Nahost

Raketenangriffe: Gefährliche Spannungen zwischen Pakistan und Iran

Pakistan und Iran werfen sich immer wieder gegenseitig vor, Extremisten von ihrem Territorium aus Angriffe auf das andere Land verüben zu lassen. Die jetzigen Luftangriffe beider Länder verschärfen die Spannungen in der Region inmitten des Gaza-Kriegs. China erklärt sich derzeit bereit, zwischen Iran und Pakistan zu vermitteln.
Raketenangriffe: Gefährliche Spannungen zwischen Pakistan und IranQuelle: AFP © Zain Zaman Janjua

Pakistan hat nach einem iranischen Luftangriff auf sein Territorium nach eigenen Angaben seinerseits "Extremisten" in Iran angegriffen. Das pakistanische Außenministerium sprach am Donnerstag von "gezielten militärischen Präzisionsangriffen gegen Terroristen-Verstecke" in der iranischen Provinz Sistan und Belutschistan im Südosten des Nachbarlandes. Dabei seien mehrere Terroristen getötet worden.

Das iranische Staatsfernsehen berichtete, bei einem pakistanischen Raketenangriff auf ein Dorf in Grenznähe seien drei Frauen und vier Kinder getötet worden. Bei den Todesopfern handle es sich nicht um iranische Staatsbürger. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr sprach von einem "Drohnen- und Raketenangriff" auf die Stadt Saravan, die in der an Pakistan angrenzenden Provinz Sistan und Belutschistan liegt. 

Das pakistanische Außenministerium teilte mit, die Angriffe seien angesichts "glaubwürdiger Geheimdienstinformationen" über bevorstehende "terroristische Aktivitäten von großem Ausmaß" beschlossen worden. "Pakistan respektiert die Souveränität und territoriale Integrität der Islamischen Republik Iran vollkommen", fügte das Ministerium hinzu. Die Angriffe hätten lediglich Pakistans Sicherheit gedient.

Iran hat den pakistanischen Geschäftsträger in der Hauptstadt Teheran aus Protest gegen einen Anschlag in der südöstlichen iranischen Provinz Sistan und Belutschistan vorgeladen.

Der pakistanische Diplomat wurde am Donnerstag in Abwesenheit des pakistanischen Botschafters in Teheran ins Ministerium gerufen, um eine Erklärung für mehrere Explosionen in verschiedenen Gebieten um die Stadt Saravan in der Provinz Sistan und Belutschistan nahe der Grenze zu Pakistan zu erhalten. China erklärt sich derzeit bereit, zwischen Iran und Pakistan zu vermitteln, da sich die Beziehungen der beiden Nachbarländer verschlechtern. 

Pakistan hatte Iran am Mittwoch vorgeworfen, bei einem Luftangriff auf sein Territorium zwei Kinder getötet zu haben. Als Reaktion auf den Angriff berief die Regierung in Islamabad ihren Botschafter in Teheran zurück.

Der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian sagte am Mittwoch, dass die militante Gruppe, die Iran am Dienstag mit Raketenangriffen in Pakistan ins Visier genommen hatte, mit Israel verbunden gewesen sei. Der iranische Außenminister erklärte seinerzeit, Teheran respektiere die Souveränität Pakistans und unterhalte weiterhin gute Beziehungen zu Islamabad.

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