
Wehrdienst in Deutschland: Bundeswehr hat fast 200.000 junge Menschen angeschrieben

Die deutsche Bundeswehr hat mitgeteilt, dass sie inzwischen Zehntausenden jungen Menschen einen Fragebogen zum Thema Wehrdienst zugesandt hat. Nach dem neuen Wehpflichtgesetz ist jeder 18-jährige Mann verpflichtet, diesen auszufüllen und sich für einen möglichen Wehrdienst registrieren zu lassen.
Rund 194.000 junge Menschen haben zwischen dem 15. Januar und dem 24. April ein Schreiben der Bundeswehr mit dem Fragebogen erhalten, teilte eine Sprecherin der Bundeswehr am Montag der katholischen Nachrichtenagentur KNA auf Anfrage mit. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums wiederum erklärte, es lägen noch "keine verlässlichen" Daten zu den Antworten vor.

Der Fragebogen fragt nach persönlichen Daten, darunter körperliche Verfassung, Gesundheit und Bildung, sowie danach, ob Interesse an einem Militärdienst besteht. Diejenigen, die Interesse bekunden, werden gebeten, ihre bevorzugte Teilstreitkraft und die mögliche Dienstdauer anzugeben, die von sechs Monaten bis zu mehr als sechs Jahren reichen kann.
Auch Frauen können das Formular ausfüllen, sind jedoch gemäß dem Ende letzten Jahres verabschiedeten Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes nicht dazu verpflichtet. Das Gesetz ist Teil der Bemühungen Berlins, die Truppenstärke bis Mitte der 2030er Jahre von 186.000 Soldaten auf 260.000 Soldaten sowie 200.000 Reservisten zu erhöhen. Deutsche Regierungsvertreter diskutieren seit der Eskalation des Ukraine-Konflikts im Jahr 2022 über die Notwendigkeit, das Militär zu vergrößern, und berufen sich dabei auf die angebliche "russische Bedrohung". Erst 2011 war die allgemeine Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt worden.
Präsident Wladimir Putin hat Spekulationen, Russland hege aggressive Absichten gegenüber NATO-Staaten, als "Unsinn" abgetan.
Einige deutsche Politiker, darunter der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, haben sich für die Wiedereinführung der Wehrpflicht ausgesprochen. Die Pläne der Regierung stießen bei jungen Menschen auf Kritik, und Anfang März protestierten Tausende von Studenten in Berlin dagegen.
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