Nahost

Liveticker Iran-Krieg – Ein US-Iran-Deal könnte Ölmarkt dauerhaft verändern

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
Liveticker Iran-Krieg – Ein US-Iran-Deal könnte Ölmarkt dauerhaft verändern
  • 26.05.2026 14:00 Uhr

    14:00 Uhr

    Ein US-Iran-Deal könnte Ölmarkt dauerhaft verändern

    Eine mögliche Einigung zwischen den USA und Iran könnte den Ölmarkt nachhaltig verändern. Sollte die Straße von Hormus wieder geöffnet werden, könnten große Mengen Öl zurück auf den Weltmarkt gelangen. Gleichzeitig werden die globalen Ölreserven derzeit so schnell wie nie zuvor abgebaut, kommentierte Axios am Dienstag.

    Kurzfristig bleibt die Lage jedoch unsicher: Reeder und Besatzungen müssen erst Vertrauen in die Sicherheit der wichtigen Schifffahrtsroute gewinnen. Zudem könnte Iran neue Gebühren oder Auflagen für Tanker einführen. Experten rechnen damit, dass die vollständige Wiederaufnahme der Exporte nach der Minenräumung noch mehrere Monate dauern könnte.

    Langfristig dürfte die Krise zu dauerhaft höheren geopolitischen Risiken und damit zu einem strukturellen Preisaufschlag beim Öl führen.

    Es gibt bereits Bestrebungen, die Bedeutung der Straße von Hormus zumindest etwas zu verringern, indem Pipelines gebaut werden, die sie umgehen. Die Vereinigten Arabischen Emirate gaben Mitte Mai bekannt, den Bau einer wichtigen Pipeline zu beschleunigen, die die Exportkapazität über den Hafen von Fujairah verdoppeln soll.

    Höhere Ölpreise könnten zudem die US-Ölproduktion ankurbeln. Neue Prognosen gehen inzwischen von steigenden Fördermengen aus, während US-Schieferölunternehmen ihre Investitionspläne bereits ausgeweitet haben.

  • 13:15 Uhr

    Nach US-Angriff: Asiatische Aktienmärkte und Ölpreise starten uneinheitlich in den Dienstag

    Asiatische Aktienmärkte und Ölpreise entwickelten sich am frühen Dienstag gemischt, während Anleger die Entwicklungen im Nahen Osten bewerteten.

    Die USA griffen am Montag Ziele im Süden Irans an, was US-Militärvertreter als defensive Schläge bezeichneten. Der Angriff erfolgte vor dem Hintergrund laufender Gespräche zwischen beiden Ländern zur Beendigung des Konflikts.

    Die USA versenkten zwei Boote der iranischen Revolutionsgarde, die Minen legten. Anschließend feuerte Iran Boden-Luft-Raketen auf US-Kampfflugzeuge ab, woraufhin die USA ein Raketenabschussgelände nahe Bandar Abbas angriffen. 

    Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum entwickelten sich uneinheitlich: Der japanische Nikkei gab um 0,3 Prozent nach, der australische S&P/ASX 200 verlor 0,7 Prozent, während der südkoreanische KOSPI um 3,3 Prozent zulegte.

    Auch die Rohöl-Futures zeigten ein gemischtes Bild. Der WTI-Frontmonat fiel um 5,2 Prozent auf 91,55 US-Dollar pro Barrel, während Brent-Frontmonat um 1,7 Prozent auf 97,80 US-Dollar pro Barrel stieg, wie ICE-Daten zeigten.

    Gold gab leicht nach, wobei der Spotpreis um 0,2 Prozent auf 4.559,43 US-Dollar je Unze fiel. 

    Der Dollar fiel um 0,2 Prozent auf 1.509,70 Won (die Währung Südkoreas), blieb jedoch weitgehend unverändert bei 1,2767 Singapur-Dollar, während der australische Dollar um 0,1 Prozent auf 0,7166 US-Dollar nachgab.

  • 12:30 Uhr

    Iranische Revolutionsgarde meldet Abschuss von US-Drohne nach Luftraumverletzung

    Die iranische Revolutionsgarde (IRGC) erklärte, sie habe eine US-Drohne abgefangen, nachdem diese den iranischen Luftraum verletzt habe.

