Flughafen von Riad erneut angegriffen

Der Flughafen von Riad wurde erneut Ziel eines Angriffs. Erst am vergangenen Donnerstag waren bei Angriffen auf saudische Flughäfen drei Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Das Ausmaß der jetzigen Attacke ist noch unklar.

Der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) zufolge wurde der King Khalid International Airport, der Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad, erneut Opfer einer Attacke. Der Flughafen war bereits am vergangenen Donnerstag Ziel von Raketenangriffen geworden. Drei Todesopfer und Dutzende Verletzte waren die Folge. Zu dem Angriff soll sich Medienberichten zufolge die Huthi-Miliz des Nachbarlandes Jemen bekannt haben, mit der Saudi-Arabien in Konflikt liegt.

AP bezieht sich auf zwei ungenannt bleibende regionale Beamte, denen zufolge der König-Khalid-Flughafen nach einem erneuten Angriff diesen Samstag evakuiert wurde. Die saudischen Behörden hätten den Flugverkehr zum Flughafen eingestellt. Von offizieller Seite gibt es bis jetzt noch keine Stellungnahme.

Die Nachrichtenagentur beruft sich auch auf Zeugenaussagen eines Einwohners von Riad. Demnach waren mindestens zwei laute Explosionen zu hören, die die saudi-arabische Hauptstadt erschüttert haben. In den sozialen Netzwerken kursieren unbestätigte Berichte von Toten und Verwundeten, teilweise sogar von einem Massenereignis. Dutzende Krankenwagen seien in Richtung Flughafen unterwegs. Bestätigen lässt sich das bisher nicht.

Allerdings deutet eine Mitteilung des Flughafens auf einen Vorfall hin. Darin werden die Passagiere aufgefordert, sich vor der Anreise zum Flughafen bei ihren jeweiligen Fluggesellschaften über ihren Flugstatus zu informieren. Auch die Seite Flightradar24 vermerkt, dass seit dem frühen Nachmittag Ortszeit, keine Flüge mehr in Riad starten oder landen. Stattdessen würden Flüge nach Dschidda umgeleitet.

Der libanesisch-australische Medienmacher und Influencer Mario Nawfal berichtet auf der Plattform X unter Berufung auf GeoPolitics Watch ebenfalls von einer Evakuierung des Flughafens sowie von einem Passagierflugzeug, das abgeschleppt wird.

Die deutsche Botschaft in Riad warnt derweil deutsche Staatsbürger, den Flughafen der saudischen Hauptstadt bis auf Weiteres nicht zu benutzen. Auch eine Registrierung in die Krisenvorsorgeliste sei angebracht. Derweil wird von immer mehr Fluglinien berichtet, dass sie ihre Flüge für die kommenden Tage nach Riad einstellen.

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