US-Präsident Donald Trump hat am Freitag auf Truth Social angekündigt, in der kommenden Woche neue Zölle auf Fahrzeuge (Pkw und Lkw) aus Mitgliedsländern der EU einzuführen. Damit reagiere er darauf, dass die EU den mit ihm abgeschlossenen "Handelsdeal" nicht einhält, so Trump.
Wörtlich lautet die Nachricht des US-Präsidenten:
"Ich freue mich anzukündigen, dass ich, beruhend auf der Tatsache, dass die Europäische Union unseren völlig einvernehmlichen Handelsdeal nicht einhält, in der kommenden Woche die Zölle für die Europäische Union auf in die Vereinigten Staaten eingeführte Pkw und Lkw erhöhen werde. Der Zollsatz wird auf 25 Prozent steigen. Es ist so zu verstehen und ist so vereinbart, dass es keinen Zoll geben wird, wenn sie in den Werken in den USA produzieren. Zahlreiche Produktionsstätten für Pkw und Lkw sind derzeit im Bau, verbunden mit Investitionen in Höhe von 100 Milliarden Dollar, ein Rekord in der Geschichte des Automobilbaus. Diese Werke, ausgestattet mit US-amerikanischen Arbeitern, werden bald eröffnet. Es gab noch nie etwas Vergleichbares mit dem, was in Amerika heute geschieht. Danke für Ihre Aufmerksamkeit für dieses Thema. Präsident Donald J. Trump."
Der Zollstreit zwischen den USA und der EU zieht sich bereits seit dem Amtsantritt von Donald Trump für seine zweite Amtszeit Anfang 2025 hin. Am sogenannten "Liberation Day" hatte der US-Präsident hohe Zollsätze gegen zahlreiche Länder, darunter fast alle Mitgliedstaaten der EU, verhängt, die seiner Meinung nach die USA in den Handelsbeziehungen übervorteilen. Die Zollsätze betrugen bis zu 50 Prozent.
Bei einem Treffen auf einem Golfplatz in Schottland hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen daraufhin Vereinbarungen mit Donald Trump geschlossen, dank derer die meisten Zölle wieder aufgehoben wurden. Im Gegenzug sagte von der Leyen den Kauf von Flüssiggas aus den USA und europäische Investitionen in Höhe von 750 Milliarden zu.
Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA am 20. Februar 2026 die Zollpolitik Trumps für rechtswidrig erklärt hatte, kamen aus Brüssel Meldungen, dass damit auch der besagte Handelsdeal hinfällig sei. Der US-Präsident drohte daraufhin mit neuen Zöllen auf Waren aus Ländern, die mit seinen Handelsdeals "Spielchen treiben".
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