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UN-Gericht fordert Ende der Militäroffensive in Rafah – Israel pocht auf "Selbstverteidigung"

Der Internationale Gerichtshof hat Israel am Freitag zum Stopp der Militäroffensive in Rafah verpflichtet. Damit kam das höchste UN-Gericht einer Forderung Südafrikas teilweise nach. Südafrika hatte den Abzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen gefordert.

Inzwischen haben die israelischen Streitkräfte ihre Militäroffensive im Süden des Gazastreifens fortgesetzt. Israel verweist auf sein Recht zur "Selbstverteidigung". Ein Flüchtlingslager westlich von Chan Yunis geriet am Freitag unter Beschuss. Medienberichten zufolge wurden dabei mindestens fünf Palästinenser verletzt. Das Gelände gehört zu einem Gebiet, das Israel zur sogenannten "Sicherheitszone" erklärt hat. Zuvor waren bei israelischen Luftangriffen auf das Zentrum von Rafah mehrere Palästinenser verletzt worden.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums ist die Zahl der Todesopfer inzwischen auf rund 36.000 gestiegen. Die Zahl der Verletzten liegt bei über 80.000.

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