    Die Streitkräfte der Revolutionsgarde hätten auf eine RQ-4-Drohne sowie auf ein eindringendes F-35-Kampfflugzeug geschossen, hieß es in einer Mitteilung, ohne Angaben dazu zu machen, wann die Vorfälle stattgefunden haben.

    Die IRGC erklärte, sie behalte sich das "legitime und endgültige" Recht vor, auf jegliche Verstöße gegen die Waffenruhe durch die USA zu reagieren.

    Der Vorfall ereignet sich, nachdem das US-Militär erklärt hat, es habe in einer "defensiven" Aktion Raketenabschussrampen angegriffen, während die Sorge zunimmt, die Waffenruhe könnte nicht mehr lange halten.

  • 11:15 Uhr

    Chamenei: Kein sicherer Zufluchtsort mehr für USA in Nahost

    In seiner neuen Botschaft zum Beginn der Pilgerfahrt konzentriert sich der iranische Oberste Führer Modschtaba Chamenei auf eine "post-amerikanische Ordnung".

    Chamenei erklärte, die Mächte im Nahen Osten würden künftig nicht mehr als "Schutzschild" für US-Militärbasen dienen und die USA hätten in der Region keinen "sicheren Hafen" mehr.

    Anschließend sprach der Oberste Führer vom Sieg der "Achse des Widerstands", zu der er unter anderem den Libanon zählt, und sagte, iranische Stellvertreterkräfte hätten den USA und dem "zionistischen Gebilde" eine Lektion erteilt. Chamenei erklärte außerdem, Israel nähere sich dem "Ende" seiner Existenz.

    Er rief islamische Nationen und andere Staaten dazu auf, gemeinsame Interessen zu verfolgen und eine neue Ordnung sowie die Zukunft der Region und der Welt zu gestalten. Er erklärte: "Mit Aufrichtigkeit und Reinheit lade ich alle islamischen Länder und Regierungen zu Freundschaft und Zusammenarbeit zum gemeinsamen Wohl ein."

    Seit seiner Ernennung zum Obersten Führer Irans ist Chamenei nie in einem Video oder vor der Kamera erschienen. Dennoch veröffentlicht er regelmäßig Stellungnahmen über das staatliche Fernsehen.

  • 10:45 Uhr

    Pakistan lehnt Trumps Vorschlag zur Normalisierung der Beziehungen zu Israel ab

    US-Präsident Donald Trump erklärte, er habe Saudi-Arabien, Katar, Pakistan, Türkei, Ägypten und Jordanien aufgefordert, sich den Abraham-Abkommen anzuschließen und ihre Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Dies geschah im Zuge seiner Bemühungen um eine Vereinbarung zur Beendigung des Konflikts mit Iran.

    Pakistan soll den Vorschlag bereits abgelehnt haben. Keines der anderen Länder hat sich bislang öffentlich zu Trumps Forderung geäußert. Eine positive Reaktion galt als unwahrscheinlich, da das öffentliche Misstrauen gegenüber Israel in diesen muslimischen Staaten angesichts des Ausmaßes der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen weiterhin groß ist.

    Trump sagte, er habe am Samstag mit den Staats- und Regierungschefs dieser Länder sowie mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain gesprochen, die die Abkommen bereits unterzeichnet haben.

    "Ich fordere nachdrücklich, dass alle Länder sofort die Abraham-Abkommen unterzeichnen und dass es – falls Iran ein Abkommen mit mir als Präsident der Vereinigten Staaten unterzeichnet – eine Ehre wäre, auch ihn Teil dieser beispiellosen Weltkoalition werden zu lassen", schrieb Trump in einem Beitrag auf Truth Social.

    Er verwies dabei auf "all die Arbeit, die die Vereinigten Staaten geleistet haben, um dieses sehr komplexe Puzzle zusammenzufügen".

