
Verteidigung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe – Bundeswehr übt in Hamburg

Unter dem Motto "Hamburg übt für den Ernstfall" plant die Bundeswehr in der Zeit vom 24. bis 26. September 2026 in der Großstadt die Bundeswehrübung Red Storm Charlie. An drei Tagen trainiert das militärische Landeskommando Hamburg gemeinsam mit weiteren Bundeswehreinheiten die Kooperation mit zivilen Organisationen in möglichen Krisen- und Ausnahmesituationen. Aus der Zivilgesellschaft beteiligt sind die Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, die Polizei Hamburg sowie Landesbehörden. Aus dem Bereich Logistik und Transport sind auch Airbus, der Hamburger Hafen und die Hamburg Port Authority in die Übung eingebunden.
Die Bundeswehr veröffentlichte am Dienstag das Ziel der Übung:
"Ziel ist es, Abläufe und Abstimmungen frühzeitig zu üben, bevor besondere nationale oder internationale Sicherheitslagen eintreten. Gemeinsam mit den zivilen Organisationen trainiere man die Verlegung von Truppen und Material an die 'Ostflanke des Bündnisses'."

Gemäß dem Operationsplan Deutschland müssen im Fall der Landes- und Bündnisverteidigung militärische Maßnahmen und notwendige zivile Unterstützungsleistungen in Deutschland koordiniert zusammengeführt werden. Die Koordination zwischen Militär und Zivilgesellschaft sei ein "zentraler Bestandteil der gesamtstaatlichen Vorsorge". Der Kommandeur des Landeskommandos Hamburg, Kurt Leonards, führt dazu aus:
"Verteidigung und Resilienz sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die nicht allein von der Bundeswehr geleistet werden können. Deswegen nehmen an Red Storm Charlie auch zivile Blaulichtorganisationen, Hamburger Behörden und Unternehmen der Hafen- und Logistikbranche teil."
Im kommenden Herbst übt man in Hamburg das folgende Szenario: "Entwicklungen im östlichen Bündnisgebiet" erfordern als Beitrag "zur Abschreckung" eine vorsorgliche Verlegung militärischer Kräfte. Im "Abschreckungs"-Szenario ist vorgesehen, "dass Truppen mit ihrer Ausrüstung in Hamburg ankommen und von dort weiter in Richtung Osten verlegt werden". Truppen und "Material" müssen teilweise durch das Hamburger Stadtgebiet transportiert werden. Dabei werden Organisationen der Zivilgesellschaft eingebunden.
Die Übung Red Storm Charlie soll das Landeskommando Hamburg auf seine Rolle vorbereiten. Das Kommando müsse die Führung übernehmen, bevor überhaupt ein konkreter Verteidigungsfall eintrete. Die Bundeswehr schrieb dazu:
"Dazu gehört insbesondere, bereits vor einem Spannungs- oder Verteidigungsfall die militärische Führung sowie die Abstimmung mit zivilen Institutionen im Rahmen der Drehscheibe Deutschland in Hamburg zu übernehmen."
An der geplanten Übung nehmen 500 Soldaten mit zahlreichen Fahrzeugen und Hubschraubern teil. Die Zahl der Teilnehmer aus den zivilen Organisationen wurde nicht bekannt gegeben.
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