und nicht vielmehr um eine fehlgeschlagene Landungsoperation handelte. Ob die Fluggeräte abgeschossen oder anderweitig zerstört wurden, ist ein Teil der Fragen, deren Beantwortung auch zu einer Antwort auf diese Zweifel führt.
Iranische Vertreter kündigen Antwort "Auge um Auge" an
Auch der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, äußerte sich zu Trumps Drohung, Brücken und Kraftwerke in Iran anzugreifen.
"Ihr rücksichtsloser Schritt zieht die Vereinigten Staaten für jede einzelne Familie in eine lebende HÖLLE, und Ihre ganze Region wird brennen, weil Sie darauf bestehen, auf Netanjahus Kommando zu hören.
Machen Sie keinen Fehler: Sie werden durch Kriegsverbrechen nichts gewinnen.
Die einzige wirkliche Lösung besteht darin, die Rechte des iranischen Volkes zu respektieren und dieses gefährliche Spiel zu beenden."
Ghalibaf war von Trump vorübergehend als möglicher Verhandlungspartner für die USA genannt worden, weil man ihn fälschlicherweise für einen Liberalen hielt.
Die "Rechte des iranischen Volkes" dürften auch die Forderung nach Reparationen umfassen, die heute nochmals von iranischen Vertretern bestätigt wurde.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte inzwischen, auf Angriffe auf die Infrastruktur werde Iran mit Gegenschlägen gegen vergleichbare Infrastrukturobjekte des Gegners reagieren.
US-Demokraten wollen Trumps Iran-Krieg nicht finanzieren
Das Weiße Haus will für das kommende Haushaltsjahr insgesamt 1,5 Billionen US-Dollar für die Verteidigung; darunter ist eine Erhöhung in Höhe von zusätzlichen 200 Milliarden für den Krieg gegen Iran. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das eine Erhöhung um 40 Prozent.
Der Sprecher der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, erklärte bereits, das Pentagon habe "mehr als genug Ressourcen", und drängte den Kongress, ein "guter Verwalter der Dollar der Steuerzahler" zu sein.
Der Spitzenvertreter der Demokraten im Verteidigungsausschuss wies darauf hin, eine Zustimmung zu diesem Haushalt könnte mit einer Zustimmung zum Krieg in Iran verwechselt werden. Er sagte, seiner Ansicht nach sei dieser Krieg ein "Fehler", aber "wenn wir ihn weiter fortsetzen wollen, dann sollten wir, denke ich, Steuern erhöhen und dafür bezahlen, statt ihn per Kreditkarte zu finanzieren".
OPEC+ beschließt Produktionserhöhung
Ab Anfang Mai wollen acht Mitglieder der OPEC+ ihre Ölproduktionsquoten um 206.000 Barrel pro Tag erhöhen. Darunter sind Saudi-Arabien und Russland sowie mehrere Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait.
Der Beschluss wurde am Sonntag getroffen. Allerdings ist noch völlig unklar, wie weit er realisiert werden kann. Aktuell können zumindest die Golfstaaten kaum Öl exportieren. Schätzungen besagen, dass durch die weitgehende Schließung der Straße von Hormus 12 bis 15 Millionen Barrel pro Tag nicht auf den Markt gelangen können, das sind bis zu 15 Prozent des weltweiten Angebots. Die beschlossene Erhöhung wird also nicht das fehlende Angebot der Vorwochen ersetzen.
Bereits im März war die Förderung für den April um 206.000 Barrel täglich erhöht worden; die Erhöhung wurde aber durch den Angriff der USA und Israels auf Iran nie umgesetzt.
Vertreter der Golfstaaten haben bereits zuvor geäußert, dass die Beseitigung von Schäden an Erdölanlagen mehrere Monate in Anspruch nehmen werde. Sollte der Verkehr durch die Straße von Hormus noch bis Mitte Mai unterbrochen sein, dürfte der Ölpreis auf ein Allzeithoch von mehr als 150 US-Dollar pro Barrel steigen.
Trumps Drohungen seit Kriegsbeginn
Die neueste Drohung von US-Präsident Donald Trump, am Dienstag Brücken und Kraftwerke in Iran anzugreifen, ist bei weitem nicht die erste im Verlauf dieses Krieges.
Bereits am 21. März drohte er, die USA würden iranische Kraftwerke "treffen und auslöschen", wenn die Straße von Hormus nicht binnen 48 Stunden geöffnet werde. Am 23. März schrieb er plötzlich von "produktiven Gesprächen".
Am 26. März fügte er seinem Ultimatum weitere zehn Tage hinzu und behauptete, Iran habe um mehr Zeit gebeten. Am 1. April erklärte er dann, Iran habe die USA um eine Waffenruhe gebeten. Zwei Tage darauf sagte er, die USA könnten die Straße selbst "leicht" wieder öffnen, mit "etwas mehr Zeit".
Sämtliche Behauptungen zu Verhandlungen oder gar zu einer Bitte um eine Waffenruhe wurden von iranischer Seite umgehend dementiert.
Zuletzt bezog sich Trump am 4. April wieder auf seine Drohung vom 21. März und erklärte, die Zeit laufe in 48 Stunden ab, ehe er heute für Dienstag ankündigte, Iran werde "in der Hölle leben".
Tatsächlich scheint es, als habe er inzwischen auch dieses Ultimatum bereits verlängert:
"Dienstag, acht Uhr abends, Ostküstenzeit."
Chinas Außenminister Wang Yi: "Es braucht eine Waffenruhe und ein Ende des Krieges"
In einem Telefonat mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow am Sonntag betonte der chinesische Außenminister Wang Yi, China und Russland müssten zusammenarbeiten, um die Lage im Nahen Osten zu deeskalieren und die gemeinsame Sicherheit der Welt aufrechtzuerhalten.
Die Situation dort verschlechtere sich weiter, die Feindseligkeiten eskalierten immer noch und die zentrale Lösung, um die Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu sichern, liege darin, eine baldige Waffenruhe und ein Ende des Krieges zu erzielen.
Auch Lawrow betonte laut Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, Russland bleibe dabei, dass die militärischen Handlungen unverzüglich beendet werden müssten und die Bemühungen sich wieder auf eine politische und diplomatische Beilegung verlegen sollten, die die Ursachen des Konflikts angehen. Der UN-Sicherheitsrat solle dabei eine konstruktive Rolle spielen.
Rätsel um zwei US-Wracks
Im Zusammenhang mit der Rettungsaktion für den Waffenoffizier der abgeschossenen amerikanischen F-15 wurden zwei C-130-Flugzeuge (die pro Stück um die 75 Millionen US-Dollar kosten) im Iran zerstört. Die USA erklären, die beiden als "Super-Hercules" bekannten Flugzeuge seien stecken geblieben und dann von den US-Truppen selbst gesprengt worden, um zu verhindern, dass die moderne Technik an Bord in iranische Hände fällt.
Die iranische Version lautet, die Flugzeuge seien abgeschossen worden. Aufnahmen der Wracks scheinen anzudeuten, dass beide Versionen gleichzeitig zutreffen könnten, weil sich Einschläge finden lassen:
Iranische Stellen halten aber auch weiterhin daran fest, dass die Rettungsmission für den zweiten Piloten der F-15 gescheitert sei. Bisher wurde kein Bild eines der beiden Piloten veröffentlicht, weder von Iran noch von den USA. US-Präsident Donald Trump hat für Montag eine Pressekonferenz angekündigt.
Iranische UN-Mission fordert Handeln der internationalen Gemeinschaft
Die Vertretung Irans bei der UN in New York reagierte auf die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump. In einer Nachricht auf X schrieb sie:
"Wenn das Gewissen der Vereinten Nationen am Leben wäre, würde es angesichts dieser offenen und schamlosen Drohung des kriegstreiberischen Präsidenten der Vereinigten Staaten, zivile Infrastruktur ins Visier zu nehmen, nicht schweigen. [...] Dies ist eine direkte und öffentliche Aufforderung, Zivilisten zu terrorisieren, und ein klarer Beleg für die Absicht, Kriegsverbrechen zu begehen.
Die internationale Gemeinschaft und alle Staaten sind rechtlich verpflichtet, solche scheußlichen kriegsverbrecherischen Handlungen zu verhindern. Sie müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät."
Drohnen und Raketen auf die Golfstaaten
Kuwait meldet, es sei in den letzten 24 Stunden von 13 Raketen und 31 Drohnen angegriffen worden. Darunter neun ballistische Raketen und vier Lenkraketen. Es sei zu Sachschäden und einzelnen Bränden gekommen.
Katar meldete zwei Lenkraketen und zahlreiche Drohnen, erklärte aber, die Luftabwehr habe sie alle "erfolgreich abgefangen".
Die Vereinigten Arabischen Emirate berichteten, der Hafen Chaur Fakkan sei Ziel "verdächtiger Aktivitäten" geworden. Unbekannte Geschosse seien in der Nähe eines Containerfrachters im Wasser aufgeschlagen. Es gibt aber keine weiteren Angaben zu diesem Vorfall.
In Bahrain geriet eine Einrichtung der staatlichen Bapco Energies in Brand; Videos deuten aber an, dass das Feuer nicht von einer iranischen Drohne ausgelöst wurde, sondern von Patriot-Raketen, die zu deren Abwehr abgefeuert wurden.
Israelische Medien berichten, ein israelisches Industriegebiet sei bei einem iranischen Angriff getroffen worden. Laut Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim war das Ziel die petrochemische Industrie in der Nähe von Dimona.
Libanon: inzwischen mehr als 1.400 Tote
Das libanesische Gesundheitsministerium meldete heute, dass die Zahl der Todesopfer im Libanon seit Beginn des israelischen Einmarsches inzwischen 1.461 beträgt, und 4.430 Menschen verwundet wurden.
Durch die jüngsten Angriffe auf Beirut wurde auch das Stadtzentrum getroffen. Einschläge erfolgten unmittelbar beim Hariri-Krankenhaus.
Trump: Wir haben über die Kurden Waffen geschickt
In einem Interview mit Fox News am Sonntag bestätigte US-Präsident Donald Trump, die USA hätten Anfang des Jahres Waffen für die Proteste in Iran geschickt.
In einem Interview mit dem Fox-Journalisten Try Yingst sagte er:
"Wir haben ihnen eine Menge Gewehre geschickt. Wir haben sie über die Kurden geschickt. Und ich denke, die Kurden haben sie behalten. Wir haben Gewehre an die Demonstranten geschickt, eine Menge davon, und ich denke, die Kurden haben die Gewehre genommen."
Trump's Aussage ist nicht ganz eindeutig, kann aber auch als Vorwurf gegen die Kurden gelesen werden, sie hätten sich Waffen angeeignet, die eigentlich die Proteste in Iran noch gewalttätiger hätten machen sollen.
Die kurdische Bevölkerung im Irak kooperiert seit dem Irak-Krieg mit den USA. Kurden leben in benachbarten Gebieten im Irak, im Iran, in Syrien und in der Türkei.
Israels Verteidigungsminister gratuliert USA zu "erfolgreicher Rettung" von Piloten
OPEC+ besorgt über Angriffe auf Energieanlagen im Iran-Krieg
Ein OPEC+-Gremium hat sich bei einem heutigen Treffen besorgt über Angriffe auf Energieanlagen im Zuge des US-israelischen Kriegs gegen Iran geäußert. Diese seien teuer und zeitaufwendig zu reparieren und hätten daher Auswirkungen auf das Angebot, wie aus einem von Reuters eingesehenen Entwurf der Erklärung hervorgeht.
"Das Komitee betonte die entscheidende Bedeutung des Schutzes internationaler Seewege, um den ununterbrochenen Energiefluss zu gewährleisten", heißt es in dem Dokument.
Weiter heißt es: "Es äußerte zudem Besorgnis über Angriffe auf Energieinfrastruktur und stellte fest, dass die Wiederherstellung beschädigter Energieanlagen auf volle Kapazität sowohl kostspielig ist als auch lange dauert, wodurch die allgemeine Verfügbarkeit des Angebots beeinträchtigt wird."
Trump droht Iran: "Öffnet die verdammte Meerenge", sonst werde weitere Infrastruktur zerstört
Trump hat Iran erneut wegen der Blockade der Straße von Hormus mit der Zerstörung von Infrastruktur im Land gedroht.
Das Ultimatum des US-Präsidenten läuft am Dienstag ab. Iran müsse bis zum 6. April die Straße von Hormus wieder öffnen.
Er schrieb auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social: "Am Dienstag wird es in Iran einen 'Kraftwerks-Tag' und einen 'Brücken-Tag' in einem geben. So etwas hat es noch nie gegeben!!! Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle leben – WARTET ES AB! Gelobt sei Allah."
"Ein Tag der Demütigung" – Irans Militär nennt US-Verluste
Irakischer Öltanker durchquert Straße von Hormus unter Irans Ausnahmeregelung
Ein mit irakischem Rohöl beladener Öltanker wurde dabei beobachtet, wie er die Straße von Hormus nahe der iranischen Küste passierte – einen Tag, nachdem Iran erklärt hatte, dass Irak von möglichen Beschränkungen für die Nutzung der wichtigen Seeroute ausgenommen sei. Dies zeigen Daten von LSEG und Kpler.
Laut dem Schiffsverfolgungsdienst MarineTraffic befand sich die Ocean Thunder vor etwas mehr als einer Stunde im Golf von Oman.
Die Ocean Thunder lud am 2. März rund eine Million Barrel Basra Heavy Crude und soll ihre Ladung laut Kpler-Daten Mitte April im malaysischen Pengerang entladen.
Neues Statement von Rosatom-Chef Alexei Lichatschow zum Angriff auf Buschehr
Rosatom-Chef Alexei Lichatschow warnte nach dem jüngsten Angriff in der Nähe des Kernkraftwerks Buschehr, dass sich die Lage "im Einklang mit einem Worst-Case-Szenario" entwickle.
Er betonte zudem, dass die Angriffe eine direkte Bedrohung für die nukleare Sicherheit darstellen würden, und bestätigte, dass Rosatom weiterhin Personal aus der Anlage evakuiert.
In der Erklärung heißt es, der Angriff habe sich "auf dem Gelände neben dem Gebäude des metrologischen Dienstes ereignet, das sich auf dem Areal des Kernkraftwerks Buschehr befindet, in unmittelbarer Nähe des in Betrieb befindlichen Reaktorblocks".
Die iranische Atomenergieorganisation erklärte laut der Nachrichtenagentur Tasnim, dass ein Geschoss ein Gebiet in der Nähe des Kraftwerks getroffen habe.
In früheren Reaktionen hatte Lichatschow Angriffe auf Nuklearanlagen grundsätzlich verurteilt und alle Konfliktparteien zur Deeskalation aufgefordert.
Iran greift zum dritten Mal Industriezone im Negev an
Eine iranische ballistische Rakete traf die Industriezone Neot Hovav südlich von Beersheba, wie Rettungsdienste am Sonntag mitteilten.
Es gibt zunächst keine Berichte über Verletzte.
Es handelt sich um den dritten Treffer, der während des Iran-Krieges in dieser Industriezone eingeschlagen ist.
Aufgrund eines zweiten iranischen Raketenangriffs innerhalb weniger Minuten heulen in der Region derzeit erneut die Sirenen.
Iranischer Drohnenangriff löst Brände in Kuwaits Ölanlagen aus, materielle Schäden gemeldet
Die Kuwait Petroleum Corporation meldete laut der Nachrichtenagentur KUNA "erhebliche materielle Verluste" infolge eines iranischen Drohnenangriffs auf mehrere ihrer Betriebsanlagen.
Der Angriff führte zu Bränden in mehreren Anlagen, hieß es weiter. Feuerwehrkräfte wurden eingesetzt, um zu verhindern, dass sich die Brände auf weitere Einrichtungen ausbreiten.
Gespräche über Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zwischen Oman und Iran
Die stellvertretenden Außenminister Irans und Omans haben Gespräche geführt, um Möglichkeiten zur Gewährleistung eines reibungslosen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu erörtern. Dies teilte das omanische Außenministerium auf X mit.
Die Verhandlungen fanden statt, nachdem ein iranischer Vertreter am Donnerstag erklärt hatte, Teheran arbeite gemeinsam mit Oman an einem Protokoll zur Überwachung des Schiffsverkehrs in der Meerenge, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölvorräte transportiert werden.
Iran greift US-Stellungen in Kuwait, Bahrain und VAE an
Nach Irans Angriff: Petrochemische Anlage in den Emiraten in Brand
In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ist nach einem iranischen Angriff Feuer in einer Produktionsstätte ausgebrochen. Nach Angaben des Medienbüros der Hauptstadt Abu Dhabi gibt es derzeit mehrere Brände in einer petrochemischen Anlage des Kunststoffherstellers Borouge.
Der Betrieb der Anlage wurde umgehend eingestellt, die Schäden werden derzeit bewertet. Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.
Auslöser seien demnach herabfallende Trümmer gewesen, nachdem Luftabwehrsysteme mehrere Geschosse erfolgreich abgefangen hätten, hieß es weiter. Die VAE zensieren üblicherweise das mögliche Ausmaß direkter Treffer Irans.
Israelischer Angriff auf den Süden von Beirut
Die israelische Armee hat die südlichen Vororte von Beirut angegriffen, nachdem zuvor eine Zwangsevakuierungswarnung für das Viertel Ghobeiry ausgesprochen worden war.
Kampfflugzeuge sind in den letzten Minuten immer wieder in der Tiefe über der libanesischen Hauptstadt zu hören gewesen, wie unser Team vor Ort berichtet.
Berichten zufolge bombardierten israelische Kampfflugzeuge inzwischen eine Tankstelle im Stadtteil Dahiyeh in Beirut, Libanon.
Iranische Medien zeigen zerstörte US-C-130 und Black-Hawk-Hubschrauber
Rettungsaktion in Iran: USA setzen Spezialkräfte ein und zerstören eigene Flugzeuge
Noch mehr Details zur US-Rettungsmission zum zweiten Besatzungsmitglied des abgeschossenen F-15E-Jets in Iran.
Die New York Times berichtete, dass an dieser Rettungsoperation des US-Piloten "Hunderte von Spezialeinheiten" beteiligt gewesen seien und dass zwei US-Transportflugzeuge, die offenbar in Iran gelandet seien, zerstört worden seien.
Die New York Times schrieb unter Berufung auf einen amerikanischen Militäroffizier: "Es gab jedoch ein letztes Hindernis, das die Rettungsoperation verzögerte." Dieser Offizier sagte, dass zwei Transportflugzeuge, die eigentlich die Kommandos und den Piloten an einen sicheren Ort bringen sollten, auf einer abgelegenen Basis in Iran feststeckten. "Drei neue Flugzeuge wurden losgeschickt, um die amerikanischen Kräfte herauszuholen; dabei wurden die beiden ausgefallenen Flugzeuge gesprengt, um zu verhindern, dass sie in iranische Hände fallen."
Verdächtiges Paket führt zu Evakuierung am Flughafen Ben Gurion in Israel
Die israelischen Feuerwehr- und Rettungsdienste haben einen Zwischenfall mit Gefahrenstoffen am Flughafen Ben Gurion gemeldet, nachdem ein Paket mit Rauchbildung eingetroffen war, berichtet das Nachrichtenportal Ynet.
Dem Bericht zufolge wurden alle Mitarbeiter des Flughafens evakuiert. Derzeit laufen Überwachungs- und Einsatzmaßnahmen, um die Substanz zu identifizieren und zu entfernen.
Ghalibaf veröffentlicht Foto "abgeschossener US-Maschine"
Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat auf der Plattform X ein Foto veröffentlicht, das die Trümmer eines angeblich von iranischen Streitkräften abgeschossenen US-Flugzeugs zeigen soll.
Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Fars berichtet, ein US-C-130-Flugzeug, das im Rahmen einer Mission zur Suche nach einem vermissten US-Soldaten eingesetzt worden sei, sei von einer Polizeispezialeinheit zerstört worden.
Nach massiven Schäden durch iranische Angriffe: Planet Labs setzt Nahost-Bilder aus
Der Anbieter von Satellitenbildern Planet Labs stellt auf Bitten der US-Regierung die Veröffentlichung von Aufnahmen aus Iran und der Konfliktregion im Nahen Osten auf unbestimmte Zeit ein. Das kalifornische Unternehmen kommt damit einer Aufforderung aus Washington nach, wie es am Samstag in einer E-Mail an Kunden mitteilte.
Demnach habe die US-Regierung alle Anbieter von Satellitenbildern aufgefordert, vorübergehend keine Aufnahmen aus der Konfliktregion zu veröffentlichen.
"Dies sind außergewöhnliche Umstände, und wir tun alles, was wir können, um die Interessen all unserer Anspruchsgruppen in Einklang zu bringen", erklärte das Unternehmen. Künftig sollen Bilder nur noch im Einzelfall für dringende und wichtige Zwecke oder im öffentlichen Interesse" freigegeben werden.
Iranische Medien zeigen "zerstörte US-C-130" nach Rettungsmission
Iranische Medien haben Aufnahmen veröffentlicht, die "zerstörte US-amerikanische C-130-Transportflugzeuge" zeigen sollen, die im Rahmen einer Rettungsoperation zur Bergung eines abgeschossenen US-Piloten in Iran in der Nacht eingesetzt waren.
Eine unabhängige Bestätigung der Aufnahmen liegt bislang nicht vor.
Hisbollah soll ein israelisches Kriegsschiff ins Visier genommen haben
Die libanesische Hisbollah erklärt, ihre Kämpfer hätten ein israelisches Militärschiff 68 Seemeilen vor der Küste des Libanon ins Visier genommen.
In einer Stellungnahme hieß es, das Kriegsschiff habe sich auf "Angriffe gegen libanesisches Territorium" vorbereitet. Die Gruppe gab an, nach mehrstündiger Beobachtung eine Antischiffrakete eingesetzt zu haben und "bestätigte einen direkten Treffer".
Iran: "Abgeschossenes US-Flugzeug" in Isfahan war eine C-130
Wir haben über die iranische Darstellung berichtet, wonach ein US-Flugzeug abgeschossen worden sei, das im Einsatz war, um den vermissten US-Piloten zu lokalisieren.
Die Nachrichtenagentur Fars berichtet nun, dass das Flugzeug von einer Polizeispezialeinheit namens Faraj Rangers zerstört worden sei und es sich um ein Flugzeug der C-130-Klasse gehandelt habe.
Dem Bericht zufolge habe das Flugzeug "die bösen Invasoren des Heiligen Landes des Heimatlandes betankt".
Drohnenangriffe auf Kuwait – Volltreffer auf Gebäude des Finanzministeriums
Kuwait ist neben den Vereinigten Arabischen Emiraten in den vergangenen Tagen verstärkt ins Zentrum iranischer Angriffe geraten. In der Nacht kam es zu mehreren schweren Drohnenangriffen, die erheblichen Schaden verursachten.
Die Behörden teilten mit, dass zwei Anlagen zur Stromerzeugung und Wasserentsalzung von Drohnen getroffen wurden. Dabei sei es zu "erheblichen Schäden" gekommen.
In einem weiteren, separaten Angriff wurde nach Angaben des kuwaitischen Finanzministeriums auch dessen Gebäudekomplex in der Hauptstadt Ziel einer iranischen Drohne. Auch hier entstand beträchtlicher Schaden.
Zudem meldete die Kuwait Petroleum Corporation, dass im Shuwaikh Oil Sector Complex nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen sei.
Raffineriekomplex in Bahrain nach iranischem Angriff getroffen
Der Raffineriekomplex von BAPCO in Bahrain ist bei einem mutmaßlich iranischen Angriff getroffen worden. Laut ersten Meldungen kam es vor Ort zu Rauchentwicklung und Feuer.
Die Bahrain Petroleum Company (BAPCO) ist das staatliche Öl- und Gasunternehmen des Landes. Es umfasst Raffinerie, Produktion und Export.
Zeugen und erste Berichte zufolge traf eine Drohne oder Rakete das Industriegebiet Sitra/Ma'ameer. In der Nähe der Raffinerie waren Flammen und dichter Rauch sichtbar.
Erste Informationen deuten auf Schäden und mögliche Verletzungen hin. Genauere Details sind bislang jedoch unklar und die Lage entwickelt sich weiter.
Iran meldet Abschuss eines Flugzeugs bei US-Rettungsaktion
Die iranische Revolutionsgarde (IRGC) behauptete, sie habe ein US-Flugzeug abgeschossen, das nach dem vermissten Offizier im südlichen Gebiet von Isfahan gesucht habe, berichtet die Nachrichtenagentur Fars.
Die Agentur veröffentlichte auf ihrem Telegram-Kanal ein Foto, das dichten Rauch zeigt, der aus einem Feld aufsteigt, und schrieb dazu: "Trumps verzweifelter Versuch, eine große Niederlage zu vertuschen."
Der Bericht erschien, während Trump erklärte, dass das vermisste Besatzungsmitglied gerettet worden sei.
Trump bestätigt Rettung von vermisstem US-Soldaten
Das zweite Besatzungsmitglied des über Iran abgeschossenen Kampfflugzeugs ist laut US-Präsident Donald Trump gerettet worden und in Sicherheit. "Wir haben ihn", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social in Großbuchstaben. Es sei eine der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen des US-Militärs in der Geschichte der USA gewesen. Dutzende Kampfflugzeuge seien demnach im Einsatz gewesen. Der Soldat sei verletzt worden, aber es werde ihm gut gehen, schrieb Trump. Der Pilot des am Freitag abgeschossenen Kampfflugzeugs war laut übereinstimmenden Medienberichten bereits zuvor gerettet worden.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor von Luftangriffen in dem Gebiet berichtet, in dem sich der Vermisste befunden habe. Trump beschrieb den Einsatz mit den Worten, der US-Soldat sei von "unseren Feinden gejagt worden", sie seien ihm stündlich näher gekommen.
4.04.2026 23:05 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zum Iran-Krieg und werden die Berichterstattung am frühen Sonntagmorgen fortsetzen. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
US-israelischer Angriff auf Chemiepark in Mahschahr – mindestens fünf Tote
Wie RIA Nowosti unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, sind mindestens fünf Menschen bei einem US-amerikanisch-israelischen Angriff auf eine petrochemische Sonderwirtschaftszone im Iran ums Leben gekommen.
In dem Bericht reißt es mit Verweis auf Angaben der lokalen Behörden:
"Bei einem Angriff des Feindes auf mehrere Unternehmen in der petrochemischen Sonderwirtschaftszone Mahschahr sind fünf Menschen ums Leben gekommen."
Nach Angaben der Agentur seien weitere 170 Menschen verletzt worden. Sie seien bereits medizinisch versorgt worden und hätten die Krankenhäuser verlassen können.
Von israelischer Seite hieß es dazu, die israelischen Streitkräfte (IDF) hätten eine Anlage angegriffen, in der sich eine von zwei wichtigen Fabriken zur Herstellung von Materialien für Sprengstoffe, ballistische Raketen und andere Waffen befunden habe.
Neuer Angriff auf AKW Bushehr – Sorge vor nuklearem Zwischenfall wächst
Die iranische Atomenergieorganisation hat einen neuen Angriff auf das Kernkraftwerk Bushehr gemeldet. Dabei sei ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ums Leben gekommen; nach iranischen Angaben handelt es sich bereits um den vierten Angriff auf die Anlage seit Beginn des Krieges. Die wichtigsten Bereiche des Kraftwerks und der Betrieb seien vorläufigen Einschätzungen zufolge nicht beeinträchtigt worden.
Der russische Atomkonzern Rosatom stellte die Arbeiten an einem zweiten Reaktorblock ein und begann nach dem erneuten Angriff mit einer größeren Evakuierungswelle. Nach Angaben von Rosatom sollen 198 russische Spezialisten aus Bushehr nach Russland zurückkehren. Die Internationale Atomenergieorganisation IAEO zeigte sich besorgt und erklärte, kerntechnische Anlagen dürften niemals Ziel von Angriffen werden.
USA: Nichte und Großnichte von Qasem Soleimani festgenommen
In den USA sind die Nichte und die Großnichte des 2020 ermordeten iranischen Divisionskommandeurs Qasem Soleimani festgenommen worden. Zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio ihre Aufenthaltsgenehmigungen widerrufen.
Das US State Department teilte dazu mit:
"Letzte Nacht wurden die Nichte und die Großnichte des verstorbenen (...) Qasem Soleimani von Bundesbeamten festgenommen, nachdem Außenminister Marco Rubio ihren Status als rechtmäßige Einwohner mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht aufgehoben hatte."
Laut RIA Nowosti wurde darüber hinaus berichtet, dass die Nichte des Generals, die in Los Angeles lebt, Iran in sozialen Netzwerken aktiv unterstützt und zudem "Angriffe auf US-Soldaten und militärische Einrichtungen im Nahen Osten gelobt" habe. Beide Frauen befinden sich derzeit noch in Haft.
Soleimani war am 3. Januar 2020 in Bagdad auf Befehl von US-Präsident Donald Trump durch Raketenbeschuss mithilfe einer US-Drohne umgebracht worden. Soleimani war in diplomatischer Mission nach Bagdad gereist, da Teheran, Bagdad und Riad zum damaligen Zeitpunkt in Verhandlungen über eine Friedenslösung für den Mittleren Osten standen.
Nachtrag 22.38 Uhr:
Das Portal The Cradle schreibt dazu auf seinem Telegram-Kanal, dass die Behauptungen des State Department in Washington nicht der Wahrheit entsprächen. Wörtlich heißt es:
"Zeynab Soleimani, die Tochter des ermordeten Kommandanten der Quds-Einheit des IRGC, Qasem Soleimani, wies die Behauptungen des US-Außenministeriums als völlig falsch zurück und erklärte, dass die in den Vereinigten Staaten inhaftierten Personen keinerlei Verbindung zur Familie ihres Vaters hätten."
Könnte Trump schließlich "aus Verzweiflung" zu Kernwaffen greifen?
Juri Knutow, spezialisiert auf Militärfragen, hält es für möglich, dass US-Präsident Donald Trump wegen der Lage in Iran einen letzten Verzweiflungsschritt tun könnte, insbesondere dann, wenn die viel diskutierte Bodenoffensive in einen Misserfolg münden sollte.
Das russische Portal Absaz ("Absatz") schreibt zu den möglichen Szenarien auf seinem Telegram-Kanal:
"Der US-Präsident bereitet eine Bodenoffensive vor, und sollte diese mit hohen Verlusten enden, könnte er zu einem verzweifelten Schritt greifen, vermutete der Militärexperte Juri Knutow im Gespräch mit 'Absaz'.
Der Chef des Weißen Hauses erinnerte Teheran an die gesetzte Frist von 48 Stunden für den Abschluss eines Abkommens und die Öffnung der Straße von Hormus, andernfalls werde er 'die Hölle' über Iran bringen. Das Land wird kaum auf ein Abkommen eingehen, doch die USA haben bereits Truppen an seine Grenzen verlegt. Wahrscheinlich werden zwei Operationen durchgeführt: eine Ablenkungsaktion und eine Hauptaktion, nämlich der Versuch, die Uranlager zu erobern."
Knutow kommt darin zum Schluss:
"Trump könnte sich zum Einsatz einer Atombombe entschließen. Sie würde auf einen Ort abgeworfen, an dem sich nach Ansicht der USA Uran befindet. (...) Die Folgen wären natürlich katastrophal."
Libanon: Video soll zeigen, wie die israelische Armee Häuser von Vertriebenen sprengt
Das Quds News Network veröffentlichte Videoaufnahmen, die zeigen sollen, wie die israelischen Besatzungstruppen im Süden des Libanon – konkret im Dorf Naqura – mehrere Wohnhäuser sprengen, deren Bewohner gewaltsam vertrieben worden sein sollen.
Nordirak: US-Stützpunkt mit Drohnen angegriffen
Die iranische Agentur Tasnim veröffentlichte auf ihrem Telegram-Kanal einen kurzen Videoclip, der den Drohnenangriff auf die US-Basis in Erbil im Nordirak zeigen soll.
Nähere Angaben zu den Umständen des Angriffs wurden nicht gemacht.
Bloomberg: USA wollen Restbestand ihrer JASSM-Marschflugkörper gegen Iran einsetzen
In ihrem Krieg gegen Iran setzen die USA nun auf die Marschflugkörper des Typs JASSM-ER mit Stealth-Eigenschaften. Ein Großteil dieser weitreichenden Flugkörper aus dem US-Arsenal soll nun Iran zum Einsatz kommen. Doch dafür muss Washington diese Waffen erst aus seinen weltweit eingelagerten Beständen in den Mittleren Osten verfrachten, wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg schreibt. Allerdings ist die Zahl der noch vorhandenen Waffen durch intensiven Verbrauch erheblich zurückgegangen.
Im Bericht heißt es weiter:
"Von den 2.300 Flugkörpern aus der Vorkriegszeit sind weltweit nur noch etwa 425 verfügbar.
Diese Lenkwaffen wurden intensiv eingesetzt – über 1.000 allein im ersten Monat –, wodurch die für andere Konflikte vorgesehenen Reserven geschrumpft sind. Ersatz für sie zu beschaffen könnte Jahre dauern."
Dmitrijew: Der EU könnte bis zum 20. April der Treibstoff ausgehen
Kirill Dmitrijew, der Chef des russischen Anlagefonds Russian Direct Investment Fund (RDIF), hat prognostiziert, dass die Treibstoffvorräte in der Europäischen Union bis zum 20. April aufgebraucht sein dürften.
Seiner Einschätzung nach werden die letzten Schiffe mit Rohöl, die aus dem Persischen Golf die Straße von Hormus in Richtung der EU-Länder passiert haben, ihre Zielhäfen etwa am 11. April erreichen. Unterdessen habe die EU jegliche "aktive Kontrolle" über die Lieferungen aus der Golfregion verloren.
US-Senator Graham: Trump könnte "mit überwältigender militärischer Gewalt" gegen Iran vorgehen
Lindsey Graham, republikanischer Senator für den Bundesstaat South Carolina, zeigte sich am späten Nachmittag auf X zuversichtlich, dass die USA ihre Ziele im Mittleren Osten erreichen werden. Nach seinem heutigen Zusammentreffen mit dem US-Präsidenten schrieb Graham, Trump werde womöglich "überwältigende militärische Gewalt" gegen Iran einsetzen:
"Nachdem ich heute Morgen mit Trump gesprochen habe, bin ich fest davon überzeugt, dass er mit überwältigender militärischer Gewalt gegen das Regime vorgehen wird, sollte dieses weiterhin die Straße von Hormus blockieren und sich einer diplomatischen Lösung zur Erreichung unserer militärischen Ziele verweigern."
Gaza: Mindestens ein Toter nach israelischem Luftangriff in der Nähe eines Flüchtlingslagers
Wie der Telegram-Kanal Quds News Network berichtet, sind heute Nachmittag mindestens eine Person getötet und weitere verletzt worden, nachdem israelische Kampfflugzeuge ein Fahrzeug in der Nähe des Eingangs zum Flüchtlingslager Al-Maghazi im Gazastreifen bombardiert hatten.
Es kursieren verschiedene Videoclips in den sozialen Netzwerken, die das in Brand geschossene Fahrzeug der Opfer zeigen.
Rosatom-Generaldirektor Lichatschow: Ereignisse um AKW Buschehr entwickeln sich nach "ungünstigstem Szenario"
Alexei Lichatschow, Generaldirektor von Rosatom, der Föderalen Agentur für Atomenergie Russlands, hat heute während eines Arbeitsbesuchs in Jekaterinburg erklärt, dass sich die Ereignisse rund um das iranische Kernkraftwerk Buschehr gemäß dem "ungünstigsten Szenario" entwickeln. Die Verschärfung des Konflikts im Persischen Golf habe entsprechende Auswirkungen auf die Umgebung des Kraftwerks.
Wörtlich erklärte der Rosatom-Chef gegenüber dem Fernsehkanal Rossija:
"Leider entwickeln sich die Ereignisse genau so, wie wir es befürchtet hatten. Wie man so schön sagt: Unsere schlechten Vorahnungen haben uns nicht getäuscht. Insgesamt führt die Verschärfung des Konflikts im Persischen Golf zu entsprechenden Auswirkungen in der Nähe des Kraftwerks."
Lichatschow wies zudem darauf hin, dass durch den Angriff auf das Kernkraftwerk Buschehr tatsächlich der physische Schutzbereich der Anlage getroffen wurde. Ein iranischer Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes des Kraftwerks wurde bei dem Angriff getötet.
Der Rosatom-Generaldirektor beschrieb die Lage nach dem Angriff gegenüber Journalisten wie folgt:
"Heute um 07:20 Uhr Moskauer Zeit wurde ein Angriff verübt, der faktisch bereits den physischen Schutzbereich des Kraftwerks traf. Es wurde der erste Todesfall verzeichnet, offenbar ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes des Kraftwerks, ein iranischer Staatsbürger. (…) Die Wahrscheinlichkeit eines Schadens oder eines möglichen nuklearen Zwischenfalls steigt leider von Tag zu Tag."
TASS zufolge warnte Lichatschow vor einer Zuspitzung des Konflikts. Die Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Zwischenfalls steige. Diese Entwicklung berge die Gefahr einer Katastrophe regionalen Ausmaßes, die langjährige Folgen haben könne.
Iranische Angriffe auf Vereinigte Arabische Emirate: Zahl der Opfer steigt auf 217
Nach den Angriffen Irans auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ist die Zahl der Opfer auf 217 gestiegen. Unter den Toten befinden sich auch Russen, wie das Verteidigungsministerium der Emirate auf X mitteilte.
"Insgesamt wurden 217 Menschen verletzt, sie erlitten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades – von leichten bis zu schweren", heißt es in dem Beitrag.
Weiter wird darauf hingewiesen, dass sich unter den Verletzten auch Staatsangehörige der Vereinigten Arabischen Emirate, Ägyptens, des Sudans, Äthiopiens, der Philippinen, der Türkei, des Irak, Nepals, Indonesiens, Schwedens, Tunesiens und Marokkos befinden.
Zuvor war berichtet worden, dass ein Gebäude in Dubai (VAE) durch den Einsatz des Luftabwehrsystems beschädigt wurde. Außerdem wurde bekannt, dass der Betrieb des Gaskomplexes "Habshan" in Abu Dhabi (VAE) nach dem Beschuss eingestellt wurde.
Maria Sacharowa: Offizielle Stellungnahme des Außenministeriums der Russischen Föderation zum Angriff auf das Kernkraftwerk Buschehr
Mittlerweile hat das russische Außenministerium mit einer Stellungnahme auf den jüngsten Angriff auf das iranische AKW reagiert. Die Erklärung wurde von Maria Sacharowa, der Sprecherin des Außenministeriums, verbreitet, auch über den offiziellen Telegram-Kanal des Ministeriums.
In der Stellungnahme vom 4. April 2026 erklärte Maria Sacharowa zu den neuen Raketenangriffen auf das Kernkraftwerk Buschehr:
"Mit wachsender Besorgnis nehmen wir die Berichte über die neuen Raketenangriffe auf das Kernkraftwerk Buschehr am 4. April zur Kenntnis. Wir prüfen die diesbezüglich eingehenden Informationen.
Wir verurteilen dieses Verbrechen, das zu menschlichen Opfern geführt hat, aufs Schärfste.
Wir sprechen unser Beileid zum Tod eines Mitarbeiters des Kraftwerks aus, der, soweit bekannt, für den Personenschutz verantwortlich war.
Wir nehmen die von IAEA-Generaldirektor R. Grossi zum Ausdruck gebrachte tiefe Besorgnis über diesen Angriff zur Kenntnis. Er betonte insbesondere, dass sowohl die Kernkraftwerke selbst als auch die angrenzenden Gebiete, in denen sich lebenswichtige Systeme der nuklearen Sicherheit befinden können, niemals Ziel militärischer Angriffe werden dürfen.
Es ist klar, dass seine Worte an die Aggressoren gerichtet sind, die weiterhin ohne zu zögern und sogar mit einer gewissen ungesunden Begeisterung direkt auf die iranische Nuklearenergie-Infrastruktur zielen, die unter den Geltungsbereich des Atomwaffensperrvertrags (NVV) und des iranischen Abkommens mit der IAEA über umfassende Sicherungsmaßnahmen fällt.
Diese illegalen und rücksichtslosen Handlungen sind ein unauslöschlicher Schandfleck für den internationalen Ruf derjenigen, die Raketen auf das Kernkraftwerk Buschehr und andere unter den Garantien der IAEA stehende iranische Nuklearanlagen richten und den Befehl zum Angriff geben. Im Grunde haben sie ihren bisherigen Ruf im Bereich der Nichtverbreitung von Kernwaffen sowie der nuklearen und physischen Sicherheit vollständig zunichte gemacht, indem sie sich dazu bekannt haben, dass sie selbst keinerlei Normen und Beschränkungen anerkennen.
Wir gehen davon aus, dass der durch die amerikanischen und israelischen Angriffe dem NVV-Regime zugefügte Schaden Gegenstand einer unvoreingenommenen und kritischen Bewertung im Rahmen der am 27. April beginnenden Konferenz zur Überprüfung der Wirksamkeit dieses Vertrags sein wird.
Von russischer Seite werden alle Anstrengungen unternommen, um die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft und der breiten Weltöffentlichkeit darauf zu lenken, dass sich die Lage im Kernkraftwerk Buschehr immer weiter einer gefährlichen Grenze nähert. Das Schlimmste lässt sich noch abwenden, doch dafür müssen die Angriffe auf nukleare Einrichtungen in Iran, darunter auch auf das Kernkraftwerk Buschehr, unverzüglich eingestellt werden."
Italiens Ministerpräsidentin Meloni überrascht mit Kurztrip in Kriegsregion
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ist am Freitag zu Konsultationen in mehrere Golfstaaten geflogen.
Zunächst traf sie in Saudi-Arabien ein, wo sie zu Gesprächen mit dem Kronprinzen Mohammed bin Salman zusammenkam. Laut der italienischen Zeitung La Stampa erfolgte der Termin in Dschidda "ohne Journalisten oder Ankündigung".
Nach dem Treffen erklärte das Büro von Meloni, dass die Ministerpräsidentin mit bin Salman "über den Beistand bei der militärischen Verteidigung gesprochen hat, die Italien dem Königreich leiste". Wie genau dieser Beistand aussieht, wurde nicht näher ausgeführt.
Im Rahmen der zweitägigen Reise werden laut Informationen aus Rom weitere Treffen in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten erfolgen, wie ein Regierungsvertreter mitteilte. Hier bei ihrer Ankunft in Doha, Katar.
Melonis Reise ist die erste eines EU-Spitzenpolitikers in der Region seit dem Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran am 28. Februar.
Soziale Medien: Verlegung von Rettungsflugzeugen zur Unterstützung der Suche des in Iran vermissten US-Soldaten?
Zwei US-amerikanische Rettungsflugzeuge vom Typ HC-130J "Combat King II" sind von der US-Militäreinrichtung in Stuttgart, dem Stuttgart Army Airfield, gestartet und fliegen laut "Flightradar24" in Richtung Naher Osten, so ein Hinweis des X-Kanals Egypt's Intel Observer:
Die Hauptfunktion dieser Maschinen liegt in der "Rettung und Unterstützung von Personal in Krisen- und Kampfgebieten". Zudem können mithilfe der "HC-130J" Hubschrauber in der Luft betankt werden, um deren Reichweite bei Such- und Rettungsmissionen zu verlängern.
"Der Verbleib eines US-Soldaten ist weiterhin unbekannt", so der US-Sender CNN berichtend, nachdem gestern ein F-15-Kampfflugzeug der USA abgeschossen wurde.
Laut "Flightradar24" ist als Zielort demnach der Luftwaffenstützpunkt Incirlik nahe Adana im Süden der Türkei angegeben.
Auf dem Stützpunkt sind türkische Luftstreitkräfte stationiert. Als größter Nutzer gilt aber seit dem Jahr 2001 die United States Air Force.
Nach Angriff auf B1-Brücke: China verurteilt USA und Israel
Die USA haben Irans größte, noch im Bau befindliche Brücke, die B1-Brücke in Karadsch, bombardiert. Lokale Beamte, die für den Bau der B1-Brücke zuständig sind, erklärten, sie sei nicht für militärische Zwecke genutzt worden. Laut iranischen Angaben wurden bei dem Angriff auf die Brücke acht Menschen getötet und Dutzende verletzt.
Kurz nach der Zerstörung der B1-Brücke verurteilte China die Angriffe der USA und Israels auf Iran. "Die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran sind nicht von der UNO genehmigt und verstoßen gegen das Völkerrecht", so die Sprecherin des Außenministeriums und betonte: "China lehnt Angriffe auf zivile Einrichtungen ab und setzt sich für die Rückkehr zum Dialog und zur Kommunikation ein."
Araghtschi kritisiert nach Angriff auf Atomanlage Doppelmoral des Westens
Irans Außenminister Abbas Araghtschi kommentierte auf X die jüngste gezielte Attacke auf das Gelände des iranischen Kernkraftwerks Buschehr. So erinnerte der Politiker an die internationalen Reaktionen, bezogen auf ähnliche Ereignisse im Ukrainekrieg, um festzustellen:
"Erinnern Sie sich an die Empörung des Westens über die Feindseligkeiten in der Nähe des Kernkraftwerks Saporoschje in der Ukraine?
Israel und die USA haben unser Kraftwerk in Buschehr inzwischen viermal bombardiert. Der radioaktive Niederschlag wird das Leben in den Hauptstädten der Golfstaaten auslöschen, nicht in Teheran. Auch die Angriffe auf unsere petrochemischen Anlagen verfolgen konkrete Ziele."
Die Umgebung sowie das Hauptgebäude der Anlage in Buschehr wurden mit dem jüngsten Angriff zum vierten Mal direkt attackiert, zuletzt am 24. März.
Der Hinweis auf petrochemische Anlagen bezieht sich auf drei aktuelle Raketenangriffe Israels auf Chemieanlagen in Fajr, Rejal und Amir-Kabir in der südwestiranischen Provinz.
TASS: Putin führt mehr als zehn Telefongespräche zu Nahost-Krise
Der Konflikt im Nahen Osten, der mit US-amerikanischen und israelischen Luftangriffen auf Ziele in Iran begann, dauert seit Ende Februar an. Während dieser Zeit führte Russlands Staatspräsident Wladimir Putin mehr als zehn Telefongespräche mit ausländischen Spitzenpolitikern. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf eine eigene Analyse.
Die meisten der Telefonate fanden dem Bericht zufolge mit Vertretern der Länder statt, die direkt am Konflikt beteiligt sind. So sprach Putin mehrmals mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian.
Am 9. März telefonierte der russische Staatschef mit US-Präsident Donald Trump.
Mehr dazu im RT DE-Artikel hier.
"Ist auf der Flucht" – Iran setzt Belohnung auf vermissten US-Piloten aus
Iran hat demjenigen, der den vermissten US-Piloten gefangen nimmt, eine Belohnung versprochen. Die Iranische Revolutionsgarde behauptete, einen Kampfjet vom Typ F-15E Strike Eagle abgeschossen zu haben.
Der Pilot soll sich mit dem Fallschirm aus seinem Flugzeug gerettet haben und nun auf der Flucht sein.
Teheran: US-israelische Angriffe auf 30 iranische Universitäten
Seit dem Beginn der Angriffe am 28. Februar bombardieren Einheiten der USA und Israels nachweislich auch zivile Bildungseinrichtungen Irans wie Schulen und Universitäten.
Der iranische Wissenschaftsminister Hossein Simayi Sarraf äußerte sich vor Journalisten, um die jüngsten Angriffe der USA und Israels "auf 30 iranische Universitäten" als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu verurteilen. So erfolgte am Freitag ein Angriff auf die Schahid-Beheschti-Universität für Medizinische Wissenschaften und Gesundheitsdienste im Stadteil Velendschak im Nordwesten von Teheran.
Sarraf erklärte weiter, dass die gezielten Attacken auf wissenschaftliche und lebenswichtige sowie zivile Infrastruktur "im 21. Jahrhundert zeigen, dass der Feind in die Steinzeit zurückgefallen sei – nicht Iran".
US-Präsident Trump hatte zuvor mehrfach angedroht, dass Washington Iran "in die Steinzeit zurückbomben" werde.
Israel attackiert erneut iranische Atomanlage
Laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Tasnim News ist am heutigen Morgen ein israelisches Geschoss in der Umgebung des iranischen Kernkraftwerks Buschehr eingeschlagen. Dabei kam eine Person ums Leben.
Das Geschoss beschädigte demnach ein Gebäude "in der Nähe des Kraftwerks" und tötete dabei einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, so die Meldung. Die Atomenergieorganisation Irans bestätigte am Vormittag, dass die getötete Person "zum Sicherheitspersonal der Anlage gehörte und eines der Nebengebäude der Anlage beschädigt wurde".
Über weitere Folgen des Angriffs in Bezug auf eine mögliche radiologische Gefährdung wurde nicht berichtet.
Die zur UN gehörende Internationale Atomenergiebehörde informierte auf X zu dem erneuten Angriff Israels, dass iranische Kollegen die IAEA über das Ereignis in Kenntnis setzten. Demnach wurde ein Gebäude auf dem Gelände durch Druckwellen und Splitter beschädigt. Ein Anstieg der Strahlungswerte wurde nicht gemeldet. Weiter heißt es:
"Dies ist bereits der vierte Vorfall dieser Art in den letzten Wochen … IAEA-Leiter Grossi äußert tiefe Besorgnis über den gemeldeten Vorfall und betont, dass Kernkraftwerksstandorte oder deren Umgebung niemals angegriffen werden dürfen, da Nebengebäude möglicherweise wichtige Sicherheitsausrüstung beherbergen."
Grossi bekräftigte zudem auf X seine an Tel Aviv gerichtete Forderung "nach größtmöglicher militärischer Zurückhaltung, um das Risiko eines nuklearen Unfalls zu vermeiden".
Die Umgebung der Anlage in Buschehr wurde zuletzt am 24. März seitens Israels attackiert.
Massive Raketenangriffe auf Israel: Direkte Einschläge in Kiryat Ata
Am Freitag trafen iranische Raketen Kiryat Ata, einen Vorort von Haifa. Kiryat Ata beherbergt sensible industrielle Anlagen, einschließlich Ölraffinerien.
Es gab Berichte über Verletzte und Schäden; Todesopfer wurden keine gemeldet.
Iran hat seit Kriegsbeginn über 1.900 Todesopfer gemeldet. Die USA haben mindestens 13 getötete Soldaten bestätigt, während die israelische Seite rund zwei Dutzend Todesopfer eingeräumt hat.
Pentagon: Seit 28. Februar 365 US-Soldaten im Iran-Krieg verwundet
US-Medien haben unter Verweis auf Angaben des US-Kriegsministeriums über die Zahl der bisherigen Todesopfer aufseiten der US-Armee seit Beginn des US-israelischen Angriffskriegs gegen Iran berichtet.
Dazu heißt es:
"Daten des Pentagon zeigen, dass seit Beginn der Operation 'Epic Fury' vor fast fünf Wochen bis zum Freitag 365 Soldaten im Einsatz verwundet wurden."
In einer detaillierteren Auflistung wird angegeben, dass demnach 247 verletzte Soldaten der US-Armee zugerechnet werden. Weiter heißt es:
"63 gehören der Marine an; 19 sind bei den Marines; und 36 dienen bei der Luftwaffe."
Weitere Angaben in der Differenz zur genannten Gesamtzahl werden nicht zitiert.
Die Zahl der Todesopfer liegt laut den Daten des Pentagon "weiterhin bei 13". US-Medien zufolge ist jedoch unklar, ob in dieser Auflistung "auch Besatzungsmitglieder von US-Kampfflugzeugen enthalten sind, die am Freitag von iranischen Streitkräften abgeschossen oder getroffen wurden".
Türkei führt direkte Gespräche mit Iran, Ägypten und den USA
Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat laut Medienmeldungen am Freitag "eine Reihe von Telefonaten mit seinen Amtskollegen aus der Region und den USA" geführt.
Laut ungenannten Ministeriumsquellen habe Fidan unter anderem mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi, dem ägyptischen Außenminister Badr Abdelatty sowie ungenannten US-amerikanischen Vertretern gesprochen.
Themen waren demnach der Verlauf des Krieges und Möglichkeiten für einen Waffenstillstand oder die Beendigung der gegenseitigen Angriffe zwischen Iran und Israel. Ankara und Kairo würden sich demnach weiterhin um einen Ausweg aus dem Krieg bemühen, um mögliche Austragungsorte wie Doha und Istanbul zu prüfen sowie "gleichzeitig nach neuen Vorschlägen zu suchen, um den Stillstand zu überwinden", wie türkische Medien berichten.
Israel setzt Angriffe auf Libanons Hauptstadt fort: bereits mehr als 1.300 Tote
Das israelische Militär setzt seine Angriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut fort. Am frühen Samstagmorgen waren in Beirut Explosionen zu hören und Einschläge zu sehen.
Seitdem die Hisbollah sich Iran im Kampf gegen Israel und die USA angeschlossen hat, sind mehr als eine Million Menschen aus dem Süden und Osten des Landes geflohen. Mehr als 1.300 Menschen sind im Libanon getötet worden.
Die israelische Armee zerstört zudem wie zuvor angekündigt Brücken im Süden Libanons. Laut israelischen Militärangaben soll mit den Bombardierungen verhindert werden, dass Hisbollah-Truppen sowie Waffen zwischen dem Südlibanon und dem Rest des Landes transportiert werden können.
Israelische Armee attackiert petrochemische Anlagen im Südwesten Irans
Israelische Sicherheitsquellen bestätigen laut der Times of Israel Angaben der iranischen Armee, wonach Einheiten der IDF-Luftwaffe petrochemische Anlagen im Südwesten Irans attackiert und getroffen haben.
Laut iranischen Agenturmeldungen wird ein Provinzgouverneur der betroffenen Region Chuzestan zitiert, laut dem durch drei Raketenangriffe die Chemieanlagen Fajr, Rejal und Amir-Kabir in der südwestiranischen Provinz getroffen wurden. Dabei kam es zu Explosionen. Angaben zu Schäden oder Opfern gibt es nicht.
Die Angriffe reihen sich in die jüngste Serie von gezielten IDF-Attacken ein, die sich zunehmend gegen iranische Industrieanlagen richten.
Teheran dementiert Angriff auf US-Botschaft in Riad
US-amerikanische sowie israelische Medien zitieren Informationen des Wall Street Journals vom Freitag, denen zufolge ein iranischer Drohnenangriff am 3. März auf die US-Botschaft in Saudi-Arabien "größere Schäden verursacht hat, als öffentlich bekannt gegeben wurde".
Die Angaben stammen laut dem WSJ von "aktuellen und ehemaligen US-Beamten".
Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) haben diesbezügliche Vorwürfe am Samstag umgehend zurückgewiesen. In einer Mitteilung erklärte die Pressestelle der IRGC, dass es sich bei dem Vorfall "um eine von Israel durchgeführte Operation unter falscher Flagge handelte".
Ein Al Mayadeen-Artikel verweist auf damalige Informationen "aus dem Bereich der regionalen Sicherheit", wonach, "Israel daran arbeite, Operationen unter falscher Flagge im gesamten Nahen Osten und in mehreren europäischen Ländern auszuweiten, und berief sich dabei auf angeblich bestätigte Geheimdienstinformationen".
Der Quelle zufolge wurden die Anschläge von Anfang März, die sich gegen Ziele in Zypern, Aserbaidschan und Riad richteten, von "Israel verübt".
Irans Armee berichtet über Abschuss von mehr als 160 feindlichen Drohnen
Laut Angaben eines leitenden Kommandeurs des "Gemeinsamen Hauptquartiers der nationalen Luftverteidigung Irans" hätten die Luftstreitkräfte "bereits mehrere moderne Kampfflugzeuge, Dutzende Marschflugkörper und mehr als 160 Drohnen [der USA und Israels] zerstört", darunter auch die unbemannten Fluggeräte vom Typ Hermes und Lucas.
So Angaben durch Brigadegeneral Alireza Elhami gegenüber der Nachrichtenagentur IRNA.
Weitere Erklärungen lauten im IRNA-Zitat, dass die iranische Armee weiterhin in der Lage sei "feindliche Kampfflugzeuge und Drohnen mit modernen, im eigenen Land entwickelten Methoden und Ausrüstungen" zu attackieren, die speziell "für die Bekämpfung von Flugzeugen der fünften Generation und hochentwickelten unbemannten Systemen konzipiert" worden seien, so die Darlegungen durch Brigadegeneral Elhami.
Abschließend heißt es, dass der jüngste Abschuss zweier US-Kampfflugzeuge "das Ergebnis von Taktiken sowie des Einsatzes neuer Ausrüstung und Innovationen im Bereich der Verteidigungssysteme" darstelle und damit bei der US-Armee "für Verwirrung sorgt".
Irans Armee startete Drohnenangriffe auf US-Stützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain
Im Verlauf des Karfreitags sowie in der Nacht zu Samstag erfolgten mehrere Angriffe der iranischen Armee mit Drohnen, so Agenturmeldungen.
In einer Tasnim News-Meldung wird von gestrigen Angriffen berichtet, wonach "Standorte von logistischer Ausrüstung und Versorgungseinrichtungen sowie Lager, in denen US-Militärangehörige in Jordanien und Kuwait untergebracht sind", attackiert wurden. Zudem "die größte Aluminiumhütte in Bahrain, die die amerikanische Rüstungsindustrie beliefert", so weitere Angaben zu den erfolgten Drohnenangriffen am Freitag.
Bei einem diesbezüglichen Luftabwehreinsatz im saudi-arabischen Dubai stürzten laut Meldung in der Nacht Trümmerteile auf ein Gebäude des US-Technologiekonzerns Oracle, gelegen im "Technologiepark Internet City". Nach Angaben der Behörden des Emirats kam es zu keinen Verletzten.
IDF zerstört wie angekündigt Brücken im Südlibanon
Die israelische Armee setzt ihre angekündigten Okkupationsabsichten im Süden Libanons militärisch weiter fort.
So wurde eine Brücke im Südosten der Region zerstört. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtet, dass israelische Kriegsflugzeuge eine bis dato funktionale Brücke zwischen den Städten Sohmor und Maschghara bombardiert und zerstört habe.
Zuvor hatten IDF-Angriffe bereits sieben weitere Brücken über den Litani-Fluss zerstört. Laut israelischen Militärangaben soll mit den Bombardierungen verhindert werden, dass Hisbollah-Truppen sowie Waffen zwischen dem Südlibanon und dem Rest des Landes transportiert werden können.
Hauptleidtragende sind jedoch die Menschen in der Region. So seien laut regionalen Behörden "die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung enorm", so Al Jazeera zitierend. Dazu heißt es:
"Das bedeutet, dass es für die Menschen viel schwieriger ist, an Lebensmittel und Medikamente zu kommen. Im Süden befinden sich immer noch Tausende Zivilisten, sei es in ihren eigenen Häusern oder Dörfern oder in Städten wie Tyros, wo nur noch eine einzige Brücke übrig ist, die sie mit dem Rest des Landes verbindet. Daher ist es für die Menschen im Südlibanon viel schwieriger, das zu bekommen, was sie brauchen."
Israelische Armee beschädigt durch Drohnenangriff Lagerhaus des Roten Halbmonds
IDF-Kräfte attackierten durch den Einsatz von Drohnen ein Lagerhaus der Hilfsorganisation Roter Halbmond.
Der Angriff erfolgte im Süden Irans und soll ein Lagerhaus getroffen haben, in dem Hilfscontainer und Rettungsfahrzeuge untergebracht waren, so eine Sprecherin der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) mitteilt.
In einer X-Mitteilung der Organisation lautet der Vorwurf an Israel gerichtet:
"Diese jüngsten Angriffe, die sich direkt gegen zivile Gebiete, Dörfer, städtische Infrastruktur, wirtschaftliche Einrichtungen und sogar ein Hilfslager des Roten Halbmonds richteten, sind ein klares Beispiel für einen Verstoß gegen humanitäre Grundsätze und das Völkerrecht."
Suche nach vermisstem US-Soldat wird fortgesetzt
Das Pentagon bestätigte laut mehreren US-Medienberichten, dass die Suche nach dem Piloten eines abgeschossenen US-Kampfjets vom Typ F-15E weiterhin nicht erfolgreich war.
Eines von zwei Besatzungsmitgliedern wurde demnach gestern von US-Spezialkräften gerettet, während die Suche nach dem zweiten Piloten im Südwesten Irans weiterhin laufe. In einem Telefoninterview mit dem US-Sender NBC wollte sich US-Präsident Trump nicht weiter zu laufenden Such- und Rettungsmaßnahmen äußern.
Einer der Piloten wurde gerettet "und ist am Leben", wie ein US-Beamter gegenüber NBC News erklärte. US-Spezialeinheiten hätten demnach eines der Besatzungsmitglieder auf iranischem Gebiet aufgespürt und in Sicherheit bringen können, so das US-Portal Axios berichtend.
Die iranische Armee erklärte zu dem Ereignis, dass am Freitag zwei US-Kampfflugzeuge in der Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmad abgeschossen wurden. Dabei wurde ein "neues, hochmodernes" Luftabwehrsystem eingesetzt, so Al Jazeera Armeeangaben zitierend. Der Vorgang zeige, dass "die Streitkräfte [Irans] nach wie vor über Kampfkraft gegenüber dem US-Militär verfügen".
Bei dem ersten betroffenen Jet handelte es sich demnach um eine F-15E Strike Eagle mit einer zweiköpfigen Besatzung.
Teheran erlebt erneut schwere israelische Angriffe
Die israelische Armee setzt unverändert ihre Angriffe auf Irans Hauptstadt fort.
Laut Medien- und Agenturberichten erfolgten am gestrigen späten Abend und in der Nacht neue schwere Angriffe. Bewohner im Norden der Stadt erlebten massiven Explosionen.
Al Jazeera Arabic-Mitarbeiter berichten, dass zudem auch in Gebieten nördlich der iranischen Hauptstadt vermehrt Explosionen zu hören waren. Berichte über Verletzte oder Tote liegen nicht vor.
3.04.2026 22:44 Uhr
Teheran meldet erneuten Abschuss eines US-Kampfjets – USA zerstören iranische Brücke
Der Iran hat nach eigenen Angaben eine neue Serie groß angelegter Angriffe auf Ziele in Israel gestartet.
In der Stadt Petach Tikwa östlich von Tel Aviv wurde ein Werk getroffen, das Drohnen herstellt; Todesopfer oder Verletzte wurden dort zunächst nicht gemeldet. Auch aus Nordisrael wurden Einschläge und Schäden gemeldet, in Haifa sollen mindestens sechs Menschen verletzt worden sein.
Zugleich berichteten iranische Medien von US-amerikanischen und israelischen Angriffen im Iran. In Karadsch wurde demnach eine wichtige Brücke beschädigt; örtliche Behörden meldeten acht Tote und mehr als 95 Verletzte. Die iranischen Streitkräfte erklärten außerdem, ein wieteres US-Kampfflugzeug abgeschossen zu haben. Eine Bestätigung aus den USA gab es dafür zunächst nicht. Parallel dazu laufen diplomatische Bemühungen zur Eindämmung des Konflikts.
Golf-Anrainer-Staaten beteiligen sich an Krieg gegen Iran
Wie die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti von einer Quelle unter der Bedingung der Anonymität erfahren hat, beteiligen sich die Regierungen der arabischen Golfstaaten an den Operationen der USA gegen Iran.
Die Agentur zitiert ihren Gesprächspartner wie folgt:
"Bekanntlich bestreiten die Behörden der arabischen Staaten am Persischen Golf und in Jordanien offiziell kategorisch ihre Beteiligung an der Militäroperation der USA und Israels gegen Iran. Dennoch finden solche Aktivitäten in einigen Fällen statt."
Laut Angaben der Quelle sei "offensichtlich", dass die in Bahrain stationierte 5. Flotte der US-Marine direkt an den Angriffen gegen Iran beteiligt ist. Dazu habe der Gesprächspartner weiter ausgeführt:
"Auf dem Gebiet des Königreichs waren zudem Patrouillen- und Aufklärungsflugzeuge vom Typ EP-ZE 'Aries' und R-8a 'Poseidon' stationiert, die im Rahmen der Vorbereitungen des Pentagons für die bevorstehende Operation Aufklärungsdaten sammelten und die Lage in den Küstengebieten der Islamischen Republik Iran, ihren Gewässern und im Persischen Golf überwachten."
Die in Kuwait gelegenen Militärstützpunkte seien von den Amerikanern für logistische und nachrichtendienstliche Zwecke genutzt worden. Überdies kursierten in den Medien Gerüchte, wonach das Pentagon die in den Vereinigten Arabischen Emiraten stationierten Streitkräfte und Ressourcen, vor allem Militärflugzeuge und Drohnen auf dem Stützpunkt der emiratischen Luftwaffe in Dhafra, für die Luftaufklärung und Zielerfassung auf iranischem Gebiet einsetzt. Genau aus diesem Grund werde der amerikanische Teil dieser Basis regelmäßig zum Ziel iranischer Angriffe, erklärte der Gesprächspartner.
"Im Rahmen der Operation wird auch der nach Prinz Sultan benannte Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien genutzt, der 110 Kilometer südöstlich von Riad liegt. Dort sind amerikanische Flugzeuge der Typen E-3G Sentry, E-11A und C-17 Globemaster stationiert."
In Jordanien sei der Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti bei der Stadt al-Azraq der wichtigste Stützpunkt der Amerikaner, von wo aus am häufigsten Angriffe auf Ziele in Iran geflogen werden. Dort sind mindestens zwei Staffeln Kampfflugzeuge, PJ1C-Systeme und Luftabwehrsysteme sowie über dreitausend Soldaten stationiert, wie der Informant gegenüber RIA Nowosti sagte.
USA schlagen Waffenstillstand für 48 Stunden vor – Iran lehnt indirekt ab
Die USA haben Iran über ein Drittland einen 48-stündigen Waffenstillstand vorgeschlagen, wie aus einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Fars hervorgeht.
Teheran habe auf das Angebot keine schriftliche Antwort gegeben, sondern indirekt zu verstehen gegeben, dass Iran kein Interesse an einem Waffenstillstand habe. Stattdessen habe Iran seine Angriffe fortgesetzt, so Clash Report unter Berufung auf die iranische Agentur.
New York Times: Zweiter US-Kampfjet heute bei Iran-Einsatz abgestürzt
Wie der Telegram-Kanal Clash Report unter Berufung auf die New York Times meldet, ist heute ein weiteres US-Kampfflugzeug, eine A-10 "Warthog", in der Nähe der Straße von Hormus abgestürzt.
Dem Bericht zufolge konnte der Pilot sicher gerettet werden.
Der Absturz der A-10 sei etwa zur gleichen Zeit erfolgt wie der Abschuss der F-15E über iranischem Territorium.
Die US-Erdkampfflugzeuge des Typs A-10 wurden erst vor wenigen Tagen in die Golfregion verlegt. Bei einer möglichen Invasion oder Landeoperation könnten diese Kampfflugzeuge eine wichtige Rolle spielen.
Ergänzung 22.25 Uhr:
Wie RIA Nowosti meldet, habe das Oberkommando in Teheran seinerseits erklärt, das iranische Militär habe heute eine US-amerikanische A-10 am südlichen Ende der Insel Qeshm abgeschossen.
"Black Hawk": US-Medien sprechen nun auch von möglichem Beschuss eines US-Hubschraubers
Gegenüber Newsmax haben zwei US-Offizielle inzwischen bestätigt, dass einer der beiden abgeschossenen US-Piloten gerettet wurde und medizinisch versorgt wird. Der Verbleib des zweiten Piloten sei weiterhin unbekannt. Die Such- und Rettungsmaßnahmen dauerten an, wie es heißt. Die zahlreichen, auf Social-Media-Kanälen veröffentlichten Videoaufnahmen von HC-130-Transportflugzeugen und verschiedenen US-Hubschraubern stammen von der laufenden Such- und Rettungsaktion.
Unterdessen habe eine Quelle angedeutet, dass möglicherweise auch ein "Black Hawk"-Hubschrauber über Iran getroffen wurde, als er für die Suche nach dem zweiten F-15-Piloten unterwegs war (RT DE berichtete hier um 17:51 Uhr).
Der Quelle zufolge habe der betreffende "Black Hawk" eine Rauchfahne hinter sich hergezogen, als er heute von Iran aus in den südlichen Irak einflog.
Iranisches Fernsehen meldet Angriff auf Pharmahersteller
Das iranische Fernsehen hat heute von einem israelischen Angriff auf ein iranisches Pharmaunternehmen berichtet, das Medikamente gegen Multiple Sklerose (MS) herstellt.
Laut Al Mayadeen sei das betroffene Unternehmen, so das iranische Fernsehen, "weltweit" der einzige Konkurrent eines Pharmaunternehmens aus Israel, das einen Rohstoff für Medikamente gegen Multiple Sklerose (MS) herstellt.
Israel habe das Pharmaunternehmen unter dem Vorwand der "Herstellung chemischer Waffen" angegriffen, um den global einzigen Konkurrenten auszuschalten.
Zuvor hatte das iranische Staatsfernsehen gemeldet, dass die psychiatrische Klinik Delaram in Teheran evakuiert werden musste, nachdem sie durch einen gezielten Angriff der USA und Israels schwer beschädigt worden war.
Libanon: Hisbollah veröffentlicht angebliche Aufnahmen von Raketenangriff auf israelisches Verteidigungsministerium
Die libanesische Hisbollah hat Aufnahmen veröffentlicht, die offenbar den Raketenangriff auf das Hauptgebäude des israelischen Verteidigungsministeriums und die Kaserne "Delfin" in Tel Aviv zeigen sollen. Der Videoclip scheint am 26. März 2026 erstellt worden zu sein.
Joe Kent: "Betet dafür, dass unsere Politiker diesen sinnlosen Krieg beenden"
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hat auf ihrem Telegram-Kanal das X-Posting von Joe Kent, dem zurückgetretenen Chef der US-Terrorabwehr, verbreitet.
Kent hatte nach Beginn der Rettungsaktion für die beiden Piloten der abgeschossenen US-F-15 auf X heute geschrieben: "Betet für unsere Soldaten, die in Gefahr sind. Betet dafür, dass unsere Politiker diesen sinnlosen Krieg beenden."
CBS News: Ein Besatzungsmitglied des abgeschossenen F-15-Jets gerettet
Nach dem Abschuss eines US-amerikanischen F-15E-Kampfflugzeugs über Iran sei inzwischen ein Besatzungsmitglied im Zuge der Such- und Rettungsaktion von amerikanischen Streitkräften gerettet worden. Dies hätten US-Regierungsvertreter gegenüber CBS News bestätigt.
Zuvor hatte bereits ein israelischer Sender die Rettung des US-Soldaten gemeldet. Von israelischer Seite wurde betont, das Land sei nicht an der Rettungsaktion für die US-Piloten beteiligt.
Iran meldet Abschuss von gegnerischen Drohnen
Das iranische staatliche Fernsehen hat laut Al Mayadeen berichtet, dass die Bodentruppen der iranischen Revolutionsgarden eine US-amerikanische Einwegdrohne vom Typ LUCAS über der Südküste des Landes abgeschossen hätten.
Weiter berichtet der libanesische Sender, dass Esmail Baghaei, der Sprecher des iranischen Außenministeriums, davon gesprochen habe, die iranischen Streitkräfte hätten eine Drohne über der Stadt Schiras im Südwesten des Landes abgeschossen.
Baghaei zufolge stelle die abgeschossene Drohne einen "eindeutigen Beweis" für die "Beteiligung und Komplizenschaft einiger Länder der Region" am Krieg gegen Iran dar.
Iranischer Parlamentspräsident spottet über USA
Mohammad Bagher Ghalibaf, Präsident des iranischen Parlaments, hat auf X wieder einmal eine spöttische Nachricht über die USA verbreitet. Aus Washington war in den zurückliegenden zwei Wochen mehrmals angedeutet worden, die USA würden mit Ghalibaf Gespräche über ein Ende des Krieges führen.
Ghalibaf schrieb am heutigen Nachmittag anlässlich der US-Suchaktion wegen des abgeschossenen US-Kampfjets:
"Nachdem sie den Iran 37-mal in Folge besiegt hatten, wurde dieser brillante Krieg ohne Strategie, den sie begonnen hatten, nun von 'Regimewechsel' auf 'Hey! Kann jemand unsere Piloten finden? Bitte?' herabgestuft.
Wow. Was für ein unglaublicher Fortschritt. Das sind echte Genies."
Suchaktion in Iran: US-Hubschrauber beschossen?
Möglicherweise ist ein US-Hubschrauber während der Suchaktion nach den vermissten Piloten von einem iranischen Geschoss getroffen worden. Dies meldet Al Mayadeen unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Mehr.
Experte: Reaktion der USA auf Abschuss des Kampfjets "nicht prognostizierbar"
Wie die USA auf den Abschuss ihres Kampfjets über Iran reagieren werden, wird davon abhängen, wie sich die Lage in den nächsten Stunden entwickelt. Das sagte Dr. H. A. Hellyer, Wissenschaftler im Nahost-Programm der Carnegie Endowment for International Peace in Washington, D. C., in einem Gespräch mit dem Sender Al Jazeera.
"Wenn sie (die Iraner – Anm. d. Red.) die Piloten finden … kann ich mir vorstellen, dass das Spektakel, die Piloten gefangen zu nehmen und sie im Fernsehen zu zeigen, beispielsweise in den Vereinigten Staaten bei der amerikanischen Öffentlichkeit unglaublich schlecht ankommen wird. Wenn das passieren sollte, denke ich, dass Donald Trump wahrscheinlich versuchen würde, die Situation noch weiter zu eskalieren", sagte er.
Außerdem zitiert Al Jazeera den Experten mit der folgenden Aussage:
"Ehrlich gesagt ist es eine sehr unberechenbare Zeit, wenn wir über die Politik auf amerikanischer Ebene sprechen; sie konzentriert sich wirklich auf sehr wenige Personen an der Spitze, und es ist ein wenig schwierig vorherzusagen, welchen Weg die Regierung einschlagen wird."
"Bloody New Deal" – Trump rüstet auf, Rubio träumt von sozialem Iran
US-Präsident Donald Trump hat für das Haushaltsjahr 2027 einen Rüstungshaushalt in Rekordhöhe von 1,5 Billionen Dollar vorgeschlagen. Dies entspricht einer Steigerung von rund 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr und wäre die größte Erhöhung der Militärausgaben seit dem Zweiten Weltkrieg.
Um diese massive Aufrüstung zu finanzieren, plant die US-Regierung einen Rückzug des Bundes aus jahrzehntealten sozialen Versprechen. Wie Trump am Mittwoch im Weißen Haus mitteilte, sollen Programme wie Medicare, Medicaid und die Kinderbetreuung vollständig in die Verantwortung der 50 Bundesstaaten übergehen. Er begründet dies mit einer "Überforderung" der Bundesebene, deren einzige Kernaufgabe er im "militärischen Schutz" sieht.
Kritiker haben diesen Kurs bereits als "Bloody New Deal" bezeichnet. Dies steht in direktem Widerspruch zur aktuellen Rhetorik des US-Außenministers Marco Rubio. Nur kurz zuvor hatte der Politiker im Interview mit ABC News die iranische Führung scharf kritisiert und ein hypothetisches Szenario entworfen: "Stellen Sie sich einen Iran vor, der seinen Reichtum ... nicht für Waffen ausgegeben, sondern dieses Geld investiert hätte, um den Menschen im Land zu helfen. Man hätte ein völlig anderes Land vor sich."
Putin telefoniert mit Erdoğan
Russlands Präsident Wladimir Putin führte am Freitag ein Telefongespräch mit Erdoğan, wie aus dem Kreml verlautete. Das Wichtigste:
▪️Es wurde die anhaltende Eskalation im Nahen Osten erörtert;
▪️Das russische Staatsoberhaupt dankte dem türkischen Präsidenten für dessen Bereitschaft, den Verhandlungsprozess zur Ukraine zu unterstützen;
▪️Putin und Erdogan stellten fest, dass die Eskalation rund um Iran negative Folgen habe, insbesondere für den Energiesektor;
▪️Die Seiten erörterten weitere Schritte zum Ausbau der politisch-wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und der Türkei;
▪️Die Staatschefs betonten die Bedeutung einer Koordinierung der Maßnahmen angesichts der Versuche Kiews, Gasleitungen im Schwarzen Meer anzugreifen;
▪️Putin und Erdoğan stellten fest, dass sie sich einig sind, dass im Persischen Golf so schnell wie möglich ein Waffenstillstand herbeigeführt werden muss.
Unerwartete "Koalition"? Frankreich, China und Russland blockieren laut Medienbericht Resolutionsentwurf Bahrains
Frankreich, China und Russland blockieren einen Resolutionsentwurf des UN-Sicherheitsrats, der den Einsatz von Gewalt gegen Iran vorsieht, um die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten, berichtet die New York Times unter Berufung auf eine diplomatische Quelle und einen hochrangigen UN-Vertreter.
Der von Bahrain mit Unterstützung der Golfstaaten ausgearbeitete Entwurf sieht vor, dass internationale Streitkräfte das Recht haben, "alle notwendigen Mittel" einzusetzen, um die "freie Schifffahrt" in der Meerenge zu gewährleisten.
Iran meldet Abschuss von Kampfjet: Berichte über US-Suchaktion nach Besatzung
Berichten zufolge soll eine US-amerikanische Transportmaschine vom Typ C-130 Hercules in geringer Höhe über iranischem Territorium geflogen sein und dabei Leuchtraketen eingesetzt haben. Demnach sollen die US-Streitkräfte nach der Besatzung eines abgeschossenen Kampfjets vom Typ F-15E Strike Eagle suchen. Zuvor hatte die Iranische Revolutionsgarde (IRGC) behauptet, ein solches Flugzeug abgeschossen zu haben. Das US-Kommando CENTCOM hat den Abschuss nicht bestätigt.
Eine Moderatorin im iranischen Fernsehen appellierte zudem an Menschen in der Nähe des mutmaßlichen Absturzorts: "Wer den US-Piloten lebend gefangen nimmt, erhält eine wertvolle Belohnung."
Weißes Haus strebt für 2027 Steigerung des US-Militärbudgets auf 1,5 Billionen US-Dollar an
Das Weiße Haus hat den US-Gesetzgebern einen Haushaltsentwurf vorgelegt, in dem für 2027 ein Verteidigungsbudget in Höhe von 1,5 Billionen US-Dollar gefordert wird. Zur Begründung wird angeführt, dass aufgrund des Irankriegs mit steigenden Kosten zu rechnen sei.
Der Gesamtanstieg der Pentagon-Ausgaben gegenüber dem laufenden Jahr wäre laut US-Medien der größte seit dem Zweiten Weltkrieg.
"Der Haushalt baut auf dem historischen Gesamtverteidigungsbudget von einer Billion US-Dollar für 2026 auf und sieht für 2027 Haushaltsmittel in Höhe von insgesamt 1,5 Billionen US-Dollar vor", heißt es in dem Dokument. Dies entspricht einer Steigerung um 445 Milliarden US-Dollar oder 42 Prozent gegenüber dem Gesamtmittelvolumen von 2026.
Iran meldet Abschuss eines US-Kampfjets – Such- und Rettungsoperation läuft
Iranische Medien sowie eine mit dem Vorfall vertraute Quelle im Westen berichten, dass Iran einen US-Kampfjet abgeschossen habe. Demnach läuft eine Such- und Rettungsoperation zur Lokalisierung von zwei Besatzungsmitgliedern.
Axios zufolge wäre dies der erste bestätigte Abschuss eines US-Kampfjets durch gegnerisches Feuer seit Beginn des Krieges.
Das US-Militär und das Weiße Haus äußerten sich zunächst nicht zu entsprechenden Anfragen.
Iranische Staatsmedien veröffentlichten zudem Bilder und Videos, die mutmaßlich Teile des abgestürzten Flugzeugs sowie einen Schleudersitz zeigen sollen. Diese deuten laut Berichten auf einen Kampfjet vom Typ F-15E Strike Eagle hin.
Iran verurteilt Angriffe auf Brücken als "Kriegsverbrechen"
Das iranische Außenministerium hat US- und israelische Angriffe auf Brücken in Iran scharf verurteilt und sie als "Kriegsverbrechen im Stil des IS-Terrorismus" bezeichnet.
Der Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, reagierte damit auf Drohungen von US-Präsident Donald Trump, die Angriffe auf iranische Infrastruktur zu intensivieren, sowie auf Berichte über die Zerstörung der B1-Brücke zwischen Teheran und Karaj.
Baghaei schrieb auf X, die Zerstörung der Brücken, die als Symbole iranischer Ingenieurskunst gelten, erhöhe nicht den Status der Angreifer.
Trump meldet sich erneut zur Blockade der Straße von Hormus auf seiner Plattform "Truth Social":
"Mit etwas mehr Zeit können wir die Straße von Hormus problemlos öffnen, das Öl übernehmen und ein Vermögen machen – ein 'Gusher' für die Welt."
Iranisches Staatsfernsehen ruft zur Ergreifung eines US-Piloten auf
Das iranische Staatsfernsehen hat sich an die Bevölkerung gewandt, nachdem Berichte aufkamen, dass US-Streitkräfte in Iran nach der Besatzung eines möglicherweise abgeschossenen Kampfjets vom Typ F-15E Strike Eagle suchen.
Eine Moderatorin des staatlichen Senders appellierte dabei an Menschen in der Nähe des mutmaßlichen Absturzorts: "Wer den US-Piloten lebend gefangen nimmt, erhält eine wertvolle Belohnung."
Berichte über US-Suchaktion in Iran nach mutmaßlichem Jet-Abschuss
Berichten zufolge soll eine US-amerikanische Transportmaschine vom Typ C-130 Hercules in geringer Höhe über Iran geflogen sein und dabei Leuchtraketen eingesetzt haben.
Im Netz kursieren zudem Spekulationen, wonach US-Streitkräfte nach der Besatzung eines möglicherweise abgeschossenen Kampfjets vom Typ F-15E Strike Eagle suchen könnten. Zuvor hatte die iranische Revolutionsgarde (IRGC) behauptet, ein solches Flugzeug abgeschossen zu haben.
Ein X-Konto, das sich als Geheimdienst der IRGC ausgibt, hat ein Bild veröffentlicht, das offenbar einen Schleudersitz zeigt – möglicherweise vom Typ ACES II, wie er in US-Kampfjets vom Typ F-15E Strike Eagle verwendet wird. Eine Bestätigung dafür liegt jedoch nicht vor.
Iran verurteilt Angriff auf Anlage in Kuwait
Die IRGC hat Israel vorgeworfen, den jüngsten Angriff auf Energie- und Entsalzungsanlagen in Kuwait durchgeführt zu haben, und diesen scharf verurteilt.
In einer Erklärung der IRGC hieß es, kuwaitische Behörden hätten einen Angriff auf ein Kraftwerk und eine zugehörige Entsalzungsanlage gemeldet. Der Vorfall wurde als "unkonventioneller und illegitimer Angriff" bezeichnet. Kuwait warf Teheran vor, diesen Angriff durchgeführt zu haben.
Zugleich drohte die IRGC mit Vergeltung: US-Stützpunkte und Militärpersonal in der Region sowie militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen Israels in den besetzten palästinensischen Gebieten seien "legitime Ziele".
Iran bereitet sich auf mögliche Bodenoperation vor und verstärkt Verteidigungslinie
Iran reagiert nach Angaben von Beobachtern auf die Möglichkeit einer Bodenoperation auf seinem Territorium mit einer deutlichen Verstärkung der Verteidigungsmaßnahmen rund um seinen größten Öl-Exportknotenpunkt.
Gleichzeitig droht Teheran damit, ein breiteres Spektrum an Zielen in der Region des Persischen Golfs anzugreifen, und hat eine umfangreiche Rekrutierungskampagne gestartet, die an die Mobilisierung während des Iran-Irak-Kriegs in den 1980er-Jahren erinnert.
Dem Wall Street Journal zufolge bereitet sich Iran auf einen intensiveren Krieg vor, der darauf abzielt, gegnerische Kräfte trotz deren Luftüberlegenheit stärker zu treffen.
Besonders die Insel Charg werde laut Berichten militärisch verstärkt. Dazu gehörten unter anderem zusätzliche Raketenabwehrsysteme, Minen entlang der Küste sowie die Sicherung wichtiger Anlagen, erklärte ein iranischer Parlamentsvertreter.
Militäranalysten gehen davon aus, dass sich auf vielen der Inseln wahrscheinlich Tunnelanlagen befinden, die Iran zur Verteidigung mit Raketen und anderer Munition vorbereitet hat.
Teheran, das bereits einen Großteil der Ölexporte aus dem Golfraum unterbrochen und Anlagen sowie Flughäfen getroffen habe, habe seinen arabischen Nachbarn am Persischen Golf mitgeteilt, dass es im Falle einer Invasion seiner Inseln auch Offshore-Ölplattformen angreifen würde.
Zudem drohe Iran, kritische Infrastruktur wie Kraftwerke und Entsalzungsanlagen ins Visier zu nehmen.
Militäranalysten, darunter das New Lines Institute for Strategy and Policy in Washington, schätzen, dass in Iran rund eine Million aktive Soldaten und Reservisten unter Waffen stehen. Dazu gehören etwa 190.000 kampferprobte Kräfte der IRGC.
Einheiten an der iranischen Küste gelten als kampferfahrener als Truppen im Landesinneren, die seit dem Krieg mit dem Irak keinen direkten Kriegseinsatz mehr erlebt haben.
Die Marine der IRGC verfügt über Hunderte kleine, schnelle Boote, die mit Raketen, Torpedos und Minen bewaffnet sind. Diese Kräfte haben seit Jahren Schiffe im Persischen Golf bedrängt und ihre Aktivitäten im aktuellen Krieg weiter intensiviert.
Im Jahr 2016 nahm die Revolutionsgarde zehn US-Soldaten gefangen, nachdem ihre Boote zu nahe an eine iranische Insel im Persischen Golf geraten waren. Die Soldaten wurden später unverletzt wieder freigelassen.
Raketen treffen Haifa – Israels strategisches Ölzentrum im Norden
Nach Angaben israelischer Behörden ist es bei dem jüngsten Raketenbeschuss zu Angriffen auf Nordisrael gekommen, insbesondere auf die Stadt Haifa und umliegende Gebiete.
Israels medizinische Dienste melden am Freitag sechs Verletzte, darunter auch Fälle von Schockreaktionen.
Haifa gilt als eine strategisch wichtige Stadt mit großer Einwohnerzahl und beherbergt zudem die wichtigste Ölraffinerie Israels, die rund 70 Prozent der nationalen Raffineriekapazität ausmacht.
Die Anlage selbst wurde diesmal nicht getroffen, war jedoch im Verlauf des Krieges bereits zweimal beschädigt worden.
Einschlag in Zentralisrael: Dramatische Aufnahmen zeigen iranischen Raketentreffer
Irans Raketenangriff auf Petah Tikva soll Drohnenfabrik getroffen haben
Der iranische ballistische Raketenangriff auf Petah Tikva am gestrigen Abend soll eine Drohnenfabrik des israelischen Unternehmens AeroSol präzise getroffen haben.
AeroSol ist ein israelisches Luft- und Raumfahrtunternehmen, das sich mit der Herstellung von UAVs (Drohnen), Komponenten sowie der Entwicklung von Drohnenplattformen für Verteidigungs- und Regierungsauftraggeber befasst.
