Nachdem trotz zahlreicher Gegendemonstranten der AfD-Parteitag in Erfurt pünktlich begonnen hatte, wurde nun auch die Wahl der Parteispitze erfolgreich und ohne Überraschungen abgeschlossen.
Die Doppelspitze aus Tino Chrupalla und Alice Weidel wurde im Amt bestätigt. Auch wenn Chrupalla im Vergleich zu seiner letzten Wahl Stimmen einbüßte (70,5 statt 82,7 Prozent) und Weidel ihn überholte (zuvor 79,77 Prozent, nun 81,31), ist die vielfach von Gegnern der Partei erwartete Auseinandersetzung ausgeblieben.
Beide hatten zuvor in ihren Reden den Anspruch auf Regierungsbeteiligung betont. Chrupalla erklärte mit Blick auf die im Osten anstehenden Landtagswahlen: "Vielleicht können wir bald schon allein regieren."
Alice Weidel erklärte die AfD gar zur "neuen Volkspartei in Deutschland" und verwies auf den Mitgliederzuwachs von etwa 50 Prozent von 2024 bis 2025. Die Partei ist in diesem Zeitraum von rund 50.000 auf mittlerweile 75.000 Mitglieder angewachsen.
Während Weidel sagte, die AfD sei "ein Herz, das für Deutschland schlägt, und eine Seele, die für Deutschland lebt", kommentierte Björn Höcke, der als Thüringer Landesvorsitzender Gastgeber des Parteitags war, den deutschen Zustand mit drastischen Worten: "Der Zustand eines Landes zeigt sich am Zustand seiner Autobahntoiletten."
Währenddessen hatte auf der Gegenkundgebung zum Parteitag, an der SPD, Grüne, CDU und Linke beteiligt waren, DGB-Chefin Yasmin Fahimi ein Verbot der AfD gefordert.
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