Berlin: Molotowcocktails und brennende Mülltonnen – Rund "120 Personen" randalierten

Im Märkischen Viertel in Berlin-Reinickendorf haben am späten Sonntagnachmittag laut Medien "bis zu 120 Personen" randaliert. Die Polizei erklärte nach dem Einsatz, dass dabei Jugendliche aus einer Gruppe heraus Molotowcocktails und Steine auf die Beamten geworfen hatten. Es kam zu mehreren Festnahmen.

Am vergangenen Wochenende waren laut Mitteilungen der Berliner Polizei am "Halloween-Tag" sowie auch am gestrigen Sonntag im gesamten Stadtgebiet größere Einsätze notwendig. Hauptsächlich Jugendliche versammelten sich demnach am Sonntagabend im Märkischen Viertel im Stadtteil Reinickendorf "und sorgten für Randale", berichteten die Medien. Ein Polizist wurde dabei von einem Molotowcocktail getroffen. Ein 14-Jähriger, neben weiteren Jugendlichen, wurde laut Polizeimitteilung wegen des Mitführens von "Benzin in PET-Flaschen" festgenommen.

Nach den abendlichen Unruhen am Samstag samt Steinwürfen und Pyrotechnik im Bezirk Mitte, ausgehend von einer zweiten, größeren "Gen-Z"-Demonstration mit rund 3.500 Teilnehmern, mussten Einsatzkräfte am Sonntag in den nördlichen Bezirk Reinickendorf anrücken.

Anwohner meldeten zuvor eine größere Ansammlung von marodierenden Jugendlichen. In der Polizeimeldung heißt es zu dem Einsatz:

"Im Märkischen Viertel kam es am Abend vermehrt zum illegalen Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände sowie zu Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz. Kurz nach 18 Uhr hielten sich rund 60 Jugendliche auf der Fahrbahn am Wilhelmsruher Damm auf und warfen Pyrotechnik."

Laut Hauptstadtmedien hätten zeitweise "bis zu 120 Personen", so die Morgenpost, im Märkischen Viertel "für Tumulte gesorgt, bei denen Pyrotechnik und Molotowcocktails gezündet wurden". Laut Tagesspiegel-Information wurden aus einer Gruppe heraus vorbereitete Brandsätze und Steine in Richtung Polizei geworfen. Die Brandsätze hatten nach Angaben der Polizei zum Glück nicht gezündet, weshalb niemand ernsthaft verletzt wurde. Zudem wurden Mülltonnen in Brand gesetzt.

Insgesamt wurden zehn Jugendliche festgenommen. Darunter befanden sich auch die mutmaßlichen Molotowcocktail-Werfer, unter denen laut Lagedienst der Polizei auch ein 14-Jähriger war.

In der Behördenmitteilung heißt es dazu:

"Um 19:40 Uhr warfen unbekannte Tatverdächtige am Senftenberger Ring einen unkonventionell selbst hergestellten Brandsatz (Molotowcocktail) in Richtung eines Einsatzfahrzeugs. Unser Fahrzeug wurde nicht getroffen und es entstand keine Brandwirkung. Einsatzkräfte unserer Operativen Gruppe Jugendgruppengewalt (OGJ) stellten im Nahbereich zwei 14-Jährige fest, die Benzin in PET-Flaschen mit sich führten."

Zuvor war "ein 13-jähriges Kind" nach dem beobachteten Wurf eines pyrotechnischen Gegenstands "kurzzeitig am Ort in Gewahrsam genommen" worden. Nach Sicherstellung "weiterer mitgeführter Pyrotechnik" wurden die Eltern informiert, um "ihrer Fürsorge- und Erziehungspflicht nach Abholung des Kindes wieder nachzukommen", so der Wortlaut der Mitteilung.

Die Jugendlichen hatten sich im Verlauf der Ereignisse im gesamten Viertel verteilt, um laut Medien ein "Katz-und-Maus-Spiel" mit den Einsatzkräften zu beginnen. Dabei sei ein Molotowcocktail "gegen einen Polizisten geworfen" worden. Der Beamte sei zwar getroffen worden, "der Brandsatz habe jedoch erst beim Aufprall auf den Boden gezündet". Es kam zur Festnahme des jugendlichen Täters.

Am Abend teilte die Polizei in den sozialen Medien mit, dass "nur noch kleine Gruppen an Jugendlichen" angetroffen wurden, die jedoch nicht weiter auffällig in Erscheinung getreten seien. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit insgesamt 80 Einsatzkräften vor Ort.

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