Brand in Habshan-Gasanlage der VAE – Betrieb gestoppt
Im Gasverarbeitungszentrum der Habshan-Gasanlage ist ein Feuer ausgebrochen, nachdem Trümmer eines abgefangenen Geschosses auf das Gelände gefallen waren, teilte das Medienbüro von Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), mit.
Der Betrieb wurde vorübergehend eingestellt, während Einsatzkräfte den Brand bekämpfen. Berichte über Verletzte liegen bislang nicht vor.
Mehrere Streumunitions-Einschläge in der Region Haifa gemeldet
Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden laut der Time of Israel in der Region Haifa mehrere Einschlagsorte von Streumunition registriert. Die Angriffe sollen aus Richtung Iran erfolgt sein.
Dabei wurden Straßen und Fahrzeuge beschädigt. Berichte über Verletzte liegen bislang nicht vor.
WHO warnt vor Angriffen auf iranisches Gesundheitssystem
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat seit dem 1. März mehr als 20 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen in Iran bestätigt. Dabei seien mindestens neun Menschen getötet worden, darunter ein Mitglied der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte, ein Angriff habe unter anderem das traditionsreiche Pasteur-Institut Teheran getroffen und dieses außer Betrieb gesetzt. Auch ein psychiatrisches Krankenhaus sowie eine Einrichtung zur Produktion von Krebs- und Multiple-Sklerose-Medikamenten seien beschädigt worden.
Kuwait meldet Treffer auf Entsalzungsanlage
Nach Angaben Kuwaits hat ein iranischer Angriff Teile eines Kraftwerks- und Entsalzungsanlagen-Komplexes beschädigt.
Einsatzkräfte arbeiten demnach unter Notfallplänen daran, den Betrieb aufrechtzuerhalten und die Anlage zu sichern. Weitere Details wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Ölpreise steigen deutlich – Brent bei rund 109 Dollar
Der Ölpreis hat nach erneuten Drohungen von Präsident Donald Trump gegen die iranische Infrastruktur deutlich zugelegt.
Die Nordsee-Sorte Brent Crude stieg am Freitag um rund 8 Prozent und überschritt die Marke von 109 US-Dollar pro Barrel.
Seit Beginn des Krieges haben sich die Ölpreise insgesamt um fast 50 Prozent erhöht. Das treibt weltweit die Kraftstoffpreise in die Höhe und zwingt Regierungen zu Energiesparmaßnahmen.
US-Geheimdienst: Iran verfügt weiterhin über erhebliche Raketenfähigkeit
Nach Einschätzungen des US-Geheimdienstes verfügt Iran weiterhin über bedeutende Raketen- und Drohnenkapazitäten. Etwa die Hälfte der Raketenstartsysteme sei noch funktionsfähig. Zudem verfüge das Land trotz anhaltender Angriffe durch die USA und Israel weiterhin über tausende Einweg-Angriffsdrohnen.
Mehrere mit den Erkenntnissen vertraute Quellen erklärten gegenüber CNN, Iran sei "weiterhin in der Lage, erheblichen Schaden in der gesamten Region anzurichten".
Demnach könnten in der Bilanz auch Startsysteme enthalten sein, die zwar beschädigt oder verschüttet, aber nicht vollständig zerstört wurden.
Auch rund 50 Prozent der iranischen Drohnenkapazitäten seien demnach noch vorhanden. Darüber hinaus sei ein großer Teil der küstennahen Marschflugkörper offenbar intakt geblieben. Diese Systeme gelten als wichtig, um die Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen.
Die Geheimdienste zeichnen ein differenzierteres Bild der weiterhin vorhandenen Fähigkeiten Irans als die öffentlich verbreiteten, deutlich optimistischeren Einschätzungen von Präsident Trump und Regierungsvertretern.
Iran droht mit Gegenschlägen auf regionale Infrastruktur
Der staatliche Sender Press TV veröffentlichte ein Video, in dem Militärsprecher Ebrahim Zolfaghari warnt: Sollten die USA weiterhin Angriffe auf iranische Kraftwerke androhen, werde Teheran als Reaktion Energieinfrastruktur sowie Informations- und Telekommunikationsunternehmen in der Region ins Visier nehmen – insbesondere Firmen mit US-amerikanischen Anteilseignern.
Iranische Militärvertreter hatten in der Vergangenheit wiederholt gedroht, auch große Technologieunternehmen im Nahen Osten angreifen zu können.
Drohnenangriff auf Raffinerie in Kuwait
Am frühen Morgen haben Drohnen die Raffinerie Mina Al-Ahmadi Raffinerie getroffen. Wie die staatliche Kuwait Petroleum Company (KPC) auf X mitteilte, brachen in mehreren Betriebseinheiten Brände aus. Einsatzkräfte sind vor Ort, um die Feuer zu löschen. Berichte über Opfer liegen bislang nicht vor. Eine Abschaltung der Raffinerie wurde zunächst nicht bestätigt.
Die Anlage war bereits in der Vergangenheit Ziel von Angriffen und wurde vor zwei Wochen vorsorglich stillgelegt.
Iran meldet "Abschuss eines zweiten Kampfjets"
Die iranische Revolutionsgarde (IRGC) behauptet, einen zweiten US-Kampfjet vom Typ F-35 Lightning II über Zentraliran abgeschossen zu haben.
Laut der Fars News Agency wurde das Flugzeug vollständig zerstört. Über das Schicksal des Piloten liegen bislang keine Informationen vor.
Die Mehr News Agency hält es für unwahrscheinlich, dass sich der Pilot wegen der heftigen Explosion retten konnte.
Iran hatte zunächst den Abschuss einer F-35 gemeldet.
Das United States Central Command reagierte zunächst nicht auf die neuen Angaben, hatte jedoch frühere Abschussmeldungen aus Iran bestritten.
Trump droht erneut Iran
Nach dem Angriff auf eine Brücke in Karadsch durch die USA schrieb Präsident Donald Trump auf Truth Social, das US-Militär habe "noch nicht einmal damit begonnen", Ziele in Iran zu zerstören. Als nächste Ziele nannte er Brücken und Elektrizitätswerke und forderte ein schnelles Handeln der neuen Führung.
Trump bezog sich dabei auf seine früheren Äußerungen, wonach sich die Führung in Teheran zur Beendigung des Kriegs auf einen Deal einlassen müsse, bevor es zu spät sei und nichts mehr vom Land übrig bleibe. Für den Fall, dass Iran eine Übereinkunft mit den USA ablehnen sollte, hat Trump Teheran schon mehrfach mit Angriffen auf Kraftwerke und Strominfrastruktur gedroht.
UN-Abstimmung zu Einsatz in der Straße von Hormus verschoben
Der UN-Sicherheitsrat hat die für Freitag angesetzte Abstimmung über die vom Golfkooperationsrat geforderte Freigabe des Einsatzes von Waffengewalt zum Schutz der Straße von Hormus verschoben. Aus diplomatischen Kreisen in New York hieß es als Begründung, dass die Vereinten Nationen den Karfreitag als Feiertag betrachten – obwohl dies bereits bekannt war, als die Abstimmung für Freitag angesetzt wurde. Ein neues Datum wurde nicht genannt.
Bahrain hatte zuvor einen Resolutionsentwurf vorgelegt, der den Einsatz "aller notwendigen Mittel" zur Gewährleistung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus vorsieht.
Die Vetomächte Russland, China und Frankreich äußerten starke Bedenken gegenüber dem von den USA unterstützten Vorschlag.
Hormus-Blockade belastet Weltwirtschaft – Russland bietet Alternativen an
2.04.2026 22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zum Iran-Krieg und werden die Berichterstattung am frühen Freitagmorgen fortsetzen. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
Irans Außenminister bezeichnet US-Angriffe auf Infrastruktur als Zeichen eines "moralischen Zusammenbruchs"
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat die jüngsten US-Angriffe auf zivile Infrastruktur als Zeichen eines moralischen Verfalls der USA und Israels bewertet. Sie würden Iran dennoch nicht zum Einlenken zwingen.
"Angriffe auf zivile Einrichtungen, darunter auch unfertige Brücken, werden die Iraner nicht zur Kapitulation zwingen", schrieb Araghtschi in einem Beitrag auf X, illustriert mit einem Bild einer zerstörten Brücke. Solche Aktionen würden "die Niederlage und den moralischen Zusammenbruch eines Feindes in Aufruhr verdeutlichen".
Am Donnerstagmorgen richtete sich ein US-israelischer Angriff gegen die B1-Brücke in Karadsch westlich von Teheran, wobei mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt wurden.
Iraks Außenministerium bekräftigt Neutralitätskurs
Das irakische Außenministerium bekräftigt, dass es sich dafür einsetzt, den Irak aus dem Konflikt in der Region herauszuhalten. Es könne vorkommen, dass "bestimmte Gruppen oder Einzelpersonen" entgegen den Anweisungen des Staates versuchen, Handlungen durchzuführen, die nicht der offiziellen Politik entsprechen.
Die Regierung ergreift weiterhin die notwendigen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass das irakische Staatsgebiet nicht als Ausgangspunkt für feindselige Handlungen genutzt wird.
Israel behauptet, weiteren iranischen Kommandeur getötet zu haben
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen weiteren ranghohen iranischen Kommandeur getötet. Bei dem Angriff auf Teheran sei Dschamschid Eshaghi in dieser Woche ums Leben gekommen. Er sei Kommandeur des "Öl-Hauptquartiers" der iranischen Streitkräfte gewesen, hieß es weiter in der Mitteilung.
Eshaghi sei auch für die Bereitstellung finanzieller Mittel für Verbündete Irans in der Region verantwortlich gewesen, darunter die libanesische Hisbollah sowie die Huthi-Miliz im Jemen. Er stand auf einer Sanktionsliste des US-Finanzministeriums und war dort als "weltweit agierender Terrorist" eingestuft.
Eine Bestätigung aus Iran gab es bislang nicht.
Uschakow: Keine Bitten der USA um Vermittlung im Iran-Krieg
Die USA hätten Russland nicht gebeten, bei der Lösung der Iran-Frage zu vermitteln, erklärte der Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, in einem TV-Interview am Donnerstag.
"Niemand hat sich diesbezüglich an uns gewandt. Ich meine damit die Amerikaner", sagte Uschakow im Interview für die Nachrichtensendung Westi.
Argentinien weist iranischen Gesandten aus
Argentinien hat den diplomatischen Gesandten Teherans nach einem Wortgefecht mit der Regierung von Präsident Javier Milei ausgewiesen, die die US-amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran begrüßt hatte.
Dem iranischen Geschäftsträger Mohsen Soltani Tehrani wurde am Donnerstag eine Frist von 48 Stunden gesetzt, das Land zu verlassen, zwei Tage nachdem Argentinien unter Präsident Javier Milei, einem engen Verbündeten von Präsident Trump und Israel, die iranische IRGC als "terroristische Organisation" eingestuft hatte.
Das iranische Außenministerium warf Argentinien daraufhin in einer Erklärung vor, sich "auf die Seite der Aggressoren zu stellen", was einen "klaren Verstoß" gegen das Völkerrecht darstelle.
Das argentinische Außenministerium begründete die Ausweisung des iranischen Diplomaten am Donnerstag mit dieser Erklärung sowie mit der aus seiner Sicht "anhaltenden Weigerung" Irans, bei den Ermittlungen zu einem Bombenanschlag in Buenos Aires im Jahr 1994 zu kooperieren.
Bei dem schwersten Anschlag dieser Art in der Geschichte Argentiniens wurden am 18. Juli 1994 durch eine Autobombe 85 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt, die sich vor dem Gebäude der Argentinisch-Israelitischen Vereinigung (AMIA) aufhielten.
Mehr zum Thema – "Unverzeihliche Beleidigung": Iran rügt Argentinien wegen Einstufung der IRGC als Terrororganisation
Video: Einschlag in Petah Tikva (Israel)
Tehran Times hat ein Video veröffentlicht, das einen direkten Raketentreffen im israelischen Petah Tikva zeigt. Es wird nicht mitgeteilt, was getroffen wurde, auch zu Opfern liegen aktuell keine Berichte vor.
Tehran Times veröffentlicht Aufnahmen einer abgeschossenen "Reaper"-Drohne
Die Tehran Times hat auf ihrem X-Account Aufnahmen von Trümmern einer vermutlich am Donnerstag abgeschossenen US-Drohne des Typs MQ-9 ("Reaper") veröffentlicht. Wenn der Bericht wahr ist, wäre dies bereits die sechzehnte MQ-9, die abgeschossen werden konnte.
MQ-9 ist sowohl als Jäger- und Killerdrohne als auch für Aufklärungszwecke einsetzbar. Nach öffentlich verfügbaren Informationen wurden davon bislang 575 Stück gebaut. Außer den USA setzen auch Großbritannien und Italien die MQ-9 ein.
Angriff auf iranisches Munitionslager – Revolutionsgarde meldet Gegenangriffe auf US-Ziele
Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran dauern weiter an. US-Medien berichten von einem schweren Schlag gegen ein großes iranisches Munitionslager in der Provinz Isfahan. Der Sprecher des iranischen Zentralkommandos erklärte dagegen, strategisch wichtige Standorte der iranischen Rüstungsproduktion seien von den Angriffen nicht getroffen worden.
US-Präsident Donald Trump behauptete, die Ziele der Militäroperation im Iran seien nahezu erreicht. Zugleich mehren sich Zweifel an der Zielsetzung Washingtons. Der Filmemacher und Podcaster Matt Weinglass warf Trump vor, in einer Rede keine klare Linie erkennen zu lassen.
Unterdessen meldete die iranische Revolutionsgarde Angriffe auf einen US-Stützpunkt in Jordanien sowie auf eine Ansammlung von US-Personal nahe dem Luftwaffenstützpunkt Al Minhad in Dubai.
Rakete aus Jemen in Richtung Israel abgefeuert
Die israelische Armee gab bekannt, dass sie eine aus dem Jemen in Richtung israelischen Hoheitsgebiets abgefeuerte Rakete entdeckt habe. Dies ist bereits der vierte derartige Angriff seit Kriegsbeginn.
Laut Channel 14 bestätigte das israelische Heimatfrontkommando, dass es nach der Entdeckung des Starts eine Frühwarnung ausgegeben habe, wobei die Warnungen den Großteil der israelischen Städte betrafen. In mehreren Gebieten, darunter Jerusalem und die Region am Toten Meer, heulten die Sirenen auf.
Trump ergötzt sich an Brückeneinsturz in Iran
US-Präsident Donald Trump prahlt in seinem sozialen Netzwerk "Truth Social" mit der Zerstörung einer Autobahnbrücke, die Teheran mit Karadsch verband. Trump veröffentlichte ein Video, das die Zerstörung der Brücke zeigt. Den Teileinsturz, bei dem letzten Behördenangaben zufolge zwei Menschen getötet und weitere verletzt wurden, kommentierte er dabei wie folgt:
"Die größte Brücke Irans stürzt ein und wird nie wieder nutzbar sein – viel mehr wird noch kommen! Es ist Zeit für Iran, einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät ist und nichts mehr von dem übrig ist, was noch ein großes Land werden kann!"
Al Jazeera veröffentlicht Infografik mit aktualisierter Zahl in Gaza getöteter Palästinenser
Der Sender Al Jazeera hat am Donnerstag Infografiken mit aktualisierten Angaben zur Zahl der in Gaza getöteten und verwundeten Menschen veröffentlicht. Der Sender stützt sich dabei auf Daten des Gesundheitsministeriums Palästinas.
Demnach wurden seit Oktober 2023 72.289 Palästinenser im Gazastreifen getötet und 172.040 verletzt. Auch nach dem sogenannten "Waffenstillstand" wird weiter getötet: 713 Menschen wurden seitdem getötet und fast zweitausend verwundet.
Iranisches Außenministerium erklärt im Sputnik-Interview das künftige Regime für die Straße von Hormus
Die künftigen Regelungen für die Passage der Straße von Hormus hat der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Garib-Abadi in einem Interview für Sputnik erläutert. Die Vorschriften werden die Durchfahrt von Militär- und Handelsschiffen festlegen.
"Das von mir erwähnte Protokoll deckt die unterschiedlichsten Aspekte ab. Einer davon ist die Festlegung der Durchfahrtsordnung für Militärschiffe durch die Meerenge. Für Handelsschiffe werden gesondert besondere Regeln und Bedingungen festgelegt", erklärte Garib-Abadi.
Darüber hinaus wird es einen Abschnitt geben, der sich auf die Anrainerstaaten bezieht. So werden Iran und Oman für die Erleichterung und Gewährleistung der Sicherheit der Durchfahrt verantwortlich sein. In einem weiteren Punkt werden die Pflichten bestimmter Länder, unter deren Flagge die Schiffe fahren, sowie deren Eigner festgelegt. Dieser wird eine Bestimmung über die Entschädigung für die Erbringung bestimmter Dienstleistungen enthalten.
"All diese Fragen werden derzeit geprüft, und sobald wir eine Einigung mit Oman erzielt haben, wird dies natürlich bekannt gegeben. Es ist noch zu früh, um über konkrete Tarife und die Höhe dieser Gebühren zu sprechen oder darüber, ob sie überhaupt erhoben werden – diese Frage befindet sich noch in der Prüfungsphase", fügte Garib-Abadi hinzu.
Zuvor hatte Teheran am Donnerstag vorgeschlagen, einen "Hormus-Pakt" unter Beteiligung von Ländern des Nahen Ostens, asiatischen und einigen europäischen Staaten auszuarbeiten. Dort wurde auch festgestellt, dass der Versuch der USA, die Kontrolle über die Ölvorkommen Irans zu erlangen, gescheitert sei.
Guterres ruft zur "Mäßigung" auf
UN-Generalsekretär António Guterres hat vor einer gefährlichen Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten gewarnt. "Wir stehen am Rande eines größeren Krieges, der den Nahen Osten erfassen und weltweit dramatische Auswirkungen haben würde", sagte Guterres vor Journalisten in New York.
Die Spirale aus Tod und Zerstörung müsse enden, forderte er.
Großbritannien sammelt Koalition aus 40 Ländern gegen die Blockade der Straße von Hormus
Großbritannien hat am Donnerstag Außenminister aus 40 Ländern in einer Videokonferenz versammelt, um Optionen zur Wiederöffnung der Straße von Hormus zu erörtern, die von Iran als Reaktion auf den von den Vereinigten Staaten und Israel begonnenen Krieg de facto blockiert wird.
Der britische Premierminister Keir Starmer sagte, der virtuelle Gipfel unter dem Vorsitz der britischen Außenministerin Yvette Cooper werde "alle gangbaren diplomatischen und politischen Maßnahmen prüfen", um die Wasserstraße wiederherzustellen.
Die USA gehören nicht zu den Ländern, die an dem Treffen teilnehmen, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass die Sicherung der Wasserstraße nicht Aufgabe seines Landes sei.
Wie der Reporter des Senders Al Jazeera, Rory Challands, zum Kreis der Teilnehmer anmerkt:
"Positiv zu vermerken ist, dass es sich um eine breite Koalition handelt. Sie umfasst nicht nur westliche Länder, nicht nur die NATO. Dazu gehören Länder wie Großbritannien, Frankreich, die skandinavischen Länder und die baltischen Staaten, aber auch Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Panama und Nigeria."
Zweifelhaft seien allerdings die faktischen Möglichkeiten und militärischen Kapazitäten dieser "Koalition", effektiv gegen die Blockade der Straße von Hormus vorzugehen.
Hohe Wetteinsätze auf US-Bodentruppeneinsatz in Iran
Zwei große Accounts haben in den letzten 24 Stunden auf der Onlineplattform Polymarket darauf gewettet, dass bis Ende April US-Truppen in Iran einmarschieren werden, und dabei hohe Einsätze gemacht.
Der erste, seit Januar 2026 auf der Wettplattform aktiv, hatte bereits zuvor die Daten früherer Angriffe auf Iran richtig vorhergesagt und könnte nun mehr als 1,2 Millionen Dollar gewinnen. Der zweite – mehr als 800.000 Dollar. Wer hinter den Geboten steht, ist nicht bekannt.
Zahl der Todesopfer in Iran steigt auf 2.076
Seit dem 28. Februar sind nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums bei Angriffen der USA und Israels im gesamten Iran mindestens 2.076 Menschen getötet und 26.500 verletzt worden. Mehr als 600 Schulen und Bildungseinrichtungen wurden von den Angriffen der USA und Israels getroffen.
Brand am Flughafen Maschhad
Nahe dem Flughafen der zweitgrößten iranischen Stadt Maschhad im Nordosten Irans ist laut einem Medienbericht ein Brand ausgebrochen. Ein Treibstofftank sei von einem Geschoss getroffen worden, meldete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf die Behörden der Provinz Chorasan Rasawi. Es habe keine Opfer gegeben. Die Feuerwehr sei vor Ort.
Iran reagiert auf Trumps Drohung, das Land ins Steinzeitalter zurückzubomben
Der Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der iranischen Revolutionsgarden, Madschid Mussawi, bezeichnete die Äußerungen der USA über Pläne, Iran ins Steinzeitalter zurückzuversetzen, als Hollywood-Illusionen.
"Gerade ihr treibt eure Soldaten ins Grab, nicht Iran, den ihr ins Steinzeitalter zurückwerfen wollt. Eure Hollywood-Illusionen haben euer Denken so sehr verzerrt, dass ihr mit eurer unbedeutenden 250-jährigen Geschichte einer Zivilisation droht, die mehr als sechstausend Jahre alt ist", schrieb Musawi im sozialen Netzwerk X.
In der vergangenen Nacht wandte sich Donald Trump in einer 20-minütigen Ansprache an die Amerikaner und erklärte, die USA stünden kurz davor, ihre Ziele im Iran zu erreichen; sollte die Islamische Republik versuchen, ihre Nuklearanlagen wieder in Betrieb zu nehmen, werde Washington weitere Raketenangriffe durchführen.
UN-Experten werfen Israel gezielte Tötung von Journalisten vor
Mehrere UN-Sachverständige haben Israel die gezielte Tötung libanesischer Journalisten vorgeworfen. Dies stelle einen weiteren eklatanten Angriff israelischer Streitkräfte auf die Pressefreiheit dar, erklärten die Sonderberichterstatterin für den Schutz der Meinungsfreiheit, Irene Khan, und zwei weitere Experten. Israel steht bereits wegen einer ähnlichen Praxis im besetzten Westjordanland und im Gazastreifen in der Kritik.
Am vergangenen Sonnabend hatte das israelische Militär zwei Reporter und einen Kameramann der libanesischen Sender Al Manar und Al Mayadeen mit einem Luftschlag getötet, als sie in ihrem Auto zu Recherchen unterwegs waren. Israel bezeichnete die Journalisten als "Terroristen".
Iran beantragt UNESCO-Sondersitzung zu Schäden an Kulturerbe durch Angriffe der USA und Israels
Iran hat eine Sondersitzung der UNESCO beantragt, um detaillierte Berichte über die schweren Schäden an Kulturerbestätten vorzulegen, die durch die jüngsten Luftangriffe der USA und Israels verursacht wurden. Das meldet Tehran Times am Donnerstag.
Österreich lehnt Nutzung seines Luftraums für US-Operationen gegen Iran ab
Österreich hat den USA die Erlaubnis zur Nutzung seines Luftraums für Militäroperationen gegen den Iran unter Berufung auf das Neutralitätsgesetz verweigert, wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte.
Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte, dass es "mehrere" Anfragen aus Washington gegeben habe, er nannte jedoch keine konkrete Zahl, wie der österreichische öffentlich-rechtliche Sender ORF berichtete. Der Sprecher fügte hinzu, dass jeder Fall in Abstimmung mit dem österreichischen Außenministerium individuell geprüft werde.
Österreich, das seit langem eine Politik der militärischen Neutralität verfolgt, hat laut dem Ministerium kein generelles Überflugverbot für die USA verhängt. Man prüfe die Anträge jedoch von Fall zu Fall.
Spanien, der lautstärkste europäische Kriegsgegner, erklärte am Montag, dass der Luftraum des Landes für US-Militärflugzeuge, die an dem Konflikt beteiligt sind, gesperrt sei. Auch die italienische Regierung verweigerte US-Bombern letzte Woche die Nutzung eines Militärstützpunkts auf Sizilien.
Zwei Tote bei Anschlag auf Brücke zwischen Teheran und Karadsch
RT DE hat bereits über den Angriff auf eine Autobahnbrücke zwischen Teheran und der westlich gelegenen Stadt Karadsch berichtet. Nun teilte der stellvertretende Gouverneur der Provinz Alborz der iranischen Nachrichtenagentur ISNA mit, dass bei dem Anschlag zwei Menschen ums Leben gekommen seien.
Eine Reihe weiterer Personen sei zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden, fügte der Beamte hinzu. Es wurden keine Probleme mit der Strom- oder Wasserversorgung oder Umweltprobleme im Zusammenhang mit dem Anschlag gemeldet.
Putin telefoniert mit Saudi-Arabiens Kronprinz Bin Salman
Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman am Donnerstag dazu aufgerufen, die politischen und diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten zu intensivieren.
In der offiziellen Pressemitteilung der Präsidialverwaltung zu dem Telefonat heißt es:
"Es wurde eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit der Krisensituation im Nahen Osten eingehend erörtert. Es wurde tiefe Besorgnis über die Verschlechterung der militärisch-politischen Lage in der Region, die Opfer unter der Zivilbevölkerung und die Zerstörung strategisch wichtiger Infrastruktur zum Ausdruck gebracht. Beide Seiten betonten die Notwendigkeit einer raschen Einstellung der Kampfhandlungen und einer Intensivierung der politisch-diplomatischen Bemühungen im Hinblick auf eine langfristige Beilegung des Konflikts unter gebührender Berücksichtigung der legitimen Interessen aller Parteien."
Die infolge der Krise entstandenen Probleme bei der Förderung und dem Transport von Energieträgern wirkten sich negativ auf die globale Energiesicherheit aus, heißt es weiter. In diesem Zusammenhang sei die Bedeutung der gemeinsamen Arbeit im Rahmen des "OPEC-Plus"-Formats zur Stabilisierung des weltweiten Ölmarktes unter Beteiligung Russlands und Saudi-Arabiens hervorgehoben worden. Dabei wurde das "erreichte hohe Niveau der vielschichtigen russisch-saudischen Zusammenarbeit" hoch eingeschätzt.
"Shitstorm" in Israel: Abwasser flutet Straßen nach iranischem Raketenangriff
Bei einem iranischen Raketenangriff mutmaßlich mit Streumunition in der Nacht zum Donnerstag wurde die östlich von Tel Aviv gelegene Stadt Bnei Berak getroffen. Dabei sollen Trümmer das örtliche Wasser- und Abwassernetz beschädigt haben.
In den sozialen Medien kursieren Videos, die zeigen, wie Straßen und Wohngebiete mit Abwasser überflutet wurden.
Israelische Medien haben den Vorfall bestätigt.
Auswärtiges Amt: Deutschland wie China wollen Passierbarkeit der Straße von Hormus wiederherstellen
Nach Angaben des Auswärtigen Amtes (AA) hat der deutsche Bundesaußenminister Johann Wadephul mit seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi telefoniert, um die Lage im Nahen Osten und Möglichkeiten einer raschen Lösung des Konflikts zu erörtern.
Beide Länder setzten sich für die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus ein und seien sich einig, dass einzelne Staaten keine Seewege kontrollieren oder Durchfahrtsgebühren erheben dürften, teilte das Außenministerium in Berlin in einem Beitrag auf X mit.
China könne seinen Einfluss auf Iran nutzen, um das Land zu einer Verhandlungslösung und zur Beendigung der Feindseligkeiten gegen die Golfstaaten zu bewegen, fügte das AA hinzu.
Zwei große iranische Stahlwerke nach US-israelischen Angriffen außer Betrieb
Zwei der größten Stahlwerke Irans – die Khuzestan Steel Company in der Stadt Ahwas und die Mobarakeh Steel Company in der zentralen Provinz Isfahan – geben an, nach einer Reihe von US-israelischen Angriffen außer Betrieb gesetzt worden zu sein.
Die Mobarakeh Steel Company teilte mit, dass ihre "Produktionslinien nach dem großen Ausmaß der Angriffe vollständig stillgelegt wurden."
Der stellvertretende Betriebsleiter der Khuzestan Steel Company, Mehran Pakbin, sagte laut der iranischen Webseite Mizan Online, es sei für mindestens sechs Monate nicht davon auszugehen, dass die stillgelegten Anlagen wieder in Betrieb genommen werden können.
Israels Verteidigungsminister droht Hisbollah-Anführer mit Tod
"Ich habe eine klare Botschaft an Naim Qassem: Du und deine Verbündeten werden einen sehr hohen Preis für den verstärkten Raketenbeschuss auf israelische Zivilisten während Pessach zahlen.
Du wirst es nicht mehr erleben, denn du wirst tief unten in der Hölle sein, zusammen mit den eliminierten Mitgliedern der Achse des Bösen", sagte Israel Katz am Freitag.
Der libanesische Premierminister Nawaf Salam hat unter anderem erklärt, die Lage in seinem Land sei "sehr kritisch", da die israelische Armee ihre Offensive im Süden fortsetze und damit die Vertreibungskrise verschärfe.
In Beirut sagte Salam, die mehr als eine Million Vertriebenen im Libanon seien "die Hauptopfer eines Krieges, mit dem sie nichts zu tun haben."
Mehrere Verletzte bei US-israelischen Angriffen auf Brücke in Karadsch
Bei einem Angriff auf eine Autobahnbrücke zwischen Teheran und Karadsch, die als höchste Brücke im Nahen Osten bekannt ist, wurden laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim mehrere Menschen verletzt.
Weitere US-israelische Angriffe trafen demnach auch andere Gebiete in Karadsch, westlich von Teheran.
Macron bezeichnet Militäreinsatz zur Öffnung der Straße von Hormus als unrealistisch
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat während eines Besuchs in Südkorea die jüngsten Entwicklungen in Iran und in der Straße von Hormus kommentiert.
Er sagte, die US-israelischen Angriffe auf Iran würden das Problem des iranischen Atomprogramms nicht lösen, und forderte stattdessen Diplomatie.
"Wenn es keinen Rahmen für diplomatische und technische Verhandlungen gibt, kann sich die Lage in einigen Monaten oder Jahren erneut verschlechtern", betonte Macron.
Der französische Präsident wies zudem einen vorgeschlagenen Militäreinsatz zur Öffnung der Straße von Hormus als "unrealistisch" zurück.
"Es würde extrem viel Zeit in Anspruch nehmen und jeden, der die Meerenge passiert, Küstenbedrohungen durch die Revolutionsgarde aussetzen, die über erhebliche Mittel sowie ballistische Raketen und zahlreiche weitere Risiken verfügen", sagte Macron.
IRGC: Jüngste Angriffe auf Einrichtungen im Golfraum sind "eine Warnung"
Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben erklärt, sie hätten mit den USA verbundene Anlagen zur Stahlerzeugung in Abu Dhabi sowie Aluminiumanlagen in Bahrain ins Visier genommen, nachdem es bereits am Wochenende zuvor Angriffe gegeben hatte.
"Diese Angriffe sind eine Warnung, und falls die Angriffe auf iranische Industrien wiederholt werden, wird die nächste Reaktion deutlich schmerzhafter ausfallen – durch Schläge gegen die zentrale Infrastruktur des Besatzungsregimes und amerikanische Wirtschaftsinteressen in der Region", hieß es in der Erklärung weiter.
Die IRGC haben seit Beginn des Krieges mehrfach damit gedroht, US-nahe oder US-eigene Infrastruktur im Golfraum anzugreifen.
US-Plan zur Sicherung von Irans Uran würde Wochen dauern und Startbahn brauchen
Eine mögliche US-Militäroperation zur Sicherstellung von etwa 450 Kilogramm hochangereichertem Uran würde Berichten zufolge erfordern, schweres Gerät einzufliegen und in der Nähe eine Startbahn zu bauen, damit Frachtflugzeuge das Material aus Iran abtransportieren können.
US-Präsident Donald Trump soll der Plan in der vergangenen Woche vom Militär vorgestellt worden sein. Experten warnen jedoch, dass eine solche Operation Wochen dauern und große Risiken für die Soldaten mit sich bringen würde.
Der iranische Vorrat von rund 450 Kilogramm zu 60 Prozent angereichertem Uran soll unter den Trümmern von Anlagen liegen, die im vergangenen Jahr von den USA bombardiert wurden – insbesondere in der Nähe von Isfahan und der Region um Natanz.
Die Mission, das Material zu bergen, würde laut ehemaligen Verteidigungsbeamten einen Lufttransport von Hunderten oder sogar Tausenden Soldaten erfordern, die speziell dafür ausgebildet sind, nukleares Material hinter feindlichen Linien zu sichern – zusammen mit schwerem Gerät und unter möglichem Beschuss durch Iran. Das berichtete die Washington Post.
Das Personal, zu dem auch zivile Nuklearspezialisten gehören würden, müsste auf einer kleinen Basis leben statt an einem geheimen Einsatzort. Nachdem die Soldaten die aufwendige Aufgabe bewältigt hätten, sich durch die Trümmer zu sprengen und das Uran zu bergen, müssten Flugzeuge von einer eigens dafür gebauten Start- und Landebahn starten, um das Material abzutransportieren, so der Bericht.
Als Reaktion auf diesen Bericht sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, die Unterrichtung über den Plan bedeute "nicht, dass der Präsident bereits eine Entscheidung getroffen hat."
Berichte über eine derart eskalierende Militäroperation kamen zu einem Zeitpunkt, als Trump öffentlich davon sprach, dass sich der Krieg dem Ende nähere und die USA und Israel kurz davor stünden, ihre wichtigsten Ziele zu erreichen.
Malaysische Staatsbedienstete sollen zur Senkung der Energiekosten im Homeoffice arbeiten
Wegen der Blockade der Straße von Hormus und steigender Benzinpreise ist Malaysia in Bedrängnis geraten. Eine neue Anweisung zur Arbeit im Homeoffice für malaysische Beschäftigte in Ministerien, Behörden und staatsnahen Unternehmen tritt laut Premierminister Anwar Ibrahim ab dem 15. April in Kraft.
"Ziel ist es, den Kraftstoffverbrauch zu senken und die Nachhaltigkeit der Energieversorgung zu gewährleisten", sagte der Premierminister in einer Mitteilung spät in der Nacht.
Weitere Details zu der Maßnahme sollen in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden, so Anwar weiter. Er fügte hinzu, dass der staatliche Ölkonzern Petronas und andere derzeit daran arbeiteten, die Versorgung mit Treibstoff und Strom sicherzustellen.
Malaysia gibt zudem fast 1 Milliarde US-Dollar pro Monat für Subventionen aus, um die Benzinpreise niedrig zu halten.
Angriffe auf Maschhad in Ostiran
Berichten zufolge haben die USA und Israel in der Nähe des internationalen Flughafens in Maschhad schwere Angriffe durchgeführt. Weitere Details zu möglichen Zielen, Schäden oder Opferzahlen liegen derzeit nicht vor.
Im Netz kursieren inzwischen Berichte, wonach Öldepots in der Stadt Ziel von Bombenangriffen gewesen sein sollen.
IRGC reagiert auf US-Drohungen: "Illusionen Hollywoods" prägen das Denken der USA
Der Chef der Luftstreitkräfte der Revolutionsgarde (IRGC), Sejed Madschid Mussawi, reagierte auf Hegseths Äußerungen und Trumps Drohungen, wonach die USA Iran "zurück in die Steinzeit" versetzen könnten. Auf X schrieb er:
"Ihr seid es, die eure Soldaten ins Grab bringen werden, nicht Iran, den ihr in die Steinzeit zurückversetzen wollt."
Weiter schrieb er, die "Illusionen Hollywoods" hätten das Denken der USA so stark geprägt, dass sie mit einer nur etwa 250-jährigen Geschichte eine über 6.000 Jahre alte Zivilisation bedrohten.
Iran bietet Abkommen zur Nutzung der Straße von Hormus an
Iran sei bereit, mit europäischen, asiatischen und arabischen Ländern Abkommen über die Nutzung der Straße von Hormus zu schließen, erklärte der Leiter des staatlichen Informationsrates, Elias Hazrati.
"Iran kontrolliert die Straße von Hormus vollständig, während [US-Präsident Donald] Trump Unsinn über die Straße von Hormus redet. Heute haben wir beschlossen, dass wir möglicherweise ein Abkommen über die Straße von Hormus ankündigen werden. Wir werden europäische, asiatische und arabische Länder, die sie nutzen wollen, einladen, ein Abkommen mit uns zu schließen", sagte er im staatlichen iranischen Fernsehen.
Zuvor hatte der US-Präsident in einer Ansprache erklärt, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nach dem Ende des Krieges mit Iran vollständig wiederhergestellt werde, und betont, dass Teheran selbst am Ölverkauf interessiert sei. Laut Trump benötigten die USA die Durchfahrt durch die Straße von Hormus nicht; die Wiederherstellung der Schifffahrt sollte daher Aufgabe der Länder sein, die sie zum Öltransport nutzen.
Irans Armee-Chef droht: Bei Bodenoffensive überlebt kein Angreifer
Der Oberbefehlshaber der iranischen Armee hat operative Hauptquartiere dazu aufgerufen, die Bewegungen der USA und Israels "von Moment zu Moment" zu verfolgen, mit dem Ziel, eine mögliche Bodeninvasion abzuwehren.
In einem vom iranischen staatlichen Nachrichtendienst IRNA veröffentlichten Video wurde der Chef der Streitkräfte, Amir Hatami, während eines Treffens mit anderen Armeeführern gefilmt.
"Wenn der Feind versucht, Bodenoperationen durchzuführen, sollte keine einzige Person überleben", fasste IRNA Hatamis Aussagen zusammen.
"Es ist notwendig, die Bewegungen und Handlungen der Feinde mit größter Genauigkeit, von Moment zu Moment, zu überwachen und Pläne umzusetzen, um die Angriffsmethoden des Feindes zu kontern", ergänzte Hatami.
Der Oberbefehlshaber der iranischen Armee betonte, dass bei einem Bodenangriff kein Angehöriger der feindlichen Kräfte überleben solle.
US-Medium: Vielleicht hätte Trump Iran-Rede nicht halten sollen
Das US-amerikanische Magazin Atlantic kritisierte in einem Beitrag die jüngste Fernsehansprache von Donald Trump zum Krieg gegen Iran. Demnach habe Trump zwar den Anspruch erhoben, die militärischen Ziele der USA seien weitgehend erreicht und der Krieg stehe kurz vor dem Ende, jedoch sei seine Rede inhaltlich wenig klar und teilweise widersprüchlich gewesen.
Statt einer kohärenten Strategie habe die Ansprache laut Atlantic aus unzusammenhängenden Aussagen, Eigenlob und teils fragwürdigen Behauptungen bestanden. Trump habe den Krieg zugleich als erfolgreich dargestellt, ohne jedoch überzeugend zu erklären, wie oder wann er tatsächlich enden solle.
Zwar habe er einzelne militärische Erfolge betont und andeutet, die USA würden keine Bodentruppen in großem Umfang einsetzen, insgesamt wirke seine Argumentation jedoch unstrukturiert und unsicher. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass die Rede eher Verwirrung gestiftet habe und wenig zur Klärung der US-Strategie im Krieg beitrage.
Atlantic fasst zusammen:
"Falls der Präsident beruhigend wirken wollte, ist ihm das nicht gelungen. Soweit wir das beurteilen können, ging Trump fest davon aus, dass das iranische Regime innerhalb weniger Tage oder Wochen zusammenbrechen würde. Nun stellt er verblüfft fest, dass ein großer Krieg weitaus komplizierter ist als angenommen – von ihm selbst ebenso wie von Verteidigungsminister Pete Hegseth. Die Rede des Präsidenten heute Abend war alles andere als vertrauensbildend. Er wirkte energielos, nuschelte und verfiel in die üblichen Phrasen, die ihm einfallen, wenn er nicht vom Teleprompter abliest."
Über 100 Jahre altes medizinisches Forschungszentrum in Teheran angegriffen – iranisches Gesundheitsministerium
Ein Angriff hat nach Angaben des Sprechers des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpour, das Pasteur-Institut des Iran getroffen und schwer beschädigt.
In einem Beitrag auf der Plattform X bezeichnete Kermanpour den Angriff auf das 1920 gegründete Institut, einen "über 100 Jahre alten Pfeiler der globalen Gesundheit", als "direkten Angriff auf die internationale Gesundheitssicherheit".
Er veröffentlichte zudem Bilder vom Ort des Geschehens, die zeigen sollen, dass das Gebäude stark beschädigt wurde und Teile der Einrichtung in Trümmern liegen.
Israelisches Militär meldet "groß angelegte" Angriffswelle in Teheran
Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben gestern eine Reihe von Angriffen auf Infrastruktur der Revolutionsgarde (IRGC) im Großraum der iranischen Hauptstadt durchgeführt.
Zu den Zielen gehörte unter anderem eine Basis der Bodentruppen der IRGC, teilte das Militär in einer Erklärung auf Telegram mit. Außerdem seien ein mobiles Hauptquartier mit darin befindlichen Kommandeuren sowie ein Lager für ballistische Raketen in Täbris angegriffen worden.
Seit Beginn des Krieges habe Israel "Hunderte" Ziele der IRGC und militärische Einrichtungen im gesamten Iran angegriffen, hieß es weiter in der Mitteilung.
Umfangreiche Infrastrukturschäden in Bnei Brak nach Irans Angriff
Iranische Streumunition soll gestern Nacht Berichten zufolge die Wasserinfrastruktur in Bnei Brak in Israel getroffen haben, wodurch die Straßen überflutet wurden.
Es wurden keine Verletzten gemeldet.
Berichten zufolge traf eine Submunition eine Wasserleitung in der Stadt und verursachte eine Überflutung der Straßen.
Iranischer Raketenangriff auf US-Stützpunkt in Jordanien – Video aufgetaucht
Am gestrigen Abend traf eine iranische Rakete – oder deren abgetrennter Sprengkopf – einen von den USA genutzten Stützpunkt in Jordanien.
Zwei Flugabwehrraketen versuchten, das Ziel abzufangen, verfehlten es jedoch. Inzwischen wurde in sozialen Medien ein Video des Angriffs veröffentlicht.
US-Geheimdienste: Iran offenbar nicht zu ernsthaften Gesprächen über Kriegsende bereit
Mehrere US-Geheimdienste gehen Berichten zufolge davon aus, dass die iranische Regierung derzeit nicht bereit sei, ernsthafte Verhandlungen über ein Ende des Krieges zu führen. Das berichtete die New York Times am Donnerstag.
Demnach glaubt die Führung in Teheran, sich in einer ausreichend starken Position zu befinden, um den Konflikt fortzusetzen, und sieht keinen Grund, den Forderungen der USA nachzugeben.
Zwar sei Iran grundsätzlich bereit, diplomatische Kanäle offen zu halten, jedoch misstraue man Washington und halte US-Präsident Donald Trump nicht für ernsthaft an echten Verhandlungen interessiert.
Zugleich fordert Teheran laut Bericht Garantien für einen dauerhaften Waffenstillstand als Voraussetzung für ein mögliches Kriegsende.
Trump schrieb am Mittwoch in den sozialen Medien, Irans "neuer Präsident des Regimes, deutlich weniger radikal und weit intelligenter als seine Vorgänger, hat soeben die Vereinigten Staaten von Amerika um einen WAFFENSTILLSTAND gebeten!". Zugleich erklärte er, er werde dies nicht in Betracht ziehen, solange Iran Schiffen keine sichere Passage durch die Straße von Hormus erlaube, die das iranische Militär durch Angriffe auf Öltanker faktisch geschlossen habe.
Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, bezeichnete Trumps Darstellung am Mittwoch laut dem staatlichen Sender IRIB als "falsch und haltlos".
Das Ringen um die Meerenge ist zu einem zentralen Dreh- und Angelpunkt des Krieges geworden: Ihre Blockade erschüttert die globalen Märkte und zwingt Staaten weltweit, Maßnahmen zur Rationierung von Treibstoff zu planen.
Die Vereinigten Staaten und Iran tauschen über Vermittler und möglicherweise auch direkt Botschaften aus, befinden sich jedoch nicht in Verhandlungen über die Bedingungen eines Waffenstillstands oder ein Ende des Krieges, erklärten US- und iranische Regierungsvertreter.
Pentagon meldet Angriffe auf mehr als 12.300 Ziele in Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in dem seit mehr als einem Monat andauernden Krieg gegen Iran bereits mehr als 12.300 Ziele im Land angegriffen. Darunter seien auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten, United States Central Command (CENTCOM), auf der Plattform X mit.
Washingtons Verbündeter Israel hat eigenen Angaben zufolge bislang mehr als 800 Angriffe in Iran geflogen, wie die IDF bereits am Mittwoch mitteilte.
Trump-Rede belastet Märkte: Asiatische Börsen fallen, Öl steigt
Die Äußerungen von Donald Trump haben jeglichen Optimismus hinsichtlich einer möglichen Lösung der Krise deutlich gedämpft.
Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien verlor im frühen Handel rund 0,75 Prozent, nachdem Trump von der Möglichkeit gesprochen hatte, Iran "in die Steinzeit zurückzubomben".
Zuvor hatte Iran einen ungewöhnlichen Schritt unternommen und sich direkt an die USA gewandt. In einem Schreiben erklärte Teheran gegenüber den Amerikanern, man hege keine Feindschaft gegenüber den USA und handle in Selbstverteidigung. Dies eröffnete Washington einen möglichen Ausweg und hatte die Kurse an der Wall Street über Nacht gestützt.
Stattdessen ziehen sich Anleger nun aus risikoreicheren Anlagen zurück und die Unsicherheit greift wieder auf die Märkte über. Auffällig ist zudem, dass die Energiepreise erneut steigen: Brent Crude wird derzeit bei etwa 104 US-Dollar pro Barrel gehandelt, nachdem der Preis zuvor unter die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar gefallen war.
Irans Militär: USA und Israel "wissen nichts über unsere umfassenden und strategischen Fähigkeiten"
Irans Chatam al-Anbija-Zentralkommando erklärt, das Verständnis der USA und Israels von Irans militärischer Stärke sei unvollständig, und kündigt an, den Krieg bis zur "endgültigen Kapitulation" seiner Gegner fortzusetzen.
"Ihre Informationen über unsere militärische Stärke und Ausrüstung sind unvollständig. Sie wissen nichts über unsere umfassenden und strategischen Fähigkeiten", sagte ein Sprecher des Kommandos in einer von der Tasnim News Agency verbreiteten Erklärung.
"Glauben Sie nicht, dass Sie unsere strategischen Raketenproduktionszentren, weitreichenden Offensiv- und Präzisionsdrohnen, modernen Luftverteidigungs- und elektronischen Kampfsysteme sowie unsere Spezialausrüstung zerstört haben", so der Sprecher weiter.
"Unsere strategische Militärproduktion findet an Orten statt, von denen Sie keine Kenntnis haben und die Sie niemals erreichen werden", behauptete er und fügte hinzu, die bislang angegriffenen Einrichtungen seien "unbedeutend" gewesen.
Der Sprecher warnte zudem vor "noch verheerenderen, umfassenderen und zerstörerischeren Maßnahmen" und kündigte an, den Krieg bis zu "eurer dauerhaften, endgültigen und finalen Kapitulation" fortzusetzen.
US-Botschaft warnt vor Milizenangriffen in Bagdad innerhalb von 24–48 Stunden
Die US-Botschaft im Irak hat in einer Mitteilung erklärt, dass von Iran unterstützte Milizgruppen im Irak "möglicherweise beabsichtigen, in den nächsten 24 bis 48 Stunden Angriffe im Zentrum von Bagdad durchzuführen".
Als potenzielle Ziele werden "US-Bürger, Unternehmen, Universitäten, diplomatische Einrichtungen, Energieinfrastruktur, Hotels, Flughäfen sowie andere Orte genannt, die als mit den Vereinigten Staaten verbunden wahrgenommen werden, ebenso wie irakische Institutionen und zivile Ziele".
Die Botschaft weist darauf hin, dass Milizen "Amerikaner gezielt entführt haben", nachdem Berichte über die Entführung eines US-Journalisten in Bagdad vor zwei Tagen bekannt geworden waren.
"US-Bürger sollten den Irak jetzt verlassen", warnte die Botschaft.
Ansprache zum Krieg: Trump redet erneut den Sieg herbei
Kaum 20 Minuten sprach Trump im Weißen Haus. Es war seine erste Rede an die Nation seit Beginn des Angriffs der USA und Israels auf Iran. Dabei sagte er jedoch kaum etwas Neues. Er stellte den US-Amerikanern ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele "sehr bald" zu erreichen, behauptete Trump in seiner Rede an die Nation.
Bis dahin werde es in Iran allerdings noch heftige Angriffe geben: "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen. Wir werden sie zurück in die Steinzeit versetzen, wo sie hingehören."
In der Zwischenzeit liefen die Gespräche weiter, so Trump. Sollte es zu keiner Einigung mit Teheran kommen, würden die USA iranische Kraftwerke angreifen. Damit bekräftigte er eine bereits zuvor geäußerte Drohung.
Er rief Länder, die von aktuellen Öl-Engpässen betroffen sind, dazu auf, Energie aus den USA zu beziehen. "Kauft Öl von den Vereinigten Staaten. Wir haben reichlich. Wir haben so viel", sagte Trump in Washington mit Blick auf Länder, die momentan von dem weitgehend blockierten Öllieferverkehr durch die Straße von Hormus betroffen sind.
Auch wenn der Iran-Krieg für die meisten Amerikaner weit weg ist, spüren sie doch alle die in dessen Folge rapide gestiegenen Benzinpreise. Trump betonte, der Krieg gegen Iran sei notwendig gewesen und die Preise würden nach dem Ende der Kampfhandlungen wieder fallen.
1.04.2026 21:52 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zum Iran-Krieg und werden die Berichterstattung am frühen Donnerstagmorgen fortsetzen. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
Zwei Konflikte, zwei Maßstäbe: Deutsche Doppelstandards bei Iran und Ukraine
Die Bundesregierung hält im Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran weiter an einer zurückhaltenden Linie fest und lehnt eine direkte militärische Beteiligung Deutschlands ab. Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius betonten, Deutschland wolle zwar ein Ende des iranischen Nuklear- und Raketenprogramms, werde sich aber nicht an Kampfhandlungen etwa in der Straße von Hormus beteiligen.
Zugleich wird der Kurs der Bundesregierung im Vergleich zur Ukraine-Politik zunehmend kritisiert. Kritiker werfen Berlin vor, den Iran-Krieg völkerrechtlich deutlich zurückhaltender zu bewerten als den Ukraine-Krieg und trotz der offiziellen Distanzierung weiter eine Nutzung der US-Militärstandorte in Deutschland für Angriffe auf Iran zuzulassen.
Peseschkian: Iraner hegen "keine Feindseligkeit" gegenüber Amerikanern oder anderen Nationen
Irans Präsident Massud Peseschkian betont, dass Iraner gewöhnliche Amerikaner trotz jahrzehntelanger Feindseligkeiten nicht als Feinde betrachten.
"Das iranische Volk hegt keine Feindseligkeit gegenüber anderen Nationen, einschließlich der Menschen in Amerika, Europa oder den Nachbarländern", schrieb er in einem an die Einwohner der USA gerichteten offenen Brief. Weiter heißt es darin:
"Selbst angesichts wiederholter ausländischer Interventionen und Druckausübung im Laufe ihrer stolzen Geschichte haben die Iraner stets klar zwischen Regierungen und den von ihnen regierten Völkern unterschieden. Dies ist ein tief verwurzeltes Prinzip in der iranischen Kultur und im kollektiven Bewusstsein – keine vorübergehende politische Haltung."
Darstellungen Irans als Sicherheitsbedrohung weist Peseschkian in dem Brief scharf zurück – diese stünden nicht im Einklang mit der historischen Realität:
"Iran ist – allein schon aufgrund seines Namens, seines Charakters und seiner Identität – eine der ältesten ununterbrochen bestehenden Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. Iran hat in seiner modernen Geschichte niemals den Weg der Aggression, der Expansion, des Kolonialismus oder der Herrschaft eingeschlagen. Iran hat niemals einen Krieg begonnen. Dennoch hat das Land diejenigen, die es angegriffen haben, entschlossen und mutig zurückgeschlagen."
Financial Times: Trump droht Europa – Waffen für Ukraine nur bei Iran-Einsatz
US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, Lieferungen amerikanischer Waffen an die Ukraine vollständig einzustellen, sollte Europa sich nicht der Militärkoalition anschließen, um die Blockade der Straße von Hormus aufzuheben. Das berichtet die Financial Times am Mittwoch unter Berufung auf Quellen.
"Im vergangenen Monat forderte der US-Präsident die Seestreitkräfte der NATO auf, ihm bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus zu helfen, erhielt jedoch eine Absage aus den europäischen Hauptstädten. […] Trump drohte daraufhin mit der Einstellung der Lieferungen im Rahmen des PURL-Programms – einer NATO-Initiative zum Kauf von Waffen für die Ukraine", heißt es in dem Artikel.
Wie die Zeitung berichtet, bestand in der Folge ausgerechnet NATO-Generalsekretär Mark Rutte darauf, dass die europäischen Länder eine gemeinsame Erklärung abgeben, in der sie ihre Bereitschaft bekunden, einen Beitrag zu den Bemühungen um die Gewährleistung eines sicheren Durchgangs durch die Straße von Hormus zu leisten.
Al Jazeeras Teheran-Korrespondent: "Unerbittliche Kampagne von Angriffen" auf Iran
Der Sender Al Jazeera hat am Mittwochabend einen Bericht seines Teheran-Reporters Ali Hashem veröffentlicht, in dem dieser die Situation in der iranischen Hauptstadt und anderen Landesteilen als ein Ausharren unter permanenten und nahezu pausenlosen Luftangriffen der USA und Israels beschreibt:
"Hier in Teheran gab es mehrere Luftangriffe, darunter zwei in den letzten Stunden östlich von Teheran. Außerdem gab es den ganzen Tag über Angriffe in verschiedenen Gebieten des Landes, und in der Nacht gab es auch Angriffe in Teheran, in der Stadt. Am Morgen gab es einen Angriff, der tatsächlich von einiger Bedeutung war, in der Nähe der ehemaligen US-Botschaft in Teheran", so Hashems Bericht.
Seine Zusammenfassung:
"Es finden also zahlreiche Angriffe innerhalb von Teheran und außerhalb von Teheran in den Regionen statt, und all dies ist Teil einer unerbittlichen Kampagne von Angriffen."
Zehn europäische Außenminister fordern Israel zu direkten Gesprächen mit Libanon auf
Zehn europäische Außenminister, darunter Vertreter aus Belgien, Frankreich, Griechenland, Irland, Spanien und Italien, haben eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie sich "entsetzt" über den eskalierenden Konflikt im Libanon und dessen humanitäre Folgen zeigen.
"Bislang wurden laut dem libanesischen Gesundheitsministerium mehr als 1.000 Menschen getötet, die meisten davon Zivilisten, darunter Kinder, Helfer und Journalisten", heißt es in der Erklärung unter anderem.
Die Minister verurteilen die "Entscheidung der Hisbollah, Israel zur Unterstützung Irans anzugreifen", und fordern, dass die Hisbollah "alle feindseligen Handlungen gegen Israel einstellen und ihre Waffen abgeben" müsse. Die Hisbollah hatte Israel seit Inkrafttreten eines Waffenstillstands im November 2024 nicht mehr angegriffen.
Sie verurteilen zudem alle Angriffe auf UNIFIL-Kontingente, die zu Verlusten unter den Friedenstruppen geführt haben, "insbesondere die Tötung indonesischer Friedenssoldaten".
Die Minister fordern alle Seiten nachdrücklich auf, den bestehenden Waffenstillstand vom November 2024 einzuhalten und die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 2006, die eine vollständige Einstellung der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah forderte, vollständig umzusetzen.
"Wir ermutigen Israel nachdrücklich, der Aufforderung der libanesischen Behörden zu direkten Verhandlungen nachzukommen", so der Appell.
Frankreichs Marine-Chef: China muss sich stärker in die Diskussion um die Straße von Hormus einbringen
China werde sich irgendwann direkter damit befassen müssen, wie der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wiederhergestellt werden kann, da die Zahl der dort durchfahrenden chinesischen Schiffe wahrscheinlich nicht ausreiche, erklärte Admiral Nicolas Vaujour auf der Sicherheitskonferenz "War & Peace" in Paris.
"Wir haben nicht gesehen, dass die chinesische Marine eingegriffen hat, um die Meerenge wieder zu öffnen. Andererseits gibt es einen direkten politischen Dialog zwischen chinesischen und iranischen Behörden, um sicherzustellen, dass eine bestimmte Anzahl von Schiffen passieren kann. Wird das ausreichen, um den normalen Schiffsverkehr wiederherzustellen? Ich glaube nicht", sagte Vaujour.
Infolgedessen werde sich China wahrscheinlich direkter in die Debatte einbringen und "seine Ungeduld darüber zeigen müssen", dass die Meerenge weiterhin gesperrt bleibt, so der Admiral.
Rosatom-Chef: Lage am AKW Buschehr beunruhigend
Mehr als 200 Menschen müssen das Atomkraftwerk Buschehr im Süden Irans diese Woche verlassen, berichtet Alexei Lichatschow, der Leiter des russischen Staatsunternehmens Rosatom. Dies werde die letzte Welle der Evakuierung sein.
Dabei rechne Rosatom damit, dass etwa 50 Menschen am AKW bleiben würden, um den sicheren Betrieb der Anlage, einschließlich der Baugeräte und der Unterkünfte der Bauarbeiter, während der "Pause" zu gewährleisten. Die Lage um das AKW beschreibt Lichatschow wie folgt:
"Die Lage um Buschehr wird nicht ruhiger. Wir verzeichnen Explosionen nur wenige hundert Meter von der Stadt entfernt, etwa 700 bis 900 Meter. Es ist klar, dass der Konflikt eskaliert. Das ist natürlich alles sehr beunruhigend."
Lawrow: Russland kann Vermittlerrolle übernehmen
Russland ist bereit, eine Vermittlerrolle bei der Lösung des Konflikts im Nahen Osten zu spielen, wenn "alle dies wünschten", erklärt der russische Außenminister Sergei Lawrow.
Damit kommentiert der Diplomat auf Anfrage eines Journalisten die Aussage des iranischen Botschafters in Moskau, Kasem Dschalali, dass Iran Russland als Vermittler begrüßen würde. Lawrow betont:
"Wenn alle dies wünschten, wären wir bereit."
Amerikanisch-israelischer Angriff trifft den Westen Teherans
Die Nachrichtenagentur Mehr berichtet, dass ein Angriff den Westen Teherans getroffen und mehrere Wohngebäude beschädigt habe.
Sacharowa: Krise um Iran birgt Gefahr eines globalen Konflikts
Die beispiellose Eskalation im Zusammenhang mit Iran birgt die Gefahr eines Konflikts im gesamten Nahen Osten und darüber hinaus weltweit, erklärt Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums.
Auf einer Pressekonferenz in Moskau warnt die Diplomatin vor einem "Spiel mit dem Feuer", das sich zu einem "großangelegten Flächenbrand" über den Nahen Osten und den gesamten Planeten entwickeln könnte. Die einst stabile Region des Persischen Golfs versinke immer tiefer in Chaos, Unsicherheit und Destabilisierung, betont Sacharowa.
Mearsheimer: "Nürnberger Tribunal würde Trump und Netanjahu hinrichten"
Würde es für den Nahost-Konflikt ein Nürnberger Tribunal geben, würden sowohl Donald Trump als auch Benjamin Netanjahu hingerichtet werden. Zu diesem Fazit gelangt der renommierte US-Politikwissenschaftler John J. Mearsheimer in einem aktuellen Interview mit Andrew Napolitano.
Mit Verweis auf den Angriffskrieg gegen Iran zieht er dabei drastische Parallelen zur NS-Zeit. Selbst Hitler habe 1939 einen Vorwand für den Überfall auf Polen vorgetäuscht, während die USA und Israel heute ohne jede Provokation agierten. Mearsheimer bezeichnet dabei Israel als Apartheidstaat, der in Gaza einen Völkermord begehe, woran die USA mitschuldig seien.
Würde man die Maßstäbe von 1945 anlegen, müssten die Verantwortlichen für diese Angriffskriege und den Genozid als Kriegsverbrecher hingerichtet werden.
Trump will sich am Abend mit einer Rede an die Nation wenden
US-Präsident Donald Trump wird am Mittwochabend (Ortszeit) eine Rede zum Krieg gegen Iran halten. Es wird seine erste Rede zur Hauptsendezeit seit Beginn des Konflikts sein.
Das Weiße Haus hat keine Einzelheiten zu der Rede bekannt gegeben, doch sie erfolgt nur wenige Stunden, nachdem Trump behauptet hatte, Iran habe eine Unterbrechung der Feindseligkeiten angestrebt. Spekuliert wird darüber, ob Trump den Beginn einer Bodenoffensive in Iran ankündigen wird. Aktuell werden Medienberichten zufolge US-Flugzeuge Richtung Iran verlegt, die einzig und allein die Aufgabe hätten, Bodentruppen zu beschützen.
Teheran: USA aufgrund israelischer Fehlkalkulation in Krieg eingetreten
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, hat erklärt, die USA seien aufgrund einer Fehlkalkulation und Provokation Israels in den Konflikt hineingezogen worden. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf ein Interview des Beamten mit der Zeitung Al-Masry Al-Youm.
Baghai sagte, die iranische Öffentlichkeit sei nicht bereit, über Verhandlungen oder Diplomatie mit den USA zu sprechen, da diese frühere Verhandlungen als Vorstufe genutzt hätten, um ihre Forderungen durchzusetzen und Gewalt anzuwenden. Der Angriff auf die Shajareh-Tayyebeh-Mädchenschule in Minab, bei dem mindestens 170 Menschen getötet wurden, sei nur ein Beispiel für die Gräueltaten, die die USA im vergangenen Monat begangen hätten.
IRNA zitiert unter anderem die folgende Passage aus dem Interview:
"Niemand auf der Welt kann noch der amerikanischen Diplomatie vertrauen. Sie nutzen Diplomatie und Verhandlungen nur als Vorstufe, um ihre Forderungen durchzusetzen oder Gewalt anzuwenden."
Spekulationen um den Gesundheitszustand des neuen iranischen geistlichen Führers, Modschtaba Chamenei, trat Baghai entgegen und sagte, Chamenei sei "bei bester Gesundheit" und lediglich aufgrund des andauernden Krieges nicht öffentlich aufgetreten.
Israelische Medien: Größter Raketenangriff auf Israel seit Kriegsbeginn
Iran hat Israel am Mittwoch massiv mit Raketen angegriffen: Nach Darstellung der Zeitung Times of Israel handelte es sich um den größten Angriff seit Kriegsbeginn. Allein in Tel Aviv soll es sechsmal Raketenalarm innerhalb einer Stunde gegeben haben. Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden.
Araghtschi widerspricht Trump: Es gab keinen Waffenstillstandsvorschlag
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat am Mittwoch der Darstellung des US-Präsidenten Donald Trump widersprochen, der behauptet hatte, Iran habe um einen Waffenstillstand gebeten.
Die iranische Nachrichtenagentur IRIB berichtet, Araghtschi habe den angeblich von Iran vorgeschlagenen Fünf-Punkte-Plan als "Spekulation" der Medien bezeichnet. Er soll außerdem gesagt haben, der Krieg werde so lange andauern, bis "der Aggressor bestraft und Iran eine vollständige Entschädigung gezahlt wird".
Revolutionsgarden behaupten Angriff auf US-Flugzeugträger
Iranische Drohnen haben den US-amerikanischen Flugzeugträger "Abraham Lincoln" angegriffen, teilten die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) am Mittwoch mit. Ob der Angriff erfolgreich war, wurde nicht berichtet, es gibt auch keine Bestätigung von US-Behörden.
"Heute Morgen wurden mehrere Kampfdrohnen in Richtung der Flugzeugträgergruppe [...] im nördlichen Teil des Indischen Ozeans gestartet. Satellitenbildern zufolge [...] hat sich die Gruppe weiter ins Innere [...] des Ozeans zurückgezogen", heißt es in einer Mitteilung, die der staatliche Rundfunk- und Fernsehsender IRIB zitiert.
Bereits in der vergangenen Woche gab es Meldungen über einen Raketenangriff des iranischen Militärs auf diesen Flugzeugträger. Wie der Kommandeur der Marine, Shahram Irani, damals erklärte, verfolgt die Islamische Republik dessen Bewegungen und werde ihn angreifen, sobald er sich in Reichweite befinde.
Marco Rubio: "Warum sind wir überhaupt in der NATO?"
Im Interview mit Fox News hat US-Außenminister Marco Rubio das NATO-Bündnis offen infrage gestellt. Hintergrund sind wachsende Spannungen mit europäischen Verbündeten im Zuge des Iran-Krieges.
Spanien hat den USA nicht nur die Nutzung gemeinsamer Militärbasen untersagt, sondern kürzlich auch den Überflug des spanischen Luftraums für Operationen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg verboten. Auch Italien verweigerte US-Kampfflugzeugen auf dem Weg in den Nahen Osten jüngst die Landung auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien. Frankreich und Großbritannien verweigerten laut Washington ebenfalls Überflugrechte sowie logistische Hilfe für US-Einsätze in Richtung Nahost.
Die NATO dürfe "keine Einbahnstraße" sein, bei der Amerika Europa verteidige, im Ernstfall aber keine Unterstützung bei Basen und Überflugrechten erhalte, so Rubio. Daher kündigte er eine "Neubewertung" der Allianz an.
Berlin reagiert auf Trumps Drohung
Die Bundesregierung hat gelassen auf die jüngste Drohung von US-Präsident Trump gegen die NATO reagiert. "Das hat er nicht zum ersten Mal gemacht", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin. "Da es ein wiederkehrendes Phänomen ist, können Sie die Folgen auch selbst beurteilen", fügte er mit Blick auf frühere Äußerungen Trumps hinzu.
Laut der britischen Zeitung Telegraph soll Trump einen Austritt der USA aus der NATO erwägen.
"Ich möchte nur für die Bundesregierung feststellen, dass wir selbstverständlich am NATO-Bündnis festhalten", erklärte der Regierungssprecher. Er betonte erneut, dass die NATO ein "Verteidigungsbündnis" für das Bündnisgebiet sei.
Wissenschaftliche Dienste des Bundestages: USA und Israel handeln völkerrechtswidrig
Iran und Oman entscheiden allein: Teheran zieht rote Linie zur Straße von Hormus
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bestätigte direkte Kontakte mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff während des laufenden Krieges. Er zog jedoch eine klare Trennlinie zwischen Kommunikation und Diplomatie. In einem Exklusivinterview mit Al Jazeera sagte er: "Ich erhalte weiterhin direkt Nachrichten von Witkoff, wie zuvor, aber das bedeutet nicht, dass wir verhandeln."
Er bekräftigte diese Position mit den Worten: "Es gibt keinerlei Wahrheit in der Behauptung, dass mit irgendeiner Partei in Iran verhandelt wird."
Araghtschi stellte die Straße von Hormus, durch die im Frieden etwa 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gasverkehrs fließen, nach dem Krieg als eine souveräne Angelegenheit Irans und Omans dar. Er betonte, dass die Wasserstraße weiterhin selektiv offen bleibe. Er sagte:
"Nur für die Schiffe jener, die sich im Krieg mit uns befinden, ist diese Meerenge geschlossen."
Er fügte hinzu, dass Schiffe aus Indien, Pakistan, der Türkei und China weiterhin durchfahren, während andere aufgrund von Sicherheitsrisiken und steigenden Versicherungskosten fernblieben.
IRGC weist Trumps Forderungen zur Straße von Hormus scharf zurück
IRGC erklärt, dass die Lage in der Straße von Hormus "fest und eindeutig" unter ihrer Kontrolle stehe und "nicht durch die lächerlichen Auftritte des US-Präsidenten für die Feinde dieser Nation geöffnet werde".
Kurz zuvor hatte Donald Trump behauptet, der iranische Präsident habe um einen Waffenstillstand gebeten. Er fügte hinzu, er werde dies prüfen, "wenn die Straße von Hormus offen, frei und sicher ist".
Trump schwärmt von Iran-Bombardierungen und sieht Irans Präsidenten als Gesprächspartner
Donald Trump schwärmt abermals von der Bombardierung Irans und behauptet in einem neuen Beitrag auf Truth Social, dass der "neue Präsident Irans" einen Deal mit den USA anstrebe.
Zuletzt wurde auch der iranische Parlamentspräsident als möglicher Ansprechpartner ins Spiel gebracht.
Zitat Donald Trump:
"Der neue Präsident des iranischen Regimes, deutlich weniger radikal und wesentlich intelligenter als seine Vorgänger, hat die Vereinigten Staaten von Amerika soeben um einen WAFFENSTILLSTAND gebeten!
Wir werden darüber nachdenken, wenn die Straße von Hormus offen, frei und sicher ist.
Bis dahin werden wir Iran dem Erdboden gleichmachen – oder, wie man sagt, in die Steinzeit zurückbomben!!!"
Israel: Weiterer Kommandeur der Hisbollah getötet
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen ranghohen Kommandeur der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut getötet. Es soll sich dabei um den Kommandeur der sogenannten "südlichen Front", Yusuf Ismail Hashem, gehandelt haben. Er habe eine zentrale Rolle in der Hisbollah gespielt.
Die schiitische Organisation äußerte sich zunächst nicht selbst. Libanesische Medien berichteten jedoch, die Hisbollah habe seinen Tod bestätigt.
Annette Groth: Solange der Westen Israel mit Waffen beliefert, wird es den Genozid fortführen
Die Soziologin Annette Groth war von 2009 bis 2017 Abgeordnete der Partei Die Linke im Deutschen Bundestag. Heute engagiert sich die Friedensaktivistin im "Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern" (BIP).
Am 28. März hat sie bei der Konferenz mit dem Titel "Rasende Zerstörung – Ursachen und ökonomische, politische und psychosoziale Folgen der Kriegsvorbereitung" der Neuen Gesellschaft für Psychologie einen Vortrag zum Thema Palästina, Neokolonialismus und der Rolle der Vereinten Nationen gehalten. Anschließend sprach sie im Interview mit RT über die Rolle der Vereinten Nationen bei der Prävention von Krieg und Völkermord in Palästina.
Donald Trump kündigt "wichtige" Rede zu Iran-Krieg an
US-Präsident Donald Trump hat eine "wichtige" Rede zum Stand des Iran-Kriegs angekündigt. Er werde am Mittwoch um 21:00 Uhr Ortszeit (3:00 Uhr MESZ am Donnerstag) in einer Ansprache an die Nation ein "wichtiges Update" zu Iran geben, teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt mit.
Bereits zuvor hatte Donald Trump erklärt, die USA würden ihre Angriffe in Iran in zwei bis drei Wochen beenden. Er gehe davon aus, dass sein Land noch "vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger" benötige. Für ein Ende des US-Militäreinsatzes sei kein Abkommen mit Iran notwendig, sagte er weiter. Das sei "irrelevant", da man sicherstelle, dass die Führung der Islamischen Republik keine Atomwaffen entwickeln könne.
IRGC soll bei der jüngsten Angriffswelle mindestens 100 Raketen und Angriffsdrohnen eingesetzt haben
Die Iranische Revolutionsgarde (IRGC) teilte am Mittwoch mit, dass bei der neuesten Angriffswelle, die von Iran und seinen verbündeten "Widerstandsfronten" geführt wurde, mehr als 100 schwere Raketen und Angriffsdrohnen sowie mindestens 200 Raketen zum Einsatz kamen.
Laut IRGC richteten sich die Angriffe gegen verschiedene Orte in Israel sowie gegen US-Militärstellungen im persischen Golf, darunter ein Standort mit US-Truppen in Bahrain und eine US-Hubschraubereinheit auf der al-Adiri-Basis in Kuwait, wo nach eigenen Angaben ein Hubschrauber zerstört wurde.
Die Angriffe würden "mit voller Intensität und Stärke" fortgesetzt, erklärte die IRGC in einer Stellungnahme.
Die jemenitische Huthi-Bewegung hat unterdessen heute Israel wieder mit Raketen angegriffen. Es habe sich um einen gemeinsamen Einsatz mit Iran und der libanesischen Hisbollah gehandelt.
US-israelische Angriffe treffen Stahlkomplexe in Zentral- und Südwestiran
US-israelische Angriffe haben Stahlkomplexe in Zentral- und Südwestiran getroffen und dabei Produktionsanlagen beschädigt, wie iranische Medien berichten.
"Erste Einschätzungen deuten auf massive Angriffe mit erheblichen Schäden und Zerstörungen an Produktionseinheiten" im Komplex der Mobarakeh Steel Company hin, einem der größten Stahlhersteller Irans in der zentralen Provinz Isfahan, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Stellungnahme des Unternehmens.
Demnach habe auch eine Tochtergesellschaft des Unternehmens, Sefid Dasht Steel in der südwestlichen Provinz Chahar-Mahal und Bachtiyari, "Schäden und Verluste erlitten".
Der Komplex in Isfahan war bereits am Freitag angegriffen worden, ebenso wie die Stahlwerke in Khuzestan im Südwesten Irans.
Stahl gilt als strategisch wichtiger Rohstoff, der für industrielle und militärische Produktion unerlässlich ist, unter anderem für Raketen, Drohnen und Schiffe.
Medienbericht: Trumps verzerrte Vorstellung von einem Sieg
Donald Trump hat den Krieg mit Iran öffentlich als militärischen Erfolg dargestellt und behauptet, die USA hätten zentrale strategische Ziele bereits erreicht – darunter die Schwächung iranischer Raketenkräfte, der Marine sowie verbündeter Milizen.
Das US-Nachrichtenportal Axios analysierte, dass diese Darstellung zunehmend im Widerspruch zur Realität steht. Trotz militärischer Fortschritte bleibt Iran in der Lage, weiterhin Raketenangriffe durchzuführen und den Konflikt zu beeinflussen.
Viele Beobachter warnen vor wirtschaftlichen Folgen und einer wachsenden Kluft zwischen offizieller Erfolgsrhetorik und der tatsächlichen Lage im Krieg.
Die Enthauptung der iranischen Führungsspitze, einschließlich des Obersten Führers Ali Chamenei, habe die Islamische Republik nicht destabilisiert. Die zentrale Rechtfertigung für den Krieg – die Beseitigung der iranischen "Nuklearbedrohung" – sei weiterhin ungeklärt. Trump erwägt nun eine risikoreiche Bodenoperation, um Irans Vorrat an hochangereichertem Uran zu beschlagnahmen. Irans Kontrolle über die Straße von Hormus habe sich zur schädlichsten unbeabsichtigten Folge des Krieges entwickelt, hieß es in Axios.
Die Fortsetzung der Militäroperation hat ihren Preis – darunter mindestens dreizehn tote US-Soldaten, Hunderte Verletzte, Schäden oder Zerstörungen von militärischer Ausrüstung in Milliardenhöhe.
Die USA haben laut der Washington Post in vier Wochen mehr als 850 Tomahawk-Marschflugkörper verbraucht, obwohl die Bestände bereits zuvor deutlich unter dem Zielniveau lagen. Zudem habe das Pentagon eine zusätzliche Finanzspritze von rund 200 Milliarden US-Dollar für den Krieg beantragt, vorrangig zur Wiederauffüllung der Munitionsbestände. Deren Bewilligung sei jedoch angesichts eines stark gespaltenen Kongresses nicht gesichert.
Im Inland wächst der politische Druck: Der Krieg gelte als teuer und unpopulär, während die Bevölkerung zunehmend Klarheit über die Ziele und die Definition eines "Sieges" fordert. Kritiker bemängeln, dass die US-Regierung kein klares, langfristiges Endziel formuliert habe und der Begriff "Sieg" daher politisch unscharf bleibe.
Mehr als 60 Prozent der Amerikaner lehnen laut einer Umfrage von Pew Research den Umgang von Donald Trump mit dem Konflikt ab.
Wirtschaftliche Schocks des Krieges werden uns noch Monate begleiten – Australiens Premierminister
Der australische Premierminister Anthony Albanese hat vor möglichem weiteren wirtschaftlichen Schmerz in den kommenden Monaten gewarnt, ausgelöst durch die Auswirkungen des Krieges.
"Die kommenden Monate könnten nicht einfach werden. Ich möchte das offen sagen. Keine Regierung kann versprechen, den Druck vollständig zu beseitigen, den dieser Krieg verursacht", sagte Albanese in einer seltenen Ansprache an die Nation.
Angesichts stark steigender Benzinpreise forderte Albanese die Australier auf, verstärkt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, um Kraftstoff für ländliche Regionen und essenzielle Dienste zu schonen.
"Australien ist kein aktiver Teilnehmer dieses Krieges, aber alle Australier zahlen deshalb höhere Preise."
Starmer verspricht: Großbritannien wird nicht in einen Krieg gegen Iran hineingezogen
Der britische Premierminister Keir Starmer sagte, die britischen Bürger hätten "Sorge, dass Großbritannien in den Krieg der USA und Israels gegen Iran hineingezogen wird".
"Werden wir nicht", versicherte er.
Diese Erklärung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die britische Regierung weiterhin eine zurückhaltende Haltung einnimmt; Regierungsvertreter bezeichnen den Iran-Krieg wiederholt als "nicht unseren Krieg" und betonen, dass die Priorität Großbritanniens in der Deeskalation und der regionalen Stabilität liege.
"Ich bin nicht bereit, die britische Bevölkerung noch einmal durch eine Krise gehen zu lassen, aus der sie am Ende herauskommt und dann wieder zum Alltag übergeht", sagte Starmer.
Das Ziel Großbritanniens in der Straße von Hormus sei es, die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen, die Sicherheit von Schiffen und Seeleuten zu gewährleisten und den Transport lebenswichtiger Güter sicherzustellen.
Die britische Regierung hat zudem einen Fünf-Punkte-Plan vorgestellt, um die Auswirkungen des Krieges und steigender Preise auf Verbraucher im Vereinigten Königreich abzufedern. Dazu gehören Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten, die Verlängerung von Kraftstoffsteuererleichterungen, Investitionen in saubere Energie sowie Bemühungen zur Deeskalation im Nahen Osten.
Russische Botschaft äußert sich zu Angriffen in der Nähe einer orthodoxen Kirche in Teheran
Zwei Raketenangriffe am Morgen des 1. April in unmittelbarer Nähe der orthodoxen St.-Nikolaus-Kathedrale in Teheran beschädigten das Hauptgebäude und die Nebengebäude (Fenster und Türen wurden zerstört). Es gab keine Toten oder Verletzten.
Die russische Botschaft in Teheran hat sich zu den Angriffen geäußert. Man stelle fest, dass die St.-Nikolaus-Kathedrale während der Fastenzeit und im Vorfeld eines der wichtigsten religiösen Feste, Ostern, beschädigt worden sei. Aufgrund der militärischen Interventionen der Vereinigten Staaten und Israels sei es der orthodoxen Gemeinde in Iran derzeit nicht möglich, die Kirche zu besuchen.
Das von dem renommierten russischen Architekten Nikolai Markov entworfene Gebäude sei beschädigt worden. Es gehöre zum nationalen iranischen Kulturerbe.
Man verurteile aufs Schärfste die anhaltende amerikanisch-israelische Aggression gegen Iran, die zunehmend zivile Infrastruktur sowie religiöses und kulturelles Erbe beeinträchtige.
Beirut: Israelischer Luftangriff trifft Gebäude in dicht besiedeltem Viertel
Am Dienstag hat die israelische Luftwaffe ein mehrstöckiges Gebäude in einem dicht besiedelten Viertel der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen.
Die israelischen Streitkräfte bezeichneten das Gebäude als ein Objekt der Hisbollah.
In den sozialen Netzwerken kursieren dramatische Aufnahmen des Einschlags, die zeigen, wie das Geschoss das mehrstöckige Haus trifft. Daraufhin stürzt das Gebäude in einer massiven Wolke aus Trümmern, Staub und Rauch in sich zusammen.
Laut Angaben des israelischen Militärs wurden die Bewohner zuvor per Warnung aufgefordert, das Gebiet zu verlassen.
Der Angriff erfolgt vor dem Hintergrund einer anhaltenden Eskalation. Nach dem Angriff auf Iran hat Israel im März auch eine Bodenoffensive im Südlibanon gestartet.
USA bombardieren eigene ehemalige Botschaft in Teheran
Im Morgengrauen ist die iranische Hauptstadt Teheran erneut von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Nutzer in den sozialen Medien teilten Fotos, die dichte Rauchwolken über den Dächern im Nordosten der Millionenmetropole zeigen. Ein Luftangriff soll sich im Viertel Nobonjad ereignet haben, in dem sich ein Komplex der Verteidigungsindustrie befindet. Auch in anderen Teilen der Stadt Teheran, in der rund 15 Millionen Menschen leben, kam es zu Bombardierungen.
Die USA bombardierten laut iranischen Medien zudem am frühen Morgen ihre ehemalige Botschaft in Teheran (im Iran bekannt als "Spionagenest").
VAE verbieten Iranern Einreise und Transit
Dubais Fluggesellschaften haben erklärt, dass iranische Staatsbürger nicht in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) einreisen oder dort umsteigen dürfen.
Emirates teilte mit, dass iranische Staatsangehörige nicht in die VAE einreisen oder über das Land transitieren dürfen.
Die Fluggesellschaft "flydubai" erklärte hingegen, dass Inhaber eines sogenannten "Golden Visa" der VAE davon ausgenommen seien und weiterhin in das Land ein- und ausreisen bzw. dort umsteigen dürften.
Iran hat nach eigenen Angaben ein Unterstützungspaket für iranische Staatsbürger in den VAE vorbereitet. Das Paket solle sich an die dort lebende iranische Diaspora richten und in Reaktion auf die verschärften Spannungen in der Region sowie jüngste Einschränkungen gegenüber iranischen Reisenden und Bewohnern umgesetzt werden.
Rabbi erklärt: "Israel hat kein Existenzrecht"
Im Podcast UNAPOLOGETIC des Mediums Middle East Eye war der ultraorthodoxe Rabbi Elhanan Beck zu Gast. Der im Jahr 1967 in Jerusalem geborene Beck gehört zu den prominentesten Persönlichkeiten einer ultraorthodoxen Bewegung, die den Zionismus und den Staat Israel ablehnt.
Im Podcast äußerte er sich unter anderem zur Frage, ob Israel ein Existenzrecht habe.
"Der Staat Israel hat gemäß der Tora kein Existenzrecht", stellt Beck unumwunden klar und ergänzt, dass das Heilige Land vollständig an die Palästinenser zurückgegeben werden müsse.
Mit Blick auf die Kriegsrhetorik des israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu, der Palästinenser und Iraner immer wieder mit den zu vernichtenden Urfeinden Israels, dem biblischen Volk Amalek, gleichsetzt, erläutert der Rabbi, dass Amalek heute nicht mehr als ein bestimmtes Volk verstanden werden könne. Vielmehr sei das ein Begriff für Menschen, die andere von Gott entfremden würden. Genau das würden die zionistische Bewegung und Netanjahu tun.
"Netanjahu ist der wahre Amalek", schlussfolgert Beck daraus.
Drohne trifft Öllager von Castrol in Erbil
Heute Morgen traf ein Drohnenangriff Lageranlagen des britischen Ölkonzerns Castrol in Erbil (Irakisch-Kurdistan). Laut Sicherheitskreisen schlug ein unbemanntes Fluggerät in das Castrol-Öllager an der Straße zwischen Erbil und Mossul ein und löste einen Großbrand aus, der gelagerte Öle und Logistikgüter zerstörte.
Hinter dem Angriff sollen proiranische Milizen im Irak stecken.
Institute kürzen Wachstumsprognosen für 2026 und 2027
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr aufgrund des Iran-Kriegs und stark gestiegener Energiepreise deutlich gesenkt. Für 2026 erwarten sie nur noch ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent. Noch vor rund einem halben Jahr hatten sie ein Plus von 1,3 Prozent prognostiziert.
Auch für 2027 wurden die Erwartungen nach unten korrigiert – von 1,4 auf 0,9 Prozent Wachstum. "Der Energiepreisschock im Zuge des Iran-Kriegs trifft die Erholung hart", sagte Timo Wollmershäuser, Konjunkturchef des Münchner Ifo-Instituts.
Der Iran-Krieg treibt die Energiekosten in die Höhe – daher rechnen die Institute mit einer höheren Inflation. In diesem Jahr sollen die Verbraucherpreise im Schnitt um 2,8 Prozent steigen und 2027 weiter auf 2,9 Prozent. Bislang waren die Ökonomen nur von 2,0 bzw. 2,3 Prozent ausgegangen. Bereits im März kletterte die Inflationsrate auf 2,7 Prozent. Das ist der höchste Wert seit Anfang 2024.
"Kaufkraftverluste kosten privaten Konsum", erklären die Institute.
Die Frühjahrsprognose dient der Bundesregierung als Basis für ihre neuen Projektionen, die wiederum die Grundlage für die Steuerschätzung bilden.
Vier Einschläge in Zentralisrael nach iranischem Raketenangriff
Das Nachrichtenportal Ynet News berichtet, dass es nach dem iranischen Raketenbeschuss "vier Einschlagsorte" in Zentralisrael gegeben habe, darunter zwei in Bnei Brak sowie jeweils einen in Holon und Petach Tikwa, sowie in Tel Aviv.
Dem Bericht zufolge wurde in Bnei Brak eine Wohnung in einem oberen Stockwerk beschädigt, und in Holon sowie Petach Tikwa brachen Brände in offenen Gebieten aus.
Es gibt außerdem Berichte über mehrere Verletzte.
EU fordert Homeoffice und weniger Reisen wegen drohender Energiekrise
Brüssel fordert die Europäer dazu auf, im Homeoffice zu arbeiten und weniger zu fahren, während die EU vor einer langen Energiekrise warnt.
Die Europäische Kommission hat die Bürger dazu aufgerufen, wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten, weniger zu fahren und weniger zu reisen. Hintergrund ist die Sorge vor einer länger anhaltenden Energiekrise infolge des Iran-Kriegs im Persischen Golf.
EU-Energiekommissar Dan Jørgensen erklärte, Europa befinde sich in einer "sehr ernsten Situation" ohne absehbares Ende. Auch wenn der Frieden morgen eintreten sollte, werde man in absehbarer Zeit nicht zur Normalität zurückkehren.
Um den Verbrauch zu senken, sollten die Menschen nach Möglichkeit im Homeoffice arbeiten, ihre Autofahrten reduzieren, öffentliche Verkehrsmittel nutzen und Flugreisen einschränken. Auch eine Senkung der Geschwindigkeit auf Autobahnen sowie Fahrgemeinschaften würden empfohlen.
Die Maßnahmen sollen helfen, den Ölverbrauch zu reduzieren, insbesondere bei Diesel und Kerosin. Ziel sei es, die Auswirkungen der Krise auf Wirtschaft und Verbraucher zu begrenzen und die Energieversorgung zu stabilisieren.
Die EU diskutiert zudem über langfristige Schritte wie den Ausbau erneuerbarer Energien, um unabhängiger von fossilen Importen zu werden.
