
Umfrage: AfD bundesweit erstmals bei 30 Prozent

Ob es nun die enthüllende Fernsehserie "Inside CDU" war oder doch eher die reale Politik der Bundesregierung – in der neuesten INSA-Umfrage verlieren CDU/CSU weiter, und die AfD erreicht erstmals 30 Prozent.
Wäre morgen Bundestagswahl, so das Ergebnis, könnte nur noch eine Dreierkoalition aus CDU, SPD und Grünen gegen die AfD regieren. Die CDU/CSU verlor im Vergleich zur Vorwoche einen weiteren Prozentpunkt und steht jetzt bei 18 Prozent; die SPD hält sich bei 14 Prozent, die Grünen stehen damit gleichauf und damit einen Prozentpunkt tiefer als vergangene Woche, die Linke bleibt bei zehn Prozent und das BSW legt zu, auf vier Prozent, womit es gleichauf mit der FDP liegt, aber beide an der Fünfprozenthürde scheitern würden.

Noch ist die Wirkung der eben vergangenen Landtagswahlen unmittelbar. Die nächsten kommen aber erst im April kommenden Jahres: Schleswig-Holstein und das Saarland am 18. April, Nordrhein-Westfalen eine Woche später, Bremen am 30. Mai und zuguterletzt am 26. September Niedersachsen. Neuere Umfragen gibt es nur aus Nordrhein-Westfalen und aus Niedersachsen; in NRW lag die AfD bei der Umfrage am 23. September auf dem zweiten Platz mit 22 Prozent, in Niedersachsen am 11. September auf Platz 3, ein Prozent hinter der CDU, mit 21 Prozent. Inwieweit sich die bei den Umfragen im Bund erkennbare Tendenz auch dort niederschlägt, ist also noch nicht zu erkennen. Klar ist jedenfalls: Auf Bundesebene liegt die AfD inzwischen stabil vor der CDU.
Die Umfrage wurde zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober telefonisch und online durchgeführt; 1.202 Wahlberechtigte wurden dafür befragt.
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