Sprengsätze in Drohnenbrillen: FSB verhindert Anschlag

Russische Sicherheitsbehörden haben eine Anschlagserie verhindert, bei der Drohnenpiloten mithilfe von verminten FPV-Brillen getötet werden sollten. Bereits in der Vergangenheit versuchten ukrainische Geheimdienste, Anschläge gegen russische Soldaten durch getarnte Sprengsätze zu verüben.

Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat eine Partie von Brillen zur Steuerung von FPV-Drohnen beschlagnahmt, die mit Sprengsätzen ausgestattet waren. Wie der Pressedienst des FSB am 2. November berichtete, planten ukrainische Geheimdienste eine Serie von Anschlägen mithilfe von Brillen, die als humanitäre Hilfe an russische Militärangehörige verschickt werden sollten. Die Behörde berichtete:

"Nach dem Erhalt von zwei FPV-Brillen befolgte ein russischer Militärangehöriger im Gebiet Wolgorad die Anweisungen der militärischen Gegenaufklärung und wandte sich an den FSB, um die erhaltenen Geräte zu überprüfen."

Im Rahmen der Überprüfung stellten Spezialisten fest, dass die Brillen anstatt von Kühlern mit selbst gebauten Sprengsätzen ausgestattet waren. Der FSB teilte weiter mit:

"Im Rahmen der Ermittlungsmaßnahmen haben Sicherheitsbehörden in mehreren Regionen der Russischen Föderation eine Partie von ähnlichen Sprengsätzen beschlagnahmt, die als FPV-Brillen getarnt und vom Gegner über Russlands Post versendet waren."

Zuvor hatten laut Angaben des FSB Angehörige der ukrainischen Geheimdienste sich als russische Patrioten ausgegeben und über anonyme Telegram-Accounts Kontakt mit Vertretern von humanitären Organisationen und Wohltätigkeitsstiftungen aufgenommen. Der ukrainische Plan sah eine Weiterleitung von verminten Brillen an russische Drohnenpiloten vor, die unmittelbar an Kampfhandlungen gegen das ukrainische Militär beteiligt sind:

"Eine Detonation der Sprengsätze hätte beim Einschalten der FPV-Brillen erfolgen sollen und würde zum Tod der Militärangehörigen führen."

Im Zusammenhang mit dem Vorfall wurde eine Ermittlung wegen gesetzwidriger Herstellung und Umsatzes von Sprengsätzen sowie Vorbereitung zum Terroranschlag vorbereitet. Russische Sicherheitsbehörden fahnden nach den Versendern der Pakete. Der Pressedienst des FSB rief humanitäre Organisationen auf, Hilfe nur aus vertrauten Quellen anzunehmen und sie auf die Anwesenheit von Sprengsätzen oder Giftstoffen zu überprüfen. Die Behörde wies dabei auf vergleichbare Vorfälle in der Vergangenheit hin:

"Zuvor waren selbst gebaute Sprengsätze entschärft worden, die als Parfümsets, Powerbanks, Lautsprecher, Geschenkstatuetten, religiöse Gegenstände, Autoersatzteile, Pflastersteine und Einlegesohlen mit Wärmefunktion getarnt waren."

Im März hatten russische Sicherheitsbehörden in Moskau einen ausländischen Bürger festgenommen, der ein Paket mit 504 als Einlegesohlen getarnten Sprengsätzen aus Polen empfangen hatte. Im Juli nahm der FSB einen 23-jährigen russischen Staatsbürger fest, der auf Anweisung der ukrainischen Geheimdienste in Parfümsets versteckte Sprengsätze an russische Militärangehörige verschickt hatte.

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