Leipzig: Auto rast in Menschenmenge

Noch ist nicht bekannt, wer der Autofahrer war, der in Leipzig mit hoher Geschwindigkeit in die Fußgängerzone fuhr. Aber der Oberbürgermeister spricht von einem "mutmaßlichen Täter", der inzwischen gefasst sei. Das weckt in Deutschland Befürchtungen.

In Leipzig ist heute ein Fahrzeug in der Grimmaschen Straße in eine Menschengruppe gerast. Die Straße liegt im Zentrum der Stadt; es handelt sich um eine Fußgängerzone. Nach ersten Berichten gab es Tote.

Zeugen berichten auf X, ein Hubschrauber sei im Einsatz. Der Lokalsender Radio Leipzig meldet unter Berufung auf Augenzeugen, es habe auch Tote gegeben. Es habe sich um einen beschädigten VW SUV gehandelt; ein Mädchen habe sich auf der Motorhaube festgekrallt.

Es gibt Gerüchte, dass dem eine Messerstecherei vorausgegangen sei. Allerdings ist das alles bisher unbestätigt.

Die Innenstadt ist abgeriegelt. Die Geschäfte entlang der Straße sind mittlerweile geschlossen. Den Kliniken wurde ein "Massenanfall von Verletzten" gemeldet.

"Zwei Personen sind schwer verletzt, sie wurden unmittelbar von Ersthelfern versorgt und dann vom Rettungsdienst aufgenommen und in die Notaufnahmen transportiert", erklärt Branddirektor Axel Schuh. Es seien 40 Feuerwehrleute und 40 Rettungskräfte im Einsatz, und zwei Rettungshubschrauber.

Mehr als ein Dutzend Krankenwagen sind vor Ort, auch Kriseninterventionsteams haben ihre Arbeit aufgenommen.

Der Leipziger Bürgermeister bestätigt zwei Todesopfer und erklärt, der mutmaßliche Täter sei gefasst. Eine Formulierung, die einen Unfall als Ursache eher ausschließt. Das Fahrzeug sei mit einer Geschwindigkeit zwischen 70 und 80 km/h in die Fußgängerzone eingebogen, heißt es. Laut Bild soll der Mann bei seiner Festnahme psychisch auffällig gewesen sein.

Zum Stehen kam das Fahrzeug an einem der als "Merkelpoller" bekannten versenkbaren Hindernisse.

Mehr zum Thema - München: Zuständige Oberstaatsanwältin spricht nach Anschlag von "islamistischer Motivation"