Es sind gleich zwei Umfragen, die passend zu Wochenbeginn die CDU unter 20 Prozent sehen. Die Meinungsforschungsinstitute Forsa und INSA veröffentlichten beide neue Umfragen. Im Wert, den die CDU erzielte, unterscheiden sie sich nicht; bei INSA allerdings liegt die AfD mit 29,5 Prozent deutlich weiter vor der CDU; ganze 10,5 Prozent mehr, das ist ein neuer Höchstwert. Bei der Umfrage von Forsa erzielt sie nur 26 Prozent, der Vorsprung liegt also nur bei 7 Prozent.
Auch bei den übrigen Parteien unterscheiden sich die Umfragen – bei Forsa liegen SPD und Linke bei 14, die Grünen bei 16 Prozent, wobei die SPD zwei Prozent gewonnen, die Grünen ein Prozent verloren haben. Bei INSA liegen SPD und Grüne gleichauf bei 14,5 Prozent, mit je einem Prozentpunkt Zuwachs im Vergleich zur vorhergehenden Umfrage und einem halben Prozent Verlust bei der Linken. In beiden Umfragen liegen BSW und FDP unter fünf Prozent.
Bisher hatte die Union nur bei einer einzigen Umfrage im September 2021 so schlecht abgeschnitten. In beiden Umfragen hat die aktuelle Regierungskoalition keine Mehrheit mehr. Um eine Regierung ohne die AfD zu bilden, bräuchte es eine Viererkoalition.
Forsa hat neben der "Sonntagsfrage" aber noch einige andere Antworten eingeholt. So etwa, welcher Partei die Wähler zutrauen, Deutschlands Probleme zu lösen. Da erreichte die CDU/CSU nur noch neun Prozent; das ist inzwischen die Hälfte des Werts, den sie noch im März erreichte. Die SPD erzielt hier ganze acht Prozent, die Grünen sieben, die Linke sechs. Die AfD liegt mit zwölf Prozent einsam an der Spitze. Rund 55 Prozent allerdings trauen keiner einzigen Partei zu, die Probleme zu lösen.
Auch die Frage nach der Zufriedenheit mit der Arbeit des Bundeskanzlers wurde gestellt, und Friedrich Merz erzielte die üblichen unterirdischen Werte – 87 Prozent sind unzufrieden, nur elf Prozent zufrieden. Selbst bei den Anhängern der CDU/CSU sind mit 59 Prozent die meisten unzufrieden.
Für die Forsa-Umfrage wurden 2.501 Personen befragt, für INSA waren es 2001; die erste Umfrage fand vom 22. bis 28. September statt, die zweite vom 25. bis 28. September.
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