
Vertrauensbruch mit Folgen: Südkorea ruft Botschafter aus Ukraine zurück

Diese diplomatische Maßregelung wurde lange erwartet. An diesem Donnerstag war es nun so weit: Südkorea beschloss, seinen Botschafter in der Ukraine bis auf Weiteres zurückzurufen. Das Außenministerium in Seoul betonte zugleich in einer entsprechenden Erklärung:
"Die Regierung erwartet, dass verschiedene Angelegenheiten zwischen den beiden Ländern freundschaftlich gelöst werden, und wird die Beratungen mit der Ukraine fortsetzen, um dies zu erreichen."
Erst am Dienstag hatte die Nachrichtenagentur Yonhap berichtet, dass Seoul zwar eine Entschuldigung von Kiew erhalten habe, von den Erklärungen der ukrainischen Seite aber enttäuscht geblieben sei.

Der Streit zwischen den beiden Ländern war nach einer Rede des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij vor der UNO-Vollversammlung ausgebrochen. Der Politiker enthüllte bei seinem Auftritt in New York die Überstellung zweier in der Ukraine gefangengenommener DVRK-Kämpfer nach Südkorea. Die Vereinbarung war aber vertraulich und durfte nicht publik gemacht werden. Südkoreas Präsident Lee Jae-myung zeigte sich "äußerst enttäuscht" und forderte eine "offizielle Erklärung und Entschuldigung" von der Regierung in Kiew.
Aus dem ukrainischen Außenministerium verlautete es, es sei bedauerlich, dass es zum öffentlichen Austausch von Kritik gekommen sei. Man wünsche sich, dass diplomatische Korrespondenz vertraulich bleibe. Zwischen dem, was tatsächlich gesagt worden sei, und der Darstellung durch die südkoreanische Seite gebe es einen Unterschied, erklärte der ukrainische Außenamtssprecher Georgi Tichi am Mittwoch.
Im Juli hatte Südkorea der Ukraine ein Hilfspaket in Höhe von 100 Millionen US-Dollar versprochen. Waffenlieferungen blieben allerdings bisher aus.
Soldaten aus der DVRK hatten im Jahr 2025 den russischen Streitkräften geholfen, das Gebiet Kursk von den ukrainischen Truppen zu befreien. Diese waren im August 2024 ins russische Grenzgebiet vorgedrungen und hatten mehrere Ortschaften besetzt. Die DVRK leistete Russland Hilfe im Rahmen des Abkommens über die umfassende strategische Kooperation, das Moskau und Pjöngjang im Juni 2024 unterzeichnet hatten.
Mehr zum Thema – Kiews unredliches Verhalten bringt Seoul und Moskau einander näher
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