Tanker vor Katar beschossen
QatarEnergy berichtet, dass ihr Öltanker Aqua 1 am Morgen im Seegebiet nördlich von Katar angegriffen.
Zuvor war im Persischen Golf in der Nacht zum Dienstag ein großer kuwaitischer Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten.
Das Schiff sei nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KUNA Ziel eines iranischen Angriffs gewesen, während es vor dem Hafen von Dubai vor Anker lag.
Trump: Kein Deal mit Iran nötig für Kriegsende
Die USA wollen ihre Angriffe auf Iran nach Angaben von Präsident Donald Trump in zwei bis drei Wochen beenden. Für ein Ende des Militäreinsatzes sei kein Abkommen mit Iran erforderlich. Dies sei "irrelevant", da die USA sicherstellten, dass die Führung der Islamischen Republik keine Atomwaffen entwickeln könne, so Trump.
Zugleich schloss Trump eine frühere Einigung nicht aus. Sollte Iran zu Verhandlungen bereit sein, könne es auch vor Ablauf des von ihm genannten Zeitraums zu einer Übereinkunft kommen. Falls das Land künftig erneut in der Lage sein sollte, Atomwaffen zu entwickeln, werde es wieder einen Präsidenten wie ihn geben, der militärisch eingreifen werde, so Trump weiter.
Zudem bekräftigte Trump, dass es nach einem Ende der US-Militäraktion Aufgabe anderer Staaten sein werde, den Transport von Öltankern durch die Straße von Hormus zu sichern. Als Beispiel nannte er unter anderem Frankreich und Großbritannien.
Drohnenangriff auf Kuwaits Flughafen
Kuwait ist erneut Ziel eines Drohnenangriffs geworden. Nach Angaben der Zivilluftfahrtbehörde wurden am frühen Morgen Treibstofftanks am internationalen Flughafen getroffen. Die Behörde teilte dies in der Nacht über die Plattform X mit.
Einsatzkräfte sind vor Ort im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen entstand Sachschaden; Berichte über Verletzte liegen bislang nicht vor.
Die Huthi haben erneut eine Rakete auf Israel abgefeuert
Die Huthi-Bewegung im Jemen erklärte, sie habe ballistische Raketen auf "sensible Ziele" im Süden Israels abgefeuert – im Rahmen einer Operation, die "gemeinsam" mit Iran und der Hisbollah durchgeführt worden sei.
In einer vom Huthi-nahen Sender al-Masirah TV verbreiteten Erklärung gab die Gruppe bekannt, dass Israels "Aggression, Verbrechen und Angriffe auf Libanon, Iran, Irak und Palästina" sie lediglich zu weiterer militärischer Eskalation treiben würden.
Die Erklärung erfolgte rund drei Stunden, nachdem das israelische Militär gemeldet hatte, "die Rakete abgefangen zu haben".
Mitgliedsländer des UN-Sicherheitsrats verurteilen Tötung von UN-Soldaten durch Israel
Bei der gestrigen Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York kritisierten mehrere Länder, darunter Frankreich, dessen Vertretung die Sitzung eingefordert hatte, sowie Großbritannien, China und Russland, die tödlichen Vorfälle im Südlibanon, bei denen drei indonesische UN-Soldaten durch israelische Angriffe ums Leben kamen und weitere verletzt wurden.
So wurden in zwei separaten Ereignissen die Soldaten durch Explosionen am Sonntag und Montag getötet. Die Vereinten Nationen haben demnach bereits Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Hintergründe zu den Tötungen aufzuklären.
Seitens Deutschlands heißt es in einer X-Mitteilung des Außenministeriums:
"Wir verurteilen aufs Schärfste die jüngsten Angriffe auf UN-Truppen im Libanon, bei denen drei indonesische [UN‑]Angehörige ums Leben kamen. Unser tiefstes Beileid gilt ihren Familien, und wir hoffen aufrichtig, dass sich die Verletzten bald wieder erholen."
Teheran: "Maritimer Regimewechsel" - Straße von Hormus bleibt für USA geschlossen
Die politische Führung Teherans reagiert auf gestrige Aussagen Washingtons. So hatte US-Kriegsminister Hegseth in einer Pressekonferenz erklärt, dass vermeintlich bereits ein Regimewechsel in Iran stattgefunden hätte. Dies bezogen auf eine neue Staatsführung in Teheran nach Ermordung diverser Politiker.
Ebrahim Azizi, Vorsitzender des iranischen Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, kommentierte diese Wahrnehmung aktuell auf X, um anzukündigen:
"Trump hat endlich seinen Traum vom 'Regimewechsel' verwirklicht – allerdings im maritimen Regime der Region! Die Straße von Hormus wird sicherlich wieder geöffnet, aber nicht für euch; sie wird für diejenigen offen sein, die sich an die neuen Gesetze des Iran halten.
Die 47 Jahre der Gastfreundschaft sind für immer vorbei."
Azizi reagierte dabei direkt auf eine Aussage des US-Präsidenten vom 30. März, als Trump an Bord der Air Force One gegenüber Journalisten erklärte, die USA hätten im Iran "faktisch einen 'Regimewechsel' herbeigeführt".
Israel flog seit Kriegsbeginn mehr als 800 Einsätze gegen Iran
Israelische Medien zitieren Angaben des Militärs, laut denen die Armee seit dem Kriegsbeginn am 28. Februar Hunderte Luftangriffe startete, um "das iranische Terrorregime systematisch ins Visier zu nehmen". Dies habe ein Sprecher der israelischen Streitkräfte laut der Jerusalem Post erklärt.
Weitere Zitate und Details aus einer IDF-Mitteilung lauten:
"Bislang hat die IAF mehr als 800 Luftangriffe mit rund 16.000 Sprengkörpern durchgeführt. Nach dem zwölftägigen Krieg im Juni [2025] wurden vom Militärgeheimdienst über 5.000 neue Ziele identifiziert, darunter Tausende Terrorzellen, die im Rahmen der Operation 'Roaring Lion' angegriffen wurden."
Von demnach anvisierten "kritischen und wesentlichen Zielen der IDF" in Iran aus der Zeit vor Kriegsbeginn Ende Februar würden laut IDF "bis Mittwoch 100 Prozent zerstört sein", teilte zudem das Militär am Dienstag mit. Bereits gestern hieß es dazu in einer separaten Mitteilung:
"Diese 100 Prozent der beiden wichtigsten Kategorien von Zielen aus der Zeit vor dem Krieg sind Teil der Tatsache, dass die IDF etwa 60 bis 70 Prozent dieser Ziele in der Islamischen Republik zerstört hat."
Als "kritische Ziele" werden seitens der IDF Orte und Gebäude benannt wie "beispielsweise Ziele der ballistischen Raketenindustrie, sowie Ziele, die im Mittelpunkt der Kriegsziele standen, wie die verbleibenden kleineren Ziele im Nuklearbereich", so die Mitteilung darlegend.
31.03.2026 22:15 Uhr
Papst Leo: Hoffe, Trump sucht nach einem Ausstieg
"Hoffentlich sucht er nach einem Weg, die Menge der Gewalt zu verringern, des Bombens, was ein wichtiger Beitrag dazu wäre, den Hass zu beseitigen, der geschaffen wurde, und der im Nahen Oste und andernorts wächst."
Das sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche zu CNN.
"Lasst uns nach Wegen suchen, die Menge der Gewalt zu verringern, die wir fördern. Damit Frieden in unseren Herzen regiert, vor allem an Ostern."
Vor zwei Tagen erst hatte Papst Leo XIV. in seiner Predigt zum Palmsonntag erklärt, Gott "höre nicht auf die Gebete jener, die Krieg führen, sondern er weist sie zurück".
Ebenfalls am Palmsonntag war dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Pierbattista Kardinal Pizzaballa, der einer der Konkurrenten um den Papstthron gewesen war, von der israelischen Polizei verboten worden, in der Grabeskirche eine Messe zu halten, was seit fast tausend Jahren nicht geschehen war – unabhängig davon, wer die Stadt regierte.
US-Außenministerium warnt Bürger in Saudi-Arabien
Das US-Außenministerium hat seine Staatsbürger in Saudi-Arabien gewarnt, dass "Hotels und andere Versammlungsorte, auch US-Unternehmen und US-Bildungseinrichtungen, mögliche Ziele sein können".
Sie wurden aufgefordert, sich einen sicheren Ort zu suchen. Die US-Botschaft wurde bereits Anfang März auf die Notbesatzung heruntergefahren; das übrige Personal wurde ausgeflogen.
Es gibt Ankündigungen des IRGC, Unternehmen wie auch Bildungseinrichtungen ins Visier zu nehmen. Letzteres wurde angekündigt, nachdem die Technische Universität Teheran zum Ziel eines Luftangriffs geworden war.
Außenminister Araghtschi: Kontakte mit Witkoff, aber keine Verhandlungen mit den USA
In einem Interview mit dem katarischen Fernsehsender Al Jazeera enthüllte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi, dass er Nachrichten mit Steve Witkoff austausche, dem Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump für den Nahen Osten. Er stehe in direktem Kontakt mit Witkoff. Auch über das benachbarte Pakistan liefen einige Sicherheitsgespräche.
Araghtschi betonte allerdings, dass es sich dabei nicht um Verhandlungen handele. Iran habe noch nicht auf den von den USA vorgeschlagenen 15-Punkte-Plan und auf die damit verbundene, von US-Präsident Trump mehrmals verlängerte Frist reagiert.
Iran werde abwarten, ob die USA ihre Drohungen wahrmachen und angreifen. Im Falle eines Angriffs würden die iranischen Streitkräfte den Gegner erwarten. Ziel seiner Außenpolitik sei kein Waffenstillstand, sondern eine umfassende Beendigung dieses Krieges, also ein dauerhafter Frieden.
US-Sender zollt iranischem Politiker Anerkennung im Medienkrieg
Der US-Sender NBC News widmete dem iranischen Parlamentssprecher Mohammed Bagher Ghalibaf eine Analyse seiner Medienpolitik. Darin heißt es, dass sich Iran in den sozialen Medien zunehmend mit Donald Trump anlege. Gerade Ghalibaf verfolge in der Kommunikation während des Konflikts zunehmend einen Trump ähnlichen Ansatz und veröffentliche auf der Plattform X Memes und bissige Kommentare, um es mit dem US-Präsidenten medial aufzunehmen.
Eine der von NBC News erwähnten bissigen Bemerkungen des iranischen Politikers betrifft ein auf dem saudi-arabischen Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkt zerstörtes AWACS-Flugzeug der US-Amerikaner. Zu dem Bild des in zwei Teile zerbrochenen Militärflugzeugs schreibt Ghalibaf: "Nur geringfügige Schäden erlitten" und bezieht sich damit ironisch auf abwiegelnde Meldungen der US-Offiziellen.
Sein jüngster X-Post beschäftigt sich denn auch mit der verarmenden Bevölkerung in den USA, die teilweise schon eine Mahlzeit auslässt, um sich das Tanken noch leisten zu können. Ghalibafs Kommentar: "Traurig, aber das passiert, wenn die eigenen Führungskräfte andere über hart arbeitende und gewöhnliche Amerikaner stellen. Es heißt nicht mehr 'Amerika zuerst' … es heißt jetzt 'Israel zuerst'."
US-amerikanische Journalistin in Bagdad entführt
Medienberichten zufolge ist die US-amerikanische Journalistin Shelly Kittleson im Zentrum Bagdads entführt worden. Dies teilte das Medienunternehmen Al-Monitor mit, für das die Entführte als Freiberuflerin arbeitet.
Kittleson berichtet als freie Journalistin unter anderem für die BBC, Foreign Policy und Politico aus Nahost und Afghanistan. Seit mehreren Jahren ist sie auch als Berichterstatterin aus Bagdad tätig, wo sie sich unter anderem mit der Sicherheitslage, bewaffneten Gruppierungen sowie den US-amerikanischen Beziehungen beschäftigt.
Videoaufnahmen zeigen, wie die Journalistin am helllichten Tag auf einer belebten Straße in ein Auto gezerrt wurde. Die Entführung soll in der Nähe des Palestine Hotels in der Al-Saadon-Straße stattgefunden haben. Anonym bleibende Beamte der Trump-Administration bestätigten gegenüber Al-Monitor, dass die US-amerikanischen Behörden Kittleson aufgrund der Bedrohungslage von einer Reise in den Irak abgeraten hatten.
Der Aufenthaltsort der entführten Journalistin ist bisher unbekannt. Den irakischen Sicherheitskräften ist es nach eigenen Angaben allerdings gelungen, die Verfolgung aufzunehmen und einen der Entführer festzunehmen. Eines der beiden Fahrzeuge der Entführer habe sich dabei überschlagen. Die Entführte habe sich nicht in dem Wagen befunden. Es würden weiterhin Anstrengungen unternommen, die Entführte zu befreien und alle Entführer zu ergreifen, erklärte das irakische Innenministerium. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.
Trump will weitere Staaten in Iran-Krieg hineinziehen – CENTCOM zeigt neue Angriffe
Der Iran-Krieg geht in die fünfte Woche. US-Präsident Donald Trump strebt nun offenbar an, auch andere Länder in die Kampfhandlungen einzubinden. Er rief Staaten, die unter der Sperrung der Straße von Hormus leiden, dazu auf, entweder Öl aus den USA zu kaufen oder sich aktiv an Kampfhandlungen gegen Iran zu beteiligen. Unterdessen hat das US-Zentralkommando (CENTCOM) neues Videomaterial, die Angriffe der Vereinigten Staaten auf iranische Ziele zeigen sollen.
Spritpreise steigen weiter
Ab morgen sollen neue Regelungen für Tankstellen gelten. Die Betreiber sollen die Preise für Benzin und Diesel dann nur noch einmal am Tag erhöhen dürfen. Zuvor steigen die Preise aber erst einmal weiter. Das hängt auch mit dem Iran-Krieg und der De-facto-Blockade der Straße von Hormus zusammen.
Iran meldet Angriffe auf Siemens- und AT&T-Zentren
Die Spannungen zwischen Iran und internationalen Technologiekonzernen eskalieren weiter. Nachdem Teheran bereits 18 globalen Tech-Riesen wie Google, Meta und Apple offen mit Vergeltung gedroht hatte, meldete die Armee der Islamischen Republik Iran nun den angeblichen Vollzug erster Militäroperationen.
Laut der offiziellen Pressemitteilung seien strategische Industrie- und Kommunikationszentren der Unternehmen Siemens und AT&T in Israel mit "Vernichtungsdrohnen" angegriffen worden. Eine unabhängige Bestätigung für diese Einschläge liegt derzeit jedoch nicht vor.
Die iranischen Streitkräfte bezeichneten Schläge gegen Standorte nahe dem Flughafen Ben Gurion und in Haifa als direkte Antwort auf Angriffe gegen die eigene Infrastruktur dar. Insbesondere das industrielle Softwarezentrum von Siemens stehe im Fokus: Teheran behauptet, das Unternehmen stelle Technologien für künstliche Intelligenz und industrielle Automatisierung bereit, um die Waffenproduktionslinien der israelischen Armee zu optimieren.
Parallel dazu soll laut Armeeangaben ein Forschungszentrum von AT&T in Haifa getroffen worden sein. Der Standort agiere angeblich als technologisches Rückgrat für Cloud-Computing-Anwendungen des israelischen Militärs. Während die Drohungen gegen die 18 US-Konzerne aufgrund der offiziellen Verlautbarungen als verifiziert gelten, bleibt der Erfolg der nun gemeldeten Drohnenangriffe unklar. Die Führung in Teheran betonte jedoch, man werde nicht zögern, weitere "Aggressoren" zu bestrafen.
EU hält Reduzierung der Treibstoffnachfrage für "notwendig"
In der Diskussion um die steigenden Energiepreise infolge des Iran-Krieges hat die EU die Mitgliedstaaten ermutigt, die Nachfrage nach Treibstoff in ihren Ländern zu senken. Angesichts einer Situation, die sich noch verschärfen könne, sei "eine Senkung der Nachfrage tatsächlich notwendig", sagte EU-Energiekommissar Dan Jörgensen nach einer Videokonferenz der EU-Energieminister in Brüssel. "Je mehr man tun kann, um Öl, insbesondere Diesel und Flugbenzin, einzusparen, desto besser sind wir dran", sagte er.
Pakistan und China stellen Forderungen für Frieden vor
Nach einem Treffen der Außenminister Chinas und Pakistans in Peking stellen die Länder gemeinsame Forderungen in Bezug auf den Krieg im Nahen Osten vor. Beide fordern einer gemeinsamen Stellungnahme zufolge eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen und größtmögliche Anstrengungen, um eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern. Humanitäre Hilfe solle ermöglicht werden und Friedensverhandlungen so schnell wie möglich beginnen, heißt es weiter.
Russischer Botschafter: Chamenei hält sich in Iran auf
Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, hält sich im Land auf, verzichtet jedoch "aus verständlichen Gründen" auf öffentliche Auftritte, sagte der russische Botschafter Irans am Dienstag laut dem Nachrichtensender RTVI. Das iranische Staatsfernsehen nannte ihn einen "Kriegsversehrten", ohne weitere Details zu nennen. US-Verteidigungsminister Hegseth gab an, er könnte "entstellt" sein.
IRGC kündigt Angriffe auf Tech- und IT-Riesen an: IBM, Tesla, Google, Meta und Boeing darunter
Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben erklärt, wiederholte Warnungen zur Beendigung der US- und israelischen terroristischen Schläge seien ignoriert worden. Darüber berichtet die Nachrichenagentur Mehrnews. Sie fügten hinzu, dass bei den Angriffen der USA und ihrer israelischen Verbündeten am Dienstag mehrere iranische Staatsbürger getötet worden seien.
Laut der Erklärung sei die Planung und Verfolgung von Attentatszielen maßgeblich mit in den USA ansässigen IKT- und KI-Unternehmen verknüpft. Als Reaktion darauf würden "wichtige Institutionen, die an Terroranschlägen beteiligt sind", ab sofort als legitime Ziele betrachtet.
Die Erklärung riet den Mitarbeitern der genannten Institutionen, ihre Arbeitsplätze aus Sicherheitsgründen unverzüglich zu verlassen. Sie forderte außerdem Anwohner im Umkreis von einem Kilometer um die Einrichtungen dieser Unternehmen in den Nachbarländern auf, sich in Sicherheit zu bringen.
In der Erklärung hieß es weiter, dass Unternehmen, die aktiv an der Planung von Terroranschlägen beteiligt seien, für jeden einzelnen Anschlag mit Gegenmaßnahmen rechnen müssten.
In der Erklärung der IRGC werden folgende Unternehmen als Ziele genannt:
1. Cisco 2. HP 3. Intel 4. Oracle 5. Microsoft 6. Apple 7. Google 8. Meta 9. IBM 10. DEL 11. Palantir 12. Nvidia 13. GP Morgan 14. Tesla 15. GE 16. Spire Solution 17. G42 18. Boeing
Weiter hieß es, diese Unternehmen müssten ab Mittwoch, dem 1. April, 20:00 Uhr Teheraner Zeit, mit Vergeltungsmaßnahmen gegen ihre jeweiligen Geschäftsbereiche für jedes in Iran verübte Attentat rechnen.
Hegseth zur NATO: "Ein Bündnis taugt wenig, wenn Länder nicht bereit sind, einem beizustehen"
Bei einer Pressekonferenz im Pentagon wurde US-Kriegsminister Pete Hegseth auf die morgendlichen Beiträge von US-Präsident Trump auf Truth Social angesprochen, in denen mehr als deutlich wurde, dass das Weiße Haus unzufrieden mit dem Verhalten von Frankreich und Großbritannien ist.
Hegseth betonte, dass die letztendliche Entscheidung beim Präsidenten liege. Er möchte lediglich "anmerken, dass vieles ans Licht gekommen ist. Die Welt konnte deutlich sehen, wie sehr unsere Verbündeten bereit wären, etwas für die Vereinigten Staaten von Amerika zu tun, während wir eine solch enorme Anstrengung im Namen der freien Welt in Angriff nehmen."
Der US-Präsident wollte "bloß darauf hinweisen", so Hegseth weiter, "dass ein Bündnis wenig taugt, wenn Länder nicht bereit sind, einem beizustehen, wenn man sie braucht."
Am Vormittag hatte US-Präsident Donald Trump sein Presseteam zwei Beiträge veröffentlichen lassen, die unmissverständlich seine Unzufriedenheit über das aktuelle Agieren in Paris und London präsentieren.
"Der Schlange die Giftzähne ziehen" – Katz will grenznahe Dörfer im Südlibanon niederreißen
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat am Dienstag den Tod von vier Soldaten bei Kämpfen im Südlibanon bestätigt. In einer Videobotschaft kündigte er an, die Truppen würden "mit großer Kraft in die Dörfer" vordringen, um dortige vermeintliche Stellungen der Hisbollah zu zerstören. Häuser in Grenznähe sollen nach dem Vorbild von "Rafah und Beit Hanun" vollständig abgerissen werden.
Ziel sei eine dauerhafte Stationierung der israelischen Armee in einer "Sicherheitszone" bis zum Litani-Fluss. Zudem stellte Katz klar, dass die Rückkehr von über 600.000 vertriebenen Bewohnern in den Südlibanon "vollständig verhindert" werde, bis die Sicherheit im Norden Israels gewährleistet sei. Israel sei entschlossen, den Libanon "von der iranischen Front zu trennen" und die Bedrohung "ein für alle Mal" zu beseitigen, so der Minister.
Iranische Fußballnationalmannschaft der Herren gedenkt der Kriegstoten
Im heutigen Freundschaftsspiel gegen die Auswahl des mittelamerikanischen Landes Costa Rica errang die iranische Fußballnationalmannschaft der Herren einen fulminanten Sieg mit einem Endstand von 5 : 0. Das Spiel fand im türkischen Antalya ohne Zuschauer statt.
In Zeiten eines gerade gegen Zivilisten erbarmungslos geführten Krieges gewann jedoch etwas anderes als der bloße sportliche Erfolg an Bedeutung: Vor dem Spiel zeigten sich die iranischen Fußballspieler mit Bildern von ihren dem Krieg zum Opfer gefallenen Landsleuten. Zu sehen waren Porträts getöteter Sanitäter, Feuerwehrleute, der Marinesoldaten der Fregatte Dena, und vor allem die Bilder von Kindern, die durch US-amerikanische oder israelische Luftangriffe getötet wurden.
Bereits am Freitag, vor einem Fußballspiel gegen Nigeria, hatten sich die iranischen Sportler bei der Aufstellung vor dem Spiel mit kleinen Kinderrucksäcken präsentiert. Sie gedachten damit der bei einem Luftangriff ermordeten Schülerinnen der Grundschule von Minab.
UNICEF: Bislang über 340 Kinder im Krieg in Nahost getötet
Nach Einschätzung von UNICEF leiden besonders Kinder unter dem Krieg im Nahen Osten. Mehr als 340 Jungen und Mädchen wurden laut Berichten bereits getötet und Tausende verletzt, wie UNICEF Deutschland mitteilte. Dazu zählten unter anderem 216 getötete und 1.767 verletzte Kinder in Iran sowie 124 getötete und 413 verletzte Kinder im Libanon, wie das UN-Kinderhilfswerk erklärte. Zur Urheberschaft der Angriffe machte UNICEF keine Angaben.
"Alle Konfliktparteien müssen dringend handeln, um das Leben der Zivilbevölkerung zu schützen und die Rechte der Kinder zu wahren", sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell.
"Einer nach dem anderen" – Israel beschließt Todesstrafe für palästinensische "Terroristen" (Video)
Das israelische Parlament hat einen umstrittenen Gesetzentwurf zur Einführung der Todesstrafe für verurteilte "Terroristen" gebilligt.
Mit 62 zu 47 Stimmen beschloss die Knesset, dass Palästinenser, die von Militärgerichten wegen tödlicher Anschläge verurteilt wurden, künftig die Todesstrafe erhalten können. Die Vollstreckung des Urteils soll innerhalb von 90 Tagen erfolgen, wobei das Recht auf Berufung abgeschafft wird.
Eine Besonderheit des Gesetzes ist, dass israelische Staatsbürger von dieser Strafe ausgenommen sind.
Der Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, feierte die Verabschiedung des Gesetzes mit Champagner und erklärte: "So Gott will, werden sie bald einer nach dem anderen hingerichtet."
Die USA erklärten, Israel habe das Recht, seine Gesetze selbst zu bestimmen. Aus Europa kam hingegen deutliche Kritik an dem Vorhaben.
Katar warnt vor Destabilisierung durch US-Bodenoffensive
Katar warnt vor einer weiteren Destabilisierung der Region, sollte es in Iran zu einer Bodeninvasion durch US-Truppen kommen. "Wir sind gegen jede Eskalation, die die Stabilität der Region weiter gefährden könnte", sagte der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Madschid al-Ansari, in Bezug auf entsprechende Berichte.
Vor Journalisten sagte er weiter:
"Wir müssen einen Ausweg aus dieser Krise finden, denn die verschärfende Eskalation wird von Tag zu Tag schlimmer."
Eigene Gegenschläge Katars auf Iran wollte Al-Ansari nicht besprechen, der Golfstaat behalte sich Vergeltung dennoch vor. Die Staaten am Golf sind von iranischen Angriffen besonders betroffen.
Trump: Frankreich verweigert US-Kampfflugzeugen Überflug nach Israel
US-Präsident Donald Trump behauptet, Frankreich habe sich geweigert, US-Militärtransportflügen nach Israel den Überflug durch seinen Luftraum zu gestatten. In einem Social-Media-Beitrag sagte er, Frankreich habe sich in Bezug auf das, was er als die Eliminierung einer hochrangigen iranischen Persönlichkeit bezeichnete, "sehr unkooperativ" verhalten.
Zuvor hatte Reuters unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, dass die Verweigerung am Wochenende stattgefunden habe. Dies sei seit Beginn des Konflikts das erste Mal, dass Frankreich sich so verhalte.
"Im Namen der Menschheit" – Ägyptens Präsident bittet Trump um Ende des Krieges
Bei einer Energiemesse in Kairo richtete Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi am Montag einen eindringlichen Appell an US-Präsident Donald Trump.
Er forderte Trump darin auf, seinen Einfluss geltend zu machen, um den anhaltenden Krieg im Nahen Osten zu beenden. Al-Sisi betonte, dass "niemand außer Ihnen" in der Lage sei, den Krieg in der Region zu stoppen.
"Feindselige Haltung" – Israel exportiert keine Rüstungsgüter mehr nach Frankreich
Mehrere israelische Medien, wie der Sender Channel 12 und die Jerusalem Post (JP), berichten über Meldungen aus dem Umfeld der Netanjahu-Administration, laut der Israel den Verkauf von Rüstungsgütern an Frankreich einstellen wird, wie "drei hochrangige israelische Quellen" der Zeitung am Dienstag bestätigten. Weiter heißt es in dem Artikel:
"Verteidigungsminister Israel Katz ordnete die Einstellung offiziell an, doch eine Entscheidung von solcher Tragweite konnte nur getroffen werden, wenn sie eine Priorität von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu darstellte."
Bereits am Morgen titelte der Sender:
"Verteidigungsministerium stoppt Rüstungsbeschaffungen aus Frankreich."
Laut JP-Quellen sei die Entscheidung darauf zurückzuführen, dass Paris in den vergangenen zwei Jahren "eine feindselige Haltung gegenüber Israel eingenommen hat, was das Ministerium dazu zwang, neu zu bewerten, inwieweit es darauf vertrauen kann, seine Verteidigungsprodukte an dieses Land zu liefern", so die Darlegungen zu der Ankündigung.
Quellen des Channel-12-Senders gaben zudem zu Protokoll, dass ein israelischer Regierungsvertreter erklärt hat, dass die Entscheidung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, US-Flugzeugen auf dem Weg nach Israel den Überflug über französischen Luftraum zu verweigern, "der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen brachte" und zur finalen Entscheidung geführt habe, mögliche Rüstungsbestellungen vorerst nicht weiter zu berücksichtigen.
Israel mit höchsten Spritpreisen seit 2022
Israelische Medien berichten über spürbare Auswirkungen des Angriffskriegs gegen Iran.
So heißt es laut Agenturmeldungen ankündigend, dass "um Mitternacht zwischen Dienstag und Mittwoch der Benzinpreis in Israel zum ersten Mal seit Juli 2022 über 8 NIS [New Israeli Schekel-Währung] pro Liter steigen wird", wie das Energieministerium mitteilte.
Den Bürgern wird der Preisanstieg exemplarisch laut Times of Israel wie folgt vermittelt:
"Das Energieministerium führt diesen Anstieg auf einen Anstieg der Benzinpreise im Mittelmeerraum um 49 Prozent zurück, der durch den Krieg mit Iran bedingte Anstieg der weltweiten Ölpreise sowie auf Schwankungen des Wechselkurses zwischen Schekel und Dollar."
"Sie haben uns hingehalten" – Trumps Pressesprecherin rechtfertigt Mord an iranischen Führern
In der Pressekonferenz vom 30. März 2026 hat die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, den Mord an iranischen Führungskräften wie dem geistlichen Oberhaupt Irans, Ali Chamenei, gerechtfertigt.
"Weil sie die USA belogen und uns in Verhandlungen hingehalten haben. Das war für den Präsidenten inakzeptabel, deshalb wurden viele dieser früheren Führer getötet", erklärte sie.
Mit Blick auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump, beim Verlassen Irans zivile Infrastruktur wie Kraftwerke und Entsalzungsanlagen vollständig zu zerstören und somit Kriegsverbrechen zu begehen, versicherte Leavitt, dass sowohl die US-Streitkräfte als auch die Regierung "stets im Rahmen des Gesetzes handeln" würden. Sollte Iran jedoch kein Abkommen mit den USA schließen, würde Trump sich nicht "scheuen", die Fähigkeiten der US-Streitkräfte einzusetzen, "die ihre kühnsten Vorstellungen übersteigen", so die Sprecherin.
Israels Verteidigungsminister Katz: Grenzdörfer im Südlibanon werden zerstört
Laut theoretischen Vorstellungen der Netanjahu-Administration wird Israel nach einer Beendigung des "Hisbollah-Konflikts" willkürlich eine Pufferzone im Südlibanon einrichten, um dadurch "die vollständige militärische Kontrolle über das gesamte Gebiet bis zum Litani-Fluss zu erhalten", so Ausführungen von Israels Verteidigungsminister Israel Katz am Dienstag.
Katz wird laut israelischen Medienagenturen mit der Ankündigung zitiert:
"Am Ende der Operation würden die IDF das Gebiet bis zum Litani-Fluss kontrollieren, einschließlich der verbleibenden Litani-Brücken, während sie die in das Gebiet eingedrungenen Radwan-Kräfte [eine Hisbollah-Spezialeinheit] ausschalten und alle dort vorhandenen Waffen zerstören würden."
Der israelische Minister verlautbarte zudem, dass nach den Vorstellungen Tel Avivs den mehr als 600.000 libanesischen Einwohnern, die nach Norden flüchten mussten, bereits jetzt eine Rückkehr südlich des Litani "untersagt wird [...] bis die Sicherheit der Bewohner im Norden Israels gewährleistet ist." Wie bereits in der Vorwoche lautet seine Ankündigung eines weiteren Vorgehens in der Region:
"Zu diesem Zweck werden alle Häuser in Dörfern nahe der Grenze im Libanon nach dem Vorbild von Rafah und Beit Hanoun im Gazastreifen zerstört, um Bedrohungen in Grenznähe für die Bewohner im Norden dauerhaft zu beseitigen."
Trump attackiert Paris und London auf Truth Social
Innerhalb weniger Minuten ließ US-Präsident Donald Trump sein Presseteam zwei Beiträge verfassen, die unmissverständlich seine Unzufriedenheit über das aktuelle Agieren in Paris und London präsentieren.
So heißt es wörtlich in dem kürzeren Beitrag an Emmanuel Macron – mit drei abschließenden Ausrufezeichen:
"Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert. Frankreich hat sich, was den 'Schlächter des Iran' angeht, der nun erfolgreich ausgeschaltet wurde, SEHR UNKOOPERATIV verhalten! Die USA WERDEN DAS NICHT VERGESSEN!!!"
An Keir Starmer in London gerichtet lautet die Botschaft aus dem Oval Office in Washington:
"Für all jene Länder, die wegen der Straße von Hormus kein Flugbenzin bekommen können – wie das Vereinigte Königreich, das sich geweigert hat, sich an der 'Enthauptung' Irans zu beteiligen – habe ich einen Vorschlag: Erstens: Kauft bei den USA, wir haben genug davon. Und zweitens: Fasst endlich Mut, fahrt zur Straße von Hormus und nehmt es euch einfach.
Ihr müsst anfangen zu lernen, wie man für sich selbst kämpft; die USA werden nicht mehr da sein, um euch zu helfen, genauso wie ihr nicht für uns da wart. Iran ist im Grunde genommen vernichtet worden. Der schwierige Teil ist geschafft. Holt euch euer eigenes Öl!"
US-Präsident Donald Trump ist offenbar mittlerweile bereit, den Krieg gegen Iran auch dann zu beenden, wenn die Straße von Hormus weitgehend blockiert bleibt. Das berichtete das Wall Street Journal am Montag. Mehr dazu im RT-Artikel hier.
Neueste Schadensstatistik an zivilen Einrichtungen Irans
Die iranische Hilforganisation Roter Halbmond veröffentlichte auf X die jüngste Statistik zu Auswirkungen der andauernden US-israelischen Angriffe auf Iran.
So heißt es zu den landesweit "113.570" ermittelten Schadensmeldungen auf zivile Einrichtungen in detaillierter Auflistung:
- 90.063 Wohneinheiten in den Provinzen
- 44.391 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Teheran
- 307 Gesundheits-, Behandlungs- und Notfallzentren
- 760 Schulen
- 18 Zentren des Roten Halbmonds
- 48 Einsatzfahrzeuge
- 3 Rettungshubschrauber (Roter Halbmond und Notfall)
In einer Reuters-Agenturmeldung vom Freitag der Vorwoche heißt es zur Anzahl der Opfer durch die Angriffe:
"Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels sind in Iran mehr als 1.900 Menschen getötet und mindestens 20.000 verletzt worden."
Zitiert wurde Maria Martinez von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) unter Berufung auf Zahlen des Iranischen Roten Halbmonds.
Medien: US-Spionagesender für codierte Farsi-Botschaften in Deutschland
Das Heise-Onlineportal berichtet über einen US-Sender, der von deutschem Boden aus als "neuer Zahlensender für Spione" fungieren soll.
So heißt es in dem Artikel:
"Seit dem 28. Februar 2026, also dem Beginn des Kriegs der USA und Israel gegen den Iran, gibt es einen neuen Zahlensender für codierte Botschaften. Wie eine Freiwilligenorganisation von Funkinteressierten nun herausgefunden haben will, soll die 'V32' genannte Station sich in Baden-Württemberg befinden."
Die Privatrecherche samt Entdeckung des US-Senders sei insofern glaubwürdig, als die sogenannte "Priyom"-Gruppierung "eine internationale Gruppe von Funkamateuren" darstelle, welche seit dem Jahr 2010 zu Spionagesendern forsche, so der Heise-Artikel darlegend.
Zu ihrer Recherche und weiteren Hintergründen des US-Senders heißt es auf der "Priyom"-Webseite:
"V32 ist ein Sender, der Zahlen in persischer Sprache (auch Farsi genannt) ausstrahlt, die im Iran gesprochen wird. Es wird vermutet, dass es sich um eine Operation des US-Geheimdienstes gegen das Regime der Islamischen Republik Iran im Rahmen des Iran-Kriegs von 2026 handelt."
Der Sender ging laut der Gruppierung auffällig am Tag des Kriegsbeginns erstmals auf Sendung "und wird von einem US-Militärstützpunkt in der Nähe von Stuttgart in Deutschland ausgestrahlt." Demnach befindet er sich zwischen der Panzerkaserne Böblingen und den Patch Barracks. Beide Militäreinrichtungen sind US-Stützpunkte in Deutschland.
Weitere Informationen lauten:
"V32 sendet täglich auf 7910 kHz, um 02:00 UTC und 18:00 UTC; die Sendung um 18:00 UTC wiederholt die vorherige um 02:00 UTC. Die Sendungen enthalten immer 6 Nachrichten; jede einzelne Nachricht hat eine feste Länge von 20 Minuten, und die gesamte Sendung dauert 2 Stunden."
IDF bombardiert Pharmaunternehmen für Krebsmedikamente und Anästhetika
Der ehemalige iranische Außenminister und Gründer des Payab-Forschungsinstituts, Dschawad Sarif, informiert im Rahmen eines X-Beitrags, dass gezielte US-israelische Luftangriffe eines der größten Pharmaunternehmen des Landes attackiert hätten.
Das Unternehmen ist laut IRNA-Agenturmeldung unter anderem wichtig für die Herstellung von Krebsmedikamenten und Anästhetika. Sarif kommentiert nach dem Angriff auf X:
"Die verzweifelten Angreifer – denen es nicht gelungen ist, ihre teuflischen Wahnvorstellungen zu verwirklichen – haben nun gezielt einen Hersteller von pharmazeutischen Wirkstoffen, darunter auch Krebsmedikamente, angegriffen."
Iran: US-Angriff mit Bunkerbrecher-Bomben zerstört Munitionslager
Die US-Streitkräfte haben in der Nacht zum Dienstag ein großes Munitionsdepot in der zentraliranischen Stadt Isfahan angegriffen.
Laut Medienberichten kamen dabei zahlreiche 2.000-Pfund-schwere Bunkerbrecher-Bomben, auch Penetratormunition genannt, zum Einsatz. Diese sind speziell dafür konzipiert, tief unter der Erde liegende Anlagen zu zerstören.
US-Präsident Donald Trump hat den Erfolg der Operation indirekt bestätigt, indem er auf Truth Social ein Video der gewaltigen Explosionen veröffentlichte.
Aufnahmen in den sozialen Medien zeigen eine Kette heftiger Detonationen, die den Nachthimmel erleuchteten.
Israel bombardiert schiitische Azam Husseiniya-Kulturstätte
Die Hosseiniyeh Azam Zanjan gilt als eine der bedeutendsten religiösen Stätten in Iran und zählt zu den wichtigsten Orten für schiitische Trauerzeremonien.
Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldet am Dienstagvormittag, dass die goldene Kuppel und ein Minarett der Kulturstätte, vor rund 200 Jahren erbaut, in Zanjan im Nordwesten Irans zusammen mit benachbarten Gebäuden nach israelischen Angriffen zum Teil zerstört wurde.
Die Hilfsorganisation Roter Halbmond berichtet auf X über Bergungsarbeiten vor Ort und teilt mit, dass "zwei Menschen lebend aus den Trümmern geborgen" werden konnten.
Amnesty International kritisiert "Carte blanche" Israels zum Thema Todesstrafe
Immer mehr Menschenrechtsorganisationen kritisieren unmissverständlich die gestrige Knesset-Abstimmung, die vorsieht, palästinensische Gefangene in die unmittelbare Gefahr der Todesstrafe zu bringen.
So erklärte die Pressestelle von Amnesty International auf X:
"Israel räumt sich unverhohlen die 'Carte blanche' [die freie Hand] bei der Hinrichtung von Palästinensern ein und hebt gleichzeitig die grundlegendsten Garantien für ein faires Verfahren auf."
Auf der Webseite der Menschenrechtsorganisation hieß es noch am selben Abend nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnisses:
"Die israelischen Behörden müssen unverzüglich die Gesetzesänderungen aufheben, die den Anwendungsbereich der Todesstrafe in Israel erweitern und heute mit einer Mehrheit von 62 Knesset-Abgeordneten verabschiedet wurden."
Die AI-Kampagnenleiterin Erika Guevara Rosas gab zu Protokoll:
"Die als 'Todesstrafe für Terroristen' bekannte Gesetzesänderung des israelischen Strafrechts erweitert den Anwendungsbereich der Todesstrafe und erleichtert deren Anwendung, und dies zu einer Zeit, in der weltweit ein Trend zur Abschaffung dieser Strafe zu beobachten ist.
Zudem hebt sie grundlegende Schutzvorkehrungen auf, die eine willkürliche Tötung verhindern und das Recht auf ein faires Verfahren schützen sollen, und stärkt das israelische Apartheid-System, das durch zahlreiche diskriminierende Gesetze gegen Palästinenser aufrechterhalten wird."
Rom untersagte US-Armee Nutzung des Luftwaffenstützpunkts Sigonella auf Sizilien
Die italienische Nachrichtenagentur ANSA bestätigt einen Bericht der Zeitung Il Corriere della Sera, laut der die Meloni-Administration in Rom in der Vorwoche bereits die Nutzung des Luftwaffenstützpunkts Sigonella auf Sizilien verweigerte, "wie informierte Kreise am Dienstag mitteilten", so die Agenturmeldung.
Demnach hätten ungenannte Quellen erklärt:
"Die Ablehnung von Verteidigungsminister Guido Crosetto erfolgte, nachdem den italienischen Behörden der Flugplan für mehrere US-Flugzeuge bekannt geworden war, der Landungen in Sigonella und anschließende Abflüge in den Nahen Osten vorsah."
Die Meldung verweist auf Vorbedingungen seitens der italienischen Regierung, ausgehend vom Kriegsbeginn am 28. Februar, dass Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Minister Crosetto Washington zusicherten, dass US-Stützpunkte in Italien "gemäß dem bilateralen Vertrag weiterhin für den normalen Betrieb genutzt werden könnten". Jede Nutzung, die über diesen Rahmen hinausgehe, müsse jedoch vom Parlament genehmigt werden.
UN-Menschenrechtsbüro: Gesetzesvorlage zur Todesstrafe gegen Palästinenser muss zurückgezogen werden
Volker Türk, sogenannter "Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte", forderte im Rahmen einer Mitteilung vom Dienstag, dass die Netanjahu-Administration ihre Pläne zur Einführung neuer wegweisender inhumaner Gesetze umgehend zurückzieht.
Die Knesset verabschiedete einer diesbezüglichen Forderung folgend am gestrigen Abend einen Gesetzesentwurf, der unter bestimmten Umständen die "obligatorische Verhängung der Todesstrafe gegen Palästinenser sowohl in den besetzten palästinensischen Gebieten als auch innerhalb Israels" vorsieht.
Türk weist in der Mitteilung darauf hin, "dass diese Vorschläge in mehrfacher Hinsicht gegen das Völkerrecht verstoßen", und wird mit den Worten zitiert:
"Was die Todesstrafe betrifft, so ist die Haltung der Vereinten Nationen eindeutig: Sie lehnen sie unter allen Umständen ab. Es ist äußerst schwierig, diese Strafe mit der Menschenwürde in Einklang zu bringen, und sie birgt das inakzeptable Risiko, dass unschuldige Menschen hingerichtet werden."
Der Gesetzesentwurf sieht zudem eine Änderung des israelischen Strafgesetzbuchs vor und führt die Todesstrafe für "Fälle von Mord an Israelis im Zusammenhang mit sogenannten 'terroristischen Handlungen' ein", so die bekanntgewordenen Pläne.
Ein solches Gesetz würde damit die Todesstrafe rückwirkend auch auf betroffene Verhaftete anwenden, die zuvor "wegen Mordes im Zusammenhang mit den schrecklichen Anschlägen vom 7. Oktober 2023 verurteilt wurden", so die Mitteilung, was einen weiteren "Verstoß gegen den im Völkerrecht verankerten Grundsatz der Gesetzmäßigkeit" darstellen würde.
Aktuell werden in israelischen Gefängnissen mehr als 9.300 Palästinenser gefangen gehalten. Zukünftige Hinrichtungen sollen laut Plänen der Netanjahu-Administration nun spätestens 90 Tage nach dem Urteil stattfinden können.
Peseschkian: Iran wird Kriegskonflikt nur zu seinen eigenen Bedingungen beenden
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim News berichtet am Dienstagmorgen über die jüngste Sitzung des iranischen Kabinetts. Das Treffen fand demnach unter dem Vorsitz von Präsident Massud Peseschkian statt, an dem zudem weitere ungenannte Kabinettsmitglieder teilnahmen, "um die aktuelle Lage des Landes" unter den andauernden US-israelischen Angriffen zu besprechen.
Die Mitglieder des Kabinetts hätten jeweils Berichte über die getroffenen Vorkehrungen vorgelegt, um darüber zu beraten, wie "die Kontinuität der Dienstleistungen, die Stabilität der Lieferkette für lebenswichtige Güter, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe sowie die Stärkung der Einsatzbereitschaft der Behörden in verschiedenen Bereichen des Landes" für die Bevölkerung weiterhin gewährleistet werden kann.
Der Präsident erklärte, dass "die Aufrechterhaltung einer effektiven und koordinierten Versorgung in dieser Phase zu den wichtigsten Säulen der nationalen Widerstandsfähigkeit gehöre und ernsthaft und geschlossen vorangetrieben werden müsse, bis der endgültige Sieg über den Feind errungen sei", so Peseschkian laut Agenturzitat.
Weiter heißt es laut Tasnim-News-Artikel:
"Der Präsident erklärte schließlich, dass jede Entscheidung über das Ende des Krieges ausschließlich unter Berücksichtigung aller genannten Bedingungen und im Rahmen der Wahrung der Würde, der Sicherheit und der Interessen der großen iranischen Nation getroffen werde."
Die andauernden, eskalierenden Ereignisse seit dem 28. Februar seitens Washingtons und Tel Avivs werden als "eine groß angelegte, unprovozierte Militäraktion gegen Iran" bezeichnet.
Tote und Verletzte nach IDF-Angriff auf palästinensische Flüchtlinge im Südlibanon
Libanesische Staatsmedien berichten, dass bei erneuten israelischen Angriffen mindestens sechs Menschen in einer Stadt und einem palästinensischen Flüchtlingslager im südlichen Gebiet von Sidon getötet wurden.
Unter Berufung auf das Gesundheitsministerium teilte die staatliche Nachrichtenagentur mit, dass laut bisherigen Ermittlungen vier Bewohner der Stadt Adloun und zwei weitere bei einem Angriff auf das Flüchtlingslager Mieh Mieh ums Leben gekommen seien.
Zudem wird von weiteren Verletzten berichtet.
Israelische Medien berichten demgegenüber, dass bei den aktuellen Gefechten im Südlibanon "vier Soldaten getötet und zwei verwundet wurden, womit sich die Gesamtzahl der Opfer seit Beginn der Invasion auf zehn erhöht hat", so die Agenturmeldung.
Dubai: Kein Ölaustritt bei kuwaitischem Tanker nach iranischem Treffer
Ein im Hafen von Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor Anker liegender kuwaitischer Öltanker ist am Dienstagmorgen in Brand geraten, nachdem er durch iranische Geschosse getroffen worden war, wie die staatliche Ölgesellschaft Kuwait Petroleum Corporation (KPC) bestätigte.
Das Medienbüro von Dubai veröffentlichte nun Informationen zum Status quo im Hafen und teilte auf X mit:
"Die Behörden von Dubai bestätigen, dass die Einsatzkräfte den Vorfall mit dem kuwaitischen Öltanker in den Gewässern von Dubai erfolgreich unter Kontrolle gebracht haben; es wurden weder ein Ölaustritt noch Verletzte gemeldet."
Der Rohöltanker mit dem Namen "Al Salmi" war zum Zeitpunkt des Treffers, der sich laut Agenturmeldung gegen 00:10 Uhr Ortszeit (20:10 Uhr GMT) ereignete, voll beladen, teilte die KPC in einer Pressemitteilung mit, und weiter:
"Rettungskräfte und Feuerwehrleute wurden sofort zum Einsatzort entsandt und arbeiteten gemeinsam mit den zuständigen Behörden daran, die Lage unter Kontrolle zu bringen."
Das Dubai Media Office bestätigte nun, dass bis dato keine Verletzten gemeldet wurden und dass "die Sicherheit aller 24 Besatzungsmitglieder gewährleistet" sei.
UN-Sicherheitsrat tagt nach Tod von UN-Soldaten
Israelische Luftangriffe sowie Bodeneinsätze von IDF-Soldaten töteten in den letzten Tagen auch drei UN-Soldaten ‒ dies im Rahmen ihres Einsatzes in der UN-Mission UNIFIL im Südlibanon.
Nach Angaben aus Diplomatenkreisen wird heute um 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr MESZ) eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats stattfinden. Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot hatte zuvor laut Agenturmeldung erklärt, sein Land habe wegen der "äußerst schwerwiegenden Vorfälle" eine Dringlichkeitssitzung beantragt.
Paris wirft zudem der israelischen Armee vor, die Sicherheit französischer Blauhelmsoldaten am Sonntag in Nakura im Süden des Libanon bedroht zu haben.
Zu Wochenbeginn hatte der indonesische Außenminister Sugiono bereits direkt Kontakt mit UN-Generalsekretär Antonio Guterres aufgenommen, nachdem zuvor drei indonesische Angehörige von Friedenstruppen bei "abscheulichen Angriffen", so Sugiono, im Südlibanon getötet worden waren.
Israelische Armee bombardiert nach X-Ankündigung Ziele in Teheran
Unbeeindruckt von der Tatsache, dass in der iranischen Hauptstadt Teheran temporär kein Internet verfügbar ist, hat das israelische Militär (IDF) zu Tagesbeginn die Bewohner des 21. Bezirks Vardavard am westlichen Stadtrand von Teheran "vor einem bevorstehenden Angriff innerhalb der nächsten vier Stunden gewarnt", wie Al Jazeera (AJ) berichtet.
Die schriftliche Drohung, die laut dem AJ-Artikel gegen 6 Uhr morgens in Teheran (02:00 Uhr GMT) auf dem persischsprachigen X-Konto des israelischen Militärs veröffentlicht wurde, kündigt unmittelbare Angriffe auf den Wohnbezirk an. Laut Darstellung der IDF handelt es sich dabei vermeintlich auch um den Standort "militärischer Einrichtungen". So heißt es wörtlich auf X:
"Dringende Warnung an alle Personen, die sich im Wohnviertel Vardavard in Teheran aufhalten, entsprechend dem auf der beigefügten Karte rot markierten Gebiet.
In den nächsten Minuten werden die israelischen Streitkräfte militärische Einrichtungen in diesem Gebiet angreifen."
Die mehr als provozierende Formulierung in dem X-Beitrag lautet dann wörtlich weiter:
"Liebe Bürger, zu Ihrer eigenen Sicherheit und Ihrem Wohlergehen werden alle Personen, die sich in dem auf der Karte ausgewiesenen Gebiet aufhalten, gebeten, in ihren Wohnungen zu bleiben und das Gebiet in den nächsten vier Stunden nicht zu verlassen."
Explosionen auf Militärflugplatz in iranischer Großstadt Isfahan
Videoaufnahmen in den sozialen Medien sollen massive Explosionen nach Angriffen der USA auf die iranische Metropole Isfahan dokumentieren. Das Video wurde auch unkommentiert vom Presseteam des US-Präsidenten auf Truth Social veröffentlicht.
Die Bilder zeigen gewaltige Explosionen und Brände, die den Nachthimmel erhellen. Isfahan ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz mit rund 2,3 Millionen Einwohnern, wo sich auch der Militärflugplatz Badr befindet.
30.03.2026 21:50 Uhr
Israel beschließt Todesstrafe für Palästinenser
Das israelische Parlament, die Knesset, hat heute ein Gesetz verabschiedet, das für Palästinenser, die wegen tödlicher Angriffe verurteilt wurden, die ein Militärgericht als Terrorismus klassifiziert, die Todesstrafe durch Erhängen vorsieht. Die Hinrichtungen sollen spätestens 90 Tage nach dem Urteil stattfinden.
Der letzte, der in Israel hingerichtet wurde, war der Naziverbrecher Adolf Eichmann.
Die Anhänger des Gesetzentwurfs betraten das Parlament mit goldenen Anstecknadeln in Form einer Henkersschlinge; nach der Verabschiedung wurden im Sitzungssaal Sektflaschen geöffnet.
Der rechtsradikale Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, erklärte, Hängen sei "eine der Optionen" neben dem elektrischen Stuhl und "Euthanasie", wobei er hinzufügte, einige Ärzte hätten sich dafür angeboten. Seine Partei hatte den Entwurf eingebracht.
Für die Verhängung eines Todesurteils muss das Gericht nicht einstimmig befinden, und die Strafe muss auch nicht vom Staatsanwalt beantragt werden. Auch Militärgerichte im Westjordanland dürfen Todesurteile verhängen. Eine Begnadigung ist nicht möglich. Aktuell werden in israelischen Gefängnissen mehr als 9.300 Palästinenser gefangen gehalten.
In einer gemeinsamen Erklärung hatten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens und des Vereinigten Königreichs ihre Besorgnis über diesen Gesetzentwurf geäußert.
"Insbesondere besorgt uns der faktisch diskriminierende Charakter des Gesetzentwurfs. Mit der Annahme dieses Gesetzentwurfs liefe Israel Gefahr, seine Verpflichtungen mit Blick auf demokratische Grundsätze zu untergraben … Wir rufen die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in der Knesset und der israelischen Regierung nachdrücklich auf, diese Pläne aufzugeben."
Amnesty International hatte erklärt, das Gesetz mache die Todesstrafe "zu einem weiteren diskriminatorischen Werkzeug in Israels Apartheid-System". Selbst Vertreter des israelischen Militärs hatten erklärt, dieses Gesetz verstoße gegen das Völkerrecht.
Itamar Ben Gvir feierte vor dem Sitzungssaal weiter. Er erklärte, das sei ein historischer Beschluss. "Bald werden wir sie einzeln zählen".
Libanon fordert von ukrainischer Botschaft Auslieferung von mutmaßlichem Mossad-Agenten
Der Libanon fordert von der ukrainischen Botschaft in Beirut die Auslieferung eines mutmaßlichen Agenten. Wie Al Jazeera berichtet, sei er in die diplomatische Einrichtung geflüchtet. Der Mann stehe unter dem Verdacht, mit dem israelischen Geheimdienst Mossad zusammenzuarbeiten. Dies teilten ein ungenannter Sicherheitsbeamter und eine Quelle der Hisbollah der Nachrichtenagentur AFP mit.
Laut der Hisbollah-Quelle wurde der Mann im September festgenommen, nachdem er ein Motorrad auf einer Straße in der Nähe des Flughafens von Beirut geparkt hatte. Das Motorrad sei mit einem als Batterie getarnten Sprengsatz versehen gewesen, so die Quelle, die aufgrund der Sicherheitslage anonym bleiben wollte. Die Hisbollah hielt den Mann bis zum Ausbruch des Krieges mit Israel Anfang dieses Monats fest.
Am 6. März griff das israelische Militär ein Gebäude in den südlichen Vororten an, in dem der Mann festgehalten wurde. Dadurch konnte er zur ukrainischen Botschaft fliehen, fügte die Quelle hinzu. "Die ukrainische Botschaft im Libanon kontaktierte uns am 10. März mit der Bitte, ihrem Staatsbürger, der sich dort aufhielt und seinen Pass verloren hatte, die Ausreise über den Flughafen Beirut zu gestatten", sagte Hassan Choukeir, der Leiter des libanesischen Generalsicherheitsamtes.
"Nach Überprüfung seines Namens und Fotos stellten wir fest, dass er von der libanesischen Justiz gesucht wird und gegen ihn mehrere Fahndungs- und Ermittlungsanordnungen der libanesischen Sicherheitsbehörden vorliegen", fügte er hinzu.
Choukeir erklärte, die Behörden hätten die Botschaft angewiesen, den Mann auszuliefern. Er werde "wegen seiner Beteiligung an einer Zelle des israelischen Geheimdienstes Mossad gesucht, die Attentate und Bombenanschläge in den südlichen Vororten Beiruts plante".
Trump-Sprecherin Levitt: Verhandlungen mit Iran verlaufen gut
Die Gespräche mit Iran dauern nach Angaben des Weißen Hauses an und machen gute Fortschritte. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, wie folgt: "Trotz des öffentlichen Auftretens des Regimes und falscher Berichterstattung gehen die Gespräche weiter und verlaufen gut." Was die Führung in Teheran öffentlich sage, unterscheide sich stark von dem, was den USA unter vier Augen mitgeteilt werde.
Ob Leavitts Worte den Tatsachen entsprechen, ist unklar. Auch mit wem gesprochen werde, sagte Leavitt nicht. Das Weiße Haus erklärte zudem, der Zeitplan für den Iran-Einsatz von vier bis sechs Wochen bleibe bestehen. US-Präsident Donald Trump hatte kurz nach Beginn der Offensive Ende Februar gesagt, diese werde vier Wochen oder weniger dauern.
UN meldet Tod von zwei Blauhelmsoldaten im Libanon
Bei einer Explosion im Südlibanon sind am Montag nach Angaben der UN-Mission in dem Land (UNIFIL) zwei Blauhelmsoldaten getötet worden. Ihr Fahrzeug sei durch eine Detonation, deren Ursache unbekannt sei, zerstört worden, teilte UNIFIL mit. Am Sonntagabend war ein weiterer Blauhelmsoldat bei der Explosion eines Geschosses im Süden des Libanon getötet worden. Die UNIFIL ist seit Jahrzehnten zwischen Israel und dem Süden des Libanon im Einsatz. An der Mission sind auch rund 200 Bundeswehrsoldaten beteiligt, die die libanesische Seegrenze überwachen und libanesische Marine-Soldaten ausbilden.
Neue Spannungen: Trump bringt Öl-Kontrolle ins Spiel, Iran reagiert scharf
US-Präsident Donald Trump spricht von direkten und indirekten Verhandlungen mit dem Iran und deutet zugleich an, iranische Ölressourcen sichern oder strategische Punkte wie die Insel Charg unter Kontrolle bringen zu können. Parallel verschärft sich die Lage: Teheran plant strengere Kontrolle der Straße von Hormus inklusive möglicher Gebühren, während Militärdrohungen auf beiden Seiten zunehmen. Iranische Angriffe trafen unter anderem Ziele in Israel und US-Stützpunkte; in Haifa brach ein Feuer in einer Raffinerie aus, Ursache unklar. Die Eskalation folgt auf gegenseitige Angriffe mit zahlreichen Verletzten und schweren Schäden auf beiden Seiten.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 30. März 2026]
NATO bestätigt Abschuss einer Rakete über der Türkei
Die NATO hat das Eindringen einer iranischen Rakete in den Luftraum der Türkei bestätigt. In einem Beitrag in den sozialen Medien erklärte ein Sprecher der Organisation: "Die NATO hat erneut erfolgreich eine iranische ballistische Rakete abgefangen, die auf die Türkei zusteuerte. Die NATO ist auf solche Bedrohungen vorbereitet und wird stets alles Notwendige tun, um alle Bündnispartner zu verteidigen." Es ist der vierte Vorfall dieser Art seit Kriegsbeginn zwischen den USA und Israel gegen Iran.
Teheran hat in den letzten drei Fällen bestritten, solche Raketenstarts genehmigt zu haben, und Ankara aufgefordert, eine gemeinsame Untersuchung einzuleiten.
Die Rakete konnte von NATO-Luft- und Raketenabwehrsystemen abgeschossen werden. Das türkische Ministerium erklärte, dass alle notwendigen Maßnahmen "entschlossen und ohne zu zögern" gegen jede Bedrohung des türkischen Hoheitsgebiets und Luftraums ergriffen werden.
Ökonom warnt vor "wirtschaftlichem Desaster"
Ein düsteres Szenario für die deutsche Wirtschaft prognostizierte Michael Berlemann, der Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), im Interview mit der NOZ:
"Es ist zu befürchten, dass das zarte Flämmchen der Konjunktur abgewürgt wird. Große Ausgabenprogramme verpuffen, wenn alles teurer wird. Neben allen anderen Gründen, einen Krieg abzulehnen, ist der Konflikt für uns auch ein wirtschaftliches Desaster."
Ihm zufolge hängen die Auswirkungen der Krise auch von der Dauer des Krieges ab. Wenn nicht allzu viel zerstört wird, könnte sich die Wirtschaft nach dem Krieg auch wieder rasch erholen. Kritisch wäre es aber, "wenn Energie-Infrastruktur in Iran oder Katar massiv zerstört würde. Das hätte massive Folgen über Jahre, weil der Wiederaufbau so lange dauert."
Besonders folgenreich sei die Teuerung bei Energiepreisen:
"Nicht nur Benzin, auch Heizöl und Gas sind bereits deutlich teurer geworden. Wie schnell das bei Verbrauchern ankommt, hängt von den Verträgen ab. Spätestens mit der nächsten Abrechnung oder angepassten Vorauszahlungen kommt ein ziemlicher Sprung."
Iran: 15-Punkte-Plan "überzogen, unrealistisch, irrational"
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums hat einen von den USA vorgelegten 15-Punkte-Plan als unrealistisch zurückgewiesen. "Was uns mitgeteilt wurde – wie auch immer man es nennen mag, 15 Punkte oder mehr oder weniger –, ist eine Reihe von äußerst überzogenen, unrealistischen und irrationalen Forderungen", sagte Esmail Baghaei bei einer Pressekonferenz. Er betonte, dass es bisher keine direkten Verhandlungen mit den USA gegeben habe.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angedeutet, dass Teheran auf viele der US-Forderungen eingehen wolle. "Sie haben uns die meisten Punkte gegeben. Warum auch nicht?" Tatsächlich hat Iran fünf eigene Forderungen vorgelegt. Pakistan will zwischen den beiden Staaten vermitteln.
Mehrnews zeigt Zerstörungen an der Universität für Wissenschaft und Technologie
Am Wochenende legte ein israelischer Luftschlag ein Gebäude der Universität für Wissenschaft und Technologie in Teheran in Schutt und Asche. Da der Angriff in der Nacht erfolgte, wurden keine Personen verletzt. Die iranischen Revolutionsgarden warnten daraufhin, dass Iran israelische Universitäten und Zweigstellen US-amerikanischer Universitäten in der Region als "legitime Ziele" betrachten werde, sofern keine Sicherheitsgarantien für iranische Universitäten gegeben würden.
Die iranische Nachrichtenagentur Mehrnews zeigte die Zerstörungen in einer Reportage und sprach mit mehreren Universitätsmitarbeitern. Sie versprachen, die Universität zusammen mit den Studenten wiederaufzubauen. Sie wiesen darauf hin, dass Bildungseinrichtungen unter dem Schutz der vier Genfer Konventionen und ihrer Zusatzprotokolle stünden. Diese würden von Israel jedoch "mit Füßen getreten".
"Der Feind versucht, das Wachstum und den Fortschritt der Islamischen Republik Iran aufzuhalten, aber mit Gottes Gnade wird das nicht geschehen", sagte ein Gesprächspartner.
Irans UNO-Vertretung bezeichnet Ukraine als Teilnehmer der Aggression
Angesichts der Entsendung ukrainischer Drohnenabwehrexperten in arabische Länder betrachtet Iran die Ukraine als Teilnehmer der US-amerikanischen und israelischen Aggression gegen Teheran. Dies teilte der iranische UN-Botschafter Amir Saeed Irawani in einem Schreiben an UN-Generalsekretär António Guterres und den UN-Sicherheitsrat mit.
"Dieses Eingeständnis, 'Hunderte Spezialisten' in die Region entsandt zu haben … wird im Wesentlichen als materielle und operative Unterstützung der andauernden völkerrechtswidrigen Militäraggression gegen Iran unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika und des israelischen Regimes gewertet", zitiert die Nachrichtenagentur Irna aus dem Schreiben. Irawani merkte an, dass ein solcher Eingriff nicht zufällig sei, sondern vielmehr "eine aktive Beteiligung an und Unterstützung des illegalen Einsatzes von Gewalt gegen einen souveränen Staat" darstelle und ernsthafte Bedenken hinsichtlich des Völkerrechts aufwerfe.
Am 20. März gab der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij bekannt, dass 228 ukrainische Experten für die Abwehr von Drohnen in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien stationiert seien und dass auch mit Kuwait und Jordanien gearbeitet werde.
Lawrow vor arabischen Golfmonarchien: Es ist ein fremder Krieg
Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte in einer Videokonferenz mit den Außenministern der Länder des Kooperationsrats der Arabischen Staaten des Persischen Golfs (SAGPS), dass es unzulässig ist, diese Länder in einen fremden Krieg zu verwickeln. Dies geht aus einer Pressemitteilung des russischen Außenministeriums hervor.
Darin bekräftigte Russland seine uneingeschränkte Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität befreundeter arabischer Monarchien, mit denen strategische Beziehungen bestehen. Es sei unzulässig, diese Länder in einen fremden Krieg im Ausland zu verwickeln, sagte Lawrow. Die Angriffe auf ihre zivile Infrastruktur, einschließlich Energieversorgungsanlagen und andere lebenswichtiger Einrichtungen, seien inakzeptabel, betonte der Außenminister.
Lawrow hob hervor, dass Moskau einen sofortigen Waffenstillstand in der Region und die Suche nach politischen und diplomatischen Wegen zur Beilegung des Konflikts fordert. Als dessen Ursache nannte er die unprovozierte und sinnlose Aggression der USA und Israels gegen Iran. Eine geografische Ausweitung des Konflikts müsse verhindert werden.
In diesem Zusammenhang lenkte Lawrow die Aufmerksamkeit seiner Kollegen auf das Konzept der kollektiven Sicherheit in der Golfregion, das Russland seit mehreren Jahren verfolgt. Dieses ziele darauf ab, gutnachbarliche Beziehungen zwischen allen Küstenstaaten dieser strategisch wichtigen Region aufrechtzuerhalten, so das Ministerium abschließend.
Iran-Krieg trübt Arbeitsmarkt
Im Zeichen von Einflüssen aus Wirtschaftskrise und Krieg im Iran stellt die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg ihre März-Statistik für den deutschen Arbeitsmarkt vor. Erwartet wird, dass die ersten Anzeichen einer möglichen Frühjahrsbelebung nicht ausreichen, um die Zahl der Arbeitslosen im März unter die drei Millionen zu drücken. Im Februar waren 3,070 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet.
Deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus nach dem Krieg möglich
Bundeskanzler Friedrich Merz stellt für die Zeit nach dem Iran-Krieg einen Beitrag Deutschlands bei der Sicherung der Straße von Hormus in Aussicht. Das Beste sei, sagte Merz, dass dieser Krieg so schnell wie möglich an sein Ende komme. "Wenn die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, dann wird Deutschland selbstverständlich bereit sein, seinen Beitrag zur freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu leisten."
Merz schlug vor, dies im Rahmen einer internationalen Kontaktgruppe zu tun, damit eine bestmögliche Koordinierung zwischen den Staaten ermöglicht werde, die wie Deutschland bereit seien, zu helfen. Merz hatte einer Beteiligung Deutschlands an militärischen Einsätzen zur Sicherung der Meerenge während des Kriegs eine Absage erteilt.
Außenministerium: Iran erwägt Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag
Ismail Baghai, der Sprecher des iranischen Außenministeriums, erklärte, die Frage eines möglichen Austritts aus dem Atomwaffensperrvertrag sei im Parlament erörtert worden und werde derzeit geprüft. Das teilt die iranische Nachrichtenagentur Mehr mit.
Er sagte, die Angelegenheit sei komplex und nicht leicht zu kommentieren. Die iranische Öffentlichkeit frage sich, welchen Nutzen die Mitgliedschaft in einem Vertrag noch habe, dessen mächtige Partner Iran die Nutzung der damit verbundenen Rechte und Vorteile verwehrten.
Wenn die Mitgliedschaft im Atomwaffensperrvertrag nur ein formaler Akt sei, und Iran die darin festgelegten Rechte nicht nutzen könne und zudem Druck und Ungerechtigkeit ausgesetzt sei, so Baghai, dann stelle sich der Wert des Verbleibs im Vertrag ernsthaft infrage.
Der Sprecher betonte, dass Iran weiterhin Mitglied des Vertrags sei und sich, solange diese Mitgliedschaft besteht, auch weiterhin an die darin enthaltenen Verpflichtungen halten werde. Er fügte hinzu, die Islamische Republik Iran habe nie nach Atomwaffen gestrebt und strebe diese auch nicht an.
Der Atomwaffensperrvertrag, auch Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen, ist ein internationaler Vertrag aus dem Jahr 1968, der das Verbot der Verbreitung und die Verpflichtung zur Abrüstung von Kernwaffen sowie das Recht auf die "friedliche Nutzung" der Kernenergie zum Gegenstand hat. Mit Stand 2024 gibt es vier Länder, die den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet haben: Indien, Israel, Pakistan und (als einzige Nichtatommacht) der Südsudan. Nordkorea trat mit Bezug auf sein militärisches Atomprogramm im Januar 2003 aus dem Vertrag aus.
"Im Namen der Menschheit" – Ägypten fordert Trump zum Frieden auf
Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat seinen US-Kollegen Donald Trump aufgerufen, dem Iran-Krieg ein Ende zu machen. "Niemand kann den Krieg in unserer Region, dem Golf, beenden außer Ihnen", sagte al-Sisi in einer Rede am Montag.
"Ich spreche zu Ihnen im Namen der Menschheit und im Namen all jener, die den Frieden lieben – und Sie gehören zu den Menschen, die den Frieden lieben."
Israel greift iranische Universität an
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine der Iranischen Revolutionsgarde unterstehende Universität in Teheran angegriffen. In den vergangenen Tagen sei "eine der zentralen militärischen Infrastruktureinrichtungen der Revolutionsgarden angegriffen" worden, teilte die IDF mit. Sie befindet sich demnach "auf dem Gelände der Imam-Hossein-Universität, der wichtigsten militärischen Ausbildungsstätte der Revolutionsgarde". Die Einrichtung diene als "Notfallstütze für den Sicherheitsapparat des Regimes", hieß es weiter. Zudem werde dort "unter dem Deckmantel ziviler Aktivitäten" an der Entwicklung "hochmoderner Waffen" geforscht.
Mehr als 1.000 VAE-Bürger erhalten Aufforderung, Iran zu verlassen
Die iranische Justiz teilte laut staatlicher Agenturmeldung am Montag mit, sie habe die Aufenthaltsgenehmigungen von 1.200 in Iran lebenden Bürgern der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) widerrufen "und ihnen befohlen, das Land innerhalb einer Woche zu verlassen", so der Wortlaut der Meldung.
In einer Erklärung ließ die Justizbehörde mitteilen, dass die Betroffenen das Land "innerhalb von sieben Tagen verlassen" müssten.
Die Mitteilung fällt im Zusammenhang mit der andauernden Kritik an Teheran vonseiten der politischen Führung in Abu Dhabi aufgrund der iranischen Raketen- und Drohnenangriffe.
Die Maßnahme folge zudem auf Berichte, wonach die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate Aufenthaltsvisa für iranische Staatsangehörige annulliert hatten, wodurch einige von ihnen im Ausland gestrandet sind, so die Agenturmeldung berichtend.
VAE wehren "27 Drohnen und 11 ballistische Raketen" ab
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) informiert im Rahmen eines X-Beitrags darüber, dass militärische Abwehrkräfte allein heute "27 Drohnen und 11 ballistische Raketen abgefangen" hätten, die aus Iran abgefeuert worden waren, so die Mitteilung.
Weitere Informationen lauten seitens des Ministeriums, dass seit Kriegsbeginn am 28. Februar als Folgedynamiken demnach "1.941 Drohnen, 15 Marschflugkörper und 425 ballistische Raketen abgefangen" worden seien.
Neben Sachschäden seien durch die Angriffe zwei Angehörige der Streitkräfte sowie neun Zivilisten zu Tode gekommen.
Schwere Bombardements auf dicht besiedelte Viertel Teherans – Video geht viral
Ein von einem Einwohner Teherans aufgenommenes Video verbreitet sich viral. Dabei sind schwere Luftangriffe durch US- und israelische Streitkräfte auf dicht besiedelte Stadtteile der iranischen Hauptstadt zu sehen.
Seit Beginn der US-israelischen Angriffe Ende Februar wurden in Iran nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehr als 1.900 Menschen getötet und über 24.000 verletzt. Darunter befinden sich zahlreiche Zivilisten, Frauen und Kinder.
Trump droht mit Zerstörung "aller Entsalzungsanlagen" Irans
US-Präsident Donald Trump setzt seine Strategie verbaler oder schriftlicher Drohungen gegen die Führung Teherans und damit die Bevölkerung Irans unverändert aggressiv fort.
In dem jüngsten Truth Social-Beitrag heißt es nun unverhohlen androhend, unter Setzung diverser andeutender Anführungsstriche:
"Sollte die Straße von Hormus nicht umgehend 'für den Verkehr freigegeben' werden, werden wir unseren reizenden 'Aufenthalt' im Iran damit beenden, dass wir alle ihre Kraftwerke, Ölquellen und die Insel Kharg (sowie möglicherweise alle Entsalzungsanlagen!) in die Luft jagen und vollständig zerstören – Einrichtungen, die wir bisher bewusst noch nicht 'angetastet' haben."
Einleitend ließ er sein Presseteam formulieren, dass Washington vermeintlich "ernsthafte Gespräche mit einer NEUEN UND VERNÜNFTIGEREN REGIERUNG führen" würde, um die US-Militäroperationen im Iran beenden zu wollen. Eine genauere Zeitdauer wird dabei nicht erwähnt. Weiter heißt es, vor der o.g. Aufzählung von beabsichtigten Konsequenzen:
"Es wurden große Fortschritte erzielt, doch sollte aus irgendeinem Grund in Kürze keine Einigung erzielt werden – was jedoch wahrscheinlich der Fall sein wird (...)"
Mögliche weitreichende weitere Zerstörungen durch US-Angriffe rechtfertigt der US-Präsident mit der Wahrnehmung:
"Dies geschieht als Vergeltung für unsere vielen Soldaten und andere Menschen, die der Iran während der 47-jährigen 'Schreckensherrschaft' des alten Regimes abgeschlachtet und getötet hat."
Teheran bezichtigt IDF des Angriffs auf Entsalzungsanlage in Kuwait
Das Energieministerium in Kuwait meldete in der Nacht zu Montag auf der Plattform X "Schäden an einem Nebengebäude eines Stromkraftwerks und einer Entsalzungsanlage", aufgrund einer vermeintlich iranischen Attacke.
Am späten Vormittag heißt es nun laut Agenturmeldung, die auch seitens der Times of Israel zitiert wurde, dass die israelische Armee (IDF) "für einen Angriff auf eine Entsalzungsanlage in Kuwait verantwortlich" gewesen sein soll.
Im Rahmen einer Erklärung des militärischen Einsatzkommandos "Khatam Al-Anbiya", den Revolutionsgarden zugehörig, heißt es laut staatlichem Fernsehen Irans:
"Der brutale Angriff des israelischen Regimes auf die Entsalzungsanlage in Kuwait, der in den vergangenen Stunden unter dem Vorwand durchgeführt wurde, die Islamische Republik Iran zu beschuldigen, ist ein Zeichen für die Niederträchtigkeit und Verderbtheit der zionistischen Besatzer."
Spanien sperrt Luftraum für am Krieg beteiligte Flugzeuge
Die spanische Regierung unter Leitung von Ministerpräsident Pedro Sánchez hat angeordnet, ihren Luftraum für Flüge zu sperren, "die an der von den USA und Israel gegen den Iran gestarteten Operation 'Epic Fury' beteiligt sind", so die Tageszeitung El País berichtend.
Der zuständige Wirtschaftsminister verbietet dabei nicht nur die Nutzung der US-Stützpunkte in Rota (Cádiz) und Morón de la Frontera (Sevilla) durch Kampfflugzeuge oder Luftbetankungsflugzeuge, die an dem Angriff mitwirken, sondern "gestattet auch keinen US-Flugzeugen, die in Drittländern wie Großbritannien oder Frankreich stationiert sind, die Nutzung seines Luftraums", wie militärische Quellen gegenüber der Zeitung bestätigten.
Der Minister wird mit den Worten zitiert:
"Diese Maßnahme ist Teil der Entscheidung der spanischen Regierung, sich an diesem einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt, nicht zu beteiligen und ihn nicht zu unterstützen."
"Könnte bald sein" – Trump stellt Deal mit Iran in Aussicht
US-Präsident Donald Trump hat sich optimistisch geäußert, dass bereits in der kommenden Woche ein Abkommen mit Iran zustande kommen könnte.
Nach "sehr guten Verhandlungen" sprach Trump am Sonntag von deutlichen Fortschritten und wertete die Bereitstellung von insgesamt 20 Öltankern durch Iran als "Zeichen des Respekts" und Tribut an die USA.
Mehr als 100 historische Orte laut Teheran durch US-israelische Angriffe beschädigt
Laut iranischen Regierungsangaben sind seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran "131 historische Bauwerke" beschädigt worden.
Ahmad Alavi, Vorsitzender des Ausschusses für Kulturerbe des Stadtrats von Teheran, erklärte laut Agenturmeldungen, dass durch die Attacken "mindestens 120 Museen, historische Gebäude und Kulturstätten im gesamten Iran beschädigt worden seien", darunter allein mehr als 50 in der Provinz Teheran.
Zu den betroffenen Stätten gehörten bedeutende Sehenswürdigkeiten wie die Palastanlagen von Saadabad und Marmar. Ein schwer beschädigtes Bauwerk ist der Golestanpalast in Irans Hauptstadt Teheran, der seit dem Jahr 2013 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Auch der berühmte Tschehel-Sotun-Palast in Isfahans Innenstadt sei durch die Angriffe in Mitleidenschaft gezogen worden, so offizielle Bekanntmachungen.
Der syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa nun offiziell im Goldenen Buch der Stadt Berlin
"Ein umstrittener Gast aus Syrien", so die Schlagzeile der ARD-Tagesschau zum heutigen Besuch des syrischen Machthabers Ahmed al-Scharaa in der Hauptstadt.
Unbeeindruckt von der Kritik erfolgte am Vormittag der Empfang des ehemaligen "Top-Terroristen" und weltweit gesuchten Al-Qaida-Akteurs bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Dazu meldet die syrische Nachrichtenagentur Sana auf X:
"Der Moment der Ankunft von Präsident Ahmed al-Scharaa im Schloss [Bellevue] des deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in der Hauptstadt Berlin."
Der rbb berichtet:
"Al-Scharaa wird sich am Montag mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) treffen und an einem Runden Tisch mit Unternehmern teilnehmen. Merz wird al-Scharaa den Angaben zufolge um 12:30 Uhr im Kanzleramt empfangen, dabei ist auch ein gemeinsames Mittagessen geplant."
X-Nutzer erinnerten an die internationale US-Fahndung von vor zehn Jahren.
Haifa: Feuer in Ölraffinerie nach iranischen Raketenangriffen
Israelische Medien berichten über Feuermeldungen in einer Raffinerieanlage in der Stadt Haifa, rund eine Autostunde von Tel Aviv entfernt. So heißt es bei der Jerusalem Post am Montagvormittag:
"Bei dem jüngsten iranischen Raketenangriff auf Israel am Montag wurde ein Einschlag in Haifa gemeldet; ersten Anzeichen zufolge handelte es sich um einen Treffer oder herabfallende Trümmer im Industriegebiet der Stadt."
In dem Artikel wird präzisiert, dass sich das Einschlaggebiet "auf dem Gelände der Bazan-Ölraffinerie oder in deren Nähe" befindet, so die ersten Meldungen. Die Anlage war demnach "bereits bei früheren Angriffen ins Visier genommen worden".
Die Times of Israel berichtet dazu:
"Laut Aufnahmen, die in den Nachrichten von Channel 12 gezeigt wurden, brennt es in der Ölraffinerie Bazan nach dem jüngsten Raketenangriff Irans und der Hisbollah. Es ist unklar, ob die Raffinerie direkt von einer Rakete getroffen wurde, oder ob sie von Splittern einer abgefangenen Rakete getroffen wurde."
Videos in den sozialen Medien geben dabei nicht an, ob es sich um aktuelle Aufnahmen handelt oder um zurückliegende Folgen eines Angriffes.
Der israelische Fernsehsender Channel 12 präsentierte aktuelle Feuerbilder, die zeigen, wie zudem dichter schwarzer Rauch auf dem Gelände in den Himmel aufsteigt.
Außenminister kritisieren Israels Gesetzespläne zum Thema Todesstrafe
Mehrere Außenminister der EU sowie Großbritanniens veröffentlichen eine gemeinsame Erklärung zum Thema Todesstrafe in Israel. So heißt es in der Mitteilung, die auch auf der Webseite des Auswärtigen Amtes in Berlin veröffentlicht wurde:
"Wir, die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens und des Vereinigten Königreichs, bringen unsere tiefe Besorgnis über einen Gesetzentwurf zum Ausdruck, der die Möglichkeiten zur Verhängung der Todesstrafe in Israel erheblich ausweiten würde und der nächste Woche verabschiedet werden könnte."
Das Knesset-Parlament sowie die Netanjahu-Administration wurden aufgefordert, von den Gesetzesplänen abzusehen. Dazu heißt es anmahnend:
"Wir sind besonders besorgt über den faktisch diskriminierenden Charakter des Gesetzentwurfs. Die Verabschiedung dieses Gesetzentwurfs würde die Verpflichtungen Israels in Bezug auf demokratische Grundsätze untergraben."
Abschließend heißt es in der Erklärung:
"Die Todesstrafe ist eine unmenschliche und erniedrigende Form der Bestrafung ohne jegliche abschreckende Wirkung. Deshalb lehnen wir die Todesstrafe weltweit unter allen Umständen ab. Die Ablehnung der Todesstrafe ist ein grundlegender Wert, der uns verbindet."
Teheran bestätigt Tötung von ranghohem Marine-Korpskommandanten
Der Iran bestätigt laut Agenturmeldungen den Tod des Kommandanten der Marine des Korps der Islamischen Revolutionsgarden, Alireza Tangsiri, "infolge schwerer Verletzungen", wie iranische Medien unter Berufung auf eine Erklärung des Korps berichten.
In der Vorwoche hatte bereits der israelische Verteidigungsminister Katz diesbezügliche Infotmationen geteilt, um auf X zu schreiben, dass in einer wörtlich "präzisen und tödlichen Operation die IDF den Kommandeur der Marine der IRGC, Tangsiri, zusammen mit hochrangigen Marineoffizieren eliminiert" hätten.
In der nun veröffentlichten IRGC-Mitteilung heißt es weiter, dass der Marinekommandant sich vor seiner Ermordung "aktiv mit der Organisation und Stärkung der Streitkräfte sowie des Verteidigungsschildes der Inseln und Küsten befasste, die von den angreifenden Feinden ins Visier genommen wurden", so der Wortlaut.
Trump: "Am liebsten würde ich das Öl in Iran holen"
US-Präsident Donald Trump bestätigte gegenüber der Financial Times (FT/Bezahlschranke) seine unkonventionellen Vorstellungen von Machtansprüchen gegenüber unliebsamen Ländern. Dazu heißt es, den Präsidenten zitierend:
"Donald Trump hat erklärt, er wolle 'das Öl in Iran beschlagnahmen [take the oil in Iran] und könnte dafür den Exportknotenpunkt Kharg-Insel besetzen, während die USA Tausende Soldaten in den Nahen Osten entsenden."
Das Gespräch fand demnach am Sonntag statt. Trump erklärte zu seinen anvisierten Plänen ausführend:
"Der US-Präsident erklärte, dass er 'es vorziehen würde, das Öl zu beschlagnahmen', und verglich diesen möglichen Schritt mit Venezuela, wo die USA beabsichtigen, die Ölindustrie nach der Festnahme des autoritären Machthabers Nicolás Maduro im Januar 'auf unbestimmte Zeit' zu kontrollieren."
Die FT-Redaktion zitiert den US-Präsidenten mit der wörtlichen Erklärung:
"Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich das Öl in Iran holen, aber ein paar dumme Leute in den USA fragen: 'Warum machst du das?' Aber das sind eben dumme Leute."
Eine Übernahme der iranischen Ölexporte würde jedoch nur in Verbindung mit der "Eroberung der Insel Kharg" funktionieren, so der FT-Artikel, über die der Großteil des iranischen Öls exportiert wird. Dazu erklärte Trump gewohnt vage ausführend:
"Vielleicht erobern wir die Insel Kharg, vielleicht auch nicht. Wir haben viele Optionen. Das würde auch bedeuten, dass wir eine Weile dort [auf der Insel Kharg] bleiben müssten."
Auf die direkte Frage nach Informationen des Pentagons, zum "Stand der iranischen Verteidigung auf der Insel Kharg", gab Trump zu Protokoll:
"Ich glaube nicht, dass sie über eine Verteidigung verfügen. Wir könnten die Insel sehr leicht einnehmen."
"Grassierende Regellosigkeit" – Präsidentin des Internationalen Roten Kreuzes kritisiert USA und Israel
Die Präsidentin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Mirjana Spoljaric Egger, äußert im Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung (Bezahlschranke) ihre unmissverständliche Kritik am Agieren Washingtons und Tel Avivs gegen Iran.
Egger berichtet einleitend von "verunsicherten und verängstigten" Mitarbeitern, dies bezogen auf die Situation aller Betroffenen in der Kriegsregion:
"Sie wissen nicht, wie und wo sie sich in Sicherheit bringen können. Dazu tragen auch Drohungen bei, wie die, dass die Energieinfrastruktur zerstört werden könnte."
Auf die Frage, ob sie bestätigen könnte, dass "für die Erreichung von Kriegszielen in Iran überproportional hohe zivile Opfer und Schäden an ziviler Infrastruktur in Kauf genommen werden", seitens der USA und Israels, erklärte die IKRK-Präsidentin:
"Ja, absolut. Nicht nur in Iran, sondern im ganzen Nahen Osten beobachten wir im Moment eine grassierende Regellosigkeit, was das Kriegsrecht betrifft. Die Genfer Konventionen verbieten Angriffe auf die Zivilbevölkerung. Wenn man sich daran nicht mehr hält, dann werden Kriege zwischen Kriegsparteien zu Kriegen gegen die Zivilbevölkerung."
Die weitere Kritik lautet, dass sie verurteile, dass das humanitäre Völkerrecht bewusst von den Hauptakteuren missachtet wird. Dies sei "selbstzerstörerisch", um weiter auszuführen:
"Jeder Einzelne in jedem Land auf dieser Welt wird früher oder später die Auswirkungen des Nahostkriegs spüren."
US-Präsident Trump lobt US-Militär als "das beste und tödlichste der Welt"
Das Trump-Presseteam veröffentlichte einen weiteren Truth-Social-Beitrag zum Thema der vermeintlichen Zufriedenheit des US-Präsidenten mit dem Verlauf des Angriffskriegs gegen Iran.
So heißt es kurz und knapp zu Wochenbeginn mitteilend:
"Ein großer Tag in Iran. Viele seit langem gesuchte Ziele wurden von unserem GROSSARTIGEN MILITÄR, dem besten und tödlichsten der Welt, ausgeschaltet und zerstört."
Indonesien bestätigt den Tod eines UN-Soldaten im Libanon
Das Außenministerium gibt auf X den Tod eines indonesischen UN-Soldaten bekannt, ausgehend einem israelischen Angriff. So heißt es in der Mitteilung:
"Die Regierung der Republik Indonesien spricht ihr tiefstes Beileid aus anlässlich des Todes eines indonesischen Friedenssoldaten und der Verwundung von drei weiteren, die im Rahmen der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) im Einsatz waren."