    Laut einer pakistanischen Quelle, die mit der Angelegenheit vertraut ist und sich gegenüber Reuters äußerte, sei Trumps Erklärung ein Versuch gewesen, die Gespräche über eine Waffenruhe mit Iran für eine breitere Initiative rund um die Abraham-Abkommen zu nutzen. Die beiden Themen seien jedoch "nicht miteinander verknüpft und können nicht so behandelt werden". "Pakistan ist nicht verpflichtet, einer solchen Forderung nachzukommen", sagte die Quelle.

  • 09:45 Uhr

    Rubio hält Iran-Deal trotz US-Angriffen weiterhin für möglich

    US-Außenminister Marco Rubio hält trotz der jüngsten amerikanischen Angriffe auf Ziele in Iran ein Abkommen mit Teheran weiterhin für möglich. Die neuen Militärschläge hatten zuletzt Zweifel an der ohnehin fragilen Waffenruhe aufkommen lassen.

    "Heute fanden in Katar weitere Gespräche statt. Mal sehen, ob wir Fortschritte erzielen können", sagte Rubio während eines Besuchs im indischen Jaipur vor Journalisten. Derzeit gebe es "viel Hin und Her" über konkrete Formulierungen im ersten Entwurf einer Vereinbarung. "Das wird noch ein paar Tage dauern", erklärte er.

    Zugleich bekräftigte Rubio die harte Linie von US-Präsident Donald Trump: "Der Präsident hat deutlich gemacht, dass er ein Abkommen will. Entweder wird er ein gutes Abkommen schließen – oder gar keines."

    Ein hochrangiger, mit den Gesprächen in Doha vertrauter Informant sagte gegenüber Reuters, dass sich die Verhandlungen insbesondere um die Straße von Hormus sowie um Irans Bestand an hoch angereichertem Uran drehten. Zudem habe der Gouverneur der iranischen Zentralbank an den Gesprächen teilgenommen, um über die mögliche Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte im Rahmen eines endgültigen Abkommens zu sprechen.

    Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghai, erklärte zuvor, nukleare Fragen würden erst verhandelt, sobald ein grundlegendes Rahmenabkommen stehe. Trump hatte hingegen betont, sein zentrales Ziel sei es, Iran am Erwerb einer Atombombe zu hindern. Teheran weist entsprechende Absichten seit Langem zurück.

    Baghai stellte zudem klar, dass ein möglicher Deal bislang keine konkreten Regelungen zur Straße von Hormus enthalte. Iran erhebe zwar keine Durchfahrtsgebühren, jedoch könnten Kosten für Dienstleistungen wie Navigation oder Umweltschutzmaßnahmen entstehen, die im Rahmen eines noch mit Oman abzustimmenden Protokolls geregelt würden.

  • 08:45 Uhr

    Angereichertes Uran Irans soll laut Trump zerstört werden

    Strittig bleibt in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran vor allem die Zukunft des iranischen Atomprogramms. US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag, er erwarte, dass Iran sein angereichertes Uran entweder an die USA übergebe oder es unter internationaler Aufsicht im eigenen Land vernichte. Trump sprach dabei von einer Zerstörung des Materials "vor Ort oder an einem anderen akzeptablen Ort" unter Beobachtung der Atomaufsicht.

    Teheran weist bislang jedoch zurück, bereits einer Übergabe seines Bestands an hoch angereichertem Uran zugestimmt zu haben. Nach Angaben iranischer Vertreter ist die Atomfrage derzeit nicht Teil der vorläufigen Vereinbarungen und soll erst in späteren Verhandlungen behandelt werden.

    Ein weiterer zentraler Streitpunkt der Verhandlungen ist der künftige Status der Straße von Hormus. Iran hatte die strategisch wichtige Meerenge kurz nach Beginn des Krieges Ende Februar de facto geschlossen. In der Folge stiegen die Energiepreise weltweit stark an. Die USA reagierten darauf mit einer Blockade iranischer Häfen.

    Nach Informationen von Axios sieht der derzeit diskutierte Vorschlag vor, die seit April geltende Waffenruhe zwischen den USA und Iran um weitere 60 Tage zu verlängern. Während dieses Zeitraums soll die Straße von Hormus wieder vollständig für die internationale Schifffahrt geöffnet werden. Zudem dürfte Teheran sein von Sanktionen betroffenes Öl wieder weitgehend frei exportieren.

