Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich erneut "besorgt" geäußert und zu Wochenbeginn in einem "exklusiven" Bloomberg-Interview (Bezahlschranke) zu Protokoll gegeben, dass seitens der Bürger eine vermeintlich "von Russland ausgehende Bedrohung" in Deutschland nicht ernst genug genommen werde. Die Ereignisse seit Februar 2022 in der Ukraine seien dabei "nur ein Teil des Gesamtbildes", so Merz in dem Gespräch.
Das Bundeskanzleramt unter Führung von Friedrich Merz erkennt laut Aussagen des Unionsführers im Bloomberg-Interview weiterhin rein expansionistisches Bestreben seitens des Kremls. Merz erklärte dazu wörtlich, dass laut seiner Wahrnehmung "die Menschen" im Gesamtbild nicht erkennen würden, was demnach "das eigentliche Ziel" Russlands sei, um erneut zu behaupten:
"Und das ist nicht nur territorialer Gewinn in der Ukraine. Das geht weit darüber hinaus."
Merz sagte weiter zum Thema der persönlichen Wahrnehmungen auf die aktuelle Kreml-Politik, dass die russische Regierung unter Führung von Wladimir Putin "die Demokratie fürchte, sie fürchten offene Gesellschaften, sie fürchten den Erfolg der europäischen Integration, und sie wollen diesen Erfolg untergraben, und sie sind auf dem Weg, das zu tun", so weitere Aussagen des Kanzlers.
Seine nachdrückliche Warnung laute daher:
"Das große Bild ist, dass Russland dabei ist, die gesamte politische Ordnung unseres europäischen Kontinents zu destabilisieren. Und das wird offensichtlich von vielen Menschen auch in meinem Land unterschätzt."
Die skizzierten "Bedrohungen" für die Bürger im Land seien daher laut Wahrnehmung des politischen Berlin real, viele Menschen in Deutschland würden diese Gefahr "unterschätzen, die wirklich jeden Tag da ist".
Zum Thema der ausgesetzten Unterstützung Washingtons für Kiew führte der CDU-Politiker aus, dass nun bei der andauernden finanziellen und militärischen Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland, die "Koalition der Willigen" aus Europäern und nichteuropäischen Staaten diese Aufgabe "gewissenhaft" übernehme, um festzustellen:
"Das zeigt also, dass wir das auch alleine schaffen können."
Die Kiew-Unterstützer hätten demnach "den Weckruf gehört" und würden nun laut Merz-Darlegungen versuchen, "uns in eine Position zu bringen, die uns stark genug macht, im Wettbewerb zu bestehen und uns innerhalb der NATO eigenständig zu verteidigen".
Der Bundeskanzler erklärte in dem Interview, dass er bei jedem Treffen mit dem US‑Präsidenten, das letzte erfolgte im März dieses Jahres in Washington, demnach versuche, Donald Trump davon zu überzeugen, dass "ein stabiles Europa, ein stabiler europäischer Kontinent, eine stabile Europäische Union als Partner auch in seinem Interesse liegen sollte".
Merz gab dazu abschließend zu Protokoll: "Das ist etwas, das sich auch für die Amerikaner lohnt."
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