Laut weiteren Informationen waren die betroffenen UN-Soldaten am Sonntag "in der Nähe der Stellung des indonesischen UNIFIL-Kontingents bei Adchit Al Qusayr" in das Visier von israelischem "indirektem Artilleriefeuer gekommen", dies bei Auseinandersetzungen zwischen IDF-Kräften und der Hisbollah.
Dazu heißt es in dem X-Beitrag anmahnend:
"Indonesien bekräftigt seine Verurteilung der israelischen Angriffe im Südlibanon und fordert alle Parteien auf, die Souveränität und territoriale Integrität des Libanon zu achten, die Angriffe auf die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur einzustellen und zum Dialog und zur Diplomatie zurückzukehren, um eine weitere Eskalation zu verhindern und den Frieden voranzubringen."
Israelische Armee bestätigt Angriffe auf "militärische Infrastruktur" in Teheran
Die Presseabteilung der IDF-Kräfte bestätigt im Rahmen eines X-Beitrags die andauernden Angriffe auf die Hauptstadt Irans. So heißt es mitteilend:
"Über 50 Kampfflugzeuge haben bei Angriffen auf Infrastruktureinrichtungen in Teheran mehr als 120 Sprengkörper eingesetzt."
Laut IDF-Angaben wurden demnach gezielt zwei "Standorte für die Entwicklung kritischer Komponenten für ballistische Raketen" attackiert. Dazu heißt es auflistend:
- ein Standort, der von der Rüstungsindustrie des IRGC für die Forschung und Entwicklung von ballistischen Raketensystemen und verschiedenen Arten von Satellitenträgern genutzt wird;
- ein Standort für militärische Forschung, Entwicklung und Waffenproduktion.
Iran: Rund 100.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört
Die Hilfsorganisation Roter Halbmond veröffentlichte am Sonntag die neuesten Zahlen zu den massiven landesweiten Schäden, die durch die US-israelischen Luftangriffe verursacht wurden.
So lautet die Statistik, dass zu den Gesamtschäden "102.043 beschädigte oder zerstörte zivile Einheiten" gehören. Weitere Zahlen, unterteilt nach Lage und Art der Gebäude, lauten:
- 20.917 gewerbliche Einheiten in den Provinzen
- 80.212 Wohngebäude in den Provinzen
- 39.369 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Teheran
Durch die Angriffe wurden laut der Hilfsorganisation zudem 600 Universitäts- und Schulgebäude sowie 296 Gesundheits-, medizinische und Rettungseinrichtungen gezielt attackiert.
Weitere Angriffsziele seitens USA und Israel waren laut X-Beitrag:
- 18 Zentren des Roten Halbmonds
- 48 Einsatzfahrzeuge
- 46 Krankenwagen (Roter Halbmond und Rettungsdienst)
- 3 Rettungshubschrauber (Roter Halbmond und Rettungsdienst)
IAEA: Schäden an Forschungsreaktor Chondab in Iran
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) bestätigt übermittelte Schäden an dem Forschungsreaktor Chondab in Iran. Der Schwerwasserreaktor sei demnach nicht mehr betriebsfähig, erklärte die Behörde mit Sitz in Wien im Rahmen eines X-Beitrags.
So heißt es in der Mitteilung:
"Auf der Grundlage einer unabhängigen Auswertung von Satellitenbildern und der Kenntnisse über die Anlage hat die IAEO bestätigt, dass die Schwerwasserproduktionsanlage in Chondab, von der der Iran berichtet hatte, sie sei am 27. März angegriffen worden, schwere Schäden davongetragen hat und nicht mehr betriebsfähig ist. Die Anlage enthält kein deklariertes Kernmaterial."
Eskalation im Nahen Osten geht weiter: Angriff auf Journalisten und Proteste in Israel
Das US-Verteidigungsministerium prüft derzeit verschiedene Optionen für Bodenoperationen in Iran, während die Spannungen in der Region deutlich zunehmen.
In Teheran wurde das Büro des Senders Al Araby bei einem Raketenangriff schwer beschädigt. Nach Angaben des Roten Halbmonds gab es dabei mehrere Verletzte. Gleichzeitig führt Israel seine Bodenoffensive im Südlibanon gegen Stellungen der Hisbollah fort, was auf beiden Seiten sowohl unter Soldaten als auch unter Zivilisten zu Opfern führt.
29.03.2026 21:50 Uhr
Stromversorgung in den meisten Teilen von Teheran und Karaj wiederhergestellt
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, dass die Stromversorgung in den meisten Teilen der Hauptstadt und der Provinz Karaj wiederhergestellt wurde.
"Einsatzteams der Stromversorger arbeiten weiterhin daran, die Stromversorgung in den wenigen verbleibenden Gebieten so schnell wie möglich wiederherzustellen", hieß es weiter.
Geschosssplitter hätten einen Teil des Stromnetzes in der Provinz Alborz getroffen, was zu Stromausfällen in einigen Teilen des Landes geführt habe, teilte das Energieministerium mit.
Israel meldet neue iranische Raketenangriffe
Die israelische Armee teilt mit, dass Raketen aus Iran auf israelisches Gebiet abgefeuert wurden. In einer Erklärung gab das Militär bekannt, dass die Luftabwehrsysteme im Einsatz sind, um den Angriff abzuwehren.
Stromausfälle in Teheran "aufgrund herabfallender Trümmer"
Teile von Teheran sind nach Angaben iranischer Medien nach Luftangriffen der USA und Israels von Stromausfällen betroffen. Das Energieministerium teilte mit, dass Trümmer (offenbar von abgeschossenen Drohnen) einen Teil des Stromnetzes in der Provinz Alborz getroffen hätten, was zu Stromausfällen in der Hauptstadt und in Karaj geführt habe.
Der stellvertretende iranische Energieminister, Mostafa Rajabi Mashhadi, sagte, mehrere Umspannwerke seien getroffen worden, doch die Stromversorgung in Teheran und Karaj werde voraussichtlich innerhalb weniger Stunden wiederhergestellt sein. Es gebe keinen Grund zur Sorge, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim.
Verhandlungen zwischen Iran und den USA in den kommenden Tagen?
Der pakistanische Außenminister Ishaq Dar hat baldige Gespräche zwischen Iran und den USA über den Krieg im Nahen Osten angekündigt. Pakistan werde Gastgeber des Treffens sein, erklärte der Außenminister.
In einer auf dem offiziellen X-Account des pakistanischen Außenministeriums veröffentlichten schriftlichen Fassung der zunächst mündlich abgegebenen Erklärung Ishag Dars heißt es unter anderem:
"Pakistan will be honoured do host an facilitate meaningful talks between the two sides in coming days, for a comprehensive and lasting settlement of the ongoing conflict."
Übersetzt auf Deutsch lautet die Passage:
"Pakistan wird die Ehre haben, in den kommenden Tagen inhaltsvolle Gespräche zwischen den zwei Seiten auszurichten und zu erleichtern, für eine umfassende und dauerhafte Beilegung des andauernden Konflikts."
Im Absatz zuvor heißt es, sowohl Iran als auch die USA hätten Pakistan und seinen Bemühungen, ein Treffen zu ermöglichen, ihr Vertrauen entgegengebracht.
Weder aus Teheran noch aus Washington liegt zur Stunde eine Bestätigung eines vereinbarten bilateralen Treffens vor. Iran hat bislang laufende Verhandlungen mit den USA in Abrede gestellt.
Kontroverse um für Montag geplantes Treffen von Bundeskanzler Merz mit syrischem Machthaber al-Scharaa
Nach der Absage seines Besuchs im Januar soll der syrische Machthaber al-Scharaa am Montag (30. März) nach Berlin kommen und von Bundeskanzler Friedrich Merz empfangen werden. Das hatte am Freitag Stefan Kornelius, Sprecher des Kanzleramts, mit den Worten bestätigt:
"Der Bundeskanzler wird den syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa am Montag im Kanzleramt empfangen … zu seinem Antrittsbesuch."
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisierte den geplanten Empfang des syrischen Machthabers Ahmed al-Scharaa (islamistischer Kampfname Mohammed al-Golani) in Berlin scharf und forderte in einer ebenfalls am Freitag veröffentlichten Erklärung seine Ausladung.
Revolutionsgarden kündigen neue Angriffe auf "wertvolle Ziele" an
Iran werde in Kürze neue Angriffe auf wichtige US-Ziele fliegen, kündigte der Kommandeur der Luftstreitkräfte der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), Majid Mousavi, an.
"Die Störung des Betriebs amerikanischer Radarsysteme und der Logistik sowie die steigenden Verluste halten an. Angesichts der Überlegenheit Irans bei der Aufklärung und bei Angriffsoperationen bleibt den USA keine andere Wahl, als sich von den iranischen Grenzen zurückzuziehen. Die Trümmer amerikanischer AWACS-Flugzeuge, Tankflugzeuge und zerstörter Hangars sprechen für sich. Bald werden weitere wertvolle Objekte zu dieser Liste hinzukommen", schrieb er im sozialen Netzwerk X.
Am Sonntag gab das iranische Militär bekannt, ein amerikanisches E-3-Flugzeug mit einem Fernerkundungs- und Kontrollsystem abgeschossen zu haben. Das Wall Street Journal bezeichnete das System als entscheidend für die Operationen der US-Streitkräfte im Nahen Osten und schätzte die Kosten für den Ersatz auf 700 Millionen Dollar.
Am Samstag hatte die IRGC über die Zerstörung eines US-Tankflugzeugs berichtet, das auf dem Stützpunkt Al-Kharj in Saudi-Arabien stationiert war. Nach Angaben von Reuters wurden zwölf Soldaten verletzt.
Am Freitag teilte eine Quelle aus den Sicherheitskräften Irans RIA Nowosti mit, dass Teheran nicht vorhabe, die Kampfhandlungen einzustellen, und bereit sei, die Angriffe zu verstärken.
Ein Monat Krieg im Nahen Osten: Welche militärischen Fehler haben USA, Israel und Iran gemacht?
Die gemeinsame Militäroperation der USA und Israels gegen Iran dauert nun schon über einen Monat an. Durch die Angriffe wurde die oberste Führung der Islamischen Republik ausgeschaltet; der militärischen Infrastruktur wurde schwerer Schaden zugefügt. Es ist jedoch nicht gelungen, Teheran zur Kapitulation zu zwingen.
Eine Analyse von Andrei Restschikow – Lesen Sie weiter im Artikel auf RT DE.
Medien: Iranischer Botschafter weigert sich trotz Ausweisung, den Libanon zu verlassen
Der iranische Botschafter wird den Libanon nicht verlassen, obwohl er zur "persona non grata" erklärt und aufgefordert wurde, das Land bis Sonntag zu verlassen, wie eine iranische diplomatische Quelle mitteilte.
"Der Botschafter wird den Libanon nicht verlassen, wie es der Parlamentspräsident Nabih Berri und die Hisbollah wünschen", erklärte die ungenannte Quelle gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Darüber berichtet auch Al Jazeera am Sonntagabend.
Die Hisbollah hat die Entscheidung verurteilt, während sich Berris Amal-Partei den Ministern der Hisbollah anschloss und diese Woche aus Protest gegen die Ausweisungsanordnung gegen Mohammad Reza Sheibani eine Kabinettssitzung boykottierte.
Das Außenministerium warf ihm vor, Äußerungen getätigt zu haben, die "in die Innenpolitik des Libanon eingreifen".
Zehn Verletzte bei Raketenangriff auf Militärlager in Kuweit
Zehn kuwaitische Militärangehörige sind nach Angaben der Armee des Golfstaats bei einem iranischen Raketenangriff verletzt worden. Getroffen worden sei ein Militärlager in Kuwait. Darüber hinaus sei Sachschaden entstanden.
Iran kündigt Ausweitung von Vergeltungsschlägen an
Iran will Häfen und Hotels in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Bahrain oder Oman angreifen, sofern diese von Israelis oder Amerikanern genutzt werden. Das geht aus einer offiziellen Ankündigung am Sonntag hervor. Darin wird mitgeteilt, dass Iran Häfen, Energie- und Entsalzungsanlagen, Militärstützpunkte und Flughäfen in Ländern, die den USA und Israel ihr Territorium oder Unterstützung zur Verfügung stellen, offiziell zu legitimen Zielen erklärt hat.
Beteiligung eines israelischen Fußballers an Angriff auf Südlibanon löst Empörung aus
Ein israelischer Fußballspieler in Militäruniform wurde dabei gefilmt, wie er im Rahmen des Krieges der USA und Israels gegen Iran im Südlibanon das Feuer eröffnete, was Fußballfunktionäre und Fans dazu veranlasste, die FIFA aufzufordern, Maßnahmen gegen ihn zu ergreifen. Über den Fall berichtet Al Jazeera am Sonntag.
Menashe Zalka, gekleidet in die Uniform der israelischen Armee, ist in einem von Israels Channel 14 veröffentlichten Social-Media-Video zu sehen, wie er mit einem Maschinengewehr das Feuer eröffnet und eine Granate wirft. Der 35-Jährige tritt demnach in Begleitung eines weiteren Soldaten der israelischen Armee aus einem beschädigten Gebäude an einem nicht näher bezeichneten Ort im Südlibanon und eröffnet das Feuer.
250 iranische Schüler und Lehrer durch Angriffe Israels und der USA getötet
Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran wurden mindestens 250 Schüler und Lehrer getötet und 600 Bildungseinrichtungen angegriffen.
Hossein Sadeghi, Leiter des Zentrums für Information und Öffentlichkeitsarbeit im iranischen Bildungsministerium, teilte der Nachrichtenagentur IRNA mit, dass bei den Angriffen zudem 184 Schüler und Lehrer verletzt worden seien.
In Teheran seien 16 Schüler und fünf Lehrer getötet sowie acht Schüler und fünf Pädagogen verletzt worden, sagte er.
Seit dem 28. Februar seien etwa 200 Verwaltungs-, Kultur- und Bildungseinrichtungen beschädigt worden, so Sadeghi.
Israelische Polizei verbietet lateinischem Kardinal an Palmsonntag Zutritt zur Grabeskirche – Italien reagiert empört
Die israelische Polizei hat einem Kardinal die Feier der Messe am Palmsonntag in der Grabeskirche in Jerusalem untersagt, wie die Times of Israel berichtet. Es handelt sich um Kardinal Pierbattista Pizzaballa, den die israelische Polizei auf dem Weg zur Messe aufgehalten hat. Dieses Ereignis löste eine scharfe Reaktion der italienischen Regierung aus.
Premierministerin Meloni bezeichnete dies als "Beleidigung der Gläubigen", und der italienische Außenminister Antonio Tajani bestellte den israelischen Botschafter ein.
Aus dem Büro des Kardinals hieß es, dass das Geschehene "die Gefühle von Milliarden von Menschen missachtet":
"Zum ersten Mal seit Jahrhunderten wurde den Kirchenoberhäuptern verboten, die Palmsonntagsmesse in der Grabeskirche zu feiern. Dieser Vorfall missachtet die Gefühle von Milliarden Menschen auf der ganzen Welt, die in dieser Woche ihren Blick auf Jerusalem richten", heißt es in der Pressemitteilung.
Droht Europa Hungersnot? Experte warnt vor Kraftstoff- und Düngermangel
Europa drohen infolge des Iran-Kriegs angesichts ausbleibender Diesel- und Düngerlieferungen aus dem Mittleren Osten massiv steigende Lebensmittelpreise, die noch in diesem Jahr zu Hunger und Hungertoten in den ärmeren Teilen der Bevölkerung führen werden. Davor warnt der ehemalige US-Offizier und Militärexperte Stanislaw Krapiwnik.
Lesen Sie weiter im Artikel auf RT.DE.
Dagestan schickt 150 Tonnen humanitäre Hilfe nach Iran
Die Einwohner Dagestans haben gemeinsam mit dem Verkehrs- und Außenministerium der russischen Teilrepublik 150 Tonnen humanitäre Hilfe für Iran gesammelt. Das russische Ministerium für Katastrophenschutz hat in seiner zweiten Hilfslieferung 300 Tonnen Medikamente nach Iran geschickt.
Bundestags-Juristen: Iran-Krieg ist völkerrechtswidrig
Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags sehen den Krieg der USA und Israels gegen Iran als völkerrechtswidrig an und weisen auf mögliche Konsequenzen für Deutschland hin. Das meldet die ARD-Tagesschau am Sonntag in ihrem Liveticker.
Die Angriffe der beiden Länder stellten "nach herrschender Ansicht" einen Verstoß gegen das in der Charta der Vereinten Nationen verankerte Gewaltverbot dar, da sie weder vom Recht der Selbstverteidigung gedeckt noch vom UN-Sicherheitsrat autorisiert worden seien, heißt es in einem Gutachten der Bundestags-Experten. Dieses wurde von Abgeordneten der Linksfraktion in Auftrag gegeben und liegt der Nachrichtenagentur dpa vor. Zuvor hatte die Berliner Zeitung darüber berichtet.
Selenskij trifft in Jordanien ein
Der ukrainische De-facto-Machthaber Wladimir Selenskij, dessen reguläre Amtszeit als Präsident seit Mai 2024 abgelaufen ist, ist zu "wichtigen Treffen" in Jordanien eingetroffen. Das teilte Selenskij auf der Plattform X mit und teilte ein Video seiner Ankunft.
Kiew sei bestrebt, die Verteidigungsbeziehungen im Golf zu stärken. Zuvor hatte die Ukraine eine engere Zusammenarbeit mit Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten angekündigt, bei der es unter anderem um die Drohnenabwehr geht.
Sechs Menschen bei amerikanisch-israelischem Angriff auf iranisches Dorf getötet
Bei einem US-amerikanisch-israelischen Angriff auf ein Wohngebiet in dem iranischen Dorf Osmavandan sind am Sonntag sechs Menschen ums Leben gekommen, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtet.
Zwei Menschen starben unmittelbar bei dem Angriff, vier weitere erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Fünf Häuser wurden laut dem Bericht bei dem Angriff zerstört, 22 weitere schwer beschädigt.
Pakistanischer Diplomat: Irans regionale Verbündete "vielleicht angeschlagen, aber noch nicht am Ende"
Asif Durrani, Pakistans ehemaliger Botschafter in Iran, hat in einem Interview für Al Jazeera gesagt, das iranische Militär sei nach wie vor "beeindruckend" und seine "Achse des Widerstands" sei durch israelische Angriffe nicht vollständig zerstört worden.
Das Ziel der Vereinigten Staaten und Israels in Iran sei weiterhin das Ende der Islamischen Republik, so die Einschätzung des Diplomaten:
"Ich denke, die Frage eines Regimewechsels stand schon vom ersten Tag an, als die iranische Revolution stattfand, auf der Tagesordnung, aber irgendwie konnte sie nicht erfolgreich sein. Bei den Angriffen im letzten Jahr [durch Israel und die USA] ging es erneut um einen Regimewechsel. Israel ist in der Tat der Nutznießer, falls Iran etwas zustößt."
Israel habe seine Feinde im Nahen Osten, darunter die Hamas, die Hisbollah und Milizen in Syrien, systematisch ins Visier genommen, doch diese verfügten nach wie vor über eine gewisse Macht, so Durrani. Diese "Stellvertreter Irans", wie der Ex-Botschafter sie nannte, hätten "schweren Schaden genommen" und mögen "am Boden liegen", aber sie seien noch nicht ausgeschaltet, "insbesondere wenn man von den Huthi spricht".
Israelische Luftwaffe zerstört Objekt der Trinkwasserversorgung Teherans
Die israelische Luftwaffe hat am Sonntag die Organisation für die Verwaltung natürlicher Ressourcen und Wassereinzugsgebiete in Teheran angegriffen. Ob die US-Luftwaffe an dem Angriff mitgewirkt hat, steht nicht fest; einige Quellen in Iran behaupten dies.
Das für die Versorgung Teherans wichtige Objekt wurde offenbar vollständig zerstört. Auf dem vom Militärexperten Boris Roshin ("Colonelcassad") geteilten Video sollen die Folgen des Angriffs zu sehen sein. Über menschliche Opfer des Angriffs wurde zunächst nichts bekannt.
Die Organisation für die Verwaltung natürlicher Ressourcen und Wassereinzugsgebiete ist eine zivile Behörde, die für die Verwaltung der natürlichen Umwelt und der Wasserwege in der Provinz Teheran zuständig ist, wie mehrere internationale humanitäre Organisationen anmerken.
Am 11. März hatten Quellen in den israelischen Streitkräften israelischen Medien mitgeteilt, dass sie nicht mehr an die Möglichkeit eines Regimewechsels in Iran glaubten, weshalb der Plan dahingehend geändert wurde, einen möglichst großen Teil der zivilen und militärischen Infrastruktur Irans zu zerstören. Ein Angriff auf Anlagen, die der Wasserversorgung der Zivilbevölkerung dienen, gilt nach internationalem Recht als Kriegsverbrechen.
Islamabad: Außenminister aus vier Ländern zu Beratungen über Iran-Krieg zusammengekommen
Die Außenminister von Pakistan, Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten treffen sich heute in Islamabad zu wichtigen Beratungen. Dies teilte das pakistanische Außenministerium mit.
Die Gespräche wurden initiiert, nachdem die vier Länder als Vermittler zwischen den USA und Iran in Erscheinung getreten waren.
Iran greift Industriegebiet in Südisrael an – offenbar Volltreffer
In der Industriezone Ramat Hovav in Be’er Scheva (Bir al-Sabaʿ) im Negev wurde nach dem Start einer iranischen Rakete ein Einschlag gemeldet. Das Ziel soll Berichten zufolge eine Fabrik gewesen sein.
Press TV berichtete von einem direkten Treffer auf die Fabriken von Rotem Chemicals in der Negev-Region.
Ein Team des Katastrophenschutzes versorgt derzeit eine Person, die in einer Fabrik in Neot Hovav durch eine herabfallende Platte leicht verletzt wurde. Zum derzeitigen Zeitpunkt sind keine weiteren Verletzten bekannt.
Militärsprecher warnt Trump: Naher Osten wird zum Friedhof für amerikanische Soldaten
VAE fordern Garantien und Reparationen von Iran
Anwar Gargash, Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, erklärte, jede politische Lösung im Umgang mit der iranischen "Aggression" gegen die arabischen Golfstaaten müsse klare Garantien enthalten. Diese sollten künftige Verstöße verhindern, das Prinzip der Nichtangriffspolitik sichern und Reparationen Irans für Angriffe auf zivile und kritische Infrastruktur sowie auf Zivilisten festschreiben.
Zudem warf Gargash Iran vor, seine Nachbarn vor dem Krieg über seine Absichten getäuscht zu haben. Trotz ernsthafter Bemühungen der Golfstaaten, eine Eskalation zu vermeiden, habe Teheran eine gezielte "Aggression" durchgeführt. Daher seien solche Maßnahmen notwendig im Umgang mit einem "Regime", das zur zentralen Bedrohung für die Sicherheit der arabischen Golfregion geworden sei.
In seiner Aussage blendete der Berater aus, dass die VAE US-Militärstützpunkte beherbergen, die im Iran-Krieg eine aktive Rolle bei Angriffen auf Ziele in Iran gespielt haben.
Aufnahmen aus einem Boot: Rakete schlägt in Eilat ein
Iranische Militärführung droht USA mit Vergeltung im Falle einer US-Bodeninvasion
Der Sprecher des zentralen Hauptquartiers des iranischen Militärs (Khatam al-Anbiya), Ebrahim Zolfaghari, hat den USA scharf gedroht und Präsident Donald Trump massiv kritisiert. Er erklärte, die "Haie des Persischen Golfs" warteten auf US-Soldaten, sollte es zu einer Bodenoperation kommen.
Trump habe Iran wiederholt mit einer Invasion und der Besetzung von Inseln im Persischen Golf gedroht. Zugleich warf der Sprecher ihm vor, unter Druck des israelischen Geheimdienstes Mossad zu stehen und als Werkzeug der israelischen Regierung zu handeln.
Weiter bezeichnete er den US-Präsidenten als unzuverlässig und inkonsequent. Dessen Entscheidungen hätten das US-Militär in eine gefährliche Lage gebracht.
Zudem sagte der Sprecher, US-Soldaten seien in der Region ständiger Gefahr ausgesetzt, würden sich aus zerstörten Stützpunkten zurückziehen und in zivilen sowie wirtschaftlichen Einrichtungen Zuflucht suchen, die ebenfalls angegriffen würden. Gleichzeitig erwarte Trump von ihnen Kampfbereitschaft, während er selbst weit entfernt bleibe.
Abschließend warf er Trump vor, zwischen Drohungen, Verhandlungen und militärischer Eskalation hin und her zu wechseln.
Der Sprecher erklärte weiter, der US-Präsident habe gezeigt, dass er nur die "Sprache der Gewalt" verstehe. Die jüngsten Drohungen Donald Trumps mit einer Bodenoperation oder der Besetzung iranischen Territoriums seien "nichts als Fantasie".
Die iranischen Streitkräfte seien jedoch auf ein solches Vorgehen vorbereitet, heißt es in der Erklärung. Eine Aggression oder Besetzung werde nach seinen Worten in einer demütigenden Niederlage der Angreifer enden. US-Kommandeure und Soldaten würden dabei zur Zielscheibe werden und im Persischen Golf "leichte Beute" sein.
Iran: Zahl der Toten steigt auf 2.076 – mehr als 26.000 Verletzte
Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums ist die Zahl der Todesopfer auf 2.076 gestiegen, darunter 216 Kinder.
Demnach wurden zudem rund 26.500 Menschen verletzt, darunter 1.767 Kinder.
Außerdem seien 336 Gesundheits- und Notfallzentren beschädigt worden.
Scott Ritter: Insel Kharg würde für die USA zur Falle werden
Iran verurteilt US- und israelische "Aggression" in Gespräch mit pakistanischem Außenminister
Irans Außenminister Araghtschi hat in einem Gespräch mit seinem pakistanischen Amtskollegen Dar die USA und Israel beschuldigt, das Völkerrecht zu untergraben.
In einem vom iranischen Regierungsaccount auf X veröffentlichten Beitrag erklärte Araghtschi, die anhaltenden Angriffe der USA und Israels auf Iran, darunter auf Infrastruktur, Schulen und Krankenhäuser, zeigten eine "Erosion des Völkerrechts". Er rief regionale und internationale Akteure dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen.
Die Äußerungen fallen zeitlich mit einem Treffen der Außenminister Pakistans, der Türkei, Ägyptens und Saudi-Arabiens in Islamabad zusammen, das auf eine Deeskalation der Lage abzielt.
Weitere gegenseitige Angriffe zwischen Iran und Israel
Iran und Israel haben ihre gegenseitigen Angriffe fortgesetzt. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass Raketen in ein Wohngebiet südlich von Teheran eingeschlagen seien. Dabei seien zehn Menschen getötet worden, darunter sechs afghanische Migranten.
Das israelische Militär bestätigte Angriffe in Teheran sowie in weiteren Regionen des Landes. Ziel seien demnach Einrichtungen der Infrastruktur des iranischen Machtapparats gewesen.
Das IRGC hat heute seine Raketenangriffe auf Israel fortgesetzt. In verschiedenen Städten des Südens heulten die Warnsirenen. Der israelische Rettungsdienst Magen David Adom teilte am Sonntag mit, es gebe keine Angaben zu Verletzten. Nach Medienberichten soll der Angriff auch die Wüstenstadt Dimona betroffen haben, die in der Nähe des israelischen Atomreaktors liegt.
Iran zerstört US-AWACS-Flugzeug – Ersatz kostet 700 Millionen Dollar
Israelische Fluggesellschaft streicht Dutzende Aqaba-Flüge nach Politikänderung in Jordanien – Hunderte gestrandet
Die israelische Fluggesellschaft Arkia erklärt, sie müsse Dutzende Flüge streichen, die ursprünglich von Aqaba nach Europa und Bangkok durchgeführt werden sollten, aufgrund einer "sofortigen Änderung der Politik der jordanischen Behörden". Dadurch seien Hunderte Passagiere vor dem Pessach-Fest gestrandet.
Arkia erläutert, die jordanischen Behörden verweigerten die Genehmigung für einige der Flüge, die die Airline durch das Chartern europäischer Flugzeuge durchführt.
Die israelische Fluggesellschaft kündigte am Freitag an, dass ihre Langstreckenflüge, darunter nach New York und Hanoi, ab heute vom Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv statt vom Flughafen Aqaba in Jordanien starten werden.
"Die jordanischen Behörden genehmigen den Betrieb einiger Flüge zu Zielen in Europa und Bangkok nicht", so Arkia. "Aufgrund der sofortigen und unerwarteten Änderung der Politik und mangels zeitnaher regulatorischer Genehmigungen sind mehrere Flüge, die vom Flughafen Aqaba abfliegen sollten, nicht für den Betrieb freigegeben."
"Infolgedessen ist Arkia gezwungen, einige Flüge von diesem Flughafen bis auf Weiteres zu streichen", erklärt die Fluggesellschaft.
Arkia teilt mit, dass einige der ursprünglich von Aqaba geplanten Flüge möglicherweise auf den Flughafen Taba in Ägypten umgeleitet werden, abhängig von operativen Möglichkeiten und den erforderlichen Genehmigungen.
Iran: "Feind" plant Invasion – US-Hegemonie bröckelt
Der iranische Parlamentssprecher Ghalibaf erklärte, der "Feind" sende offen Signale für Verhandlungen und Dialog aus, während er gleichzeitig heimlich eine Bodeninvasion plane. Man wisse jedoch, dass die eigenen Kräfte darauf warteten, dass amerikanische Truppen das Land betreten, um diese zu bekämpfen und ihre regionalen Partner "für immer zu bestrafen".
Die iranischen Angriffe würden weitergehen, Raketen blieben einsatzbereit, und Entschlossenheit sowie Glaube seien stärker geworden. Man kenne die Schwächen des Gegners und erkenne deutlich Anzeichen von Angst und Schrecken in dessen Reihen.
Zudem erklärte Ghalibaf, es sei US-Präsident Trump nicht gelungen, die Zusammenarbeit europäischer Länder zu sichern. Der Energiemarkt sei außer Kontrolle geraten, und die Lebensmittelinflation steige.
Symbole amerikanischer Macht – von F-35-Kampfflugzeugen über Flugzeugträger bis hin zu regionalen Stützpunkten – hätten zudem schweren Schaden erlitten.
US-Pannenschiff in Kroatien: Flugzeugträger USS Gerald R. Ford läuft in Split ein
EU-Marineoperation warnt vor verstärkter Huthi-Unterstützung für Iran im Roten Meer
Die EU-Marineoperation im Roten Meer erklärt, sie beobachte die Lage genau nach dem, was sie als zunehmende Unterstützung der Huthi-Bewegung für Iran bezeichnet. Die Huthi haben seit gestern ihre Angriffe auf Israel wiederaufgenommen.
In einer Reihe von Beiträgen auf der Plattform X teilte EUNAVFOR ASPIDES mit, dass sie aktualisierte Leitlinien für die Schifffahrtsbranche herausgegeben habe. Schiffe würden darin aufgefordert, sich zu registrieren und Unterstützung über maritime Sicherheitskanäle anzufordern.
Die Mission erklärte zudem, ihre Einheiten seien weiterhin im Einsatzgebiet stationiert und wachsam, da sie ihr Mandat fortführe, die Handelsschifffahrt zu schützen und die Freiheit der Navigation in der Region sicherzustellen.
Dubai annulliert Aufenthaltsgenehmigungen von Iranern
Dubai annulliert die Aufenthaltsgenehmigungen von Iranern. Dies könnte 400.000 bis 600.000 Iraner betreffen. Fünf iranische Schulen und das 54 Jahre alte iranische Jumeirah-Krankenhaus wurden geschlossen. Das iranische Vermögen in Dubai beläuft sich auf rund 330 Milliarden US-Dollar.
Auf X zirkulieren außerdem Berichte, wonach im Bildungssektor der VAE Entlassungen begonnen haben. Nicht zwingend benötigte Lehrkräfte, insbesondere im Sport- und Freizeitbereich, verlieren demnach ihre Verträge.
Für viele Expats bedeutet dies den drohenden finanziellen Ruin und mögliche langfristige Reiseverbote.
Gleichzeitig soll die Repression in den Vereinigten Arabischen Emiraten zugenommen haben. Berichten zufolge wurden dort mehrere britische Staatsbürger festgenommen, weil sie während des Iran-Kriegs Fotos und Videos von Drohnen- und Raketenangriffen aufgenommen haben sollen. Ihnen drohen demnach bis zu zehn Jahre Haft.
Syrien: Drohnenangriff auf US-Stützpunkt aus Irak abgewehrt
Syrische Kräfte haben nach Angaben eines hochrangigen Beamten einen Drohnenangriff aus dem Irak abgewehrt, der auf einen der letzten verbliebenen US-Militärstützpunkte im Land zielte.
"Heute wurde der US-Stützpunkt in Qasrak auf unserem Territorium von vier Drohnen angegriffen, die von irakischem Gebiet aus gestartet wurden", sagte der stellvertretende Verteidigungsminister Sipan Hemo auf X. Er fügte hinzu, dass "die Drohnen ohne Opfer abgeschossen wurden".
"Wir machen den Irak verantwortlich und fordern ihn auf, die Wiederholung von Angriffen zu verhindern, die unsere Stabilität bedrohen", sagte er weiter.
Der Angriff erfolgte einen Tag, nachdem die syrische Armee erklärt hatte, einen Drohnenangriff aus dem Irak auf den Stützpunkt al-Tanf im Südosten abgewehrt zu haben, der früher US-Truppen beherbergte.
Proiranische Gruppen im Irak haben sich zu Angriffen auf US-Interessen im Irak und in der Region bekannt, während auch diese Gruppen selbst Ziel von US-Angriffen geworden sind.
Erste Bilder zeigen beschädigtes US-AWACS-Flugzeug auf saudischem Luftwaffenstützpunkt
Wir haben bereits vorgestern darüber berichtet: Iranische Angriffe auf die saudische Luftwaffenbasis Prince Sultan Air Base beschädigten laut Informationen des Wall Street Journal ein US-amerikanisches E-3 Sentry AWACS-Flugzeug sowie mehrere Tankflugzeuge.
Der Angriff traf den Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien. Bildmaterial soll nun Hinweise auf einen Treffer eines US-amerikanischen E-3-AWACS-Flugzeugs zeigen.
Das E-3 AWACS ist ein fliegendes Radar- und Führungszentrum, das Luftbedrohungen erkennt und US-Luftoperationen koordiniert.
False-Flag-Operation? Oman untersucht Drohnenangriffe auf sein Staatsgebiet
Oman erklärt, dass bislang keine Partei die Verantwortung für Angriffe auf sein Staatsgebiet übernommen hat.
Das Außenministerium Omans teilte mit, dass die Behörden weiterhin den "Ursprung und die Motive" der jüngsten Angriffe auf das Sultanat untersuchen, zu denen sich bisher niemand bekannt hat.
Das Ministerium nannte nicht ausdrücklich, auf welche konkreten Angriffe es sich bezog. Am Samstag hatten jedoch zwei Drohnenangriffe den Hafen von Salalah in Oman getroffen, wobei ein Arbeiter verletzt und ein Kran beschädigt wurde.
Oman bekräftigte zudem, weiterhin eine "Politik der aktiven Neutralität" zu verfolgen, und forderte die Konfliktparteien auf, die Diplomatie wieder aufzunehmen.
Pentagon bereitet sich auf wochenlange Bodeneinsätze in Iran vor
Das Pentagon bereitet sich laut US-Beamten auf wochenlange Bodeneinsätze in Iran vor, während Tausende amerikanische Soldaten und Marines in den Nahen Osten verlegt werden. Dies könnte eine gefährliche neue Phase des Krieges einleiten – falls sich Präsident Donald Trump für eine Eskalation entscheidet.
Ein möglicher Bodeneinsatz würde hinter einer groß angelegten Invasion zurückbleiben und stattdessen Razzien durch eine Mischung aus Spezialeinheiten und regulären Infanterietruppen umfassen, so die Beamten gegenüber der Washington Post.
Eine solche Mission könnte US-Personal einer Vielzahl von Bedrohungen aussetzen, darunter iranische Drohnen und Raketen, Beschuss vom Boden sowie improvisierte Sprengsätze. Am Samstag war unklar, ob Trump alle, einige oder keine der Pläne des Pentagons genehmigen wird.
Interne Diskussionen innerhalb der Regierung im vergangenen Monat befassten sich laut Beamten mit der möglichen Einnahme der Insel Charg, einem wichtigen iranischen Ölexportzentrum im Persischen Golf. Außerdem ging es um Razzien in anderen Küstengebieten nahe der Straße von Hormus, um Waffen aufzuspüren und zu zerstören, die Handels- und Militärschiffe angreifen können.
Eine Person sagte, die derzeit erwogenen Ziele würden wahrscheinlich "Wochen, nicht Monate" in Anspruch nehmen. Eine andere schätzte den möglichen Zeitrahmen auf "einige Monate".
Das Pentagon reagierte am Samstag nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.
Präsident Donald Trump erklärte am 20. März im Oval Office gegenüber Reportern: "Ich stationiere keine Truppen irgendwo. Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicher nicht sagen – aber ich stationiere keine Truppen."
Im vergangenen Monat sind 13 US-Soldaten im Einsatz gefallen, darunter sechs bei einem Flugzeugabsturz im Irak, sechs bei einem Drohnenangriff auf den Hafen von Shuaiba in Kuwait und einer bei einem Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan in Saudi-Arabien.
Mehr als 300 Angehörige der Streitkräfte wurden durch iranische Drohnen und Raketen verletzt, bei Vergeltungsangriffen auf US-Einrichtungen in mindestens sieben Ländern im Nahen Osten. Mindestens zehn von ihnen erlitten dabei schwere Verletzungen, so Beamte.
Iran bombardiert kurdische Stellungen im Irak und verurteilt Angriff auf Barzani-Residenz
Iran hat nach Angaben der iranischen Revolutionsgarde am Abend in einer neuen Welle von Angriffen Stellungen kurdischer Separatisten im Irak bombardiert.
Gleichzeitig verurteilte die IRGC einen Drohnenangriff auf die Residenz von Nechirvan Barzani, dem Präsidenten der halbautonomen kurdischen Region im Norden des Irak, in Duhok scharf.
Laut dem Nachrichtenmedium Press TV machte die IRGC die USA und Israel für den Angriff verantwortlich und bezeichnete ihn als Attentatsversuch sowie als "klaren Akt des Terrorismus".
Die IRGC erklärte, die Aggression folge einem Muster "feiger Attentate" auf hochrangige iranische Funktionsträger durch die USA und Israel. Diese "feindlichen Bemühungen" zielten demnach darauf ab, Frieden, Stabilität und regionale Zusammenarbeit zwischen der kurdischen Region und den Nachbarstaaten zu untergraben.
Iran droht nach Angriffen auf Universitäten mit Vergeltung gegen US-Hochschulen in der Region
Iran drohte mit Angriffen gegen US-Hochschulen in der Region, sollte es erneut zu einer Bombardierung iranischer Universitäten kommen. Die der Islamischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Fars News Agency zitierte auf der Plattform X eine Erklärung der iranischen Elitestreitmacht. Darin hieß es, die US-Regierung müsse die Bombardierung von Universitäten bis Montag, 12 Uhr mittags Teheraner Zeit, verurteilen, wenn sie wolle, dass ihre Universitäten in der Region von Vergeltungsmaßnahmen verschont bleiben.
Laut iranischen Angaben waren zuvor die Technische Universität Isfahan und die Universität für Wissenschaft und Technologie Teheran Ziel von Bombardierungen geworden. Über mögliche Opfer gab es zunächst keine Angaben.
Die Huthi feuern erneut Raketen und Drohnen auf Israel ab
Die Huthi im Jemen haben nach ihrem Eintritt in den Iran-Krieg an der Seite Teherans Israel innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal angegriffen. Laut der Times of Israel, die sich auf das Militär (IDF) beruft, wurden am Samstagabend eine Drohne über der südlichen Stadt Eilat sowie ein Marschflugkörper noch vor dem Erreichen israelischen Territoriums abgefangen.
Ein Sprecher der Huthi, Yahya Saree, sagte, die Angriffe hätten sich gegen "sensible militärische Ziele" gerichtet.
In israelischen Städten, darunter im Raum Be'er Scheva, wurden Luftalarmsirenen ausgelöst, während die Geschosse abgefangen wurden. Berichten zufolge gab es keine Opfer oder größere Schäden.
Die Huthi erklärten, der Angriff stehe im Zusammenhang mit dem laufenden Krieg zwischen den USA, Israel und Iran und sei Teil ihrer Unterstützung für verbündete Kräfte in der Region.
28.03.2026 22:19 Uhr
Raketen, Luftschläge, Atomrisiko: Lage im Nahen Osten verschärft sich
Die Kämpfe im Nahen Osten eskalieren weiter ohne Aussicht auf ein Ende. Iranische Raketen trafen israelische Städte wie Tel Aviv, während Israel und die USA ihrerseits Ziele im Iran, darunter auch Nuklearanlagen und Wohngebiete, angreifen.
Es gibt Tote, Verletzte und massive Zerstörungen, auch durch Angriffe weiterer Akteure wie aus dem Jemen. Teheran meldet zehntausende beschädigte Gebäude.
Zugleich wächst die Sorge vor einer weiteren Eskalation, insbesondere wegen Angriffen auf nukleare Infrastruktur, vor deren Folgen Maria Sacharowa warnt.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 28. März 2026]
Tödlicher Angriff im Libanon: Drei Journalisten getötet
Bei einem israelischen Luftangriff im Südlibanon sind drei Journalisten in einem gekennzeichneten Pressefahrzeug getötet worden, darunter der bekannte Reporter Ali Shoeib.
Israel erklärte, er habe Verbindungen zur Hisbollah gehabt,während libanesische Stellen von einem gezielten Angriff auf Medienvertreter sprechen. Auch ein RT-Team wurde zuvor verletzt. Die Lage schildern vor Ort Betroffene und Experten: In einem Interview im Video beschreibt die Politikwissenschaftlerin Marwa Osman die Getöteten als prägende Stimmen des Journalismus im Libanon und spricht von einem schweren Schlag für die Medienlandschaft.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 28. März 2026]
Angriffe auf Infrastruktur: USA und Israel greifen Wasserquelle im Westen Irans an
Die USA und Israel haben eine wichtige Wasserquelle in der Stadt Haftkel in der westiranischen Provinz Chuzestan angegriffen, wie die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Quelle in den lokalen Sicherheitsbehörden berichtet.
Al Jazeera bezeichnet die unter Angriff genommene Wasserquelle im Westen Irans als "wichtig". Unterdessen würden auch andere wichtige Einrichtungen der iranischen Infrastruktur von den USA, Israel und ihren Verbündeten weiter ins Visier genommen.
In der Vergangenheit hatte Teheran mehrfach davor gewarnt, Einrichtungen der Daseinsvorsorge Irans anzugreifen, und mit entsprechenden Vergeltungsschlägen in der Golfregion beziehungsweise gegen die angreifenden Länder gedroht.
"Jerusalem Post": Israel fährt Nutzung seiner Raketenabwehr zurück, während Beschuss aus Iran fortdauert
Wie die Jerusalem Post schreibt, veranlassen Sorgen um die vorhandenen Lagerbestände das israelische Militär dazu, bei der Luftabwehr auf weniger fortschrittliche Systeme zurückzugreifen. Die Ergebnisse seien "gemischt".
Im Artikel wird eingeräumt, Israel habe damit "begonnen, den Einsatz seiner modernsten Raketenabwehrsysteme einzuschränken". Als Begründung wird angeführt, die "anhaltenden iranischen Raketenangriffe" würden die noch vorhandenen "Vorräte belasten". Daher sehe sich das israelische Militär dazu gezwungen, "zunehmend auf modernisierte, aber weniger leistungsfähige Systeme zurückzugreifen". Dies gehe aus einem am Freitag veröffentlichten Bericht des Wall Street Journal hervor.
Diese Änderung des israelischen Konzepts der Luftabwehr werde "zu einem Zeitpunkt", vollzogen, "da der Krieg bereits in seine vierte Woche geht und Iran weiterhin fast täglich ballistische Raketen und Drohnen abfeuert".
Teheran: Wohngebiet von Luftangriff betroffen
Tasnim veröffentlichte am Abend einen kurzen Videoclip, der Zerstörungen infolge eines Luftangriffs zeigen soll. Demnach stammen die Aufnahmen auf dem Teheraner Stadtteil Sohrevardi vom Abend des 28. März 2026.
Ziel der Luftangriffe seien Wohnviertel und Zivilisten gewesen, so die Nachrichtenagentur.
Teheran gibt zahlreiche Treffer gegen US-Ziele und in Israel bekannt
Das Hauptquartier des iranischen Militärs hat sich am Abend laut Al Mayadeen zu den Vergeltungsschlägen geäußert, die seine Truppen am heutigen Samstag ausgeführt haben sollen.
Demnach hätten sich die iranischen Angriffe gegen Betriebe der Schwerindustrie gerichtet, die, wie formuliert wurde, "US-amerikanischen Interessengruppen in der Region gehören", sowie gegen israelische Industriebetriebe. Diese Angriffe seien als Reaktion auf die vorhergehende "feige Attacke auf zivile iranische Industrieanlagen" zu verstehen und habe "zur Zerstörung großer Teile der angegriffenen Anlagen" geführt.
Die iranische Seite behauptet außerdem, eine "hochmoderne US-Drohne vom Typ MQ-9" über der Stadt Schiras abgeschossen zu haben.
Darüber hinaus sei ein US-amerikanisches Kampfflugzeug des Typs F-16 über der südlichen Provinz Fars getroffen worden.
Schließlich sei es dem iranischen Militär gelungen, mit Drohnen das "strategische Zentrum für elektronische Kriegsführung" und das israelische "ELTA"-Radar im Hafen von Haifa anzugreifen.
Ebenso sei das Treibstofflager auf dem israelischen Luftwaffenstützpunkt Ben Gurion angegriffen worden.
Libanon: Das verlorene Paradies
Der Libanon, einst als "Schweiz des Nahen Ostens" bekannt, steckt heute in einem tiefen Chaos. In den 1960er- und 1970er-Jahren erlebte das Land dank eines starken Bankensektors, eines bedeutenden Hafens und einer florierenden Tourismusbranche eine Blütezeit. Doch eine politische Krise zerstörte diese Stabilität.
Ein Wendepunkt kam mit dem Zustrom palästinensischer Flüchtlinge aus Jordanien, die nach einem gescheiterten Versuch, König Hussein im September 1970 zu stürzen, vertrieben wurden. Zuvor hatte im Libanon ein fragiles Gleichgewicht geherrscht: Christen, Schiiten, Sunniten, Drusen und Alawiten lebten nebeneinander, und alle großen Gruppen waren auf höchster Regierungsebene vertreten. Doch die Ankunft zehntausender palästinensischer Flüchtlinge – überwiegend sunnitische Muslime – brachte dieses Gleichgewicht ins Wanken. Andere Gemeinschaften sahen sich plötzlich in der Unterzahl, und die Spannungen nahmen rasch zu.
Palästinensische Gruppierungen nahmen ihre Angriffe auf Israel wieder auf, wie zuvor schon von Jordanien aus – nun jedoch vom libanesischen Staatsgebiet. Als Reaktion marschierte Israel 1982 ein und besetzte den Süden des Libanon. Doch auch nach dem Abzug der israelischen Truppen in den 2000er-Jahren blieb die Region ein ständiger Krisenherd.
Ein großer Teil des Grenzgebiets wird heute von der Hisbollah kontrolliert, einer mächtigen Bewegung, die sich dem Ziel verschrieben hat, Israelis aus illegal besetzten palästinensischen Gebieten zu vertreiben. Die Hisbollah genießt breite Unterstützung in der libanesischen Gesellschaft und rekrutiert Kämpfer auch unter palästinensischen und syrischen Flüchtlingen. Die Ermordung des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah im Jahr 2024 hat die Krise weiter verschärft. Kann der Libanon noch einen Ausweg aus dieser anhaltenden Instabilität finden?
Iran behauptet, die US-Kopie einer iranischen Shahed-Drohne abgeschossen zu haben
Am heutigen Abend soll es Einheiten der iranischen Marine im Gebiet von Bandar Abbas gelungen sein, eine US-amerikanische Lucas-Drohne abzuschießen und so zu zerstören.
Wie die iranische Agentur Tasnim über ihren Telegram-Kanal mitteilte, sei die US-Drohne, die einen Nachbau des iranischen Musters Shahed darstellt, um 18:30 Uhr Ortszeit im Gebiet von Bandar Abbas "von den tapferen Matrosen der Marine" abgeschossen worden.
In einem kurzen Videoclip, das die Telegram-Nachricht illustriert, werden die mutmaßlichen Trümmer der US-Drohne und deren Motor gezeigt.
Mit diesem jüngsten Abschuss habe sich die Gesamtzahl aller von der Luftabwehr Irans zerstörten feindlichen Drohnen auf 135 erhöht.
Einsatz von US-Bodentruppen: Drastische Warnung der "Tehran Times" an Washington
Die englischsprachige Tehran Times hat heute mit einer deutlichen Warnung an die Adresse der USA aufgemacht. Die Schlagzeile lautete "Welcome to Hell" (Willkommen in der Hölle).
Diese Formulierung soll offensichtlich die Entschlossenheit Teherans demonstrieren, das US-Militär mit allen Mitteln zu bekämpfen, sollte Washington eine Invasion beginnen und Bodentruppen auf dem Territorium Irans einsetzen.
Israelisches Militär: Iranisches Marinezentrum getroffen
Das israelische Militär (IDF) gibt an, bei seinen nächtlichen Angriffen auf Iran auch Ziele der iranischen Marine, der Waffenproduktion und der Luftabwehr getroffen zu haben.
Wie Haaretz schreibt, hat die israelische Armee in der vergangenen Nacht das Hauptquartier der iranischen Organisation für Marineindustrie angegriffen. Laut der IDF-Erklärung wurden die zuständigen iranische Stellen "für Forschung, Entwicklung und Produktion einer breiten Palette von Marinewaffen verantwortlich ist, darunter Überwasser- und Unterwasserschiffe, bemannte und unbemannte Ausrüstung sowie Motoren und Waffen" getroffen.
Das israelische Militär teilte des Weiteren mit, dass es zahlreiche Standorte für die Entwicklung und Produktion von Waffen und Luftabwehrsystemen angegriffen habe.
Israel: 142 Verletzte in den vergangenen 24 Stunden
Das israelische Gesundheitsministerium hat mitgeteilt, dass in den letzten 24 Stunden insgesamt 142 Menschen in Krankenhäuser eingeliefert wurden, womit sich die Gesamtzahl der Kriegsverletzten in Israel auf 5.689 erhöht hat.
Wie Al Jazeera weiter berichtete, befinden sich von den Verletzten laut Angaben des Ministeriums weiterhin 132 in Krankenhäusern, 15 davon in ernstem und einer in kritischem Zustand.
Scott Ritter: Besetzung der Insel Charg wird Straße von Hormus nicht öffnen
Der frühere Analyseexperte des Nachrichtendienstes der US-Marine gibt zu bedenken, dass die US-Streitkräfte die Insel im Persischen Golf möglicherweise gar nicht einnehmen können.
Wie TASS meldet, wären die USA im Falle einer Eroberung der Insel Charg nicht in der Lage, die Straße von Hormus zu öffnen, da zwischen beiden keine geografische Verbindung besteht. Dies erklärte Scott Ritter, der früher auch als Inspektor für Massenvernichtungswaffen der UN-Sonderkommission für den Irak tätig war, in einem Interview mit TASS.
Ritter erklärte in dem Interview wörtlich:
"Selbst wenn es den Vereinigten Staaten gelänge, die Insel Charg einzunehmen, liegt diese weit im Norden des Persischen Golfs. Die Straße von Hormus befindet sich im Süden. Zwischen beiden besteht keine geografische Verbindung. Die Einnahme der Insel Charg würde die Straße von Hormus nicht öffnen."
Ritter ist der Auffassung, dass zunächst die Straße von Hormus geöffnet werden müsse, bevor die US-Truppen Charg erreichen könnten. Dazu erklärte er:
"Die beiden Streitkräfte, die für diese Eroberung eingesetzt werden sollen, sind Marineinfanterie-Expeditionstruppen, die sich auf Schiffen befinden. Das bedeutet, dass die Schiffe die Straße von Hormus passieren müssen, um die Insel Charg zu erreichen. Aber sie werden die Straße von Hormus nicht passieren können, um die Insel Charg zu erreichen."
Ritter verwies darauf, dass er mit seiner skeptischen Haltung nicht allein stehe. Kein einziger Militärfachmann würde die Eroberung der Insel Charg unterstützen, erst recht nicht im Zusammenhang mit einer Öffnung der Straße von Hormus.
Der frühere US-Marinesoldat gab zu bedenken, dass selbst im Falle einer Eroberung von Charg die US-Streitkräfte auf dieser Insel unter Beschuss iranischer Raketen und Drohnen geraten würden. Aus diesem Grund wäre es logistisch unmöglich, sie dort zu halten. Was zur Folge hätte, dass die US-Soldaten sich von Charg zurückziehen müssten. Ritter dazu wörtlich:
"Und das wäre bereits eine Niederlage. Meiner Meinung nach sind die Diskussionen über Charg also eine rein politische und rhetorische Übung."
Im Laufe des März 2026 wurden bereits militärische Einrichtungen auf der Insel Charg bombardiert. Die USA behaupten, etwa 90 militärische Ziele getroffen zu haben. Wohlweislich blieb die Öl-Infrastruktur auf der Insel jedoch unbeschädigt. Spätestens am 20. März wurde publik, dass US-Präsident Donald Trump die Möglichkeit einer Besetzung der Insel in Erwägung zieht. Washington sieht darin ein Druckmittel, das Teheran dazu bringen könnte, die Straße von Hormus für die allgemeine Schifffahrt wieder zu öffnen und in Verhandlungen mit den USA zu treten. Trump behauptet, er könne "die Insel jederzeit einnehmen, wenn er nur wolle". Teheran warnte, im Falle eines US-Angriffs auf Charg werde Iran mit einer Ausweitung seiner Vergeltungsschläge reagieren und "alle Öl- und Gasförderanlagen" jedes Landes, von dem aus die USA angreifen, "in Schutt und Asche legen".
Irak: Hauptquartier der Volksmobilmachung und Luftabwehr bei Kirkuk angegriffen
Aus dem Irak meldet ein Korrespondent des libanesischen Senders Al Mayadeen, dass ein gemeinsames Hauptquartier der Volksmobilisierungskräfte und der irakischen Luftabwehr westlich der Stadt Kirkuk angegriffen worden sei. Weitere Einzelheiten wurden dazu bislang nicht mitgeteilt.
Die Volksmobilisierungskräfte sind ein Zusammenschluss von rund 40 überwiegend schiitischen Milizen im Irak. Die Region um Kirkuk ist das Zentrum der irakischen Erdölförderung und -verarbeitung.
Jemen: Huthi-Rebellen starten ersten Angriff auf Israel im Zuge des Iran-Krieges
Die mit Iran kooperierenden Huthi-Rebellen im Jemen haben ihren ersten Angriff auf Israel seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran unternommen. Laut Al Jazeera haben die Huthi den Angriff inzwischen bestätigt und erklärt, er habe sich gegen israelische Militärstützpunkte im Süden des besetzten Westjordanlandes gerichtet. Aus Israel verlautete dazu, der Raketenangriff der Huthi sei abgewehrt worden.
Dubai: IRGC greifen Lagerhaus für Drohnenabwehrsysteme an – möglicherweise 21 Ukrainer getötet
Bei einem Raketenangriff auf Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten soll nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) ein Lager zerstört worden sein, in dem ukrainische Drohnenabwehrsysteme gelagert wurden.
Wie Tasnim unter Berufung auf einen Sprecher der IRGC meldet, sei zeitgleich mit Angriffen auf Standorte amerikanischer Kommandeure und Soldaten ein Lagerhaus in Dubai getroffen worden, in dem Drohnenabwehrsysteme aus der Ukraine eingelagert waren. Dabei sollen den dort stationierten Einheiten schwere Verluste zugefügt worden sein. Die Systeme seien zur Unterstützung des US-Militärs bestimmt gewesen.
Wie die iranische Agentur weiter meldet, seien die Ziele in Dubai im Rahmen einer gemeinsamen Operation der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte und der Marine des IRGC angegriffen worden. Der IRGC-Sprecher betonte, dass sich an diesem Ort auch 21 Ukrainer aufgehalten hätten.
Allerdings lägen keine Informationen über das Schicksal der im Lagerhaus anwesenden ukrainischen Soldaten vor. Die IRGC gehen jedoch davon aus, dass die Ukrainer vermutlich getötet worden seien.
Wladimir Selenskij, der sich gegenwärtig in Katar aufhält, dementierte die iranische Meldung über die Zerstörung des Lagerhauses in Dubai umgehend. In seiner Erklärung schrieb er:
"Es hieß, man habe angeblich unsere Jungs angegriffen, Ukrainer getötet, etwas bombardiert, Flugabwehrraketen … Nichts davon ist passiert."
"CENTCOM" der USA: Landungsschiff "USS Tripoli" im Einsatzgebiet angekommen
Über seinen Kanal auf X hat das Zentralkommando der Vereinigten Staaten von Amerika (U.S. Central Command) vor einer Dreiviertelstunde mitgeteilt, dass das Landungsschiff "USS Tripoli" das Einsatzgebiet gestern erreicht hat. Das genaue Seegebiet wird in der Mitteilung nicht näher bezeichnet.
Wörtlich schrieb das CENTCOM:
"US-Seeleute und Marines an Bord der USS Tripoli (LHA 7) sind am 27. März im Zuständigkeitsbereich des US-Zentralkommandos eingetroffen. Das amphibische Angriffsschiff der America-Klasse dient als Flaggschiff der Tripoli Amphibious Ready Group / 31st Marine Expeditionary Unit, die sich aus etwa 3.500 Matrosen und Marinesoldaten sowie Transport- und Kampfflugzeugen, amphibischen Angriffs- und taktischen Ressourcen zusammensetzt."
Luftangriff auf Zentrum von Teheran – mindestens fünf Tote und 25 Menschen unter Trümmern verschüttet
Wie TASS unter Berufung auf Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Mehr berichtet, sind bei einem Luftangriff auf das Stadtzentrum der iranischen Hauptstadt mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Außerdem sollen 25 Personen unter den Trümmern der bombardierten Gebäude begraben sein. Die Zahlenangaben stammen von Rettungsdiensten, die vor Ort tätig sind. Die Rettungsarbeiten dauern derweil noch an.
Einer der intensivsten Luftangriffe: Teheran unter Beschuss
Die iranische Hauptstadt war am frühen Samstagmorgen einem der intensivsten Luftangriffe der USA und Israels ausgesetzt.
Am Freitag wurde eine Forschungsanlage für Schwerwasserreaktoren in Khondab bei US-amerikanisch-israelischen Luftangriffen getroffen. Bislang seien keine Opfer oder Gefahren für die Bewohner der Region gemeldet worden. Irans Atomenergieorganisation bestätigte den Angriff später.
US-Vizepräsident Vance kündigt baldigen Ausstieg der USA aus Iran-Krieg an
US-Vizepräsident JD Vance hat sich in einem Interview mit dem konservativen Podcaster Benny Johnson zum Krieg gegen Iran geäußert. Vance erklärte, die USA hätten zwar den Großteil ihrer militärischen Ziele erreicht, doch Trump plane, den Krieg "noch eine Weile" fortzusetzen, um die iranische Regierung massiv zu schwächen.
"Der Präsident wird noch eine Weile weitermachen, damit wir das nach unserem Abzug für sehr, sehr lange Zeit nicht wiederholen müssen", sagte Vance. "Wir müssen die iranische Regierung für sehr, sehr lange Zeit neutralisieren, und das ist das Ziel."
Vance räumte ein, dass die Benzinpreise infolge des Konflikts gestiegen seien, sagte aber, sie würden bald wieder sinken. "Das ist eine sehr, sehr vorübergehende Reaktion auf einen letztendlich kurzfristigen Konflikt."
"Ich denke, der Präsident hat sich dazu ganz klar geäußert: Wir haben kein Interesse daran, in einem oder zwei Jahren noch im Iran zu sein", sagte Vance. "Wir kümmern uns um unsere Angelegenheiten. Wir werden bald weg sein und die Benzinpreise werden wieder sinken."
Luftalarm in Tel Aviv: Einwohner suchen Schutz in Tiefgaragen
Bei einem iranischen Raketenangriff suchten die Einwohner Tel Avivs Schutz in Tiefgaragen. Es wurden keine Opfer gemeldet.
Unterdessen erklärte Israels Verteidigungsminister am Freitag, dass die israelischen Angriffe auf Iran "eskalieren und ausgeweitet werden". Israel Katz und Premier Netanjahu erklärten, dass sie "das iranische Terrorregime gewarnt haben, den Raketenbeschuss der Zivilbevölkerung in Israel einzustellen".
In Israel sind insgesamt mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Im Libanon wurden vier israelische Soldaten getötet.
Austausch bei der Luftabwehr: Ukraine vereinbart Verteidigungsabkommen mit Golfstaaten
Die Ukraine hat nach Saudi-Arabien auch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar eine Zusammenarbeit bei der Luftverteidigung beschlossen. Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij erklärte, er habe bei einem Treffen mit dem Präsidenten der Emirate, Muhammad bin Zayid, eine Kooperation im Bereich "Sicherheit und Verteidigung" vereinbart. "Unsere Teams werden die Details ausarbeiten."
Angesichts der heutigen "Bedrohungen" wollten Staaten das Leben ihrer Bevölkerungen schützen, erklärte Selenskij. "Die Ukraine hat auf diesem Gebiet bedeutende Expertise." Selenskij reiste anschließend nach Katar weiter, um ein ähnliches Sicherheitsabkommen mit diesem Golfstaat zu unterzeichnen.
Die Ukraine nutzt zur Abwehr russischer Drohnen insbesondere elektronische Störgeräte und mobile Abwehrwaffen statt der erheblich teureren Raketen, die von den Golfstaaten zur Abwehr iranischer Drohnen verwendet werden. Kiew schlägt seit Wochen vor, solche Geräte gegen Abwehrraketen zu tauschen, die in der Ukraine zur Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern aus Russland gebraucht werden. Am Donnerstag hatten die Ukraine und Saudi-Arabien bei einem Besuch von Selenskij im Königreich ein Abkommen zur Luftverteidigung unterzeichnet.
Längste Internetsperre in Iran
Die Bevölkerung in Iran hat seit genau einem Monat keinen Zugriff auf Informationen aus dem Internet. Die auf Internetsperren spezialisierte Organisation Netblocks schrieb auf X, vor genau einem Monat sei der Iran in eine "digitale Dunkelheit" gestürzt worden, als die Behörden den Zugang zum weltweiten Internet gekappt hätten. Damit werde das Recht der Iranerinnen und Iraner auf Kommunikation und Information verletzt.
Es handelt sich laut Netblocks um die bislang längste ununterbrochene Internetsperre in der Geschichte des Landes. Die Bevölkerung hat seit Kriegsbeginn am 28. Februar ausschließlich Zugang zu einem eingeschränkten internen Intranet, in dem es nur staatlich genehmigte Inhalte gibt.
Bahrain meldet mehr als 40 Luftangriffe in 24 Stunden
Bahrain hat nach Angaben der Nachrichtenagentur AP innerhalb von 24 Stunden mehr als 40 Luftangriffe registriert. Die Luftabwehr habe auf 20 Raketen- und 23 Drohnenangriffe reagiert, teilte das Inselkönigreich demnach mit. Bahrain beheimatet die 5. Flotte der US-Marine. Seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe sei Bahrain mit bislang 174 Raketen und 385 Drohnen angegriffen worden. Sowohl Militärstützpunkte als auch Ölanlagen gerieten unter Beschuss.
Lawrow: Bin nicht überrascht, dass Iran US-Stützpunkte in der Region angreift
Der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärte, Russland und Iran hätten ein Abkommen über militärisch-technische Zusammenarbeit, und Moskau habe "Iran mit bestimmten Arten von Militärgütern beliefert".
"Wir können jedoch die Vorwürfe nicht akzeptieren, wir würden Iran mit Geheimdienstinformationen unterstützen", sagte Lawrow am Donnerstagabend in einem Interview mit France Télévisions. Er fügte hinzu, dass "jeder" die Koordinaten der US-Militärstützpunkte in der Region kenne. "Das sind öffentliche Informationen. Es überrascht mich nicht, dass Iran sie angreift."
Peseschkian: "Wir führen keine Präventivschläge durch"
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat den Golfstaaten eine Botschaft gesendet. Auf der Plattform X teilte er mit, Iran werde weiter stark zurückschlagen, wenn dessen Infrastruktur und Wirtschaft angegriffen werde. Wer Sicherheit wolle, dürfe die Feinde Irans keinen Krieg von seinem Land aus führen lassen, so Peseschkian. Wörtlich sagte er:
"Wir haben wiederholt betont, dass der Iran keine Präventivschläge durchführt, aber wir werden entschieden zurückschlagen, sollten unsere Infrastruktur oder Wirtschaftszentren angegriffen werden. An die Länder der Region: Wenn ihr Entwicklung und Sicherheit wollt, lasst nicht zu, dass unsere Feinde den Krieg von eurem Land aus führen".
Israelischer Drohnenangriff tötet libanesische Fernsehreporter und Vater mit Kind
Bei einem israelischen Drohnenangriff auf ein Auto im Südlibanon sind vier Menschen getötet worden, darunter zwei Journalisten. Laut der libanesischen Nachrichtenagentur NNA traf die israelische Drohne ein Fahrzeug mit einem Medienteam. Dabei kamen die Fernsehreporter Ali Shuaib (vom Sender Al-Manar) und Fatima Ftouni (Al-Mayadeen) sowie zwei weitere Zivilisten ums Leben.
Einer weiteren Meldung zufolge wurden in einem Zivilfahrzeug ein Vater sowie sein minderjähriger Sohn von einer Drohne getötet. Der Vorfall ereignete sich im Gebiet al-Awainat zwischen den Dörfern Rmeish und Debel. In den sozialen Medien werden Bilder der Toten geteilt, darunter ein Video, das zeigt, wie ein Retter ein lebloses Kind auf dem Arm trägt.
Das israelische Militär gab an, einen "gezielten" Angriff auf Schuaib verübt zu haben. Die Armee warf ihm vor, Mitglied der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan gewesen zu sein. Er habe sich als "Journalist getarnt", hieß es. In dem Zuge habe er über Standorte von israelischen Truppen berichtet, die im Süden des Libanons im Einsatz waren. Die Angaben lassen sich aktuell nicht unabhängig überprüfen. Zu Fatuni äußerte sich das Militär nicht.
Der libanesische Informationsminister Paul Morcos verurteilte den Angriff scharf. Seinen Angaben zufolge ist dabei auch der Kameramann und Bruder Fatunis, Mohammed Fatuni, getötet worden. "Wir verurteilen auf das Schärfste Israels wiederholte und vorsätzliche Angriffe auf Journalisten", betonte Morcos. Im Gaza-Krieg hat das israelische Militär mehr als zwei Hundert Medienschaffende getötet.
Das Journalistenschutzkomitee CPJ wirft dem israelischen Militär unter anderem vor, eine "langwährende, dokumentierte Praxis, Journalisten als Terroristen zu beschuldigen, ohne glaubhafte Beweise vorzulegen" zu verfolgen. Auch der libanesische Präsident Joseph Aoun verurteilte den Angriff. Auf der Plattform X schrieb er, Israel verstoße "gegen die grundlegendsten Regeln des Völkerrechts, des humanitären Völkerrechts und des Kriegsrechts".
Iran meldet über 93.000 beschädigte zivile Einrichtungen durch anhaltende Luftangriffe
Der iranische Rote Halbmond berichtet, dass israelisch-amerikanische Luftangriffe in der fünften Kriegswoche über 93.000 zivile Objekte beschädigt haben. Darunter befinden sich 71.547 Wohnungen in verschiedenen Provinzen sowie 20.779 Gewerbeimmobilien. Allein in Teheran wurden 31.562 Wohn- und Geschäftseinheiten beschädigt.
Auch die Grundversorgung wurde durch die Angriffe beeinträchtigt. Behörden verzeichneten Schäden an 295 Gesundheits- und Notfalleinrichtungen sowie 600 Schulen. Laut offiziellen Angaben wurden 48 Einsatzfahrzeuge und 46 Krankenwagen sowie drei Rettungshubschrauber des Roten Halbmonds und anderer Rettungsdienste beschädigt.
Iran greift US-Basis in Saudi-Arabien an: Mindestens zwölf verletzte Soldaten
Bei einem iranischen Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan in Saudi-Arabien am Freitag wurden zwölf US-Soldaten verletzt, zwei davon schwer. Mindestens zwei KC-135-Luftbetankungsflugzeuge wurden bei dem Angriff ebenfalls erheblich beschädigt. Auf im Internet veröffentlichten angeblichen Satellitenbildern sind Zerstörungen an den auf der Basis stationierten Flugzeugen zu sehen.
Der Angriff, bei dem iranische Raketen sowie Drohnen zum Einsatz kamen, erfolgte einen Tag, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, der Iran sei "ausgelöscht" worden.
Angriff auf Iran völkerrechtswidrig? Wadephul wartet mit Bewertung auf US-Erklärung
Nach dem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio erklärte Bundesaußenminister Johann Wadephul, dass die USA einen deutschen Militäreinsatz im Iran-Krieg "zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwarten".
Was die völkerrechtliche Einschätzung des Konflikts betrifft, so sagte Wadephul, dass die Bundesregierung zunächst auf eine abschließende Stellungnahme der USA wartet, bevor sie sich in dieser Frage öffentlich äußern kann.
Medienberichte: Gespräch zwischen Pakistan und Iran
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif soll nach Angaben des US-Senders CNN und der Nachrichtenagentur Reuters ein einstündiges Telefonat mit Irans Präsident Massud Peseschkian geführt haben. Ab Sonntag will Pakistan die Außenminister von Saudi-Arabien, der Türkei und Ägypten zu Gesprächen über den Iran-Krieg empfangen. Während des zweitägigen Austauschs wolle man "eingehende Diskussionen über eine Reihe von Themen führen, darunter die Bemühungen zur Deeskalation der Spannungen in der Region", teilte das pakistanische Außenministerium mit.
Zuletzt hatte Pakistan sich als möglicher Ort für Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten positioniert. Peseschkian habe demnach die diplomatischen Bemühungen Pakistans gelobt und erklärt, dass Vertrauen nötig sei, um Gespräche und eine Vermittlung in dem Konflikt zu ermöglichen.
Iran: US-Truppen "werden nicht lebend zurückkehren", sollten sie Kharg angreifen
Sollten US-Truppen auf die iranische Insel Kharg einmarschieren, werden sie nicht lebend zurückkehren, warnte Ebrahim Rezaei, der Sprecher der Nationalen Sicherheitskommission in Iran.
"Was ich Ihnen mit Zuversicht sagen kann, ist, dass unsere Streitkräfte entschlossen sind und geschworen haben: Sollte ein Angreifer diese iranische Insel betreten, wird er mit Sicherheit auf die härteste Reaktion stoßen und nicht lebend zurückkehren", so Rezaei am Samstag während einer Visite auf der Insel. Er betonte, dass das Leben auf Kharg normal weitergeht und die Ölexporte reibungslos laufen.
Video: Iran setzt Feststoffrakete Sedschil ein
Iran hat offenbar die neueste Version der Feststoffrakete Sedschil eingesetzt. Das geht aus einem Augenzeugenvideo hervor. "Hier ist eine Rakete mit Kassettenbomben", kommentiert darin eine Stimme auf Hebräisch. Sedschil hat ein Startgewicht von 25 Tonnen und trägt vier Sprengköpfe mit einem Gewicht zwischen 100 und 200 Kilogramm. Iran startet weiterhin durchschnittlich 30 bis 40 Raketen und 50 bis 100 Drohnen pro Tag. Angesichts der verwendeten Raketentypen kann man mit Sicherheit sagen, dass Teheran seine Raketen- und Drohnenbestände noch lange nicht erschöpft hat.
Israel führt tödliche Angriffe im gesamten Südlibanon durch: Bauern und Mediziner unter den Opfern
Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtet, dass bei israelischen Angriffen im gesamten Südlibanon mehrere Menschen getötet und weitere verletzt wurden.
Bei dem Luftangriff in der Stadt al-Haniyah kamen laut dem Zivilschutz vier syrische Bauern ums Leben, neun weitere wurden verletzt.
Wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr meldet, wurden bei dem Angriff auf die Stadt Zawtar al-Gharbiya mindestens vier Rettungssanitäter getötet. Ihre Namen lauten Hussein Darwish, Adel Qadouh, Ibrahim Zaher Abu Zeid und Hassan Mousa Noureddine.
Kuwait meldet Drohnenangriff auf Flughafen: Radarsystem schwer beschädigt
Mehrere Drohnenangriffe richteten sich gegen den internationalen Flughafen von Kuwait und verursachten erhebliche Schäden am Radarsystem des Flughafens, teilte die kuwaitische Zivilluftfahrtbehörde am Samstag mit.
Der Angriff auf den Golfstaat verursachte keine Opfer, sagte ein Sprecher der Zivilluftfahrt gegenüber der offiziellen kuwaitischen Nachrichtenagentur Kuna, doch das Radarsystem wurde schwer beschädigt.
Laut Kuna habe der Angriff erhebliche Schäden am Radarsystem des Flughafens verursacht, und Notfallteams sowie die zuständigen Behörden hätten sofort mit der Bewältigung des Vorfalls begonnen.
Der internationale Flughafen von Kuwait ist weitgehend für den kommerziellen Flugverkehr gesperrt und wurde seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar mehrfach angegriffen.
Der letzte Angriff vor Samstag ereignete sich am Mittwoch, als ein Drohnenangriff auf ein Treibstoffdepot am Flughafen einen Großbrand auslöste. Kuwait hat Iran für die Angriffe verantwortlich gemacht.
Iran greift US-Luftwaffenbasis in Saudi-Arabien an ‒ zwölf Soldaten verletzt
Bei einem iranischen Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan in Saudi-Arabien wurden zwölf US-Soldaten verletzt, zwei davon schwer. Das teilte die US-Zeitung The New York Times mit Verweis auf militärische Quellen mit.
Der kombinierte Raketen- und Drohnenangriff stellt einen der schwerwiegendsten Durchbrüche der amerikanischen Luftabwehr im Verlauf des einmonatigen US-Krieges gegen Iran dar. Mindestens zwei KC-135-Luftbetankungsflugzeuge erlitten bei dem Angriff ebenfalls erhebliche Schäden.
Auf einem im Internet veröffentlichten, angeblichen Satellitenbild sind Zerstörungen an den auf der Basis stationierten Flugzeugen zu sehen.
Erstmals Rakete aus Jemen auf Israel abgefeuert
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben den Start einer Rakete aus dem Jemen erfasst. Es sei das erste Mal seit Ausbruch des Krieges, dass von dort ein Geschoss abgefeuert worden sei, teilten die Streitkräfte am frühen Morgen mit.
Zuvor hatten die mit Iran verbündeten Huthi-Rebellen mit einem Eingreifen in den Konflikt gedroht. "Wir haben den Finger am Abzug und sind bereit für eine direkte militärische Intervention", hieß es in einer Videoerklärung eines militärischen Sprechers.
Später meldeten die Huthis auch den ersten Raketenangriff auf einen "sensiblen israelischen Militärstützpunkt". Dieser sei eine militärische Antwort auf die Eskalation Israels sowie auf dessen verübte Kriegsverbrechen in Libanon, Iran, Irak und Palästina. Sie fügten hinzu, dass ihre Operationen so lange fortgesetzt würden, bis die "Aggression" an allen Fronten ende.
Israelische Armee meldet neun verwundete Soldaten im Südlibanon
Bei zwei getrennten Vorfällen wurden im Südlibanon neun israelische Soldaten verwundet. Das teilte das israelische Militär in einer Erklärung auf X mit.
Am Freitag wurden ein israelischer Soldat schwer und ein weiterer mittelschwer verletzt, als während der Kämpfe im Südlibanon eine Panzerabwehrrakete abgefeuert wurde.
Bei einem weiteren Vorfall in der Nacht zum Samstag wurden ein israelischer Soldat schwer und sechs weitere mittelschwer verletzt, als Raketen auf die im Südlibanon operierenden Streitkräfte abgefeuert wurden.
Dies geschieht, während das israelische Militär tiefer in libanesisches Gebiet vordringt und in einigen Gebieten bis zu sieben Kilometer vorrückt.
Der sich wehrende Gegner im Nachbarland ist die proiranische Miliz Hisbollah. Die Erklärung der IDF nennt keinen genauen Ort der Angriffe. Sie erfolgte jedoch nur wenige Stunden, nachdem die Hisbollah berichtet hatte, israelische Truppen in der südlichen Stadt Taybeh – etwa sechs Kilometer von der Grenze entfernt – in einen Hinterhalt gelockt zu haben.
27.03.2026 22:54 Uhr
Iran: Neue Angriffswelle von USA und Israel führt zu Änderung der bisherigen Linie des "Auge um Auge"
Die US- und/oder israelischen Luftangriffe von heute abend auf Objekte der Daseinsvorsorge und die wirtschaftliche Infrastruktur des Iran könnten zu einer Änderung der bisher verfolgten Linie bei Vergeltungsschlägen führen.
Tasnim veröffentlichte am Abend Aussagen von General Madschid Mousavi, dem Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der Revolutionsgarde, die derartige Überlegungen nahelegen.
Vahid Chodab kommentierte in der Sendung At the Time of Iran die Äußerungen des IRGC-Befehlshabers folgendermaßen:
- "Die Botschaft von Seyed Madschid Mousavi bedeutet eine Abkehr von der Gleichung 'Auge um Auge': Wenn eine Entsalzungsanlage Irans angegriffen wird, könnte der Iran zu allen Mitteln greifen.
- Dies wird den Feind daran hindern, den nächsten Schritt des Iran zu erahnen, was wiederum seine Kalkulationen durcheinanderbringen wird.
- Der Einsatz der 'Madman-Doktrin' durch den Iran könnte unsere Sicherheit für Jahrzehnte sichern."
Jemen: Huthi erklären sich bereit, in den Krieg einzugreifen – und drohen mit Sperrung des Roten Meeres
Im Jemen haben sich die Huthi-Milizen laut Meldungen von Clash Report zu einem direkten Eingreifen in den Krieg zwischen USA/Israel und Iran bereit erklärt.
Der Telegram-Kanal zitiert die Führung mit folgender Aussage:
"Wir haben den Finger am Abzug und sind bereit für eine direkte militärische Intervention.
Wir werden nicht zulassen, dass das Rote Meer für feindliche Operationen genutzt wird.
Jede Eskalation wird mit Maßnahmen beantwortet, die den Erfordernissen des Gefechts entsprechen."
Weiter heißt es in der Erklärung der Huthi:
"Wir bekräftigen, dass wir in den folgenden Fällen bereit sind, direkt militärisch einzugreifen:
- Falls zu einem Beitritt zu jeglichen Bündnissen mit Amerika und Israel gegen die Islamische Republik Iran und die Achse des Dschihad und des Widerstands kommt.
- Falls das Rote Meer zur Durchführung feindlicher Operationen durch Amerika und Israel genutzt wird, werden wir das werden nicht zulassen.
- Falls die Eskalation gegen die Islamische Republik und die Achse des Dschihad und des Widerstands anhalten sollte."
"Nicht unser Krieg" – Trump kritisiert Merz wegen seiner Haltung zu Iran
US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzler Friedrich Merz für dessen ablehnende Haltung zu einer deutschen Beteiligung am Militärkonflikt mit dem Iran kritisiert. Trump verwies dabei auf die deutsche Unterstützung für die Ukraine und nannte Merz’ Aussage, der Krieg mit dem Iran sei "nicht unser Krieg", unpassend.
Die Bundesregierung bekräftigte unterdessen ihren Kurs. Merz erklärte, Deutschland wolle zwar ein Ende des iranischen Nuklear- und Raketenprogramms, werde sich aber nicht militärisch an dem Krieg beteiligen. Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius sieht nach eigenen Worten keinen Anlass für einen deutschen Einsatz etwa in der Straße von Hormus.
Beobachter sehen darin eine weitere Belastung der transatlantischen Beziehungen. Die wachsenden Spannungen innerhalb der NATO würden durch den Nahostkonflikt und den Ukrainekrieg zusätzlich verschärft.
"Krieg gegen das Wissen": Weiterer iranischer Wissenschaftler getötet
Die libanesische Zeitung al-Akhbar meldet unter Berufung auf die staatliche Nachrichtenagentur IRNA, dass der iranische Professor für Elektrotechnik Saeed Shamghadari, der als leitender Wissenschaftler an der Iranischen Universität für Wissenschaft und Technologie geforscht und gelehrt hat, am 24. März zusammen mit seinen Kindern ermordet worden ist. Der staatliche Rundfunk IRIB hatte dazu erklärt, der Mord sei in Abstimmung zwischen den USA und Israel verübt worden.
Shamghadari war als Dozent im Fachbereich Elektrotechnik tätig. Berichten zufolge war er zum Zeitpunkt des Anschlags mit seiner Familie zusammen. Iranische Regierungsvertreter bezeichneten den Vorfall als direkten Angriff von außen und betonten, dass Militärstützpunkte, Wohngebiete und das Universitätsgelände beschädigt worden seien.
Der Angriff auf Professor Shamghadari gilt als großer Verlust für Iran und ist zugleich Teil einer umfassenderen Kampagne, die sich gegen iranische Wissenschaftler richtet. Auch Shamghadari war ein strategisches Ziel mehrerer israelischer Premierminister.
Während des Zwölf-Tage-Krieges im Juni 2025 hatte Israel mindestens 14 iranische Wissenschaftler bei Operationen getötet, die darauf abzielten, Irans Atomprogramm und militärische Fähigkeiten zu "zerstören oder zu schwächen".
Wie Ingrid Chahine, Korrespondentin von al-Akhbar, schreibt, gehörten zu den Zielpersonen der Attentate Abdolhamid Minoutschehr, ein promovierter Nukleartechniker, der umfangreiche Forschungen zur Verbesserung der Effizienz und Sicherheit von Kernkraftwerken durchführte; Mohammed Mehdi Tehrantschi, theoretischer Physiker und Leiter der Islamischen Azad-Universität Irans; sowie der Nuklearingenieur Fereydoun Abbasi-Davani, der die Atomenergieorganisation des Landes leitete. Israel hatte bereits 2010 versucht, Abbasi-Davani zu ermorden. Er überlebte zwei Explosionen in Teheran, bei denen sein Kollege und wissenschaftlicher Mitarbeiter Madschid Shahriari ums Leben kam.
Zwischen 2007 und 2012 sowie im Jahr 2020 tötete Israel zehn Wissenschaftler, die am iranischen Atomprogramm beteiligt waren.
Die Ermordung von Mohsen Fachrisadeh im Jahr 2020, einer der prominentesten Persönlichkeiten Irans im Bereich des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts, stellte eine erhebliche Eskalation dieser Kampagne dar.
Teheran zieht Rückzug aus Atomwaffensperrvertrag in Betracht
Ebrahim Rezaei, der Vorsitzende des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik des iranischen Parlaments, hat auf X den Verbleib Irans im Atomwaffensperrvertrag (englisch: Non-Proliferation Treaty, NPT) in Frage gestellt. Rezaei zufolge habe das Abkommen seine Bedeutung verloren, da es dem Land keinen Nutzen mehr bringe.
Rezaei schrieb wörtlich:
"Der Atomwaffensperrvertrag hat nicht nur versagt, unser Land vor Angriffen durch Atommächte zu schützen, sondern unsere Nuklearanlagen wurden wiederholt angegriffen, und internationale Dokumente und Abkommen wurden völlig missachtet. Wir haben nicht die Absicht, eine Bombe zu bauen, und unsere Politik bleibt in dieser Hinsicht unverändert, aber wenn der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde sagt, dass der einzige Weg, das iranische Atomprogramm zu zerstören, eine Atombombe sei, ist das provokativ und gefährlich. Die Vereinigten Staaten sind aus 60 internationalen Organisationen und Übereinkommen ausgetreten, und wenn wir nun aus dem NPT austreten würden, würden wir wahrscheinlich auf Überraschung und Widerstand seitens des Westens stoßen! Es ist Zeit für einen Austritt."
Iran veröffentlicht Satellitenbilder von angeblich zerstörten US-Tankflugzeugen und Offizierstreffpunkt in Tel Aviv
Teheran versucht, seine Behauptungen über die erfolgte Zerstörung von US-Stützpunkten und Rüstungsgütern mit Fotos zu untermauern.
Auf ihrem Telegram-Kanal veröffentlichte die Nachrichtenagentur Tasnim nun Satellitenbilder, die zerstörte Tankflugzeuge auf einem US-amerikanischen Stützpunkt in Saudi-Arabien zeigen sollen.
Außerdem soll ein zerstörtes Gebäude in Tel Aviv zu erkennen sein, das als Treffpunkt für Offiziere der israelischen Armee gedient habe.
Iran erhebt vor UN-Menschenrechtsrat schwere Vorwürfe gegen die USA
Der UN-Menschenrechtsrat hat heute in Genf eine Sondersitzung zur Lage im Iran abgehalten. Im Mittelpunkt stand der Angriff auf eine Mädchenschule in der iranischen Stadt Minab, bei dem mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen sind, darunter 168 Schülerinnen.
Vor dem Gremium erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi, die USA hätten die Schule gezielt angegriffen. Für dieses Kriegsverbrechen gebe es keine Rechtfertigung.
Straße von Hormus: Iran will Schiffe mit Hilfsgütern passieren lassen
Irans UN-Botschafter in Genf hat laut Al Mayadeen erklärt, Teheran habe der Forderung der Vereinten Nationen entsprochen, Schiffen mit humanitären Hilfsgütern die Passage durch die Straße von Hormus zu gestatten.
Angriffe in der Nähe des AKW Buschehr: Russland warnt in UNO-Sicherheitsrat vor Freisetzung von Radioaktivität
Bei einer Sitzung hinter verschlossenen Türen hat Russland im UN-Sicherheitsrat auf Gefahren für die nukleare Sicherheit hingewiesen, die durch Angriffe in unmittelbarer Nähe des iranischen Kernkraftwerks "Buschehr" entstehen. Dies teilte die Ständige Vertretung der Russischen Föderation bei der UNO laut TASS mit. Die Beratungen waren auf Initiative Russlands anberaumt worden.
In der Erklärung, die über den Telegram-Kanal der russischen Vertretung bei den Vereinten Nationen verbreitet wurde, heißt es:
"Am 27. März fanden auf Initiative Russlands geschlossene Konsultationen des UN-Sicherheitsrats statt, die sich mit den humanitären Folgen der aktuellen Krise im Nahen Osten befassten, die durch die Aggression der USA und Israels gegenüber Iran ausgelöst wurde."
Die russische Seite habe in diesem Zusammenhang Daten über zahlreiche Opfer unter der iranischen Zivilbevölkerung, die Zerstörung ziviler Infrastruktur sowie Angriffe auf Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen vorgelegt.
Moskaus Vertreter bei der UNO gingen zudem auf die "Gefahren für die nukleare und physische Sicherheit" ein, die "durch die Angriffe in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerks Buschehr entstanden" sind. Überdies habe die russische Seite die Angriffe auf die zivile Infrastruktur in allen Ländern der Region verurteilt.
