Deutscher Rettungssanitäter und Ukraine-Propagandist erhält Panteleimon-Orden

Ruben Mawick, ein früherer Bundeswehrsoldat und jetziger Ukraine-Aktivist, hat diese Woche den Orden des Heiligen Panteleimon erhalten. Er war einer von mehreren deutschen Helfern und NGOs, die diese Woche mit dieser ukrainischen Auszeichnung geehrt worden sind.

Die Deutschen, die in der Ukraine kämpfen oder Hilfslieferungen dorthin koordinieren oder Verwundete evakuieren, scheinen zahllos zu sein. Manche von ihnen, wie die inzwischen gefallene Kampfsanitäterin Savita Wagner, taten sogar beides. Diese Woche gab es eine Ehrung für die deutschen Kreise, die oft nicht nur praktisch helfen, sondern auch propagandistisch unterwegs sind.

Der bekannteste von ihnen dürfte der 23-jährige Ruben Mawick sein, der aus dem westfälischen Werl stammt. Trotz seines noch jungen Alters hat er schon viel erlebt. Er diente sieben Monate als Freiwilliger in der Bundeswehr. Dann ging es in die Ukraine, wo er im Rettungseinsatz verletzt wurde und Freunde verlor. Als ausgebildeter Rettungssanitäter fährt er – so oft es geht – in die Ukraine, um dort humanitäre Hilfe zu leisten und bei Evakuierungsaktionen zu helfen.

Dabei belässt er es natürlich nicht. Mawick ist medial intensiv unterwegs und wird auch häufig zu Veranstaltungen eingeladen. Die Kontakte zur Bundeswehr sind offenbar eng geblieben. Anfang Dezember 2025 war Mawick zur Veteranentagung in den Bundestag eingeladen. Unter dem Titel "Als Sanitäter in der Ukraine – Fronterfahrung und Verwundung" berichtete er von seinen dortigen Erlebnissen.

Auf seinem Instagram-Kanal rubido44 lädt Mawick Videos von seinen Ukraine-Fahrten hoch, Videos, die voll von Narrativen über angebliche russische Kriegsgräuel sind. Man könnte durchaus sagen, dass die Tätigkeit als Propagandist Mawicks zweites Standbein ist.

Dieser Einsatz ist nicht unbelohnt geblieben. Gestern konnte Ruben Mawick auf Instagram verkünden, dass er den Orden des Heiligen Panteleimon für seinen humanitären und medizinischen Einsatz vor Ort bekommen hat. Der Panteleimon-Orden (Орден святого Пантелеймона) ist seit dem Jahr 2017 die höchste gesellschaftliche Auszeichnung der Ukraine im Bereich des Gesundheitswesens. Benannt ist er nach dem Heiligen Panteleimon, dem traditionellen Schutzpatron der Ärzte.

Mittlerweile wird der Orden nicht mehr nur in der Ukraine verliehen, sondern auch im Ausland. Die Ordensverleihung fand gestern in Berlin statt. Oksana Schoorlemmer, die Leiterin des Auslandsrats des Ordens in Deutschland, verteilte die Auszeichnung an die zu Ehrenden. Persönlicher Empfänger des Ordens war Ruben Mawick, als Organisation wurde der Verein Athletes for Ukraine ausgezeichnet.

Als weitere Preisträger werden unter anderem die Ukrainehilfe Breitscheid St. Laurentius Gemeinschaft e.V., Helpchain, der Blau-Gelbes Kreuz e.V., Fokus Ukraine e.V. und andere genannt. Eine Auszeichnung erhielt auch die Münchner CSU-Politikerin und Ukraine-Netzwerkerin Olga Dub-Büssenschütt.

Fotos zeigen Mawick mit dem Berliner Modestylisten und Queer-Aktivisten Frank Peter Wilde, einem leidenschaftlichen Unterstützer der proukrainischen NAFO-Bewegung. Auch mit dem deutschen Ukraine-Kämpfer Alexander Gertz hat sich Mawick nach eigenen Angaben in Berlin getroffen. Man kennt sich in der deutschen Ukraine-Unterstützer-Szene.

Die mediale Karriere von Ruben Mawick dürfte sich fortsetzen. Erst im September durfte er auf dem Titel des JS-Magazins posieren, das die Bundeswehr für junge evangelische Soldaten bereitstellt. Ihnen soll Mawick offenbar als zukünftiges Vorbild dienen. Vorträge für Bundeswehrsoldaten hält er jedenfalls schon. Das gab das JS-Magazin in der dazugehörigen Reportage bekannt.

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