Sacharowa zu den Protesten in Paris: Doppelstandards französischer Regierung

Maria Sacharowa, Sprecherin des Außenministeriums der Russischen Föderation, hat ein weiteres Mal die Doppelmoral der französischen Regierung angeprangert: Diese schweigt heute zu den Protesten in Paris, mischt sich jedoch regelmäßig in die Angelegenheiten anderer Staaten ein.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa hat die Doppelmoral der französischen Regierung scharf kritisiert – sie schweige sich heute über die sozialen Proteste in Paris geflissentlich aus, mische sich aber ständig in die Belange anderer Länder ein.

Die Proteste in Frankreich wegen fehlender Lehrer und maroder Schulgebäude begannen vor zwei Wochen mit Blockaden von Schulgebäuden, nachdem Schülergewerkschaften dazu aufgerufen hatten. Am Dienstag, dem 6. Oktober 2026, begannen in Paris mehrere Tausend protestierende Schüler während einer Demonstration auf dem Place de la République damit, Schaufenster einzuwerfen und Büros zu verwüsten. Die Demonstranten bewarfen Polizisten mit Müllcontainern; diese setzten ihrerseits Blendgranaten und Tränengas ein.

Sacharowa kommentierte dies am Folgetag. Ihr zufolge ist das Einzige, was sie im Zusammenhang mit den Protesten in Frankreich wirklich beunruhigt, das Schweigen des Élysée-Palastes zum Vorgehen der Polizei, die – um es drastisch auszudrücken – "ihre eigenen Kinder zusammentrampelte" und sie "zu Brei knetete": 

"In Paris kneten Polizisten gerade ihre eigenen Kinder zu Brei – läuft ja bei denen. Wo bleiben die Besorgniserklärungen aus dem Élysée-Palast, was ist mit den Menschenrechten? Und wo bleibt Kaja Kallas? Könnte jemand sie bitte aufwecken – mit einem Stock piksen oder sonst etwas, an der Tür klingeln vielleicht? Ich weiß nicht, wie ihre Reflexe so aufgebaut sind ... vielleicht sollte man ihr das Wort 'Russland' ins Ohr flüstern. 

Wo bleiben sie alle? Die in Brüssel, in ihren ganzen Parlamentarischen Versammlungen des Europarates – wo sind sie alle? Da ist sie doch gekommen, ihre Sternstunde: Alles miteinander hat sich so ergeben, wie sie es gernhaben – und zwar bei ihnen.

Ich würde gern wenigstens ein einziges Mal eine Erklärung darüber hören, wie man doch friedliche, unbewaffnete Bürger – ich würde sogar direkt sagen, Schüler und Studenten – nicht behandeln dürfe wie Sperrmüll.

Auch ihr anderen Bewohner des 'Gartens Europa' – lasst mal von euch hören!"

Diese Kritik jedoch stellte sie in einen Kontext, bei dem es zwingend erforderlich ist, auf einen wichtigen Unterschied hinzuweisen:

"Nicht etwa, weil mich ihre sozial-moralischen oder ethischen Angelegenheiten zur Gestaltung ihres eigenen Lebens etwas angingen ...

Sondern weil sie es sind, die ständig meinen, unsere Angelegenheiten gingen sie etwas an. Ganz gleich, was bei uns los ist – und nicht nur unsere, sondern auch Angelegenheiten anderer Länder. Allerdings nur jener Länder, die sie – dies geradezu krankhaft – überallhin einordnen, nur nicht in die Gemeinschaft der, wie sie es nennen, 'Zivilisierten'."

Die Diplomatin betonte, dass sich die französischen Regierungsbehörden jedes Mal, wenn es in Russland oder in anderen Drittstaaten zu Protesten komme, sofort in gesellschaftliche Vorgänge einmischten – "ohne dafür auch nur das geringste Recht oder die Befugnis zu haben".

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