Iranische Revolutionsgarden raten Bewohnern der Region, sich von den Standorten der US-Streitkräfte fernzuhalten
Am Freitagnachmittag hat das Hauptquartier der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) eine Warnung an die Bevölkerung der Länder im Nahen und Mittleren Osten gerichtet. Den Zivilisten in den vom Krieg am Persischen Golf betroffenen Ländern wird darin geraten, alle Standorte des US-amerikanischen Militärs zu ihrer eigenen Sicherheit zu meiden.
Die Nachrichtenagentur Tasnim zitiert aus der neuen IRGC-Erklärung zum Stand der iranischen Vergeltungsoperationen. In der Mitteilung wendet sich Teheran an die – wie es heißt – "edlen Völker der Region Westasien". Die Revolutionsgarden formulieren weiter:
"Die feigen amerikanischen und zionistischen Streitkräfte, denen der Mut und die Fähigkeit fehlen, ihre Militärstützpunkte zu verteidigen, versuchen aus Angst vor dem Beschuss durch islamische Kämpfer, unschuldige Menschen als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen, indem sie zivile Einrichtungen als Deckung nutzen."
Ihre Warnung an die Bürger der Nachbarländer begründeten die Revolutionsgarden wie folgt:
"Da es unsere Pflicht ist, die terroristischen Kräfte der USA und das usurpatorische (zionistische) Regime zu vernichten, die rücksichtslos iranische Zivilisten töten und Personen ermorden, wo immer wir sie finden, empfehlen wir Ihnen, die Standorte der amerikanischen Streitkräfte unverzüglich zu verlassen, um zu vermeiden, dass Ihnen Schaden zugefügt wird."
Iranische Hackergruppe hackt das Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel
Eine iranische Hackergruppe hat erklärt, sie habe das Mail-Konto von FBI-Direktor Kash Patel gehackt. Zum Beweis stellte sie eine Reihe persönlicher Fotografien von diesem Konto online. Darunter vor allem Fotografien von einem Urlaubsaufenthalt, den er offensichtlich auf Kuba verbrachte…
"Während das FBI stolz unsere Webseite beschlagnahmte und sofort eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar auf die Köpfe der Mitglieder von Handala-Hack aussetzte, entschlossen wir uns, auf diese lächerliche Show auf eine Weise zu antworten, an die man sich für immer erinnern wird."
Wie die Reaktion innerhalb der US-Regierung auf die Fotos von Patels Kuba-Urlaub sein wird, dürfte spannend werden. Außenminister Marco Rubio ist bekanntermaßen ein rabiater Gegner der kubanischen Regierung.
Es wurden aber nicht nur private Fotos gehackt. "Alle persönlichen und vertraulichen Informationen von Kash Patel, darunter E-Mails, Gespräche, Dokumente und sogar vertrauliche Daten stehen jetzt zum Download bereit", teilte die Gruppe mit.
Sie widmeten diese Aktion den Seeleuten des iranischen Zerstörers Dena, der vor der Küste von Sri Lanka auf der Rückfahrt von einem indischen Marinemanöver (für das er völlig unbewaffnet sein musste) von einem US-U-Boot versenkt wurde. Über 80 iranische Seeleute kamen dabei ums Leben.
Golfstaaten: Filmverbot bis zur Todesstrafe
Schon wenige Tage nach dem US-israelischen Angriff wurden in den meisten der Golfmonarchien scharfe Verbote für Aufnahmen von iranischen Treffern verhängt. Inzwischen verschärft sich das Vorgehen gegen jene, die Bilder oder Videos im Internet veröffentlichen, immer weiter.
In Katar wurden über 300 Personen festgenommen, weil sie "unautorisierte Aufnahmen gefilmt, irreführende Informationen verbreitet und Inhalte geteilt haben, die öffentliche Besorgnis auslösen könnten." Die meisten der Festgenommenen wurden nach einigen Stunden wieder freigelassen.
In den Emiraten wurden mindestens 35 Personen festgenommen und sollen einem Schnellverfahren unterzogen werden. Ein guter Teil der Betroffenen stammt aus Bangladesch, Indien und Pakistan, gehört also zu den dortigen Arbeitsmigranten.
Bahrain behauptet, es habe keine Festnahmen nur wegen Filmens oder des Teilens von Videos gegeben. Die betroffenen über 80 Personen hätten "zur Gewalt aufgerufen oder vertrauliche Informationen mit einem feindseligen Akteur geteilt."
Oppositionsgruppen melden allerdings, einer der Festgenommenen, Mohammed Al-Mousawi, sei vermutlich nach Folter in der Haft verstorben.
Bei vier der Festgenommenen beantragt die Staatsanwaltschaft in Bahrain sogar die Todesstrafe. Sie hätten Angriffe gefilmt und "durch die Bewerbung und Glorifizierung iranischer Terrorakte Verrat begangen." Es ist unbekannt, um welche Inhalte es sich dabei handelte.
In Kuwait wurden drei Männer wegen eines satirischen Videos festgenommen, das sich über die Luftabwehr des Landes lustig machte.
Iran: Israel greift Schwerwasserreaktor in Arak an
Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Fars wurde heute der Schwerwasserreaktor Irans in Arak von Israel wie von den USA angegriffen. Es soll dank vorhergehender Sicherheitsmaßnahmen keine Verletzten gegeben haben.
Zuvor hatte die israelische Armee die Anwohner nordwestlich der Stadt Arak und des Industriegebiets Khir Abad, die in der Nähe des Reaktors liegen, auf X zur Evakuierung aufgefordert.
"Dringende Warnung an alle Personen, die sich im Nordwesten der Stadt Arak und im Industriegebiet Kheyrabad in der Region Arak aufhalten, wie auf der beigefügten Karte durch die rot markierte Zone gekennzeichnet. Die israelische Armee, die in den letzten Tagen im gesamten Iran Angriffe auf die militärische Infrastruktur des iranischen Regimes durchgeführt hat, wird in den nächsten Stunden auch in diesem Gebiet aktiv sein."
Im vergangenen Jahr war dieser Reaktor laut Angaben der Internationalen Atomenergieagentur noch im Bau befindlich. Er war bereits im vergangenen Sommer Ziel israelischer Luftangriffe. Diesmal meldete Fars:
"Der Schwerwasserkomplex Khondab wurde in zwei Stufen von der Aggression des amerikanischen und zionistischen Feindes getroffen."
Nahost: Immer mehr Flugverbindungen gestrichen
Eine ganze Reihe internationaler Fluglinien hat ihre Flüge zu den größeren Airports des Nahen Ostens weiter eingeschränkt oder ganz gestrichen.
So wird Air Canada bis zum 30. April nicht nach Dubai und bis zum 2. Mai nicht nach Tel Aviv fliegen. Air France strich Tel Aviv und Beirut bis 4. April und Dubai sowie Riad bis 31. März. KLM hat Flüge nach Tel Aviv, Riad, Dammam und Dubai bis zum 17. Mai gestrichen. Die US-Fluglinie Delta hat die Strecke New York-Tel Aviv bis zum 5. September stillgelegt. Atlanta-Tel Aviv wird auch erst zu diesem Datum wieder aufgenommen. Die Flüge von El Al sind bis zum 4. April ebenfalls weitgehend gestrichen. Emirates arbeitet mit ausgedünntem Flugplan. Die Lufthansa hat ihre Flüge Richtung Dubai und Tel Aviv bis zum 31. Mai, Flüge nach Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Muscat und Teheran sogar bis zum 24. Oktober ausgesetzt. Turkish Airlines hat die meisten Flüge bis Ende März gestrichen.
Einzig Qatar Airways will seinen Flugplan stückweise wieder aufnehmen.
Viele Israelis, die derzeit versuchen, das Land zu verlassen, weichen auf Schiffsverbindungen aus. Auch im Libanon dürfte der Wegfall der Flugverbindungen aus Beirut dazu führen, dass ein Teil der mittlerweile eine Million Binnenflüchtlinge im Libanon auf anderen Wegen versuchen wird, das Land zu verlassen.
Roter Halbmond: Über 92.000 zivile Gebäude in Iran beschädigt
Im gesamten Iran wurden durch die Luftangriffe Israels und der USA bisher über 92.000 zivile Gebäude beschädigt. Das meldete der iranische Rote Halbmond.
Dabei handele es sich um 71.356 Wohngebäude, 20.399 Geschäftshäuser, 290 Gesundheitseinrichtungen und 600 Schulen.
Außerdem seien 17 Zentren des Roten Halbmonds, 46 Krankenwagen und drei Rettungshubschrauber beschädigt worden.
UN-Menschenrechtsbeauftragter Volker Türk: USA sollen Untersuchungsergebnisse zu Minab vorlegen
Der UN-Menschenrechtsbeauftragte Volker Türk forderte von den USA, ihre Ermittlungen zu dem Raketenangriff auf die Mädchenschule in Minab so schnell wie möglich abzuschließen und die Ergebnisse zu veröffentlichen. Die Schule war bei Beginn des US-israelischen Angriffs auf Iran von zwei Tomahawk-Raketen getroffen worden; die zweite schlug erst ein, als bereits Retter vor Ort waren. Die meisten Opfer des Angriffs waren Grundschülerinnen. 168 Kinder und 14 Lehrer kamen ums Leben.
"Die Bilder des ausgebombten Klassenzimmers und der trauernden Eltern zeigen klar, wer den höchsten Preis für den Krieg zahlt: Zivilisten, die auf die Entscheidungen, die zum Konflikt führen, keinen Einfluss haben", erklärte Türk.
Es müsse Gerechtigkeit für diesen schrecklichen Schaden geben. Außerdem wandte sich Türk auch gegen diesen Krieg an sich:
"Auf den Einsatz von Gewalt zurückgreifen, während Verhandlungen laufen, ist ein strategischer Fehler, der verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung hat."
Nachdem die USA anfänglich bestritten hatten, mit dem Angriff auf Minab etwas zu tun gehabt zu haben – US-Präsident Donald Trump versuchte sogar, Iran zu beschuldigen, diese Tomahawk-Raketen, die auf einem Video klar zu erkennen sind, abgefeuert zu haben – hatte das Pentagon doch zugesichert, den Vorfall zu untersuchen.
Irans Außenminister wirft USA und Israel "klare Absicht zum Völkermord" vor
Im Rahmen einer Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrats verurteilte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Freitag den Angriff auf die Shajareh-Tayyebeh-Schule in Minab scharf als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Dabei warf er den USA und Israel vor, in einem "illegalen Krieg" gezielt die zivile Infrastruktur und über 600 Schulen in Iran angegriffen zu haben. Dies habe zum Tod oder zur Verwundung von über 1.000 Schülern und Lehrern geführt.
Araghtschi bezeichnete die Angriffe als "klare Absicht, Völkermord zu begehen", und forderte die internationale Gemeinschaft auf, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Mutmaßliche Mossad-Agenten in Iran verhaftet
Eine Terrorzelle wurde, so meldet Al Mayadeen, vom Geheimdienst der Revolutionsgarde ausgehoben. Die Gruppe sollte Anschläge im westlichen Iran verüben.
Das iranische Nachrichtendienstministerium erklärte, dass 46 mutmaßliche Agenten festgenommen worden sind, die mit zionistischen Netzwerken und damit verbundenen Terrorgruppen zu tun gehabt hätten. Dabei seien Waffen, aber auch Starlink-Geräte gefunden worden.
Schon vergangene Woche waren über 40 Personen festgenommen worden, die im Verdacht stehen, Daten über militärische Einrichtungen ins Ausland weitergeleitet zu haben. Aus demselben Grund wurden auch 10 Ausländer festgesetzt.
Seit den Unruhen im Januar, für deren Organisation sich der Mossad sogar in der israelischen Presse gerühmt hatte, wird noch einmal verstärkt nach Agenten des israelischen Geheimdienstes gesucht.
Iran: Vier Tote in Ost-Aserbaidschan, darunter zwei Kinder – weitere Opfer in Qom gemeldet
Bei einem Angriff auf ein Wohngebiet in der iranischen Stadt Yamchi in der Provinz Ost-Aserbaidschan sind nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr News Agency vier Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder.
Es handele sich um Mitglieder einer Familie, berichtete die Agentur.
Separat wurden in der Stadt Qom nach Angaben eines Sicherheitsberaters des Gouverneurs mindestens achtzehn Menschen getötet und zehn weitere verletzt. Zuvor war von sechs Todesopfern die Rede gewesen.
Die Angriffe sollen sich in der Nacht gegen drei Wohnhäuser gerichtet haben.
Während es aus den USA Signale für eine mögliche Verständigung mit Iran gibt, kündigte kürzlich Israels Verteidigungsminister eine Ausweitung der israelischen Angriffe in Iran an. Grund sei der andauernde Raketenbeschuss aus dem Land auf Israel, teilte Israel Katz nach Angaben seines Büros mit.
UNO warnt: Im Libanon droht humanitäre Katastrophe
Die UN-Flüchtlingsagentur UNHCR warnt vor einer sich zuspitzenden humanitären Krise im Libanon, die sich zu einer Katastrophe entwickeln könnte.
Knapp einen Monat nach Beginn des US-Israel-Krieges gegen Iran verschärft sich die Lage im Land deutlich. Seit der Ausweitung der Offensive zwischen Israel und der Hisbollah am 2. März seien mehr als eine Million Menschen – rund ein Fünftel der Bevölkerung – zur Flucht gezwungen worden, teilte das UNHCR mit.
Die Lage sei "extrem besorgniserregend", sagte die UNHCR-Vertreterin im Libanon, Karolina Lindholm Billing, und betonte, das Risiko einer humanitären Katastrophe sei real.
"Keine einfache Aufgabe": China fordert US-Iran-Gespräche wegen Hormus-Krise
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat zu Verhandlungen zwischen den USA und Iran im Zusammenhang mit der Krise in der Straße von Hormus aufgerufen.
Der Beginn von Friedensgesprächen im US-Israel-Krieg gegen Iran sei "keine einfache Aufgabe", sagte Wang. Verhandlungen könnten aber dazu beitragen, die "normale Schifffahrt durch die Straße von Hormus wiederherzustellen".
Diese Äußerungen machte Wang er in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar.
Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, eine Waffenruhe und ein Ende der Kampfhandlungen sowie die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen zu fördern. Ziel sei es, die Sicherheit nichtmilitärischer Ziele und wichtiger Wasserwege zu gewährleisten, teilte das chinesische Außenministerium mit.
China unterstütze zudem Pakistans Rolle als Vermittler in dem Konflikt, sagte Wang.
Vance im Fokus der Iran-Diplomatie – Israel führt nun Kampagne gegen ihn
US-Vizepräsident JD Vance bereitet sich auf die wohl wichtigste Aufgabe seiner Karriere vor: die Steuerung der US-Bemühungen, einen Krieg zu beenden, vor dessen Führung er von Anfang an gewarnt hatte.
Er hat bereits mehrfach mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu telefoniert, sich mit Verbündeten aus den Golfstaaten über den Krieg ausgetauscht und war an indirekten Kontakten mit Iran beteiligt. Im Falle von Friedensgesprächen wird erwartet, dass er der wichtigste US-Unterhändler sein wird. Das berichtete Axios am Freitag.
Laut US-amerikanischen und israelischen Quellen stand Vance den optimistischen Vorkriegseinschätzungen Israels skeptisch gegenüber und geht derzeit davon aus, dass der Krieg noch mehrere Wochen andauern wird.
Die Berater von JD Vance glauben, dass einige Kreise in Israel versuchen, den Vizepräsidenten zu diskreditieren – möglicherweise, weil sie ihn für nicht "interventionistisch" (eng. hawkish) genug halten.
US-Regierungsvertreter vermuten, dass ausländische Agenten das Gerücht verbreiten, der Iran wolle mit dem US-Vizepräsidenten verhandeln.
Vances Berater Andrew Surabian erklärte auf X, ein entsprechender CNN-Bericht sei ein Beweis für "eine koordinierte ausländische Propagandaaktion".
"Das ist eine israelische Aktion gegen JD", sagte ein anderer Regierungsvertreter gegenüber Axios und bezog sich dabei auf die Darstellung, die Iraner hielten JD Vance für geneigt, einen Deal abzuschließen und sich zurückzuziehen.
Beamte des Weißen Hauses äußerten die Vermutung, dass Teile der israelischen Regierung versuchen würden, den US-Vizepräsidenten JD Vance zu diskreditieren, nachdem es am Montag zu einem schwierigen Telefonat zwischen dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und Vance gekommen war.
In dem Gespräch habe Vance laut einer israelischen und einer US-amerikanischen Quelle darauf hingewiesen, dass sich mehrere von Netanjahus Prognosen über den Kriegsverlauf als deutlich zu optimistisch erwiesen hätten – insbesondere die Erwartung eines Volksaufstands, der Islamische Republik stürzen könnte.
"Vor dem Krieg hat Bibi dem Präsidenten die Lage als sehr einfach verkauft, und einen Regimewechsel als viel wahrscheinlicher dargestellt, als er tatsächlich war. Und der Vizepräsident hatte einen sehr nüchternen Blick auf einige dieser Aussagen", sagte die US-Quelle gegenüber AXIOS.
USA verschießen Hunderte Tomahawk-Raketen – Sorge um Vorräte im Pentagon
Laut einem Bericht der Washington Post hat das US-Militär in den vier Wochen des Krieges gegen Iran über 850 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert. Damit wurden diese Präzisionswaffen in einem Tempo verbraucht, das einige Vertreter des Pentagons alarmiert und zu internen Diskussionen darüber geführt hat, wie der Vorrat aufgestockt werden könnte. Das berichtet die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Das US-Verteidigungsministerium und das Weiße Haus reagierten nicht sofort auf Anfragen von Reuters nach einer Stellungnahme.
Märkte setzen Talfahrt fort – Trumps Kalkül geht nicht auf
Diesmal geht Trumps Kalkül nicht auf: Trotz Verlängerung des Ultimatums fallen die Kurse. Die globalen Aktienmärkte haben ihre Verluste ausgeweitet, nachdem US-Präsident Donald Trump mit der Verlängerung eines Ultimatums an Iran die Märkte nicht beruhigen konnte. Trotz der Fristverlängerung zur Wiederöffnung der Straße von Hormus bis zum 6. April bleiben die Ölpreise hoch, während Staatsanleihen unter Druck geraten.
Der Aufschub erfolgte kurz nach dem stärksten Tagesverlust an der Wall Street seit Beginn des Krieges. Trump hatte angekündigt, dass Iran nach Ablauf der Frist mit Angriffen auf seine Energieinfrastruktur rechnen müsse.
An den Märkten überwiegt die Skepsis bezüglich einer baldigen Einigung: Die Ölpreise zogen am Freitag erneut an, während Anleihen nachgaben.
Der europäische Index STOXX 600 fiel um 1,4 Prozent, nachdem er bereits am Vortag 1,1 Prozent verloren hatte. Der deutsche DAX gab um 1,7 Prozent nach. Auch in Asien setzte sich die Kursschwäche fort: Der MSCI-Index für asiatische Aktien (ohne Japan) verlor über Nacht 0,7 Prozent.
Pakistans Außenminister spricht mit Peking über Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg
Der stellvertretende Premierminister und Außenminister Pakistans, Ishaq Dar, hat sich mit dem chinesischen Außenminister Wang Yi über die laufenden Bemühungen zur Vermittlung zwischen den USA und Iran ausgetauscht.
Pakistan bemüht sich derzeit darum, Gespräche zwischen Washington und Teheran zu erleichtern, und übermittelte in dieser Woche einen 15-Punkte-Vorschlag der USA an Iran, der Bedingungen für eine Waffenruhe enthält. Die Islamische Republik wies diese Forderungen jedoch als "maximalistisch" zurück und legte eigene Vorschläge vor.
US-Präsident Donald Trump hat derweil angekündigt, Pläne für Angriffe auf iranische Energieanlagen um zehn Tage – bis zum 6. April – zu verschieben, um den diplomatischen Bemühungen mehr Zeit zu geben.
Dar erklärte auf X, man habe die Notwendigkeit bekräftigt, Frieden und Stabilität im Nahen Osten und der umliegenden Region wiederherzustellen. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, alle Bemühungen zu unterstützen, die auf ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen, die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen, den Schutz von Zivilisten, die Sicherheit der Schifffahrtswege sowie die Einhaltung der UN-Charta abzielen. China habe Pakistans Rolle bei diesen Bemühungen ausdrücklich gewürdigt.
Setzen die USA Minen ein, um Bewegung der Raketenwerfer in Iran zu stoppen?
Im Internet zirkulieren Berichte, denen zufolge die USA im Iran-Krieg Anti-Panzer-Minen des Typs BLU-91/B (Gator-System) aus der Luft abgeworfen hätten, um die Beweglichkeit iranischer mobiler Raketenwerfer einzuschränken.
Diese Minen würden laut Analysen nicht primär Raketen direkt zerstören, sondern:
- Zufahrten, Routen und Manövrierflächen blockieren;
- mobile Abschussfahrzeuge daran hindern, schnell zwischen Verstecken und Startpositionen zu wechseln;
- sogenannte "Kill Zones" um bekannte Raketenregionen schaffen.
Besonders diskutiert wird ein möglicher Einsatz in der Nähe von unterirdischen oder bergigen iranischen Raketenanlagen, wo mobile Raketenwerfer normalerweise aus- und einfahren.
Bilder, die am Donnerstag in den sozialen Medien veröffentlicht wurden, zeigen nach Einschätzung von Experten US-Landminen, die über ein Wohngebiet im Süden Irans verstreut wurden. Diese Minen sind eine Gefahr für die Zivilisten, die in der Umgebung leben.
Die Fotos zeigen US-Panzerabwehrminen des Typs BLU-91/B. Vier von der The Washington Post beauftragte Munitionsexperten kamen nach Prüfung des Bildmaterials zu dem Schluss, dass die Minen im Rahmen des Gator-Systems aus einem Flugzeug freigesetzt wurden. Die USA sind die einzige Kriegspartei im Iran-Krieg, von der bekannt ist, dass sie über dieses System verfügt.
Explosionen erschüttern Hafen von Shuwaikh nach Drohnenangriffe
Nach einem Drohnenangriff im Morgengrauen haben Explosionen den Hafen von Shuwaikh in Kuwait erschüttert. Über den Vorfall hatten wir bereits berichtet. Nun sind Videos aufgetaucht, die zeigen sollen, wie Drohnen ihre Ziele treffen.
Der für Kuwait zentrale maritime Knotenpunkt wurde Ziel eines offenbar koordinierten Angriffs. Demnach sollen auch Marschflugkörper eingesetzt worden sein.
Getroffen wurden dabei Containerterminals sowie logistische Infrastruktur.
UK wirft Iran vor, Weltwirtschaft "als Geisel zu nehmen"
Bei einem Treffen der Außenminister der G7-Staaten in Frankreich – darunter US-Außenminister Marco Rubio und die britische Außenministerin Yvette Cooper – stehen die Beratungen vor allem im Zeichen des Krieges gegen Iran.
Cooper forderte eine "schnelle Lösung" des Konflikts und machte Iran für die Spannungen verantwortlich. Durch die Einschränkungen in der Straße von Hormus halte das Land die "globale Wirtschaft als Geisel".
"Wir sind sehr klar der Meinung, dass wir eine rasche Lösung dieses Konflikts sehen müssen, die die regionale Stabilität wiederherstellt", sagte Cooper.
Mit Blick auf die Störungen in dem Seegebiet fügte sie hinzu:
"Ehrlich gesagt darf Iran nicht die Weltwirtschaft als Geisel halten, nur weil es um internationale Schifffahrtsrouten und die Freiheit der Navigation geht."
Israels Generalstabschef warnt vor Überlastung der Streitkräfte
Der israelische Generalstabschef Eyal Zamir hat davor gewarnt, dass die Streitkräfte aufgrund der steigenden Zahl von Einsätzen an mehreren Fronten und eines zunehmenden Personalmangels "in sich zusammenbrechen" könnten.
Er forderte daher neue Wehrpflichtgesetze, um den wachsenden Bedarf an Soldaten zu decken.
Militärische Quellen äußerten "große Besorgnis" über den Personalmangel, insbesondere angesichts des anhaltenden Iran-Krieges. Selbst in Friedenszeiten seien zusätzliche Truppen für mehrere Fronten erforderlich, darunter Gaza, Libanon, Syrien und das Westjordanland.
Beamte warnten, dass es ohne zusätzliche Soldaten "Gebiete mit erheblichen Lücken" in der operativen Abdeckung geben werde.
Der Mangel wird teilweise auf das Fehlen von Gesetzen zurückgeführt, die die Wehrpflicht auf die ultraorthodoxe (haredische) Bevölkerung deutlich ausweiten würden.
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu plant Berichten zufolge eine Verlängerung der verpflichtenden Militärdienstzeit, um den wachsenden Personalmangel in den Streitkräften zu bewältigen.
IRGC bekräftigt erneut Schließung der Straße von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarde (IRGC) hat erklärt, Schiffsverkehr "zu und von Häfen von Verbündeten und Unterstützern der israelisch-amerikanischen Feinde" über jegliche Routen oder zu beliebigen Zielen zu untersagen.
In einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Mitteilung erklärte die IRGC zudem, die Straße von Hormus sei geschlossen; jeder Transit durch die Wasserstraße werde mit "harten Maßnahmen" beantwortet.
Außerdem erklärte die Revolutionsgarde, heute seien nach Warnungen der IRGC-Seestreitkräfte drei Containerschiffe unterschiedlicher Nationalitäten am Einlaufen in die Straße von Hormus gehindert worden.
Vermittler widersprechen Trump: Iran beantragt keine Angriffspause auf Energieziele
Iran hat nach Angaben von Vermittlern keine Unterbrechung der Angriffe auf seine Energieinfrastruktur gefordert und damit eine Darstellung von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach Teheran eine zehntägige Aussetzung der Angriffe erbeten habe.
Während die US-Regierung eine entsprechende Pause als Teil laufender Gespräche darstellt, betonen Vermittler gegenüber dem Wall Street Journal, dass Iran bislang keinen formellen Antrag auf eine Waffenruhe oder einen Stopp der Angriffe gestellt habe.
IRGC fordert Zivilisten zur Evakuierung von US-Militärstandorten in der Region auf
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben Zivilisten in der Region dazu aufgerufen, Gebiete zu verlassen, in denen US-Streitkräfte stationiert sind. Man sehe sich "verpflichtet", US-Truppen "überall dort anzugreifen, wo wir sie finden", hieß es.
"Wir empfehlen dringend, die Gebiete, in denen US-Streitkräfte stationiert sind, umgehend zu verlassen, damit Sie nicht zu Schaden kommen", erklärte das Pressebüro der IRGC laut der Nachrichtenagentur Tasnim.
Israel meldet Angriff auf iranische Raketen- und Seeminenfabrik in Yazd – Iran feuert dennoch weiter aus der Region
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben Luftangriffe auf eine zentrale Produktionsanlage für Raketen und Seeminen in der iranischen Stadt Yazd durchgeführt.
Nach Darstellung der Armee spielt die Anlage eine Schlüsselrolle bei der "Planung, Entwicklung, Montage und Lagerung fortschrittlicher Raketen", die von Marschflugkörper-Plattformen, U-Booten und Hubschraubern gestartet werden können.
Berichten zufolge hat Iran am gestrigen Abend erneut Raketen aus Basen in der Region Yazd abgefeuert, obwohl diese zuvor mehrfach von der IDF (Israel Defense Forces) getroffen worden waren.
Die Entwicklung wirft Fragen auf: Handelt es sich um eine schnelle Wiederherstellung der Infrastruktur – oder zeigen die US- und israelischen Angriffe nur begrenzte Wirkung gegen tief unterirdisch angelegte und verteilte Raketensysteme?
Kuwaits Hafen unter Beschuss durch Drohnen und Marschflugkörper
Kuwaitische Behörden melden einen weiteren Angriff auf die Infrastruktur des Landes. Ziel war diesmal der Hafen Mubarak Al Kabeer auf der Insel Bubiyan.
Nach Angaben des kuwaitischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten wurde die Hafenanlage von "feindlichen Drohnen und Marschflugkörpern" angegriffen. Es sei zu Sachschäden gekommen, Verletzte habe es jedoch nicht gegeben.
Bereits am frühen Morgen war laut Behörden der Hafen Shuwaikh in Kuwait Ziel eines separaten Angriffs geworden. Auch dort entstand Sachschaden.
Pentagon erwägt Entsendung von bis zu 10.000 weiteren Soldaten
Das Pentagon prüft Medienberichten zufolge, bis zu 10.000 zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten zu verlegen. Dies könnte US-Präsident Donald Trump mehr Spielraum in Gesprächen mit Teheran verschaffen, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise.
Das Portal Axios meldete unter Berufung auf einen hochrangigen Verteidigungsbeamten, dass eine Entscheidung in der kommenden Woche erwartet werde. Die Truppen sollen aus anderen Einheiten stammen als jene, die bereits in die Region entsandt wurden.
Finnlands Präsident warnt: Nahostkrieg könnte schlimmere Rezession als Corona auslösen
Der finnische Präsident Alexander Stubb hat gewarnt, dass der Israel-USA-Krieg gegen Iran eine "selbstverschuldete globale Rezession" auslösen könnte – mit möglicherweise schwerwiegenderen Folgen als die Coronavirus-Pandemie.
Im Gespräch mit Politico kritisierte Stubb den "America First"-Ansatz von Donald Trump und argumentierte, dieser reduziere Diplomatie auf kurzfristige Deals.
"Diplomatie ist selten eine Transaktion", sagte er. "Interessen können zwar transaktional sein, aber selbst dann sollte man gemeinsame Interessen finden."
Zugleich deutete er die Zurückhaltung Europas an, Washington in den Konflikt zu folgen. "Das mag etwas hart klingen, aber Iran ist nicht mein Krieg", sagte Stubb. "Die Ukraine ist mein Krieg."
VAE fordern internationale Seestreitkräfte für Straße von Hormus
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Verbündeten mitgeteilt, dass sie sich an einer multinationalen maritimen Einsatzgruppe beteiligen würden, die die Straße von Hormus wieder öffnen soll. Gleichzeitig werben sie für die Bildung einer Koalition, um sicherzustellen, dass die Schifffahrt diese wichtige Wasserstraße im Golf passieren kann.
Den USA und anderen westlichen Staaten sagten die VAE laut Informationen der Financial Times zu, sich zu beteiligen. Zwei Beamte erklärten, dass Abu Dhabi eigene Marineeinheiten entsenden werde.
Dieser Schritt spiegelt eine härtere Haltung gegenüber Iran wider, während das Land die Hauptlast von Teherans Vergeltungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Krieg der USA und Israels trägt.
"Der Fokus liegt darauf, eine möglichst breite internationale Truppe aufzustellen", hieß es in der FT. "Es geht nicht darum, gegen Iran in den Krieg zu ziehen. Iran hat der Weltwirtschaft den Krieg erklärt, und darauf müssen die Staaten reagieren", so nicht namentlich genannte Beamte aus den VAE.
Die VAE arbeiten zudem gemeinsam mit Bahrain an einer Resolution im UN-Sicherheitsrat, die einer möglichen Einsatztruppe ein Mandat geben soll. Allerdings könnten Russland und China diesen Vorstoß ablehnen, so die Quelle.
Thailändisches Frachtschiff läuft nach Angriff durch Iran auf Grund
Ein unter thailändischer Flagge fahrendes Frachtschiff, das in der Straße von Hormus von Iran angegriffen wurde und anschließend von seiner Besatzung verlassen wurde, ist auf Grund gelaufen, berichten iranische Medien.
Die "Mayuree Naree" wurde am 11. März angegriffen. Drei ihrer Seeleute gelten weiterhin als vermisst und wurden bislang nicht gefunden.
Die halboffiziellen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars, denen eine Nähe zu Irans Revolutionsgarde nachgesagt wird, berichteten, dass das Frachtschiff nahe dem Dorf Ramchah auf der Insel Qeshm auf Grund gelaufen sei.
Russland liefert Iran keine Geheimdienstinformationen
Der Kreml hat den Vorwurf zurückgewiesen, Russland habe Iran Geheimdienstinformationen zur Bekämpfung von US-Militärobjekten im Nahen Osten geliefert. "Wir haben Iran bestimmte Arten militärischer Güter geliefert, aber dem Vorwurf, dass wir Iran mit Aufklärungsdaten helfen, können wir nicht zustimmen", sagte Russlands Außenminister Sergei Lawrow in einem Interview mit dem Sender France Télévisions.
Dass Iran auch Ziele in den arabischen Ländern der Region angreife, sei eine Folge des völkerrechtswidrigen Angriffs der USA und Israels, unterstrich Lawrow.
26.03.2026 21:47 Uhr
Trump verlängert Ultimatum um zehn Tage bis 6. April
US-Präsident Donald Trump hat in seinem Netzwerk Truth Social mitgeteilt, dass er das an Iran gerichtete Ultimatum, mit dem er die Zerstörung iranischer Energieproduktionsanlagen androht, bis zum 6. April verlängert habe.
Trump behauptet dabei, die Verlängerung sei auf Bitten der iranischen Regierung erfolgt. Verhandlungen würden "entgegen fehlerhafter entgegengesetzter Behauptungen durch Fake Medien und andere [Medien]" "sehr gut" laufen, so der US-Präsident.
Grossi warnt vor nuklearem Zwischenfall bei weiteren Angriffen auf AKW Buschehr
Angriffe in der Nähe des iranischen Kernkraftwerks "Buschehr" könnten einen Strahlenunfall auslösen, erklärte die IAEO.
"Vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts äußert IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi erneut tiefe Besorgnis über die jüngsten Militärschläge, die Berichten zufolge in der Nähe des iranischen Kernkraftwerks in Buschehr stattgefunden haben", heißt es in einer Pressemitteilung der Organisation vom Donnerstag.
Der Leiter der Behörde warnte, dass eine Beschädigung der Anlage zu einem schweren Strahlenunfall führen könnte, der weite Teile Irans und darüber hinaus betreffen würde. Er rief zu größtmöglicher Zurückhaltung auf, um dies zu vermeiden.
Am Dienstagabend meldete die Atomenergieorganisation Irans (AEOI) einen erneuten Einschlag eines Geschosses auf dem Gelände des Kernkraftwerks Buschehr. Nach Angaben der Behörden wurde das Kraftwerk nicht beschädigt, es gab keine Verletzten unter den Mitarbeitern, und der Betrieb läuft normal weiter. Zuvor hatte die AEOI bereits über einen Einschlag am 17. März berichtet, bei dem es ebenfalls keine Opfer und keinen Sachschaden gab.
Das AKW Buschehr ist das einzige in Betrieb befindliche Kernkraftwerk in Iran. Der erste Reaktorblock, der unter Beteiligung russischer Fachleute fertiggestellt wurde, wurde im September 2011 an das nationale Stromnetz angeschlossen. Der Bau der zweiten Ausbaustufe des Kraftwerks, die zwei Reaktorblöcke umfassen soll, wurde aufgrund der Kampfhandlungen ausgesetzt.
Trump erwägt weitere Verschiebung der Frist seines Ultimatums
US-Präsident Donald Trump schließt eine weitere Verschiebung der Frist, die er Teheran bei seinem Ultimatum gesetzt hatte, nicht aus. Der Sondergesandte Steve Witkoff, Vizepräsident JD Vance und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner würden ihn über den Fortgang der Verhandlungen unterrichten, sagte Trump am Donnerstag in Washington. Davon hänge ab, ob es bei dem Ultimatum bleibe.
Trump hatte gedroht, iranische Kraftwerke zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht vollständig für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich wäre die dafür gesetzte Frist in der Nacht zum Dienstag deutscher Zeit ausgelaufen. Am Montag hatte er dann angekündigt, wegen "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten.
Außenminister Kasachstans drängt auf Ende des Krieges
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi führte am Donnerstag ein Telefongespräch mit seinem kasachischen Amtskollegen Jermek Koscherbajew, in dem sie über den Iran-Krieg sprachen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim am Abend.
Koscherbajew äußerte sich besorgt über die aktuelle Lage, drängte auf ein Ende des Krieges und erklärte, sein Land sei bereit, einen Beitrag zur Wiederherstellung von Stabilität und Sicherheit in der Region zu leisten.
Araghtschi erklärte seinerseits:
"Die Aktion des zionistischen [israelischen] Regimes und der Vereinigten Staaten, den Hafen von Anzali anzugreifen, hat die Sicherheit und Stabilität am Kaspischen Meer ernsthaft gefährdet, und es ist notwendig, dass die Anrainerstaaten eine einheitliche und entschlossene Reaktion auf diese kriminelle und destabilisierende Tat zeigen."
AKW Buschehr erneut unter Beschuss – Moskau warnt vor nuklearer Katastrophe
Obwohl Donald Trump angeordnet hatte, die Angriffe auf iranische Energie-Infrastruktur für fünf Tage auszusetzen, geriet das iranische Kernkraftwerk Buschehr am Dienstag erneut unter Beschuss. Das russische Außenministerium verurteilte den Luftangriff und forderte die USA und Israel auf, ihre Angriffe auf die iranischen Atomanlagen einzustellen. Solche Attacken könnten eine nukleare Katastrophe auslösen.
Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 26. März 2026.
Trump bleibt dabei: Iran will verhandeln – Israel meldet Tötung von Marine-Kommandeur
US-Präsident Donald Trump beharrt weiterhin darauf, dass Iran händeringend nach Verhandlungen mit den USA suche. Teheran dementiert das jedoch und spricht lediglich von einem Botschaftsaustausch über befreundete Länder. Währenddessen meldete Israel die Tötung des iranischen Marine-Kommandeurs Alireza Tangsiri bei einem Luftschlag in Bandar Abbas.
Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 26. März 2026]
Medien: Über eine Million Iraner wurden für den Fall einer US-Bodenoffensive mobilisiert
Über eine Million iranische Bürger wurden für den Fall einer möglichen Bodenoperation der US-Streitkräfte mobilisiert, berichtet die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf eine Quelle.
Zuvor hatte der Journalist Alex Ward vom Wall Street Journal unter Berufung auf mehrere US-Kongressabgeordnete behauptet, dass eine Bodenoperation der US-Streitkräfte gegen Iran bereits geplant sei und in Kürze beginnen könnte.
Peseschkian dankt Russland für Unterstützung Irans
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich auf Russisch bei der Regierung und dem russischen Volk für die Unterstützung Irans bedankt.
"Die Botschaften von Präsident Putin und die Unterstützung des russischen Volkes geben uns in diesem Krieg Kraft. [...] Im Namen des iranischen Volkes danke ich der Regierung und dem russischen Volk", schrieb er im sozialen Netzwerk X.
Selenskij trifft zu "wichtigen Treffen" in Saudi-Arabien ein
Der ukrainische De-facto-Machthaber Wladimir Selenskij ist am Donnerstag in Saudi-Arabien eingetroffen. Er kündigte an, dass er "wichtige Treffen" abhalten werde, um die Beziehungen zu anderen Ländern während des Krieges der USA und Israels gegen Iran zu stärken.
"In Saudi-Arabien angekommen. Wichtige Treffen stehen auf dem Programm. Wir schätzen die Unterstützung und unterstützen diejenigen, die bereit sind, mit uns zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit zu gewährleisten", schrieb Selenskij auf X.
Selenskij wird von Rustem Umerow, dem Leiter des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine, begleitet.
Kiew biete Ländern in der Region, die "unter iranischen Angriffen leiden", sein Know-how im Bereich Luftabwehr und Drohnentechnologie an. Im Gegenzug erhofft sich Kiew Unterstützung in seinem Krieg gegen Russland, so Selenskij.
Mehr als 1.110 Tote in Libanon seit Beginn israelischer Angriffe
Bei israelischen Angriffen auf den Libanon sind seit dem Beginn des Krieges mehr als 1.100 Menschen ums Leben gekommen und über 3.200 verletzt worden. Etwa 136.000 Personen wurden gewaltsam vertrieben.
Die Abteilung für Katastrophenrisikomanagement berichtete, dass die Gesamtzahl der Vertriebenen in Notunterkünften 136.262 und die Gesamtzahl der vertriebenen Familien 34.973 erreicht habe.
Die libanesische Nachrichtenagentur zitierte die Stelle mit den Worten: "Die Zahl der Märtyrer stieg auf 1.116 und die Zahl der Verwundeten auf 3.229."
Kaja Kallas beschuldigt Russland, Iran zu unterstützen
EU-"Chefdiplomatin" Kaja Kallas hat Russland vorgeworfen, Iran bei Angriffen auf US-Ziele zu unterstützen. Während des Außenministertreffens der G7-Länder bei Paris am Donnerstag sagte sie:
"Wir sehen, dass Russland dem Iran mit Geheimdienstinformationen hilft, um Amerikaner ins Visier zu nehmen und zu töten."
Zudem liefere Russland Drohnen an Iran.
Die Kriege im Nahen Osten und der Ukraine hingen "sehr eng miteinander zusammen", sagte Kallas und forderte, die USA sollten Druck auf Russland ausüben, damit es Iran nicht helfen könne.
US-Militär: Kommandeur der iranischen Marine bei israelischem Angriff getötet
Die Vereinigten Staaten haben den Tod eines hochrangigen iranischen Militärs nach einem israelischen Luftangriff bestätigt. Das US-Zentralkommando teilte in einem Beitrag auf X mit, dass Admiral Alireza Tangsiri, Kommandeur der Marine des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC), getötet wurde.
Die Bestätigung durch das US-Militär ist die erste offizielle Anerkennung von Tangsiris Tod durch Washington. Von Seiten Teherans gab es bislang keine Information dazu.
Deutschland fordert NATO und USA auf, eine "gemeinsame Position" zum Iran zu entwickeln
Der deutsche Außenminister hat die NATO-Verbündeten aufgefordert, sich im Krieg Israels und der USA gegen Iran mit den Vereinigten Staaten abzustimmen, und dabei die Notwendigkeit einer raschen Beendigung des Konflikts betont.
"Natürlich ist es jetzt wichtig, gemeinsam mit unseren engsten Verbündeten innerhalb der NATO, insbesondere mit den Vereinigten Staaten, eine gemeinsame Position zu entwickeln", sagte Johann Wadephul im Vorfeld eines Treffens der Gruppe der Sieben (G7) in Frankreich.
Deutschland, Frankreich und Großbritannien verträten eine einheitliche Haltung, sagte er und fügte hinzu, dass Gespräche mit US-Außenminister Marco Rubio von entscheidender Bedeutung sein würden. Wadephul forderte zudem die Wiederöffnung der Straße von Hormus und warnte, Iran dürfe andere Länder nicht bedrohen.
Huthi im Jemen: Sind bereit, uns bei Bedarf dem Iran im Krieg anzuschließen
Die Huthi-Bewegung im Jemen sei bereit, sich den Kämpfen gegen die USA und Israel anzuschließen, falls die militärischen Fähigkeiten der Miliz benötigt würden, heißt es in einem Medienbericht.
"Wir stehen mit allen Optionen vollständig militärisch bereit", sagte ein Huthi-Anführer, der aufgrund der Sensibilität des Themas anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur Reuters.
"Was weitere Details zur Festlegung der Stunde Null betrifft, so liegen diese bei der Führung. Wir beobachten die Entwicklungen und verfolgen sie weiter und werden wissen, wann der geeignete Zeitpunkt zum Handeln ist", fügte er hinzu.
Wenn die Huthi eine neue Front in dem Konflikt eröffnen, wäre ein offensichtliches Ziel die Straße von Bab al-Mandab vor der Küste des Jemen – ein wichtiger Engpass für die Schifffahrt und eine schmale Passage, die den Seeverkehr in Richtung Suezkanal kontrolliert, nachdem Iran die kritische Straße von Hormus faktisch blockiert hat.
"Bis jetzt läuft es gut für Iran, er besiegt den Feind jeden Tag und die Lage entwickelt sich in seine Richtung. Falls etwas anderes passiert, können wir das neu bewerten."
Iranischer Experte: Warum der Iran-Krieg eskalieren wird
Ein Nahostexperte aus Teheran sieht mehrere Anzeichen dafür, dass der Krieg zwischen Iran und den USA trotz der jüngsten Verhandlungsangebote weiter eskalieren könnte – und er nennt dafür zehn Gründe.
1. Widersprüchliche Signale und die mangelnde Verhandlungsbereitschaft beider Seiten.
2. Verstärkte militärische Aktivitäten der USA nahe Iran, insbesondere in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien.
3. Warnungen mehrerer Golfstaaten, darunter Bahrain, an ihre Bürger vor einem möglichen Ausnahmezustand.
4. Iranische und israelische Angriffe in der Nähe der Atomanlagen Dimona bzw. Buschehr.
5. Die VAE haben Trump ausdrücklich aufgefordert, den Krieg gegen Iran fortzusetzen und sich offener an diesem Krieg zu beteiligen, an dem auch einige arabische Akteure, darunter Saudi-Arabien und Bahrain, beteiligt sind.
6. Massive Luftangriffe auf die iranische Küste und die Grenzlinien.
7. Reduzierung der Anzahl iranischer Angriffe auf arabische Länder, um sich auf die Vorbereitung eines größeren Krieges konzentrieren zu können.
8. Erhöhung der operativen Mobilität von Widerstandsgruppen (pro-iranischen Milizen).
9. Umfangreiche und bedeutende militärische sowie zivile Vorbereitungen Irans.
10. Die neuen Aktionen und Bemühungen des Feindes, hochrangige iranische Militärangehörige, insbesondere der Marine, zu ermorden.
Ölpreise steigen um fünf Prozent wegen Berichten über Verhandlungen
Die Ölpreise sind um rund fünf Prozent gestiegen, nachdem Berichte über indirekte Gespräche zwischen den USA und Iran aufgekommen sind.
Der Preis für die internationale Referenzsorte Brent (Nordsee) legte um 5,2 Prozent auf 107,54 US-Dollar pro Barrel zu.
Auch der Preis für die wichtigste US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 4,9 Prozent auf 94,71 US-Dollar.
Iran bereitet "starke Antwort" gegen Vereinigte Arabische Emirate vor
Iran bereitet laut einem hochrangigen iranischen Geheimdienstvertreter eine "starke Antwort" gegen die Vereinigten Arabischen Emirate vor, wegen deren "aktiver Rolle" im laufenden US-israelischen Krieg gegen Iran. Das berichtete das Medium The Cradle am Donnerstag.
"Die VAE haben sowohl zu Beginn des Krieges gegen Iran als auch in dessen Verlauf eine aktive Rolle gespielt", sagte die Quelle.
"Auf Führungsebene wurde entschieden, die wochenlange Zurückhaltung gegenüber diesem Land zu beenden. Neben US-Militärkasernen und -stützpunkten in den VAE, die im Rahmen iranischer Verteidigungsangriffe ins Visier genommen wurden, haben die Emirate den USA auch eigene Luftwaffenstützpunkte zur Verfügung gestellt, um Angriffe auf Iran zu ermöglichen", so der iranische Geheimdienstvertreter unter Berufung auf Sicherheitsberichte weiter.
"Die VAE werden als Brückenkopf Israels in der Region betrachtet", fügte die Quelle hinzu und erklärte, Abu Dhabi habe "Täuschungsoperationen gegen Oman und andere Länder durchgeführt" – vermutlich eine Anspielung auf sogenannte False-Flag-Operationen gegen Öllager in Oman, die Iran zugeschrieben wurden.
"Ein weiterer Aspekt der Zusammenarbeit zwischen den VAE und den Gegnern Irans ist die Nutzung von KI-Infrastruktur in den Emiraten zur Verbesserung von Zielerfassungsdatenbanken. Die VAE haben den Vereinigten Staaten und Israel Daten zu iranischen Personen und Zielen geliefert und sich damit in die Rolle eines Aggressors begeben."
The Cradle berichtete, dass "Angriffe auf iranische Schiffe und private Boote sowie auf einige Küstengebiete Irans, die von den VAE aus gestartet wurden, auf eine bevorstehende starke iranische Reaktion hindeuten".
Indien ruft Bürger auf, von "Hamsterkäufen" bei Treibstoff abzusehen
Die indische Regierung erklärte, dass trotz Engpässen infolge des US-israelischen Krieges gegen Iran ausreichend Treibstoffvorräte vorhanden seien. Dennoch bildeten sich lange Schlangen an den Tankstellen.
Da Iran die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus einschränkt und die Ölpreise stark steigen, betonte die Regierung, sie verfüge über "ausreichend Rohölreserven" sowie "genügend Benzin- und Dieselvorräte".
"Glauben Sie keinen Gerüchten", sagte die ranghohe Vertreterin des indischen Erdölministeriums, Sujata Sharma, gegenüber Reportern. "Beteiligen Sie sich nicht an Panikkäufen."
In mehreren Teilen des Landes taten Bürger jedoch genau das. Der Angestellte eines privaten Unternehmens, Ashish Singh, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe fast eine Stunde lang für Treibstoff anstehen müssen.
Pakistan bestätigt indirekte US-Iran-Gespräche – erstes offizielles Statement
Pakistans Außenminister Ishaq Dar bestätigt, dass indirekte Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran geführt werden, um den Krieg zu beenden, wobei Islamabad als Vermittler fungiert.
Dar, der auch stellvertretender Premierminister ist, bezeichnet Spekulationen über "Friedensgespräche" als "unnötig" und erklärt:
"Tatsächlich finden indirekte US-Iran-Gespräche statt, bei denen Botschaften über Pakistan übermittelt werden."
"In diesem Zusammenhang haben die Vereinigten Staaten 15 Punkte vorgelegt, die derzeit von Iran geprüft werden. Bruderländer wie Türkiye und Ägypten unterstützen diese Initiative ebenfalls", schreibt er auf X und verwendet dabei die offizielle Bezeichnung der Türkei.
Pakistan gilt aufgrund seiner langjährigen Beziehungen sowohl zum Nachbarstaat Iran als auch zu den USA und wegen seines regionalen Netzwerks als möglicher Vermittler.
Premierminister Shehbaz Sharif und Ishaq Dar stehen zudem in regelmäßigem Kontakt mit hochrangigen iranischen Regierungsvertretern sowie mit regionalen Verbündeten im Golf, insbesondere Saudi-Arabien.
Wie es heißt, sei der mächtige Chef der pakistanischen Armee, Feldmarschall Asim Munir, ebenfalls an den diplomatischen Bemühungen beteiligt gewesen. Nach Angaben von Offiziellen habe er am vergangenen Sonntag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert.
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat unterdessen jegliche "Verhandlungen" mit der Regierung in Washington zurückgewiesen. Er räumte jedoch ein, dass über "befreundete Länder" Botschaften ausgetauscht werden.
Trump wiederholt Drohungen gegen NATO-Staaten wegen Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump hat seine Drohungen gegenüber NATO-Staaten, die Washington im Iran-krieg nicht unterstützen wollen, wiederholt. In Großbuchstaben schrieb er auf seiner Plattform Truth Social:
"Die USA brauchen nichts von der NATO, aber sie werden niemals diesen sehr wichtigen Zeitpunkt vergessen!"
Trump droht Iran nach Reaktion auf Waffenruheplan mit weiterer Eskalation
Trump hat auf Irans Ablehnung des 15-Punkte-Plans für eine Waffenruhe reagiert und abermals behauptet, das iranische Militär sei vernichtet worden.
"Die iranischen Verhandlungsführer sind sehr unterschiedlich und seltsam. Sie betteln uns, ein Abkommen zu schließen – was sie auch tun sollten, da sie militärisch völlig vernichtet wurden und keinerlei Chance auf ein Comeback haben – und dennoch erklären sie öffentlich, dass sie sich lediglich 'unseren Vorschlag' ansehen. FALSCH!!!
Sie sollten es besser bald ernst meinen, bevor es zu spät ist, denn sobald das geschieht, gibt es KEIN ZURÜCK MEHR, und es wird nicht schön enden!"
Israel: IRGC-Marinekommandeur Alireza Tangsiri getötet
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärt, der Kommandeur der Marine der Iranischen Revolutionsgarde, Alireza Tangsiri, sei bei einem israelischen Angriff getötet worden.
"Die IDF haben den Kommandeur der IRGC-Marine ausgeschaltet – die Person, die direkt für die Terroroperationen zur Verminung und Blockade der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr verantwortlich ist", sagte Katz während einer Lagebesprechung am Morgen mit Militärvertretern.
Katz bezeichnete den Angriff als "Botschaft" an die IRGC:
"Die IDF werden euch verfolgen und euch einen nach dem anderen eliminieren."
Tangsiri sei nach Angaben israelischer Beamter in der iranischen Hafenstadt Bandar Abbas ins Visier genommen worden, während er sich mit ranghohen Kommandeuren der IRGC-Marine getroffen habe.
Zahlreiche Sachschäden und Verletzte nach Raketenangriff in Zentralisrael
Israelische Medien berichten über Verletzte und Schäden in Zentralisrael nach einem weiteren iranischen Raketenangriff.
Der israelische Sender Channel 12 meldet mehrere Einschlagsorte in Tel Aviv und der Sharon-Region. Zudem veröffentlichte der Sender ein Foto eines Autos, das in Rauch und Flammen steht.
Der israelische Rettungsdienst teilte mit, dass in Tel Aviv mehrere Menschen verletzt worden seien, darunter eine Frau, die Splitterverletzungen davongetragen habe.
Pentagon bereitet sich auf "entscheidenden Schlag" gegen Iran vor
Das Pentagon entwickelt militärische Optionen für einen "finalen Schlag" gegen Iran, der den Einsatz von Bodentruppen und eine massive Bombardierungskampagne umfassen könnte. Das berichtete Axios am Donnerstag.
Die Trump-Regierung erwägt laut US-Regierungsinsidern militärische Pläne für eine mögliche Invasion bzw. Besetzung der iranischen Insel Charg, einem strategisch wichtigen Zentrum der iranischen Ölexporte.
Demnach würde eine solche Operation darauf abzielen, Iran unter Druck zu setzen und insbesondere die Kontrolle über bzw. die Öffnung der Straße von Hormus zu erzwingen – eine der wichtigsten Handelsrouten für den globalen Öltransport.
Mehrere Insider berichten, dass Präsident Trump die Kontrolle über diese Meerenge als entscheidend betrachtet, um den laufenden Krieg zu seinen Bedingungen zu beenden. Die Einnahme der Insel Charg gilt dabei als möglicher Hebel gegen Teheran.
Nicht nur eine Invasion der Insel Charg steht auf dem Plan, sondern auch weiterer iranischer Inseln: etwa die Insel Larak, die Iran in die Lage versetzt, seine Kontrolle über die Straße von Hormus zu festigen. Der strategische Außenposten beherbergt iranische Bunker, Angriffsboote zur Bekämpfung von Frachtschiffen sowie Radaranlagen zur Überwachung der Bewegungen in der Meerenge. Aber auch die Einnahme der strategisch wichtigen Insel Abu Musa sowie zweier kleinerer Inseln nahe dem westlichen Eingang der Straße von Hormus ist denkbar. Diese stehen unter iranischer Kontrolle, werden jedoch auch von den Vereinigten Arabischen Emiraten beansprucht. Darüber hinaus planen die USA die Blockade oder Beschlagnahmung von Schiffen, die iranisches Öl auf der Ostseite der Straße von Hormus exportieren.
Obwohl die Insel Charg für Irans Ölexporte von zentraler Bedeutung ist, räumen US-Beamte ein, dass selbst eine erfolgreiche Einnahme nicht garantiert, dass Iran zu Verhandlungen gezwungen wird.
Das US-Militär hat außerdem Pläne für Bodenoperationen tief im Inneren des Landes vorbereitet, um das in Atomanlagen vergrabene hochangereicherte Uran zu sichern. Trump hat noch keine Entscheidung über die Verfolgung eines dieser Szenarien getroffen, und Beamte des Weißen Hauses bezeichnen jegliche potenziellen Bodenoperationen als "hypothetisch".
Washington droht Iran erneut: "Werden die Hölle entfesseln"
Während Irans Außenminister Abbas Araghtschi bestritten hat, dass es überhaupt Gespräche mit den USA gibt, droht die Sprecherin von US-Präsident Trump der iranischen Führung schon einmal.
"Präsident Trump blufft nicht, und er ist bereit, die Hölle zu entfesseln", sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt in Washington. Zugleich unterstrich sie: "Die Gespräche gehen weiter. Sie sind produktiv", so die Behauptung. In Richtung Teheran sagte Leavitt:
"Sollte Iran die Realität der gegenwärtigen Lage nicht akzeptieren, sollte er nicht begreifen, dass er militärisch besiegt wurde und dies auch weiterhin sein wird, wird Präsident Trump dafür sorgen, dass er härter getroffen wird als je zuvor."
Teheran solle sich im Umgang mit Trump "nicht noch einmal verrechnen."
Der US-Präsident hat Iran seit Ausbruch des Krieges bereits mehrfach damit gedroht, die Hölle losbrechen zu lassen.
Pakistan: Irans Außenminister und Parlamentspräsident nicht mehr Ziel israelischer Angriffe
Nach einer Intervention Pakistans hat Israel laut Angaben aus Islamabad den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf von einer Liste potenzieller Angriffsziele genommen. "Die Israelis hatten ihre Koordinaten und wollten sie ausschalten", erklärte ein Vertreter der pakistanischen Regierung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
"Wir haben den USA gesagt, wenn sie auch noch ausgeschaltet werden, gibt es niemanden mehr, mit dem man reden kann."
Daraufhin hätten die USA die Israelis gebeten, von dem Vorhaben abzulassen.
Iranische Angriffe zwingen US-Truppen zu Verlagerung in Hotels und Bürogebäude
Iran hat als Vergeltung für den US-israelischen Krieg US-Stützpunkte im gesamten Nahen Osten bombardiert und viele amerikanische Soldaten dazu gezwungen, sich in Hotels und Bürogebäude in der Region zu verlegen, wie Militärangehörige und US-Beamte gegenüber der NYT am Donnerstag berichteten.
Ein Großteil der bodengebundenen Streitkräfte führt den Krieg nun gewissermaßen "im Homeoffice", mit Ausnahme von Kampfpiloten und Besatzungen, die Flugzeuge einsetzen, Wartungsarbeiten durchführen und Angriffe fliegen.
Die Iranische Revolutionsgarde hat die Bevölkerung der Golfstaaten dazu aufgerufen, diese neuen Standorte zu melden, während sie nach den verstreuten Truppen sucht. US-Militärbeamte sagen jedoch, dass diese Bedrohung das Pentagon nicht daran hindere, den Krieg gegen Iran fortzuführen, der sich inzwischen in der vierten Woche befindet.
Zu Beginn des Krieges waren fast 40.000 US-Soldaten in der Region stationiert, und das US-Zentralkommando hat Tausende von ihnen verlegt, einige sogar bis nach Europa, wie US-Militärbeamte mitteilten. Viele seien jedoch im Nahen Osten geblieben, allerdings nicht mehr auf ihren ursprünglichen Stützpunkten, so die Militärs weiter.
"Ja, wir haben die Fähigkeit, kurzfristige Einsatz- und Führungszentren einzurichten, aber man verliert definitiv Fähigkeiten", sagte Master Sgt. Wes J. Bryant, ein pensionierter Zielerfassungsspezialist der US-Spezialkräfte der Luftwaffe. "Man kann nicht einfach all diese Ausrüstung beispielsweise auf das Dach eines Hotels bringen. Ein Teil davon ist einfach zu sperrig." Ein US-Militärbeamter stellte klar, dass die Soldaten nicht von den Dächern ziviler Hotels aus operieren.
US-Botschaft im Irak fordert US-Bürger zur Ausreise auf
Die US-Botschaft im Irak hat eine neue Sicherheitswarnung herausgegeben und erklärt, dass iranisch ausgerichtete bewaffnete Gruppen "weitreichende" Angriffe auf US-Bürger sowie auf Ziele mit Verbindung zu Washington im gesamten Irak durchgeführt hätten, einschließlich der kurdischen Region des Landes.
Die Botschaft forderte US-Bürger auf, den Irak zu verlassen und sich nicht zur Botschaft in Bagdad oder zum Generalkonsulat in Erbil zu begeben, da weiterhin ein Risiko durch Raketen, Drohnen und Geschosse im irakischen Luftraum bestehe.
Außerdem riet sie Reisenden, das Land über Landwege in Richtung Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien und der Türkei zu verlassen, weil der Luftraum weiterhin geschlossen sei.
VAE-Botschafter in Washington fordert Kapitulation Irans
Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Washington, Yousef al-Otaiba, schrieb in einem Meinungsartikel im WSJ, dass die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Iran entschlossen entgegentreten und sich an vorderster Front des Krieges befänden.
Er betonte, dass Iran eine "ernsthafte Bedrohung für die globale Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität" darstelle und dass ein bloßer Waffenstillstand nicht ausreiche. Stattdessen sei ein umfassendes Ergebnis notwendig, das alle Aspekte der iranischen Bedrohung adressiere – darunter das Atomprogramm, Raketen, Drohnen, Stellvertretergruppen und die Blockade wichtiger Handelsrouten.
Weiter heißt es, dass die VAE bereits massiv unter Angriffen leiden: Iran habe Tausende Raketen und Drohnen auf das Land abgefeuert, von denen jedoch der Großteil abgefangen worden sei.
Der Artikel stellt die Position dar, dass die VAE aktiv Widerstand leisten und eine härtere, langfristige Lösung gegenüber Iran befürworten.
"Ein einfacher Waffenstillstand reicht nicht aus. Wir brauchen ein endgültiges Ergebnis, das die gesamte Bandbreite der Bedrohungen durch Iran berücksichtigt: Atomwaffen, Raketen, Drohnen, Stellvertreterkriege des Terrors und Blockaden internationaler Seewege."
Japan beginnt mit der Freigabe staatlicher Ölreserven
Ein japanischer Beamter teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass das Land begonnen habe, einen weiteren Teil seiner strategischen Ölreserven freizugeben, um die Auswirkungen des durch den Krieg gegen Iran verursachten Preisanstiegs abzumildern.
"Die Freigabe [der nationalen Vorräte] begann um 10:59 Uhr [01:59 GMT] an Ölraffinerien", sagte Kaname Morimoto, ein Beamter des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie.
Der Schritt erfolgte, nachdem Tokio angekündigt hatte, staatliche Reserven im Umfang eines Monats freizugeben, während Behörden gleichzeitig damit begonnen haben, private Erdölreserven im Umfang von 15 Tagen freizusetzen.
Japan ist der fünftgrößte Ölimporteur der Welt, wobei mehr als 90 Prozent der Importe aus dem Nahen Osten stammen.
Der oberste Regierungssprecher Minoru Kihara erklärte gegenüber AFP, ihm sei bekannt, dass die "Übertragung von Öl aus der Hälfte der Reserveanlagen an vier Raffinerieunternehmen" heute beginnen solle.
Zwei Menschen in Abu Dhabi durch herabfallende Raketentrümmer getötet
Zwei Menschen sind in Abu Dhabi nach der Abwehr einer Rakete ums Leben gekommen, teilte das Medienbüro der Stadt mit.
Von der Türkei betriebener Öltanker im Schwarzen Meer von Drohne getroffen
Der türkische Verkehrsminister Abdulkadir Uraloğlu erklärte, dass ein von der Türkei betriebener Rohöltanker mit 27 türkischen Besatzungsmitgliedern an Bord im Schwarzen Meer von einer Drohne angegriffen worden sei.
Laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu gab es keine Verletzten.
Der türkische Nachrichtensender NTV berichtete, dass das Schiff dem türkischen Unternehmen Beşiktaş gehört und unter der Flagge von Sierra Leone fährt. Es habe den russischen Hafen Noworossijsk mit etwa 1 Million Barrel Rohöl verlassen, so der Bericht unter Berufung auf Schiffsdaten.
Angriffe auf den Großraum Tel Aviv
Bei den neuen Raketenangriffen Irans auf Israel am Donnerstagmorgen kam es nach Angaben des Militärs zu mehreren Einschlägen im Großraum Tel Aviv. In der Ortschaft Kfar Kassem östlich der Küstenmetropole seien sechs Menschen verletzt worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit.
Im Verlauf der Nacht hatte es laut Medienberichten weitere Raketenangriffe aus Iran sowie aus dem Libanon auf den Großraum Tel Aviv gegeben.
Die Hisbollah erklärte unter anderem, ihre Truppen hätten in der Nähe der Stadt Qantara im Bezirk Marjayoun im Südlibanon zwei israelische Kampfpanzer mit Raketen ins Visier genommen und getroffen. Insgesamt habe die Gruppe am heutigen Tag sieben Panzer in diesem Gebiet angegriffen.
25.03.2026 21:09 Uhr
Nach tödlichem US-Angriff im Irak: Bagdad bestellt US-Geschäftsträger ein
Bei einem US-Angriff auf einen Militärstützpunkt in der westirakischen Provinz Anbar sind nach Angaben des irakischen Verteidigungsministeriums sieben Kämpfer getötet und 13 weitere verletzt worden.
Das Ministerium sprach von einem „abscheulichen Verbrechen“, das gegen internationale Gesetze und Normen verstoße.
Berichten zufolge richtete sich der Angriff gegen Stellungen der irakischen Volksmobilisierungskräfte, zu denen auch mit dem Iran verbündete Brigaden gehören. Demnach wurde auch ein Militärkrankenhaus getroffen. Es ist bereits der zweite Angriff auf die Gruppe binnen zwei Tagen. Bagdad bestellte daraufhin den US-Sondergesandten ein.
Araghtschi dementiert Verhandlungen mit den USA
Inzwischen wird gemeldet, der iranische Außenminister Abbas Araghtschi habe – entsprechend vorhergehnder und ähnlicher Stellungnahmen aus Teheran – ein weiteres Mal unterstrichen, es würden keine Verhandlungen zwischen Iran und USA stattfinden.
Der Telegram-Kanal Clash Report zitiert Araghtschi mit nachfolgender Aussage:
"Es finden keine Gespräche mit den USA statt.
Die USA übermitteln Botschaften über verschiedene Vermittler.
Der Austausch von Botschaften über Vermittler bedeutet nicht, dass Verhandlungen mit den USA stattfinden."
Araghtschi: Iran gestattet Schiffen befreundeter Staaten die Passage durch die Straße von Hormus
Wie der iranische Außenminister laut TASS erklärt hat, könnten insbesondere die Russische Föderation, Indien und die Volksrepublik China die Meerenge nutzen.
Abbas Araghtschi sagte wörtlich:
"Wir haben einigen Ländern, die wir als befreundet betrachten, die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet: beispielsweise Russland, Indien, dem Irak, China und Pakistan."
Jedoch fügte der Minister hinzu:
"Wir sehen keinen Sinn darin, unseren Gegnern die Nutzung der Meerenge zu gestatten."
Krieg im Nahen Osten und Energiekrise: EU verschiebt Öl-Importverbot gegen Russland
Die EU-Kommission hat die Vorlage ihres angekündigten Vorschlags für ein dauerhaftes Einfuhrverbot von russischem Öl verschoben. Einen neuen Termin nannte die Energie-Sprecherin der Behörde nicht, betonte jedoch, Brüssel halte weiter an dem Vorhaben fest. Als Hintergrund gelten die anhaltenden Turbulenzen auf den Energiemärkten infolge des Kriegs gegen Iran.
Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche setzt nach eigenen Angaben auf eine stärkere Diversifizierung der Energieversorgung. Angesichts hoher Spritpreise in Deutschland wird zugleich über staatliche Eingriffe diskutiert.
Aus der Opposition kommt scharfe Kritik an der Energiepolitik von Bundesregierung und EU. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré sagt im Interview mit RT DE, die EU habe bei den Sanktionen gegen Russland ohne tragfähiges Konzept gehandelt und die wirtschaftlichen Folgen für Europa massiv unterschätzt. Auch der AfD-Bundestagsabgeordnete Malte Kaufmann sprach im Interview von einer Energienotlage und lehnte staatliche Preisdeckel und andere Markteingriffe ab.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 25. März 2026]
Peskow: USA geben keinerlei Garantien bezüglich des Kernkraftwerks in Buschehr
Moskau hat Washington abermals seine Auffassung mitgeteilt, dass mit den Angriffen auf das AKW Buschehr eine akute Gefahr verbunden ist, wie der Pressesprecher des russischen Präsidenten laut TASS erklärte.
Die USA gäben keinerlei Garantien hinsichtlich der Lage rund um das Kernkraftwerk "Buschehr" in Iran, doch die Russische Föderation mache den Amerikanern immer wieder ihre Sichtweise deutlich, dass mit den Angriffen auf das Atomkraftwerk am Persischen Golf eine akute Gefahr verbunden sei. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, wird mit folgender Aussage zitiert:
"Es gibt zwar keine Garantien, aber wir machen ihnen jedes Mal unsere Einschätzung der kritischen Gefahr deutlich, die sich hinter diesen Angriffen verbirgt."
Revolutionsgarden: US-F-18-Kampfjet im Süden Irans abgeschossen
Laut Al Mayadeen behaupten die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC), dass im Süden Irans über der Hafenstadt Tschahbahar ein F-18-Kampfflugzeug der US-Armee abgeschossen worden sei. Den Treffer hätte die Freiwilligenmiliz Basidsch erzielt, so die Meldung des libanesischen Senders.
Die Basidsch-Miliz ist eine Unterabteilung der IRGC.
Das US-"CENTCOM" weist die Behauptung Teherans zurück, iranische Truppen hätten heute ein US-amerikanisches F/A-18-Kampfflugzeug abgeschossen.
Neue Angriffe auf Teheran – Iran übermittelt Forderungen an USA und Israel
Die Angriffe der USA und Israels auf Iran nehmen keinen Abbruch. In der vergangenen Nacht wurde Teheran erneut ins Visier genommen.
Mitarbeiter des iranischen Roten Halbmondes führten am frühen Mittwochmorgen nach Luftangriffen in einem Wohngebiet der iranischen Hauptstadt Such- und Rettungsaktionen durch. Anfang der Woche hatte der iranische Rote Halbmond erklärt, dass seit Beginn der Eskalation mehr als 80.000 zivile Einrichtungen angegriffen worden seien, darunter rund 60.000 Wohneinheiten.
Zuvor hatte Donald Trump behauptet, die USA hätten ihre Angriffe auf Iran wegen laufender Verhandlungen kurzfristig ausgesetzt. Auf die Frage, mit wem genau die USA Gespräche führen, gab der US-Präsident jedoch keine konkrete Antwort.
Laut Medienberichten hat Iran unterdessen seine Bedingungen für eine Beilegung des Konflikts an die USA und Israel übermittelt. Dazu zählen ein Ende der Angriffe auf iranisches Territorium, umfassende Sicherheitsgarantien, Reparationszahlungen, die volle Anerkennung der iranischen Souveränität sowie Kontrolle über die Straße von Hormus.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 25. März 2026]
Iranischer Parlamentspräsident Ghalibaf: USA planen Besetzung einer der iranischen Inseln – Warnung an Israel
Mohammad Bagher Ghalibaf, der "Sprecher" (Präsident) des iranischen Parlaments, äußerte sich auf X zu den Gerüchten, die USA könnten eine der iranischen Inseln im Persischen Golf oder im Golf von Oman besetzen:
"Einigen Berichten zufolge bereiten sich die Feinde Irans mit Unterstützung eines Landes in der Region darauf vor, eine der iranischen Inseln zu besetzen.
Alle Bewegungen des Feindes werden von unseren Streitkräften überwacht.
Sollten sie auch nur einen einzigen Schritt unternehmen, wird die gesamte lebenswichtige Infrastruktur dieses Landes in der Region gnadenlos ins Visier genommen."
Die Formulierung "Land in der Region" dürfte eine Anspielung auf Israel sein.
Warnung aus Teheran: Bei feindlicher Provokation im Süden Irans könnte eine Front am Bab-al-Mandab eröffnet werden
Sollten die USA, Israel oder ihre Verbündeten militärisch im Süden Irans intervenieren, werde Teheran einen solchen Schritt als Provokation auffassen. Als Reaktion könnte eine neue Front eröffnet werden, wie aus Kreisen des iranischen Militärs gegenüber der Nachrichtenagentur Tasnim mitgeteilt wurde.
Die anonyme Quelle wird mit den Worten zitiert:
"Sollte der Feind versuchen, auf den iranischen Inseln oder an anderen Orten unseres Landes landseitige Operationen durchzuführen oder Iran durch Seestreitkräfte im Persischen Golf und im Arabischen Meer Schaden zuzufügen, werden wir für ihn überraschend weitere Fronten eröffnen, sodass seine Aktionen ihm nicht nur keinen Nutzen bringen, sondern seine Kosten sogar verdoppeln."
Mit Blick auf die Lage am Eingang zum Roten Meer – der Meerenge Bab-al-Mandab – warnte der Informant weiter:
"Die Meerenge von Bab al-Mandab gilt als eine der strategisch wichtigsten Meeresstraßen der Welt, und Iran verfügt sowohl über den Willen als auch über die Fähigkeit, eine absolut glaubwürdige Bedrohung für sie darzustellen. Wenn die Amerikaner also mit unüberlegten Maßnahmen eine Lösung für die Straße von Hormus finden wollen, sollten sie darauf achten, ihren Problemen und Schwierigkeiten nicht noch eine weitere Meerenge hinzuzufügen."
Der Gesprächspartner der iranischen Nachrichtenagentur schloss seine Warnung mit folgender Bemerkung über die Bereitschaft Teherans, die Situation notfalls weiter zu eskalieren:
"Wenn der Feind Zweifel hegt und nicht die Weisheit besitzt, aus seinen Erfahrungen zu lernen, kann er uns erneut auf die Probe stellen, so wie (es) beim Vorfall von Assaluyeh der Fall war."
Mit der Erwähnung von Assaluyeh bezog sich die anonyme Quelle auf den Angriff Israels auf das Gasfeld "South Pars", das zum Verwaltungsbezirk Assaluyeh gehört.
Iran hatte seinerseits mit Angriffen auf Anlagen zur Erdgasverflüssigung in Katar reagiert, wodurch große Schäden im Industriegebiet von Ras Laffan entstanden.
Warnung aus Iran: Bei Einmarsch von US-Bodentruppen nehmen wir VAE und Bahrain ein
Sollten die USA mit Bodentruppen in Iran eindringen, "übernehmen wir die Küsten der Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrains und verändern die Landkarte", so Morteza Simiari, Analyst für nationale Sicherheit im staatlichen Fernsehen Irans.
Morteza Simiari ist kein fachfremder Kommentator im TV, er gilt als das inoffizielle Sprachrohr der Sicherheitsdienste der Islamischen Republik Iran. Was er sagt, hat Gewicht. In einer TV-Sendung am Dienstagabend unterstrich er, dass "die Streitkräfte Irans zu 100 Prozent vorbereitet sind" und "ohne Zögern Operationen im Küstenraum durchführen und die Küstenlinie von Bahrain und den VAE einnehmen" werden, sollten die USA "einen Fehler in der Region begehen", womit Bodenoperationen seitens der USA gemeint waren.
Umfrage: Mehrheit der US-Bürger hält Iran-Einsatz für überzogen
Eine Mehrheit der US-Bürger glaubt, dass das jüngste Vorgehen des US-Militärs gegen Iran zu weit gegangen ist. Wie aus einer repräsentativen Umfrage der Nachrichtenagentur AP und des Forschungszentrums NORC hervorgeht, sorgen sich viele Amerikaner zudem darum, sich bald keinen Sprit mehr leisten zu können. Die aktuellen Umfrageergebnisse legen nahe, dass der am 28. Februar von den USA und Israel begonnene Krieg gegen die Islamische Republik für US-Präsident Donald Trump im Jahr der Zwischenwahlen für den Kongress zur Belastung werden könnte.
Während Trump weitere Kriegsschiffe und Soldaten in den Nahen Osten verlegt, gaben 59 Prozent der Befragten an, dass das militärische Vorgehen gegen Iran übertrieben sei. Rund 45 Prozent zeigten sich "extrem" oder "sehr" besorgt, sich das Betanken ihrer Fahrzeuge in den kommenden Monaten wegen der gestiegenen Ölpreise nicht mehr leisten zu können. Kurz nach der Wiederwahl Trumps hatten in einer AP-NORC-Erhebung noch lediglich 30 Prozent der Befragten diese Sorge geäußert.
Allerdings gibt es erhebliche Unterstützung für mindestens eines der Kriegsziele des Präsidenten: Iran daran zu hindern, sich jemals atomar bewaffnen zu können. Etwa zwei Drittel der US-Bürger halten dies für ein "extrem" oder "sehr" wichtiges außenpolitisches Ziel.
Wadephul drängt Iran zu Verhandlungen mit USA
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat Iran aufgefordert, sich auf Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Kriegs einzulassen. Es sei begrüßenswert, dass US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum gegenüber der iranischen Führung zunächst um einige Tage aufgeschoben habe und nun Verhandlungen anstrebe, sagte der CDU-Politiker in Berlin bei einem Treffen mit seinem tunesischen Kollegen Mohamed Ali Nafti.
"Irans Regime ist gut beraten, jetzt darauf einzugehen."
Wadephul fügte hinzu, man solle Gesprächen unbedingt eine Chance geben, wenn es ein Fenster für Diplomatie gebe. Deutschland stehe bereit, einen Beitrag zu leisten. Wie genau dieser aussehen könnte, sagte der Minister nicht.
Die iranische Militärführung hatte Berichte über Verhandlungen für ein Ende des Kriegs indes zurückgewiesen und scharf gegen die US-Regierung ausgeteilt.
Merz: Staat kann nicht alle Preissteigerungen aus Iran-Krieg ausgleichen
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz erklärte, die Regierung könne möglicherweise einige Maßnahmen ergreifen, um den Energieschock durch den US‑Israel‑Krieg gegen Iran abzufedern, aber die öffentlichen Finanzen könnten nicht alle Preissteigerungen in jedem Bereich ausgleichen.
Im Parlament sagte Merz, es gebe "Maßnahmen, die wir erwägen können", betonte jedoch, dass "wir nicht jede Preisentwicklung durch Steuermaßnahmen oder aus Bundesmitteln finanzierte Maßnahmen ausgleichen können".
"Das beste Mittel, um die Preise wieder unter Kontrolle zu bringen, ist eine Beendigung des Krieges im Iran."
Iran lehnt den 15-Punkte-Plan der USA für Waffenruhe ab
Das iranische Staatsfernsehen meldet, dass Iran den USA über Vermittler mitgeteilt habe, den 15-Punkte-Plan abzulehnen.
Iran stellte seinerseits fünf eigene Bedingungen zur Beendigung des Krieges auf, so ein hochrangiger iranischer Sicherheitsbeamter:
- Ein vollständiger Stopp der "Aggression und Attentate" durch den Feind.
- Die Schaffung konkreter Mechanismen, die sicherstellen, dass der Islamischen Republik kein Krieg erneut aufgezwungen wird.
- Garantierte und klar definierte Zahlungen für Kriegsschäden und Reparationen.
- Ein Ende des Krieges an allen Fronten sowie für alle beteiligten Widerstandsgruppen in der gesamten Region.
- Internationale Anerkennung und Garantien für das souveräne Recht Irans, die Kontrolle über die Straße von Hormus auszuüben.
"Iran wird den Krieg beenden, wenn er es beschließt und seine Bedingungen erfüllt sind", sagte der Beamte und betonte Teherans Entschlossenheit, seine Verteidigung fortzusetzen und dem Feind "schwere Schläge" zu versetzen, bis diese Forderungen erfüllt seien.
Dem Beamten zufolge verfolgen die USA die Verhandlungen über verschiedene diplomatische Kanäle und unterbreiten Vorschläge, die Teheran als "überzogen" und als losgelöst von der Realität eines angeblichen amerikanischen Scheiterns auf dem Schlachtfeld betrachtet.
"Ende April oder im Mai"– Reiche rechnet mit Kraftstoff-Engpässen wegen Iran-Krieg
Hisbollah-Chef: Verhandlungen mit Israel unter Beschuss kämen einer "Kapitulation" gleich
Hisbollah-Chef Naim Kassim erklärt, die Verhandlungen mit Israel während anhaltender Angriffe würden für den Libanon einer "Kapitulation" gleichkommen, und fordert die Regierung auf, ihr Verbot der militärischen Aktivitäten der Organisation rückgängig zu machen.
"Wenn Verhandlungen mit dem israelischen Feind unter Beschuss vorgeschlagen werden, ist das eine aufgezwungene Kapitulation", sagt Kassim und weist damit die Initiative des libanesischen Präsidenten zurück, direkte Verhandlungen "mit einem Feind, der unser Land besetzt hält und täglich Angriffe durchführt", aufzunehmen.
Kassim ruft die libanesische Bevölkerung dazu auf, "nationale Einheit" zu zeigen, und erklärt, dies könne erreicht werden, wenn die Regierung ihre Entscheidung zurücknehme, die militärischen Aktivitäten der Hisbollah zu verbieten.
Die Entscheidung vom 2. März fiel wenige Stunden, nachdem die Hisbollah erstmals seit dem Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hisbollah im November 2024 wieder Raketen auf Israel abgefeuert hatte, was massive israelische Luftangriffe im Libanon auslöste.
Globale Aktien steigen dank Hoffnungen auf Frieden
Die globalen Aktienmärkte legten zu, da Investoren auf eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs setzen, während der Ölpreis unter 100 Dollar pro Barrel gefallen ist.
Der Stoxx Europe 600 stieg um 1,5 Prozent, wobei alle Sektoren außer dem Energiesektor im Zuge einer breit angelegten Erholung zulegten. Die asiatischen Märkte verzeichneten ebenfalls Gewinne: Der Topix-Index in Tokio stieg um 2,6 Prozent.
Auch Anleihen legten zu, wobei die Renditen für 10-jährige britische Staatsanleihen (Gilts) um 0,08 Prozentpunkte auf 4,87 Prozent fielen und die Renditen deutscher Bundesanleihen um 0,05 Prozentpunkte auf 2,96 Prozent sanken (Renditen steigen, wenn die Preise fallen).
Die Erholung erfolgte, während die Ölpreise um 5,2 Prozent auf 99 Dollar pro Barrel nachgaben.
Auch die europäischen Erdgaspreise sanken deutlich um mehr als 6 Prozent auf 50,5 Euro pro Megawattstunde.
Iranische Rakete trifft Industriegebiet im Negev, Süd-Israel
Eine iranische Rakete schlug in einem Industriegebiet in der Negev-Wüste im Süden Israels ein.
Ziel war vermutlich die Rotem-Industriezone in der Nähe der Stadt Dimona. Zu den wichtigsten Industrien in diesem Gebiet zählen Phosphatabbauanlagen, Betriebe, die mit Uran im Phosphatgestein arbeiten, sowie Israels Ammoniakwerk.
In den vergangenen Tagen landeten iranische Raketen zunehmend direkte Treffer.
Bericht: USA und Iran in Kontakt über mögliches Kriegsende
Sicherheitskreisen zufolge stehen die USA und Iran über ein mögliches Ende des Krieges in Kontakt. In dieser Woche seien bereits zweimal Vorschläge zwischen beiden Konfliktparteien übermittelt worden, berichteten pakistanische Sicherheitskreise. Auch Ägypten ist in die Bemühungen involviert, den Krieg zu beenden.
Die Türkei spielt laut Angaben der Regierungspartei ebenfalls eine Vermittlerrolle. "Man steht seit Längerem in Kontakt mit Iran und den USA und übermittelt Botschaften zwischen beiden Parteien", sagte Harun Armagan, stellvertretender Vorsitzender für Außenbeziehungen der regierenden AK-Partei, der Deutschen Presse-Agentur.
Der 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs behandelt unter anderem, wie künftig der Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus, die für den weltweiten Ölhandel entscheidend ist, geregelt werden soll. Ein Vorschlag sei demnach die Bildung einer gemeinsamen maritimen Einsatzgruppe aus den USA, Iran, Pakistan und einigen Golfstaaten.
Die meisten Punkte befassen sich laut einer gut informierten Quelle jedoch mit dem iranischen Atomprogramm. Bereits vor dem Krieg hatten Iran und die USA darüber ohne konkrete Ergebnisse verhandelt. Weitere Themen seien die Aufhebung internationaler Sanktionen sowie der Wiederaufbau Irans.
Irak lädt US-Geschäftsträger nach tödlichem Angriff auf Militärbasis vor
Der Irak hat den US-Geschäftsträger der US-Botschaft in Bagdad einbestellt, nachdem ein Angriff auf eine militärische Klinik mehrere Soldaten getötet und weitere verletzt hat.
Der Angriff traf heute Morgen die Habbaniyah-Militärklinik, die vom Verteidigungsministerium betrieben wird. Bagdad übergab dem Diplomaten eine formelle Protestnote, in der der Vorfall als eindeutiger Verstoß gegen das Völkerrecht und als Beleidigung für die irakisch-amerikanischen Beziehungen verurteilt wird.
Die irakische Regierung erklärte, sie behalte sich das Recht vor, "mit allen verfügbaren Mitteln" gemäß der UN-Charta zu reagieren, und werde eine dokumentierte Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat einreichen.
Zwei-Minuten-Propaganda: Trump erhält täglich Video-Zusammenstellung als Briefing
Seit Beginn des Iran-Kriegs bekommt US-Präsident Donald Trump täglich ein zweiminütiges, von Militärangehörigen des US-Zentralkommandos (CENTCOM) aufbereitetes Video-Briefing. Das Video zeigt vor allem die größten und als Erfolge dargestellten Angriffe auf iranische Ziele der vergangenen 48 Stunden und wird dem Präsidenten regelmäßig vorgelegt.
Nach Angaben von US-Beamten und früheren Regierungsvertretern sorgen diese Montagen bei einigen Beobachtern für Besorgnis, da Trump dadurch möglicherweise nur eine stark gefilterte und positive Perspektive auf den Krieg erhält – mit vielen Explosionen und Militäraktionen, aber wenig Kontext oder vollständigen Informationen. Dies könnte seine Wahrnehmung und Entscheidungen beeinflussen. Das berichtete CNN am Mittwoch.
Die Videos seien auch ein Grund für Trumps wachsende Frustration über die Berichterstattung in den Mainstream-Medien, da er laut Insidern mehr positive Berichterstattung über die militärischen Erfolge erwarte.
Iranisches Militär: Raketen erneut auf US-Flugzeugträger abgefeuert
Nach Angaben des iranischen Militärs wurden Raketen in Richtung des US-Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln abgefeuert. Das Staatsfernsehen zitierte eine Erklärung, wonach der Flugzeugträger gezwungen gewesen sei, seine Position zu ändern.
Der iranische Marinekommandant Shahram Irani drohte zudem mit weiteren Angriffen, sollten sich feindliche Schiffe in Reichweite der iranischen Streitkräfte befinden.
Die USA haben den Beschuss des Flugzeugträgers jedoch nicht bestätigt. Bereits Anfang März hatte das US-Zentralkommando (Centcom) Berichte aus Iran zurückgewiesen, wonach die USS Abraham Lincoln im Arabischen Meer von Raketen getroffen worden sein soll.
Allerdings bleibt der US-Träger aus Sorge vor iranischen Raketen weiterhin im Arabischen Meer stationiert und ist bislang nicht in Richtung des Persischen Golfs vorgestoßen.
Konteradmiral Irani warnte, dass die feindliche Flugzeugträgergruppe, sollte sie in Reichweite der iranischen Raketensysteme gelangen, mit vernichtenden Schlägen attackiert werde.