  • 08:15 Uhr

    USA greifen Iran während Friedensverhandlungen an

    Trotz der Bemühungen um ein dauerhaftes Ende des Krieges und der eigentlich geltenden Waffenruhe haben die USA nach eigenen Angaben Ziele im Iran bombardiert. Wie das für die Golfregion zuständige US-Zentralkommando (CENTCOM) am Montag mitteilte, wurden iranische Raketenstellungen sowie Schiffe angegriffen, die offenbar Minen verlegen sollten.

    Bei den Angriffen im Süden Irans habe es sich um "Selbstverteidigungsmaßnahmen" gehandelt, erklärte CENTCOM-Sprecher Tim Hawkins. Damit hätten US-Soldaten "vor Bedrohungen durch iranische Truppen geschützt" werden sollen. Zu den Zielen gehörten den Angaben zufolge "Raketenabschussrampen sowie iranische Schiffe, die versuchten, Minen zu legen".

    Genaue Angaben zu Ort und Umfang der Angriffe machte das Zentralkommando zunächst nicht. Zugleich betonte CENTCOM, die US-Streitkräfte verhielten sich trotz der angespannten Lage und der seit Anfang April geltenden Waffenruhe weiterhin "zurückhaltend".

    Eine umfassende offizielle Reaktion Teherans auf die jüngsten US-Angriffe lag zunächst nicht vor. Iranische Staatsmedien berichteten jedoch über Explosionen nahe Bandar Abbas sowie über getötete Angehörige der Revolutionsgarden. Zudem verurteilten iranische Vertreter die Angriffe laut iranischen und internationalen Medien als Verstoß gegen die Waffenruhe.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag zunächst erklärt, eine Vereinbarung mit Iran sei "weitgehend ausgehandelt" und müsse nur noch endgültig abgeschlossen werden. Einen Tag später relativierte er diese Aussage jedoch und erklärte, er habe seine Unterhändler angewiesen, kein "übereiltes" Abkommen zu schließen. Am Montag verschärfte Trump den Ton erneut: Entweder werde es ein "großartiges und bedeutungsvolles" Abkommen mit Iran geben – oder überhaupt keines.

  • 25.05.2026 10:50 Uhr

    10:50 Uhr

    Verwaltung der Straße von Hormus nicht Teil des Memorandums zwischen Iran und USA

    Angelegenheiten der Verwaltung der Straße von Hormus sind im sogenannten Verständigungsmemorandum zwischen Iran und den USA nicht enthalten, berichtet der offizielle Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai. Im Rahmen einer Pressekonferenz erklärte er dazu:

    "Was die Straße von Hormus angeht, besprechen wir die Details der Vereinbarung. Die Frage, wie die Straße verwaltet wird, wird von den Anrainerstaaten geregelt."

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social am 23. Mai behauptet, dass die Straße im Rahmen der Vereinbarung mit Iran geöffnet werde. Die iranische Nachrichtenagentur Fars dementierte am Folgetag diese Ankündigung und betonte, dass eine Rückkehr zur uneingeschränkten Passage von Schiffen wie in den Vorkriegszeiten ausgeschlossen sei:

    "Im Falle einer möglichen Vereinbarung wird die Straße von Hormus nach wie vor unter iranischer Verwaltung stehen."

  • 24.05.2026 15:40 Uhr

    15:40 Uhr

    Rubio sieht mögliche Einigung mit Teheran noch am Sonntag

    US-Außenminister Marco Rubio äußert sich optimistisch, dass es noch am Sonntag eine Einigung im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg geben könnte.

    "Ich glaube schon, dass vielleicht die Möglichkeit besteht, dass die Welt in den kommenden Stunden ein paar gute Nachrichten erhält", sagte Rubio vor Journalisten im indischen Neu-Delhi. Seinen Angaben zufolge zeichnet sich im Streit um die von Iran blockierte Straße von Hormus eine Einigung ab, die den US-Forderungen entgegenkommen würde.

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