Liveticker Ukraine-Krieg: Anzahl der Toten bei Angriff in Orjol steigt auf vier

25.10.2026 15:25 Uhr
15:25 Uhr
Ukrainische Baumarktkette verliert an einem Tag vier Logistikzentren
Nach den jüngsten Angriffen aus Russland meldet die ukrainische Baumarktkette "Epizentr" am Sonntag ihre "völlige Zerstörung". In einem Facebook-Eintrag der im Jahr 2003 gegründeten Firma sind die Städte aufgelistet, in denen die Kette nach eigenen Angaben innerhalb eines einzigen Tages ihre Filialen verloren hat:
"Charkow, Saporoschje, Winniza, Potawa. Wieder nur an einem Tag. Die völlige Zerstörung der Kette."
Kurz zuvor hat das Verteidigungsministerium in Moskau auf Telegram bekannt gegeben, dass das russische Militär in Charkow ein Logistikzentrum von "Epizentr" getroffen habe, in dem der Gegner Güter mit doppeltem Verwendungszweck gelagert habe.
In den sozialen Medien kursiert ein Video, das die brennende "Epizentr"-Filiale in Charkow zeigen soll.
Russians destroyed the last Epicentr DIY store in Kharkiv this evening – a facility that had already been damaged in previous attacks. Staff and customers had already evacuated. 📹Place Kharkiv https://t.co/U1nkil1ZvK
— Belsat in English (@Belsat_Eng) October 25, 202614:46 Uhr
Anzahl der Toten bei Angriff in Orjol steigt auf vier
Die Anzahl der Todesopfer infolge des ukrainischen Angriffs auf die Stadt Orjol am 23. Oktober ist auf vier Personen angestiegen. Der Gouverneur des Gebiets Orjol, Andrei Klytschkow, berichtete dazu:
"Bei der Räumung der Trümmer wurden die Leichen von vier Personen geborgen. Eine weitere Person wird noch vermisst: Mitarbeiter der Rettungsdienste und Bauarbeiter, die die Trümmer räumen, suchen nach ihr."
Klytschkow fügte hinzu, dass bisher 19 Menschen verwundet wurden und medizinisch versorgt werden mussten.
Zuvor hatte das ukrainische Militär am 23. Oktober unter Einsatz von NATO-produzierten Raketen einen zivilen Betrieb in Orjol angegriffen. Nach ursprünglichen Angaben kamen dabei drei Menschen ums Leben, acht weitere wurden verwundet.
14:03 Uhr
RT DE-Exklusiv: Bewegende Szenen nach Gefangenenaustausch