"Kein knapper Kampf" – Trump erklärt Iran-Krieg für gewonnen
Türkei drängt Golfstaaten, nicht in den Krieg gegen Iran einzutreten
Die Türkei unternimmt intensive diplomatische Anstrengungen, um Golfstaaten davon abzuhalten, sich am US‑israelischen Krieg gegen Iran zu beteiligen, so Personen gegenüber Bloomberg, die mit der Angelegenheit vertraut sind.
Ankara habe die Golfstaaten aufgefordert, mit Zurückhaltung zu handeln, sagten die Quellen, die anonym bleiben wollten, um über sensible Vorgänge zu sprechen.
Die Türkei hat dabei ihre diplomatischen Aktivitäten verstärkt: Außenminister Hakan Fidan besuchte Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar und führte Gespräche mit weiteren regionalen Partnern.
Obwohl die Golfstaaten zunehmend über die iranischen Angriffe auf Häfen, Flughäfen und Energieanlagen verärgert sind, zögern sie noch, direkt in den Krieg einzutreten, solange Iran nicht kritische Infrastruktur wie Strom- oder Wasserversorgung trifft.
US-Soldaten werden Netanjahus Wahnvorstellungen zum Opfer fallen – Iranisches Parlament
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte, Teheran beobachte "alle US-Bewegungen in der Region genau, insbesondere Truppenverlegungen".
"Was die Generäle kaputtgemacht haben, können die Soldaten nicht reparieren; stattdessen werden sie Netanjahus Wahnvorstellungen zum Opfer fallen", schrieb Ghalibaf in einem Beitrag auf X. "Testet nicht unseren Willen, unser Land zu verteidigen."
Zuvor berichtete die Associated Press, dass mehr als 1.000 Soldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten verlegt werden. Zusätzlich sollen zwei Marineeinheiten entsandt werden, die etwa 5.000 Marines und Tausende Matrosen in die Region bringen.
In den Medien kursieren seit Tagen Berichte, dass die USA als nächsten Schritt die iranische Insel Kharg besetzen könnten, um damit die Straße von Hormus wieder öffnen zu können.
Iran erhält 15-Punkte-Friedensvorschlag der USA, erklärt Pakistan
Iran wurde laut zwei pakistanischen Beamten ein 15-Punkte-Vorschlag der USA übermittelt, um einen Waffenstillstand im Krieg zu erreichen.
Die pakistanischen Beamten beschreiben den Vorschlag grob als thematisierend: Aufhebung von Sanktionen, zivile Nuklearzusammenarbeit, Rückbau von Irans Nuklearprogramm, Überwachung durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), Begrenzung von Raketenprogrammen und Zugang für Schiffe durch die Straße von Hormus, den schmalen Zugang zum Persischen Golf.
Die Beamten sprachen mit der Associated Press unter der Bedingung der Anonymität, da sie nicht befugt sind, Details zu veröffentlichen.
Pakistan unterstütze die Übermittlung von Nachrichten zwischen den USA und Iran und könnte die Waffenstillstandsgespräche bereits diese Woche in Islamabad ausrichten, erklärten die Beamten.
Iran besteht darauf, nicht mit den USA zu verhandeln. Unterdessen berichtete das Wall Street Journal, dass Iran einen eigenen Waffenstillstandsvorschlag unterbreitet habe, der Reparationen für die US‑israelische Bombenkampagne, die Schließung von US-Militärbasen im Persischen Golf und ein Ende der Angriffe Israels auf Irans libanesische Stellvertreterorganisation Hisbollah beinhalte.
Kreml zweifelt an US‑Friedensplan
Der Kreml reagiert auf Trumps Behauptungen über einen 15‑Punkte‑Plan zum Waffenstillstand: Russland wisse nicht, wie verlässlich die Berichte über einen "US‑Friedensplan" für den Nahen Osten seien, und Iran habe keine derartigen Informationen geliefert.
Nach aktuellen Berichten lehnt Iran offizielle Verhandlungen mit den USA ab und bestreitet, dass direkte oder indirekte Gespräche stattgefunden hätten. Teheran wies entsprechende Behauptungen als nicht zutreffend zurück, trotz gegenteiliger Aussagen der US‑Seite über angebliche Friedensgespräche oder einen 15‑Punkte‑Plan zur Beendigung des Konflikts.
Irans Botschafter in Pakistan: Keine direkten oder indirekten Gespräche mit den USA
Der iranische Botschafter in Pakistan erklärte, dass zwischen Iran und den USA keine Gespräche stattgefunden haben.
"Wir haben solche Berichte auch über die Medien gehört, aber nach meinen Informationen – und entgegen den Behauptungen von Trump – haben bislang keine Verhandlungen, weder direkt noch indirekt, zwischen den beiden Ländern stattgefunden", sagte Reza Amiri Moghadam.
Moghadam fügte hinzu, dass "freundliche Länder" Konsultationen mit beiden Seiten geführt hätten, die auf ein Ende des Krieges abzielten.
Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund von Trumps Behauptungen, dass "produktive Gespräche" mit einem ungenannten iranischen Beamten stattgefunden hätten – Behauptungen, die von Teheran zurückgewiesen wurden.
Israel: Keine Schäden an Infrastruktur, nachdem iranische Rakete nahe dem Kraftwerk in Hadera einschlug
Iran hat heute versucht, das größte Kraftwerk Israels in Hadera anzugreifen. Die Rakete schlug jedoch einen Kilometer entfernt ein, hieß es in den israelischen Medien. Die Israel Electric Corporation teilte mit, dass bei dem ballistischen Raketenangriff aus Iran keine Schäden an ihrer Infrastruktur entstanden seien.
Nach Angaben israelischer Medien wurden weitere Raketeneinschläge an mehreren anderen Orten in Israel gemeldet.
Israel greift iranischen Hafen am Kaspischen Meer an
Israel hat gestern Abend den iranischen Hafen Bandar Anzali am Kaspischen Meer angegriffen und damit eine wichtige Russland-Iran-Versorgungsroute ins Visier genommen, über die Drohnen, Munition und andere militärische Güter transportiert werden.
Die Route ist für beide Länder von Bedeutung, insbesondere für den Transfer von Waffen und Militärausrüstung.
Der Hafen wird auch für den zivilen Handel genutzt, unter anderem für Weizen und Öl, was Bedenken aufwirft, dass der Angriff Irans Lebensmittel- und Versorgungsketten sowie seine militärischen Operationen beeinträchtigen könnte.
US-Angriff auf irakische Milizen: Bagdad schwört Vergeltung
USA greifen weiterhin Stellungen der Volksmobilmachungskräfte (PMF) im Irak an, die offiziell Teil der irakischen Armee sind.
Die PMF teilten gestern mit, ihre Kämpfer seien "bei einem hinterhältigen US-Luftangriff" getötet worden, der ihr Hauptquartier getroffen habe, während sie "ihre nationale Pflicht" erfüllt hätten.
Bisher wurden sieben irakische Soldaten getötet und 13 verletzt bei einem Luftangriff auf einen Stützpunkt der Volksmobilmachungskräfte (PMF) in der Nähe eines Armeemedizinzentrums im westlichen Anbar.
Die bisher wichtigste Entwicklung ist dabei eine Erklärung des irakischen Ministerpräsidenten Mohammed Shia as-Sudani nach einem Notfalltreffen zur Sicherheit. Dabei hat er seine Unterstützung für die PMF bekräftigt und erklärt, dass sie ein Pfeiler der nationalen Sicherheit seien.
Irakische Regierungsvertreter billigten inzwischen eine Entscheidung des Nationalen Sicherheitsrats, die paramilitärischen Gruppen das Recht einräumt, nach dem US-Angriff in Anbar zu reagieren.
Das irakische Verteidigungsministerium verurteilte den Angriff als "offensichtlichen und schweren Verstoß" gegen internationales Recht und Normen, die Angriffe auf medizinische Einrichtungen und Personal verbieten, bezeichnete ihn als gefährliche Eskalation und forderte, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Iran greift erneut mehrere Golfstaaten an
Mehrere Golfstaaten meldeten am Mittwoch neue Drohnenangriffe aus Iran auf ihr Territorium. Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen von Kuwait wurde ein Treibstofftank getroffen, teilte die kuwaitische Zivilluftfahrtbehörde mit. Dabei wurde ein Feuer ausgelöst.
Saudi-Arabien erklärte unterdessen, mindestens vier Drohnen im Osten des Landes abgefangen zu haben. Zudem seien laut dem iranischen Staatssender IRIB, unter Berufung auf die Revolutionsgarden, Raketen und Drohnen auf zwei von den USA genutzte Militärstützpunkte in Kuwait, einen in Bahrain und einen weiteren in Jordanien gestartet worden.
Trumps Sondergesandte "verstanden Irans Nuklearvorschläge einfach nicht", sagt Biden-Berater
Jake Sullivan, ehemaliger nationaler Sicherheitsberater der Biden-Administration, trat gestern Abend in der Daily Show mit Jon Stewart auf und erklärte, das US-Team habe das von Iran vor einem Angriff angebotene Abkommen nicht verstanden.
Sullivan hatte bereits während der Verhandlungen zwischen den USA und Iran unter der Obama-Administration teilgenommen, bei denen der heutige iranische Außenminister Abbas Araghtschi als Verhandlungsführer anwesend war.
"Nur wenige Tage bevor wir Iran bombardiert haben, legten die Iraner in Genf einen Vorschlag vor, der einen großen Schritt zur Lösung des Nuklearproblems darstellte. Nach meinem Verständnis haben unsere Verhandler einfach nicht verstanden, was ihnen angeboten wurde, und sie haben es ignoriert und beschlossen, trotzdem anzugreifen", sagte Sullivan.
"War das auf Farsi?", entgegnete Stewart überrascht.
"Sie haben es nicht verstanden … verhandeln die Iraner etwa in Codes?", fügte Sullivan hinzu.
Die iranische Botschaft in Finnland reagierte auf den Ausschnitt ihres Gesprächs in einem Beitrag auf X und erklärte, dass es nicht um mangelndes Verständnis gehe, sondern darum, dass "Washington nicht, und immer noch nicht, das Sagen hat". Stattdessen sei es Israel, das die US-Außenpolitik kontrolliere und "niemals einen diplomatischen Ausweg zulassen würde".
Die Vereinigten Arabischen Emirate kritisieren die Meinungsverschiedenheiten im arabischen Block und die Ratlosigkeit im Umgang mit Iran
Der emiratische Präsidentenberater Anwar Gargasch erklärte, die VAE benötigten "nicht so sehr Ausrüstung und Truppen, sondern vielmehr Klarheit über Positionen und das Wissen, auf wen man sich in schweren Zeiten verlassen kann".
In Bezug auf den laufenden Krieg sagte Gargasch in einem Beitrag auf X, dass seit Beginn der "iranischen Aggression" "Schwester- und Freundesländer weiterhin Kontakt gehalten haben, wobei zwischen denen unterschieden wurde, die echte Unterstützung angeboten haben – die wir schätzen und danken – und denen, die sich mit bloßen Erklärungen ohne Taten begnügten".
Gargasch fügte hinzu, dass "die Emirate ihre Fähigkeit bewiesen haben, zu reagieren und durchzuhalten". Dennoch brauche das Land eine Klarheit über die Unterstützung vielmehr als Ausrüstung oder Truppen.
Seine aktuellen Kommentare erfolgen zwei Tage, nachdem er in einem früheren X-Beitrag scharf kritisiert hatte: "Wo sind die gemeinsamen arabischen und islamischen Arbeitsinstitutionen, allen voran die Arabische Liga und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit?"
Irans Militär spottet über US-15-Punkte-Plan: "Sie verhandeln mit sich selbst"
Ebrahim Zolfaqari, Sprecher des iranischen Militärkommandos Khatam al-Anbiya, erklärte laut staatlichen Medien, die USA würden "mit sich selbst verhandeln".
Diese spöttische Bemerkung erfolgte, nachdem der US-Präsident behauptet hatte, Iran wolle ein Abkommen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten schließen. Washington soll zudem einen 15-Punkte-Friedensplan ausgearbeitet und an Teheran übermittelt haben.
Der Militärsprecher verwies auch auf interne Meinungsverschiedenheiten innerhalb der US-Administration bei der Iran-Frage. "Hat Ihr innerer Konflikt bereits ein solches Ausmaß erreicht, dass Sie mit sich selbst verhandeln?", höhnte er.
Zolfaqari sagte, US-Investitionen und Energiepreise auf Vorkriegsniveau würden nicht zurückkehren, solange Washington nicht akzeptiere, dass die regionale Stabilität durch die iranischen Streitkräfte gewährleistet werde.
Volkswagen plant, sein Geschäft teilweise von Autos auf Rüstungstechnologie zu verlagern
Volkswagen führt Gespräche mit dem israelischen Unternehmen Rafael Advanced Defence Systems über eine Vereinbarung, die die Produktion in einem Werk des deutschen Konzerns von Autos auf Raketenabwehr umstellen würde.
Die beiden Unternehmen planen laut einem Bericht der Financial Times mit dem Vorhaben, das angeschlagene Werk in Osnabrück so umzurüsten, dass dort Komponenten für das Luftverteidigungssystem "Iron Dome" des staatlichen israelischen Unternehmens hergestellt werden.
Die Zusammenarbeit wäre das bislang prominenteste Beispiel dafür, wie die deutsche Autoindustrie – deren Gewinne angesichts wachsender chinesischer Konkurrenz und einer stockenden Umstellung auf Elektrofahrzeuge stark gesunken sind – Partnerschaften mit dem boomenden Verteidigungssektor sucht.
Die beiden Unternehmen hoffen, alle 2.300 Arbeitsplätze in dem Werk im westdeutschen Bundesland Niedersachsen zu sichern, das von einer Schließung bedroht ist, und planen, die Systeme an europäische Regierungen zu verkaufen.
Das Unternehmen hofft, das "Iron Dome"-System an Regierungen in ganz Europa, einschließlich Deutschland, zu verkaufen, da die Länder im Zuge einer groß angelegten Wiederaufrüstung ihre Luftverteidigung verstärken – als Reaktion auf den Ukraine-Krieg und das Raketenprogramm Irans.
Israels UN-Gesandter: Netanjahu-Administration nicht "Teil der Verhandlungen" zwischen den USA und Iran:
Der israelische UN-Botschafter Danny Danon erklärte vor Journalisten, sein Land sei nicht "an den angeblichen Gesprächen zwischen den USA und dem Iran beteiligt", zitiert Al Jazeera.
Danon gab gegenüber UN-Reportern zu Protokoll, dass die Netanjahu-Administration und Washington entgegen der Gerüchte gemeinsam weiterhin militärisch gegen Iran vorgehen, um zu erklären:
"Während wir hier sprechen, greifen Israel und die USA weiterhin militärische Ziele im Iran an, und wir werden das auch weiterhin tun.
Die bisherigen Angriffe hätten "viel erreicht, aber noch nicht alles", um weiter auszuführen, dass Israel weiterhin entschlossen sei, sicherzustellen, dass Teheran "über keinerlei Fähigkeiten im Bereich von Atom- oder ballistischen Raketen verfüge".
US-Medien: Washington "übermittelte" Teheran 15-Punkte-Plan für Kriegsende
Zu Wochenbeginn berichteten US-Medien mehrfach, dass Washington direkten Kontakt mit Teheran aufgenommen habe, um ein zeitnahes Kriegsende zu eruieren.
Die New York Times titelt nun zu diesbezüglichen Gerüchten (Bezahlschranke), dass die Trump-Administration einen "15-Punkte-Plan über Pakistan übermittelte, dessen Armeechef sich laut offiziellen Angaben als wichtigster Vermittler zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran herausgestellt hat", zitiert der Artikel ungenannte NYT-Quellen.
Bezüglich dieser Gerüchte informierte Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif am Dienstag auf X über eine Initiative Islamabads, zeitnahe Verhandlungen für ein Ende des US-israelischen Krieges gegen Iran auszurichten.
Die zwei "mit den diplomatischen Bemühungen vertrauten Beamten" berichteten der NYT-Redaktion, dass die Inhalte "das Bestreben der Trump-Regierung widerspiegeln, einen Ausweg aus dem Konflikt zu finden". Wörtlich heißt es dann in dem Beitrag:
"Die New York Times hat keine Kopie des Plans gesehen, doch die Beamten, die unter der Bedingung der Anonymität über sensible Details sprachen, gaben einige seiner Grundzüge bekannt und erklärten, dass er sich mit dem ballistischen Raketen- und dem Atomprogramm Irans befasse."
Die Initiative Washingtons beinhalte zudem auch Planungspunkte "zu Seewegen", so eine Quelle. Demnach teilte diese der Redaktion Forderungen Washingtons bezüglich des Streitpunktes Straße von Hormus mit. Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt kommentierte am Dienstag zu den Mediengerüchten:
"Während Präsident Trump und seine Unterhändler diese neu eröffnete diplomatische Möglichkeit ausloten, wird die Operation 'Epic Fury' unvermindert fortgesetzt, um die vom Oberbefehlshaber und dem Pentagon festgelegten militärischen Ziele zu erreichen."
Weitere Punkte oder inhaltliche Andeutungen aus dem Plan werden seitens der NYT-Redaktion nicht erwähnt oder zitiert.
Irans Außenminister reagiert auf Steinmeiers Rede
Die gestrige Äußerung des deutschen Bundespräsidenten, dass der provozierte US-israelische Angriffskrieg gegen Iran völkerrechtswidrig sei, sorgte für internationale Aufmerksamkeit und Reaktionen.
Hinsichtlich einer Einschätzung Teherans kommentierte der iranische Außenminister Araghtschi auf X, um festzustellen:
"Das Völkerrecht ist in der Praxis tot – bedingt durch die Doppelmoral des Westens in Bezug auf Gaza und die Ukraine sowie das Schweigen zur Aggression Israels und der USA gegen den Iran. Dennoch gebührt Präsident Steinmeier Anerkennung dafür, dass er die Verstöße gegen die Rechte der Iraner verurteilt hat. Wer Rechtsstaatlichkeit schätzt, sollte ebenfalls seine Stimme erheben."
Zum Thema "Völkerrecht" hieß es in der gestrigen Rede Steinmeiers zum 75. Jubiläum des Auswärtigen Amts in Berlin:
"Deshalb bin ich überzeugt: Unsere Außenpolitik muss pragmatisch und schlagkräftig sein, und wo sie es nicht ist, werden. Aber das bedeutet nicht, das Völkerrecht links liegen zu lassen. Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen. Damit mussten wir uns schon im Gaza-Krieg auseinandersetzen, damit müssen wir auch im Iran-Krieg umgehen. Denn dieser Krieg ist nach meinem Dafürhalten völkerrechtswidrig – es gibt wenig Zweifel daran. "
24.03.2026 22:00 Uhr
Armeechef: USA als Verbündeter für Frankreich "immer weniger berechenbar"
Der Chef der französischen Streitkräfte Fabien Mandon erklärte auf einem Verteidigungs- und Sicherheitsforum am Dienstag in Paris, dass die Beziehungen zwischen Washington und Paris zwar "sehr stark" seien, die USA als Verbündeter jedoch immer weniger "berechenbar" würden.
Mandon sprach über den andauernden Krieg der USA und Israels gegen Iran und beklagte, dass Washington "einfach beschlossen" habe, im Nahen und Mittleren Osten zu intervenieren, ohne seine Verbündeten davon in Kenntnis zu setzen. Das beeinträchtige die Sicherheit und die Interessen Frankreichs, resümierte er.
IDF: Pläne im Iran und im Libanon ungeachtet der Gespräche unverändert
Das israelische Militär erklärt, es handele in Iran und im Libanon weiterhin "nach einem unveränderten Plan", ungeachtet etwaiger Gespräche, die auf eine Einigung zur Beendigung der Feindseligkeiten abzielen.
"Was dieses oder jenes Abkommen angeht, operieren wir derzeit nach einem unveränderten Plan", sagte Militärsprecher Brigadegeneral Effie Defrin bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz, als er zu den Bemühungen um die Einleitung eines diplomatischen Prozesses befragt wurde, der den Krieg beenden könnte.
"Wir handeln und werden weiterhin handeln …, um den Schaden zu vergrößern und existenzielle Bedrohungen zu beseitigen. Wir führen Angriffe sowohl in Iran als auch im Libanon durch", fügte Defrin hinzu.
Trump: Iran machte ein "wertvolles Geschenk"
US-Präsident Donald Trump behauptet, Iran habe den USA am Vortag ein wertvolles "Geschenk" gemacht.
"Das war ein sehr großes Geschenk, das eine kolossale Summe Geld wert ist", sagt er Reportern.
Der Chef des Weißen Hauses geht nicht näher darauf ein, worum es sich handelt, merkt jedoch an, dass dies mit der Straße von Hormus zu tun habe.
Iran-Krieg: Angriffe halten an – Analyst sieht in US-Behauptungen "psychologische Kriegsführung"
Die US-Regierung verweist jüngst auf angeblich "produktive Gespräche" mit Iran. Der geopolitische Analyst Ajamu Baraka bewertet diese Äußerungen von Donald Trump jedoch als psychologische Kriegsführung. Nach israelischen Attentaten auf iranische Politiker bestehe in Teheran kein Vertrauen mehr in weitere "Scheinverhandlungen", so der Analyst.
Ungeachtet der US-Behauptungen meldet die iranische Revolutionsgarde im Rahmen der Operation "Wahres Versprechen 4" neue Raketenschläge auf Dimona sowie auf US-Stützpunkte.
Indes hat der iranische Rettungsdienst seit Ausbruch des Krieges auf den Iran mindestens 208 getötete Minderjährige verzeichnet. Mit seiner Einstufung des Krieges als völkerrechtswidrig zeigt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einen deutlichen Dissens zu Bundeskanzler Friedrich Merz, der bereits Anfang März die "Zerschlagung des iranischen Machtzentrums" gefordert hatte.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 24. März 2026]
Iran: Erneuter Einschlag auf Gelände des AKW Buschehr
Die Atomenergieorganisation Irans (AEOI) meldet einen erneuten Beschuss des Geländes des Kernkraftwerks Buschehr. Sach- und Personenschaden soll es jedoch nicht gegeben haben.
"Infolge feindlicher Handlungen des US-amerikanisch-zionistischen Feindes schlug gegen 21:08 Uhr (18:38 Uhr Mitteleuropäischer Zeit) ein Geschoss auf dem Gelände des Kernkraftwerks Buschehr ein. Nach vorläufigen Einschätzungen gab es weder materielle Schäden noch Opfer, und es wurden keine Schäden an verschiedenen Teilen des Kraftwerks verursacht", heißt es in der Erklärung der AEOI.
Zuletzt hatte die AEOI am 17. März einen Einschlag berichtet, bei dem es ebenfalls keine Opfer und keine Sachschäden gab. Der Generaldirektor von Rosatom Alexei Lichatschow präzisierte am selben Tag, dass der Einschlag auf das Gelände erfolgte, das an das Gebäude des Messdienstes angrenzt, das sich auf dem Industriegelände des Kernkraftwerks Buschehr in unmittelbarer Nähe des in Betrieb befindlichen Reaktorblocks befindet. Unter dem russischen Personal gibt es keine Verletzten. Die Strahlungslage auf dem Gelände ist normal.
Trumps Zustimmungswerte sinken inmitten des Iran-Krieges und steigender Treibstoffkosten
Laut einer Reuters/Ipsos-Umfrage ist die Zustimmung zu US-Präsident Donald Trump auf 36 Prozent gefallen. Dies ist sein niedrigster Zustimmungswert seit der Wiederwahl für eine zweite Amtszeit.
Die viertägige Umfrage, die bis Montag lief, ergab einen Rückgang von 40 Prozent Zustimmung in der Vorwoche. Gründe hierfür sind steigende Treibstoffpreise und wachsende Ablehnung des Krieges gegen Iran.
Auch die Unterstützung für die US-Angriffe auf Iran sank: 35 Prozent befürworteten sie, 61 Prozent lehnten sie ab. Die öffentliche Meinung hat sich zudem hinsichtlich der Lebenshaltungskosten verschlechtert. Nur 25 Prozent billigen Trumps Vorgehen angesichts der gestiegenen Benzinpreise seit Beginn der koordinierten US-Angriffe auf Iran, die zu Störungen in der Straße von Hormus führten.
An der Online-Umfrage nahmen 1.272 US-Amerikaner teil. Die Fehlermarge beträgt drei Prozentpunkte.
Neue iranische Raketenangriffe auf Israel: Einschlag in Tel Aviv hinterlässt Krater
Der Iran hat seine Vergeltungsschläge gegen Israel fortgesetzt. In Tel Aviv riss nach Angaben israelischer Rettungskräfte ein Raketensprengkopf mit schätzungsweise 100 Kilogramm Sprengstoff bei einem nächtlichen Angriff einen großen Krater im Stadtzentrum. Mehrere umliegende Gebäude wurden beschädigt. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, alle Betroffenen hätten nur leichte Verletzungen erlitten und seien vor Ort versorgt worden.
Auch in Nordisrael wurde nach israelischen Angaben ein Wohnhaus durch ein iranisches Geschoss getroffen. In dem zweistöckigen Gebäude wurden die Wände im Obergeschoss vollständig zerstört. Verletzte habe es dort nach Angaben der Einsatzkräfte nicht gegeben.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 24. März 2026]
US-Medien: US-Luftlandetruppen werden in den Nahen Osten verlegt
Der Führungsstab der 82. US-Luftlandedivision hat den Befehl erhalten, in den Nahen Osten zu verlegen. Das berichtet die Fox-News-Journalistin Jennifer Griffin.
Unterdessen meldet das Wall Street Journal unter Berufung auf ungenannte US-Beamte, dass das Pentagon ebenfalls die Verlegung einer Brigadekampfgruppe derselben Division in die Region plant. Ein Befehl zur Entsendung von fast 3.000 Soldaten zur Unterstützung der Operationen gegen Iran sei demnach innerhalb der nächsten Stunden möglich, eine endgültige Entscheidung stehe jedoch noch aus.
Türkei: Keine Probleme mit Gaslieferungen aus Iran
Der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar erklärte nach einer Kabinettssitzung gegenüber Journalisten, es gebe keine Probleme mit den Erdgaslieferungen aus Iran und die türkischen Speicher seien zu 71 Prozent gefüllt. Türkische Medien zitierten Bayraktar mit den Worten:
"Es gibt keine Probleme mit den Gaslieferungen aus Iran."
Seine Äußerung erfolgte im Anschluss an einen Medienbericht, dem zufolge die Lieferungen gestoppt worden seien.
China drängt Konfliktparteien zu Friedensgesprächen
China appelliert an die Konfliktparteien im Nahen Osten, Friedensgespräche aufzunehmen. Wie das chinesische Außenministerium am Dienstag bekanntgab, hat Außenminister Wang Yi mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi telefoniert. Wang äußerte dabei die Hoffnung, dass alle Parteien "jede Gelegenheit für Frieden nutzen und so bald wie möglich Friedensgespräche aufnehmen."
China werde seine objektive und unparteiische Position aufrechterhalten, sich Verletzungen der Souveränität anderer Länder entgegenstellen, aktiv für Friedensgespräche werben und für regionalen Frieden und Stabilität arbeiten, erklärte Wang Yi in dem Telefonat.
Abbas Araghtschi habe im Verlauf des Gesprächs Wang Yi über die aktuelle Lage informiert und für Chinas humanitäre Notfallhilfe gedankt. Iran sei eher einem umfassenden Ende der Feindseligkeiten verpflichtet denn einer zeitweiligen Waffenruhe. Das iranische Volk sei in der Abwehr der Aggression und der Verteidigung des Souveränität und Unabhängigkeit des Landes geeinter als zuvor.
Irans Außenminister versicherte, die Straße von Hormus bleibe offen und Schiffe könnten sie sicher passieren, was jedoch nicht für Schiffe von an der Aggression beteiligten Ländern gelte.
Über 82.000 zivile Objekte in Iran beschädigt oder zerstört
In Iran wurden seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe am 28. Februar mehr als 82.000 zivile Objekte beschädigt oder zerstört. Das erklärte der Vorsitzende des iranischen Roten Halbmondes am Dienstag.
62.000 dieser Objekte sind oder waren Wohnhäuser. Außerdem seien 281 medizinische Einrichtungen und 481 Schulen Ziele von Angriffen gewesen.
Sachs: Trump hat "brandgefährliche Wahnvorstellungen"
Der US-Ökonom Jeffrey Sachs hat sich im Gespräch mit Moderator Andrew Napolitano zu Donald Trumps Erklärung, er könnte die Straße von Hormus gemeinsam mit dem nächsten Ayatollah Irans kontrollieren, geäußert.
Sachs ist der Ansicht, dass diese Aussagen Trumps Fragen über den Geisteszustand des US-Präsidenten aufwerfen.
Der Krieg gegen Iran sei ein "Krieg der faschistischen territorialen Expansion und Hegemonie Israels", dem sich die USA unter der Führung Trumps angeschlossen hätten.
"Was wir derzeit erleben, ist der Zusammenbruch der amerikanischen Regierungsführung", so Sachs, was nicht nur in Bezug auf den Iran-Krieg, sondern für alle Bereiche gelte.
Bericht: Pro-iranische Milizen im Irak drängen USA zum Rückzug von Militärbasis Camp Victory
Proiranische bewaffnete Gruppen im Irak behaupten, die USA von ihrem Luftwaffenstützpunkt am Flughafen in Bagdad vertrieben zu haben. "Wir bestätigen, dass die amerikanischen und NATO-Streitkräfte ihren Rückzug aus Camp Victory in der Nähe des Flughafens Bagdad mit Frachtflugzeugen und Fahrzeugen über Land in Richtung Jordanien abgeschlossen haben", so das Netzwerk der pro-iranischen Milizen in einer Erklärung. Der Bericht wurde von den irakischen Medien zitiert.
Pro-iranische irakische Gruppen, die unter dem Dach des Islamischen Widerstands im Irak operieren, haben seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar wiederholt US-Interessen im Irak und in der Region Kurdistan ins Visier genommen, was zu Vergeltungsangriffen führte.
"Wir werden der gegenwärtigen Regierung oder der zukünftigen Regierung, so Gott will, nicht erlauben, dass die Amerikaner und die NATO in den Irak zurückkehren", so der Islamische Widerstand. Camp Victory ist eine ehemalige US-Militärbasis, die inzwischen in eine diplomatische Einrichtung umgewandelt wurde. Diese haben pro-iranische bewaffnete Gruppen im Irak seit dem Start der amerikanisch-israelischen Militäroffensive wiederholt angegriffen.
Das US-Militär hat die Meldung weder bestätigt noch dementiert. Weitere ortskündige Journalisten bestätigen den Abzug und liefern weitere Details. Wie Salima Tlemcani von El Watan berichtet, wurde der Stützpunkt Camp Victoria nach der Bitte der NATO und um eine 24-stündige Waffenruhe zur Sicherstellung des Abzugs endgültig geschlossen.
Laut dem russischen RIA-Militärkorrespondenten und Nahostkenner Sergei Schilow hatte der "Islamische Widerstand" fünf Tage vor dem Abzug ein Ultimatum gestellt und mit einer Bodenoffensive gedroht. "Deshalb haben die Vereinigten Staaten selbst vom offiziellen Bagdad 'grünes Licht' für die Evakuierung angefordert. Sie gingen – ruhig, organisiert, unter dem Deckmantel eines vereinbarten Waffenstillstands."
CNN: "Iranische Quelle" bestätigt "Annäherungsversuche" der USA – Teheran "bereit zuzuhören"
Frederik Pleitgen schreibt auf der Homepage von CNN, eine "iranische Quelle" habe dem Sender am Dienstag mitgeteilt, dass es "Annäherungsversuche" zwischen den Vereinigten Staaten und Teheran gegeben habe und dass Irans Führung bereit sei, sich "nachhaltige Vorschläge zur Beendigung des Krieges" anzuhören.
Wörtlich wird "die Quelle" wie folgt zitiert:
"In den letzten Tagen gab es auf Initiative Washingtons Annäherungsversuche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, die jedoch noch nicht das Niveau vollwertiger Verhandlungen erreicht haben. Über verschiedene Vermittler sind Botschaften eingegangen, um auszuloten, ob eine Einigung zur Beendigung des Krieges erzielt werden kann."
Die derzeit in Prüfung befindlichen Vorschläge würden nicht nur auf einen Waffenstillstand abzielen, sondern auf eine "konkrete Vereinbarung zur Beendigung des Konflikts zwischen den USA und Iran".
Iran fordere kein Treffen oder direkte Gespräche mit den Vereinigten Staaten, sei aber bereit zuzuhören, wenn ein Plan für ein nachhaltiges Abkommen in greifbare Nähe rücke, das die nationalen Interessen der Islamischen Republik Iran wahren würde. Im Gegenzug sei Teheran bereit, "alle notwendigen Garantien" zu geben, dass Iran niemals Atomwaffen entwickeln werde, wobei er sich das Recht auf friedliche Nutzung der Kerntechnik vorbehalte. Jeder Vorschlag müsse die Aufhebung aller Sanktionen beinhalten, so die Quelle des US-Senders.
AfD stimmt Bundespräsident Steinmeier in Sachen Iran-Krieg zu
Die AfD hat die Kritik von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Krieg der USA und Israels gegen Iran gelobt. Tino Chrupalla, neben Alice Weidel Vorsitzender der Bundespartei sagte:
"Da hat er mal recht gehabt, so oft kommt das ja beim Bundespräsidenten nicht vor."
Steinmeier hatte den Iran-Krieg als völkerrechtswidrig bezeichnet.
Chrupalla forderte zudem angesichts der Energiepreise erneut, Verhandlungen mit Russland über Energielieferungen aufzunehmen. Man müsse sich für Frieden auf dem Kontinent und in der Welt einsetzen, dürfe aber zu "kriegsführenden Staaten" die Beziehungen auch nicht abbrechen lassen.
Bericht: Saudi-Kronprinz drängt Trump den Krieg fortzusetzen
Hinter den Kulissen drängt der Kronprinz von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman, den US-Präsidenten Donald Trump, den Krieg gegen den Iran fortzusetzen. Das geht aus einem Bericht der New York Times hervor.
Die Militäraktion biete dem Nahen Osten demnach eine "historische Chance" zur Neugestaltung der gesamten Region, so Bin Salman. Der saudische Prinz soll dem Bericht zufolge vor allem auf die "Zerstörung der Hardliner" in der iranischen Regierung drängen. Sonst werde Iran weiter eine Bedrohung für das Königreich und die verbündeten Golfstaaten darstellen.
Luftangriff trifft libanesische christliche Stadt nördlich von Beirut
Ein Luftangriff hat eine christliche Stadt nördlich von Beirut getroffen, meldet Al Jazeera mit Verweis auf libanesische Staatsmedien. Es gab keine unmittelbaren Berichte über Opfer in der Stadt Sahel Alma. Das Gebiet war im expandierenden Krieg zwischen Israel und der Hisbollah bislang noch nicht ins Visier genommen worden.
Ex-Knesset-Sprecher: Netanjahus Elite verfolgt eine Messianische Agenda
In einem aktuellen Interview mit Tucker Carlson zeichnet der ehemalige Sprecher der Knesset und interimistische Präsident Israels, Avraham Burg, ein düsteres Bild der gegenwärtigen Eskalation im Nahen Osten. Er bezeichnet sie als "ersten religiös-fundamentalistischen Weltkrieg".
Burg warnt vor einem gefährlichen Generationenwechsel im israelischen Militär: Während die alte Riege der Generäle noch im verantwortungsbewussten Geist der Staatsgründer und Pragmatiker wie Rabin oder Begin geformt wurde, rücke nun eine neue Elite nach.
Diese sei in den Siedlungen unter dem "chaotischen Wertesystem Netanjahus" aufgewachsen. Ihr Ziel sei es, die Armee als Werkzeug einer messianischen Mission zu nutzen, um die biblische Erlösung zu erzwingen.
Pakistan bietet sich als Vermittler zwischen Washington und Teheran an
Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif informierte auf X über die Initiative Islamabads, zeitnahe Verhandlungen für ein Ende des US-israelischen Krieges gegen Iran auszurichten, nachdem medial, speziell seitens US-Medien, darüber spekuliert wurde, dass das Land als Vermittler fungieren könnte.
In der X-Mitteilung heißt es:
"Pakistan begrüßt und unterstützt uneingeschränkt die laufenden Bemühungen um einen Dialog zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten im Interesse des Friedens und der Stabilität in der Region und darüber hinaus. Vorbehaltlich der Zustimmung der USA und Irans ist Pakistan bereit und fühlt sich geehrt, als Gastgeber zu fungieren, um sinnvolle und ergebnisorientierte Gespräche für eine umfassende Beilegung des andauernden Konflikts zu ermöglichen."
Paris ermahnt Israel zum Thema Südlibanon
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte am Dienstag in Paris gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass die israelische Armee davon "absehen sollte", Truppen zu entsenden, "um die Kontrolle über ein Gebiet im Südlibanon zu übernehmen." Barrot fügte hinzu, ein solcher Schritt hätte "erhebliche humanitäre Folgen", so AFP zitierend. Der Minister sagte:
"Wir fordern die israelischen Behörden nachdrücklich auf, von solchen Bodenoperationen abzusehen, die schwerwiegende humanitäre Folgen hätten und die ohnehin schon prekäre Lage des Landes weiter verschärfen würden."
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor laut israelischen Medien angekündigt, dass er der Armee befohlen habe, eine "Sicherheitszone" im Südlibanon einzurichten, die dann durch IDF-Kräfte kontrolliert werde, wie die Jerusalem Post berichtet. Katz erklärte zudem laut weiteren Agenturmeldungen, dass Israel das "Rafah- und das Beit-Hanoun-Modell" umsetzen werde, ähnlich dem Agieren in Gaza.
Im Rahmen einer Rede anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung über Byblos bekräftigte der französische Präsident Macron, dass "Frankreich dem Libanon zur Seite steht" angesichts der laufenden israelischen Bodenoffensive "und zur Wahrung der territorialen Integrität", so Agenturmeldungen.
Macron gab zu Protokoll:
"Konkret bedeutet dies: sofortige Entsendung von 5 Tonnen medizinischer Hilfsgüter, gepanzerte Fahrzeuge sowie logistische Unterstützung für die libanesischen Streitkräfte und diplomatischer Druck für einen Waffenstillstand."
Peskow: Iran war zu Verhandlungen mit USA bereit – bis zum ersten Angriff
Teheran habe bis zum Beginn des amerikanisch-israelischen Angriffs die Bereitschaft bewahrt, den Dialog mit Washington fortzusetzen, erklärte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow.
Er betonte bei der Pressekonferenz, dass Teheran seine Offenheit in der Praxis unter Beweis gestellt und bis zum Beginn der Kampfhandlungen erfolgreiche Verhandlungen geführt habe.
Peskow merkte zudem an, dass die Erklärungen aus den USA und Iran hinsichtlich der Möglichkeiten für Kontakte und einer Einigung widersprüchlich seien. Er fügte hinzu, dass die tatsächliche Lage derzeit niemandem bekannt sei.
Lufthansa streicht Nahost-Ziele bis Herbst 2026
Das deutsche Flugunternehmen Lufthansa streicht laut Mitteilung diverse Nahost-Ziele bis Herbst dieses Jahres aus dem Programm.
Einzelne Flughäfen wie "Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran" sollen demnach bis zum 24. Oktober nicht mehr angeflogen werden, wie das Unternehmen in Frankfurt/Main mitteilte.
Zur Begründung werden "Sicherheitsrisiken und betriebliche Gründe" angegeben. Die Direktflugtochter Eurowings hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass die libanesische Hauptstadt Beirut und Erbil im Irak "zunächst nur bis zum 30. April" ausgesetzt werden.
"Helft mir, Hormus zu öffnen" – Iraner kleben Trump-Sticker auf Raketen
Das Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) führt die 76. Welle der Operation "Wahres Versprechen 4" durch.
Vom IRGC am Montag veröffentlichte Aufnahmen zeigen Raketenstarts, darunter eine Rakete mit einem Bild von US-Präsident Donald Trump mit dem Hashtag #StupidTrump.
Teheran: Roter Halbmond veröffentlicht Videos von Bergungsarbeiten
Die Rettungsorganisation Roter Halbmond zeigt auf X Videoaufnahmen der schwierigen Herausforderung, Überlebende oder Tote unter Trümmern zu bergen. Dazu heißt es zu diesem Video:
"Hilfsmitarbeiter des IRCS, Rettungskräfte und Feuerwehrleute konnten nach einem Luftangriff am Stadtrand von Teheran eine weitere Person aus den Trümmern bergen."
Am Dienstagmorgen wurden bereits Bilder veröffentlicht, die zeigen, wie Rettungskräfte in Teheran ein Kind und seinen Vater aus den Trümmern bergen.
Seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran am 28. Februar sind laut Schätzungen "mindestens 1.500 Menschen getötet und 18.550 weitere verletzt worden", so Angaben des IRCS.
Medien: Irans Außenminister signalisiert nach Telefonat mit Washington "Bereitschaft zu einer Einigung"
Das israelische Medium Ynet berichtet laut Informationen ungenannter Quellen – "unter Berufung auf Personen, die mit dem Gespräch vertraut sind" –, Irans Außenminister Araghtschi habe "seinem US-amerikanischen Amtskollegen mitgeteilt, dass Iran vom neuen Obersten Führer Modschtaba Chamenei die Erlaubnis erhalten habe, 'die Angelegenheit zügig zu regeln'", so die Ynet-Formulierung.
In dem Artikel heißt es weiter:
"Nachdem Trump einen Verhandlungskanal angekündigt hatte, der zu einem Abkommen führen könnte, beeilte sich Iran, dies zu dementieren. Doch ein Telefonat zwischen dem iranischen Außenminister und Witkof, bei dem Kushner zugegen war, zeigt, dass die Lage anders aussieht. Der hochrangige Iraner bestätigte, dass Chamenei junior den Platz seines ermordeten Vaters eingenommen habe, und stellte klar, dass der Nachfolger 'zugestimmt habe, die Angelegenheit so schnell wie möglich abzuschließen, sofern unsere Bedingungen erfüllt werden.'"
Den Quellen zufolge, bestünden jedoch zwischen den Seiten weiterhin "erhebliche Meinungsverschiedenheiten". Zudem sei Israel nicht an den Gesprächen beteiligt gewesen "und habe aus anderen Quellen davon erfahren", so Ynet zusammenfassend.
"Persona not grata" – Libanon entzieht dem iranischen Botschafter die Akkreditierung
Der libanesische Außenminister Youssef Raggi informierte auf X über eine unmissverständliche Anordung seitens Beiruts an die Adresse Teherans. So spricht Raggi wörtlich von einer "Persona not grata", bezogen auf Irans diplomatischen Gesandten für den Libanon.
Die vollständige X-Mitteilung lautet
"Ich habe heute den Generalsekretär des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und Auswanderer angewiesen, den iranischen Geschäftsträger im Libanon vorzuladen, um ihn über die Entscheidung zu informieren, das Agrément für den designierten iranischen Botschafter Mohammad Reza Shibani zu widerrufen, ihn zur Persona non grata zu erklären und ihn aufzufordern, das libanesische Hoheitsgebiet bis spätestens 29. März 2026 zu verlassen."
Die Sprecherin des Außenministeriums, Denise Rahme, erklärte gegenüber der Associated Press, dass die iranische Botschaft weiterhin über einen Geschäftsträger verfügen werde, der die diplomatische Vertretung leite.
Das Ministerium bestellte zudem den libanesischen Botschafter in Iran zu Konsultationen ein und verwies dabei auf einen angeblichen Verstoß Teherans gegen diplomatische Normen und die zwischen den beiden Ländern geltenden Gepflogenheiten.
IRGC teilt Nachfolger des ermordeten Sicherheitschefs Ali Laridschani mit
Der pensionierte Kommandeur der Iranischen Revolutionsgarde (IRGC), Mohammad Bagher Zolghadr, wurde laut iranischen Agenturmeldungen zum neuen Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Irans ernannt.
Dies berichtet die iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf das Präsidialamt.
Zolghadr wird damit die Position von Ali Laridschani einnehmen, der am 17. März durch ein gezieltes Attentat seitens Israels ermordet wurde.
Der neue Sicherheitschef stieg zuvor in der Iranischen Revolutionsgarde zum Brigadegeneral auf, bevor er als Sekretär des iranischen Rates für die Wahrung der Staatsinteressen fungierte.
Israels Verteidigungsminister Katz: IDF wird "Sicherheitszone" im Südlibanon nach Gaza-Vorbild einrichten und kontrollieren
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat laut israelischen Medien angekündigt, dass er der Armee befohlen habe, eine "Sicherheitszone" im Südlibanon einzurichten, die dann durch IDF-Kräfte kontrolliert werde, wie die Jerusalem Post berichtet.
Katz erklärte laut weiteren Agenturmeldungen, dass Israel das "Rafah- und das Beit-Hanoun-Modell" umsetzen werde, wobei sich der Minister auf zwei belagerte Grenzstädte im Gazastreifen bezog, die durch IDF-Kräfte bei mehreren Offensiven in dem palästinensischen Gebiet annähernd zerstört wurden. Die Bevölkerung wurde zuvor vertrieben oder getötet.
Die Ankündigung erfolgte demnach im Rahmen einer heutigen Lagebesprechung mit dem Stabschef der israelischen Streitkräfte sowie weiteren hochrangigen Offizieren. Katz wird mit den Worten zitiert:
"Die IDF wird im Libanon weiterhin mit voller Kraft gegen die Hisbollah vorgehen. Hunderttausende Bewohner des Südlibanon, die nach Norden geflohen sind, werden nicht südlich des Litani-Flusses zurückkehren, solange die Sicherheit der Bewohner im Norden nicht gewährleistet ist."
Zuvor hatte die israelische Armee erneut eine wichtige Brücke am Litani-Fluss bombardiert und unpassierbar gemacht.
Durch die Attacke wurden damit drei von fünf Brücken in der Region zerstört, womit Israel den Südlibanon bereits faktisch abtrennt.
Parallel hatte Verteidigungsminister Katz zuvor angeordnet, sämtliche Brücken über den Fluss zu zerstören und den Abriss von Häusern in Grenzdörfern zu beschleunigen.
Katz argumentierte dabei regelmäßig, dass alle Brücken über den Litani "von der Hisbollah genutzt werden, um Kämpfer und Waffen in den Südlibanon zu transportieren", wie Medien berichten.
UN-Menschenrechtsrat tagt am Mittwoch zum Thema "Angriffe des Iran in der Golfregion"
Der UN-Menschenrechtsrat mit Sitz in Genf kündigte an, am morgigen Mittwoch "eine Dringlichkeitsdebatte über die Angriffe des Iran auf Länder in der Golfregion abzuhalten", so die Mitteilung.
Eine Gruppe betroffener Ländern wird demnach laut Ankündigung dem obersten Menschenrechtsgremium der Vereinten Nationen "einen Resolutionsentwurf vorlegen, der sich auf 'die jüngste militärische Aggression des Iran gegen Bahrain, Jordanien, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate […] richtet", so Auszüge aus dem Papier.
Der Entwurf soll inhaltlich weiter enthalten:
"Irans Angriffe richten sich gegen Zivilisten und zivile Infrastruktur und führen zum Tod unschuldiger Menschen."
Die Außenminister der genannten Golfstaaten, arabischer Länder und weiterer Staaten der Region hatten sich zuvor in der vergangenen Woche in der saudischen Hauptstadt Riad getroffen, um Irans "eklatanten Verstoß gegen die Grundsätze der guten Nachbarschaft und der staatlichen Souveränität zu verurteilen", so die Erklärung. Weiter heißt es nach den Konsultationen laut Meldungen:
"Irans Angriffe werden Iran teuer zu stehen kommen und die Beziehungen zu den Ländern und Völkern der Region beeinträchtigen, die angesichts der Bedrohung nicht tatenlos zusehen werden."
Die Angriffe seitens Teherans seien "unter keinen Umständen zu rechtfertigen", so die Formulierung. Weiter heißt es, dass die Attacken "eine Verletzung der Souveränität der Staaten und des Völkerrechts darstellen" würden.
Bundespräsident Steinmeier: Iran-Krieg der USA ist "völkerrechtswidrig"
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schaltet sich erneut zum Thema Iran-Krieg ein ‒ dies im Rahmen seiner Rede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts in Berlin.
Steinmeier wird mit den Worten zitiert:
"Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen. Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel."
Laut Einschätzung der Welt-Zeitung aus dem Hause Springer würde Steinmeier "damit einen anderen Ton als die Bundesregierung anschlagen". Das Redemanuskript des Bundespräsidenten trägt den Titel:
"Militärische Stärke und außenpolitische Klugheit gehören zusammen."
Vor dem ausgesuchten Zitat der Nachrichtenagenturen äußerte sich Steinmeier zu den jüngsten Eskalationen im Nahen Osten wie folgt:
"Ich bin überzeugt: Unsere Außenpolitik muss pragmatischer und schlagkräftiger werden – ja. Aber das bedeutet nicht, das Völkerrecht links liegen zu lassen. Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen. Damit mussten wir uns schon im Gaza-Krieg auseinandersetzen, und damit müssen wir auch im Iran-Krieg umgehen. Denn dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel."
Zu den von Washington vorgebrachten Kriegsbegründungen erklärte Steinmeier:
"Dieser Krieg ist zudem ein politisch verhängnisvoller Fehler, und – das frustriert mich am meisten – ein vermeidbarer, ein unnötiger Krieg, wenn denn sein Ziel war, den Iran auf dem Weg zur Atombombe zu stoppen."
Zu diesem Thema heißt es abschließend in der Rede:
"So wie ich glaube, dass es im Verhältnis zu Russland kein Zurück vor den 24. Februar 2022 geben wird, so glaube ich, dass es im transatlantischen Verhältnis kein Zurück vor den 20. Januar 2025 geben wird."
Teheran: Keine Energiesorgen trotz Krieg, da "mehr als 150 Kraftwerke im ganzen Land"
Der iranische Energieminister erklärte im staatlichen Fernsehen in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview, er sei der unveränderten Ansicht, dass das Land gegenüber Angriffen auf die Energieinfrastruktur "weniger anfällig als andere Länder in der Region" sei, so das Zitat arabischer Agenturmeldungen.
Minister Abbas Aliabadi führte in Bezug auf die iranischen Nachbarn am Golf und Israel weiter aus:
"Wir erzeugen Strom dezentral an mehreren Standorten, im Gegensatz zu den Ländern am Persischen Golf oder dem zionistischen Regime, wo die Stromerzeugung zentralisiert und sehr anfällig ist. Wir haben landesweit mehr als 150 Kraftwerke."
Das Interview erfolgte zu einem Zeitpunkt andauernder US-israelischer Angriffe, nachdem US-Präsident Donald Trump erneut am vergangenen Wochenende damit gedroht hatte, Irans Energieinfrastruktur frontal anzugreifen, sollte die Führung in Teheran die Straße von Hormus nicht nach den Vorstellungen Washingtons wieder öffnen.
Saudi-Arabien meldet Abschuss von "mindestens 30 Drohnen" aus Iran
Das saudische Verteidigungsministerium gab am Dienstagmorgen bekannt, dass das Militär "mindestens 30 Drohnen", die aus Iran kamen, abwehren konnte. Das Ministerium gab die Abfangmanöver unter anderem in mehreren Beiträgen auf X bekannt.
Drohnenangriffe wurden demnach in den Ostprovinzen des Landes gemeldet. Am Samstag der Vorwoche erklärte Saudi-Arabien mehrere Mitarbeiter der iranischen Botschaft "zur persona non grata" und wies sie an, das Königreich innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, wie der saudische Sender Al Arabiya berichtete.
Laut einer Auswertung des Senders habe Teheran "seit Kriegsbeginn weitaus mehr Raketen und Drohnen auf die Golfstaaten abgefeuert als auf Israel", so die Mitteilung. Weiter heißt es:
"Etwa 85 Prozent seiner Angriffe richteten sich gegen die Golfstaaten, während rund 15 Prozent auf Israel abzielten."
US-Medien: Ungenannter "hochrangiger Vertreter" Teherans bestätigt Erhalt eines "15-Punkte-Plans" Washingtons
Der US-Sender CBS News berichtete am gestrigen Abend über die vermeintliche Bestätigung eines ungenannten "iranischen Beamten", der angab, dass Teheran "über Vermittler eine Botschaft übermittelt worden" sei, so der Wortlaut.
Wörtlich heißt es dazu in der Meldung:
"Iran hat über Vermittler eine Botschaft aus den Vereinigten Staaten erhalten, die möglicherweise den Weg für Gespräche zwischen den beiden verfeindeten Ländern ebnen könnte, teilte ein hochrangiger Vertreter des iranischen Außenministeriums am Montag gegenüber CBS News mit, nachdem Präsident Trump angedeutet hatte, dass eine Einigung möglich sei."
Der iranische Vertreter habe demnach gegenüber dem Sender erklärt:
"Wir haben über Vermittler Punkte von den USA erhalten, die derzeit geprüft werden."
Die Meldung ergänzt damit Aussagen des US-Präsidenten zu Wochenbeginn vor Journalisten, als er behauptete, dass sich "beide Seiten in etwa 15 Punkten einig seien und iranische Vertreter zum Ausdruck gebracht hätten, dass 'sie Frieden wollen'", so Agenturmeldungen zusammenfassend zum CBS News-Artikel.
Seitens iranischer Medien oder der politischen Führung in Teheran erfolgte seit Montagmittag keine offizielle Bestätigung hinsichtlich eines vermeintlichen 15-Punkte-Plans aus Washington.
US-Medien: VAE und Saudi-Arabien positionieren sich gegen Iran
Das Wall Street Journal (WSJ) mutmaßt in einem Artikel, dass sich die politische Führung in Abu Dhabi und Riad "einem Beitritt zum Kampf gegen Iran nähert", so die Schlagzeile.
Zur Begründung heißt es einleitend:
"Die Verbündeten der USA am Persischen Golf nähern sich langsam einer Beteiligung am Kampf gegen Iran und zeigen sich zunehmend entschlossen, nachdem anhaltende Angriffe ihre Wirtschaft lahmgelegt haben und die Gefahr besteht, dass Teheran langfristig Einfluss auf die Straße von Hormus erlangt."
Zur Untermauerung berichtet der Artikel, dass Saudi-Arabien in der Vorwoche zugestimmt habe, "den amerikanischen Streitkräften die Nutzung seines Luftwaffenstützpunkts König Fahd im Westen der Arabischen Halbinsel zu gestatten", wie das WSJ "aus informierten Kreisen" erfuhr. Zur vermeintlichen Sicht Abu Dhabis auf die Kriegssituation heißt es weiter:
"Kronprinz Mohammed bin Salman ist nun bestrebt, die Abschreckung wiederherzustellen, und steht kurz vor der Entscheidung, sich an den Angriffen zu beteiligen, sagten die Informanten. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis das Königreich in den Krieg eintrete, sagte einer der Informanten."
Riad und die VAE, die seit Jahren als Finanzzentren für iranische Unternehmen und Privatpersonen dienen, hätten demgegenüber Teheran unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass "sie iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe einfrieren könnten", so der WSJ-Artikel.
Die finale Einschätzung der WSJ-Redaktion lautet daher:
"Die Schritte der Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabiens zeigen, wie die arabischen Monarchien immer tiefer in die Offensive der USA und Israels gegen Iran hineingezogen werden. Das ist eine Lage, in der sie sich lieber nicht befinden würden."
Bewohner Tel Avivs mit Angriffen seitens Irans konfrontiert
Laut israelischen Agenturmeldungen wurde gestern sowie im Verlauf der Nacht das Zentrum von Tel Aviv von iranischen Raketen getroffen.
Zu Schaden kamen Straßen und Gebäude, zudem wurden Autos zerstört. Angaben zu Todesopfern erfolgten in den Meldungen nicht, jedoch kam es in der Küstenmetropole nach Angaben von Sanitätern "an vier Einschlagsorten zu sechs verletzten Bewohnern", berichtete der Rettungsdienst Magen David Adom laut dem Nachrichtenportal Ynet.
Die Polizei in Tel Aviv teilte mit, sie habe "mehrere Einschlagstellen von Geschossen" gesichert und kontrolliert.
Netanjahu kündigt weitere Angriffe gegen Libanon an
Israels Ministerpräsident Netanjahu präsentierte im Rahmen einer gestrigen Videobotschaft erneut seinen unveränderten Willen zur weiteren Eskalation in der Kriegsregion.
Laut Inhalt des Beitrags kündigte er eine "Fortsetzung der Angriffe auf Ziele in Iran und im Libanon" an. Netanjahu bekräftigte, dass die andauernden Angriffe vordergründig dazu dienten, "das Raketenprogramm und das Atomprogramm" Irans zu zerstören und der Hisbollah im Libanon "schweren Schaden zuzufügen", so seine Videoaussagen. Er erklärte weiter:
"Wir werden unsere vitalen Interessen unter allen Umständen schützen. Gleichzeitig führen wir weiterhin Angriffe sowohl in Iran als auch im Libanon durch."
Das israelische Militär kündigte am Montag umgehend neue Angriffe auf Beirut an, die "auf Stellungen der Hisbollah" abzielten. "Die IDF hat damit begonnen, Infrastruktur der Hisbollah in Beirut anzugreifen", teilte das Militär in einer Erklärung mit.
23.03.2026 22:00 Uhr
Kinder, die bei US-israelischen Angriffen auf Iran getötet wurden
Der Militärexperte und Blogger Boris Roshin ("Colonelcassad") hat ein Video veröffentlicht, das einige der bei israelisch-amerikanischen Raketenschlägen gegen Iran getöteten Kinder zeigt. Mögen sie nicht vergessen werden.
Irakische bewaffnete Gruppe bekennt sich zu Drohnenangriff auf US-Stützpunkt in Erbil
Die irakische bewaffnete Gruppe "Saraya Awliya al-Dam" gibt auf ihrem Telegram-Kanal bekannt, dass sie den US-Stützpunkt al-Harir in Erbil im Norden des Irak mit Drohnen angegriffen habe.
Laut ihrer Erklärung hat sie geschworen, die US-Truppen von dem Stützpunkt zu vertreiben.
Airlines der Lufthansa-Gruppe streichen bis Herbst Nahost-Ziele
Die Airlines des Lufthansa-Konzerns werden noch mindestens bis zum 24. Oktober zahlreiche Ziele in Nahost aus ihren Flugplänen streichen. Das betrifft unter anderem Flughäfen wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Flughäfen in Dubai und Tel Aviv werden voraussichtlich bis zum 31. Mai nicht angeflogen.
Betroffen sind die Fluggesellschaften Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss und Lufthansa Cargo.
IEA-Chef warnt: Weltweite Energiekrise erreicht historisches Ausmaß
Fatih Birol, der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), warnt eindringlich vor einer globalen Energiekrise, deren Tragweite die Schocks der 1970er-Jahre übertreffen könnte. Während die Ölkrisen von 1973 und 1979 primär den Ölmarkt betrafen, betont Birol, dass die Welt heute mit einer simultanen Krise bei der Versorgung mit Erdgas, Öl und "einigen lebenswichtigen Arterien der Weltwirtschaft, wie die Petrochemie, Düngemittel, Schwefel und Helium" konfrontiert ist.
Vor diesem Hintergrund fordern Politiker wie Sahra Wagenknecht und der slowakische Premier Robert Fico, die aktuelle Sanktionspolitik gegen Russland zu überdenken. Sie plädieren dafür, zur Sicherung der Energieversorgung und zur finanziellen Entlastung der Bürger wieder verstärkt auf preiswertere russische Ressourcen zu setzen.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 23. März 2026]
Israelische Kampfflugzeuge greifen südliche Vororte von Beirut an
Israelische Kampfflugzeuge haben einen Luftangriff auf den südlichen Stadtteil der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen.
Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass die Flugzeuge nach dem ersten Angriff weiterhin über der Stadt kreisten und Tiefflüge durchführten.
US-Pläne zur Entsendung Tausender Marinesoldaten in den Nahen Osten haben sich nicht geändert
Donald Trumps Ankündigungen am Montag, Verhandlungen mit Iran zu führen, haben keine Auswirkungen auf die Verlegung von Tausenden US-Militärs in die Konfliktregion. Dies berichtet der US-Sender CBS unter Berufung auf nicht genannte Quellen in der US-Regierung. Ihnen zufolge erwägt Trump die Stationierung von Bodentruppen in der Region, doch bislang ist unklar, unter welchen Umständen er deren Einsatz genehmigen wird.
Zuvor hatte Fox News berichtet, dass die USA eine Landungsgruppe – 4.500 Matrosen und Marinesoldaten – in den Nahen Osten entsandt haben.
Hochrangiger israelischer Politiker: "Neue israelische Grenze" im Libanon sollte der Litani-Fluss sein
Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich erklärte am Freitag, Israels militärische Eskalation im Libanon müsse "zu einer völlig anderen Realität führen, sowohl was die Hisbollah als auch die Veränderung der israelischen Grenzen betrifft".
In einem israelischen Radioprogramm fuhr Smotrich fort: "Ich sage hier ganz klar […] in jedem Raum und auch in jeder Diskussion: Die neue israelische Grenze muss der Litani [Fluss] sein."
Smotrichs Äußerungen erfolgten, nachdem Israel Brücken über den Litani angegriffen und damit Teile des Südlibanon effektiv vom Rest des Landes abgeschnitten hatte. Der libanesische Präsident Joseph Aoun bezeichnete die Angriffe als Vorboten einer Bodeninvasion.
Trump: "Ich und der Ajatollah" könnten die Straße von Hormus gemeinsam kontrollieren
Am Montag erklärte US-Präsident Donald Trump am Internationalen Flughafen Palm Beach, die iranische Führung habe von sich aus den Kontakt gesucht: "Sie haben angerufen. Ich habe nicht angerufen. Sie wollen einen Deal machen." Laut Trump wurde deshalb die für den Morgen geplante Zerstörung des größten iranischen Kraftwerks verschoben. Der Aufschub erfolgte im Kontext seines Ultimatums zur Öffnung der Straße von Hormus.
Hinsichtlich der strategischen Wasserstraße schlug Trump eine künftige gemeinsame Kontrolle vor: "Ich und der Ajatollah. Wer auch immer der Ajatollah ist." Im Falle einer Einigung kündigte er zudem an, das angereicherte Uran im Iran nicht zu belassen, sondern es sich "selbst zu holen".
Der iranische Politologe Seyed Mohammad Marandi dementierte jegliche "direkten oder indirekten" Gespräche entschieden. Marandi betonte, Iran werde dem Trump-Regime "keine Sekunde trauen" und habe die USA durch die Kontrolle der Straße von Hormus "an der Gurgel". Ohne iranische Zustimmung werde kein Öl fließen: "Die Zeit spielt definitiv auf der Seite Irans."
Gesundheitsministerium Libanons: Mehr als 1.030 Menschen seit Kriegsbeginn bei israelischen Angriffen getötet
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn der ausgeweiteten israelischen Offensive im Libanon am 2. März mindestens 1.039 Menschen getötet und 2.876 weitere verletzt.
Allein in den vergangenen 24 Stunden seien im gesamten Libanon mindestens zehn Menschen getötet und 90 weitere verletzt worden, fügte das Ministerium hinzu.
Bloomberg: Trump verschob weitere Angriffe auf Iran wegen Warnungen von Verbündeten
US-Präsident Donald Trump soll die Frist seines an Teheran gerichteten Ultimatums, mit dem er die Freigabe der Straße von Hormus erreichen wollte, verlängert haben, nachdem Verbündete der USA vor katastrophalen Risiken einer Fortsetzung des Konflikts gewarnt hatten. Dies berichtet Bloomberg unter Berufung auf informierte Quellen.
"Donald Trumps Entscheidung, die Frist für die Freigabe der Straße von Hormus zu verschieben, zielte teilweise darauf ab, die Energie- und Finanzmärkte zu beruhigen, wie informierte Quellen mitteilten; sie folgte auf hinter verschlossenen Türen geäußerte Warnungen von US-Verbündeten, dass der Krieg zu einer Katastrophe eskalieren könnte", schreibt die Agentur.
Wie die Publikation weiter berichtet, haben die Länder am Persischen Golf Trump dazu aufgerufen, von der Zerstörung der iranischen Infrastruktur abzusehen, um angeblich den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung in Iran zu verhindern und zu vermeiden, dass das Land nach Beendigung des Konflikts zu einem "failed state" wird.
Zuvor hatte der offizielle Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, am Montag erklärt, dass Teheran keine Verhandlungen mit Washington geführt habe, jedoch über Vermittler Botschaften der USA bezüglich des Wunsches nach Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges erhalten habe. Seinen Angaben zufolge seien in den letzten Tagen Botschaften einer Reihe befreundeter Länder bezüglich der Forderungen der USA nach Verhandlungen zur Beendigung des Krieges eingegangen, auf die eine Antwort gegeben worden sei. Diese enthielt Warnungen vor den schwerwiegenden Folgen jeglicher Art von Angriffen auf kritische iranische Infrastruktur sowie die Bereitschaft der iranischen Streitkräfte, entschlossen auf solche Handlungen zu reagieren.
Öl, Drohungen, Diplomatie: Der gefährliche Balanceakt im Iran-Konflikt
US-Präsident Donald Trump kündigt nach eigenen Angaben "fruchtbare" Gespräche mit dem Iran an und setzt Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur für fünf Tage aus – Teheran bestreitet jedoch jegliche Verhandlungen und sieht darin ein taktisches Manöver, während parallel weitere Angriffe durch die USA und Israel gemeldet werden. Der Politologe Seyed Mohammad Marandi betont im Video, dass man Trump im Iran grundsätzlich misstraue und mit Vergeltung rechne, sollte kritische Infrastruktur getroffen werden – bis hin zur möglichen Eskalation rund um die Straße von Hormus. Gleichzeitig warnt Russland vor Angriffen auf Nuklearanlagen und drängt auf Diplomatie, während Deutschland Gesprächsbereitschaft signalisiert, die Lage insgesamt jedoch hochgradig angespannt bleibt.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 23. März 2026]
Sergei Lawrow führte ein Telefonat mit Abbas Araghtschi
Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat am Montag mit dem Außenminister der Islamischen Republik Iran, Abbas Aragtschi, telefoniert.
Wie es in der offiziellen Pressemitteilung der russischen Seite dazu heißt, fand das Telefonat auf Initiative der iranischen Seite statt. Es wurde die Lage im Persischen Golf erörtert, die sich infolge der Aggression der USA und Israels drastisch verschlechtert hat. Sergei Lawrow habe darauf hingewiesen, dass die amerikanisch-israelischen Angriffe auf die iranische Nuklearinfrastruktur, einschließlich des Kernkraftwerks Buschehr, kategorisch inakzeptabel seien, da sie unzulässige Sicherheitsrisiken für das russische Personal mit sich brächten und katastrophale ökologische Folgen für alle Länder der Region ohne Ausnahme nach sich ziehen könnten. Beide Seiten äußerten sich besorgt über die gefährliche Ausweitung des von Washington und Tel Aviv provozierten Konflikts auf das Kaspische Meer.
Von russischer Seite, so die Presseerklärung weiter, wurde die Notwendigkeit einer unverzüglichen Einstellung der Kampfhandlungen und einer politischen Lösung unter Berücksichtigung der legitimen Interessen aller beteiligten Parteien, vor allem Irans, betont. An dieser Position werde sich Russland auch im UN-Sicherheitsrat orientieren.
Abbas Araghtschi dankte der russischen Führung für die der Islamischen Republik Iran gewährte substanzielle diplomatische und sonstige Unterstützung, einschließlich humanitärer Hilfe.
Feuer auf hoher See: US-Flugzeugträger steuert Kreta für Nothalt an
Die USS Gerald R. Ford ist am Montag zu einem außerplanmäßigen Zwischenstopp in der Bucht von Souda auf Kreta eingetroffen.
Laut Medienberichten folgt der Halt auf einen schweren Zwischenfall im Roten Meer. Am 12. März war an Bord des Kriegsschiffs ein Brand in einer Wäscherei ausgebrochen, der erst nach über 30 Stunden gelöscht werden konnte. Dabei erlitten über 200 Besatzungsmitglieder den Berichten zufolge Rauchgasvergiftungen und Hunderte Schlafplätze wurden unbewohnbar.
Der modernste Flugzeugträger der US-Marine befindet sich derzeit in einem verlängerten Einsatz im Nahen Osten. Der Vorfall ist der jüngste in einer Reihe technischer Pannen auf dem 13 Milliarden Dollar teuren Flaggschiff. Bereits Anfang des Jahres sorgten massive Probleme mit dem Vakuumabwassersystem für Schlagzeilen.
Trump legt nach und behauptet, er führe "wirklich gute Gespräche" mit Iran
Trotz der Dementis seitens Irans hat US-Präsident Donald Trump erneut erklärt, die USA und Iran befänden sich in Verhandlungen. Während eines Auftritts in Memphis, Tennessee sagte er:
"Wir führen derzeit einige wirklich gute Gespräche. Sie haben gestern Abend begonnen, oder besser gesagt, schon am Abend davor.
Und er ergänzte:
"Sie wollen Frieden. Sie haben zugestimmt, keine Atomwaffen zu besitzen."
Wie Ölmärkte auf Trumps Ankündigung reagierten
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Schläge gegen Irans Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen und Verhandlungen mit Teheran zu führen, hat für einen momentanen Rückgang des Ölpreises um 12 bzw. 14 US-Dollar pro Barrel geführt, wie der Graph des Preisverlaufs am Montag zeigt.
So wurde ein Barrel des Rohöls Marke "Brent" unmittelbar vor Trumps Auftritt für 112,98 US-Dollar gehandelt, binnen Minuten fiel der Preis auf 99,08 US-Dollar. Seitdem zog der Preis nur minimal an und ist von seinem Höchststand nach wie vor weit entfernt.
Irans Parlamentspräsident: Es gab keine Verhandlungen mit den USA
Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat bestritten, dass Gespräche zwischen Iran und den USA stattgefunden hätten. Er schloss sich damit der Erklärung des Außenministeriums an.
"Es haben keine Verhandlungen mit den USA stattgefunden, und Fake News werden genutzt, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren und dem Sumpf zu entkommen, in dem die USA und Israel gefangen sind", schrieb er auf X.
Iran fordere eine "vollständige und reumütige Bestrafung der Aggressoren", so der Parlamentspräsident in einem zweiten Beitrag. Solange dieses Ziel nicht erreicht sei, stünden alle Offiziellen Irans fest an der Seite des Obersten Führers und des Volkes.
"Alle iranischen Beamten stehen fest hinter ihrem Obersten Führer und ihrem Volk, bis dieses Ziel erreicht ist."
Außenministerium Irans bekräftigt: Bislang keine Verhandlungen mit Washington, aber durch Vermittler Angebote erhalten
Iran habe keine Verhandlungen mit den USA geführt, erklärte das Außenministerium der Islamischen Republik am Montagnachmittag.
Das Ministerium teilte mit, dass Teheran Botschaften von Vermittlern erhalten habe, in denen die USA den Wunsch nach Aufnahme von Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges zum Ausdruck gebracht hätten, und es seinen Standpunkt dargelegt habe.
Starmer sieht keine Bedrohung für Großbritannien durch Iran und fordert Deeskalation
Der britische Premierminister Starmer erklärte, routinemäßige Einschätzungen kämen zu dem Schluss, dass Großbritannien trotz der weltweiten Spannungen kein Ziel Irans sei. Starmer forderte eine Deeskalation des Konflikts sowie koordinierte Pläne hinsichtlich der Vorgehensweise bei einer Sperrung der Straße von Hormus.
Trump beharrt auf direktem Kontakt mit Teheran
US-Präsident Donald Trump äußerte sich am Montag in Florida gegenüber Reportern, bevor er an Bord der Regierungsmaschine Air Force One ging. Thema waren unter anderem die widersprüchlichen Angaben seitens Washington und Teheran zu möglichen aktuellen Konsultationen.
Trump nannte bei seinen Ausführungen laut dem US-Sender Fox News jedoch nicht explizit die an den Gesprächen beteiligten iranischen Vertreter namentlich, "erklärte jedoch direkt, er habe nicht mit Modtschtaba Chamenei gesprochen", der Anfang dieses Monats offiziell zum Obersten Führer Irans ernannt worden war.
Wörtlich gab er zu Protokoll:
"Wir haben zahlreiche Führungsgruppen. Sie wurden alle getötet. Eine sehr gefährliche Lage. Chamenei wurde getötet. Chameneis Sohn ist nicht auffindbar. Niemand weiß, was mit ihm geschehen ist. Sie haben noch einige Anführer übrig, denn wir haben Gruppe Nummer eins, Gruppe Nummer zwei und Gruppe Nummer drei ausgeschaltet. Aber wir glauben, dass sie Leute haben, die für das Land sehr repräsentativ sind und gute Arbeit leisten werden."
Bezugnehmend auf die unterschiedlichen Angaben zu direkten Kontakten führte Trump im gewohnten Duktus ausführlicher aus:
"Wir haben sehr, sehr intensive Gespräche geführt. Mal sehen, wohin sie führen. Wir sind uns in wesentlichen Punkten einig... Sie verliefen, würde ich sagen, perfekt. Ich würde sagen, wenn sie das umsetzen, wird das dieses Problem, diesen Konflikt beenden (...)
Sie wollen unbedingt eine Einigung erzielen. Wir wollen das auch. Wir werden uns heute treffen/kontaktieren [We're going to get together today], am Telefon... Wenn es gut läuft, werden wir eine Einigung erzielen. Andernfalls werden wir einfach weiter bombardieren, was das Zeug hält."
Der US-Präsident beharrte weiter darauf, zu behaupten, Washington habe mit Teheran "wichtige Gemeinsamkeiten" mit einem hochrangigen iranischen Vertreter ausgetauscht. Der Krieg könne beigelegt werden, wenn "die fünftägige Frist gut verläuft", so Trump weiter vor Journalisten.
Feuer auf hoher See: US-Flugzeugträger steuert Kreta für Nothalt an
Die USS Gerald R. Ford ist am Montag zu einem außerplanmäßigen Zwischenstopp in der Bucht von Souda auf Kreta eingetroffen. Laut Medienberichten folgt der Halt auf einen schweren Zwischenfall im Roten Meer.
Am 12. März war an Bord des Kriegsschiffs ein Brand in einer Wäscherei ausgebrochen, der erst nach über 30 Stunden gelöscht werden konnte. Dabei erlitten über 200 Besatzungsmitglieder den Berichten zufolge Rauchgasvergiftungen und Hunderte Schlafplätze wurden unbewohnbar.
Der modernste Flugzeugträger der US-Marine befindet sich derzeit in einem verlängerten Einsatz im Nahen Osten. Der Vorfall ist der jüngste in einer Reihe technischer Pannen auf dem 13 Milliarden Dollar teuren Flaggschiff. Bereits Anfang des Jahres sorgten massive Probleme mit dem Vakuumabwassersystem für Schlagzeilen.
Telefonat zwischen Teheran und Moskau
Am 23. März führte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ein Telefongespräch mit seinem Amtskollegen in Moskau, dem russischen Außenminister Sergei Lawrow.
Laut Kreml-Mitteilung erörterten beide Diplomaten die Lage am Persischen Golf, dies mit Blick auf die eskalierende Situation in der Region seit dem 28. Februar.
Minister Lawrow betonte im Gespräch, dass die Angriffe der USA und Israels auf die iranische Nuklearinfrastruktur "absolut inakzeptabel" seien. Gezielte Angriffe dieser Art bergen "unzumutbare Risiken für die Sicherheit des russischen Personals und könnten ausnahmslos für alle Länder der Region katastrophale ökologische Folgen haben", so Inhalte der Mitteilung.
Beide Seiten betonten ihre große Besorgnis über die andauernde gefährliche Ausweitung des von Washington und Tel Aviv provozierten Kriegs.
Seitens Moskaus wurde die dringliche Notwendigkeit "einer unverzüglichen Einstellung der Kampfhandlungen und einer politischen Lösung unter Berücksichtigung der legitimen Interessen aller beteiligten Parteien, vor allem Irans", nachdrücklich betont.
An dieser Position werde sich Russland auch im UN-Sicherheitsrat orientieren, teilte der russische Außenminister Lawrow seinem Amtskollegen Araghtschi mit.
"Hey Trump, du bist gefeuert" – Irans Militär zum 48-Stunden-Ultimatum
Am Sonntag hat der Sprecher der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran auf US-Präsident Donald Trumps 48-Stunden-Ultimatum reagiert. Demnach würden die Streitkräfte Israels und der USA am Montag beginnen, iranische Kraftwerke zu bombardieren, sofern Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffne.
Am Montag hatte Trump dann über seine sozialen Medien verkünden lassen, dass er aufgrund von "produktiven Gesprächen" mit Iran militärische Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur für fünf Tage aussetzen will.
Teheran dementiert Trump-Information zu Gesprächen
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet unter Berufung auf eine ungenannte Quelle, dass es "keine direkten oder indirekten Kontakte zu den Vereinigten Staaten" gebe. Ausgangslage für die Meldung ist der Truth-Social-Beitrag seitens des US-Präsidenten Donald Trump, der am Vormittag über vermeintliche "produktive Gespräche mit Teheran" informierte.
Wörtlich heißt es in der Fars-Meldung:
"Eine iranische Quelle sagte: Es gibt keinerlei direkte Verbindung zu Trump, auch nicht über Vermittler. Nachdem Trump von unseren Zielen erfahren hatte, nämlich allen westasiatischen Streitkräften Schaden zuzufügen, trat er einen Rückzug an."
Dies bezieht sich auch auf zurückliegende iranische Angriffe unter anderem auf Irak, die VAE und Saudi-Arabien.
Die Fars-Meldung wurde in der Times of Israel und seitens der Agentur Reuters zitiert.
Israels Außenminister attackiert deutschen Botschafter Seibert
Der scheidende Botschafter Deutschlands in Israel, Steffen Seibert, wurde für eine X-Mitteilung seitens des israelischen Außenministers Gideon Saar scharf attackiert.
Saar kritisierte, dass Seibert es wagte, neben den israelischen Opfern in den jüngsten provozierten Konflikten seitens der Netanjahu-Administration auch palästinensische Todesopfer und Verletzte zu erwähnen.
So schrieb er laut der Jerusalem Post wörtlich auf X:
"Botschafter Seibert fällt es schwer, Angriffe auf Israelis zu verurteilen, ohne die Palästinenser zu erwähnen. Gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter kommt – einer, der die israelisch-deutschen Beziehungen stärken wird."
Die ARD-Tagesschau erklärte zu der Kritik, dass der israelische Politiker "Seibert fehlende Empathie für Israel vorwarf". Der deutsche Botschafter hatte es gewagt, in seinem X-Beitrag auch auf israelische Siedlergewalt gegen palästinensische Dorfbewohner im Westjordanland hinzuweisen. So schrieb Seibert:
"Und in einer Parallelwelt: der gewalttätige Amoklauf von Siedlern in palästinensischen Dörfern nach dem tragischen und noch zu untersuchenden Tod eines ihrer Angehörigen."
Seibert, der während seiner Amtszeit Hebräisch gelernt hatte, soll laut Plänen in Berlin in diesem Sommer in den Ruhestand treten und durch Alexander Graf Lambsdorff, den derzeitigen deutschen Botschafter in Russland, ersetzt werden.
Trump zu Netanjahu-Justizermittlungen: Bibi muss sich auf den Krieg konzentrieren, nicht auf Unsinn
US-Präsident Donald Trump positioniert sich erneut offensiv an der Seite von Israels umstrittenem Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, um am Sonntag gegenüber dem israelischen Sender Channel 14 den israelischen Präsidenten Isaac Herzog scharf zu attackieren.
Trump bezeichnete Herzog wörtlich als "schwach und erbärmlich", so Haaretz zitierend (Bezahlschranke), ausgehend dessen angeblicher Zusage gegenüber dem US-Präsidenten, Premier Benjamin Netanjahu begnadigen zu wollen (RT DE berichtete). Trump monierte nun:
"Er hat mir mehrfach, mehr als einmal, gesagt, dass er ihn begnadigen würde, und er hat mich belogen."
Der US-Präsident hatte zuvor immer wieder dieses Thema direkt angesprochen, samt seiner Forderung einer Begnadigung von Netanjahu. Zuvor hatte er laut Haaretz-Zitat Präsident Herzog auch als "schwachen und nutzlosen Menschen" tituliert und ihm vorgeworfen, die Frage der Begnadigung als politisches Druckmittel zu nutzen. Nun erklärte Trump wörtlich im Interview:
"Bibi muss sich auf den Krieg konzentrieren, nicht auf Unsinn."
Ein hochrangiger israelischer Beamter widersprach laut israelischen Medien Trumps Darstellung und erklärte, Herzog habe "ein solches Versprechen nie abgegeben und den Beratern Trumps mitgeteilt, er werde die Bitte im Einklang mit den rechtlichen Verfahren prüfen".
Trump setzt Angriffe auf iranische Kraftwerke für fünf Tage aus
US-Präsident Donald Trump veröffentlichte am Montagmittag eine Mitteilung auf Truth Social, laut der Washington direkte Gespräche mit Teheran führte. So heißt es wörtlich in dem Beitrag:
"Ich freue mich, berichten zu können, dass die Vereinigten Staaten von Amerika und Iran in den letzten zwei Tagen sehr gute und produktive Gespräche über eine vollständige und umfassende Beilegung unserer Feindseligkeiten im Nahen Osten geführt haben."
Ausgehend dieser Information, die seitens Teherans bis dato nicht kommentiert oder bestätigt wurde, heißt es weiter:
"Auf der Grundlage des Charakters und des Tons dieser gründlichen, ausführlichen und konstruktiven Gespräche, die sich im Laufe der Woche fortsetzen werden, habe ich das Kriegsministerium angewiesen, alle militärischen Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur für einen Zeitraum von fünf Tagen auszusetzen."
Die Anordnung erfolge "vorbehaltlich des Erfolgs der laufenden Treffen und Gespräche", so die abschließende Oval-Office-Information auf Truth Social.
Peskow: Gerücht über Kreml-Geheimdienstvorschlag an Trump unwahr
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte sich zu Wochenbeginn zu Mediengerüchten, laut denen Moskau vermeintlich dem Oval Office angeboten hätte, den Austausch von Geheimdienstinformationen mit Iran einzustellen, falls Washington keine Daten an die Ukraine weitergeben sollte.
Dazu erklärte der Pressesprecher:
"Wir haben die Meldung zur Kenntnis genommen; sie fällt in die Kategorie der unwahren, genauer gesagt der lügnerischen Meldungen."
In der Vorwoche berichtete das Portal Politico unter Berufung auf ungenannte Quellen, dass Moskau vermeintlich den USA einen Deal vorgeschlagen habe, wonach Russland die Weitergabe von Geheimdienstinformationen an Iran – wie beispielsweise die genauen Koordinaten amerikanischer Militärstützpunkte im Nahen Osten – einstellen werde, sofern Washington die Weitergabe von Daten über russische Einrichtungen an die Ukraine einstelle.
Den Quellenangaben zufolge soll eine derartige Offerte von dem russischen Gesandten Kirill Dmitrijew gegenüber den Vertretern der US-Regierung Steve Witkoff und Jared Kushner während eines Treffens in Miami unterbreitet worden sein.
Washington lehnte diesen Vorschlag laut Medienmeldungen demnach ab. Dmitrijew bezeichnete den Bericht des Portals als schlichte "Fake-News".
In der Vorwoche hatte das Weiße Haus die Frage nach einer "Weitergabe von Geheimdienstinformationen durch Russland" an Teheran bereits als unsinnig bezeichnet.
Peskow: Ermordung iranischer Führer wird Konsequenzen haben
Die Tötung iranischer Führer durch die Vereinigten Staaten und Israel wird sehr tiefgreifende Folgen nach sich ziehen, erklärte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, gegenüber dem Journalisten Pawel Sarubin. "Das kann nicht ohne Konsequenzen bleiben", fügte Peskow hinzu.
Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin in einem Gespräch mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian die unveränderte Haltung Russlands bekräftigt, wonach eine sofortige Einstellung der Kampfhandlungen und der Verzicht auf eine gewaltsame Lösung der Probleme im Nahen Osten gefordert werden.
Zudem sprach er sein Beileid zum Tod des Obersten Führers Irans, Ajatollah Ali Chamenei, aus, der am 28. Februar bei US-amerikanisch-israelischen Luftangriffen getötet wurde.
Teheran droht mit Minenverlegung, sollten Irans Küsten oder Inseln angegriffen werden
Die politische Führung in Teheran drohte am Montagvormittag damit, im Persischen Golf Seeminen auszulegen, "sollten die USA und Israel unsere Küsten oder Inseln angreifen".
In einer von der Nachrichtenagentur Fars veröffentlichten Mitteilung erklärte der Nationale Verteidigungsrat Irans, jeder Versuch des "Feindes", genannte Landesabschnitte anzugreifen, würde zur unmittelbaren Verminung der Zugangswege und Kommunikationslinien im gesamten Golf führen.
In der Vorwoche berichteten US-Medien, dass das Pentagon in Erwägung ziehe, die iranische Insel Kharg – den wichtigsten Ölexportknotenpunkt des Landes – militärisch zu besetzen oder zu blockieren, um Teheran damit zu zwingen, die Straße von Hormus wieder für den gesamten Schiffsverkehr freizugeben.
In der heutigen Mitteilung heißt es warnend, dass die Reaktion "verschiedene Arten von Seeminen umfassen" würde, darunter "schwimmende Minen, die von der Küste aus zu Wasser gelassen werden" könnten.
In der Erklärung wird weiter unmissverständlich dargelegt, dass in einem solchen Szenario der gesamte Persische Golf "über einen längeren Zeitraum mit ähnlichen Bedingungen wie die in der Straße von Hormus konfrontiert wäre", wodurch auch dieser Seeweg praktisch gesperrt würde.
Abschließend lautet die Erinnerung:
"Man sollte nicht vergessen, dass in den 1980er Jahren mehr als 100 Minensuchboote bei der Beseitigung einiger weniger Seeminen gescheitert sind."
Der Rat kommentierte zudem erneut, dass "nicht kriegführende Länder" die Straße von Hormus "in Abstimmung mit Iran" sicher passieren könnten.
Rutte: 22 Staaten werden Straße vor Hormus für internationalen Schifffahrtsverkehr sichern
NATO-Generalsekretär Mark Rutte gab gegenüber dem US-Sender CBS News kommende Pläne zu Protokoll, laut denen eine Gruppe von 22 Staaten – vorwiegend NATO-Mitglieder – sich zeitnah zusammenschließen wird, "um die Straße von Hormus wieder befahrbar zu machen".
Diese Notwendigkeit resultiere aus den jüngsten Vorwürfen Washingtons. US-Präsident Trump bezeichnete in der Vorwoche die NATO wörtlich als "Papiertiger ohne die USA", um zu erklären:
"Sie beschweren sich über hohe Ölpreise, wenn sie zur Zahlung gezwungen sind, wollen sie aber nicht dabei helfen, die Straße von Hormus zu öffnen."
