Der Bundesverfassungsschutz listet die Webseite Kontrapolis.info in seinem Verfassungsschutzbericht 2023, als eine "von Linksextremisten genutzte Plattform" auf (Seite 192). Bereits im Juni lautete die Ankündigung zum Wahltag am kommenden Sonntag in Sachsen-Anhalt: "Aufruf zur Aktionswoche gegen den Deutschen Staat". Die Aktivisten seien es demnach "leid, über Schadensbegrenzung, strategisches Wählen oder sogenannte demokratische Praktiken im Allgemeinen zu diskutieren", und fordern daher "andere Wege" als Demonstrationen und Petitionen, "um zu handeln".
Ende August berichtete das Portal Apollo News (AN) über den Erfolg polizeilicher Ermittlungen, dies bezogen auf "vier Festnahmen" im Zusammenhang mit gewalttätigen Angriffen von linksradikalen Antifa-Aktivisten auf Mitarbeiter der Apollo News-Redaktion beim AfD-Bundesparteitag in Erfurt.
Rund eine Woche später ergaben dann AN-Recherchen im linksextremen Milieu die Plattform-Aufforderung zur Gewalt. In dem Aufruf lautet die unmissverständliche, szenetypische Formulierung in Bezug des befürchteten AfD-Erfolgs am 6. September:
"Der deutsche Staat ist drei Jahre von den nächsten Bundestagswahlen entfernt, und die Menschen, die dort [in Sachsen-Anhalt] leben, müssen sich auf eine AfD-geführte Regierung vorbereiten. Wir wollen darüber reden und praktizieren, was wir tun müssen, um die Funktionsweise des Staates zu zerstören."
Die Erklärung an die gewaltbereite Leserschaft und Sympathisanten lautet, dass am kommenden Sonntag "ein guter Zeitpunkt" erreicht sein werde, "um eine Grenze zu ziehen", da es nach Auffassung der Linksextremisten "viele Gründe gibt, den deutschen Staat anzugreifen".
Über die Vorbereitung eines "Angriffs gegen den Staat" lauten die unglaubwürdigen Ausführungen über die meist vordergründig kontraproduktive Nötigung, der damit oft verbundenen Belastung der Bürger - zuletzt exemplarisch im Rahmen der fatalen Folgen des linksextremen Anschlags zu Jahresbeginn in Berlin zu beobachten (RT DE berichtete):
"Was machen wir nach dem 6. September? Wir glauben daran, unsere Ziele sorgfältig auszuwählen und darauf zu achten, wie sich dies auf das Leben der Menschen auswirken kann, die davon abhängig sind."
Mögliche Ziele der angedrohten Aktionen seien etwa die "gesamte staatliche Infrastruktur, auch wenn sie scheinbar irrelevant ist", so die Aktivisten, da auch diese "Teil einer faschistischen Regierung … und damit ein legitimes Ziel" darstelle. Aufgezählt werden in dem Sabotageaufruf zudem "Gefängnisse, Regierungsbehörden, Jobcenter, Polizeireviere, Kasernen und Ausländerämter".
Dass der Aufruf "durchaus ernst genommen" werde, beweise ein internes Papier der Deutschen Bahn, das Apollo News vorliegt. Demnach würden die Drohungen aus der linksautonomen Szene vom "Bundeskriminalamt als authentisch eingeschätzt".
Angriffe auf die Deutsche Bahn oder wie vor wenigen Tagen auf ein wichtiges Umspannwerk bei Berlin "seien ebenfalls nicht auszuschließen".
Mehr zum Thema - Klimaterrorismus aus Düsseldorf: Wieder Bahnstrecke lahm gelegt