270 russische Soldaten sind nach einem Gefangenenaustausch mit der Ukraine endlich wieder in ihrer Heimat angekommen. RT DE-Militärkorrespondent Iwan Poljanskij sprach exklusiv mit den Heimkehrern über ihre Erlebnisse, die schwere Zeit in Gefangenschaft und die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihren Familien. Nun stehen ihnen medizinische Betreuung und Rehabilitation bevor.
Die Reportage gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
13:39 Uhr
Ukrainische Drohne zerstört in Energodar Bus für Dialyse-Patienten
Die Behörden von Energodar melden andauernde Attacken der ukrainischen Streitkräfte auf die AKW-Stadt im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Bürgermeister Maxim Puchow teilt auf der Plattform MAX mit, ukrainische Drohnen hätten am Sonntag drei städtische Fahrzeuge beschädigt, die zur Straßenreinigung, zum Pflanzengießen und zum Transport von Personal benutzt würden.
"Das Schrecklichste ist, dass ein Bus zerstört wurde, mit dem Dialyse-Patienten in die Klinik befördert wurden."
Für diese Menschen sei es äußerst schwer, eigenständig in die Klinik zu fahren. Ohne Blutreinigung würden sie aber sterben, betont Puchow.
13:10 Uhr
Ukrainische Drohne greift Bus aus Moskau nach Melitopol an: Drei Verletzte
Gouverneur Jewgeni Balizki wirft den ukrainischen Streitkräften eine weitere gezielte Attacke auf Zivilisten im Gebiet Saporoschje vor. Auf Telegram berichtet der Politiker über eine Drohnenattacke auf einen Reisebus. Wie Balizki mitteilt, hätten sich im Fahrzeug, das aus Moskau nach Melitopol unterwegs gewesen sei, acht Insassen befunden: zwei Fahrer und sechs Passagiere. Drei Menschen – zwei Fahrer und ein Fahrgast – seien verletzt worden. Einer der Fahrer habe schwere Verletzungen erlitten. Alle Verletzten seien umgehend ins Krankenhaus eingeliefert worden. Balizki betont dabei:
"Das ist nicht bloß ein Verbrechen, das ist ein Terroranschlag, der gegen Zivilisten gerichtet war."
Auf Telegram teilt der Politiker das Foto des beschädigten Reisebusses.
12:36 Uhr
Deutschland schickt Stabsoffiziere und Tankflugzeuge für Ukraine-Übung
Die Bundeswehr wird sich mit rund zehn Stabsoffizieren, Tankflugzeugen und Logistik am ersten Militärmanöver der sogenannten "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine beteiligen. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) zitiert einen Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums, Deutschland nehme als "Zeichen der Geschlossenheit mit unseren Partnern" an der Übung teil, die im November in Polen, im Luftraum über Rumänien und im westlichen Schwarzen Meer stattfinden soll.
Bei dem Manöver wird erstmals die Einsatzfähigkeit der multinationalen Truppe der Ukraine-Verbündeten getestet, die derzeit unter Führung von Frankreich und Großbritannien zur Absicherung eines möglichen Waffenstillstands mit Russland aufgebaut wird. Insgesamt gehören der Koalition der Willigen etwa 35 Staaten an.
12:07 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord günstigere Stellungen bezogen und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Rubeschnoje, Metallowka und Bereschnoje im Gebiet Chakrow sowie Choten, Iwolschanskoje und Nikolskoje im Gebiet Sumy getroffen. Der Gegner habe dabei mehr als 165 Armeeangehörige verloren. Darüber hinaus seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, acht Autos und eine Radaranlage außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Rubzy und Raigorodok in der DVR sowie Tscherwony Oskol im Gebiet Charkow getroffen habe. Dabei seien mehr als 230 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 21 Autos, zwei Geschütze und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Kramatorsk, Slawjansk, Druschkowka und Tscherewkowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 165 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 24 Autos und drei Geschütze verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Kriworoschje, Beloserskoje, Nowopawlowka, Warwarowka, Nowodonezkoje, Malotaranowka, Krinizy und Starowarwarowka in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe dabei mehr als 345 Armeeangehörige verloren. Fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Autos, ein Geschütz und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Wassinowka, Wolnjanka und Nowonikolajewka im Gebiet Saporoschje und Iwanowka, Fjodorowskoje, Kolomijzy und Pokrowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 200 Kämpfer. Dabei seien fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und drei Autos außer Gefecht gesetzt worden.
Auch der Truppenverband Dnjepr habe seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Orechow und Kirowo im Gebiet Saporoschje getroffen habe. Dabei seien bis zu 40 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus 19 Autos, ein Artillerieaufklärungsradar und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energie- und Verkehrsinfrastrukturobjekte, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutze, Drohnenbasen und 159 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den vergangenen 24 Stunden 1.072 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 271.197 Drohnen, 672 Flugabwehrraketenkomplexe, 31.400 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.792 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.813 Geschütze und Mörser verloren.
11:40 Uhr
Vier Tote und 19 Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 73 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 73 Ortschaften in elf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 41 Geschosse abgefeuert und 354 Drohnen eingesetzt, von denen 200 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Infolge der nächtlichen Raketenattacke auf die Gebietshauptstadt Belgorod seien zwei Männer ums Leben gekommen, 13 weitere Einwohner hätten Verletzungen erlitten. Ein weiterer Zivilist sei in der Siedlung Samostje getötet worden. In der Siedlung Wosnessenowka sei ein Mann ums Leben gekommen, als eine Drohne sein Auto attackiert habe. Ein weiterer Mann sei zu Schaden gekommen. In der Siedlung Blischnjaja Igumenka habe eine Einwohnerin Verletzungen erlitten. Bei der Detonation einer Drohne seien drei Einwohner der Stadt Schebekino, darunter ein 17-Jähriger, verletzt worden. Ein weiterer Einwohner sei bei der Attacke einer ukrainischen Drohne auf sein Auto zu Schaden gekommen.
Der Krisenstab meldet außerdem zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden 35 Mehrfamilienhäuser, 30 Einfamilienhäuser, sieben soziale Einrichtungen, ein Betrieb, drei Verwaltungsgebäude, drei Infrastrukturobjekte, 13 Geschäfte, zwei Stromleitungen, fünf Lkw und 60 Autos zerstört oder beschädigt worden.
11:08 Uhr
Nach mutmaßlichem Drohnentreffer: Frachter sinkt vor Rumäniens Küste

Im Schwarzen Meer soll am Freitag nahe der rumänischen Küste ein Handelsschiff von einer Drohne getroffen worden sein. Dabei kam mindestens ein Besatzungsmitglied ums Leben, drei weitere werden vermisst. Neun Seeleute konnten gerettet werden. Das unter der Flagge der Komoren fahrende Frachtschiff "Khoryv" befand sich rund 13 Seemeilen, etwa 24 Kilometer, vor der Hafenstadt Constanța und damit knapp außerhalb der rumänischen Hoheitsgewässer.
Die Herkunft der Drohne ist noch nicht bestätigt. Jüngsten Berichten von Reuters und AP zufolge ist die "Khoryv" gekentert und gesunken.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
10:35 Uhr
Ein Verletzter und Schäden bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 24. Oktober bis 7 Uhr MEZ am 25. Oktober 174 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Außerdem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 47-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem elf Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung, berichtet aber über einen Verletzten. Bei ihm handele es sich um einen Einwohner der Siedlung Kosyrewka. Der 30-Jährige habe zahlreiche Quetschungen erlitten und sei zur ärztlichen Behandlung in die Gebietshauptstadt Kursk eingeliefert worden.
Darüber hinaus berichtet der Politiker über Sachschäden. Im Bezirk Chomutowka sei ein Objekt der Energieversorgung getroffen worden. In 104 Ortschaften mit etwa 11.000 Einwohnern sei der Strom ausgefallen. In der Siedlung Durowo sei das Dach eines Hauses zu Schaden gekommen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