Rutte erklärte den US-Zuschauern am Sonntag:
"Es ist also nur logisch, dass die europäischen Länder ein paar Wochen gebraucht haben, um sich zu einigen, doch im Moment lautet die gute Nachricht: Seit Donnerstag haben sich 22 Länder zusammengeschlossen, die meisten davon NATO-Mitglieder, aber auch Japan, Korea, Australien, Neuseeland, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate."
Bei den Konsultationen ging es laut dem NATO-Chef vordergründig darum, drei dringende Fragen zu beantworten:
"Was brauchen wir? Wann brauchen wir es? Und wo brauchen wir es? Diese drei Fragen werden nun geklärt, um dem Aufruf des Präsidenten nachzukommen und sicherzustellen, dass wir die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus gewährleisten."
US-geführter Schah-Sohn Reza Pahlavi hinterfragt Trump-Strategie
Der in den USA lebende Schah-Sohn Reza Pahlavi, seit Jahren laut US-israelischer Pläne als kommender Mann nach einem Machtwechsel in Teheran betreut und aufgebaut (RT DE berichtete), attackiert im Rahmen eines X-Beitrags die militärische Strategie im Weißen Haus. So heißt es einleitend im Beitrag:
"Iran ist nicht die Islamische Republik."
Pahlavi erläutert weiter ausführend seine Kritik zu den Bombardierungen seitens Washingtons und Tel Avivs:
"Die zivile Infrastruktur Irans gehört dem iranischen Volk und der Zukunft eines freien Irans. Die Infrastruktur der Islamischen Republik ist das Instrumentarium der Unterdrückung und des Terrors, mit dem verhindert wird, dass diese Zukunft Wirklichkeit wird. Iran muss geschützt werden. Das Regime muss abgeschafft werden."
Wörtlich erwartet Pahlavi hinsichtlich der Fortführung eines anvisierten und erhofften Machtwechsels in Teheran:
"Ich bitte Präsident Trump und Ministerpräsident Netanjahu, weiterhin gezielt gegen das Regime und dessen Unterdrückungsapparat vorzugehen, dabei jedoch die zivile Infrastruktur zu verschonen, die die Iraner für den Wiederaufbau unseres Landes benötigen."
EU-Verteidigungskommissar: Produktion zur Raketenabwehr muss massiv hochgefahren werden
Andrius Kubilius, Ex-Regierungschef von Litauen und amtierender erster EU-Verteidigungskommissar des Bündnisses, fordert im Interview mit der Augsburger Allgemeine (AA/Bezahlschranke), dass die Mitgliedsstaaten "massiv in die eigene Luftverteidigung investieren" müssten, dies ausgehend vom Status quo in Iran.
Wörtlich heißt es weiter im Artikel:
"Kubilius sorge sich als Konsequenz des Irankriegs um die europäische Luftverteidigung, dies gelte insbesondere auch für die Ukraine. Die Ukrainer brauchten dringend die Patriotsysteme, doch seien diese gerade am Golf sehr gefragt."
Kubilis argumentiert bestätigend, die Notwendigkeit resultiere aus der Gefahr, dass die USA "morgen die NATO verlassen, weil niemand ihm [Trump] in der Straße von Hormus aushelfen will", so die AA-Redaktion inhaltlich in der Vorfrage zuspielend. Kubilis erklärt:
"Das ist die Frage. Genau deshalb müssen wir hochfahren. Finanziell und in der Produktion."
Da US-Patriot-Systeme aktuell im Nahen Osten "sehr gefragt" seien, laute die nötige Konsequenz:
"Es wird dauern, bis die entstandene Lücke geschlossen ist. Deshalb müssen wir über europäische Raketenabwehrsysteme nachdenken."
Zu der Frage, ob Europa im Rahmen der NATO "eine eigene nukleare Abschreckung aufbauen" sollte, führte der EU-Verteidigungskommissar aus:
"Es gibt keinen Grund, am atomaren Schutzschirm der NATO zu zweifeln. Wir sollten sehen, dass wir unsere konventionellen Kapazitäten erhöhen."
Medien: Israeli wohl durch IDF-Angriff getötet
Der katarische Sender Al Jazeera berichtet über ein Ereignis, laut dem die israelische Armee einen "tödlichen Artilleriefehler nahe der libanesischen Grenze eingeräumt" habe.
Der Sender zitiert dabei die israelische Rundfunkbehörde, die am Wochenende berichtete, dass eine Untersuchung des Todes eines 60-jährigen Israelis in der Siedlung Misgav im Norden Israels zu dem Ergebnis gekommen sei, "dass dieser durch israelisches Feuer getötet wurde", so die Meldung.
In dem Bericht heißt es laut den IDF-Auswertungen
"Eine in der Nähe stationierte Artillerieeinheit hat beim Beschuss des Libanon einen Fehler begangen, und mehrere Granaten schlugen innerhalb des Kibbuz ein."
In einer ersten Stellungnahme am Sonntag teilte die israelische Armee demgegenüber mit, dass "eine aus dem Libanon abgefeuerte Rakete Opfer und Sachschäden verursacht" habe. Im Verlauf des Sonntags musste diese Meldung dann korrigiert werden, da nach dem Vorfall "eine umfassende Untersuchung unter Einbeziehung aller zuständigen Behörden" durchgeführt wurde.
Internationale Energieagentur warnt vor historischer Energiekrise
Fatih Birol, türkischer Wirtschaftswissenschaftler und Energieexperte sowie seit dem Jahr 2015 Exekutivdirektor der Internationalen Energie-Agentur (IEA) in Paris, erklärte am Wochenende, dass die aktuelle Situation durch den provozierten US-israelischen Angriffskrieg gegen Iran die "größte Bedrohung der Energiesicherheit in der Menschheitsgeschichte" darstellen würde.
Gegenüber der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ/Bezahlschranke) gab er zu Protokoll:
"Ich habe nicht den Eindruck, dass die politischen Entscheidungsträger die Tragweite des Problems, in dem wir uns befinden, schon verstanden haben."
Weiter heißt es zu dem mahnenden Blick des IEA-Direktors auf die aktuell angespannte Lage in der Kriegsregion:
"So sei das Ölangebot in den beiden Krisenjahren 1973 und 1979 zusammen um etwa zehn Millionen Barrel am Tag geschrumpft – während es aktuell elf Millionen Barrel am Tag seien. 'Der Schaden ist also größer als bei diesen beiden großen Ölpreisschocks zusammen', betonte Birol."
Bezogen auf die Situation im Gasgewerbe seien die Aussichten laut Birol noch bedenklicher, um zu erklären, dass das Angebot nach den Ereignissen in der Ukraine "um 75 Milliarden Kubikmeter gesunken sei", demgegenüber die aktuellen Verluste im Mittleren Osten "sich auf etwa 140 Milliarden Kubikmeter belaufen, also fast das Doppelte", so die Darlegungen.
Laut Aussagen gegenüber der FAZ-Redaktion würde Birol der deutschen Regierung abraten, mit Russland wieder in das Gasgeschäft einzusteigen, da das russische Gas "nicht billig ist, da es an die Ölpreise gekoppelt und deshalb genauso hoch sei wie die aktuellen Gaspreise in Europa", so einer von drei genannten Gründen. Weiter heißt es:
"Zweitens sei ein höherer Bezug technisch nicht möglich, weil die Nord-Stream-1-Pipeline zerstört und Nord Stream 2 nie zertifiziert worden sei. [...] Drittens könne Russland nicht mehr als zuverlässiger Partner angesehen werden."
Trump auf Truth Social im Orwell-Stil: "Frieden durch Stärke"
US-Präsident Donald Trump verfasste mit seinem Social-Media-Team einen prägnanten Satz für einen Beitrag auf Truth Social. Zudem nutzte diesen auch das Weiße Haus auf X.
Nutzer der sozialen Medien kommentierten, dass die Wortwahl sie sehr stark an die Orwell-Aussage "Krieg ist Frieden" erinnere. So heißt es lediglich:
"Frieden durch Stärke"
Ergänzend heißt es dann weiter in dem Truth-Social-Beitrag: "… um es milde auszudrücken".
IDF-Kräfte bombardieren andauernd Teheran
Das israelische Militär hat am gestrigen Sonntagabend und in der Nacht neue Angriffe auf Irans Hauptstadt Teheran gestartet.
Laut IDF-Angaben sei eine "großangelegte Angriffswelle" auf Teheran geflogen worden. Ziel sei es vermeintlich, die "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes zu zerstören", teilte die israelische Armee auf Telegram mit.
Arabische Nachrichtenagenturen berichteten von schweren Explosionen in mehreren Teilen der iranischen Hauptstadt. Dabei kam es auch zu Einschlägen in Wohngebieten. Der arabische Sender Al Jazeera sprach von "beispiellosen Detonationen", vor allem in den östlichen Vierteln der Stadt.
Zudem wurde bekannt, dass ein US-israelischer Angriff auf einen Radiosender in der iranischen Stadt Bandar Abbas einen Angestellten tötete und für weitere Verletzte verantwortlich ist.
Die Flugabwehr war laut Meldungen die ganze Nacht im Dauereinsatz, wie auch die Rettungsorganisation Roter Halbmond.
22.03.2026 20:50 Uhr
Irans Außenminister: Nicht wir haben die Straße von Hormus geschlossen
Weniger als 24 Stunden sind noch übrig von Donald Trumps 48-Stunden-Ultimatum, nach dessen Ablauf er noch massivere Angriffe angekündigt hat. Irans Außenminister Seyed Abbas Araghtschi hat nun nochmals auf dieses Ultimatum erwidert und erklärt, es sei schließlich nicht Iran, der den derzeitigen Zustand herbeigeführt habe.
"Die Straße von Hormus ist nicht geschlossen. Die Schiffe zögern, weil die Versicherer den selbstgesuchten Krieg fürchten, den ihr begonnen habt – nicht Iran.
Kein Versicherer – und kein Iraner – wird durch weitere Drohungen überzeugt werden. Versucht es mit Respekt.
Die Freiheit der Schifffahrt kann nicht sein ohne die Freiheit des Handels. Respektiert beide – oder erwartet keine von beiden."
Die erwähnte Handelsfreiheit bezieht sich auf die unzähligen gegen Iran verhängten Sanktionen.
Iran: 210 Kinder getötet, 300 medizinische Einrichtungen beschädigt
Der iranische Gesundheitsminister nannte am Sonntag einige Daten, wie stark zivile Einrichtungen und Zivilisten von den Angriffen betroffen waren.
Mindestens 210 Kinder seien bisher ums Leben gekommen, und 1.510 seien bei den Angriffen im ganzen Land verwundet worden. 300 medizinische Einrichtungen wurden beschädigt, darunter Kliniken und Notaufnahmen. Außerdem wurden 30 Krankenwagen beschädigt, und die Rettungsdienste haben große Schwierigkeiten.
23 Ärzte und Sanitäter sind in diesem Zeitraum bei der Ausübung ihres Berufs getötet worden.
Mit ein Grund dafür dürfte in den "Doppelschlägen" zu sehen sein, wie es sie bereits beim Angriff auf die Mädchenschule zu Beginn des Krieges gab und wie sie inzwischen mehrfach auf Video dokumentiert wurden. Dabei gab es zwei Angriffe auf dasselbe Ziel, die erst dann erfolgen, wenn Rettungsmannschaften bereits vor Ort sind.
Armeesprecher: Bei Angriff auf Irans Kraftwerke bleibt Hormus dauerhaft geschlossen
Ebrahim Solfaghari, Sprecher der iranischen Armee, erläuterte, mit welcher Reaktion vonseiten Irans zu rechnen ist, wenn US-Präsident Donald Trump seine Ankündigung, iranische Kraftwerke anzugreifen, wahr macht:
"Folgende Strafmaßnahmen werden sofort umgesetzt:
- Die Straße von Hormus wird vollständig geschlossen und nicht wieder geöffnet, bis unsere beschädigten Kraftwerke wiederaufgebaut sind.
- Alle Kraftwerke und die Energie- und Informationstechnologie-Infrastruktur Israels werden umfassend angegriffen.
- Alle ähnlichen Unternehmen in der Region, die US-amerikanische Teilhaber haben, werden vollständig zerstört.
- Kraftwerke in Ländern in der Region, die US-Basen beherbergen, gelten als legitime Ziele."
Telefonat von Abbas Araghtschi mit Kaja Kallas
Das iranische Außenministerium meldet, Außenminister Araghtschi habe mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas telefoniert. Das Gespräch habe sich um die politischen, humanitären und Sicherheitsfolgen der israelischen und US-amerikanischen Angriffe auf den Iran gedreht.
Die EU bestätigte, dass das Gespräch stattgefunden hat, Details wurden jedoch keine veröffentlicht.
Die US-Amerikaner lehnen den Iran-Krieg ab
Eine neue Umfrage von CBS und YouGov unterstreicht abermals, dass der Krieg gegen den Iran in der US-Bevölkerung keinen Rückhalt hat.
Zwei Drittel der Befragten bestätigten die Aussage, das sei ein durch die US-Regierung gewählter, kein notwendiger Krieg. Und aus den 56 Prozent, die ihn am 3. März abgelehnt haben, wurden mittlerweile 60 Prozent. Dabei gehen inzwischen 37 Prozent davon aus, dass dieser Krieg Monate dauern wird; 14 Prozent rechnen sogar mit Jahren, nur 19 Prozent erwarten, dass er bald endet. Dabei sind die meisten überzeugt, dass dieser Krieg die USA sowohl kurzfristig (49 Prozent) als auch langfristig (42 Prozent) weniger sicher machen wird, 24 und 22 Prozent meinen, es gebe keinen Unterschied, und nur 27 bzw. 36 Prozent erwarten, dass die USA dadurch sicherer werden.
68 Prozent meinen nach wie vor, dass die Trump-Regierung den Grund für diesen Militäreinsatz nicht gut erklärt hat. 92 Prozent meinen, die Regierung solle den Konflikt so schnell wie möglich beenden. Allerdings – 53 Prozent fänden es nicht akzeptabel, wenn die derzeitige Führung dort weiter an der Macht bliebe (47 Prozent sehr wohl). 57 (gegen 43) Prozent denken jedoch, dass der Konflikt für die USA schlecht läuft.
85 Prozent bestätigen, dass die Benzinpreise in ihrer Gegend gestiegen sind. Fast ein Drittel erwartet, dass die Wirtschaft in den USA im nächsten Jahr in einer Rezession ist, 26 Prozent rechnen mit einer Verlangsamung. 42 Prozent denken, sie hält sich oder wächst. Aber nur 33 Prozent wären bereit, wegen des Krieges mehr an der Tankstelle zu zahlen. 67 Prozent lehnen das ab.
Hormus: Durchfahrt gegen Gebühr
Der CNN-Reporter Frederik Pleitgen, der derzeit tatsächlich im Iran ist, bestätigte, dass der Iran beabsichtige, die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gebührenpflichtig zu machen. Dieser Punkt war Teil der Bedingungen, die schon zuvor genannt worden waren, um passieren zu können – neben einer Abwicklung des Öl- oder Erdgashandels in Yuan und nicht in US-Dollar.
Pleitgen bezieht sich auf eine Quelle im Iran: "Wir werden Israel weiter unter Druck setzen und ein neues rechtliches Regime in der Straße von Hormus einrichten", zitiert er. Trump werde "früher oder später aus der Falle kommen, die Netanjahu für ihn gestellt hat, und die Bedingungen des Iran akzeptieren".
Die Gebühren sollen bis zu 2 Millionen US-Dollar pro Tanker betragen.
Rückzug der USA aus Bagdad?
Nach Angaben eines Sprechers der irakischen Widerstandsgruppen haben die US- und NATO-Truppen um eine Waffenruhe von 24 Stunden gebeten, um aus Bagdad abzuziehen. Das meldete Al Mayadeen.
Die meisten Gruppen, so der Sprecher weiter, hätten dem zugestimmt, sofern auch ihre Orte nicht angegriffen würden. Die Bitte wurde durch die irakische Regierung übermittelt. Seit die USA im Januar ihre Stützpunkte in Bagdad an den Irak übergeben haben, gibt es noch das Baghdad Diplomatic Support Center am internationalen Flughafen von Bagdad, und eine militärische Präsenz auf dem Gelände der US-Botschaft. Beides wurde von irakischen Widerstandsgruppen zuletzt angegriffen.
Gestern soll ein Flugzeug der NATO die Landung in Bagdad abgebrochen haben, weil es unter Feuer geriet.
Die US-Truppen seien nun, so der Sprecher weiter, im Irak auf die kurdischen Gebiete beschränkt, nachdem sie aus anderen Gegenden vertrieben wurden. Die NATO-Mission im Irak wird derzeit evakuiert. Unter den Evakuierten befanden sich auch Soldaten der Bundeswehr.
Libanon: "Wie wir es in Gaza gemacht haben"
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte am Sonntag, die israelische Armee werde die libanesischen Dörfer entlang der Grenze "nach dem Modell, das wir in Rafah und Beit Hanoun in Gaza angewandt haben", zerstören. Beide Städte wurden weitgehend dem Erdboden gleichgemacht.
Außerdem würden alle Brücken südlich des Litani-Flusses zerstört.
Den Befehl dafür hätten, so meldete die israelische Zeitung Haaretz, Katz und Premierminister Netanjahu erteilt.
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden heute bereits fünf Menschen durch israelische Angriffe getötet und 46 verletzt.
Straße von Hormus: An Bord der Schiffe droht eine humanitäre Krise
Im Persischen Golf sitzen nicht nur mehr als 3.200 Schiffe fest, es sind auch Tausende Seeleute, deren Lage immer kritischer wird, weil ihre Vorräte zu Ende gehen. Üblicherweise würden die Schiffe dann versuchen, einen Hafen anzulaufen, um ihre Vorräte aufzustocken. Das Problem: Es gibt Meldungen, nach denen ihnen das von den Golfanrainerstaaten nicht gestattet wird.
"Ich habe gerade von einem Besatzungsmitglied auf einem der 3.200 Schiffe gehört, die im Persischen Golf festsitzen.
Ein Schiff rief die örtliche Hafenbehörde an und bat um Genehmigung, anzulegen, da es kein Wasser mehr hätte. Die Genehmigung wurde ihnen verweigert!
Viele Schiffe befinden sich in derselben Lage; Vorräte, Nahrung und Treibstoff gehen zu Ende. Die Häfen sind überfüllt und die Sicherheitslage ist so, dass sie den Schiffen die Genehmigung zum Andocken verweigern.
Die Mannschaften können nicht von Bord gehen, und Ersatzmannschaften können nicht einfliegen."
In den letzten Tagen hat sich an dieser Lage nichts geändert. Nach dem internationalen Seerecht wären Anrainerstaaten verpflichtet, den Seeleuten auf diesen Schiffen zu helfen, da etwa ein Mangel an Wasser als "in danger of being lost" gilt. Wenn der Not nicht abgeholfen wird, wäre es auch legal, wenn die Besatzung das Schiff aufgibt, um sich selbst in Sicherheit zu bringen. Derzeit wird auf vielen Schiffen bereits Wasser und Nahrung rationiert.
Netanjahus Sohn: Krieg gegen Iran verhindert atomaren Dritten Weltkrieg
Mehrere Einschläge in Zentralisrael nach Raketenangriff
Israelische Medien melden mehrere "Einschläge" in Zentralisrael nach der jüngsten Raketenoffensive des Iran.
Der israelische Sender Kann veröffentlichte ein Foto, das offenbar einen Krater in der Nähe eines Parkplatzes zeigt, ohne den genauen Ort zu nennen.
Die Times of Israel zitiert den israelischen Rettungsdienst, der bislang keine Berichte über Verletzte erhalten habe.
Iran meldet Schäden an Wasser- und Energieinfrastruktur im Zuge US- und israelischer Angriffen
Nach Angaben iranischer Behörden hat die kritische Wasser- und Energieinfrastruktur des Landes durch US- und israelische Angriffe auf zehntausende zivile Einrichtungen schwere Schäden erlitten.
"Die lebenswichtige Wasser- und Strominfrastruktur des Landes wurde nach Terror- und Cyberangriffen der Vereinigten Staaten und des zionistischen Regimes stark beschädigt", erklärte Energieminister Abbas Aliabadi laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA. "Die Angriffe richteten sich gegen Dutzende von Wassertransmissions- und Aufbereitungsanlagen und zerstörten Teile kritischer Wasserversorgungsnetze." Reparaturmaßnahmen seien bereits im Gange.
Der Leiter des Iranischen Roten Halbmonds, Pirhossein Kolivand, gab an, dass die Zahl der beschädigten zivilen Einrichtungen "laut aktuellen Feldbewertungen 81.365 erreicht" habe.
Die Zahl umfasse Wohn- und Geschäftseinheiten, Schulen, medizinische Einrichtungen sowie Fahrzeuge.
Tanker stehen vor der Straße von Hormus in einer langen Warteschlange, da der Schiffsverkehr infolge der Krise stark eingeschränkt ist. US‑Präsident Donald Trump ist es bisher trotz seiner Drohkulisse nicht gelungen, Iran dazu zu bewegen, die Meerenge vollständig zu öffnen.
Augenzeugenberichte, darunter von zwei iranischen Journalisten, zeigen, dass viele Schiffe ihre Motoren abgestellt haben und auf eine Durchfahrtserlaubnis warten.
WHO-Chef warnt vor Eskalation durch Angriffe nahe Nuklearanlagen
Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat angesichts von Angriffen im Umfeld von Nuklearanlagen in Iran und in Israel vor einer gefährlichen Eskalation gewarnt. Der Krieg im Nahen Osten habe eine "äußerst kritische Phase" erreicht, schrieb er auf X.
In der Nacht zum Samstag schlugen offenbar Raketen, die auf Israels Nuklearforschungszentrum in Dimona zielten, in der nahegelegenen Stadt Dimona sowie in Arad ein.
Iran erklärte, der Angriff sei eine Reaktion auf einen früheren Schlag gegen seine Nuklearanlage in Natanz. Dort befinden sich unterirdische Zentrifugen zur Urananreicherung für das umstrittene iranische Atomprogramm; die Anlage war bereits im Krieg im Juni 2025 beschädigt worden.
"Angriffe auf Nuklearanlagen stellen eine zunehmende Bedrohung für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt dar", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.
"Ich rufe alle Parteien dringend zu größtmöglicher militärischer Zurückhaltung auf und dazu, jede Handlung zu vermeiden, die nukleare Zwischenfälle auslösen könnte. Die Verantwortlichen müssen der Deeskalation Priorität einräumen und Zivilisten schützen", so Tedros weiter.
Zudem erklärte er, dass die Internationale Atomenergie-Organisation die Angriffe untersuche. "Es gibt bislang keine Hinweise auf erhöhte oder ungewöhnliche Strahlenwerte außerhalb der betroffenen Anlagen."
Iran trollt EU: Wir können euch helfen, Grönland vor Trump zu beschützen
Israels Verteidigungsminister droht: Iran um Jahrzehnte zurückwerfen
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat Iran als Reaktion auf dessen Angriffe mit massiven Vergeltungsmaßnahmen gedroht und dem Land vorgeworfen, gezielt Zivilisten anzugreifen.
"Wenn das so weitergeht, werden wir Iran so hart treffen, dass es um Jahrzehnte zurückgeworfen wird", sagte Katz bei einem Besuch am Einschlagsort einer Rakete in der südlichen Stadt Arad, bei dem in der Nacht zahlreiche Menschen verletzt wurden.
Katz behauptete zudem, die iranischen Revolutionsgarden würden "absichtlich auf Bevölkerungszentren schießen", um innenpolitischen Druck auf die israelische Regierung auszuüben und ein Ende des Krieges zu erzwingen.
"Das wird nicht passieren", so Katz. "Die Heimatfront ist stark."
Israel meldet Tötung von Hisbollah-Kommandeur im Südlibanon
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben bei einem Angriff im Südlibanon einen Kommandeur der Hisbollah sowie zwei weitere Kämpfer getötet.
In einer Mitteilung hieß es, Abu Khalil Barji, ein Kommandeur der Hisbollah-Eliteeinheit Radwan, sei bei einem Luftangriff in der Region Majdal Selm ums Leben gekommen. Zwei weitere Mitglieder der Miliz seien ebenfalls getötet worden.
Zudem habe das Militär weitere Angriffe auf mutmaßliche Hisbollah-Infrastruktur in mehreren Gebieten im Südlibanon durchgeführt.
Die Angaben lassen sich bislang nicht unabhängig überprüfen. Seit Beginn der Eskalation wurden im Libanon nach Berichten mehr als 1.000 Menschen durch israelische Angriffe getötet, darunter über 100 Kinder.
Nach den gestrigen iranischen Angriffen in Israel gibt es mindestens 180 Verletzte
Bei iranischen Raketenangriffen auf die südlichen Städte Dimona und Arad sind nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums mindestens 180 Menschen verletzt worden. In Dimona befindet sich Israels wichtigste Atomanlage.
Das iranische Staatsfernsehen bezeichnete die Angriffe vom Samstag als "Reaktion" auf einen Angriff auf die Urananreicherungsanlage in Natanz am selben Morgen.
Das israelische Ministerium für Wohlfahrt und soziale Sicherheit unterstützt nach Medienberichten mehr als 2.700 Menschen, die infolge iranischer Angriffe ihre Häuser verlassen mussten.
Darunter sind rund 1.000 Einwohner aus den südlichen Städten Arad und Dimona, die über Nacht besonders schwer getroffen wurden.
USA melden 8.000 Angriffe auf Iran: "Größte Zerschlagung einer Marine seit Zweitem Weltkrieg"
Iran droht bei US‑Angriff auf eigene Energieinfrastruktur mit Vergeltung gegen regionale Energie‑ und Versorgungsanlagen
Der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, warnte, dass Angriffe auf iranische Kraftwerke "sofort" mit Vergeltungsschlägen auf Energie- und Öl-Infrastruktur in der gesamten Region beantwortet würden.
"Kritische Infrastruktur sowie Energie- und Öl-Infrastruktur in der gesamten Region werden als legitime Ziele betrachtet und unwiderruflich zerstört. Die Ölpreise werden langfristig steigen", schrieb Ghalibaf auf X.
Die Äußerungen folgen auf die Drohung von US-Präsident Donald Trump am Samstag, iranische Kraftwerke anzugreifen, falls die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden vollständig wiederhergestellt werde.
Explosion in der Nähe eines Schiffes vor der Küste der VAE gemeldet
Ein Massengutfrachter meldete eine Explosion durch ein unbekanntes Projektil in der Nähe seiner Position vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate. Wie die United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO) mitteilte, blieben alle Besatzungsmitglieder unversehrt.
Der Vorfall ereignete sich laut UKMTO etwa 15 Seemeilen nördlich von Sharjah. Das Ziel des Angriffs konnte bislang nicht eindeutig identifiziert werden, und die Behörden ermitteln.
Schiffe in der Region wurden dazu aufgefordert, mit Vorsicht zu fahren.
Dimona: Iranische Rakete schlägt nahe Atomanlage ein
Mehrere Verletzte nach iranischem Raketenangriff bei Tel Aviv – Rakete der Hisbollah im Norden tötet einen Menschen
Nach dem Raketenangriff Irans auf Zentralisrael wurden 15 Menschen von Magen David Adom (MDA) behandelt, die meisten nur leicht verletzt. Die ballistische Rakete trug einen Sprengkopf mit Streubomben, der eine große Fläche traf. Das berichtete The Times of Israel am Sonntag.
Das Tel Aviv Sourasky Medical Center – Ichilov Hospital meldet, dass vier der sieben eingelieferten Verletzten in mäßigem Zustand sind. Die schwerste Verletzung erlitt ein 53-jähriger Mann, der nach einer Explosion in mäßigem Zustand ins Krankenhaus gebracht wurde.
Eine Rakete der Hisbollah im Norden Israels tötete zudem am Samstag einen Menschen.
Israelisches Militär droht mit Angriff auf strategische Brücke im Süden Libanons
Das israelische Militär hat angekündigt, eine strategisch wichtige Küstenbrücke im Süden Libanons anzugreifen, was den Süden weiter vom Rest des Landes isolieren könnte.
In einer Mitteilung erklärte das Militär, es plane, die Qasmiyeh-Brücke zu treffen, um die Bewegung von Kämpfern und Waffen zu verhindern, und forderte Zivilisten auf, sich nördlich des Zahrani-Flusses in Sicherheit zu bringen.
Die Brücke ist eine zentrale Route entlang der Küstenstraße. Sie ist eine strategisch wichtige Brücke im südlichen Libanon, die über den Litani-Fluss führt, nahe der Küstenstadt Tyrus.
Ihre Zerstörung würde Teile Südlibanons effektiv vom Rest des Landes abschneiden. Berichten zufolge war die Brücke bereits bei einem früheren Angriff beschädigt worden.
LIVE aus Israel: Arad nach iranischem Raketenangriff
Hubschrauber-Unglück mit sechs Toten in Katar
In Katar sind bei einem Hubschrauberabsturz sechs Menschen getötet worden. Dies berichtet CNN unter Berufung auf das Innenministerium des Landes am Persischen Golf. Eine siebte Person wird demnach noch vermisst. Die Suche laufe.
Zuvor hatte das katarische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass ein Hubschrauber der Streitkräfte Katars auf einem Routineflug aufgrund technischer Probleme ins Wasser gestürzt sei. Genauere Umstände und Details zu den Opfern waren zunächst nicht bekannt. Iran hat zuletzt die Golfstaaten mit Drohnenangriffen bei der Abwehr der Drohungen überfordert.
Nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums kamen bei dem Absturz eines katarischen Militärhubschraubers ein türkischer Soldat und zwei Techniker der türkischen Verteidigungsfirma ASELSAN ums Leben. Außerdem starben vier katarische Soldaten bei dem Unglück.
Iran will US-Kampfjet über Persischen Golf abgeschossen haben
Iran hat am Sonntag behauptet, einen US‑Kampfjet vom Typ F‑15 abgeschossen zu haben: "Vor wenigen Stunden wurde ein feindlicher F-15-Kampfjet über der südlichen Küste des Landes und nahe der Insel Hormus abgefangen und nach Beschuss durch die Boden-Luft-Raketen der iranischen Luftverteidigung abgeschossen", hieß es in der Erklärung der iranischen Armee.
Nach Trump‑Ultimatum: Iran droht, Region "in Dunkelheit" zu stürzen
Iranische Staatsmedien und offizielle Vertreter haben vor den Folgen eines Angriffs auf das Stromnetz des Landes gewarnt. "Sollte auch nur die geringste Attacke auf die elektrische Infrastruktur der Islamischen Republik Iran erfolgen, würde die gesamte Region in Dunkelheit gestürzt", hieß es.
US‑Präsident Donald Trump hat zuvor Iran ein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus gesetzt. Sollte die Meerenge nicht innerhalb von 48 Stunden vollständig geöffnet werden, droht er mit Angriffen auf iranische Kraftwerke und Energieanlagen.
Krieg gegen Iran erreicht vierte Woche – Energiekrise in Europa verschärft sich
Israelische Feuerwehr bekämpft Fahrzeugbrand nach Raketenangriff der Hisbollah
Videoaufnahmen, die von israelischen Medien veröffentlicht und von Al Jazeera verifiziert wurden, zeigen israelische Feuerwehrleute beim Löschen eines Feuers, das Fahrzeuge im Gebiet Misgav Am im Norden Israels nach einem Raketenangriff aus Libanon erfasst hatte.
Analyse: US-Patriot-Rakete verantwortlich für Explosion in Bahrain
Eine Untersuchung legte nahe, dass eine Patriot‑Abfangrakete, die zu einer Explosion im bahrainischen Stadtteil Mahazza führte, höchstwahrscheinlich von einer US‑betriebenen Batterie abgefeuert wurde. Bei dem Vorfall am 9. März, zehn Tage nach Beginn des Kriegs zwischen den USA und Iran, wurden Dutzende Zivilisten verletzt und Wohnhäuser beschädigt. Bahrain und Washington hatten den Vorfall zunächst einem iranischen Drohnenangriff zugeschrieben, doch Experten fanden keine klaren Hinweise auf eine Drohne und analysierten Videomaterial und Satellitenbilder. Die Rakete war offenbar von einer US‑Patriot‑Batterie in Riffa aus gestartet worden.
Bahrains Regierung betonte, dass der Patriot eine iranische Drohne abgefangen und damit Leben gerettet habe, doch der neuen Analyse zufolge könnte die Explosion durch die Rakete selbst verursacht worden sein – ein Hinweis auf die Risiken beim Einsatz solcher Luftabwehrsysteme in dicht besiedelten Gebieten, so Reuters.
Pentagon und US‑Behörden äußerten sich nur zurückhaltend, betonten aber weiter ihren Einsatz gegen Drohnen‑ und Raketenbedrohungen.
Ein Einwohner der Stadt Arad, die von iranischen Raketen schwer getroffen wurde, schreit den rechtsextremen israelischen Minister Itamar Ben-Gvir an: "Du bist ein jüdischer Nazi. Du bist für all die Toten verantwortlich! Du hast hier nichts zu suchen! Verschwinde aus meiner Stadt!"
Iranische Raketen richteten am Abend schwere Schäden in Arad und Dimona im Süden Israels an.
Straße von Hormus: Iran erlaubt Durchfahrt mit Genehmigung
Ausländische Schiffe können die Straße von Hormus weiterhin passieren – allerdings nur mit Zustimmung Irans. Das erklärte Ali Mousavi, Irans Vertreter bei der International Maritime Organization (IMO).
Für die Durchfahrt seien Absprachen mit der iranischen Regierung zu Sicherheits- und Schutzmaßnahmen erforderlich, sagte Mousavi der Nachrichtenagentur Mehr. Internationale Verpflichtungen müssten mit dem Respekt für "Irans territoriale Integrität und Rechte" einhergehen.
Teheran sei bereit, mit der IMO und anderen Staaten zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit auf See zu verbessern und Seeleute zu schützen.
Für "Feinde" bleibe die wichtige Schifffahrtsroute jedoch gesperrt, so Mousavi. Ursache der aktuellen Lage im Persischen Golf und in der Straße von Hormus sei der Krieg der USA und Israels.
Einschlag in Zentralisrael – Verletzte gemeldet
Nach dem ersten iranischen Raketenangriff am frühen Morgen sind Rettungskräfte in Zentralisrael im Einsatz. Dies teilte das israelische Heimatschutzkommando mit.
Der Sender Channel 12 berichtet, dass in der Stadt Holon mindestens eine Person verletzt wurde.
Nach Angaben des Militärs sind die Luftabwehrsysteme derzeit im Einsatz, um eine weitere Welle iranischer Raketen abzufangen.
Straße von Hormus: Japan erwägt Minenräumung nach Waffenruhe
Japan könnte sich an einer Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen. Voraussetzung sei jedoch ein Waffenstillstand im Krieg zwischen den USA, Israel und Iran, sagte Außenminister Toshimitsu Motegi.
Rund 90 Prozent seiner Ölimporte bezieht Japan über die strategisch wichtige Meerenge, die Iran im Zuge der Kämpfe weitgehend geschlossen hat. US-Präsident Donald Trump hatte Ministerpräsidentin Sanae Takaichi zuvor vergeblich gedrängt, sich stärker für die Öffnung der Route einzusetzen.
Trump setzt Iran Ultimatum für Öffnung der Straße von Hormus – Iran reagiert
US-Präsident Donald Trump droht Iran damit, dessen Energieanlagen zu zerstören, sollte das Land die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden vollständig öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, "beginnend mit dem größten!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Iran drohte inzwischen mit Gegenschlägen gegen die US-Infrastruktur in der Region. Ein Sprecher des iranischen Militärhauptquartiers Khatam al-Anbiya erklärte:
"Falls die Treibstoff- und Energieinfrastruktur Irans vom Feind angegriffen wird, werden sämtliche Energieinfrastruktur, IT-Systeme und Entsalzungsanlagen der Vereinigten Staaten und des Regimes in der Region ins Visier genommen."
21.03.2026 22:46 Uhr
Revolutionsgarden erklären Raketen-Vorherrschaft im Luftraum über Israel und den besetzten Gebieten
Nach seinen Angriffen auf Israel mit ballistischen Raketen hat Iran am Sonnabend seine "Raketenvorherrschaft" über Israel und den besetzten Gebieten Palästinas verkündet, wie Tasnim meldet.
In diesem Zusammenhang betonte der Kommandeur der Luft- und Weltraumfahrtstreitkräfte der Revolutionsgarden, Brigadegeneral Seyed Madschid Mousavi, Iran werde bei seinen künftigen Raketenangriffen auch "neue Taktiken und Abschussvorrichtungen" einsetzen. Iran werde die "amerikanischen und zionistischen Kommandeure verblüffen", so der General.
Bei den Angriffen Irans am Abend auf Ziele in Israel – wie die Städte Dimona und Arad – war es teilweise zu erheblichen Zerstörungen an Gebäuden gekommen. Die israelischen Behörden hatten schließlich Katastrophenalarm ausgelöst. Die Rede ist von mindestens einhundert Verletzten.
Irans Parlamentspräsident: "Neue Phase des Konflikts eingetreten"
Der frühere Bürgermeister von Teheran und jetzige Präsident des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, hat nach den Raketenangriffen auf Dimona erklärt, dass der Konflikt in eine neue Phase eingetreten sei.
Wörtlich sagte Ghalibaf laut Al Mayadeen:
"Wenn das israelische Regime nicht in der Lage ist, Raketen in dem streng bewachten Gebiet von Dimona abzufangen, ist dies operativ gesehen ein Zeichen dafür, dass eine neue Phase des Konflikts eingeleitet wurde."
Der Luftraum über Israel sei nun "schutzlos". Daher scheine es, so Ghalibaf, "dass es an der Zeit ist, die nächsten vorab geplanten Strategien umzusetzen".
Israel: Katastrophenalarm nach Einschlag iranischer Raketen in Arad – etwa einhundert Verletzte
Nach einem Angriff Irans mit ballistischen Raketen auf die israelische Stadt Arad ist es zu massiven Zerstörungen an Gebäuden gekommen.
Ersten Berichte zufolge sollen etwa einhundert Personen Verletzungen unterschiedlichen Grades erlitten haben. Wie es heißt, gibt es Verschüttete unter den Trümmern eingestürzter Häuser.
Ethan Levins: Bilanz nach drei Wochen Iran-Krieg
Der US-Blogger Ethan Levins setzte auf X die Serie seiner tageweise erstellten und stichwortartigen Zusammenfassungen der Kriegsereignisse auch am 21. Tag des Angriffskrieges gegen Iran fort. Er schrieb:
- "Sanktionen gegen Russisches Öl aufgehoben
- Sanktionen genen iranisches Öl aufgehoben
- Schiffe zahlen Iran zwei Millionen Dollar für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus
- eine Billion Dollar ist vom Aktienmarkt verschwunden
- Die F-35 hat sich als nutzlos erwiesen
- US-Stützpunkte stehen unter ständigem Beschuss
- Chamenei wurde durch Chamenei ersetzt"
London: Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern darf nicht für Angriffe auf Iran benutzt werden
Wie aus der britischen Hauptstadt verlautete, wird Großbritannien seinen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern nicht für Angriffe gegen Iran zur Verfügung stellen. London habe erklärt, so Reuters, dass Akrotiri nicht in das Verteidigungsabkommen mit den Vereinigten Staaten über die Nutzung britischer Stützpunkte einbezogen werde. Am heutigen Samstag hatten der britische Premierminister Keir Starmer und der zyprische Präsident Nikos Christodoulides ein Telefonat geführt, dessen Gegenstand unter anderem die Nutzung des Stützpunkts Akrotiri war.
Die Absage in Bezug auf Akrotiri steht im Gegensatz zur Entscheidung Londons vom Freitag, den USA die Nutzung der Luftwaffenbasen der Royal Air Force in Fairford, England, und Diego Garcia, einen gemeinsamen Stützpunkt der USA und Großbritanniens im Indischen Ozean, zu genehmigen. Von diesen beiden Luftwaffenbasen aus dürfen US-Kampfflugzeuge Angriffe gegen jene iranische Raketenstellungen fliegen, die der Blockade der Straße von Hormus dienen.
Iran warnt vor Angriff auf Charg – "Würde das Rote Meer und die Meerenge von Bab al-Mandab destabilisieren"
Ein möglicher Angriff der USA auf die Insel Charg würde Iran die Rechtfertigung liefern, das Rote Meer und die Meerenge von Bab al-Mandab zu "destabilisieren", wie eine Quelle aus dem iranischen Militär der Nachrichtenagentur Tasnim erklärte.
In diesem Gespräch wies der anonym bleibende Informant auf die zunehmenden Drohungen der USA hin, militärisch gegen die Insel Charg im Persischen Golf vorzugehen, und warnte:
"Sollten die USA ihre Drohungen hinsichtlich einer militärischen Aggression gegen die Insel Charg wahr machen, werden sie mit Sicherheit auf eine Reaktion stoßen, die im Vergleich zu den Überraschungen der letzten 21 Kriegstage beispiellos ist."
Teheran würde sich im Falle eines Angriffs auf Charg, so deutete der Gesprächspartner an, nicht auf Gegenwehr im Bereich des Persischen Golfs beschränken. In diesem Zusammenhang unterstrich die Quelle:
"Die Destabilisierung anderer Meerengen, darunter die Meerenge von Bab al-Mandab und das Rote Meer, ist eine der Optionen der Widerstandsfront, und die Lage wird für die Amerikaner noch viel komplizierter werden, als sie es heute schon ist."
Die USA befänden sich mit Blick auf die Straße von Hormus in einem "großen Dilemma". Einerseits wolle Washington das iranische Ölembargo "zum ersten Mal seit der Islamischen Revolution von 1979" aufheben – "um den weltweiten Ölpreis zu kontrollieren". Andererseits kündigten die USA an, "dass sie die Insel Charg angreifen wollen, um das weltweite Ölproblem zu lösen." Doch diese beiden erklärten Strategien der USA stünden "in völligem Widerspruch" zueinander.
Der Gesprächspartner habe weiter ausgeführt:
"Sollten die USA die Insel Charg angreifen, könnte erstens die Ölförderung vorübergehend unterbrochen werden, und zweitens würde der Iran alle Anlagen in der Region in Brand setzen, wodurch sich die Lage für die USA und die Region erheblich verschärfen würde."
Schließlich habe der Informant auf den Umstand hingewiesen, dass US-Einheiten auf Charg keinerlei Möglichkeit hätten, die Insel und sich vor iranischem Beschuss zu schützen. Daher würden sie "Verluste erleiden, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben" habe.
Angriff und Reaktion: Teheran sendet klare Signale an Israel und USA
In Teheran haben tausende Menschen Abschied vom bei einem israelischen Luftangriff getöteten Geheimdienstminister Ismail Chatib genommen.
Die Stimmung ist geprägt von Trauer und Trotz: Viele sehen den Angriff als schweren Schlag, betonen aber zugleich den Zusammenhalt und die Widerstandskraft des Landes. RT-Korrespondent Hami Hamedi berichtet vor Ort, dass die Führung und zahlreiche Bürger Israel und die USA verantwortlich machen und zugleich demonstrativ Stärke zeigen.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 21. März 2026]
Angriff auf Oman, Spannungen mit Türkei: Wer steckt hinter den Drohnen?
Irans neuer Oberster Führer Modschtaba Chamenei weist die Vorwürfe über Drohnenangriffe auf Oman und Türkei zurück und beschuldigt Israel, gezielt Zwietracht in der Region zu säen.
Nach einem Angriff auf den strategischen Hafen in Salala und abgefangenen Drohnen über der Türkei wächst international die Sorge um kritische Infrastruktur. Während US-Präsident Trump dem Iran Machtstreben unterstellt, bleibt Ankara vorsichtig: Laut Gast Dr. Mehmet Rakipoğlu sieht die Türkei Israel als zentralen destabilisierenden Akteur, vermeidet jedoch eine direkte Eskalation und setzt auf strategische Zurückhaltung.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 21. März 2026]
Israelisches Militär: Iranische Nuklearanlage in Teheran angegriffen
Wie Haaretz meldet, hat das Militär Israels (IDF) erlärt, eine strategische Forschungs- und Entwicklungseinrichtung in Teheran angegriffen zu haben, die von der iranischen Regierung zur Entwicklung von Komponenten für Atomwaffen genutzt werde.
Nach eigenen Angaben haben die israelischen Truppen eine Reihe von Luftangriffen in Teheran gegen eine "strategische Forschungs- und Entwicklungseinrichtung der iranischen Rüstungsindustrie und des Raketenarsenals" geflogen.
Das israelische Militär behauptete, die Anlage, die zur "Malek-Aschtar-Universität der Technologie" gehört, sei aufgrund ihrer Bemühungen, "das iranische Atomprogramm voranzutreiben und ballistische Raketen zu entwickeln", international sanktioniert worden.
Iranischer Militärsprecher: "Netanjahu und Trump erwartet dasselbe Schicksal wie Saddam"
Der Sprecher des iranischen Zentralen Militärkommandos hat den "Verbrechern" Trump und Netanjahu dasselbe Schicksal angedroht, wie es Saddam Hussein ereilt hatte.
"Es gibt kein Scheitern, wenn wir auf das Schlachtfeld ziehen. Gott hat uns den Weg der Niederlage verwehrt", fügte Ebrahim Zolfaghari hinzu.
Israel: Iranische ballistische Raketen schlagen in der Nähe der Nuklearanlagen von Dimona ein
Am Abend wurden über soziale Medien Aufnahmen verbreitet, die den Einschlag ballistischer Raketen aus Iran in der Nähe der israelischen Atomanlagen von Dimona zeigen sollen.
Teilweise sind die Aufnahmen in unmittelbarer Nähe des Einschlagsortes entstanden.
Wie der Telegram-Kanal Clash Report dazu schreibt, seien zwanzig Personen in verschiedenen Teilen von Dimona leicht verletzt worden.
Dimona befindet sich in der im Süden Israels gelegenen Negev-Wüste. Es wird angenommen, dass in den Atomanlagen von Dimona das Plutonium für die israelischen Nuklearwaffen erzeugt wird. Nach unbestätigten Angaben verfügt Israel über schätzungsweise 80 bis 400 nukleare Bomben.
Iran: F-35-Kampfjet der USA mit Luftabwehrsystem iranischer Produktion ins Visier genommen
Gegenüber Tasnim behauptete ein anonymer Zeuge aus dem iranischen Militär, dass die US-Maschine vom Typ F-35, die kürzlich im iranischen Luftraum ins Visier genommen worden war, mit Luftabwehrsystemen aus heimischer Entwicklung angegriffen wurde. Der Militär erklärte gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur:
"Der Angriff auf die amerikanische F-35, die die Vereinigten Staaten der Welt zuvor als Stolz ihrer Militärtechnologie vorgestellt hatten, erfolgte mithilfe eines iranischen Luftabwehrsystems."
Des Weiteren unterstrich die Quelle, dass Iran bislang einige seiner militärischen Technologien im Bereich der Offensive und Defensive noch nicht eingesetzt habe. Dieser Umstand habe bei den Amerikanern und den Israelis für "Verwirrung" gesorgt.
Wie der Informant betonte, waren die Amerikaner und die Israelis aufgrund ihrer Untersuchungen zu Luftabwehrsystemen in den führenden Ländern der Welt davon ausgegangen, dass kein Luftabwehrsystem in der Lage sei, die F-35 zu erfassen und zu treffen. Nun seien sie von einem bisher unbekannten, im Iran hergestellten Luftabwehrsystem "überrascht" worden.
Am Donnerstag, dem 19. März, hatten iranische, aber auch westliche Medien wie CNN gemeldet, dass ein F-35-Kampfflugzeug der USA über Iran zum Ziel der iranischen Luftabwehr geworden war (RT DE berichtete hier im Liveticker).
Iranischer Politiker bringt ständigen Sitz und Vetorecht im UN-Sicherheitsrat als Bedingung für Kriegsende ins Spiel
Der Sprecher der Nationalen Sicherheitskommission Irans, Ebrahim Razaei, hat am Sonnabend einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für sein Land einschließlich eines Vetorechts als Bedingung für ein Ende des Krieges ins Spiel gebracht. Eine entsprechende Überlegung postete er auf X (vormals Twitter).
Nicht klar ist, ob es sich um eine private Überlegung Razaeis oder einen offiziellen Standpunkt Irans handelt.
Bisher verfügt der UN-Sicherheitsrat über fünf ständige Mitglieder (China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA), die das Recht haben, mit einem "Nein" einen Beschluss des Gremiums zu verhindern. Zehn nichtständige Mitglieder werden nach einem geografischen Schlüssel für jeweils ein Jahr in den UN-Sicherheitsrat gewählt. Ansprüche auf die Aufnahme in den Kreis der ständigen Mitglieder hatten bislang unter anderem Länder wie Indien, Japan und Deutschland erhoben.
Israelische Luftangriffe treffen Kfar Hamam und Qatrani im Südlibanon
Nach Angaben von Al Jazeera und Reportern vor Ort haben israelische Luftangriffe die Außenbezirke der Stadt Kfar Hamam und die Umgebung der Qatrani-Farm im Südlibanon getroffen.
Die Angriffe erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender grenzüberschreitender Feuergefechte. Israelische Medien berichten, dass eine aus dem Libanon abgefeuerte Rakete im Gebiet von Naharija im Norden Israels eingeschlagen sei.
Die Hisbollah gab an, zum zweiten Mal eine Ansammlung israelischer Truppen mit Raketen an einem Standort nördlich der Siedlung Kfar Juval angegriffen zu haben.
Israelische Armee meldet Anflug iranischer Raketen
Die israelische Armee hat bekannt gegeben, eine neue Welle von Raketen identifiziert zu haben, die aus Iran abgefeuert wurden und auf das Land zusteuern.
Rheinmetall-Chef: Lagerbestände in Europa, USA und im Nahen Osten "fast aufgebraucht"
In einem Interview mit Ritika Gupta von CNBC warnt der Rheinmetall-Vorstandsvorsitzende Armin Papperger davor, dass die weltweiten Lagerbestände an Luftabwehrsystemen aufgrund des Krieges im Nahen Osten "fast aufgebraucht" seien.
Niemand weiß [wie lange der Iran-Krieg andauern wird], aber wenn er noch einen Monat andauert, haben wir meiner Meinung nach fast keine Raketen mehr verfügbar", erklärte Papperger.
Er sieht für Rheinmetall aktuell eine große Chance, das Geschäft im Nahen Osten auszubauen.
Kreml: Erneuter Angriff auf Atomanlage verstößt gegen Völkerrecht
Die USA und Israel haben mit ihrem erneuten koordinierten Angriff auf eine Atomanlage im iranischen Natanz gegen das Völkerrecht verstoßen, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.
Wie die iranische Atomenergieorganisation am Samstagvormittag mitteilte, haben die Streitkräfte dieser Länder erneut eine Anlage zur Urananreicherung angegriffen. Laut umgehenden technischen Prüfungen kam es dabei nicht zum Austritt radioaktiver Stoffe.
Die Diplomatin wies nachdrücklich darauf hin, dass gezielte Angriffe auf Nuklearanlagen "mit radiologischen und ökologischen Folgen verbunden" seien. Sacharowa forderte daher die internationalen Organisationen auf, "die Geschehnisse objektiv zu bewerten", um klarzustellen:
"Dieses unverantwortliche Handeln birgt die reale Gefahr einer Katastrophe im gesamten Nahen Osten."
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA informierte diesbezüglich am Vormittag:
"Die IAEA wurde von Iran darüber informiert, dass die Nuklearanlage in Natanz heute angegriffen wurde. Es wurde kein Anstieg der Strahlungswerte außerhalb des Geländes gemeldet. Die IAEA prüft den Bericht."
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi bekräftigte seinen "Aufruf zur militärischen Zurückhaltung, um jegliches Risiko eines nuklearen Unfalls zu vermeiden", so die Mitteilung der Behörde auf X.
Chef des US-Zentralkommandos: Rund 8.000 Angriffe auf Ziele in Iran
Der Chef des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, erklärt in einem aktuellen, auf X veröffentlichten Video, dass das US-Militär demnach seit Kriegsbeginn am 28. Februar Tausende Ziele in Iran angegriffen habe.
Cooper wörtlich:
"Bislang haben wir über 8.000 militärische Ziele angegriffen, darunter 130 iranische Schiffe. Dies ist die größte Zerschlagung einer Marine innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen seit dem Zweiten Weltkrieg."
Das Pentagon plane demnach, dass das US-Militär "Tausende iranische Raketen, hochmoderne Angriffsdrohnen und die gesamte iranische Marine ausschaltet", die Iran dazu nutzt, um "den internationalen Schiffsverkehr zu behindern". Weiter erläutert er in dem Video:
"Unsere Fortschritte sind offensichtlich."
Cooper argumentiert:
"Ihre Marine ist nicht einsatzfähig, ihre Kampfflugzeuge fliegen nicht, und sie sind nicht mehr in der Lage, Raketen und Drohnen im selben Umfang abzufeuern wie zu Beginn des Konflikts."
Medien: Irans Armee attackierte US-Luftstützpunkt im Indischen Ozean
Das Wall Street Journal und die Nachrichtenagentur Reuters berichten über einen Raketenangriff Irans auf den US-Stützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean, der rund 4.000 Kilometer von Iran entfernt liegt.
Dazu berichtet das WSJ:
"Nach Angaben mehrerer US-Beamter feuerte Iran zwei ballistische Mittelstreckenraketen auf Diego Garcia ab, einen gemeinsamen Militärstützpunkt der USA und Großbritanniens mitten im Indischen Ozean."
Weiter wird berichtet, dass keine der beiden Raketen demnach den Stützpunkt direkt traf. In einer kommentierenden Einschätzung wird jedoch darauf hingewiesen:
"Dieser Vorfall stellt den ersten operativen Einsatz von IRBMs durch Iran dar und war ein bedeutender Versuch, weit über den Nahen Osten hinaus zu reichen und US-Interessen zu bedrohen."
Sogenannte "Intermediate Range Ballistic Missiles", kurz IRBM, sind Mittelstreckenraketen für größere Reichweiten von 2.400 bis zu 5.499 Kilometern Entfernung.
Das WSJ schreibt weiter:
"Eine der Raketen versagte im Flug, während ein US‑Kriegsschiff eine SM-3-Abfangrakete auf die andere abfeuerte; allerdings konnte nicht festgestellt werden, ob der Abfangversuch erfolgreich war."
Die Zeitung machte in dem Artikel keine näheren Angaben, wann die Raketen abgefeuert wurden. Das Weiße Haus, die britische Botschaft in Washington sowie das Pentagon reagierten nicht auf Anfragen von Reuters nach einer Stellungnahme.
VAE-Schadensstatistik nach Angriffen Irans
Die Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) hat laut Mitteilung des Verteidigungsministeriums "drei ballistische Raketen und acht Drohnen abgefangen", die seitens Irans auf das Staatsgebiert abgeschossen wurden.
In der auf X veröffentlichten Mitteilung heißt es weiter zu statistischen Daten:
"Seit Beginn der unverhohlenen iranischen Aggression hat die Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate 341 ballistische Raketen, 15 Marschflugkörper und 1.748 Drohnen abgefangen."
Weitere Angaben lauten, dass durch die Angriffe bis dato 160 Menschen verletzt wurden, "wobei die Verletzungen von leichten über mittelschwere bis hin zu schweren reichten", so das VAE-Ministerium mitteilend.
Unter den Verletzten befanden sich demnach Staatsangehörige aus 29 Nationen, darunter, neben Bürgern der Vereinigten Arabischen Emirate, unter anderem auch Opfer aus Ägypten, Sudan, Äthiopien, den Philippinen sowie Pakistan. Zudem auch wohl auch Schweden und Tunesier.
Neben zwei Militärangehörigen wurden zudem auch sechs Todesopfer aus fünf Ländern aufgelistet.
Selenskij schreibt höhnischen X-Beitrag zu "Zuckerfest"
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij nutzte den gestrigen Tag zum Fest des muslimischen Fastenbrechens ("Eid al-Fitr") für einen zynischen Kommentar an die iranische Bevölkerung.
So heißt es in dem auf Arabisch verfassten Beitrag:
"Die Ukraine wünscht dem iranischen Volk echte Freiheit und Sicherheit. Indem sich Iran von diesem schrecklichen Terrorregime befreit, kann es wieder zu einer friedlichen und prosperierenden Gesellschaft werden, wie es einst war. Daher ist es wichtig, dass nach diesem Krieg Gerechtigkeit und Wiederaufbau für das iranische Volk und die gesamte Region erreicht werden."
Selenskijs Presseteam ließ es sich nicht nehmen, in den Beitrag auch eine Bemerkung über Russland einzubauen. So heißt es abschließend:
"Die Ukrainer wissen, dass das derzeitige Regime in Teheran ein Komplize Russlands ist. Die beiden kriminellen Regime sind Brüder in ihrer Niederträchtigkeit und ihren Überzeugungen, daher muss das Leben zweifellos siegen."
Iran greift erneut israelischen Flughafen Ben Gurion an
Laut arabischen Agenturmeldungen hat die iranische Armee erneut strategische Luftbetankungsflugzeuge angegriffen, die auf dem Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv stationiert sind und die andauernden israelischen Luftangriffe gegen Iran maßgeblich unterstützen sollen.
In einer Erklärung teilte das iranische Militär mit, dass die Angriffe der Armee und des Korps der Islamischen Revolutionsgarden "auf militärische Ziele [des Flughafens] die IDF zudem dazu gezwungen hätten, einen Teil des Militärpersonals zu evakuieren".
Weiter heißt es, die Angriffe würden "mit aller Härte fortgesetzt". Auf israelischer Seite bestätigte das Militär laut Medienberichten, dass andauernde Raketenstarts aus Iran in Richtung Israel festgestellt wurden.
Die Luftabwehrsysteme würden daran arbeiten, "die Bedrohungen abzufangen, während das Heimatfrontkommando Frühwarnungen herausgab und die Bevölkerung aufforderte, Schutzräume aufzusuchen und dort bis auf Weiteres zu bleiben", berichtet die Jerusalem Post.
Israels Ex-Premier Ehud Olmert: Trump ist eine "tanzende Ballerina"
Der frühere israelische Regierungschef Olmert hat am Freitag dem Berliner Tagesspiegel ein Interview gegeben (Bezahlschranke).
Darin erklärt Olmert seine Sicht auf den provozierten US-israelischen Angriffskrieg gegen Iran:
"Die Angriffe haben zweifellos zu einer ernsthaften Schwächung Irans beigetragen, der die größte Bedrohung für den Staat Israel war. Jenseits der Gefahr für Israel hat Iran als Akteur selbst Länder wie China und Russland in den Schatten gestellt."
Die völkerrechtswidrige Ermordung von politischen Führungskräften Teherans würde er "aus vollem Herzen unterstützen", so Olmert wörtlich.
Angesichts des andauernden Konflikts äußerte er die Kritik:
"Wenn man eine Operation dieser Größenordnung startet, dann braucht man einen guten Plan dafür, wie es danach weitergehen soll. Einen solchen Plan kann ich nicht erkennen. Ich befürchte, dass wir die ursprünglichen Vorteile des Kriegs verlieren könnten und sich die Lage gegen Israel wendet."
Zum Vorgehen von Donald Trump lautet sein Urteil:
"Wir erleben einen US-Präsidenten, der täglich für sich selbst entscheidet, was gerade wahr ist. Er ist wie eine Ballerina, die zwischen verschiedenen Positionen hin- und hertanzt."
Iranische Atombehörde: Erneuter Angriff auf Atomanlage Natanz ohne Folgen
US- oder IDF-Kräfte sollen am Samstag die Urananreicherungsanlage in Natanz in der Provinz Isfahan angegriffen haben, wie iranische Medien und die Atomenergiebehörde Irans berichten.
Auf X teilte die Atombehörde mit:
"Heute Morgen wurde der Shahid-Ahmadi-Roschan-Anreicherungskomplex in Natanz erneut einem Angriff des amerikanisch-zionistischen Feindes ausgesetzt; eine Aktion, die gegen internationales Recht und internationale Verpflichtungen, einschließlich des Atomwaffensperrvertrags, verstößt."
Die umgehend durchgeführten technischen Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, "dass kein radioaktives Material ausgetreten ist und keine Gefahr für die Bewohner der umliegenden Gebiete besteht", schrieb die Behörde in ihrer Mitteilung.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in einem Beitrag auf Truth Social am Freitag erklärt, dass "wir unseren Zielen im Krieg mit Iran sehr nahe kommen". Zu diesen Zielen zähle unter anderem, "Iran niemals auch nur annähernd zu nuklearen Fähigkeiten zu verhelfen".
Der iranische Botschafter bei der UN-Atomenergiebehörde berichtete bereits am 2. März, zwei Tage nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran, dass es zu einem direkten Angriff auf den Natanz-Komplex kam, der allerdings ohne Folgen blieb.
Brüssel: EU-Kommission fordert Senkung der Erdgasspeicherziele
Die EU in Brüssel hat die Mitgliedstaaten aufgefordert, ihre Ziele für die Erdgasspeicherung zu senken. Zudem soll laut Aufforderung damit begonnen werden, "die Reserven schrittweise wieder aufzufüllen, um die Nachfrage einzudämmen, da die Energiepreise während des Krieges der USA und Israels gegen Iran in die Höhe schnellen", so die Financial Times am Samstag (Bezahlschranke).
Der zuständige Energiekommissar Dan Jørgensen habe die politischen Verantwortlichen demnach aufgefordert, "das Befüllungsziel für ihre Gasspeicher auf 80 Prozent der Kapazität zu senken". Das wären zehn Prozentpunkte weniger als die offiziellen EU-Ziele.
Jørgensen rief laut dem FT-Artikel dazu auf, die Maßnahmen "so früh wie möglich in der Befüllungssaison" umzusetzen, "um den Marktteilnehmern Sicherheit und Zuversicht zu geben", berichtet die Zeitung unter Berufung auf ein EU-Schreiben.
Irans Präsident Peseschkian appelliert an politische Führung der Nachbarländer
Im Rahmen des gestrigen Beginns des muslimischen Fastenbrechens gratulierte Irans Präsident Massud Peseschkian allen Muslimen Irans sowie der unmittelbaren Nachbarländer zum Eid al-Fitr, so die Nachrichtenagentur Tasnim News zitierend.
Tasnim News zitiert den Präsidenten weiter mit seinem gestrigen Appell an die Nachbarstaaten, der demnach den Vorschlag beinhaltet "eine Sicherheitsstruktur aus islamischen Ländern im Nahen Osten zu bilden, um Frieden und Ruhe in der Region zu gewährleisten", so der Wortlaut. Peseschkian wandte sich dabei direkt an die politischen Führungen der Anrainerstaaten, um zu erklären:
"Ihr seid unsere Brüder. Es gab Probleme oder Beeinträchtigungen in unseren Beziehungen, und wir sind bereit, alle Probleme mit euch zu lösen."
Der Appell lautet:
"Wir brauchen keine Ausländer in der Region; wir können durch die Zusammenarbeit zwischen islamischen Ländern das 'Islamische Parlament des Nahen Ostens' gründen und in diesem Rahmen unsere sicherheitspolitischen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Beziehungen regeln."
Im Gespräch mit der Irna-Agentur erklärte Irans Präsident weiter ausführend zum Status quo in der Region:
"Wir haben kein Recht, gegeneinander zu kämpfen; wir haben unter keinem Vorwand das Recht, in die Falle zu tappen, die uns unsere Feinde gestellt haben. Wir erklären der Welt, dass wir kein Chaos in der Region anstreben. Wir wollen nicht, dass sich irgendein Land gezwungen sieht, Waffen und Munition zu horten, um sich zu verteidigen, und dann abzuwarten, ob sein Territorium angegriffen wird oder nicht.
Wir haben absolut nicht die Absicht, uns in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Wir wollen auf keinen Fall, dass die Sicherheit und der Frieden in der Region gestört werden. Wir können dies selbst lösen, indem wir uns gegenseitig helfen und zusammenarbeiten."
Peseschkians Botschaft an die Länder der Region
In einer ausführlicher Erklärung gegenüber der Nachrichtenagentur Irna gab Irans Präsident Massud Peseschkian zu Protokoll:
"Dies ist eine Botschaft an die Länder der Region: Anstatt sich auf Medienpropaganda einzulassen und Ihrem Volk die Überzeugung zu vermitteln, dass der Iran die Ursache für die Unruhen in der Region sei, sollten Sie glauben und wissen – und Sie wissen es ja –, dass es Israel ist, das Chaos, Unruhen, Völkermord, Attentate und Sabotage in der Region verursacht."
Putin: Russland bleibt ein treuer und verlässlicher Partner Irans
Im Rahmen einer Kreml-Glückwunschmitteilung an die Führung Teherans, im Rahmen des gestrigen "Eid al-Fitr", dem Fest des muslimischen Fastenbrechens, ließ der russiche Präsident erklären:
"Wladimir Putin wünschte dem iranischen Volk, die schweren Prüfungen mit Würde zu bestehen, und betonte, dass Moskau in dieser schwierigen Zeit ein treuer Freund und verlässlicher Partner Teherans bleibe."
Weitere Welle iranischer Raketen auf Israel
Die gegenseitigen Angriffe mit Raketen und Drohnen seitens des israelischen und iranischen Militärs setzten sich auch in der Nacht und am frühen Samstagmorgen fort.
So mussten Israels Streitkräfte eine weitere Raketenangriffswarnung herausgeben, laut Medien demnach "mindestens die vierte seit dem frühen Samstagmorgen". Die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich in Schutzräume zu begeben und dort zu bleiben, bis die Gefahr vorüber sei, so die Times of Israel berichtend.
Laut dem englischsprachigen staatlichen iranischen Fernsehsender Press TV mussten Mitglieder des Iranischen Roten Halbmonds nach den jüngsten Luftangriffen in Teheran erneut "Such- und Rettungsaktionen durchführen". Dem Bericht zufolge traf der jüngste Angriff ein Wohngebäude in der iranischen Hauptstadt.
Angaben zu möglichen Verletzten oder Toten wurden nicht gemacht.
Washington kündigt "Sanktionen" gegen Hisbollah-Finanzstrukturen an
Die Regierungswebseite der Trump-Administration kündigt internationale Aktionen gegen "ein globales Netzwerk" an, das vermeintlich die Finanzierung der Hisbollah unterstützt.
In der Mitteilung heißt es:
"Die Vereinigten Staaten verhängen heute Sanktionen, um ein globales Finanznetzwerk zu zerschlagen, das die Hisbollah unterstützt. Diese Maßnahme richtet sich gegen Personen und Organisationen, die über eine Reihe von Unternehmen und Projekten im Nahen Osten, in Europa und Nordamerika an der Geldwäsche und der Beschaffung von Finanzmitteln für das Finanzteam der Hisbollah beteiligt sind."
Mit der Maßnahme versuche Washington die israelische Regierung dahingehend zu unterstützen, die internationale Unterstützung der im Libanon ansässigen Hisbollah massiv einzuschränken. Dazu heißt es:
"Durch die Unterbindung dieser Finanzkanäle ergreifen die Vereinigten Staaten konkrete Maßnahmen, um somit die Fähigkeit der Hisbollah einzuschränken, Einnahmen für terroristische Zwecke zu generieren und Sanktionen zu umgehen."
Trump kündigt an "militärische Bemühungen zurückzufahren"
US-Präsident Donald Trump lässt über Truth Social die jüngste Entscheidung seiner Administration in Verbindung der Rücksprache mit dem Pentagon mitteilen.
Wörtlich lautet die Erklärung, dass die USA vermeintlich kurz davor wären "unsere Ziele zu erreichen, während wir erwägen, unsere umfangreichen militärischen Bemühungen im Nahen Osten in Bezug auf das terroristische Regime in Iran zurückzufahren", so der Wortlaut auf Truth Social.
Im Anschluss erfolgt die Ankündigung eines 5-Punkte-Plans kommender Schwerpunkte militärischer Aktionen seitens der USA in der Region:
- Die iranischen Raketenkapazitäten, Abschussrampen und alles, was damit zusammenhängt, vollständig zu zerstören.
- Die iranische Rüstungsindustrie zu zerstören.
- Die iranische Marine und Luftwaffe, einschließlich der Flugabwehrwaffen, auszuschalten.
- Iran niemals auch nur annähernd an nukleare Fähigkeiten herankommen zu lassen und stets in der Lage zu sein, dass die USA schnell und entschlossen auf eine solche Situation reagieren können, sollte sie eintreten.
- Unsere Verbündeten im Nahen Osten auf höchstem Niveau schützen, einschließlich Israel, Saudi-Arabien, Katar, der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Kuwait und weiteren Ländern.
Trump: Straße von Hormus muss bei Bedarf von anderen Nationen geschützt werden
US-Präsident Donald Trump diktiert via aktuellem Truth-Social-Beitrag seine Vorstellungen einer Fortsetzung des von Washington provozierten Iran-Kriegs, dies auch bezogen auf den Status quo zur Situation in der Straße von Hormus.
In dem längeren Beitrag heißt es abschließend wörtlich:
"Die Straße von Hormus muss bei Bedarf von anderen Nationen, die sie nutzen, bewacht und gesichert werden – die Vereinigten Staaten tun dies nicht!"
Washington würde demnach nur noch "auf Anfrage diesen Ländern bei ihren Bemühungen in der Straße von Hormus helfen". Weiter lautet die theoretische Pentagon-Skizzierung:
"Doch sobald die Bedrohung durch Iran beseitigt ist, sollte dies nicht mehr notwendig sein. Wichtig ist, dass es sich für sie um eine einfache militärische Operation handeln wird."
Washington setzt Sanktionen gegen iranisches Öl vorerst aus
Die Trump-Administration muss wirtschaftlich erneut auf die Konsequenzen ihres provozierten Angriffskriegs gegen Iran reagieren.
Das US-Finanzministerium teilte zu der jüngsten Entscheidung mit, dass vorübergehend geltende Sanktionen auf iranisches Öl gelockert werden, das sich derzeit auf internationalen Schiffen befindet. Dazu heißt es aus dem Ministerium:
"Die Trump-Regierung hat am Freitag eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung für den Kauf von iranischem Öl auf See erteilt, um den Druck auf die Energieversorgung seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran zu mildern."
Verkauf und Lieferung der Ware seien jetzt seitens Washingtons vorerst bis zum 19. April erlaubt. Mit der Aufhebung von Sanktionen auf Erdöl versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen, so bereits gleichtlautend geschehen zum Thema russischen Öls.
US-Finanzminister Scott Bessent wird auf X mit den Worten zitiert:
"Indem die Vereinigten Staaten diese vorhandenen Vorräte vorübergehend für den Weltmarkt freigeben, werden sie rasch rund 140 Millionen Barrel Öl auf die globalen Märkte bringen, wodurch das weltweite Energieangebot erweitert und der durch Iran verursachte vorübergehende Versorgungsdruck gemildert wird."
Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin vom Persischen Golf nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus Iran.
20.03.2026 22:04 Uhr
Araghtschi: Große Mehrheit der Briten ist gegen Starmers Unterstützung des US-israelischen Krieges gegen Iran
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi kritisierte unterdessen die Entscheidung Londons, britische Stützpunkte zur Nutzung für Angriffe auf Iran freizugeben.
Auf X schrieb der oberste iranische Diplomat:
"Die überwiegende Mehrheit der britischen Bevölkerung will nichts mit dem von Israel und den USA gewollten Krieg gegen den Iran zu tun haben."
Araghtschi fuhr fort:
"Indem er sein eigenes Volk ignoriert, bringt Herr Starmer britische Leben in Gefahr, indem er zulässt, dass britische Stützpunkte für Angriffe gegen den Iran genutzt werden. Der Iran wird sein Recht auf Selbstverteidigung wahrnehmen."
Iranisches Außenministerium: USA bringen Nahen Osten in Gefahr
Wie TASS meldet, hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi die Ansicht geäußert, dass die Staatschefs der muslimischen Länder "ihre Ablehnung der Aggression [gegen Iran] nicht nur in Worten, sondern auch in Taten deutlich zum Ausdruck bringen sollten".
Araghtschi erklärte, die Vereinigten Staaten seien derzeit nicht nur nicht in der Lage, den arabischen Nachbarstaaten Irans Sicherheitsgarantien zu geben, sondern würden diese sogar einer realen Gefahr aussetzen. Der iranische Außenminister äußerte diese Einschätzung in seiner Ansprache anlässlich des muslimischen Fastenbrechens Eid al-Fitr.
Die russische Nachrichtenagentur zitiert den iranischen Außenminister weiter:
"Die letzten Wochen haben deutlich gezeigt, dass für die Vereinigten Staaten nicht die Sicherheit unserer Nachbarn wichtig ist, sondern lediglich die Interessen [Israels]."
Araghtschi warf Washington vor, die Nachbarstaaten Irans in Gefahr zu bringen:
"Die USA sind nicht nur unfähig, die Sicherheit der Nachbarländer zu gewährleisten, sondern sie bringen diese auch in Gefahr, indem sie ihr Vertrauen missbrauchen."
Irak drosselt Ölförderung um "etwa 70 Prozent"
Unter Verweis auf eine "Quelle" im irakischen Ölministerium meldet Al Jazeera, dass Bagdad seine Ölförderung im Vergleich zum Stand vor dem Krieg der USA und Israels gegen Iran um rund 70 Prozent gedrosselt habe. Wie es heißt, seien von der Stilllegung sechs Ölfelder im Süden Iraks in der Region von Basra betroffen.
Nach Angriff auf RT-Team: Moskau bestellt israelischen Botschafter ein
Nach dem israelischen Angriff auf ein Team des russischen Auslandssenders RT im Südlibanon hat Moskau den israelischen Botschafter einbestellt und eine formelle Protestnote übergeben. Die israelische Botschaft in Russland wies den Vorwurf eines gezielten Angriffs auf Journalisten zurück. Israel greife angeblich ausschließlich militärische Ziele an; für das Gebiet um die Al-Qasimiyeh-Brücke habe es vorab wiederholte Warnungen gegeben, hieß es.
Bei dem Angriff waren der RT-Korrespondent Steve Sweeney und sein Kameramann Ali Rida während Dreharbeiten verletzt worden. Beide erlitten Splitterverletzungen und wurden in einem örtlichen Krankenhaus behandelt. Sweeney sprach von einem gezielten Angriff auf Journalisten und erklärte, das Team habe gut sichtbare Pressewesten getragen.
Iranische Revolutionsgarden: Laufende Welle der Vergeltungsschläge richtet sich gegen Treibstofflager der US Air Force
Am Freitagabend ließen die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) verlauten, dass die – nach ihrer Zählung – 69. Welle von Vergeltungsschlägen gegen das US- und das israelische Militär, ihre Einrichtungen und Verbündete begonnen habe. Die Gegenangriffe Irans würden sich diesmal insbesondere gegen Treibstofflager sowie die Treibstoffversorgung der F-16- und F-35-Kampfflugzeuge der US-Truppen richten, so eine Meldung von Al Mayadeen.
Immer mehr Hinweise in US-Medien auf geplante Invasion von US-Bodentruppen in Iran
CBS News berichtet am Freitag, dass das Pentagon bereits detaillierte Pläne für den Einsatz von Bodentruppen in Iran ausgearbeitet habe. US-Präsident Donald Trump habe diesbezüglich jedoch noch keine Entscheidung getroffen.
Zuvor hatte Axios gemeldet, dass der US-Präsident bereit sei, die Insel Charg zu erobern, um die Straße von Hormus zu öffnen. Die Quellen der Publikation teilten mit: Sollte hierfür eine Küstenoperation erforderlich sein, sei auch dies möglich.
Trump selbst erklärte, dass die USA den größten Teil der Insel "vollständig zerstört" hätten und "nur zum Spaß" weitere Angriffe durchführen könnten.
Großbritannien erlaubt den USA, britische Stützpunkte für Angriffe auf Iran zu nutzen
Die britische Regierung hat bestätigt, dass die USA berechtigt sind, britische Militärstützpunkte zu nutzen, um Angriffe auf iranische Raketenstellungen durchzuführen, die auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus abzielen. Zuvor hatte Premierminister Keir Starmer erklärt, die USA dürften solche Stützpunkte für "Verteidigungsschläge gegen Iran" nutzen.
In der Erklärung hieß es, britische Minister seien heute zusammengetreten und hätten "bestätigt, dass die Vereinbarung über die Nutzung britischer Stützpunkte durch die USA im Rahmen der kollektiven Selbstverteidigung der Region auch defensive Operationen der USA umfasst, um die Raketenstellungen und Kapazitäten zu schwächen, die für Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus genutzt werden".
Zuvor hatte die britische Außenministerin Yvette Cooper erklärt, sie habe ihren iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi davor gewarnt, "britische Stützpunkte, Hoheitsgebiete oder Interessen direkt ins Visier zu nehmen", nachdem das iranische Außenministerium erklärt hatte, die Nutzung britischer Militärstützpunkte durch die USA für Angriffe käme einer "Beteiligung an einer Aggression" seitens Großbritanniens gleich.
Steigende Energiepreise wegen Iran-Krieg: EU lehnt russisches Gas weiter ab
Die Energiepreise in Europa steigen weiter, die Versorgungslage bleibt angespannt. Die steigenden Preise sorgen für wachsende Kritik, doch Brüssel hält unbeirrt an seinem Kurs fest. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schließt einen Kauf von russischem Gas weiterhin kategorisch aus. Man habe klare Ziele und halte daran fest, erklärte die Kommissionspräsidentin.
Sri Lanka verweigerte Landegenehmigung für US-Kampfflugzeuge auf dem Flughafen Mattala
Wie der Präsident von Sri Lanka, Anura Kumara Dissanayake, in einer Rede vor dem Parlament des Landes am Freitag erklärte, hat Sri Lanka eine Bitte der Vereinigten Staaten abgelehnt, zwei ihrer Kampfflugzeuge auf dem Mattala Rajapaksa International Airport landen zu lassen.
Der Vorfall habe sich am 26. Februar ereignet, als die Regierung Sri Lankas zwei separate Anträge erhalten habe – einen von Iran, der um die Erlaubnis für einen Freundschaftsbesuch von drei Marineschiffen bat, und einen weiteren von den USA, der um Landeerlaubnis für zwei in der Nähe von Dschibuti stationierte Kampfflugzeuge am Mattala International Airport bat.
"Angesichts dieser beiden Anträge war die Entscheidung klar", sagte der Präsident und merkte an, dass die Regierung beide abgelehnt habe, um nur wenige Tage vor Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran nicht Partei zu ergreifen.
Anfang dieses Monats kamen Dutzende iranischer Seeleute bei einem US-Angriff in internationalen Gewässern vor der Südküste Sri Lankas ums Leben, als ein US-U-Boot das iranische Kriegsschiff IRIS Dena im Indischen Ozean torpedierte. Die srilankischen Behörden gaben später bekannt, dass sie 84 Leichen aus dem Wasser geborgen und 32 Seeleute gerettet hätten, während andere weiterhin vermisst würden.
Tage später evakuierte Sri Lanka 208 Besatzungsmitglieder von einem zweiten iranischen Schiff, der IRIS Bushehr, nachdem das Schiff Colombo um Hilfe gebeten hatte. Beide Schiffe waren auf dem Rückweg von den Marineübungen "Milan Peace 2026" in Indien.
EU-Parlament auf geopolitischem Irrweg: Empörende Debatte über Irans Zukunft
Von Pierre Levy
Als Reaktion auf den massiven Gewaltangriff der israelisch-amerikanischen Koalition auf Iran haben sich die Europaabgeordneten des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten auf die Suche nach Persönlichkeiten gemacht, die das bombardierte Land regieren könnten, sobald dessen Behörden beseitigt wären – was ein mehr oder weniger offen eingestandenes (aber wahrscheinlich unerreichbares) Ziel der ausländischen Invasion ist.
Die EU-Abgeordneten wollten eine Liste von acht Personen erstellen, die "die Vielfalt der iranischen Opposition" repräsentieren sollten. Wie es sich gehört, steht Reza Pahlavi, der Sohn des im Zuge der Revolution von 1979 gestürzten Schahs, ganz oben auf der Liste. Der in die USA exilierte Thronfolger hat seit fast einem halben Jahrhundert keinen Fuß mehr in den Iran gesetzt. Sein Name wurde jedoch bei den Demonstrationen der iranischen Diaspora in Europa im Januar und Februar dieses Jahres und in geringerem Maße auch im Land selbst skandiert.
Vor allem aber mangelt es ihm nicht an Unterstützung innerhalb der Straßburger Versammlung ...
Hisbollah führt Drohnenangriff auf israelische Ziele durch
Die Hisbollah gibt an, eine Reihe von Angriffen auf israelische Ziele durchgeführt zu haben, darunter einen Drohnenangriff auf Truppen im Norden des Landes. Die libanesische Gruppe erklärte, sie habe israelische Soldaten südlich der Stadt Marun ar-Ras mit einem "Schwarm" unbemannter Fluggeräte angegriffen.
Außerdem gab sie an, Raketen in Richtung Naharija abgefeuert zu haben, und bezeichnete den Angriff als Teil einer zuvor ausgesprochenen Evakuierungswarnung.
Unterdessen traf ein israelischer Luftangriff Kfar Tebnit im Bezirk Nabatäa im Südlibanon. Es gab zunächst keine Berichte über Opfer.
Der Iran-Krieg macht den grundlegenden Wandel des 21. Jahrhunderts deutlich
Der Iran-Krieg markiert das Ende einer Ära, in der starke Mächte Schutz boten und schwächere Staaten im Gegenzug Loyalität. Doch ein auf Patronage basierendes System funktioniert nur, wenn der Patron bestimmte Verantwortlichkeiten übernimmt – und vor allem für Schutz sorgt.
Lesen Sie weiter in dem Artikel von Fjodor Lukjanow auf RT DE.
Am Freitag mindestens 20 Tote bei israelischen Angriffen auf Libanon
Bei israelischen Angriffen auf den Libanon sind laut Angaben der Katastrophenschutzbehörde des Landes am Freitag 20 Menschen getötet und 57 verletzt worden.
Damit steigt die Gesamtzahl der seit dem 2. März bei israelischen Angriffen Getöteten laut den Zahlen der offiziellen Nationalen Nachrichtenagentur auf 1.021.
Die Gesamtzahl der Verletzten stieg auf 2.641. Zugleich wurden in den Notunterkünften 134.616 Vertriebene registriert.
Stellungnahme des russischen Außenministeriums zum Raketenangriff auf den Hafen von Bandar Anzali
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat am Freitagabend eine Stellungnahme zum Raketenangriff auf den Hafen Bandar Anzali in Iran abgegeben.
Mit wachsender Besorgnis, heißt es darin, beobachte man die Ausweitung der Raketen- und Bombenangriffe Israels und der USA in Iran. Die amerikanisch-israelische Koalition gieße weiterhin Öl ins Feuer des von ihr entfachten Krieges im Nahen Osten und treibe damit dessen weitere Ausbreitung voran.
Am 18. März wurde der iranische Hafen Bandar Anzali am Kaspischen Meer bombardiert. Dieser größte Hafen am Kaspischen Meer ist ein wichtiger Handels- und Logistikknotenpunkt, der aktiv für den russisch-iranischen Handel, unter anderem mit Lebensmitteln, genutzt wird. Die wirtschaftlichen Interessen Russlands und anderer kaspischer Staaten, die über diesen Hafen Verkehrsverbindungen mit Iran unterhalten, sind durch den Angriff betroffen, hebt Sacharowa hervor und fährt fort:
"Das Kaspische Meer wurde von den Ländern der Region und der internationalen Gemeinschaft stets als sicherer Raum des Friedens und der Zusammenarbeit wahrgenommen. Die rücksichtslosen und unverantwortlichen Handlungen der Aggressoren bergen die Gefahr, dass die Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres in einen militärischen Konflikt hineingezogen werden."
Russland rufe daher erneut nachdrücklich zu einer unverzüglichen Einstellung der Feindseligkeiten und zur Wiederaufnahme der Bemühungen um eine politische Lösung der Lage im Nahen Osten auf, die sich zunehmend auf benachbarte Regionen auswirkt.
Nach Luftangriff: Iran meldet Tod von Revolutionsgarden-Sprecher
Das Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten ist offensichtlich nicht in Sicht. Unterdessen steigt die Zahl der Todesopfer rasant. Die iranischen Revolutionsgarden gaben heute den Tod ihres Sprechers Ali Mohammad Naini bekannt. Laut offiziellen Angaben wurde er bei einem israelischen Luftangriff getötet.
In Teheran gingen unterdessen Tausende Menschen auf die Straße, um gegen die Angriffe Israels und der USA zu protestieren und zugleich ihre Unterstützung für die Regierung zu bekunden. Der Leiter des RT-Büros in Teheran, Hami Hamedi, berichtet aus der iranischen Hauptstadt über die aktuelle Lage.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 20. März 2026]
Vorstandsvorsitzender von QatarEnergy sagt, er habe vor Angriffen auf die Energieinfrastruktur Irans gewarnt
Saad al-Kaabi, Vorstandsvorsitzender von QatarEnergy, hat in einem Interview für Reuters am Freitag gesagt, er habe wiederholt davor gewarnt, dass jeder Angriff auf die Energieanlagen Irans die eigene Gasinfrastruktur Katars gefährden könnte.
"Ich habe immer wieder gewarnt, habe mit Führungskräften aus der Öl- und Gasbranche gesprochen, die mit uns zusammenarbeiten, habe mit dem US-Energieminister gesprochen, um ihn vor diesen Folgen zu warnen und darauf hinzuweisen, dass dies für uns nachteilig sein könnte", sagte Al-Kaabi.
Katar habe dank der schnellen Evakuierung des Personals Todesopfer am angegriffenen Standort Ras Laffan vermeiden können, fügte er hinzu:
"Es war nicht einfach, alle von den Offshore-Anlagen zu holen – Sie wissen ja, 10.000 Menschen wurden innerhalb von 24 Stunden evakuiert – und den gesamten Betrieb einzustellen. Ich bin so froh, dass wir keine Verletzten und keine Todesopfer zu beklagen haben. Das liegt an der Entscheidung, die wir getroffen haben."
Auch Bundeswehrsoldaten aus Irak evakuiert
Im Zuge des NATO-Abzugs aus dem Irak sind auch Bundeswehrsoldaten des Einsatzes "NATO Mission Iraq" (NMI) aus Bagdad evakuiert worden. Wie das Bundesverteidigungsministerium in Berlin am Freitagabend bekannt gab, seien sie bereits am Donnerstag in Deutschland eingetroffen.
Personal und Material sei mit mehreren A400M "unter sehr riskanten Bedingungen" aus der irakischen Hauptstadt ausgeflogen worden.
Im Nordirak und in Jordanien nehmen knapp 200 deutsche Soldaten weiter an den Einsätzen "Counter Daesh" und "Capacity Building Iraq" teil.
Bahrain fordert die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen, nachdem Sirenen ertönt waren
Das bahrainische Innenministerium hat Bürger und Einwohner aufgefordert, die Ruhe zu bewahren und sich zum nächsten sicheren Ort zu begeben. Zuvor waren auf der Insel die Sirenen ertönt.
In einer kurzen Erklärung auf X wurden keine weiteren Einzelheiten zur Ursache des Alarms genannt.
Botschaft Israels in Moskau bestreitet, dass Angriff auf RT-Team zielgerichtet war
Die israelische Botschaft in Moskau hat am Freitagabend eine Erklärung zum Raketenangriff, von dem das RT-Reporterteam in Libanon betroffen war, veröffentlicht. Als Reaktion auf Anfragen der Medien erklärt der israelische Botschafter in Russland, Oded Joseph, dass "jegliche Vermutungen über eine vorsätzliche Natur des Angriffs [...] absurd sind und nicht der Wahrheit entsprechen."
Israel führe Angriffe ausschließlich gegen militärische Ziele durch, so die Erklärung weiter. In dem konkreten Fall habe die israelische Armee vor Beginn der Operation im Bereich des El-Kasmia-Übergangs am Litani-Fluss "rechtzeitig und wiederholt Warnungen an die Bevölkerung" veröffentlicht. Der Angriff sei mit dem Ziel erfolgt , die Versuche der Hisbollah zu unterbinden, Waffen an die Grenze zu transportieren.
Die Verantwortung für diesen Vorfall weist der Botschafter "denjenigen, die beschlossen haben, die wiederholten Warnungen zu ignorieren und sich in der Zone aktiver Kampfhandlungen aufzuhalten" zu – und damit faktisch dem RT-Team selbst.
Polen evakuiert seine Truppen aus Irak
Polen hat seine Truppen aus dem Irak abgezogen, wie Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz am Freitag mitteilte.
"Aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage im Nahen Osten wurde nach einer Analyse der Einsatzbedingungen und potenzieller Bedrohungen beschlossen, das polnische Militärkontingent aus dem Irak abzuziehen", schrieb Kosiniak-Kamysz in einem Beitrag in den sozialen Medien.
Premierminister Donald Tusk erklärte, Polen werde keine Truppen zur Teilnahme am Krieg der USA und Israels gegen Iran entsenden, da der Konflikt keine direkte Bedrohung für die Sicherheit des Landes darstelle. Obwohl Polen nicht direkt beteiligt ist, gaben polnische Regierungsvertreter an, über die Kommunikationskanäle der Allianz von den geplanten Angriffen der USA und Israels auf den Iran Kenntnis zu haben.
USA entsenden zwei Landungsschiffe in die Golfregion
Die USA verlegen offenbar zwei amphibische Landungsschiffe mit Tausenden Marineinfanteristen und Matrosen in den Nahen Osten. Das melden mehrere US-Medien am Freitag.
Es soll sich um die USS "Boxer" handeln, die bereits den Hafen von San Diego verlassen hat und sich auf dem Weg in die Golfregion befindet. Bereits in der kommenden Woche soll ein weiteres Landungsschiff, die "Tripoli", im Kriegsgebiet eintreffen, sie hat Medienberichten zufolge 2.000 Soldaten und mehrere Hubschrauber an Bord.
Sachs: Jedes Land, das Iran statt der USA verurteilt, beherbergt US-Militär
Der US-Ökonom Jeffrey Sachs hat sich am Montag, dem 16. März 2026, auf einem Forum in Malaysia zum unprovozierten, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Iran geäußert. Sachs mahnte an, die ASEAN-Mitgliedstaaten müssten sich gemeinsam gegen die Gewalt im Nahen Osten aussprechen, da die anhaltenden Aggressionen Israels und der Vereinigten Staaten die Gefahr einer weltweiten Instabilität und einer Wirtschaftskrise bergen.
Der Ökonom berichtete von seiner Teilnahme an einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats an jenem Tag, an dem die Aggression gegen Iran begann. Alle Redner verurteilten die Abwehrhandlungen Irans gegen die illegalen israelisch-US-amerikanischen Angriffe, mit Ausnahme von drei Ländern. "Selbst George Orwell hätte sich das nicht ausdenken können", so Jeffrey Sachs.
Auffällig sei laut Sachs, dass jedes Land, das Iran für seine Gegenangriffe, aber nicht die USA für den Überfall auf das Land verurteilt hätte, US-Militär im eigenen Land beherbergen würde. "Sie sind auf der Hut", so Sachs.
Modschtaba Chamenei: Angriffe auf Oman und Türkei gingen nicht von Iran aus
Der oberste geistliche Führer Irans, Modschtaba Chamenei, hat in einer am Freitag verbreiteten Erklärung die Verantwortung seines Landes für die jüngsten Raketenangriffe auf Oman und die Türkei bestritten. Wörtlich heißt es in der Erklärung:
"Die Anschläge, die in der Türkei und im Oman – beides Länder, die gute Beziehungen zu uns unterhalten – auf bestimmte Orte in diesen Ländern verübt wurden, wurden keineswegs von den Streitkräften der Islamischen Republik oder anderen Kräften der Achse des Widerstands durchgeführt."
Es habe sich um ein "Täuschungsaktion des zionistischen Feindes", gehandelt, der mit einer "False-Flag-Taktik" versuche, Zwietracht zwischen der Islamischen Republik und ihren Nachbarn zu säen. Ähnliches könnte auch "in einigen anderen Ländern" stattfinden, warnte Chamenei.
Vermutlich bezieht sich das Dementi auf die jüngsten Raketenangriffe auf Öllager in Oman und die kürzlich im Luftraum der Türkei abgefangenen Raketen.
Merz: Engagieren uns erst dann, wenn Waffen schweigen – "Sicherheit Israels ist zentrales Element"
Nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz am Donnerstag bei der Tagung des Europäischen Rates eingetroffen ist, hat er der Presse seinen Ansatz zur Krisenbewältigung im Nahen Osten erklärt. An einer Sicherung der Straße von Hormus beteilige man sich erst, "wenn die Kampfhandlungen beendet sind", unterstrich der deutsche Regierungschef.
Iran müsse "Abstand nehmen von seinem Atomprogramm, den Terror beenden und zu Gesprächen bereit sein", sagte Merz zu den Mindestanforderungen für eine "Einstellung der Kampfhandlungen" in der Region.
Am Freitag hat Merz die Hoffnung auf eine schnelle Beilegung des Konfliktes im Nahen Osten erneut beteuert. Zugleich behauptete er, dass für "eine neue Friedensordnung für den Mittleren Osten die Sicherheit Israels ein zentrales Element sein muss".
Iran beschießt Altstadt von Jerusalem
Rettungskräfte reagieren auf Meldungen über einen Einschlag in der Altstadt von Jerusalem nach dem neuesten iranischen Angriff mit ballistischen Raketen.
Den Aufnahmen nach zu urteilen, entstand zwar Sachschaden, aber Mediziner berichten, dass keine Verletzten zu verzeichnen seien.
Ein Parkplatz im Jüdischen Viertel wurde getroffen, etwa 350 Meter vom Tempelberg/Haram al-Sharif entfernt.
Israel hatte in den vergangenen Tagen mehrfach historische Stätten in Iran angegriffen.
Israel: Hochrangiger iranischer Geheimdienstmitarbeiter bei jüngsten Luftangriffen getötet
Das israelische Militär teilte mit, dass bei einem Luftangriff in Teheran ein hochrangiger Beamter des iranischen Ministeriums für Geheimdienste getötet wurde.
In einer Mitteilung auf X erklärte das Militär, der Angriff sei vor zwei Tagen nach einer gemeinsamen Geheimdienstoperation unter Beteiligung von Militärgeheimdienst, Mossad und Shin Bet von der Luftwaffe durchgeführt worden.
Als Ziel wurde Mehdi Rostami Shamastan identifiziert, der als zentrale Figur im iranischen Geheimdienstapparat gilt.
Die Angaben wurden noch nicht unabhängig verifiziert, und aus Iran gab es bisher keinen Kommentar.
Trump: Angriff auf Iran sollte Überraschung sein! Ganz wie Pearl Harbor!
Trump: Ohne die USA ist die NATO ein Papiertiger
Donald Trump hat die NATO-Staaten erneut kritisiert. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, ohne die USA sei die NATO ein Papiertiger. Deren Mitglieder wollten sich nicht am Kampf beteiligen, um "einen nuklear bewaffneten Iran" zu stoppen.
"Jetzt, da dieser Kampf militärisch gewonnen ist und für sie nur ein sehr geringes Risiko besteht, beschweren sie sich über die hohen Ölpreise, die sie zahlen müssen – wollen aber nicht dabei helfen, die Straße von Hormus zu öffnen, eine einfache militärische Maßnahme, die der Hauptgrund für die hohen Ölpreise ist.
Es wäre so einfach für sie und mit so wenig Risiko verbunden. FEIGLINGE – und wir werden es nicht vergessen."
CENTCOM veröffentlicht Aufnahmen von Angriffen auf iranischen Stützpunkt unweit der Straße von Hormus
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) hat Aufnahmen von Angriffen auf unterirdische Tunneleingänge und Raketenabschussrampen des iranischen Stützpunkts Hajjiabad nahe der Straße von Hormus veröffentlicht.
Bei den Angriffen sollen den Angaben zufolge 5.000 Pfund schwere GBU-72-Bunkerbrecherbomben eingesetzt worden sein.
Hajjiabad (auch "Adler 44") gilt als stark befestigter unterirdischer Stützpunkt Irans. Er wurde zum Schutz von Kampfflugzeugen, Drohnen und Raketensystemen gebaut.
NATO beginnt Truppenabzug aus dem Irak
Die NATO-Mission im Irak hat sich vorübergehend aus dem Land zurückgezogen, wie zwei irakische Sicherheitsbeamte der Nachrichtenagentur AFP mitteilten.
"Es gibt keine Meinungsverschiedenheiten" mit der irakischen Regierung, sagte einer der Beamten anonym gegenüber AFP. "Es ist ein vorübergehender Rückzug. Sie sind wegen der Lage besorgt", fügte er hinzu. Die Grüne Zone wurde in den vergangenen Tagen mehrfach von irannahen Milizen angegriffen.
Ein weiterer Beamter erklärte, die gesamte NATO-Mission habe sich bis auf wenige verbliebene Kräfte zurückgezogen.
Am Freitag bestätigte ein NATO-Sprecher, dass das Militärbündnis seine Irak-Mission "anpasst", heißt es in dem AFP-Bericht weiter.
Die Mission hat ihr Hauptquartier auf einer irakischen Militärbasis in der Grünen Zone in Bagdad, nahe der US-Botschaft, die seit Beginn des Krieges mehrfach durch Iran nahestehende Milizen angegriffen wurde.
Ein iranischer Journalist hat Charg besucht. Er berichtet, dass die Insel entgegen Trumps Behauptungen schon mehrfach angegriffen worden sei, und zwar bereits vor Trumps Tweet über den großen Angriff auf die Öl-Insel. Betroffen seien sowohl der Flughafen als auch bereits evakuierte Kasernen und Militärbasen.
Er sagte in einem Video, der Trump-Tweet sei eher ein Versuch gewesen, eine Siegesgeschichte zu konstruieren, als eine substanzielle Änderung im Verlauf des Krieges.
Ukraine entsendet Einheiten zur Abwehr von iranischen Drohnen in fünf Golf-Staaten
Die Ukraine hat Militäreinheiten entsendet, um kritische und zivile Infrastrukturen gegen Drohnen zu schützen. Dies teilte der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrates, Rustem Umerow, nach einem Besuch in der Region mit.
Umerow besuchte in der vergangenen Woche die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und Jordanien. Er erklärte, dass ukrainische Einheiten in diesen Ländern stationiert würden und weitere Schritte für eine "langfristige Sicherheitskooperation" mit jedem dieser Staaten geplant seien.
"Ukrainische Militärexperten operieren in jedem dieser Länder unter der Koordination des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates", schrieb er auf X.
Israelische Waffenfabrik in der Tschechischen Republik in Brand gesteckt
Eine Anlage, die mit dem israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems verbunden ist, wurde in der Tschechischen Republik in Brand gesetzt. Eine Untergrundgruppe übernahm die Verantwortung, während die Behörden eine Untersuchung einleiteten.
Mehrere Gebäude auf dem Gelände des Gemeinschaftsprojekts eines tschechischen Unternehmens mit Elbit Systems wurden bei dem Angriff in den frühen Morgenstunden zerstört.
Elbit Systems beschreibt sich selbst als wichtigen Lieferanten von boden- und luftgestützten Waffen, die vom israelischen Militär in Konflikten, unter anderem in Gaza und gegen Iran, eingesetzt werden.
Eine Gruppe, die sich "The Earthquake Faction" nennt, erklärte auf Telegram, dass sie den Angriff durchgeführt habe:
"Die Anlage ist zentral für die europäischen Operationen des größten israelischen Waffenherstellers. Jetzt steht sie in Flammen."
Die Gruppe führte weiter aus:
"Es ist keine Zeit, die mitschuldigen internationalen Regierungen anzuflehen… wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um ihre Mittel zum Töten zu unterbinden."
Netanjahu: Jesus Christus war Dschingis Khan nicht überlegen
Schweiz blockiert Waffenexporte in die USA wegen Iran-Krieg
Die Schweiz hat die Genehmigungen für Waffenexporte in die Vereinigten Staaten ausgesetzt und beruft sich dabei auf ihre Neutralität angesichts des laufenden Krieges zwischen Israel, den USA und Iran.
In einer Mitteilung am Freitag erklärte die Regierung:
"Der Export von Kriegsmaterial in Länder, die an dem internationalen bewaffneten Konflikt mit Iran beteiligt sind, kann für die Dauer des Konflikts nicht genehmigt werden."
USA intensivieren Kampf um die Straße von Hormus
Die USA sollen ihre Bemühungen um die Kontrolle der Straße von Hormus verstärkt haben. Das berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Militärvertreter. Demnach lassen die USA tief fliegende Kampfflugzeuge über den Seewegen patrouillieren, um mögliche Bedrohungen durch iranische Kriegsschiffe abzuwehren. Auch Apache-Hubschrauber sollen eingesetzt werden, um iranische Drohnen abzuschießen.
Laut US-Medien ist dieser Schritt Teil eines mehrstufigen Plans des Pentagons, um die für den Handel wichtige Meerenge zu sichern und wieder passierbar zu machen.
Israelischer Reservist wegen Iron-Dome-Spionage für Iran angeklagt
Israelische Behörden haben einen 26-jährigen Reservisten wegen Spionage für Iran angeklagt, berichtete die Times of Israel.
Die Polizei erklärte, dass Raz Cohen aus Jerusalem über Monate hinweg Kontakt zu iranischen Geheimdienstmitarbeitern unterhalten habe, noch vor Beginn des aktuellen Krieges.
Ermittler gehen davon aus, dass er angewiesen wurde, sensible Informationen weiterzugeben, darunter Details zum israelischen Luftabwehrsystem Iron Dome, in dem er zuvor gedient hatte.
Im Gegenzug soll Cohen 1.000 US-Dollar in Form von Kryptowährung erhalten haben.
Abu Dhabi: Über 100 Festnahmen nach Filmen und Teilen der Videos zu Iran‑Angriffen
Die Polizei der Vereinigten Arabischen Emirate teilte mit, dass sie über 100 Personen festgenommen habe, weil sie während des Krieges im Nahen Osten "irreführende" Informationen gefilmt und verbreitet hätten, während die Golfstaaten gegen Aufnahmen und Beiträge im Zusammenhang mit den iranischen Angriffen vorgehen.
"Die Polizei von Abu Dhabi hat die Festnahme von 109 Personen verschiedener Nationalitäten bekanntgegeben, die Orte und Vorfälle gefilmt und falsche Informationen über Social-Media-Plattformen während der aktuellen Ereignisse verbreitet haben", lautet die Mitteilung auf X. Weiter heißt es, dass einige der Personen "irreführende Informationen" geteilt hätten.
Libanesischer Cellist spielt "Schindlers Liste" in den Trümmern Beiruts
Iranischer Parlamentspräsident: Abschuss der F-35 markiert Zusammenbruch der US-Ordnung
Der Sprecher des iranischen Parlaments, Mohammad Bagher Ghalibaf, erklärte, ein Treffer auf ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35 markiere "den Moment des Zusammenbruchs einer Ordnung".
"Die F-35 war nicht nur ein Kampfflugzeug, sondern ein Symbol für die Unbesiegbarkeit und Arroganz des US-Militärs", schrieb Ghalibaf in einem Beitrag auf X. "Dieses Symbol wurde erstmals weltweit getroffen."
Gestern musste ein F-35-Jet nach einem Kampfeinsatz über Iran auf einem US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten notlanden.
US-Behörden untersuchen derzeit Berichte, wonach der Jet möglicherweise durch iranisches Feuer getroffen wurde. Sollte sich dies bestätigen, wäre es das erste US-Flugzeug, das im aktuellen Krieg von Iran beschädigt wurde, beziehungsweise der erste bekannte Fall, in dem eine F-35 durch feindliches Feuer getroffen wurde.
Trump erwägt Einnahme von Insel Charg zur Öffnung der Straße von Hormus
Die US-Regierung prüft Pläne, die iranische Insel Charg zu besetzen oder zu blockieren, um den Druck auf Iran zu erhöhen und die wichtige Meerenge Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Das berichtete Axios am Freitag. Die Straße ist ein zentraler Seeweg für den globalen Ölhandel, der derzeit durch den andauernden Krieg stark gestört ist.
Demnach sieht Präsident Donald Trump die Kontrolle über die Insel als möglichen Schritt, um den Konflikt zu beenden und Iran zu zwingen, den Schiffsverkehr wieder zuzulassen. Eine solche Operation wäre jedoch riskant, da Charg strategisch bedeutsam ist und dort etwa 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt werden.
Die US-Militärführung hat dem Bericht zufolge bereits umfangreiche Luftangriffe auf militärische Ziele auf der Insel geflogen, und mehrere Marineeinheiten sind in die Region entsandt worden. Eine Entscheidung, Bodentruppen einzusetzen oder die Insel tatsächlich zu besetzen, sei jedoch noch nicht gefallen.
Trump halte es für notwendig, zunächst die militärischen Fähigkeiten Irans rund um die Straße von Hormus weiter zu schwächen, bevor ein riskanter Bodeneinsatz gestartet werde. Mehrere tausend Marinesoldaten seien auf dem Weg in die Region, während gleichzeitig darüber diskutiert werde, die Meerenge militärisch abzusichern.
Syrischer Machthaber al-Scharaa: Land soll vom Krieg ferngehalten werden
Der syrische Machthaber Ahmed al-Scharaa erklärte, dass er daran arbeite, sein Land vom Krieg im Nahen Osten fernzuhalten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SANA.
In einer Rede im Präsidentenpalast in Damaskus sagte al-Scharaa: "Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Syrien in den vergangenen 15 Jahren und auch davor immer ein Schauplatz von Konflikten und Auseinandersetzungen war. Heute steht es jedoch im Einklang mit allen Nachbarländern – sowohl regional als auch international."
"Was jetzt geschieht, ist ein großes und seltenes Ereignis in der Geschichte, das wir seit dem Zweiten Weltkrieg nicht erlebt haben. Wir wägen unsere Schritte sorgfältig ab und arbeiten daran, Syrien von jeglichem Konflikt fernzuhalten, damit es seinen Weg der Entwicklung und des Wiederaufbaus fortsetzen kann", fügte al-Scharaa hinzu.
Israel hat in der Nacht zu Freitag mehrere Ziele in Syrien angegriffen. Die israelischen Streitkräfte teilten mit, dass ein Kommandozentrum sowie Waffen in militärischen Anlagen der syrischen Regierung im Süden des Landes getroffen worden seien.
Nach Irans Angriff auf israelische Ölraffinerie: Betrieb teilweise gestört
Eine iranische Rakete, die am Donnerstag die Raffinerie in Haifa traf, beschädigte nach Angaben des Unternehmens wichtige elektrische Anlagen. Die aktualisierte Mitteilung wurde am Freitag veröffentlicht.
Die israelische Ölraffinerie erklärte, der Angriff habe die Stromversorgung einer Servicestelle getroffen, wodurch auch externe Infrastrukturen eines Drittanbieters betroffen seien, die für den Betrieb entscheidend sind.
Trotz der Schäden bleiben die meisten Produktionseinheiten in Betrieb, andere werden nach und nach wieder hochgefahren. Das Unternehmen gab an, dass der volle Betrieb innerhalb weniger Tage wieder aufgenommen werde.
Teheran fordert Aufklärung zu Ramstein wegen Iran-Krieg
Der iranische Botschafter in Deutschland, Madschid Nili Ahmadabadi, hat von der Bundesregierung eine Klarstellung zur möglichen Nutzung der US-Luftwaffenbasis Ramstein im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran gefordert. "Die Rolle des Militärstützpunkts ist für uns bislang offiziell nicht klar", sagte er am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Bislang haben wir keine Antwort."
Nili fügte hinzu: "Wir haben sie um eine Klarstellung zur Rolle Ramsteins gebeten." In diesem Zusammenhang verwies der iranische Botschafter auf eine UN-Resolution zur Nutzung des Staatsgebiets oder Luftraums durch einen anderen Staat. Demnach würde sich ein solches Land "zum Komplizen eines Angriffs oder einer Aggression machen". "Wir wissen noch nicht, ob das auf Ramstein zutrifft oder nicht", fügte er hinzu.
Bundeswirtschaftsministerin kritisiert mögliche Lockerung von US-Sanktionen gegen Iran
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat die Überlegungen des US-Finanzministers Scott Bessent, die Sanktionen für iranisches Öl zu lockern, kritisiert. "Jeder Dollar für Öl aus Iran stabilisiert ein Regime, das unseren Werten fundamental entgegensteht", sagte Reiche der Bild-Zeitung. Hintergrund sind Bessents Äußerungen, in denen er die Möglichkeit ins Spiel gebracht hatte, die Handelsbeschränkungen für rund 140 Millionen Barrel iranischen Öls, die sich derzeit auf See befinden, aufzuheben.
Bessent erklärte am Donnerstag, bereits auf Tankern befindliches Öl könne von den Strafmaßnahmen ausgenommen werden, um Verwerfungen auf dem Ölmarkt abzufedern.
F-35-Jet der US-Armee offenbar doch von iranischem Beschuss getroffen
Wie mehrere US-Medien heute übereinstimmend berichten, ist ein amerikanisches Tarnkappen-Kampfflugzeug vom Typ F-35 mutmaßlich von iranischem Beschuss getroffen worden. Das Flugzeug musste demnach auf einem US-Luftwaffenstützpunkt im Nahen Osten notlanden.
Bereits am Donnerstag hatten mehrere Medien, darunter die Sender ABC und CNN, über den Vorfall berichtet. Tim Hawkins, Sprecher des Nahost-Kommandos CENTCOM, erklärte, das Flugzeug sei sicher gelandet und der Pilot befinde sich in stabilem Zustand. Eine Bestätigung der Medienberichte blieb jedoch aus. "Der Vorfall wird untersucht", sagte er.
Im Verlauf des Iran-Kriegs haben die US-Streitkräfte bereits mehrere Flugzeuge verloren. Anfang März wurden drei Kampfflugzeuge des Typs F-15E laut Angaben der US-Armee "versehentlich" von der kuwaitischen Luftabwehr abgeschossen. Mitte März stürzte zudem ein Betankungsflugzeug des Typs KC-135 über dem Westirak ab. Dabei kamen sechs Besatzungsmitglieder ums Leben. Bislang ist jedoch kein Fall bestätigt, in dem ein Flugzeug durch iranischen Beschuss getroffen wurde.
Revolutionsgarde: Iran baut weiterhin Raketen
Der Sprecher der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) hat erklärt, dass Teheran weiterhin Raketen produziert. Damit widerspricht er der Aussage des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, wonach Iran dazu nicht mehr in der Lage sei.
General Ali Mohammad Naini äußerte sich laut einem Bericht der staatlichen Zeitung Iran am Freitag entsprechend.
"Unsere Raketenindustrie ist intakt, und es gibt diesbezüglich keinen Grund zur Sorge, denn wir produzieren selbst unter Kriegsbedingungen weiterhin Raketen – was bemerkenswert ist – und es gibt keine besonderen Probleme bei der Lagerung", sagte er.
Am Donnerstag hatte Netanjahu auf einer Pressekonferenz in Israel erklärt, Iran sei nicht mehr in der Lage, ballistische Raketen herzustellen. "Wir gewinnen, und Iran wird zerschlagen", sagte er.
Der IRGC-Sprecher betonte zudem, dass der Krieg fortgesetzt werde. "Die Menschen erwarten, dass der Krieg andauert, bis der Feind vollständig erschöpft ist", sagte der General mit Blick auf die iranische Bevölkerung. "Dieser Krieg muss enden, wenn der Schatten des Krieges vom Land genommen ist."
IRGC meldet getöteten Sprecher
Die IRGC hat bestätigt, dass ihr Sprecher, General Ali Mohammad Naeini, bei einem israelisch-amerikanischen Raketenangriff getötet wurde.
Die staatliche Nachrichtenagentur Tasnim berichtete auf Telegram und X, dass Naeini am frühen Freitag getötet wurde.
Moskau: Israels Botschafter wegen Angriff auf RT-Mitarbeiter vorgeladen
Der israelische Botschafter in Moskau, Oded Joseph, wurde offiziell vorgeladen, im Zusammenhang mit dem gestrigen Angriff von IDF-Kräften auf zwei RT-Mitarbeiter im Libanon.
Bereits heute Morgen traf Joseph dazu im Außenministerium ein.
Das russische Außenministerium hatte zuvor nachdrücklich betont, dass Moskau den gezielten Angriff auf die Pressevertreter als "groben Verstoß gegen das Völkerrecht" betrachte.
Katar: Reparatur der Gasfelder wird Jahre dauern
Die notwendigen Reparaturen an den von Iran attackierten Flüssiggasanlagen im Industriegebiet Ras Laffan in Katar könnten laut einer offiziellen Stellungnahme aus Doha "bis zu fünf Jahre dauern", so Einschätzungen vom Vortag. Der wörtliche Beitrag auf X erklärt dazu unter anderem:
"Die Behebung der umfangreichen Schäden an unseren Produktionsanlagen wird bis zu fünf Jahre in Anspruch nehmen und uns dazu zwingen, langfristig höhere Gewalt geltend zu machen."
Der Betreiber QatarEnergy teilte weiter mit, dass die Raketenangriffe "die LNG-Exportkapazität Katars um 17 Prozent reduziert hätten und dadurch geschätzte jährliche Einnahmeverluste von rund 20 Milliarden US-Dollar entstanden seien".
Katars Energieminister Saad Sherida al-Kaabi wird zudem seitens des Unternehmens mit den Worten zitiert:
"Die Reparatur der Schäden an den LNG-Anlagen wird drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Betroffen sind China, Südkorea, Italien und Belgien. Das bedeutet, dass wir gezwungen sein werden, für einige langfristige LNG-Verträge für bis zu fünf Jahre höhere Gewalt geltend zu machen."
Teheran: Das Wesen Israels ist Staatsterrorismus
Der iranische Präsident Massud Peseschkian kommentierte auf X die jüngste Sichtweise Teherans auf die anhaltenden Angriffe US-amerikanischer und israelischer Streitkräfte und erklärte, dass die "Aggression der USA und Israels gegen Iran" sowie die Ermordung führender Politiker die internationalen Rechtsnormen untergraben würden.
So heißt es in dem Beitrag:
"Das Wesen des zionistischen Regimes ist Staatsterrorismus. Doch die Aggression der USA gegen Iran und die Ermordung des gefallenen Führers schaffen einen neuen Präzedenzfall in internationalen Konflikten, der die globalen Rechtsnormen zerstören wird. Wenn die Welt nicht entschlossen auftritt, werden ihre Flammen viele verbrennen."
Teheran: Irans Oberhaupt Modschtaba Chamenei "am Leben und bei guter Gesundheit"
Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, "sei am Leben und bei guter Gesundheit", so die Stellungnahme des iranischen Botschafters in Frankreich, Mohammad Aminnedschad, gegenüber dem französischen Fernsehsender BFMTV.
Der Diplomat erklärte Chameneis Abwesenheit in der Öffentlichkeit und in den Medien mit den Worten:
"Wir sind nicht verpflichtet, ihn der Öffentlichkeit zu präsentieren; natürlich ist er quicklebendig."
Der Botschafter wies damit anhaltende Gerüchte zurück, wonach sich Chamenei aktuell in einem Bunker versteckt halte oder durch die jüngsten Luftangriffe verletzt worden und handlungsunfähig sei.
"Unsere Führer verstecken sich nicht, trotz Behauptungen über die Existenz von Bunkern", so die Aussage Aminnedschads gegenüber dem Sender. Er fügte hinzu, dass Chamenei "wie ein ganz normaler Mensch lebt".
19.03.2026 21:10 Uhr
Netanjahu: Israel handelte im Alleingang bei Angriff auf iranische Erdgasfelder
Während seiner Pressekonferenz am Donnerstagabend ging der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auch auf die jüngsten Angriffe seines Landes auf iranische Erdgasförderanlagen ein. Israel hatte tags zuvor Luftangriffe auf das Gasfeld "South Pars" verübt.
Netanjahu erklärte gegenüber den anwesenden Journalisten:
"Israel ist im Alleingang gegen iranische Gasanlagen vorgegangen.
Trump hat uns gebeten, von weiteren Angriffen abzusehen, und wir halten uns daran."
Moskau: Russland, China, die Türkei und andere Staaten stehen für baldige Konfliktbeilegung bereit
Wie das russische Außenministerium in Moskau mitgeteilt hat, ist Russland der Überzeugung, dass die USA und Israel "ihr militärisches Abenteuer" gegen Iran unverzüglich beenden müssen. TASS berichtete unter Verweis auf eine Erklärung des russischen Außenministeriums zur aktuellen Lage am Persischen Golf, dass neben Russland auch China, die Türkei und andere "gleichgesinnte" Staaten bereit seien, zu einer Beilegung des Konflikts im Nahen und Mittleren Osten beizutragen.
So habe das Ministerium daran erinnert, dass sich Moskau "stets für die Schaffung von Bedingungen für ein friedliches Zusammenleben, Sicherheit und eine Atmosphäre der guten Nachbarschaft" zwischen den ihm freundlich gesinnten arabischen Ländern und Iran einsetze. Weiter heißt es in der Erklärung:
"Wir betonen, dass der erste Schritt auf diesem Weg die unverzügliche Einstellung des militärischen Abenteuers durch die USA und Israel sein muss."
Das russische Außenministerium unterstrich abermals, dass man in Moskau ernsthaft besorgt sei über die anhaltende bewaffnete Konfrontation am Persischen Golf und über "die Risiken einer Eskalation der Lage".
So stellte das Ministerium mit Blick auf die verursachten Schäden an Einrichtungen der Infrastruktur fest:
"Das Ausmaß der Schäden an der Energieinfrastruktur und anderen lebenswichtigen Infrastrukturen in Iran und in den benachbarten arabischen Staaten nimmt zu."
Daher appellierte das russische Außenministerium:
"Wir rufen zu einer raschen Beendigung der Kampfhandlungen auf, die das Ergebnis einer unprovozierten Aggression der USA und Israels gegen Iran sind."
Das Moskauer Außenministerium unterstrich nachdrücklich die Bereitschaft Russlands, gemeinsam mit den genannten Staaten zu einer raschen Beilegung des Konflikts beizutragen, "um eine langfristige und nachhaltige Stabilisierung in der Region unter Berücksichtigung der Interessen aller dort befindlichen Staaten zu erreichen".
Netanjahu: Live-Pressekonferenz vor internationaler Presse
Am Donnerstagabend ist der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor die versammelte internationale Presse getreten und hat auf Englisch erklärt:
"Zunächst will ich sagen: Ich bin am Leben. Und Sie alle sind Zeugen."
Damit wollte er die "Fake News" zerstreuen, die in den vergangenen Tagen kursierten. Nachdem Netanjahu einige Tage keine öffentlichen Auftritte absolviert hatte, wurden von verschiedener Seite Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und sein Schicksal angestellt.
RT-Team bei israelischem Angriff im Südlibanon verletzt
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind zwei Mitarbeiter eines Reporterteams des von Russlands Auslandssender RT verletzt worden. Einer der Korrespondenten erklärte nach seiner Behandlung im Krankenhaus, er habe eine Splitterverletzung am Arm erlitten. Inzwischen sei er wieder entlassen worden.
RT spricht von einem gezielten Angriff auf Journalisten. Die israelischen Streitkräfte behaupteten, dass für das betroffene Gebiet vorab eine Warnung veröffentlicht worden sei. Ziel der Angriffe seien demnach Übergänge über den Litani-Fluss gewesen, die von der Hisbollah genutzt worden seien. Die Sprecherin von Russlands russische Außenministerium, Maria Sacharowa verurteilte den Angriff forderte eine Reaktion internationaler Organisationen.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 19. März 2026]
Haifa: Treffer auf Raffinerie von Überwachungskamera festgehalten
Den Moment, in dem die Raffinerie in Haifa durch eine iranische Rakete getroffen wurde, hat eine Überwachungskamera zufällig erfasst. Zu sehen ist, wie sich nach wenigen Augenblicken eine Rauchwolke über den Industrieanlagen im Hafengebiet der israelischen Küstenstadt erhebt.
Die Aufnahmen wurden von Social-Media-Kanälen verbreitet.
Trumps Anti-Terror-Chef Joe Kent tritt aus Protest gegen Iran-Krieg zurück und packt aus
Der Leiter des US-Terrorabwehrzentrums Joe Kent ist aus Protest gegen den laufenden Krieg gegen Iran zurückgetreten. In einem aktuellen Interview mit Tucker Carlson hat Kent brisante Informationen preisgegeben, die den offiziellen Begründungen der US-Regierung für den Militäreinsatz widersprechen.
So stellte Kent klar, dass es laut US-Geheimdiensten keine Belege für ein aktuelles iranisches Atomwaffenprogramm gab. Besonders brisant sind Kents Aussagen über die Rolle Israels. Er berichtet von einer massiven Diskrepanz zwischen den Erkenntnissen der US-Geheimdienste und den Informationen, die israelische Regierungsvertreter im Weißen Haus präsentierten.
Zudem warf Kent die Frage auf, ob massiver Druck – darunter die Ermordung des einflussreichen Trump-Beraters Charlie Kirk, der sich vehement gegen einen Iran-Krieg ausgesprochen hatte – zu Trumps Kehrtwende beigetragen haben könnte, zumal offizielle Ermittlungen zu möglichen Hintergründen und Verbindungen blockiert wurden.
Iran: 64. Vergeltungswelle "True Promise" – auch Ben-Gurion-Flughafen und US-Flotte getroffen
Inzwischen sei die – nach iranischer Zählung – 64. Welle von Vergeltungsschlägen im Zuge der Operation "True Promise" gegen israelische und US-amerikanische Ziele sowie gegen deren Verbündete im Nahen und Mittleren Osten angelaufen, wie Regierungsvertreter Irans laut einer Meldung von PressTV erklärten. Die erneuten Angriffe Irans seien Teil einer umfassenderen Reaktion auf die militärische Aggression Israels und der USA in der Region.
Iran werde, so die Darstellung aus Teheran, wichtige militärische Einrichtungen in den von Israel besetzten Gebieten angreifen. Zu den Zielen soll auch der Flughafen "Ben Gurion" zählen, außerdem Treibstoffversorgungsleitungen sowie – neben Haifa – strategische Militärstützpunkte in Rischon LeZion.
Auch die im Persischen Golf stationierte 5. US-Flotte sei mit Mittelstreckenraketen angegriffen worden. Iranische Quellen hätten bestätigt, dass die Vergeltungsschläge "erfolgreich" fortgesetzt würden.
Unterdessen habe das Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) gemeldet, israelische "Heron"- und "Harop"-Drohnen über Teheran und Karadsch abgefangen zu haben. Die israelischen Drohnen hätten versucht, "sensible iranische Standorte auszuspähen".
London: Nun doch neue "Koalition der Willigen" zur Öffnung der Straße von Hormus?
In London scheint sich eine neue "Koalition der Willigen" mit Blick auf die Straße von Hormus zu formieren. Wie es in einer gemeinsamen Erklärung der Regierungschefs von Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und Japan heißt, seien die genannten Länder "bereit", "zu geeigneten Maßnahmen beizutragen", die eine "sichere Durchfahrt durch die Meerenge" gewährleisten könnten.
Die vollständige Pressemitteilung der britischen Regierung lautet in deutscher Übersetzung:
"Wir verurteilen aufs Schärfste die jüngsten Angriffe Irans auf unbewaffnete Handelsschiffe im Golf, die Angriffe auf zivile Infrastruktur einschließlich Öl- und Gasanlagen sowie die faktische Sperrung der Straße von Hormus durch iranische Streitkräfte.
Wir bringen unsere tiefe Besorgnis über die Eskalation des Konflikts zum Ausdruck. Wir fordern Iran auf, seine Drohungen, das Verlegen von Minen, Drohnen- und Raketenangriffe sowie andere Versuche, die Meerenge für die Handelsschifffahrt zu blockieren, unverzüglich einzustellen und die Resolution 2817 des UN-Sicherheitsrats einzuhalten.
Die Freiheit der Schifffahrt ist ein Grundprinzip des Völkerrechts, auch im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen.
Die Auswirkungen der Handlungen Irans werden von Menschen in allen Teilen der Welt zu spüren sein, insbesondere von den Schwächsten.
Im Einklang mit der Resolution 2817 des UN-Sicherheitsrats betonen wir, dass solche Eingriffe in die internationale Schifffahrt und die Störung globaler Energieversorgungsketten eine Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit darstellen. In diesem Zusammenhang fordern wir ein sofortiges und umfassendes Moratorium für Angriffe auf zivile Infrastruktur, einschließlich Öl- und Gasanlagen.
Wir bekunden unsere Bereitschaft, zu geeigneten Maßnahmen beizutragen, um eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge zu gewährleisten. Wir begrüßen das Engagement der Staaten, die sich an den Vorbereitungsplanungen beteiligen.
Wir begrüßen die Entscheidung der Internationalen Energieagentur, eine koordinierte Freigabe strategischer Erdölreserven zu genehmigen. Wir werden weitere Schritte zur Stabilisierung der Energiemärkte unternehmen, einschließlich der Zusammenarbeit mit bestimmten Förderländern zur Steigerung der Produktion.
Wir werden uns zudem dafür einsetzen, den am stärksten betroffenen Ländern Unterstützung zu gewähren, unter anderem über die Vereinten Nationen und internationale Finanzinstitutionen.
Die Sicherheit im Seeverkehr und die Freiheit der Schifffahrt kommen allen Ländern zugute. Wir rufen alle Staaten dazu auf, das Völkerrecht zu achten und die Grundprinzipien des internationalen Wohlergehens und der internationalen Sicherheit zu wahren."
Iran als "Monster" – Warum tötet Israel gemäßigte Kräfte in der iranischen Führung?
Der promovierte Philosoph und Kant-Experte Ali Laridschani war einer der Architekten des Atomdeals 2015, das für Entspannung im Verhältnis zum Westen geführt hat. Nun ist er tot, und ein konservativer Hardliner tritt sein Amt als Chef des Sicherheitsrates an.
Israel lässt seinen brachialen Drohungen gegen Schlüsselfiguren in der iranischen Fürhung Taten folgen und tötet eine Führungspersönlichkeit in Iran nach der anderen. Am Dienstag wurde der einflussreiche Sicherheitsratschef Ali Laridschani mit weiteren Mitgliedern seiner Familie und Leibwächtern bei einem Luftangriff auf das Haus seiner Tochter in Teheran getötet. Diese Ruchlosigkeit sorgt weltweit bei allen, denen das Völkerrecht und überhaupt zivilisierte Sitten der internationalen Politik noch ein Begriff sind, für Entsetzen.
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Björn Höcke: Trump distanziert sich von Israels Angriff auf "South Pars"-Gasfeld
Auf X erklärte der AfD-Politiker, die USA hätten laut Trump nicht im Voraus über den geplanten Angriff Israels auf das iranische Gasfeld Bescheid gewusst. Höcke schrieb:
"Nach dem israelischen Angriff auf das iranische South-Pars-Gasfeld distanziert sich der US-Präsident jetzt öffentlich:
Die USA hätten nichts davon gewußt und diese Art von Eskalation nicht autorisiert. Erinnert sich der Präsident an sein Wahlversprechen?"
Der AfD-Politiker stellte eine fortschreitende Spaltung der US-Republikaner fest. Während deren sogenannter "MAGA"-Flügel "sich klar gegen interventionistische Kriege" richte, blieben die "Neocons den alten 'Weltpolizei'-Gedanken verhaftet" und würden "diese in einer neuen Qualität religiös" aufladen.
Sollte dieses "Riesenfeld" der iranischen Gasförderung "ernsthaft beschädigt" sein, drohe eine Explosion der "Weltenergiepreise", so Höcke.
US-Kriegsminister: Undankbare Europäer sollten Trump für Angriff auf Iran danken
Am Donnerstag, dem 19. März 2026, hat sich der US-Kriegsminister Pete Hegseth zur aktuellen Lage im unprovozierten, völkerrechtswidrigen Aggressionskrieg gegen den Iran geäußert. Er erklärte, man habe bereits hunderte der iranischen militärisch-industriellen Anlagen vernichtet, die Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen seien jeweils bereits um neunzig Prozent zurückgegangen.
Hegseth betonte, die undankbaren Verbündeten in Europa sollten dem US-Präsidenten Donald Trump danken, dass dieser die Arbeit der freien Welt leiste. "Ein Regime, das sich weigert, seine nuklearen Ambitionen aufzugeben, ist nicht nur ein regionales Problem. Es stellt eine direkte Bedrohung für die Vereinigten Staaten, die Freiheit und die Zivilisation dar", so der Kriegsminister.
Als Begründung, weshalb das Pentagon weitere 200 Milliarden Dollar für den Iran-Krieg benötige, antwortete er, dass sich diese Summe noch ändern könnte. "Es kostet Geld, Bösewichte zu töten. Daher wenden wir uns erneut an den Kongress, um sicherzustellen, dass wir für das, was bereits getan wurde, und für das, was wir in Zukunft möglicherweise tun müssen, angemessen finanziert werden."
F-35-US-Kampfjet im "Mittleren Osten" zur Notlandung gezwungen
Laut einem Bericht von CNN musste ein US-amerikanisches F-35-Kampfflugzeug auf einem nicht näher bezeichneten US-Luftwaffenstützpunkt im Mittleren Osten notlanden, nachdem es von vermutlich iranischem Feuer getroffen worden war. Dies berichteten gegenüber dem US-Sender zwei anonyme Quellen.
Captain Tim Hawkins, ein Sprecher des US-Zentralkommandos, erklärte zu dem Vorfall, der Tarnkappen-Jäger der fünften Generation habe "einen Kampfeinsatz über Iran geflogen", als er zur Notlandung gezwungen worden sei. Hawkins sagte, das Flugzeug sei sicher gelandet und der Vorfall werde derzeit untersucht.
Wörtlich erklärte der US-Offizier:
"Das Flugzeug ist sicher gelandet, und der Pilot befindet sich in einem stabilen Zustand."
Sollte die US-Maschine unter Feuer gekommen sein, wäre dies nicht das erste Mal, dass Kampfflugzeuge aus US-Fertigung seit dem Angriff Ende Februar zum Ziel der iranischen Luftabwehr geworden sind. Iranische Quellen hatten seither mehrfach sogar von Abschüssen berichtet, die den iranischen Streitkräften gelungen sein sollen. Wie CNN betont, setzen sowohl die USA als auch Israel in dem Konflikt F-35-Kampfflugzeuge ein; ein Exemplar kostet mehr als 100 Millionen Dollar.
Die Notlandung steht im Widerspruch zu den Beteuerungen hochrangiger US-Vertreter, die nach wie vor von umfassenden Erfolgen im Feldzug gegen Iran sprechen. US-Kriegsminister Pete Hegseth hatte am Donnerstagmorgen gesagt, dass die USA "entscheidend gewinnen" würden und dass die iranische Luftabwehr bereits "zerstört" worden sei.
Von iranischer Seite wurden Aufnahmen veröffentlicht, die zeigen sollen, wie der US-Jet ins Fadenkreuz der Luftabwehr geriet. Tasnim schrieb sogar, dass die F-35 über iranischem Territorium abgeschossen worden sei.
Iran trauert um ermordeten Staatsmann und Philosophen Laridschani
Riesige Menschenmassen haben sich am Mittwoch in Teheran eingefunden, um vom Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, Abschied zu nehmen. Er wurde am Dienstag, gemeinsam mit über 100 Zivilisten, durch einen Luftangriff der USA und Israels auf ein Wohngebäude gezielt ermordet.
Laridschani war bei weitem nicht nur hoher Staatsdiener Irans, sondern Gelehrter und Doktor westlicher Philosophie. Wie vorher schon sein Vater, war auch er ein enger Vertrauter des Ende Februar von den USA und Israel ermordeten, geistlichen Führers, Ajatollah Ali Chamenei.
Der ehemalige Minister Irans für Informations- und Kommunikationstechnologie (2017 – 2021), Mohammad-Javad Azari Jahromi, war ebenfalls auf der Beerdigung Laridschanis und erklärte, dass "die Anwesenheit der Menschen ein Symbol für das Fortbestehen und die Fortführung des Weges dieser Märtyrer ist sowie für die Würdigung ihres Opfers, das sie für das iranische Volk gebracht haben".
"Wir werden niemanden akzeptieren, der uns aufgezwungen wird", versicherte eine Trauernde.
"Möge Gott sie verfluchen. Ich hoffe, dass ihre bösen Taten auf sie zurückfallen", erklärte eine weitere Iranerin, als sie sich zu dem bisherigen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels gegen ihr Land positionierte.
Iran greift Haifa an
Über dem Ölraffineriekomplex in Haifa stiegen Rauchwolken auf. Laut iranischen Staatsmedien hat die Islamische Republik die Anlage angegriffen. Es ist derzeit unklar, ob eine Rakete den Ort direkt getroffen hat oder ob es sich um Splitter- bzw. Streumunition handelte.
Die Raffinerie in Haifa (Bazan) ist die größte und wichtigste Treibstoffanlage Israels und liefert etwa 50–60 Prozent des Kraftstoffs des Landes (60 Prozent Diesel, 50 Prozent Benzin). Sie verarbeitet rund 197.000 Barrel pro Tag, was bedeutet, dass ein großer Teil des Transport-, Flug‑ und Militärkraftstoffs Israels von ihr abhängt. Israel verfügt lediglich über zwei Raffinerien.
Iran will Gebühr für Schiffe in der Straße von Hormus verlangen
Iranische Parlamentarier haben einen Plan vorgelegt, dem zufolge für die Nutzung der für den internationalen Öltransport wichtigen Straße von Hormus eine Gebühr erhoben werden soll. "Die Sicherheit der Meerenge wird von der Islamischen Republik gewährleistet und Schiffe müssen im Gegenzug eine Abgabe zahlen", sagte die Abgeordnete Somajeh Rafiei laut der Nachrichtenagentur Tasnim.
Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hatte am Dienstag erklärt, die Bedingungen für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus würden "nicht zum Vorkriegsstatus zurückkehren." Die neue Regelung soll auch nach dem Krieg gelten.
Iran: Haben bei Angriffen auf Infrastruktur "nur einen Bruchteil unserer Macht eingesetzt"
Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, Teheran habe bei seinen Angriffen auf die Energieinfrastruktur im Persischen Golf nur einen kleinen Teil seiner Fähigkeiten demonstriert und werde härter reagieren, falls die eigenen Anlagen erneut getroffen würden.
"Unsere Antwort auf Israels Angriff auf unsere Infrastruktur hat nur einen BRUCHTEIL unserer Macht eingesetzt. Der EINZIGE Grund für Zurückhaltung war der Respekt vor der geforderten Deeskalation", schrieb er auf X. Und weiter:
"KEINE Zurückhaltung, wenn unsere Infrastrukturen erneut angegriffen werden."
Iran-Angriff legt 17 Prozent von Katars LNG-Kapazität lahm
Der jüngste iranische Angriff hat Anlagen beschädigt, die etwa 17 Prozent der LNG-Exportkapazität Katars ausmachen. Das berichtete Reuters am Donnerstag. Die Reparaturarbeiten könnten laut Berichten zwischen drei und fünf Jahren dauern.
Die Schäden betreffen demnach zentrale Teile der Energieinfrastruktur, darunter den wichtigen LNG-Komplex in Ras Laffan, und gelten als schwerwiegend.
Der Angriff hat die Erdgaspreise in die Höhe schnellen lassen: Europäische Futures stiegen am Donnerstag zeitweise um bis zu 35 Prozent und drohen, durch den US-israelischen Krieg gegen Iran langfristig inflationäre Auswirkungen zu haben.
Berichte: Trump vor Israels Angriff auf Gasfeld doch informiert
Laut Medienberichten war Präsident Donald Trump vor dem israelischen Angriff auf das bedeutende Gasfeld South Pars informiert. Damit widersprechen sie Trumps Darstellung, die USA hätten von dem Angriff nichts gewusst. Das Wall Street Journal vermeldete, die USA seien im Bilde gewesen und hätten keine Einwände gehabt. Trump habe den Angriff gebilligt, um den Druck auf Iran zu erhöhen und die Straße von Hormus freizubekommen. Iran blockiert derzeit die für den globalen Ölexport wichtige Meerenge.
Die Nachrichtenseite Axios schrieb zudem, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Donald Trump hätten sich über das Vorgehen abgestimmt. Sowohl Axios als auch das Wall Street Journal berufen sich auf US- und israelische Beamte.
Tulsi Gabbard: Iran hat nicht versucht, die Urananreicherung wieder aufzunehmen
Pentagon-Chef: 200 Milliarden Dollar für Iran-Krieg, "um Bösewichte zu töten"
US-Kriegsminister Pete Hegseth hat erklärt, dass die Ziele der Vereinigten Staaten in Iran unverändert bleiben. Bei einer Pressekonferenz im Pentagon behauptete er, die militärische Strategie sei "laserfokussiert und entscheidend" und werde direkt vom "America First"-Präsidenten vorgegeben.
Zu den Zielen der USA gehören laut Hegseth die Zerstörung von Raketen und Abschussanlagen sowie der industriellen Basis Irans, um einen Wiederaufbau zu verhindern. Desweiteren werde man die iranischen Marine zerstören und sicherstellen, dass Iran niemals eine Nuklearwaffe erhalte. Er redete indes nicht mehr von einem Regime-Change.
Hegseth kritisierte, dass Iran jahrzehntelang Ressourcen in Raketen, Drohnen und unterirdische Einrichtungen gesteckt habe, statt in seine Bevölkerung. "Aber wir jagen sie … wie kein anderes Militär der Welt, und die Ergebnisse sprechen für sich", betonte der Minister.
Die Golfstaaten hätten sich unglaublich stark engagiert. Tatsächlich habe der "rücksichtslose Versuch Irans", zivile Infrastruktur und andere Ziele anzugreifen, Länder – die zuvor vielleicht nicht so stark eingebunden waren – "direkt in unseren Kreis gezogen."
"Wir sind stolz darauf, uns gemeinsam mit ihnen zu verteidigen und ihnen zur Seite zu stehen", sagte er auf der Pressekonferenz.
Das Pentagon hatte zuvor 200 Milliarden US-Dollar für den Iran-Krieg beantragt. Hegseth argumentierte, man brauche Geld, "um Bösewichte zu töten."
USA erwägen Lockerung der Sanktionen gegen iranisches Öl, um Energiemärkte zu stabilisieren
Die Vereinigten Staaten könnten die Beschränkungen für iranisches Öl lockern, das sich bereits auf See befindet. Das sagte Finanzminister Scott Bessent bei Fox Business, während Washington versucht, die weltweite Versorgung zu stabilisieren.
Er fügte hinzu, dass die USA auch eine einseitige Freigabe von Ölreserven veranlassen könnten.
Bessent behauptete Anfang dieser Woche, dass iranische Öltanker bereits mit Wissen der USA die Straße von Hormus verlassen hätten, wodurch die weltweiten Märkte versorgt würden.
Weitere Einzelheiten sind zu erwarten, sobald die Äußerungen des US-Finanzministers vollständig veröffentlicht werden.
Libanon: Israelische Rakete explodiert direkt neben RT-Journalisten – Team verwundet
Sacharowa: Wir warten auf die Reaktion der internationalen Organisationen
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte nach der israelischen Attacke auf zwei RT-Mitarbeiter:
"Angesichts der Ermordung von zweihundert Journalisten im Gazastreifen kann man das heutige Ereignis nicht als Zufall bezeichnen. Umso mehr, als die Rakete nicht ein 'wichtiges strategisches Militärziel' traf, sondern den Ort, an dem die Reportage gedreht wurde.
Wir wünschen den RT-Journalisten eine schnelle Genesung."
Libanon: Israelische Rakete explodiert direkt neben RT-Journalisten – Team verwundet
Der RT-Korrespondent Steve Sweeney und sein Kameramann wurden bei einem israelischen Angriff im Südlibanon verletzt.
Ein israelisches Flugzeug feuerte eine Rakete auf einen Straßenabschnitt ab, auf dem die beiden Betroffenen vor Ort berichteten, dies unweit einer Militärbasis. Das Geschoss schlug direkt hinter dem Journalisten-Team ein.
Laut vorliegenden Informationen wurden beide Mitarbeiter bei der Attacke leicht verletzt und mussten wegen Splitterwunden medizinisch versorgt werden. Sie erlitten Verletzungen an den Armen und Beinen.
Der RT-Journalist Ali Rida war ebenfalls anwesend und blieb unverletzt. Er spricht von einem gezielten Angriff der Israelis und betont, dass alle im Team klar als Mitglieder der Presse zu erkennen waren.
Libanon: RT-Mitarbeiter bei Angriff Israels verletzt
RT-Korrespondent Steve Sweeney und sein Kameramann wurden bei einem israelischen Angriff im Südlibanon verletzt, so Informationen des Moskauer Büros.
Ein israelisches Flugzeug feuerte eine Rakete auf einen Straßenabschnitt ab, auf dem die beiden Betroffenen vor Ort berichteten, dies unweit einer Militärbasis. Das Geschoss schlug hinter den Mitarbeitern ein.
Laut vorliegenden Informationen wurden beide Mitarbeiter bei der Attacke leicht verletzt und mussten wegen Splitterwunden medizinisch versorgt werden. Sie erlitten Verletzungen an den Armen und Beinen.
US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford wird aus Kriegsgebiet nach Kreta beordert
Der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford wird aus seinem Einsatzgebiet im Iran-Konflikt vorerst wegbeordert.
Grund sei laut US-Medien die notwendige Fortsetzung von Reparaturarbeiten. Als Ziel wurde der Stützpunkt der US-Marine auf Kreta angegeben, nachdem letzte Woche "im Wäschereibereich des Schiffes ein Brand ausgebrochen war", wie US-Beamte mitteilten (RT DE berichtete).
Der Brand am 12. März stand laut Pentagon-Angaben "nicht im Zusammenhang mit Kampfhandlungen", teilte das US-Militär mit. Der Abzug bedeutet, dass das US-Militär im Nahen Osten aktuell nur noch einen Flugzeugträger zur Verfügung hat. Die militärische Einheit diente als Einsatzplattform für amerikanische Kampfflugzeuge.
Ein US-Beamter erklärte laut dem Sender CNN:
"Die 'Ford' wird für kurze Zeit zur Durchführung von Reparaturen in der Souda-Bucht auf Kreta liegen. Dabei wirde festgestellt, was sofort repariert werden kann und was möglicherweise erst nach der Rückkehr des Schiffes in seinen Heimathafen nach dem Einsatz behoben werden muss."
Eskalation: Israel bombardiert größtes Gasfeld der Erde in Iran – Teheran übt Vergeltung in Katar
Nach mehreren tödlichen Attentaten der US-israelischen Kriegskoalition auf Irans Führungsriege hat Israel am Mittwoch Irans Teil des größten Gasfelds der Erde bombardiert. Iran und Katar teilen sich das betroffene South-Pars-Gasfeld im Persischen Golf.
Dieser Standort hat mit signifikantem Abstand die größten Gasreserven der Welt. Doha verwaltet zwei Drittel des Feldes – Teheran das restliche Drittel.
Öllieferungen über Umgehungskorridore in Nahost ebenfalls eingestellt
Israelische Medien berichten unter Berufung auf Reuters, dass nach einem Drohnenangriff aus Iran am Donnerstag der Hafen von Yanbu am Roten Meer die Ölverladung eingestellt hat.
Yanbu ist Saudi-Arabiens einziger Hafen für den Ölexport außerhalb des Persischen Golfs und der Straße von Hormus.
Omans Außenminister: USA haben Kontrolle über ihre Außenpolitik verloren
Omans Außenminister Badr al-Busaidi schrieb in einem Meinungsbeitrag für das Magazin The Economist, dass "die USA die Kontrolle über ihre eigene Außenpolitik verloren" hätten. Er fordert, dass Verbündete Washington dabei helfen sollten, "aus dieser unerwünschten Verstrickung herauszukommen".
Al-Busaidi schrieb, die USA und Iran hätten zweimal in neun Monaten kurz vor einem echten Abkommen gestanden. Am 28. Februar, nur wenige Stunden nach den substanziellen Gesprächen, hätten Israel und die USA erneut einen unrechtmäßigen Militärschlag durchgeführt, der den kurzzeitig möglichen Frieden zunichtegemacht habe.
Die iranische Reaktion auf angebliche US-Ziele in Nachbarländern sei "unausweichlich, wenn auch zutiefst bedauerlich und völlig inakzeptabel". Für die iranische Führung sei dies angesichts eines Kriegs zum "Sturz der Islamischen Republik" wahrscheinlich die einzige rationale Option gewesen.
Al-Busaidi kritisierte außerdem, dass der größte Fehler der US-Regierung darin bestanden habe, sich überhaupt in diesen Krieg hineinziehen zu lassen – eine indirekte Kritik an der destruktiven Politik Israels in der Region. "Dies ist nicht Amerikas Krieg, und es gibt kein realistisches Szenario, in dem sowohl Israel als auch die USA bekommen, was sie wollen."
"Hoffentlich ist das US-Bekenntnis zum Regimewechsel nur leeres Gerede, während Israel eindeutig den Sturz der Islamischen Republik anstrebt und sich vermutlich wenig darum kümmert, wie oder von wem das Land anschließend regiert wird."
Gaspreis steigt deutlich an
Der Preis für europäisches Erdgas ist am Donnerstag stark gestiegen. Grund dafür sind schwere Schäden an Katars bedeutenden Flüssiggasanlagen durch einen iranischen Raketenangriff, berichtete die FAZ.
An der Börse in Amsterdam legte der Preis für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat am Morgen um 24,5 Prozent auf 67,89 Euro pro Megawattstunde (MWh) zu.
Vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran lag der TTF-Preis noch bei lediglich 31 Euro – er hat sich seitdem also mehr als verdoppelt.
FBI ermittelt gegen den ehemaligen US-Antiterrorchef Joe Kent
Das FBI ermittelt, ob der ehemalige US-Antiterrorchef Joe Kent geheime Informationen weitergegeben hat. Kent war kurz zuvor aus Protest gegen den Krieg der USA gegen Iran zurückgetreten, da er diesen für unbegründet hält.
Er berichtete an die Direktorin der Nationalen Nachrichtendienste, Tulsi Gabbard, und erklärte am Dienstag, dass er mit der Entscheidung, in den Krieg gegen Iran zu ziehen, nicht einverstanden sei, da die Islamische Republik – entgegen den Aussagen der Regierung von Donald Trump – keine "unmittelbare Bedrohung" darstelle.
Die Ermittlungen sollen bereits vor seinem Rücktritt begonnen haben, Details sind jedoch nicht öffentlich bekannt. Kents Rücktritt verdeutlicht die Spannungen innerhalb der Trump-Regierung bezüglich des Kurses im Iran-Krieg.
USA erwägen Invasion auf iranischer Ölinsel Charg
Die Regierung von Präsident Donald Trump erwägt die Entsendung von Tausenden US-Soldaten, um ihre Operation im Nahen Osten zu verstärken, während sich das US-Militär auf mögliche nächste Schritte in seiner Kampagne gegen Iran vorbereitet, sagten ein US-Beamter und drei mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Reuters.
Der Krieg mit Iran befindet sich inzwischen in seiner dritten Woche. Zu den Optionen gehört es, eine sichere Passage für Öltanker durch die Straße von Hormus zu gewährleisten – eine Mission, die hauptsächlich durch Luft- und Seestreitkräfte durchgeführt würde. Allerdings könnte die Sicherung der Meerenge auch den Einsatz von US-Truppen an Irans Küste bedeuten, hieß es in einem Reuters-Bericht.
Die Trump-Regierung hat außerdem Optionen diskutiert, Bodentruppen auf Irans Insel Charg zu entsenden – dem Umschlagplatz für 90 Prozent der iranischen Ölexporte. Einer der Beamten erklärte, eine solche Operation wäre sehr riskant, da Iran die Fähigkeit habe, die Insel mit Raketen und Drohnen anzugreifen.
Jeder Einsatz von US-Bodentruppen – selbst für eine begrenzte Mission – könnte erhebliche politische Risiken für Trump mit sich bringen, angesichts der geringen Unterstützung in der amerikanischen Bevölkerung für einen Einsatz gegen Iran sowie Trumps eigener Wahlversprechen, die USA nicht in neue Konflikte im Nahen Osten zu verwickeln.
Vertreter der Trump-Regierung haben außerdem die Möglichkeit diskutiert, US-Streitkräfte einzusetzen, um Irans Bestände an hoch angereichertem Uran zu sichern.
Die Reuters-Quellen gehen jedoch nicht davon aus, dass ein Einsatz von Bodentruppen irgendwo in Iran unmittelbar bevorsteht, wollten aber keine Details zu den operativen Planungen der USA nennen. Experten sagen, dass die Sicherung von Irans Uranbeständen selbst für US-Spezialeinheiten äußerst komplex und riskant wäre.
Kuwait meldet zweiten Drohnenangriff auf Ölraffinerie
Die Kuwait Petroleum Corporation teilte mit, dass in der Folge eines zweiten Drohnenangriffs eine Ölraffinerie getroffen wurde, wodurch ein Brand ausbrach.
Laut der Kuwait News Agency traf eine Drohne eine Betriebseinheit der Raffinerie Mina Abdullah im Süden des Landes.
Alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen seien ergriffen worden, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten und die Anlage zu sichern, hieß es.
Zuvor war auch in Kuwaits Raffinerie Mina al-Ahmadi ein Feuer ausgebrochen, nachdem sie von einer Drohne getroffen worden war. Laut dem Unternehmen gab es dabei keine Verletzten.
Die iranischen Revolutionsgarden hatten gestern die Evakuierung mehrerer Ölanlagen in der Golfregion gefordert, nachdem Israel iranische Gasanlagen angegriffen hatte.
Iran drohte daraufhin mit Vergeltungsschlägen gegen Energieinfrastruktur in Ländern wie Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
12-Staaten-Memorandum an Teheran: "Angriffe unverzüglich einstellen"
Die Außenminister von Katar, Aserbaidschan, Bahrain, Ägypten, Jordanien, Kuwait, dem Libanon, Pakistan, Saudi-Arabien, Syrien, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) haben nach einem gestrigen Treffen in der saudischen Hauptstadt Riad eine gemeinsame Erklärung abgegeben.
Auf X heißt es in dem längeren Beitrag zu den Forderungen an Teheran:
"Die Minister fordern Iran auf, seine Angriffe unverzüglich einzustellen, und bekräftigen die Notwendigkeit, das Völkerrecht, das humanitäre Völkerrecht und die Grundsätze guter Nachbarschaft zu achten – als ersten Schritt zur Beendigung der Eskalation, zur Herstellung von Sicherheit und Stabilität in der Region sowie zur Förderung der Diplomatie als Mittel zur Krisenbewältigung."
Weitere Forderungen an Teheran lauten, "von jeglichen Maßnahmen oder Drohungen abzusehen, die darauf abzielen, die internationale Schifffahrt in der Straße von Hormus zu unterbinden oder zu behindern". Zudem solle die Sicherheit im Seeverkehr in der Region Bab al-Mandeb – einer weiteren wichtigen Engstelle, die das Rote Meer mit globalen Handelsrouten verbindet – gewährleistet und nicht gefährdet werden.
Auf die verantwortlichen Verursacher des eskalierenden Kriegskonflikts wird nicht weiter eingegangen. Zum parallelen Agieren Israels heißt es in der Mitteilung:
"Die Minister bekräftigten ihre Unterstützung für die Sicherheit, Stabilität und territoriale Integrität des Libanon, die Durchsetzung der Souveränität des libanesischen Staates über sein gesamtes Staatsgebiet sowie die Entscheidung der libanesischen Regierung, den Waffenbesitz auf den Staat zu beschränken. Zudem verurteilten sie Israels Aggression gegen den Libanon und dessen expansionistische Politik in der Region."
Die Begriffe USA oder Washington werden in der Mitteilung nicht erwähnt.
"Gesamtes South-Pars-Gasfeld in die Luft jagen" – Trump droht Teheran
US-Präsident Donald Trump reagiert auf die gestrigen Bombardierungen von Gasfeldern und Treibstofflagern durch Angriffe Israels und militärische Gegenreaktionen Teherans.
So lautet die einleitende wörtliche Information auf Truth Social:
"Israel hat aus Wut über die Ereignisse im Nahen Osten einen schweren Angriff auf eine wichtige Anlage in Iran, das sogenannte South-Pars-Gasfeld, verübt. Dabei wurde ein relativ kleiner Teil der Anlage getroffen. Die Vereinigten Staaten wussten nichts von diesem konkreten Angriff, und Katar war in keiner Weise daran beteiligt und hatte auch keine Ahnung, dass er stattfinden würde."
Demnach habe es Konsultationen zwischen Washington und Tel Aviv gegeben, die laut Trump zu folgendem Ergebnis führten:
"Es wird KEINE WEITEREN ANGRIFFE VON ISRAEL auf dieses äußerst wichtige und wertvolle South-Pars-Feld geben, es sei denn, Iran beschließt unklugerweise, ein völlig unschuldiges Land – in diesem Fall Katar – anzugreifen."
Der US-Präsident verurteilte im Anschluss die Gegenreaktion der iranischen Armee und drohte Teheran erneut direkt für den Fall weiterer Angriffe auf Katar:
"In diesem Fall werden die Vereinigten Staaten von Amerika – mit oder ohne die Hilfe oder Zustimmung Israels – das gesamte South-Pars-Gasfeld mit einer solchen Wucht und Kraft in die Luft jagen, wie sie Iran noch nie zuvor gesehen oder erlebt hat."
Teheran reagiert auf Macrons X-Erklärung
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi kommentiert die jüngste Einschätzung des französischen Präsidenten zu den militärischen Reaktionen Irans nach Beginn des US-israelischen Krieges am 28. Februar.
Der Minister erklärte dazu auf X:
"Macron hat kein einziges Wort der Verurteilung des Krieges Israels und der USA gegen Iran verloren. Er hat Israel nicht verurteilt, als es ein Treibstofflager in Teheran in die Luft sprengte und damit Millionen Menschen Giftstoffen aussetzte. Seine derzeitige 'Besorgnis' folgte nicht auf Israels Angriff auf unsere Gasanlagen. Sie folgt auf unsere Vergeltungsmaßnahme. Traurig!"
Macron hatte zuvor darüber informiert, dass er Gespräche mit dem US-Präsidenten und dem katarischen Emir zur eskalierenden Situation in der Region geführt habe. Aus Paris hieß es gestern dazu – unter Erwähnung eines Angriffs auf ein iranisches Gasfeld, ohne Israel als Angreifer zu benennen:
"Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, unverzüglich ein Moratorium für Angriffe auf zivile Infrastruktur, insbesondere auf Energie- und Wasserversorgungsanlagen, zu verhängen. Die Zivilbevölkerung und ihre Grundbedürfnisse sowie die Sicherheit der Energieversorgung müssen vor einer militärischen Eskalation geschützt werden."
Krieg in Nahost: Tod des iranischen Geheimdienstminister bestätigt
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat am Mittwoch mitgeteilt, dass neben dem Kommandeur der iranischen Basidsch-Freiwilligenmiliz, Gholamreza Soleimani, auch der iranische Geheimdienstminister Esmail Chatib bei gezielten israelischen Luftschlägen getötet worden sei.
18.03.2026 22:12 Uhr
Katar: Satellitenbild zeigt Zerstörung der Anlagen in Ras Laffan
Nach den heutigen Angriffen Irans auf die Erdgas-Verarbeitungsanlagen von Ras Laffan in Katar wurden bereits erste Satellitenfotos veröffentlicht, die die verursachten Schäden dokumentieren sollen.
In einer am Abend nach den Angriffen verbreiteten Erklärung des Außenministeriums in Doha hieß es, dass Katar die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter zu personae non gratae (unerwünschten Personen) erklärt hat.
Das Ministerium teilte mit, es habe von den diplomatischen Vertretern verlangt, dass sie Katar innerhalb von 24 Stunden verlassen. Das Außenministerium fügte hinzu, diese Entscheidung stelle eine Reaktion auf die wiederholten Angriffe des Iran dar.
Iranisches Militär meldet Abschuss israelischer Drohnen über Teheran
Wie Al Mayadeen unter Berufung auf Angaben des iranischen Militärs meldet, haben die iranischen Truppen heute Abend zwei israelische "Hermes"-Drohnen im Luftraum über Teheran abgeschossen.
Weiter heißt es in einer Meldung des libanesischen Senders, das iranische Militär habe berichtet, bislang insgesamt 123 Drohnen seit Beginn der US-amerikanisch-israelischen Aggression abgeschossen zu haben.
Die Abschüsse gegnerischer Drohnen seien mit Abwehrsystemen sowohl des iranischen Militärs als auch der Revolutionsgarde erfolgt.
Araghtschi: Israel ist nicht an Beilegung des Konflikts und Normalisierung der Beziehungen zu Teheran interessiert
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat sich auf X zum Verhältnis Israels und Irans nach den jüngsten Enthauptungsschlägen Tel Avivs gegen iranische Spitzenpolitiker und -beamte geäußert. Irans oberster Diplomat schrieb:
"Israel schenkt den Folgen der Normalisierung seiner abscheulichen Terrorpraktiken keinerlei Beachtung. Doch die internationale Gemeinschaft sollte diese Rücksichtslosigkeit nicht ignorieren; denn auf jede Handlung folgt unweigerlich und stets eine Reaktion."
Araghtschi fügte seinem Posting die Schilderung eines spiegelbildlichen Szenarios bei und spielt den 'Fall' durch. So fragt der iranische Außenminister, was wäre, wenn der iranische Staatspräsident ungerührt eine "Mord-Liste" präsentierte, auf der der US-Präsident, führende Kongressabgeordnete und Top-Generäle des US-Militärs stünden; und wenn der iranische Präsident schließlich verkünden würde: "Wir werden sie eliminieren, einen nach dem anderen."
Innerhalb von Stunden gäbe es international Protestausbrüche, Dringlichkeitssitzungen des UN-Sicherheitsrates, ununterbrochen Sondersendungen auf allen Kanälen, Sanktionen – und womöglich auch "Krieg", alles "hübsch verpackt in den Begriffen des "Völkerrechts" und der Verteidigung der "Globalen Ordnung".
Doch wenn es um Israel ginge, würden die üblichen Spielregeln nicht gelten, so Araghtschi.
Vor den Augen der Welt entfalte sich nicht "Heuchelei", denn diese sei mit Scham verbunden. Stattdessen habe man es, so Araghtschi, mit einem "kalkulierten moralischen Kollaps" zu tun, bei dem Regeln nur für die Gegner existierten, aber Straflosigkeit den Verbündeten vorbehalten sei.
"Wie immer", schreibt der iranische Außenminister, gehe Israel dabei voran und ziehe den US-Partner "immer tiefer in den moralischen und politischen Abgrund". Israel zeige keinerlei Rücksicht auf die Folgen, die mit der "Normalisierung" seiner "abscheulichen Terrorpraktiken" einhergingen.
Katar: Außenministerium verurteilt iranischen Angriff auf Ras Laffan – Warnung an Teheran
In einer am Abend vom Außenministerium Katars verbreiteten Erklärung heißt es, das Land verurteile "aufs Schärfste" den "unverhohlenen iranischen Angriff" auf die Industriestadt Ras Laffan, durch den Brände verursacht und erhebliche Schäden an den Anlagen entstanden seien.
Weiter heißt es in der offiziellen Mitteilung:
"Katar betrachtet diesen Angriff als gefährliche Eskalation, als eklatante Verletzung seiner Souveränität und als direkte Bedrohung für seine nationale Sicherheit und die regionale Stabilität."
Zudem richtete das Außenamt von Katar eine eindringliche Warnung an Teheran:
"Das Ministerium bekräftigt, dass sich der Staat Katar das Recht auf eine Reaktion vorbehält."
Iran: Vorläufige Bilanz der verletzten und getöteten Zivilisten – darunter 206 tote Kinder
Unter Berufung auf Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums hat TASS Zahlen über die seit Beginn des US-amerikanisch-israelischen Angriffskriegs getöteten und verletzten iranischen Zivilisten veröffentlicht.
Demnach seien 20.617 Iraner bei den Angriffen der USA und Israels verletzt worden. Zu den durch die USA und Israel Verletzten zählen auch 1.401 minderjährige Iraner, darunter 51 Kinder unter zwei Jahren.
Durch die Angriffe der USA und Israels seien 206 minderjährige Iraner ums Leben gekommen, darunter 13 unter fünf Jahren.
Zudem seien 18 iranische Mediziner ums Leben gekommen. 101 Mediziner wurden durch die Angriffe der USA und Israels gegen Iran verletzt, so das iranische Gesundheitsministerium.
Ferner wurden 37 medizinische Einrichtungen, 180 Gesundheitsstationen, 47 Krankenstationen und 36 Rettungswagen durch die Angriffe der USA und Israels beschädigt.
Katar: Iran hat offenbar Energieinfrastruktur in Ras Laffan angegriffen – mehrere Brände ausgebrochen
Laut Medien- und Social-Media-Berichten ist nach iranischem Beschuss in der Ölraffinerie und/oder den Gasförderanlagen von Ras Laffan (Katar) ein Großbrand ausgebrochen.
Laut der offiziellen Behörde "QatarEnergy" haben iranische Raketen das Industriegebiet Ras Laffan getroffen und Brände sowie erhebliche Schäden verursacht.
Rettungskräfte seien vor Ort und alle Mitarbeiter in Sicherheit, heißt es. Ob bei dem Vorfall Menschen verletzt wurden, ist bislang nicht bekannt.
Iranischer Angriff auf Riad: Treibstofflager der US-Luftwaffenbasis getroffen?
Ein kurzer Videoclip, der von Tasnim verbreitet wurde, soll Bilder von der Zerstörung des US-amerikanischen Treibstoffdepots für Kampfflugzeuge im saudi-arabischen Riad zeigen.
Die Aufnahmen scheinen frühere Berichte vom Abend über Einschläge iranischer Raketen in Riad zu bestätigen.
Präsident Kroatiens über Israel: "Mörderische Wahnsinnige, die ungestraft töten und zerstören"
Am Rande einer Veranstaltung in Zagreb am Sonntag hat das kroatische Staatsoberhaupt Zoran Milanović Kritik am israelischen Staat und am Zionismus geübt.
Die Vertreter der jetzigen Regierung Israels, darunter auch den Außenminister und den Botschafter in Kroatien, bezeichnete er als "mörderische Wahnsinnige – das sind Leute, die ungestraft töten, zerstören und plündern." Der israelische Außenminister Gideon Sa'ar hatte Milanović am Freitag in einem X-Post Antisemitismus vorgeworfen, wegen seiner früheren Aussagen über den israelischen Einfluss innerhalb Kroatiens.
Auf die Frage, ob er nicht von der Tatsache, dass seine andauernde Kritik den Vorwurf des Antisemitismus gegen ihn verstärke, antwortete er, das sei bloß diese für Zionisten typische "moralische Erpressung".
In Anspielung auf die Tatsache, dass Israel keine Verfassung hat und sich stattdessen "bei Bedarf auf das Alte Testament und das Buch Genesis" beruft, fragte er die anwesenden Pressevertreter: "Haben in Israel religiöse Fanatiker und Wahnsinnige entscheidenden Einfluss auf die Politik und politische Angelegenheiten? Was ist der Unterschied [zu Iran]?"
Nächster Widerspruch in der Trump-Regierung: Tulsi Gabbard bezeichnet iranischen Regierungsapparat als "intakt"
Die Direktorin für Nationale Nachrichtendienste der USA, Tulsi Gabbard, erklärte zu Beginn einer jährlich stattfindenden Anhörung vor einem Senatsausschuss, dass der US-Geheimdienst nach eigenen Angaben davon ausgehe, dass die iranische Regierung ungeachtet aller fortgesetzten Angriffe auf das Land weiter arbeitsfähig sei. Gabbard sagte: "Das Regime im Iran scheint intakt zu sein."
Zwar sei das "Regime" inzwischen zu großen Teilen geschwächt. Gabbard musste jedoch einräumen, dass die Islamische Republik nichtsdestotrotz weiterhin in der Lage sei, die Stützpunkte der USA sowie Einrichtungen von US-Verbündeten im Nahen Osten anzugreifen – und dies auch tue. Die US-Geheimdienstkoordinatorin weiter: Sollte das feindliche Regime überleben, werde "es in den kommenden Jahren versuchen, seine Raketen- und Drohnen-Kapazitäten wiederaufzubauen".
"Niemand hat Immunität" – Israel meldet Tötung von Irans Geheimdienstminister Chatib
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat am Mittwoch mitgeteilt, dass neben dem Kommandeur der iranischen Basidsch-Freiwilligenmiliz, Gholamreza Soleimani, auch der iranische Geheimdienstminister Esmail Chatib bei gezielten israelischen Luftschlägen getötet worden sei.
Katz bezeichnete die für die innere Sicherheit zuständige Miliz in diesem Zusammenhang als "Mörder-Organisation GmbH" und nannte Chatib denjenigen, der für den iranischen "Mord- und Unterdrückungsapparat" sowie die Förderung externer Bedrohungen gegen Israel zuständig gewesen sei.
Mit der Drohung "Niemand im Iran hat Immunität, und alle stehen im Fadenkreuz" gab der Minister zudem bekannt, dass die israelischen Streitkräfte nun autorisiert seien, hochrangige iranische Funktionäre ohne weitere Genehmigung zu töten, ein operatives Okay der israelischen Geheimdienste reicht aus.
Irans Außenminister: Politisches System Irans funktioniert unabhängig von Einzelpersonen
Nachdem der iranische Sicherheitschef Ali Laridschani bei einen US-israelischen Anschlag getötet worden war, äußerte sich Irans Außenminister in einem am Mittwoch, dem 18. März 2026, veröffentlichten Interview zu den Auswirkungen.
Der Außenminister erklärte, er begreife nicht, dass die USA und Israel noch nicht verstanden hätten, dass die Ermordung von einzelnen Personen keine Auswirkungen auf die staatlichen Strukturen des Landes haben.
"Wir hatten niemanden, der wichtiger war als der Oberste Führer selbst, und selbst der Oberste Führer wurde zum Märtyrer. Dennoch funktionierte das System weiter und stellte sofort einen Nachfolger bereit. Sollte noch jemand zum Märtyrer werden, wird es genauso sein", so Araghtschi.
Er versicherte, dass für seine Person auch schon ein Nachfolger bereitstehe, sollte ihm etwas zustoßen.
Riad: "Feindliche Bedrohung" – Warnmeldungen an Einwohner per Mobiltelefon
Wie Reuters meldet, seien am Mittwoch in der saudischen Hauptstadt Riad mehrere laute Explosionen zu hören gewesen. Zudem hätten einige Einwohner der Stadt zum ersten Mal eine Warnmeldung auf ihrem Mobiltelefon erhalten, die sie vor einer "feindlichen Bedrohung aus der Luft" warnte, berichtete ein Korrespondent der Nachrichtenagentur, der vor Ort die Lage beobachtet.
In der Zwischenzeit sind über soziale Medien erste Videos verbreitet worden, die die Einschläge iranischer Flugkörper in der saudischen Hauptstadt zeigen sollen.
Focus spekuliert über Einsatz von Minenräumern der Bundesmarine in der Straße von Hormus
Weil die US-Marine bisher nur einen Minenräumer an den Persischen Golf habe verlegen können und unklar sei, ob und wann Iran von seinen Möglichkeiten Gebrauch machen werde, die Straße von Hormus auch mit Seeminen zu sperren, gebe es Überlegungen, zur Unterstützung der US-Tuppen ein Minenjagdboot der "Frankenthal-Klasse" in die Nähe der Straße von Hormus zu verlegen.
Auch wenn unklar sei, wieviele Seeminen Iran bereits verlegt und Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erklärt habe, der Krieg gegen Iran sei "nicht unser Krieg", seien es doch "deutsche Handelsschiffe", die "ebenso durch Minen bedroht" seien "wie die Schiffe der anderen Nationen".
Der Focus mahnt weiter:
"Und die deutsche Wirtschaft ist ebenfalls von dieser Route abhängig. Es stellt sich dementsprechend tatsächlich die Frage, wie lange das Nein Deutschlands zur Sicherung der Straße von Hormus zu halten ist."
Nun doch: NATO berät in Norwegen über Straße von Hormus
Angesichts der faktischen Sperrung der Straße von Hormus für feindliche Schiffe durch Iran sind Vertreter der NATO-Länder in Norwegen mit dem Generalsekretär der Militärallianz, dem Niederländer Mark Rutte, zusammengekommen. Bei den Beratungen geht es unter anderem darum, wie die Meerenge am Persischen Golf wieder für Schiffe geöffnet werden kann, die von Teheran den Kriegsgegnern USA, Israel sowie deren Verbündeten und Unterstützern zugerechnet werden. Rutte hat laut Welt in diesem Zusammenhang bei seinem Besuch in Norwegen erklärt:
"Wir sind uns natürlich alle einig, dass der Handel wieder aufgenommen werden muss."
Die Alliierten würden gemeinsam an einer Lösung arbeiten. Bisher hat keines der NATO-Mitgliedsländer eine Beteiligung an dem Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran in Aussicht gestellt. US-Präsident Trump hat sich nach den Absagen der "Verbündeten" verärgert gezeigt.
Iranische Revolutionsgarde meldet Angriffe auf US-Stützpunkte im Nahen und Mittleren Osten
Während in Teheran die Trauerfeiern für die durch israelische Luftangriffe getöteten Staatsvertreter wie Ali Laridschani stattfanden, meldete die Iranische Revolutionsgarde (IRGC) weitere Angriffe auf US-amerikanische Einrichtungen in der gesamten Golfregion.
Laut Al Mayadeen sollen sich folgende Stützpunkte der USA unter den Zielen befunden haben: die "Ali Al Salem Air Base" in Kuwait, die "Victoria Base" in Bagdad, die iranische Ölverladeinsel Charg, der Stützpunkt "Many", die Hubschrauberbasis "Al-Adiri" in Kuwait, die Luftwaffenbasis "Al-Dhafra" in den Vereinigten Arabischen Emiraten, offenbar die "Muwaffaq Salti Air Base" im jordanischen Al-Azraq, sowie Einrichtungen der 5. US-Flotte in Bahrain und das "Camp Arifjan" in Kuwait.
Die Angriffe seien mit Präzisionsraketen und Drohnen ausgeführt worden.
Mehrere Großbrände auf dem Erdgasfeld "South Pars"
Nach dem US-israelischen Luftangriff auf die iranischen Gasförderanlagen des Energiekomplexes "South Pars" ist es zu mehreren Großbränden gekommen.
Erste Aufnahmen der Brände wurden in Social-Media-Kanälen veröffentlicht. Wie angesichts der Schwere der Angriffe zu vermuten ist, sind weite Teile der Förder- und Speicherkapazitäten beschädigt oder mussten außer Betrieb gesetzt werden.
Ölpreise steigen – Trump lockert US‑Schifffahrtsregeln für 60 Tage
Nach den Angriffen auf iranische Gasanlagen im Persischen Golf sind die Ölpreise kräftig angestiegen. Am Mittwochnachmittag notierte die Rohölsorte Brent bei 108,25 Dollar, was einer Preissteigerung um etwa 4,5 Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht. Anfang der Woche wurde die Nordsee-Ölsorte Brent noch teilweise für weniger als 100 Dollar gehandelt.
Als Reaktion auf die stark ansteigenden Kosten für Treibstoffe und Energieträger hat US-Präsident Trump ein über hundert Jahre altes US-Gesetz für 60 Tage außer Kraft gesetzt. Der "Jones Act" aus dem Jahr 1920 sieht Transportbeschränkungen für diese Güter in den USA vor.
Erdöl, Erdgas, Dünger und Kohle müssen in den kommenden zwei Monaten zwischen US-Häfen nicht mehr auf Schiffen transportiert werden, die in den USA gebaut wurden, in US-Besitz sind und deren Besatzung aus den USA stammt, wie es die Regelung von 1920 eigentlich vorsieht.
Wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, via X mitteilte, sei die Entscheidung des US-Präsidenten "ein weiterer Schritt, um die kurzfristigen Störungen auf dem Ölmarkt abzufedern".
Peseschkian verurteilt "feige Ermordung" hochrangiger Vertreter Irans
In einer ersten Reaktion via X hat Irans Staatspräsident Massud Peseschkian die jüngsten Anschläge auf Vertreter der iranischen Regierung verurteilt. Das Staatsoberhaupt nannte die gezielten Enthauptungsschläge durch Israel und die USA eine "feige Ermordung". Peseschkian erinnerte auch an den Tod unbeteiligter Zivilisten wie beispielsweise der Familienangehörigen der Ermordeten, die ebenfalls regelmäßig Opfer von Attentaten werden.
Indirekt bestätigte der iranische Staatspräsident damit auch den Tod von Geheimdienstminister Esmaeil Chatib.
Peseschkian schrieb:
"Die feige Ermordung meiner geschätzten Kollegen Esmaeil Chatib, Ali Laridschani und Asis Nassirsadeh sowie einiger ihrer Familienangehörigen und ihrer Begleiter hat uns in tiefe Trauer gestürzt. Ich spreche dem großartigen iranischen Volk mein Beileid zum Tod zweier Kabinettsmitglieder, des Sekretärs des Obersten Verteidigungsrates sowie von Militär- und Basidsch-Kommandanten aus. Ich bin überzeugt, dass ihr Weg entschlossener denn je fortgesetzt wird."
Katar verurteilt die israelischen Angriffe auf Erdgasanlagen Irans
Zuvor berichteten wir, dass die Erdgasanlagen Irans, die zum Offshore-Erdgasfeld South Pars gehören, Ziel von Angriffen wurden.
Majed al-Ansari, Sprecher des katarischen Außenministeriums, erklärte nun:
"Die israelischen Angriffe auf Anlagen, die mit Irans South-Pars-Feld verbunden sind, einer Erweiterung des katarischen North-Feldes, sind ein gefährlicher und unverantwortlicher Schritt angesichts der aktuellen militärischen Eskalation in der Region.
Die Angriffe auf Energieinfrastruktur stellen eine Bedrohung für die globale Energiesicherheit sowie für die Bevölkerung der Region und deren Umwelt dar",
warnte er, und schloss:
"Wir bekräftigen, wie wir bereits wiederholt betont haben, die Notwendigkeit, Angriffe auf lebenswichtige Anlagen zu vermeiden. Wir rufen alle Parteien dazu auf, Zurückhaltung zu üben, das Völkerrecht einzuhalten und auf eine Deeskalation hinzuarbeiten, die die Sicherheit und Stabilität der Region bewahrt".
Die iranische Revolutionsgarde forderte bereits zur Evakuierung mehrerer Ölanlagen in der Golfregion auf. Die Warnungen richteten sich an Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar.